Bedingungsloses Grundeinkommen, heimlicher Abbau einer Gedenkstätte für Sinti und Roma – kurz verlinkt

22. Mai 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 191 von 191 der Serie Kurz notiert

Aus Protest gegen die Homo-Ehe hat sich ein Nazi in Frankreich öffentlich erschossen.

Die Empörung nimmt ab, der Rassismus nicht. Auf jetzt.de erzählen fünf Studierende von ihren alltäglichen Rassismuserfahrungen.

Auf Colorlines kritisiert Schauspielerin Lucy Liu die Rollenvergabe nach rassifizierten Kriterien. (englisch)

David Jay porträtiert auf The Scar Project Brustkrebs-Überlebende. (englisch)

In Wiesbaden lässt eine Schule eine Gedenkstätte für Sinti und Roma still und heimlich abbauen. Nach Protesten wird behauptet, sie habe nie existiert, schreibt die taz.

Unterstützer_innenInfo hat ein neues Heft herausgebracht. In “Kompass” geht es um Mythen und Realität im Bezug auf sexualisierte Gewalt.

DieStandard.at hat ein Interview mit Ina Praetorius zur Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen geführt.

Sharon Dodua Otoo schreibt im Nachgang zum taz-Panel über Aktivismus und Ally sein. (englisch)

Die Süddeutsche hat Geschlechterforscherin Melanie Groß zu Geschlechterrollen, dem Barbie Dream House in Berlin und der Farbe Pink interviewt.

Red No. 3 nimmt sich der typischen Aussage an, die (auch) Feminist_innen oft als “Kritik” zu hören bekommen: “Du möchtest nur mit Menschen reden, mit denen du einer Meinung bist“. (englisch)

Nachdem eine Jobcenter-Mitarbeiterin einen Mann trotz schwerwiegender Herzerkrankung zur Arbeit gezwungen hatte und dieser daraufhin einen Herzstillstand erlitt, droht ihr nun eine Strafanzeige.

Neonazi-Experte Bernd Wagner bestätigt bei einem Gespräch anlässlich des NSU-Prozesses in der Heinrich-Böll-Stiftung: Rassismus ist in deutschen Behörden strukturell verankert.

Seit in München der NSU-Prozess läuft, sind mehrere Einrichtungen Zielscheibe von Einschüchterungsversuchen vermutlich aus der rechten Szene geworden. Besonders heftig traf es eine Rechtsanwaltskanzlei, die vor Gericht die Angehörige eines Mordopfers vertritt, so sueddeutsche.de.

Die EU-Grundrechteagentur veröffentlichte am vergangenen Freitag, dem Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie Ergebnisse ihrer Online-Befragung, an der 93.000 Menschen teilnahmen: Gewalt, Isolation und Angst gehören zum Alltag vieler LGBT.

Raise Our Story teilt Erfahrungen von Menschen, die im Kindes- und Jugendlichenalter als sogenannte “undokumentierte Einwander_innen” in die USA einreisten.

In Irland soll die rigide Gesetzgebung über Abtreibungen reformiert werden. Frei entscheiden dürfen Schwangere weiterhin nicht, schreibt die Jungle World.

Nadine hat mit der taz über das Buch “queer_feminismus. label & lebensrealität” gesprochen, das sie zusammen mit Leah Bretz geschrieben hat.

Termine in Aachen, Berlin, Braunschweig, Düsseldorf, Hamburg, Kiel und Wien findet ihr nach dem Klick:  (weiterlesen …)


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Bionade, feministische “Humorlosigkeit” und die nächste Löschdebatte bei Wikipedia – kurz verlinkt

15. Mai 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 190 von 191 der Serie Kurz notiert

Wir berichteten letzte Woche über den trans*feindlichen Werbespot von Bionade. Durch eure vielen Beschwerden reagierte Bionade mit einem Statement (Facebook-Link), welches weder eine Auseinandersetzung mit den Kritiken, noch eine Entschuldigung beinhaltet (sondern sogar behauptet, bei Bionade gäbe es gar keine Diskriminierung!). Falls ihr noch die Kraft habt, lasst Bionade weiterhin wissen, dass Diskriminierung kein Verkaufsschlager sein darf. Für die Zukunft kann folgendes gelten: Das schöne an (trans*feindlicher) Bionade – mensch kann sie auch weglassen!

