Yes mean Yes, Mos Maiorum, Ferguson – kurz verlinkt

15. Oktober 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 251 von 251 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Die liebreizende Band Respect My Fist hat ein Musikvideo zu ihrem Song “Ich blute” gedreht.

Was Feminist_innen quasi schon immer predigten, wird nun in Kalifornien Gesetz: Das neue Gesetz “Yes means Yes” besagt, dass von allen Seiten Einvernehmlichkeit herrschen muss, wenn es zu sexuellen Handlungen kommt. Viel bescheuerte Kritik kam darauf hin und Margarete Stokowski kommentiert das in der taz.

Über die wegweisende Arbeit der Wissenschaftlerin Nikita Dhawan und die Versuche, postkoloniale Perspektiven in der deutschen Unilandschaft zu etablieren, berichtet die Frankfurter Rundschau.

Klingt erschreckend, ist aber nur die Spitze des Eisbergs” – Tupoka Ogette schreibt beim MiGAZIN über Rassismus an Schulen.

Seit Anfang der Woche (und bis zum 26. Oktober) läuft die europaweite Polizeiaktion “mos maiorum”, welche Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus aufspüren soll.  Das Projekt Map Mos Maiorum sammelt seitdem Informationen zu den Kontrollen. Auf Travel Warning EU gibt es eine Reisewarnung in vielen Sprachen zum Weiterverteilen.

englischsprachige Links

Schon etwa ein jahr alt, aber immer noch aktuell ist ein Bericht von Al Jazeera: Die inzwischen zehnjährige Nabila Rehman verlor ihr Großmutter durch eine US-amerikanischen Dronenangriff, ihre Geschwister wurden verletzt. Für ihre Geschichte interessierte sich bei einer Anhörung in Washington jedoch kaum jemand.

Ein Gespräch zwischen bell hooks und Laverne Cox zu Feminismus gibt es nun als Videomittschnitt.

Die Proteste in Ferguson werden von Frauen getragen, analysiert MSNBC: “Since Aug. 9, when a police officer shot and killed unarmed 18-year-old Michael Brown in broad daylight, women have made up a significant number of the protesters in the streets. Many of the women heard their voices go hoarse after spending hours leading chants and making up rhymes. A number of them have been arrested — even more than once.”

Gestern war Ada Lovelace Day. Dazu passend fragte der Guardian mit einem Quiz “Was wisst ihr über Frauen in der Wissenschaft?“.

Termine in Berlin, Frankfurt-Bockenheim und Wien
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Rassistische Gesetze, “gleichgeschlechtliche” Ehe, Nobelpreisgewinnerinnen – kurz verlinkt

8. Oktober 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 250 von 251 der Serie Kurz notiert

Heute feiern wir die 250. Ausgabe unserer wöchentlichen Reihe “Kurz Verlinkt” – Glitzerkonfetti :)!!!

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Was machen Frauen auf der Bühne? Ganz klar: lieben! Um dann meistens ruckzuck zu sterben (Drama) oder zu heiraten (Komödie), während es anderen überlassen bleibt, sich an der Welt aufzureiben. Warum eigentlich? Die Debüt-­
Arbeiten von drei Nachwuchsregisseurinnen geben scheppernde Antworten auf die dröhnende Frage, wer warum welche Rolle spielt – nicht nur im Theater. Am 18., 20., 21. und 22. Oktober 2014 in Berlin im Ballhaus Naunynstraße.

Das Rollstuhlfräulein sucht im Bereich Social Media einen Job in einem Unternehmen in Bochum und Umgebung, das barrierefrei ist.

Angsichts der jüngst bekannt gewordenen Gewalttaten gegen Geflüchtete stellt die taz fest: “Das Bürgertum führt die Situationen herbei, in denen Gewalt ausgeübt wird, und zeigt dann auf die, die es zu diesem Zweck rekrutiert”.

Hendrik Cremer legt anhand von Rechtsnormen und Gesetzen in der BRD dar, warum verdachtsunabhängige Personenkontrollen nicht nur rassistische Polizeipraxis nach sich ziehen (racial profiling) und Rassismus gesamtgesellschaftlich stabilisieren, sondern auch bereits ihre festgeschriebene gesetzliche Legitimation im Kern rassistisch ist.

Am 3. Oktober wurden zwei Kneipen und deren Besucher_innen in Bonn von extrem rechten “Fußballfans” angegriffen.

