Queere Jugendzentren, Homophobie und Fußball – kurz notiert

24. Mai 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 153 von 153 der Serie Kurz notiert

Der Spiegel berichtet über eine Ausstellung zu Gender Perfomances in Düsseldorf und zeigt sich überrascht, dass nicht jeder Mensch eindeutig geschlechtlich erkennbar sein will. (Die Ausstellung ist leider schon vorbei.)

Zu der Free Pussy Riot – Soli-Action am 12. Mai in Berlin gibt es ein Video auf Youtube!

Einen der Autoren des “Guy’s Guide to Feminism”, Michael Kimmel, hat DRadio Wissen interviewt. Er erklärt, warum mehr Gleichberechtigung auch Männern zu Gute kommt.

Die Kampagne zu #ichhabnichtangezeigt (wir berichteten) geht weiter. Für das nachfolgende Video sprechen wir eine Trigger Warnung aus!

Die neue malawische Präsidentin Joyce Banda legt los. Wie die BBC berichtet, will sie das Verbot homosexueller Beziehungen aufheben.

Berlin braucht ein queeres Jugendzentrum. Damit dieses realisiert werden kann, ist eure Unterstützung notwendig. Auf Petition Online könnt ihr unterzeichnen.

Der HSV hat fünf Millionen Euro Verluste gemacht und muss nun sparen. Deswegen steigt die Frauenmannschaft aus der Bundesliga direkt in die Regionalliga ab, berichtet das Hamburger Abendblatt. Nicht aus sportlichen, aus wirtschaftlichen Gründen.

Der Tagesspiegel berichtet über die sexistische Äußerung von Pirat Gerwald Claus-Brunner zu Frauenquoten. In der aktuellen Ausgabe von Analyse & Kritik nimmt Sandra Laczny Positionen der Piratenpartei zum Geschlechterverhältnis genauer unter die Lupe.

In Großbritannien gibt es neben dem gelben und roten M&M auch eine Ms. Green. Auf einer neuen Sonderedition wird sie vom gelben M belauert und heimlich beobachtet (der dafür aus dem Baum fällt). Haha, wie witzig. Nicht. Leider auch nicht der erste Werbefehlgriff, so SFGate.

„Der Feminismus unterdrückt Männer“ – trotz Männerquoten von 98 Prozent in Aufsichtsräten und Vorständen kommt dieser Vorwurf immer wieder. Zuletzt im britischen Observer. The F-Word hat die Argumente auseinander genommen.

Aktuelle Stellenausschreibungen und Termine nach dem Klick!

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Barack Obama, Frauen in der Musik und sexuelle Belästigung in Frankreich – kurz notiert

16. Mai 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 152 von 153 der Serie Kurz notiert

daStandard.at berichtet über Migrant_innen und ihre „Vorbildfunktion“ in bestimmten Berufen.

Barack Obamas Bekenntnis zur Homo-Ehe sorgte für weltweiten Jubel. Aber warum wird ein Bekenntnis, dass allen Menschen gleiche Rechte zustehen sollten, eigentlich mit einem “Danke” bedacht, fragt sich beispielsweise blackgirldangerous und zählt auf, welche Gruppen Obama in seinem “Selbstfindungsprozess zur Homofreundlichkeit” nicht mitbedacht hat.

Auf 20000Frauen gibt es Fotos von der Zeltstadt der Frauen in Wien zu sehen.

Menschen mit Namen, die nicht mit einer weißen, deutschen Person in Verbindung gebracht werden, sind häufiger rassistischen Diskriminierungen ausgesetzt. Das stellt jedoch keinen hinreichenden Grund dar, diesen ändern zu lassen, entschied das Verwaltungsgericht in Göttingen und wies damit die Klage einer aserbaidschanischen Familie ab, nachzulesen bei welt.de

Shirley Manson, Frontfrau von Garbage, ärgert sich in einem Interview mit dem Musikmagazin NME über die Tatsache, dass mittlerweile zwar mehr Frauen im Musikbusiness repräsentiert sind, diese aber lediglich Feigenblätter in einem weiterhin männlich dominierten Umfeld sind.

Angrapschen in Frankreich derzeit legal, weil das Gesetz von jetzt auf heute gestrichen wurde. Ein Neues soll kommen, bis dahin gilt weitgehende Straffreiheit, berichtet die taz.

Fakten über die Situation von Frauen im Agrarsektor von Afrika hat africanfeminism.

Julia Lemmle und Atif Hussein von der antirassistischen Interventionsgruppe “Bühnenwatch” sprechen im Interview mit der taz über rassistische Darstellungspraxen an deutschen Theaterbühnen.