In dem Band “Aufstand aus der Küche” von Silvia Federici wird neben zwei neuen Beiträgen auch die bereits 1974 verfasste feministisch-marxistische Ökonomiekritik „Counter-Planning from the Kitchen“ erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht.

Die US-amerikanische Satirezeitschrift The Onion ist mal wieder vorn mit dabei, was sexistische Gewalt angeht. (englisch)

The New Yorker berichtet über einen Fall in Cleveland, nach dem drei Frauen, die ein Jahrzehnt als vermisst galten und zum Teil bereits für tot erklärt wurden, aus dem Haus, in dem sie festgehalten worden waren, befreit werden konnten. Ein Mann hatte eine der Frauen dabei beobachtet, wie sie vergeblich versuchte, die Tür von innen aufzubrechen. Er ordnete das Gesehene sofort als häusliche Gewalt ein und half ihr die Tür zu zerstören. (englisch)

Bei Shakesville erklärt Melissa McEwan noch einmal, was es mit feministischer “Humorlosigkeit” bezüglich *istischer “Comedy” auf sich hat (englisch).

CosmoTV berichtet über einen Dokumentarfilm von Mirza Odabaşi zum rassistischen Brandanschlag auf ein Solinger Wohnhaus vor 20 Jahren, bei dem fünf Menschen getötet worden sind. Der Film wird Ende Mai in Solingen uraufgeführt.

DieStandard.at würdigt die kürzlich verstorbene Frauenrechtlerin Hannelore Mabry.

The feminist wire analysiert die Karrieren und Selbst_Repräsentationen von Beyoncé und Lauryn Hill und entdeckt trotz der Unterschiede nicht wenige Gemeinsamkeiten. (englisch)

Ms.Magazine veröffentlicht einen Nachruf auf Brustkrebsaktivistin Barbara Brenner (englisch)

Angelina Jolie hat sich angesichts ihres genetisch stark erhöhten Brustkrebsrisikos für eine präventive Mastektomie entschieden. In der NY Times berichtet sie darüber – politisch brisante Punkte wie die Debatte um körperliche Selbstbestimmung, Gesundheitsrisiken, Gesundheitsindustrie und damit in Verbindung stehende finanzielle Faktoren werden zwar lediglich angerissen, dennoch ist das Öffentlichmachen dieser Entscheidung per se bereits als politischer Akt zu werten. (englisch)

der verein xart splitta gestaltet raum_rahmen für trans_x_ende, trans_xend empowernde kreative anwesende konkrete visionäre künstlxsche aktionen_ideen_politiken. aktuell gibt es zwei aufrufe für spoken word, kurzfilme, performances, tanz, musikstücke,… für einen performanceabend sowie fotos, gemaltes, collagen, gezeichnetes, geschriebenes … für ein printprojekt.

La Voix du Yemen interviewt Alaa Al-Eryani, die kürzlich die Initiative The Yemeni Feminist Movement startete.

with WINGS and ROOTS, ein Dokumentarfilmprojekt, das die Geschichten und Visionen fünf junger Menschen in Berlin und in New York erzählt, braucht eure Unterstützung!

Rassistischer Polizei-Alltag in Deutschland: Weil eine Frau, die auf offener Straße zusammengebrochen war, sich nicht ausweisen konnte und kein für die Beamten verständliches Deutsch sprach, wurde sie in Gewahrsam genommen, anstatt notärztliche Versorgung einzuleiten. Erst als ihr Mann sie als vermisst meldete und wenig später schließlich vor Ort war, reagierte die Polizei.

Der aktuelle Löschantrag für den Begriff “Femizid” heizt die Debatte über die Macht der Maskulisten auf der Wissensplattform an, schreibt dieStandard.at.

Termine in Berlin, Bochum, Göttingen, Braunschweig und deutschlandweit anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie und Transphobie gibt es nach dem Klick!

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NSU-Prozess, male gaze und feministische Psychatriekritik – Kurz verlinkt

8. Mai 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 189 von 191 der Serie Kurz notiert

Am Montag begann der so genannte NSU-Prozess. Aus diesem Anlass veröffentlichte das Migazin einen Ausschnitt aus dem Buch “Schmerzliche Heimat. Deutschland und der Mord an meinem Vater” von Semiya Şimşek, Tochter des erste Opfers (Enver Şimşek) der NSU-Mordserie.