#FergusonIsEverywhere: Jamie Schearer, Julius Franklin und Tahir Della von der ISD haben mit dem Freitag über Racial Profiling und alltägliche Diskriminierung in Deutschland gesprochen.

Die Süddeutsche berichtet aus den USA: Über­ra­schend hat es der Su­preme Court ab­ge­lehnt, über die Recht­mäßig­keit sog. gleich­ge­schlecht­licher Ehen in fünf US-Bundes­staaten zu ent­scheiden – da­durch blei­ben die Gesetze und somit die bestehenden Ehe(möglichkeite)n dort in Kraft.

Über die ak­tuel­le Aus­stel­lung der süd­afri­kani­schen Foto­grafin_Akti­vi­stin_Profes­sor­in Za­ne­le Mu­ho­li be­rich­tet (in ei­nem mittel­guten Ar­ti­kel) die Augs­bur­ger All­gemei­ne – siehe auch weiter unten unsere Termine.

In der Jungle World stellen Eike Sanders, Ulli Jentsch und Felix Hansen, Mitarbeiter des Antifaschistischen Pressearchivs und Bildungszentrums Berlin (apabiz), ihr neues Buch “Deutschland treibt sich ab” vor und geben Antworten zur Bewegung der antifeministischen “Lebensschützer_innen”.

“Eine gerechte Gesellschaft sollte anders aussehen”: der Bayrische Rundfunk interviewt Anne Wizorek zu ihrem Buch “Weil ein #Aufschrei nicht reicht.”

Frauen helfen Frauen e.V. sammeln in Mecklenburg-Vorpommern gerade Unterschriften für einen “Zugang für alle!” zum Beratungs- und Hilfenetz in Fällen häuslicher und sexualisierter Gewalt.  3.000 Unterschriften werden noch gebraucht. Am 25.11.2014 ist eine Demo dazu in Schwerin geplant – siehe weiter unten bei den Terminen.

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Wie US-Bundes­staats­ge­setze konsti­tu­tio­nel­le Ab­trei­bungs­rech­te aus­he­beln, berichtet Andrew Rosenthal in der New York Times.

Die Sängerin Mary Lambert schreibt auf ihrer Website über grenzüberschreitende Fans und Interviewer_innen, eigene (sexualisierte) Gewalterfahrungen und Retraumatisierung.

“A Her­story of the #BlackLivesMatter Move­ment” und über die Ver­ein­nah­mung von Theorie­bil­dung und Akti­vis­mus schreibt Ali­cia Gar­za bei The Femi­nist Wire.

Buzzfeed porträtiert die chinesisch-US-amerikanische Schauspielerin Anna May Wong. So fähig sie in ihrem Beruf war, so häufig wurde sie nur als “exotische Lotusblume” besetzt, und selbst dann konkurrierte sie mit weißen Schauspielerinnen in Yellowface.

Kein Nobelpreis ist für besonders hohe Frauenanteile bekannt, aber um den Nobelpreis für Physik ist es besonders schlecht gestellt. In den letzten 50 Jahren gewann keine einzige Frau. Slate stellt einige vor, die es verdient hätten.

Termine in Berlin, München, Ulm und Schwerin (mehr …)


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“Sicherheitskräfte”, Weltraum-Style, Pippi Langstrumpf – kurz verlinkt

1. Oktober 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 249 von 251 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Die Zeit berichtet über nun offenkundig gewordene Gewalttaten gegen Einwohner (Hinweis: Artikel enthält Fotos) von Unterkünften für Geflüchtete – durch deren Wachpersonal. Die mediale Entrüstung, die vor allem auf Zuständigkeiten und Privatisierungsfragen abhebt, lässt allerdings bisher die Proteste und Kämpfe von Geflüchteten in Deutschland komplett außer Acht, welche sich seit Jahren gegen die ihnen zugemuteten Bedingungen und systematischen Repressionen richten.

Im schwedischen Fernsehen wurden rassistische Begriffe und Gesten in Pippi-Langstrumpf-Verfilmungen geändert bzw. daraus entfernt, berichtet die Welt (Hinweis: Begriffe im Artikel ausgeschrieben).

Jelena Serowa ist die erste Russin auf der International Space Station (ISS) und Journalist_innen fällt nichts besseres ein, als bei einer Pressekonferenz nach ihrem Styling zu fragen. Die passend Antwort hat die Kosmonautin parat.