Die Festplatten der südafrikanischen Fotografin Zanele Muholi sind gestohlen worden, so Diva Magazine. Sie dokumentiert seit mehreren Jahren das Leben von Schwarzen Lesben.

Einen Monat dauerte es – dann schwappte der Elektronista-Blogbeitrag über eine Dell-Veranstaltung durch die Blogosphäre. Der Computerhersteller hatte einen „lustigen“ Moderator engagiert, der allen Männern riet, zu Hause ihren Frauen „halt die Klappe, Schlampe“ zuzurufen. Inzwischen hat die Firma sich entschuldigt, so Wired.

WORSE THAN QUEER ist nicht nur eine Zeile aus einem Bikini Kill Song, sondern auch der Name eines kleinen Riot Grrrl inspirierten Festivals, das im Januar 2012 zum ersten Mal in Nürnberg stattfand. Dessen Initiatorinnen, eve massacre und jessthreat, hatten die Idee, anlässlich dessen eine Compilation zu machen – eine Compilation mit einem Thema: Grrrls Drinking Songs.

Witnessed, ein Buchprojekt von und über Schwarze Autor_innen in Deutschland, startet einen neuen Finanzierungsversuch und bittet um eure Mithilfe.

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SlutWalk in Jerusalem, Neurosexismus und Konsens – kurz notiert

9. Mai 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 151 von 153 der Serie Kurz notiert

Auf It’s pronounced metrosexual findet ihr eine Liste mit Privilegien, die cis-Menschen haben. („Cis“ bedeutet, dass deine Geschlechts­identität mit dem dir bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht überein­stimmt).

Nachdem seit Jahresbeginn 54 Frauen von Ehe­männern oder Lebens­gefährten ermordet wurden, beginnt in Italien nun die Bewegung „Wenn nicht jetzt, wann?“ mit einer landes­weite Kampagne gegen das „Frauenmassaker“, berichtet dieStandard.

Ebenfalls auf dieStandard findet ihr einen Artikel zu #ichhabenichtangezeigt. Passend dazu: Was ist Konsens? Auf Slut Walk Seattle ist es in einigen handlichen Stich­worten knackig erklärt.

Wenn es nicht so traurig wäre… Ein Satire-Video zum republikanischen “Krieg gegen Frauen” in den USA:

Die New York Times hat ein langes Essay über die Kriminalisierung von „schlechten“ Müttern in den USA. Dort werden immer öfter Frauen verklagt und ins Gefängnis geschickt, wenn sie ihr ungeborenes Baby Embryo „in Gefahr bringen“. Die meisten der dazu heran­gezogenen Gesetze waren nie dafür gedacht, aber werden nun immer häufiger dazu benutzt, Schwangere (und potentiell jeden gebär­fähigen Menschen) ihrer bürger­lichen Rechte zu berauben.

Melanie Bittner präsentiert eine gleich­stellungs­orientierte Analyse zum Thema „Geschlechterkonstruktionen und die Darstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Inter* (LSBTI) in Schulbüchern“ (PDF).

Toll! Es gibt nun auch Girls Rock Camps in Bremen und München (Facebook Link)!

In Jerusalem fand der erste SlutWalk statt. Einen tollen Bericht inklusive Fotos findet ihr auf dem Riot Grrrl-inspirierten Blog von Badass.

Das Buch von Cordelia Fine gibt es nun endlich auch auf Deutsch! „Die Geschlechterlüge“: Biologie als Neuro­sexismus.

Die Männlichkeits­debatte geht weiter: In der Zeit nimmt Ilse Lenz, Professorin für Geschlechterforschung, den „Mythos männer­hassende Feministinnen“ aus­einander.

Termine:

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Grrrl Musik, ein Fischereiverein und heteronormative Lehrbücher – kurz notiert

2. Mai 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 150 von 153 der Serie Kurz notiert

Im Freitag schreibt Ulrike Baureithel über Rollenbilder und Heteronormativität in Lehrbüchern.

Ich musste kurz checken, ob folgende Nachricht wirklich von diesem Jahr ist (und nicht aus dem letzten Jahrhundert), aber es ist wirklich wahr: Der Fischerei­verein Prüfening aus Regensburg beteiligte sich nicht am traditions­reichen Maibaumaufstellen, weil erst­malig Frauen an der Ver­anstaltung teil­nehmen sollten. Ohne Worte.

