Einträge mit dem Tag ‘Podcast’


Die Forderung bleibt: Aufklärung im Fall Oury Jalloh! – kurz verlinkt

19. Oktober 2017 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 365 von 365 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Artikel

Eines der großen Themen in dieser Woche war die Hashtag-Kampagne #metoo, in denen Betroffene von Übergriffen und sexualisierter Gewalt von ihren Erfahrungen berichteten oder mit einem #metoo signalisierten, dass sie zu den Betroffenen gehören. Charlott schrieb auf der Mädchenmannschaft einen Text mit der Frage: „Wichtige Aktion zur Sichtbarmachung oder Aktivismus-Sackgasse?„. Svenja von Feminismus im Pott erörterte „Warum nicht jede*r Betroffene #metoo posten kann„. Auch Hengameh befasste sich in der taz mit der Kampagne und verlagerte den Fokus von den Betroffenen auf die Ausübenden sexualisierter Gewalt: Wer ist hier die Hexe?

Am 12. Oktober wurden die Ermittlungen von der Staatsanwaltschaft Halle im Fall Oury Jalloh offiziell eingestellt. Ein offener Brief fordert Weiterhin die Aufklärung. Der Brief kann mitgezeichnet werden.

„Um für sein Kind eine Geburtsurkunde zu erstreiten, die der Lebensrealität von trans* Eltern entspricht, zieht ein Mann nun vor das Bundesverfassungsgericht.“, berichtet die Bundesvereinigung Trans*.

Die Kampagne „anders und gleich NRW“ in Trägerschaft der LAG Lesben in NRW e.V. erarbeitet derzeit die Broschüre „SAG WAS!“. Dazu gibt es vom 9. bis 30. Oktober eine Online-Umfrage zu Diskriminierungserfahrungen von LGBTIQ Personen in der Schule, bei der Arbeit, im Verein, eigenen Communities) und den Umgängen mit diesen.

Landesarbeitsgemeinschaft der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterforschung in Niedersachsen feiert ihr zehn-jähriges Jubiläum mit einer Veranstaltungstour von November bis Januar.

Für alle, die die Mädchenmannschaft auch auf die Ohren möchte, haben wir nun zwei Podcastformate. In Servicewüste Feminismus (RSS-Feed/ iTunes) sprechen wir monatlich über aktuelle Themen und feministische Interventionen und bei Bury Your Gaze (RSS-Feed/ iTunes) geht es regelmäßig um Serien, Filme und Fankultur.

Englischsprachige Artikel

Democracy Now spricht unter anderem mit Tarana Burke, die vor zehn Jahren den Hashtag #metoo einführte: „So, the movement, the work that I’m doing and this movement is really about survivors talking to survivors, right? “Me Too” is about letting—using the power of empathy to stomp out shame. And so, we need to keep talking about it, right? It doesn’t need to be—I mean, I appreciate the hashtag, and I appreciate the hashtag elevating the conversation, but it’s not a hashtag, right? It’s not a moment. This is a movement.“

Es gibt viele Gründe Gynäkologie-Besuche nicht besonders super zu finden, für viele gehört das Speculum sicher dazu. Wired schreibt über die Geschichte des Untersuchungsinstruments und Versuche es neu zu designen.

Jennifer Neal schreibt über ihre Erfahrungen als Schwarze Person in Berlin: „Germany likes to think of itself as a tolerant country. People of color and victims of hate crimes have a different experience.“

Transnational Queer Underground hat einen Fotowettbewerb ins Leben gerufen.

Termine in Berlin, Dresden, Dortmund, Leipzig, Wien:

19. bis 22. Oktober in Leipzig: Das 24. Meeting of Queer Lesbians* findet statt und es gibt über mehrere Tage ein volles Programm.

19. bis 22. Oktober in Dortmund: lauterglitzer – ein queerfeministisches spektakel. Über ein Wochenende gibt es Workshops, Kleidertausch, eine Stadtralley, Konzert und mehr.