Am 20. September fand in Berlin der so genannte “Marsch für das Leben” statt, der sich gegen Abtreibungs- und Selbstbestimmungsrechte ausspricht. Jedes Jahr gibt es feministische Gegendemonstrationen (wir berichteten). Leftvision hat ein Video zu den Protesten gedreht.

englischsprachige Links

Feministing stellt das großartige Aktivismus_Kunst-Kollektiv Darkmatter vor.  Auf Twitter kann mensch an ihrer Arbeit teilhaben – absolute Follow-Empfehlung!

In einem Videoclip zu sexualisierter Gewalt in der YouTube-Community werden vier Punkte beschrieben, die helfen könnten, das Problem zu lösen bzw. es zu verändern.


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Antifa-Sportgruppe, Alison Bechdel, Ärsche – kurz verlinkt

24. September 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 248 von 251 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Beiträge

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat im Zuge ihrer Ermittlungen gegen eine vermeintliche “Antifa-Sportgruppe” über “900.000 Datensätze von Handys erfasst sowie persönliche Daten von mehr als 55.000″ Demonstrant_innen und Anwohner_innen ausgewertet. Nun wurden alle Verfahren ohne Auflagen eingestellt, berichtet Spiegel Online.

Das Archiv für Jugendkulturen sammelt Geld, um das bereits bestehende Zine-Archiv weiterauszubauen. Dafür sollen Hefte mit Themen rund um Feminismus, Queerness und Riot Grrrls aufgekauft werden.

Auch in der Schweiz haben Aktivist_innen am Wochenende gegen selbsternannte “Lebensschützer” demonstriert.

In Frankfurt blockierten am Montag behinderte Menschen eine Straße, um gegen die 90-prozentige Kürzung ihres Kontingents an Taxifahrten zu demonstrieren. Denn Mobilität, die die Stadt sonst gern groß feiert, gilt eben mal wieder nicht für alle, berichtet auch kobinet.

Englischsprachige Beiträge

Der Telegraph hat die Frage aufgegriffen, ob Gäste im Münchner Hofbräuhaus rassistisch diskriminiert wurden (wir berichteten).

Alison Bechdel hat einen McArthur Genius Grant gewonnen, freut sich Autostraddle und Feministing interviewt die Genius Grant Gewinnern Sarah Deer. Mehr großartige Gewinnerinnen stellt das Ms.Magazine vor.

Black Girl Nerds schreibt zum Schwarzen Cosplayer Darrien Hunt, der von der Polizei erschossen wurde. Auf Twitter thematisiert #BlackLivesMatter diesen und andere Fälle rassistischer (Polizei-)Gewalt.

“Why does a black butt only look good in white skin?” Yomi Adegoke kommentiert im Guardian Cultural Appropriation und Körpernormierungen durch Künstler_innen und Mainstream-Medien.

Termine in Amsterdam, Bochum, Rostock und Wien

26. und 27. September 2014 in Rostock: Der der grrrlz*DaIY wird 4. Details gibt es hier zum nachlesen.

28. September in Wien: Kundgebung und Demo für sexuelle Selbstbestimmung, Zugang zum legalen und sicheren Schwangerschaftsabbruch und für reproduktive Rechte (Facebook-Link)

8. November 2014 in Amsterdam: “Returning the Gaze: Blackface in Europe“, eine internationale Aktivist_innenkonferenz.

Vom 3. November bis 14. Dezember 2014 wird Prof. Dr. Senay Kara der Universität Istanbul die Marie-Jahoda-Gastprofessur an der Ruhr-Universität Bochum übernehmen und für Vorträge zur Verfügung stehen.


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Rassistische Polizeigewalt, Victim Blaming und Bring Back #BringBackOurGirls – kurz verlinkt

17. September 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 247 von 251 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

“Die spanische Regierung nimmt von Plänen für ein neues Gesetz Abstand, das Abtreibung nur in zwei Ausnahmefällen erlaubt hätte” – mehr dazu bei dieStandard.

Die Polizei in Aachen ermittelt gegen mehrere Polizeibeamte und Azubis, die andere rassistisch mobbten und Hakenkreuze und Neonazi-Parolen verbreiteten, erklärt Der Westen.

“An jedem vierten Tag wird in Deutschland eine Straftat mit Bezug zum NSU begangen,” berichtet Migazin.