Yippie, der dritte Riot Grrrl Sampler ist nun zum Downloaden verfügbar! Und: Wer eine Liste mit Frauen- und Grrrlbands sucht, wird auf grrrlish fündig – ideal für Veranstalter_innen, die nicht immer nur Typen auf der Bühne haben wollen.

Leider immer noch schlechte Nachrichten aus Russland: Die Musikerinnen von Pussy Riot sind noch immer in Haft. Nun setzt sich auch Amnesty International für deren Freilassung ein und veröffentlichte Adressen von russischen Behörden, an die ihr eure Protestbriefe schreiben könnt.

Eine neue Folge aus der beliebten Reihe „Wie werden Geschlechter konstruiert“. Cracked.com hat fünf Geschlechterstereotype gesammelt, die vor nicht allzu kurzer Zeit noch völlig anders bewertet wurden – oder gar nicht existierten. Wie Hetero­sexualität erfunden wurde, hat gerade erst Salon.com ausführlich beleuchtet.

Ein Interview mit der US-amerikanischen feministischen und anti­rassistischen Professorin bell hooks über Intersektionalität findet ihr auf anarchylibrary.

Eigentlich liegt das Heirats-Mindestalter in Indien bereits seit 1929 bei 18 Jahren für Mädchen und 21 für Jungen. Dennoch sind Kinder­hochzeiten in einigen Teilen weiter üblich. Den Betroffenen können die Ehe allerdings annullieren lassen – was jetzt erstmals passiert sei, so Jezebel.

Um die Ehegesetze in Indien geht es auch bei der New York Times, allerdings um das Personal­statutgesetz, dass für Muslim_innen gilt. Seit über zehn Jahren versuchen Frauen­rechts­organisationen, das Gesetz zu reformieren – leider bisher noch ohne Erfolg.

Bei Autostraddle gibt es 19 Tips zum Umgang mit transgender Kids. Gleich den ersten sollten sich Eltern überall zu Herzen nehmen: Zeigen, dass Trans­menschen existieren und ganz normal sind.

Und im Guardian gab es vor einiger Zeit einen ausführlichen Artikel über Asexualität.

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Racial Profiling, Männlichkeitsdebatten und Lego – kurz notiert

26. April 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 149 von 153 der Serie Kurz notiert

In Uganda wird derzeit heftig über den Umgang der Polizei mit Frauenechtlerinnen debattiert. Seit einem Jahr gibt es immer wieder Vorfälle, zuletzt wurde die Aktivistin Ingrid Turinawe angegriffen, so der Daily Monitor.

Die Petition “Stoppt Racial Profiling” wartet auf eure Unterschriften.

Queerlamefatfemme schreibt über die Notwendigkeit von safer spaces im Netz und Solidarität mit Betroffenen von sexualisierter Gewalt.

In der Medizin stellen Frauen inzwischen 70 Prozent der Studienanfängerinnen – dennoch behindern „positive Vorurteile“ ihren Aufstieg auf der Karriereleiter, berichtet die Ärztezeitung. Auch an Risikobewertungen von Tätigkeiten müsse man arbeiten, besonders wenn es um den Mutterschutz geht.

Inzwischen gibt es die ersten Videos von “Words of Women from the Egyptian Revolution” (wir berichteten). In Episode 5 erzählen Hanan Sadek und ihre Tochter Mona El-Sabbahy, wie sie den Sturz des Regimes auf der Straße begleiteten. Die weiteren Folgen gibt es auf YouTube. (Die deutschen Untertitel wurden inzwischen vervollständigt, vielen Dank!.)



Eine Mutter schreibt ihrer Tochter einen Brief und bedauert, dass diese in einer Gesellschaft aufwachsen muss, in der Mädchen-sein als das schlimmste der Welt angesehen wird.

Die Musikerinnen von Pussy Riot bleiben weiterhin in Haft. In Dresden gab es eine Soli-Aktion für Pussy Riot in der Frauenkirche.

Mehr Lesefutter gibt es mit der neuen Ausgabe der an.schläge. Dieses Mal geht es unter anderem um Männlichkeitsdebatten und die Frage, wie sieht er eigentlich aus, der emanzipierte Mann.

Schauspielerin Vanessa Williams hat zusammen mit ihrer Mutter ihre Memoiren “You have no idea” geschrieben – und erzählt darin erstmals, wie sie sexuell belästigt wurde und dass sie eine Abtreibung hatte.

Aktivistinnen von Spark Movement waren zu Gast bei Lego, um über die Repräsentation von Frauen und Mädchen zu sprechen – Lego Friends wird leider bleiben, aber in allen anderen Sets sollen künftig mehr weibliche Figuren auftauchen, berichtet die Daily News.