Ein weiteres Beispiel für die bisherige furchtbare “Ermittlungs”arbeit zu den NSU-Morden hat die taz beschrieben. Bei der Gazelle gab es außerdem ein Interview mit Mehmet Daimagüler, der die Familien zweier Opfer als Nebenkläger vertritt.

In der Sendung “Insight Germany” der Deutschen Welle ist Grada Kilomba, Schriftstellerin und Professorin für Gender Studies an der Humboldt-Universität zu Berlin, zu Gast. Kilomba spricht zum Beispiel über ihr Buch “Plantation Memories. Episodes of Everyday Racism”. [Englisch]

Bei der Heinrich-Böll-Stiftung schreibt Pasquale Virginie Rotter über ihr Konzept von “Empowerment in Motion“.

Im IANYAN Magazine wird die Dokumentation “My Grandmother’s Tattoos” besprochen. [Englisch]

Wie die Abbildung zweier Frauen auf einem Werbeplakat perfekt in männlich-heterosexuelle Blicke passt, nimmt Sociological Images auseinander. [Englisch]

In der letzten Woche hatten wir schon einmal aufmerksam auf die neue an.schläge-Ausgabe gemacht. Jetzt ein spezifischerer online Lesetipp: Vier Stimmen zu Psychologie/Psychatrie aus feministischer Perspektive.

Noch mehr Lesestoff: For Harriet stellt siebzehn Schwarze Blog_gerinnen vor.

Für das quEAR-Festival werden noch bis zum 30.06 Einreichungen gesucht!

Termine in Bochum und Hamburg… nach dem Link: (weiterlesen …)


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Lesestoff zum revolutionären 1. Mai

1. Mai 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 188 von 191 der Serie Kurz notiert

Kübra Gümüşay spricht in einem Interview mit dieStandard über Femen und muslimische Feminist_innen.

dieStandard berichtet auch darüber, dass es nun in Wien mehr Beratungsstellen für arbeitslose Frauen geben soll.

Bei Black Girl Dangerous schreibt Mia McKenzie anlässlich des Anschlags in Boston zur Konstruktion von “unschuldigen Kindern” und welche Kinder dort mitgedacht werden und welche gerade nicht. [Englisch]

Die nigeranische Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie hat ein neues Buch (“Americanah”) herausgebracht. Beim Independent spricht sie über race, Afrikabilder in den USA und Europa, Darstellungen von WoC und die Verfilmung ihres zweiten Buches. [Englisch]

In Berlin gibt es die Kita “Kwetu”, die vor allem von Schwarzen Kindern besucht wird und wo ein Augenmerk darauf gelegt wird, dass sich alle Kinder auch bei Spielzeug und in Büchern wiederfinden. Migazin war zu Besuch und hat sich mit Eltern u.a. über alltäglichen Rassismus unterhalten.

Ebenfalls beim Migazin schreibt Gabriele Boos-Niazy unter dem wunderbaren Titel “Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte die betroffenen Frauen und Mädchen.” zum Thema Kopftuchverbot.

Letzte Woche wiesen wir bereits auf das deutsche Äquivalent hin, hier aber auch noch die englische Variante: 100 Percent Men. [Englisch]

Das Blog des Zentrums für transdisziplinäre Genderstudien veröffentlicht einen Offenen Brief, der sich aus fem-me-inistischer Perspektive mit der Trans*Tagung Berlin 2012 auseinandersetzt.

Bei konkret geht es um Klassendiskriminierung unter Linken.

White Male Bingo: fasst die letzten Debatten zu Rassismus und Sexismus nochmal schön zusammen. [Englisch]

Claire Horst  hat bei der Jungle World schon vor zwei Wochen zur BarbieDreamHouse-Debatte geschrieben und stellt die größere Frage: “Wie politisch ist Spielzeug?“.