Englischsprachige Links

Der Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt in Ferguson nach der Tötung von Michael Brown hält an, zeigt Buzzfeed.

Bei The Root schreiben Sihame Assbague und Rokhaya Diallo über die Doppelmoral der französischen Presse, die sich über Ferguson empört, aber rassistische Polizeigewalt in Frankreich ignoriert.

Zur extremen Rechten in England berichtete Channel 4: in London hat ein Thor-Steinar-Laden eröffnet, und es formieren sich Proteste.

Wie finanzielle Einschnitte in das Budget der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Armut und mangelnde Unterstützung die Bekämpfung von Ebola erschweren, beschreibt die New York Times.

Bei New Statesman kommentiert Sarah Ditum das Urteil, dass Oscar Pistorius Reeva Steenkamp nicht vorsätzlich ermordete, und setzt dieses in den Kontext einer Normalisierung von Gewalt gegen Frauen und victim blaming.

Daran anschließend thematisiert Feministing den Skandal um Ray Rice und die NFL, und titelt: “Wie du feststellen kannst, dass du Frauen hasst.”

Weiterhin berichtete Feministing von der Gruppe Studierender, die sich zur Unterstützung von Emma Sulkowicz (der Studentin, die gegen den Uni-Verbleib des Mannes, der sie vergewaltigte, protestiert, indem sie ihre Matratze durch den Campus trägt) gründete.

Vor mehr als fünf Monaten wurden hunderte nigerianische Schülerinnen von Boko Haram entführt. Deutsche Welle berichtet darüber, was aus der Aktion #BringBackOurGirls geworden ist und wie Aktivist_innen weiterkämpfen. Auch die Facebook-Seite der Kampagne ist weiterhin aktiv und informiert über Neuigkeiten und Aktionen.

Auf Tutus and Tiny Hats nimmt Laura den Mythos auseinander, die mangelhafte Auswahl an Plus-Size-Kleidung läge an den schlechten Konsumentscheidungen der Käufer_innen.

Termine in Berlin

19. September: in der Schererstr. 8 in Berlin (Facebook-Link) findet eine Veranstaltung gegen den “Marsch für das Leben” (am 20. September) statt. Dort werden in einem Vortrag, Film und anschließender Diskussion Gesetze und Bewegungen thematisiert, die Frauen davon abhalten, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Anschließend stehen Tall As Trees und Anti-Corpos auf der Bühne. [Siehe Hinweis dazu in den Kommentaren - danke, evam!]

20. September: Die Gegendemo zum “Marsch für das Leben”: Demo für Selbstbestimmungs- und Abtreibungsrechte. Start: 11:30 Uhr, U-Bahnhof Kochstr. (U6/M29) Die Protest-Kundgebung des Bündnis’ für sexuelle Selbstbestimmung findet um 13 Uhr am Brandenburger Tor statt (Facebook-Link).

25.-26. Oktober: Die Berlin Bombshells veranstalten ein Roller Derby Bootcamp für Anfänger_innen und Fortgeschrittene. Die Teilnahmegebühr beträgt 85 Euro, und anmelden kann man sich hier.


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Geflüchteten-Proteste in Berlin, Feminist Frequency und Female Rap – Kurz Verlinkt (Teil 2)

4. September 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 246 von 251 der Serie Kurz notiert

In unserer Sommerpause haben sich einige Links angesammelt, darum gibt es diese Woche “kurz verlinkt” in zwei Teilen. Der erste Teil erschien gestern.

Deutschsprachrige Texte

“Die NSU-Morde hätten verhindert werden können, wenn der Landesverfassungsschutz das nicht verhindert hätte. Der Verfassungsschutz hat es ermöglicht, dass gesuchte und flüchtige Neonazis im Untergrund bleiben konnten. Er hat die Neonazi-Szene vor Ermittlungen der Polizei gewarnt.” – Heribert Prantl schreibt bei der Süddeutschen Zeitung zu den Erkenntnissen des Thüringer Ermittlungsausschusses.

In den Feuilleton-Debatten um Inklusion wird gern von “Gleichmacherei der 1970er” geschrieben, dass Kinder mit Behinderungen aber auch Rechte haben, würde gern vergessen, schreibt der Freitag: “Die UN-Konvention, auf der die Inklusion fußt, wird häufig nicht einmal genannt.” [Inhaltshinweis: ableistische Sprache/ Aussagen]

Katrin Gottschalk berichtet auf SPIEGEL ONLINE über Sexismus in Videospielen und die Drohungen gegenüber Anita Sarkeesian von Feminist Frequency.