21. Oktober in Dortmund: »Stand up and connect!« (Fb-Link) – Aktionstag für junge Queers of C-Link)

21. Oktober in Berlin: LesMIgraS bietet einen Selbstverteidigungsworkshop für BPoC und/oder trans*, nicht-binär, inter* Personen an. (FB-Link)

22. Oktober in Berlin: Noch ein Selbstverteidigungsworkshop. Dieses Mal für alle trans*, nicht-binär, oder inter* Personen. (FB-Link)

27. Oktober in Berlin: Wie organisieren wir uns gegen die AfD? Es diskutieren Mohamed Amjahid (Autor „Unter Weißen“, Zeit-Journalist), Fatma Aydemir (Schriftstellerin, taz-Journalistin), Enrico Ippolito (Kulturchef Spiegel Online) und Hengameh Yaghoobifarah (Missy Magazine, taz-Kolumnistin).

28. Oktober in Berlin: „Queerness, Cosmo-politics & Magical Feminism in Central Asia“ – ein Workshop mit Ruthie Jenrbekova. Anmeldung bis zum 24. Oktober (FB-Link)

29. Oktober in Berlin: Queer migration and artistic practices. Workshop mit Saltanat Shoshanova. Anmeldung bis zum 24. Oktober. (FB-Link)

4. November in Berlin: „Being queer with wrinkles, white hair and always sexy?„. Veranstaltng mit AnouchK Ibacka Valiente für QTIBPOC. Anmeldung bis zum 31. Oktober. (FB-Link)

5. November in Berlin: „SPECKtakulär – Ein Körperpositiver Workshop„. Anmeldung bis zum 31. Oktober. (FB-Link)

6. bis 27. November in Berlin: Die erstmals im Abgeordnetenhaus von Berlin gezeigte Ausstellung „L’Chaim – Auf das Leben“ der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus porträtiert den Alltag von Jüdinnen und Juden, die Berlin heute als ihre Heimat bezeichnen und das Leben der Stadt mitgestalten. Am 6. November wird die Ausstellung eröffnet (Anmeldung bis 01. November). Danach ist sie zum 27. zu besichtigen.

6. bis 27. November in Berlin: Where love is illegal. Fotografien von Lesben, Schwulen, Queers und trans Menschen aus Tunesien unterstützt von der Heinrich-Böll-Stiftung.

16. November in Wien: Mareice Kaiser liest aus ihrem Buch Alles inklusive. Aus dem Leben mit meiner behinderten Tochter.

18. November in Berlin: Statt Frankfurter Buchmesse doch viel lieber Queeres Verlegen, eine Buchmesse queerer Verlage und publizierender Menschen in Berlin mit Buchständen, Lesungen und Diskussionen.

22. November in Dresden: „Lesbe, Lesbe, Lesbe. Ein Wort mit Kampfpotential, mit Stachel, mit Courage“ – Zur Entwicklung und Repression der Lesbenbewegung in der DDR.

30. November in Berlin: Gemeinsam_getrennt gekämpft: Feminismen in DDR & BRD. Veranstaltung mit Sanchita Basu und Stefanie-Lahya Aukongo.

Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen/ geschrieben? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?


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Bury Your Gaze Ep. 1: The Bold Type

7. Oktober 2017 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 35 von 35 der Serie Die Feministische Videothek

Wir haben es in unserer Serien Top 10 angekündigt! Jetzt kommt sie, die Rezension zu…

The Bold Type

und damit die Premiere unseres Serien-Podcasts „Bury Your Gaze“. Serien-Nerds werden erkennen, dass es sich um eine Abwandlung des TV-Tropes „Bury your gays“ handelt. Während uns in 99% aller Serien Heten und deren (oft hochproblematische) Beziehungen entgegen geworfen werden, als gäbe es keinen Morgen, haben die wenigen lesbischen, bisexuellen und schwulen Charaktere kaum Überlebenschancen, geschweige denn werden sie als Hauptcharaktere oder mindestens als facettenreiche, tiefe Charaktere geschrieben, die ohne heterosexistische Klischees auskommen. Im Frühjahr 2016 führte der Tod von Lexa (The 100) und später Poussey (Orange Is The New Black) zu einem lauten „Es reicht“ unter LGBT-Fans und zu einer aufsehenerregenden Kampagne in den USA, zu der sich auch Produzen_tinnen und Drehbuch-Autor_innen von Serien äußerten und eine Konferenz ins Leben rief, die 2018 bereits in die zweite Runde geht.