“I’m a 34-year-old NBA center. I’m black. And I’m gay.”, schrieb Jason Collins. Der New Yorker schreibt darüber und kontextualisiert.[Englisch]

Pussy Riot Aktivistin Tolokonnikova stand wieder vor Gericht. Es ging um ihre beantragte Haftauslassung. Dieser wurde – nicht überraschend – nicht zugestimmt. Sie durfte nicht einmal ihr Schlussstatement vortragen. Bei The Russian Reader wurde aber eine Übersetzung veröffentlicht. [Englisch]

In Kiel fand das Transgender Film Festival statt. Auf der Webseite könnt ihr nun auch sehen, an wen Preise vergeben wurden.

Eine neue an.schläge-Ausgabe ist erschienen. Titelthema ist dieses mal “Psychatrie &Geschlecht“. Wie immer gibt es auch eine ganze Reihe von Texten online zu lesen.

Ihr wollt Bücher bestellen? Seit März gibt es nun eine “Internetbuchhandlung für feministische & emanzipatorische Bücher und Medien“, nämlich fembooks.

Die Lesbenberatung in Berlin hat nun eine Facebook-Seite.

Nach dem Klick Termine in Bonn, Marburg, München und Wien:

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Elektro, Herrenclubs und die Krise der Männlichkeit – kurz notiert

24. April 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 187 von 191 der Serie Kurz notiert

10 Pionierinnen elektronischer Musik und queere Musik_erinnen of Color, die ihr unbedingt kennen solltet.

In Boston sind durch einen Terroranschlag auf den Boston Marathon mehrere Menschen gestorben. Die Medien berichteten ohne Unterlass – leider nicht ohne Rassismen zu bemühen, wie Bitch Magazine berichtet.

Obwohl immer behauptet wird, dass wir in einer hypersexualisierten Gesellschaft leben, wird anscheinend nur sehr selten ehrlich über Sex gesprochen. Eine neue Webseite soll dem entgegenwirken, berichtet Salon.com.

Der Guardian widmet sich “The Sessions“, einem Film, der Behindertwerden und Sex thematisiert. Ebenfalls im Guardian: Ein Bericht über #ShoutingBack, das Pendant zu #Aufschrei in Großbritannien.

Eine neue Ausgabe des Zines Masculine Femininities wurde veröffentlicht.

In Oldenburg wurde einer Frau der Wunsch auf die “Pille danach” verwehrt.

100 Prozent Mann sammelt Positionen, die noch nie von Frauen eingenommen wurden. Welcome to the Herrenclubs!

Der Guardian hat einen Nachruf auf Bi Kidude, der ersten Sängerin Zanzibars, veröffentlicht.

“Die im Anschluss an den #Aufschrei geführte Debatte über die Krise von Männlichkeit ist eine Form altbewährten Konservatismus”, schreibt Claire Horst für Analyse & Kritik.

Disney hat die hauseigenen Prinzessinnen einem Redesign unterzogen: Nach wie vor finden sich kaum Charaktere of Color unter den Figuren und Heldinnen wie Mulan oder Pocahontas wurden mit dem neuen Make Over weiß “gewaschen”, kritisiert sparksummit.com.

Eine Modelagentur warb vor einer Klinik für Essstörungen in Schweden um neue Klientinnen, berichtet dieStandard.at.

In Hamburg fand vergangenes Wochenende erstmals eine Frauenflüchtlingskonferenz statt. Die Junge Welt sprach mit Eylem Silan, die sich in der Vorbereitungsgruppe engagierte.

Eine Highschool-Studentin wurde von ihrem Direktor bedroht, weil sie eine Anti-Verhütungsmittelveranstaltung an ihrer Schule öffentlich kritisierte.

Servicepost für Cis-Frauen auf autostraddle.com: Mit Trans*frauen interagieren, ohne ständig Transphobie zu reproduzieren.

Zimbabwe hat mit einer überwältigenden Mehrheit für einen Entwurf gestimmt, nach der nun Geschlechtergerechtigkeit und Frauenrechte in der Verfassung Eingang findet.

Auf addicting.info finden sich zehn verschiedene Begriffe, die eigentlich viel besser passen würden als “Pro Life“, ein Begriff mit dem sich Abtreibungsgegner in den USA schmücken.

Body Love Wellness kritisiert den aktuellen Werbeclip von Dove.