Wer eine Reihe in die USA plant, sollte vorher bei Jezebel vorbeischauen. Im “War on Women” wird es derzeit allerorten ungemütlicher für Frauen, diese zehn Orte sind allerdings besonders furchteinflößend.

Termine

In Berlin wird am Samstag, den 28. April, die erste Riot Grrrl Compilation Release Party gefeiert.

Ab Donnerstag, 10. Mai 2012, ab 20 Uhr wird es einen neuen Stammtisch in Berlin geben: “Feminismus wagen”, und zwar in der BEGINE Frauenkneipe. Die Organisatorinnen (Feministische Partei Die Frauen, Landesmitfrauenverband Berlin) laden ein: “Wir wollen mit dir und allen interessierten Frauen in einer offenen und konstruktiven Atmosphäre über Frauenpolitik diskutieren.” Dieser Stammtisch wird zukünftig jeweils am 2. Donnerstag ab 20 Uhr in der Begine stattfinden.


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Unbefleckte Empfängnis, Angela Davis und eine afghanische Präsidentschaftskandidatin – kurz notiert

18. April 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 148 von 153 der Serie Kurz notiert

Die anti-rassistische Aktivistin und Professorin Angela Davis hat an der University of Kansas über feministische Kämpfe heute und damals gesprochen.

Auf Crunk Feminist Collective schreibt crunktastic über ihre Dating-Erfahrungen als dicke Frau.

Jede Woche der gleiche Mist in den USA: Diese Woche ist der US-amerikanische Bundesstaat Arizona in den Schlagzeilen, weil ein Gesetzesentwurf nun vorsieht, dass Frauen bereits zwei Wochen vor der Empfängnis als schwanger gelten sollen – so sind sie quasi immer schwanger.

Wer braucht Feminismus?

Die schwedische Kulturministerin hat sich einen unglaublich rassistischen Totalausfall geleistet – ohne Worte. (Triggerwarnung für die Kommentare bei uns, dort wird die Aktion noch einmal sehr genau beschrieben.)

Die fünfzehnjährige Tavi Gevinson, Gründerin von RookieMag.com, einem Online Magazin für Mädchen und junge Frauen, spricht über vier Jahre Rookie, Feminismus und das ständige Ausprobieren als Teenager.

Erstaunlich visionäre Spielkarten von 1902 hat io9 gefunden. „Die Frauen der Zukunft“ heißt eine Serie, die gleich doppelt anzügliche Bildchen zeigt: Weibliche Abgeordnete und Jouarnalistinnen in „sexy“ Posen! Heute arbeiten Frauen tatsächlich in diesen Berufen und die Vorgabe, sexy zu sein, ist überall.

Das Gender Pay Gap der letzten neun Jahre hat Flowing Data einmal visualisiert.

Am Wochenende haben in Afghanistan Frauen gegen die aktuelle Politik demonstriert, die stark auf die Taliban zugeht. Außerdem berichtet msnbc.com, dass Fawzia Koofi 2014 als erste Präsidentschaftskandidatin antreten wird.

Warum der Ausspruch “Ich bevorzuge kleine Brüste” nicht immer hilfreich ist, erörtert Caperton auf Feministe.

Weiter unterirdisch bleibt der Umgang des US-Militärs mit Opfern von sexualisierter Gewalt. Sie werden nicht ernst genommen, sondern als psychisch krank eingestuft, um die Vorgänge zu vertuschen, so Jezebel.

Neues zum Thema “Lego und ihr gegendertes Spielzeug in der Kritik“: Abgeordnete der Firma werden sich zu einem Gespräch mit den Initiatorinnen der Online-Petition gegen Legos sterotypes Mädchenbild treffen.

Die Termine: (weiterlesen …)


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Babyklappen, SlutWalk Münster und sexistische Kampagnen – kurz notiert

11. April 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 147 von 153 der Serie Kurz notiert

HYDRA e.V. hat einen offenen Brief (PDF) zur Sendung „Menschen bei Maischberger: Ob Billigsex oder Edelpuff: Schafft Prostitution ab!“ geschrieben und bemängelt die falschen Fakten und die tendenziöse Berichterstattung.

Genug von den immer gleichen alten weißen Dichtern? My Life as a Feminista listet Women of Color und jede Menge ihrer Bücher, Anthologien und Essays auf.

Ein Bericht aus dem Hause “unglaublich”: Ein Pornostar stillt ihr Baby öffentlich und wird dafür von ihren Kolleg_innen kritisiert, so salon.com.