Unsere Antwort: Bury your gaze! (etwa: Begrab dein Blickregime!). In unserem neuen Podcast wird es um Serien und (manchmal) Filme gehen bzw. um Aspekte, die darin vorkommen. Wir werden Serien und Charaktere vorstellen, die uns vom Hocker gehauen haben. Wir werden uns Repräsentations- und Produktionspolitiken vorknöpfen, Fankulturen und ihre transformative Kraft feiern. Kurz: All things series. Ihr habt Wünsche, womit wir uns im Laufe der nächsten Folgen beschäftigen sollten? Lieblingsserien, die mehr Aufmerksamkeit verdienen? Charaktere, die bei euch Schnappatmung auslösen? Dann ab damit in die Kommentare!

Bury Your Gaze, Ep. 1: The Bold Type

 

 

Spoilerfreier Teil:

0:00 – 22:46 – Eine kurze Liebeserklärung

  • Worum geht’s bei The Bold Type? Was macht die Serie für uns besonders?
  • Wir sprechen über Freund_innenschaft, positive Bezugnahmen von Frauen auf einander, Arbeit und was wir zu Herangehesweisen bei Konflikten lernen können.

Hemmungslos voller Spoiler:

(mehr …)


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Mädchenmannschafts-Podcast: Fundis stören und wählen gehen

12. September 2017 von Charlott

Ab jetzt sprechen einmal im Monat Mädchenmannschafts-Redakteur_innen über aktuelle Themen, Ideen für feministische Interventionen und Dinge, die wir gerade super finden. In der ersten Folge stellen Anna-Sarah und Charlott eine Möglichkeit vor Fundi-Märsche zu stören, diskutieren darüber ob Wikis über Anti-Feminist_innen, Rechte, etc. eine gute Idee sind, warum (und wen) sie wählen gehen und erzählen von einer super Ausstellung, die sie besucht haben. (Aufnahme vom 09.09.2017)

Feministische Intervention: Lärm machen

Thema 1: Zu linksunten und Die Agent_in

Thema 2: Bundestagswahl 2017

Lieblingsdinge: Der blinde Fleck


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Fünf englischsprachige Podcasts zum Lieben (und manchmal zum Aufregen)

30. November 2016 von Magda

In den letzten Monaten habe ich große Liebe zu Podcasts entwickelt. Da ich mich nur selten auf eine Sache konzentrieren kann, sind Podcasts die perfekten Wegbegleiterinnen, wenn ich im Bus sitze, Wäsche aufhänge oder Candy Crush spiele. Meine aktuellen Lieblingspodcasts teile ich gerne mit euch, cause sharing is caring, right? Diese englischsprachigen Podcasts beschäftigen sich mit unterschiedlichen Themen wie race und gender, Popkultur, beste Freundinnen, dickes Empowerment, jüdisches Leben oder feministische Perspektiven auf jüdische Geschichte. Ich liebe sie alle, was nicht heißt, dass da nicht auch Aufreger dabei sind. Keiner der Podcasts ist völlig frei von Anekdoten zum Augenrollen, manche davon (weiß-, cis-, hetero-…)normativ. Trotzdem empfehle ich sie, weil sie viel Wissen vermitteln und prima unterhalten. Mich interessiert auch, welche Podcasts ihr gerne hört – unsere Kommentarspalte wartet auf euch!

Podcast Another Round Tracy Clayton and Heben Nigatu, eine Menge Schnaps und richtig smarte Analysen zu Gender, race und Popkultur: Willkommen zu Another Round! Die beiden Buzzfeed-Autorinnen sind super-unterhaltsam, lieben Quizzes und hartes Debattieren und laden spannende Gäste ein, wie z.B. Ta-Nehisi Coates oder Hillary Clinton. Ein super cooler Mix aus Booze, Jokes & Politics.