Seit über einer Woche besetzen Geflüchtete aus dem Hostel in der Gürtelstraße in Berlin das dortige Dach. Unterstützung wird dringend benötigt. Alle Infos findet ihr auf dem Blog guertelstrasse.wordpress.com.

Englischsprachige Texte

Miriam Zoila Pérez hat bei Colorlines Texte (und Videos) Schwarzer Feministinnen zusammengestellt, die sich zum Mord an Michael Brown durch einen Polizisten in Ferguson äußern.

MsAfropolitan schreibt, warum sie in Zeiten von Ferguson Assata Shakur als passende Lektüre empfiehlt.

Sara Ahmed nimmt Audre Lordes Schreiben als Ausgangspunkt für ausführliche  Gedanken zu  “Self Care” und Fragen wie: Wer hat überhaupt Zugang zu bestimmten Unterstützungsmechanismen (und sei es “nur” Trost)? Welche Personen gelten als sorgenswert? Was bedeuten Privilegien in diesem Zusammenhang?

Einen längeren Text über Trans*, Dicksein und Transitionsprozesse hat Wiktor Dynarski geschrieben.

Die Kunststudentin Emma Sulkowicz erlebte an ihrer Universität sexualisierte Gewalt und hat sich für ihre Abschlussarbeit folgendes Projekt ausgedacht: Sie wird solange eine Matratze auf dem Campus rumtragen und auf die Tat aufmerksam machen, bis der Täter von der Uni geworfen wird oder von alleine geht.

Ludovic Foster schreibt darüber, was es es für ihn bedeutet, ein non-binary Trans*-Mann of Color zu sein.

Termine in Berlin, Kiel und Salzburg nach dem Klick  (mehr …)


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Fatkini, Software gegen Cyber-Mobbing und “schlechte Feministinnen” – Kurz Verlinkt (Teil 1)

3. September 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 245 von 251 der Serie Kurz notiert

In der Sommerpause hat sich natürliches einiges in unserer Linksammlung angehäuft. Darum wird morgen eine zweiter Teil folgen, bei dem es dann auch wie gewohnt die Veranstaltungshinweise gibt.

Deutschsprachige Links

Die Schwedische Akademie verkündete, dass das geschlechtsoffene Pronomen “hen” in ihr Nachschlagewerk (vergleichbar mit dem Duden in Deutschland) aufgenommen wird.

Magda hat beim DRadioWissen ein Interview zum Fatkini und zur Sichtbarkeit dicker Frauen in der Öffentlichkeit gegeben (im Beitrag runterscrollen).

Die Fotografin (unter anderem des Foto-Bands “Daima”) und ISD-Aktivistin Nzitu Mawakha ist verstorben. Die ISD hat einen Nachruf veröffentlicht.

Die Münchener Medientage finden Ende Oktober statt, das Programm steht und eines wird ersichtlich: Frauen finden dort eigentlich kaum Gehör. Der Journalistinnenbund hat gemeinsam mit anderen Initiativen einen offenen Brief verfasst.

Der aktuelle Frauenkalender 2015 “Wegbereiterinnen XIII“, herausgegeben von Gisela Notz, kann jetzt bestellt werden.

Der neue Roman von Claudia Koppert “Sisterhood – eine Sehnsucht” ist erschienen: “Um 1980. Privat und öffentlich gehen Frauen auf die Barrikaden, alles Mögliche treibt sie, eine Zuversicht trägt sie: »Sisterhood is powerful!« Viele Jahre später. Martha ist in Auseinandersetzungen mit ihrer fünfzehnjährigen Tochter Rosa verstrickt. Das Frauenaktionszentrum gibt es schon lange nicht mehr, und aus ihrer letzten Wohngemeinschaft ist sie vor Jahren ausgezogen. Aber dann begegnen ihr unerwartet frühere Mitstreiterinnen, und alles ist wieder da: die Hochgefühle, die Konflikte, die Grundsatzfragen.

Die Wanderausstellung “Martin Luther King, Jr. @ Berlin 1964-2014″ kann noch bis zum 12. September im Foyer des John-Lennon-Gymnasiums in Berlin besichtigt werden (Facebook-Link). Mehr zum “King Code,” einem multimedialen Schul- und Jugendprojekt, und weitere Termine und Stationen der Wanderausstellung finden sich ausserdem auf der Projekt-Homepage.