Termine in Berlin und Gießen findet ihr nach dem Klick

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Selbstfürsorge, Hollaback und Thatcher – kurz verlinkt

17. April 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 186 von 191 der Serie Kurz notiert

Bei Buzzfeed gibt es 18 großartige Illustrationen rund um das Thema Street Harassement. (Leider auch mal mit ableistischer Sprache…) [Englisch]

In Schweden wollte eine Dessous-Kette durchsetzen, dass die Mitarbeiterinnen Namensschilder tragen, auf denen auch die BH-Größe vermerkt ist. Über das Urteil eines Arbeitsgerichts berichtet die taz.

The Feminist Current schreibt über Zusammenhänge zwischen (Post-)Feminismus, Geschlecht und Veganismus - auch bekannt als der “PETA-Complex”. Und was das alles mit Femen zu tun hat. [Englisch]

M.I.A. ist nicht nur Musikerin, sondern hat auch schon zuvor einiges an Kunst fabriziert. Complex stellt ihr zehn besten “art moments” zusammen. [Englisch]

An Margeret Thatchers Politiken gibt es vieles wichtige zu kritisieren (neben all dem neoliberalistischem Zeug, doch auch ihre Äußerungen über Anti-Apartheids-Kämpfer_innen, welche Terror_istinnen seien, und ihre Rolle im Nordirlandkonflikt), aber rechtfertigt das sexistische Beschimpfungen? Nein tut es nicht, stellt dieStandard heraus.

Die Auszahlung von Sozialhilfe an die Schulleistungen von Kindern zu koppeln? Eine ganz großartige Idee, dachten (u.a.) Politiker_innen in Tennesse. Die acht-jährige Aamira Fetuga ging dagegen vor. [Englisch]

Zwar schon etwas älter, aber nie zu spät: Die Dokumentation “Eyes of The Rainbow” über Assata Shakur, US-amerikanische Bürgerrechtlerin, kann mensch kostenfrei online anschauen. [Englisch]

Marga Spiegel ist 100 Jahre alt geworden und hat ein neues Buch herausgebracht. Es heißt “100 Jahre – 4 Leben. Eine deutsche Jüdin erzählt.” und wird bei dieStandard vorgestellt.

In Dortmund fand das FrauenFilmFestival statt (wir wiesen darauf hin). Nun stehen auch die Preisträgerinnen fest. Für den besten Spielfilm wurde die polnische Regisseurin Małgośka Szumowska ausgezeichnet.

Bei The DIY Courier gibt es Selbstfürsorge-Tipps für depressive Zeiten. [Englisch]

In Österreich gibt es eine neue Rentenregelung. Alle sollen jetzt gleich behandelt werden, wie das aber aufgrund von bestehenden Ungerechtigkeistverhältnissen vor allem Frauen nun mehr benachteiligt, kann mensch bei an.schlaege nachlesen.

Das Gleichstellungsbüro der Universität zu Köln hat den Leitfaden für eine geschlechtergerechte Sprache überarbeit.

Zum Schluss noch ein kurzer Hinweis in eigener Sache: Wir haben unsere Netiquette nochmal geringfügig geupdatet.

Termine in Berlin und Jena:

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Ehegattensplitting, “Hipster Headdress” und Antifeminismus – kurz notiert

11. April 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 185 von 191 der Serie Kurz notiert

Was ist eigentlich Maskulismus? Sind alle Männerrechtler grundsätzlich rechts? Und was bitte ist ein “lila Pudel”? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert derFreitag in einem Artikel zum Thema Antifeminismus.

In ihrem gerade erschienen Buch geht Mädchenmannschaftskolumnistin Dr. Maria Wersig der Frage nach, warum eine Regelung aus den 1950er Jahren, deren Einführung mit der „besonderen Anerkennung der Aufgabe der Ehefrau als Hausfrau und Mutter“ begründet wurde, nach Jahrzehnten des gesellschaftlichen Wandels und Jahrzehnten der Kritik immer noch unverändert Bestand hat: “Der lange Schatten der Hausfrauenehe. Zur Reformresistenz des Ehegattensplittings”.

Zeugt der “Hipster Headdress” von Wertschätzung oder Respektlosigkeit?  Ist es unsensibel, wenn ich mir einen Traumfänger über’s Bett hänge? Bei Jezebel wird nochmal ausführlich erklärt, was es mit kultureller Aneigung (cultural appropriation) auf sich hat, wo dabei die Probleme liegen und wie sich respektvoll mit kulturellen Symbolen und entsprechenden Produkten umgehen lässt. Schon ein paar Monate alt, aber nach wie vor hilfreich.