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bildschirmfoto-2016-10-15-um-15-59-07Aminatou Sow arbeitet im Tech-Bereich and Ann Friedman ist Journalistin – und beide führen eine Fern-Beste-Freundinnen-Beziehung. Und so heißt es im Zweiwochen-Takt: Call your Girlfriend! Im Podcast thematisieren sie Popkultur und Politik, Menstruation und natürlich Freundinnenschaft. Der Podcast wirkt eher unorganisiert, aber genau das macht auch den Charme aus: Es ist so, als würdest du zwei Freundinnen beim Quatschen zuhören. Was nervt: Frausein wird häufig sehr biologistisch thematisiert und der Podcast ist ziemlich heterozentriert. Richtig toll finde ich allerdings die kritischen Anekdoten aus ihren jeweils männlich- und weiß-dominierten Arbeitskontexten plus hilfreiche Strategien im Umgang mit diesen Kontexten.

BodCastRichtig gerne höre ich Marie Southard-Ospina und ihrem Podcast The BodCast zu. In jeder Folge interviewt sie einen spannenden Gast und diskutiert aktuelle Debatten innerhalb fat-aktivistischer Communities, beispielsweise Class & Food, Fatshion, Burlesque, Selbstliebe oder Fat Reality TV. Die Interviewpartner*innen lesen sich wie das „Who’s Who“ der englischsprachigen Fat Akivist*innen: Virgie Tovar, Substantia Jones, Whitney Way Thore… Jede Woche gibt es außerdem eine*n „Body Positivity Badass of the Week“. Die letzte Folge wurde allerdings im Juli gesendet, ich hoffe auf weitere!

Podcast UnorthodoxUnorthodox ist der hauseigene Podcast des jüdischen Kultur- und Politikmagazins tabletmag.com. Die drei JournalistInnen Mark Oppenheimer, Liel Leibovitz und Stephanie Butnick präsentieren jede Woche die „News of the Jews“, laden spannende Gäste aus Politik, Kultur oder Sport ein, diskutieren jüdische Geschichte oder Religion sowie Antisemitismus weltweit und lassen jeweils eine*n „Gentile of the Week“ (eine nicht-jüdische Person) Fragen rund ums Judentum und jüdische Bräuche stellen, die wissensreich beantwortet werden. Ein wirklich unterhaltsamer Podcast insbesondere durch Stephanie Butnicks trockenem Humor, aber teilweise auch an der Grenze des Erträglichen, wenn Liel Leibovitz seine liberal-konservativen Ansichten teilt.

Podcast Can We TalkDeutlich feministischer ist Can We Talk? vom Podcast-Team des Jewish Women’s Archive. Jeden Monat gibt es eine neue Folge, die eine oder mehrere jüdische Frauen aus der Geschichte oder der Gegenwart vorstellt. Bisher ging es beispielsweise um Pilotinnen in den 1940er Jahren oder die aktuelle feministische Bewegung der „Women of the Wall“ in Jerusalem. Der Mix aus Dokumentarstil und Diskussionsrunde ist abwechslungsreich und sehr informativ. Unbedingte Hörempfehlung


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Ein gutes Leben, ein würdiges Sterben und ganz viel dazwischen – unsere Links der Woche

6. September 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 326 von 365 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Herzlichen Glückwunsch an Saraya Gomis! Sie ist Studienrätin und unterrichtet Französisch, Geschichte und Darstellendes Spiel an der Ernst-Reuter-Schule in Wedding. Sie ist nun Antidiskriminierungsbeauftragte für Schulen in der Senatsbildungsverwaltung in Berlin.

„Ich kann die Meinung anderer nicht ändern (…), aber ich weigere mich zu glauben, dass mein Körper das Problem ist.“ schreibt frenziskaa auf der Webseite von Arge Dicke Weiber über Dickenhass online.

Let’s get medical: „Wer hat Angst vor Hormonen?“ fragt Tove beim Missy Magazine.

bluespunk schreibt über Mobbingerfahrungen in der Schule und den impliziten Druck auf feministischen Veranstaltungen, dass sich alle wohlfühlen sollen: „Wohlfühlen will gelernt sein, ich hab es nicht gelernt.