Englischsprachige Links

Roxane Gay hat in diesem Jahr den Roman “An Untamed State” und die Essay-Sammlung “Bad Feminist” veröffentlicht. Der Guardian stellt die Schrifststellerin und ihre Vorstellungen vom “schlechten” Feminist_innensein vor. (Inhaltshinweis: sexualisierte Gewalt)

Auf ihrem Blog hat Roxane Gay zu dem zu Michael Brown, einem 18-Jährigen, der von einem weißen Polizisten erschossen wurde, geschrieben: “I don’t care if Mike Brown was going to college soon. This should not matter. We should not have to prove Mike Brown was worthy of living. [...] His community should not have to silence their anger so they won’t be accused of rioting, so they won’t become targets too. ”

Olivia Cole beschrieb zehn Varianten rassistischer Trolle, die einer_einem begegnen, wenn man über Michael Brown redet.

Über 100 berühmte Frauen mussten diese Woche erleben, dass private Nacktfotos gestohlen und online veröffentlicht wurden. Wie sich rape culture hier widerspiegelt und warum niemand sich diese Fotos anschauen sollte, erklärt Clementine Ford bei Daily Life.

Männer, die plötzlich Feminismus ™ entdecken, weil sie Töchter haben. Und dann drüber schreiben und Meme-T-Shirts tragen. Kat Stoeffel analysiert auf Slate all die problematischen Implikationen.

In Kanada haben verschiedene Organisationen und weitere Aktivist_innen eine Datenbank eingerichtet: “The database will document Indigenous women, Two-Spirit and Trans people who have gone missing, or died as a result of violence.” Ziel ist es, die Leben der Betroffenen zu ehren, Familien eine Möglichkeit die Tode zu dokumentieren und auch: “asserting community control of our own record-keeping.”

Trisha Prabhu, 13 Jahre alt, hat eine Software entwickelt, die hilft “Cyber-Mobbing” zu verhindern. (Mehr auch bei A Mighty Girl auf FB.)

Und manchmal braucht es doch einfach nur was zum Lachen: Confused Cats Against Feminism.


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Bücher, Bewegungsarbeit und das Bewerten von Essverhalten – kurz verlinkt

31. Juli 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 244 von 251 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Beiträge

Bücherfans aufgepasst: Ab September bietet das Spinnboden Lesbenarchiv in Berlin einen Lesekreis zu Büchern aus den Bereichen Belletristik und Kriminalliteratur an (für Lesben, Bisexuelle und Trans*).

Support your local activists: Die ISD-Vorstandsfrau Jamie Schearer ist neue Bewegungsarbeiterin.

Es gibt einen Aufruf zur dritten Ausgabe des Zines rund um Asexualität “Wer A sagt, muss nicht B sagen” – mit dem Schwerpunkt Liebe in Freund_innenschaften und Fürsorge jenseits sexueller_romantischer Beziehungen.

Englischsprachige Beiträge

Nicht alle können entspannt in der Öffentlichkeit essen. Virgie Tovar schreibt über Food Policing (das wertende Kommentieren und Reglementieren von Essverhalten) als Form von Street Harassment.

Sexismus und Misogynie in der Technikbranche – bei Wired berichtet Issie Lapowsky von ihren Erlebnissen (und dem dahinterstehenden System).

Antifeministische Watch-Blogs haben den einzigen Sinn, bloggende Feminist_innen zu belästigen, einzuschüchtern und letztlich zum Schweigen zu bringen (notfalls auch mit persönlichen Drohungen). Bei Shakesville illustriert Melissa McEwan einen besonders hartnäckigen Fall.

Termine

Das Ladyfest Berlin findet statt vom 1. bis 3. August, Infos findet Ihr hier.

Der MAD Tresen im faq in Berlin findet statt, und zwar am 1. August ab 23 Uhr.

Voicing herstories ist ein Projekt für Frauen und Mädchen in Neukölln dass mit verschiedenen Projektarbeiten ein gemeinsames Buch erarbeitet. Vom 18. bis 2. August findet der erste Workshop statt.

Im September startet die Queerulant_in-Lesetour: Hier findet Ihr alle Stationen.