Nicht nur  westliche Feminist_innen  grenzen sich von Femen ab: Nachdem Femen einen “International Topless  Jihad Day” als Solidaritätsbekundung für ihre Mitfrau Amina Tyler ausgerufen hatte, wurde mit dem “Muslimah Pride Day” eine Gegenaktion gesetzt, um sich gegen Vereinnahmungen zu wehren. Nacktproteste haben die Femen allerdings nicht erfunden: Auf okayafrica.com gibt es einen Bericht über die Tradition von Nacktprotesten in verschiedenen afrikanischen Ländern.

Es ist schwer Rassismus zu erkennen, wenn du weiß bist – NOISEAUX hat auf ihrem Tumblr eine hilfreiche Liste mit vielen Ressourcen zum lesen und lernen verlinkt (auf englisch).

Wie mensch sich am besten nicht entschuldigt – eine Anleitung gibt es auf Jezebel.

Pia Glenn beschreibt auf xojane.com viele schreckliche Szenen von Street Harassment - über drei Jahrzehnte ihres Lebens.

Brad Paisley and LL Cool J haben einen Song rausgebracht: “Accidental Racist”. Warum der Song eine Menge Rassismus reproduziert, erklärt Ta-Nehisi Coates auf The Atlantic.

Tom Matlack ist einer der Gründer von The Good Men Project. Das klingt in der Theorie nach einer pro-feministischen Initiative, aber die Praxis zeigt: Matlack disst öffentlichen feministische Aktivistinnen, möchte für seinen “feministischen” Aktivismus eigentlich nur gelobt werden und verträgt keinerlei Kritik.

Termine in Bochum, Bonn, Berlin, Hamburg, Mülheim an der Ruhr und Weimar:

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Steinzeitmenschen sind auch nicht mehr, was sie mal waren – Kurz verlinkt

4. April 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 184 von 191 der Serie Kurz notiert

“Steinzeitmenschen” – deren (angebliches) Verhalten muss ja gern her halten für heutige Geschlechterklischees. Julia Voss  geht in der FAZ gegen diese anti-emanzipatorischen Argumente vor und erzählt von aktuellen Forschungen.

Der Guardian berichtet davon, wie und warum Frauen in Ägypten gegen den aktuellen Verfassungsvorschlag auf die Straße gehen. (Englisch)

Das neue an.schläge-Magazin mit dem Titelthema “Games & Gender” ist da. Wie immer gibt es auch einige der Texet online zu lesen, z.B. zur Sparpolitik in Griechenland und wie diese insbesondere Frauen trifft,  Erfahrungen von Game_erinnen und ein feministischer Blick auf Mode.

Facebook lässt nur die Wahl zwischen “Mannsein” und “Frausei” – doch das lässt sich auch ändern. (Englisch)

Journalistin Hani Yousuf schreibt beim Tagesspiegel über die rassistische und sexistische Erlebnisse als Journalistin in Berlin. Mittlerweile arbeitet sie wieder in Karachi, Pakistan.

[TW: V*rg*w*lt*g*ng ausgeschrieben/ thematisiert] In Schleswig-Holstein tut sich einiges hinsichtlich der Beweissicherungen zu Vergewaltigungen, schreibt die taz.

Bei Africa Is A Country schreibt Grace Benton über aktuelle afrikanische Künstlerinnen.

In der neuen Ausgabe von Kritisch lesen gibt es eine Rezension zum Buch “Kinderkiste“, das Toni Morrison 1999 zusammen mit ihrem Sohn Slade verfasst hat.


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Geschichtsrevisionismus und transphobe Hetzartikel – kurz verlinkt

29. März 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 183 von 191 der Serie Kurz notiert

“Unsere Mütter, unsere Väter” und die Nachbeben: Die volle Ladung Antisemitismus, Geschichtsrevisionismus und Rassismus einer ZDF-Reihe, unter anderem im dazugehörigen Rahmenprogramm. Publikative fasste es nochmal zusammen.

Ebenfalls unter aller Kritik: Die ganzen Peinlichkeiten rund um den beginnenden NSU-Prozess.