Magda und Ragni haben einen aktuellen Fettcast aufgenommen – ein Podcast, der sich mit dicker Politik und Alltag beschäftigt. Dieses Mal geht es um „Sommer, Sonne, Bauch raus?

Der Blog justdisabled ist nun schon über sechs Monate jung – herzlichen Glückwunsch!

Schon eine Weile her, aber immer noch lesenswert: „Absage ans Jobcenter Pankow – Warum ich bei der feierlichen Eröffnung der Jugendberufsagentur keinen „künstlerischen Beitrag“ leisten werde.“ von Franz Brötchen.

Hatice Ince schrieb auf bento.de über den Tod ihres Vaters und ihren Umgang damit.

Francis Seeck schreibt beim Care Revolution Netzwerk darüber, dass neben dem Kampf für ein gutes Leben „auch die Bedingungen unter denen Menschen sterben und trauern“ Thema einer Care Revolution sein sollten.

Am 17. September marschieren wieder rechte Abtreibungsgegner/innen durch Berlin. Macht euch bereit für die Gegenproteste!

„Marsch für das Leben“? What the fuck! from bes domni on Vimeo.

Englischsprachige Links

Vor wenigen Wochen hat das Afropunk Festival in Brooklyn stattgefunden, auf wearyourvoicemag.com gibt es tolle fett-positive Bilder.

Die US-amerikanische Schauspielerin Laverne Cox würdigt ihre Idole Tina Turner und Beyoncé mit einer wirklich schönen Aktion.

Termine in Berlin, Frankfurt/Main und Karlsruhe 

10. September in Berlin: Ab 19 Uhr startet die One World Poetry Night (facebook-Link) moderiert und gehostet durch Stefanie-Lahya Aukongo.

16. September in Frankfurt/Main: „Voll Fett!“ Sensibilisierungsworkshop und Ideenwerkstatt für Fachkräfte der sozialen Arbeit von Magda Albrecht

17. September in Berlin: behindert und verrückt feiern.

17. September in Berlin: queerfeministische und antifaschistische Demo gegen den so genannten „Marsch für das Leben“. Auch in diesem Jahr rufen das What The Fuck Bündnis sowie das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung zu Demonstrationen auf.

23. bis 25. September in Karlsruhe: Lady*fest Karlsruhe.

01.10. in Berlin: „Voll Fett!“ Sensibilisierungsworkshop und Ideenwerkstatt für Fachkräfte der sozialen Arbeit von Magda Albrecht

Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen/ geschrieben? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?


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Zurück in die Zukunft und Gegenwart in Altersarmut – kurz verlinkt

21. Oktober 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 298 von 365 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Das neue an.schläge-Magazin ist gerade erschienen und widmet sich im Hauptthema der Musikindustrie. So schreibt dort beispielsweise Caren Miesenberger über die feministische, brasilianische Musikerin MC Carol, die sich in ihren Songs mit Sexismus, dem Leben im Favela aber auch dominanter Geschichtsschreibung auseinandersetzt.

Der Polizist der 2012 wegen Fahrlässiger Tötung Oury Jallohs veruteilt wurde, soll nun auch die Prozesskosten übernehmen. Doch muss er diese nicht einmal allein stemmen. Oder überhaupt. Die Gewerkschaft der Polizei Sachsen-Anhalt übernimmt stattdessen, berichtet neues deutschland.

Bei ZeitOnline schreibt Annett Gröschner über die Diskriminierung geschiedener Frauen, die in der DDR gelebt haben. Aufgrund bestimmter Rentenberechnungsansätzen leben viele von diesen heute in Altersarmut: „Das Problem war den Architekten des Einigungsvertrages bekannt, es ist ihnen nicht aus Versehen passiert. Im Gegenteil, man könnte ihnen nach Lage der Akten sogar Vorsätzlichkeit unterstellen, denn sie wurden noch vor Abschluss des Vertrages darauf hingewiesen.“