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Geschlechtseintrag in der Geburtsurkunde, feministische Sprachinterventionen und Women in Exile – kurz verlinkt

24. Juli 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 243 von 251 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Über die in Österreich “fehlenden Töchter in der Forschung” schreibt dieStandard.  Dort wird zum einen aufgezeigt, wie lange Frauen wissenschaftliche Karrieren verunmöglicht wurden und die, die sich trotzdem durchsetzten, nachträglich unsichtbar gemacht wurden. Darüberhinaus ein wichtiger Aspekt: Viele der wissenschaftlichen Vorreiterinnen waren Jüdinnen, die verfolgt und ermordet wurden.

Vor 150 Jahren wurde Ricarda Huch geboren. Das Deutschlandradio Kultur erinnert an die Historikerin und Schriftstellerin.

Die taz findet, wer sich an “Babyspinat-Mangold-Smoothies gewöhnen [kann], [wird] sich mit der Zeit auch an neue Sprachformen gewöhnen”. Und auch bei derStandard geht es um feministische Sprachinterventionen und den Widerstand gegen diese. Im Interview spricht Sprachwissenschaftlerin Claudia Posch über (un)ästhetische Binnen-I-s und Sprachnormierungen.

Ein kurzes Interview mit der Modebloggerin und Aktivistin Alexandra Sandkühler zu Fat Empowerment und Fat Acceptance beim Freien Radio.

Dritte Option berichtet, dass am 28. Juli 2014 soll ein Antrag auf Änderung einer Geburtsurkunde eingereicht werden, die den Geschlechtseintrag “inter*/divers” enthalten soll.

Die taz schreibt über die Arbeit von Women in Exile und stellt dabei auch drei der Aktvistinnen vor: Damarice Okore, Elisabeth Ngari und Fatuma Musa.

Termine in Berlin und Hamburg:

1. bis 3. August in Berlin: LAD.I.Y.FEST Berlin 2014. (FB-Link)

2. August in Hamburg: Queer Flora Party.

8. bis 10. August in Hamburg: MISSY-Konferenz: Fantasies that matter. Images of Sexwork in Media and Art.

 


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Diskussionen über Triggerwarnungen und Mansplaining-Belege – kurz verlinkt

16. Juli 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 242 von 251 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Die russische Aktivistin und Publizistin Walerija Iljinitschna Nowodworskaja ist im Alter von 64 Jahren gestorben.

Englischsprachige Links

Der Us-amerikanische Profi-Fussballer Landon Donovan ist nicht derjenige, der in seiner Zeit als aktiver Spieler die meisten Tore schoss (wie viele Medien berichten), sondern die Fussball-Spielerin Abby Wambach. Männerfussball scheint in der Berichterstattung wohl wieder mal der Maßstab zu sein, wie die Huffington Post berichtet.

Wurde Eure Timeline auch von diesem Jack Halberstam-Text heimgesucht, der letzte Woch viral ging? Auf Teile des Ganzen gibt es einen Antworttext auf “You Are Triggering me! The Neo-Liberal Rhetoric of Harm, Danger and Trauma”, kurz und knapp: Snarking Back.

Andrea Smith kontextualisiert Triggerwarnungen und schreibt über deren Bedeutungen in einer größeren Befreiungs- und Anti-Gewalt-Bewegung. Dabei zeigt sie auf, wie wichtig es ist Bewegungen zu bauen, in denen traumatisierte Menschen Platz haben.

Für alle, die noch “Beweise” benötigen: Bitch Magazine hat sieben Studien zusammengestellt, die zeigen, dass “mansplaining” existiert und wie es funktioniert.

Eine Empfehlungsliste zu Werken die sich mit Themen rund um LGBT und Judentum/jüdische Identitäten/jüdische Erfahrungen drehen, bzw. von jüdischen LGBT-Autor_innen verfasst wurden.

Im Juni war eine studentische Gruppe unter Leitung der Professorin Heidi Reneé Lewis vom Colorado College in Berlin zu Gast und veranstaltete eine Reihe von tollen Diskussionsrunden zu den Themen Feminisimus_Anti-Rassismus. Mit dabei war u.a. Sharon Dodua Otoo mit ihrer Witnessed-Reihe und Magda zu fetten Aktivismus in Deutschland.

Termine

Vom 11. bis 14. September findet in Hannover das Hip Hop-biggerthanfest statt. Infos findet Ihr hier.


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