Fettcast #1: Ein Podcast über dickes Leben, dicke Politik und dicken Alltag

Dieser Text ist Teil 19 von 44 der Serie (Mein) Fett ist politisch

Konfetti! Es gibt einen neuen Podcast! Ragni und ich sprechen im FettCast über ein dickes Leben, dicke Politik und dicken Alltag. Dabei wollen wir nur über unsere Erfahrungen sprechen, aber gleichzeitig unsere Sichtweisen teilen, um uns mit anderen austauschen zu können. Wir sind auch sehr neugierig auf eure dicken und fetten Gedanken und Erfahrungen. Auf Soundcloud findet ihr eine ausführliche Beschreibung zu dem Podcast und warum wir die politischen Begriffe ‚dick‘ und ‚fett‘ (als Selbstbezeichnungen) nutzen.

Episode 1

Vorstellung & Erfahrungen mit Fat Shaming
Wer sind wir und wann haben wir angefangen, Körpernormierungen und Diäten in Frage zu stellen? Wir sprechen über Anziehsachen kaufen und tragen, Erfahrungen in der Kindheit mit Fat Shaming, Sport (z.B. im Schwimmbad und im Fitnessstudio) und diskutieren dann, was Fat Empowerment für uns bedeutet.

Fat Empowerment
Fat positive Aktionen oder Tätigkeiten, die eine Alternative zu einer Gesellschaft anbieten, in der Dicke_Fette stigmatisiert werden und in der Fat Shaming normalisiert und unhinterfragt ist. Fat Empowerment bezieht sich also auf alle Aktionen, die diskriminierende Logiken in Frage stellen und unterwandern. Dabei verwenden wir bewusst einen weiten Aktivismus-Begriff: fat positive Bücher lesen, Modeblogs schreiben und lesen, essen, sich was gutes tun („self-care“), Kleidertausch, Dinge selber machen (nähen), Kleiderkreisel und „fette Banden bilden“ (dies ist ein Zitat aus dem Spoken Word von Maxi*: „Kotzen: Ein Blick über den Fettrand der Gesellschaft – Challenging Thin Privileges from a Fat Perspective“)

Wir arbeiten gegen die irrtümliche Annahme, dass „Dick“- oder „Fett“-sein etwas Schlechtes ist, und dulden deshalb auch keine diskriminierenden Kommentare.

11 Kommentare zu „Fettcast #1: Ein Podcast über dickes Leben, dicke Politik und dicken Alltag

  1. Hallo,

    toller Beitrag!!

    Anbei ein Link, der die Diskriminierung von dicken Menschen in unserer Gesellschaft einmal mehr vor Augen führt

    Anmerkung: Der Link zu einem Bericht in der Süddeutschen Zeitung über die RTL2-Sendung „Die Welt ist rund“ wurde entfernt – in dem Artikel wird nämlich nicht nur ätzendes fatshaming beschrieben, sondern es werden auch unkritisch problematische Begriffe/Annahmen übernommen und Diskriminierungen nicht wirklich benannt. Wer möchte, kann den Artikel leicht googeln, aber von uns braucht die Seite nicht unbedingt Traffic.

  2. wow, sehr berührender podcast, hat viel in mir ausgelöst und ist mir erstmal zu dicht, um ihn an einem stück zu „verdauen“. danke magda und ragni!

  3. Eine schöne Link-Sammlung, einer feiner Podcast. Bisher bin ich selbst noch viel zu sehr auf der Baff-Sein-Ebene; für Empowerment-Gedanken dieser Art bin ich also jederzeit dankbar.

  4. omg! ich bin grade auf der suche nach möglichkeiten das thema dicksein mal außerhalb meines kopfes zu bearbeiten und werde euch auf jeden fall mal anhören.

  5. Sehr schöner Podcast und er macht Mut, wie ich finde. Ich hoffe, daß Ragni und Magda noch ein paar mehr Folgen des Podcasts produzieren werden.

Kommentare sind geschlossen.

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