In der letzten Woche fand die Konferenz Dare the im_possible/ Wage das Un_Mögliche statt. Über ihre Diskussion zu möglichen generationsübergreifenden Bündnissen hat Magda Albrecht bereits hier geschrieben. Weitere Panel wurden auf einem Veranstaltungsblog dokumentiert. Dort schreibt zum Beispiel Hengameh Yaghoobifarah über Diversität und Repräsentation im Kulturbetrieb – und warum es nicht nur reicht ‚mehr Frauen‘ zu fordern.


englischsprachige Links

Egal ob eine jemals den Film gesehen hat, wenn man im Internet unterwegs ist, ist es kaum möglich nicht drauf hingewiesen zu werden: Heute ist der Tag an dem Marty McFly aus Back to the Future in der Zukunft ankommt. Ein lesenswerter Text von Jamil Smith bei New Republic, wenn auch schon aus dem Juli, widmet sich der Darstellung sexualisierter Übergriffe und race.

„My first reaction was, no way can I take that job, since I knew all about Homeland and its problems. But then I contacted many artists, just in case anyone wants or needs that job. Whoever I asked, the answer was always “no way!”. Then Caram Kapp and I, who have worked together on some graffiti projects and on the book Walls of Freedom met up with Heba Amin. She said “why not put our own messages in”?“, Muftah schreibt über die Graffiti-Künstler_innen, die in der Serie Homeland ganz unbemerkt (da offensichtlich keine andere Person am set arabisch lesen konnte) kritische Kommentare unterbrachten.

Einen tollen Podcast-Tipp gibt es außerdem:

Termin in Münster

25.10. in Münster: Salon fèministe Vol.X: Nadine Lantzsch liest aus „Queer_feminismus. Label&Lebensrealität“. (FB-Link)


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Assistierter Sex, politisches Putzen – die Blogschau

21. März 2015 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 274 von 295 der Serie Die Blogschau

„Sex – Kann ich meine persönliche Assistenz um Hilfestellung bitten?“ – Katja berichtet in ihrem Blog einfach katja über ihre Erfahrungen mit und Gedanken zu Support beim Ausleben sexueller Bedürfnisse.

„Verunsicherung eröffnet Raum zum Überlegen und Nachfragen. Es ist ok, unsicher zu sein.“ – Joy schreibt als Wurzelfrau über Konsens und seine Bedingungen.

„Putzen ist politisch“ – der neue Podcast von heiter scheitern klärt auf über die Un_Sichtbarmachung von Tätigkeiten und bunte Reproräder.

Ebenfalls hörenswert: Viele Sein – ein Podcast über das Leben mit dissoziativer Identitätsstruktur mit Folge 3: „Sichtbarkeit“.

Bei Reizende Rundungen stellte Katrin ihr neuestes Outfit vor.

„Zschäpes Vorgängerinnen“: Das Antifa Infoblatt informiert über (die Geschichte von) Frauen in extrem rechten Terrorgruppen. Weitere Infos zum Thema findet ihr übrigens auch in unserer Reihe „Gender und Rechts(extremismus)“.

Habt ihr diese Woche etwas geschrieben, gezeichnet oder aufgenommen, das hier nicht verlinkt wurde? Kennen wir eure tolle Webseite/tollen Blog etwa noch gar nicht? Dann ab damit in die Kommentare. Regelmäßig verlinken wir Text_Wissens_Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum.


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7 Jahre Mädchenmannschaft: Ein Jubiläums-Podcast

14. Oktober 2014 von der Mädchenmannschaft
Essen, planen, podcasten beim Mädchenmannschaftstreffen

Essen, planen, podcasten beim Mädchenmannschaftstreffen

Sieben Jahre Mädchenmannschaft. 3894 Blogposts auf dieser Seite.  Über 40.000 Kommentare. So haben wir mit Saft und Kaffee angestoßen und uns zusammengesetzt, um in einem kurzen Podcast aus dem Nähkästchen zu plaudern. Wir blicken gemeinsam auf unsere jeweiligen Anfänge bei der Mädchenmannschaft zurück und erzählen, wie wir auf die Mädchenmannschaft aufmerksam wurden und zum Team dazugestoßen sind, ob mit Bewerbung inklusive Lebenslauf oder auf Anfrage nach intensiver Kommentiertätigkeit auf der Seite. Kleine Vorwarnung: trotz mehrfacher Kritik an unserem Gekicher in Podcasts haben wir auch bei diesem viel gelacht.