Es gab einen ganz argen Unterwäsche-Spot, der auf dem Pussy-Riot-Fall trittbrettfährt, und zum Glück aber auch das hier: Pussy Riot political Art.

Zur Zielgruppe der Onlinebefragung www.elternzeitvaeter.de gehören erwerbstätige Väter, die seit 2007 ein Kind bekommen haben und vor der Entscheidung standen, Elterngeldzeit zu nehmen sowie deren Partnerinnen. Weitere Informationen über das Projekt gibt es hier.

[Triggerwarnung: Transphobie, Suizid]: Zinnia Jones auf FreethoughtBlogs berichtet über den Suizid von Lucy Meadows, einer Trans*Frau und Grundschullehrerin, die einem unfassbar widerlichen Hetzartikel der Daily Mail ausgesetzt war (Englisch).

Das Katja Riemann-Interview wurde in den letzten Wochen heiß diskutiert. Ein richtig guter Text über die Zumutungen des Schauspielerinnen-Interviews erschien beim Freitag.

Kate Bornstein, eine Trans*aktivistin, hat Krebs und ist nicht ausreichend versichert. Ihr könnt spenden: Hier.

Über Pionierinnen im Bauhaus und die Steine, die ihnen in den Weg gelegt wurden, berichtet die New York Times.

Auf Africa is a Country erschien ein Interview mit Soraya Moreyef.

Alle reden über Jon Hamms Penis? Ganz ehrlich, wayne?

Termine nach dem Klick: (weiterlesen …)


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Männlichkeiten, Weiblichkeiten und mehr im “Kurz verlinkt”

15. März 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 182 von 191 der Serie Kurz notiert

Die taz veröffentlicht ein “Protokoll einer Romni“, in dem Diana S. über ihr Leben in Deutschland und Angst vor Diskriminierungen berichtet.

Anlässlich des Frauenkampftags gab es ebenfalls in der taz eine Serie über “unsichtbare” Frauen. Es wurden Frauen portraitiert, die aufgrund von beruflicher Stellung, Krankheit und Migration, bzw. Kombination aus diesen und anderen Faktoren, besonders selten wahrgenommen werden.

Spectra Speaks schreibt über sisterhood und Weiblichkeits- sowie Maskulinitäts-Performances. Spectra analysiert, wie sich der eigene Zugang zu “women’s spaces” mit der Veränderung der Performance geändert hat. (Englisch)

Die neue an.schläge ist da und es schreiben dort zum Beispiel Antje Schrupp und Mädchenmannschafts-Autorin Nadia Shehadeh noch einmal zur Kinderbuchdebatte.

Die LGBT-Aktivistin Lepa Mlađenović erhält den Anne-Klein-Frauenpreis. phenomenelle berichtet.

Über das Privileg, sich selbst halbwegs sicher als Feministin bezeichnen zu können, und die Entscheidung, aus Selbstschutz darauf zu verzichten, schreibt Ana Mardoll bei Shakesville. (Englisch)

Das Ms. Magazine interviewt feministische Food-Bloggerinnen, z.B. Dr. Amie “Breeze” Harper, die bereits seit 2005 zu Veganismus schreibt – immer mit einem Blick auf Differenzkategorien wie race, class und gender. (Englisch)

Zum Thema Pornographie gibt es einen Beitrag auf black feminists: “The cult of pornography – a black feminist perspective“. (Englisch)

Im Tagesspiegel schreibt Verena Friederike Hassel über Neurobiologie. Sie erklärt:

Der Trend, Ursachen für Geschlechtsunterschiede im Hirn und nicht in der Gesellschaft zu suchen, ist ungebrochen. Doch oft sind diese Studien völlig unwissenschaftlich – dienen aber dazu, Vorurteile gegen Frauen im wissenschaftlichen Gewand zu präsentieren.

the feminist wire schreibt über Schwarze Männlichkeiten und geht dabei auf Themen wie Polizeigewalt, Rassismus und Heteronormativität ein. (Englisch)

Anlässlich des 8.März schrieb Nadine Lantzsch darüber, dass Sprachkritik eben auch Systemkritik ist.

Nach dem Klick gibt es Termine in Berlin, Bern, Dortmund, Kiel:

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