[Download: mp3, 22,2 MB, 27 Minuten und 40 Sekunden]

Erste Beiträge:

Im Podcast sprechen wir auch über unsere (manchmal vermeintlich) ersten Beiträge für die Mädchenmannschaft. Bei nicht allen funktionierte die Erinnerung so lückenlos, darum erzählten Nadine und Charlott von Artikeln, da gar nicht wirklich ihre ersten auf der Seite waren. Hier verlinkt sind jeweils die Texte, über die wir sprachen – und wenn es sich um „Fehler“ handelte, noch jeweils der tatsächlich erste Artikel. (Die Reihenfolge entspricht der, in der wir Teil des Mädchenmannschaftsteams geworden sind.)


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DDR-Barbies, antirassistisches Kinderbuch, Free CeCe, Protest gegen Sarrazin – kurz verlinkt

26. Februar 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 231 von 365 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Die aktuelle Ausgabe der an.schläge ist erschienen,  diesmal mit dem Schwerpunktthema Wohnpolitik, und wieder sind einige Beiträge online lesbar, z.B. das Interview mit einer lesbischen Bloggerin aus Jordanien.

Katrin Gottschalk und Margarita Tsomou widerlegen im Freitag die so steilen wie schlotterigen „Barbiefeminismus!“-Thesen, die von dort aus kürzlich die Runde machten (geschickter Move, diese kräftebindenen  These-Gegenthese-Zirkel, die in einer Staubwolke von Rabatz letztlich zurück auf Null führen… kennen wir ja auch von der taz) – zum Beispiel so: „Es ist schlichtweg falsch zu behaupten, in der DDR wären Frauen und Männer gleichberechtigt gewesen.“

Die Tageschau berichtet: Bis Ende Juni 2014 soll es eine neue gesetzliche Regelung zur sukzessiven Adoption für nichthetero Paare geben – liberaler wird’s aber wohl nicht mit der Großen Koalition.

„‚Das Wort, das Bauchschmerzen macht‘ ist eine spannende Geschichte, die (nicht nur) Kindern zeigt, wie verletzend rassistische und diskriminierende Sprache ist. Aber auch, wie sich Eltern, Lehrer_innen und nicht zuletzt die Kinder selbst aktiv für ein respektvolles Miteinander einsetzen“- Nancy J. Dilla sammelt Funding, um ihr Kinderbuch gegen rassistische Sprache veröffentlichen zu können. Noch wenige Wochen könnt ihr das Projekt unterstützen!

Die Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung hat eine Broschüre über trans* Kinder und Jugendliche heraus gegeben. Sie kann hier herunter geladen und auch bestellt werden unter broschuerenstelle(at)senaif.berlin.de

Schon im letzten Jahr erschienen, aber (leider) immer aktuell: „Un_mögliche Bildung. Kritische Stimmen und verschränkte Perspektiven auf Bildungsun_gleichheiten.

englischsprachige Links

Ein weiteres wichtges Projekt, das auf Förderung angewiesen ist: die Dokumentation „Free CeCe“ über und gegen Gewalt gegen Transfrauen, von Laverne Cox und CeCe McDonald.

In Spanien mehren sich die Proteste gegen die kürzlich verschärfte regressive Abtreibungsrechtspolitik, berichtet der Independent.

Anita Little stellt im Ms. Magazine eine Reihe früher Schwarzer Feministinnen vor.

Aaminah Khan schreibt bei Black Girl Dangerous über Intersektionalität und auf welchen (unter anderem) rassistischen Narrativen der Vorwurf, dass Kritiken an weißem Mainstream-Feminismus „toxisch“ oder „Mobbing“ seien, aufbaut.

Bei Autostraddle geht es um das kolonialistische Erbe, welches der heterosexistischen Diskriminierung in einigen afrikanischen Ländern zugrunde liegt und beim kritischen Blicken dorthin oftmals unter den Tisch fällt.

Welche Veränderungen können feministische Bewegungen international bewirken? Ein Podcast beim Guardian widmet sich dieser Frage.

Der Guardian berichtet auch über die Pianistin Alice Herz-Sommer, die mit 110 Jahren als älteste bekannte Überlebende der Shoah verstorben ist.

Termine

Berlin: Heute um 19:30 Uhr im K-Fetisch findet die erste Veranstaltung der Reihe „Mir lebn ejbik – Wir leben ewig“ über Widerstand, Gedenken und Befreiung statt: „Frauen* im jüdischen Widerstand – die Meijdalach aus Bialystok.“

Auch in Berlin: Am 2. März (11 Uhr) will Thilo Sarrazin sein neues Buch im Berliner Ensemble vorstellen. Am 2. März findet daher auch eine Kundgebung dagegen auf dem Bertolt-Brecht-Platz statt – hier geht es zum Facebook-Event.

Vom 8. bis 13. März, ebenfalls in Berlin: die Berlin Feminist Film Week.

Das erste Kieler laDIYfest findet vom 18. bis 20. April 2014 statt. Spenden sind erwünscht!

Vom 12. bis 15. Juni  in Sachsen auf Gut Frohberg: Die frauensommerakademie*2014  – schon mal vormerken!


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Beyoncé, Magazine, Trolle, Airbags – kurz verlinkt

29. Januar 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 227 von 365 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links:

Im Juni findet die Frauen*FrühlingsUni 2014 statt, und es können noch Beiträge eingereicht werden: „Wir möchten Feminismen im gelebten Alltag, ihre Erfolge, aber auch Schwierigkeiten sowie Möglichkeiten zur feministischen Intervention aufspüren. Alles, was Brücken zwischen Alltag, Wissenschaft und Politik schlägt und den Fokus auf das Thema richtet, ist willkommen.“

Spiegel Online schreibt: „Sexuelle Belästigung ist ein Problem bei der Bundeswehr, wie eine Studie der Truppe zeigt. Wie mit den Beschwerden der Frauen umgegangen wird, darüber verliert sie allerdings kaum ein Wort. Die Grünen kritisieren: Entsprechende Fragen wurden aus dem Papier gestrichen.“

englischsprachige Links:

Amina Doherty schreibt beim African Women’s Development Fund darüber, wie Popkultur das (feministische) Selbstverständnis beeinflussen kann: „Popular culture has a unique capacity not only to raise awareness, but to build bigger constituencies for social justice and women’s rights and ultimately to meet people where they are“- hier Teil 1 und dort Teil 2.

A propos Pop: Gerade wurden die Grammys verliehen, und Beyoncé war auch dabei, und natürlich wurde ihr Auftritt aus verschiedenen Perspektiven analysiert, gefeiert und kritisiert. Zum Beispiel von Jen von xojane, die sich gegen an Mütter gerichtetes Sexualitäts-Policing ausspricht. Und Akiba Solomon schreibt bei Colorlines über den Einsatz verstörender Zitate im Song „Drunk in Love“.

Die aktuelle Ausgabe von Popaganda, dem Podcast des Bitch Magazine, steht unter dem Motto „Don’t just hate media—make media“ und featuret Interviews mit drei profilierten Zeitschriftenmacherinnen, die auch einzeln anzuhören sind.

Viele Social-Media-aktive Menschen haben sich inzwischen an diversen Versionen des Gotye-Hits „Somebody that I used to know“ erfreut – vielleicht war auch die Interpretation von Azora Telford in Gebärdensprache dabei.

„Trollen geht es nicht darum zu provozieren, sondern darum, Frauen zum schweigen zu bringen“ – Steph Guthrie erklärt im TedxTalk, waum die Aufforderung, Trolle nicht zu füttern a.k.a. Übergriffe im Internet einfach zu ignorieren, höchst problematisch ist. Und was stattdessen getan werden könnte.

Und hier noch ein erbauliches Video für den Feierabend.

Außerdem ein Termin in Dresden am 1. Februar um 14:30: We give birth, we decide! – Solidaritätsveranstaltung für Abtreibungsrechte in Spanien und Deutschland.


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