In Österreich hat der Werberat einen Club aufgefordert, seine Kampagne „Dress to get fucked“ einzustellen. Danach müssen Frauen weniger Eintritt zahlen, je weniger Kleidung sie tragen. Die Begründung der Entscheidung findet ihr auf scribd.

In dieser Kampagne werden Frauen zu Objekten reduziert; ein klarer Fall von Sexismus. Doch was ist Sexismus? DieStandard.at hat mehr zu der (Fehl-)Annahme, Sexismus sei eine Frage der subjektiven Einschätzung. Nämlich jede Menge Definitionen, „die sich decken oder sich in ihrer Differenz allerhöchstens ergänzen. Von Widersprüchlichkeit keine Spur.“

Immer mehr Menschen in den USA wird bewusst, wie konservative Abtreibungsgegner_innen überall im Land Erfolge feiern – und formieren sich auf der Straße und im Netz. Der Widerstand wird stärker – glücklicherweise.

In der Huffington Post schreibt Zach Stafford wie Feminismus ihn zu einem “besseren schwulen Mann” gemacht habe. Außerdem berichtet die HuffPo über eine derzeit getestete Verhütungsmethode für den Mann – offenbar zu 100% sicher und reversibel.

Qatar, Brunei und Saudi-Arabien haben noch nie eine Frau zu den Olympischen Spielen geschickt – in London sollte es diesen Sommer das erste Mal aus jedem Land Athletinnen geben. Nun jedoch, berichtet die FAZ, hat das saudische Olympia-Komitee sich dagegen entschieden.

Eine Schocker-Nachricht kommt aus Brasilien: Dort dürfen 12-Jährige vergewaltigt werden, wenn sie (angeblich) Sexarbeiter_innen sind. Denn Menschenrechte gelten nicht für alle.

Ein feines Interview mit der queeren Rapperin Sookee gibt es beim Tagesspiegel.

Drei Videos zeigen, wie die “Personhood”-Bewegung (jene politische Strömung, die der befruchteten Eizelle den Status einer Person zusprechen möchte) Frauen ihrer Freiheit beraubt.

Schon vor einem Monat berichtete der Spiegel über die Situation der Babyklappen. Die soll neu geregelt werden, nach einer Studie herrschen derzeit teilweise katastrophale Zustände, bei denen Babies sogar „verloren“ gehen können. In Deutschland haben Kinder das Recht, über ihre Herkunft zu erfahren, anonyme Geburten sind eigentlich illegal.

Termine

Ihr könnt ab sofort euch, eure Schwestern, Töchter, Cousinen, Freund*innen… zwischen 12 und 18 Jahren für das Ruby Tuesday Girls Rock Camp in Berlin anmelden.

Das Frauenfilmfestival findet vom 17. bis 22. April in Köln statt.

Helfer_innen und Unterstützer_innen für den zweiten SlutWalk Münster gesucht! Wir sind offen für jeden Tipp, Verbesserungsvorschlag und Helfer_innen!
Meldet euch hier oder per Mail an: muenster(at)frauenrechte.de oder slutwalkmuenster(at)gmx.de


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Frauenquoten überall, nur nicht bei Kristina Schröder – kurz verlinkt

4. April 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 146 von 153 der Serie Kurz notiert

In der aktuellen Ausgabe des österreichischen Nachrichtenmagazins Profil wird mit der Coverstory “Löhne: die Wahrheit über die Ungleichheit” die Lohnschere zwischen Männern und Frauen in Frage gestellt. Das Frauennetzwerk Medien hat nun einen offenen Brief verfasst, welchen ihr auf dieStandard.at nachlesen könnt.

Die EU-Agentur für Grundrechte will mittels einer Umfrage mehr über die Lebenssituation und Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen erfahren. Auf der Seite könnt ihr rechts unter “Select Language” deutsch auswählen, um die Umfrage auszufüllen. Leider bleiben die Fragen im “Mann/Frau” Schema verhaftet, obwohl trans* explizit angesprochen werden.

Die Kriegsreporterin berichtet in der taz von der Pro-Quote Party in Hamburg, auf der rund 200 Journalistinnen zusammenkamen, die eine Quote für Frauen in Führungspositionen fordern. Zu der Party sind auch einige wenige SpOn-Alphamännchen aufgetaucht und haben sich – wer hätte das gedacht? – auch dementsprechend daneben benommen.

Ein Zeichen hat am Wochenende die Türkische Gemeinde in Deutschland gesetzt, berichtet die tagesschau. Für die Besetzung des Vorstands gilt künftig eine Frauenquote, genauer gesagt, eine Geschlechterquote. Davon kann sich Kristina Schröder wirklich mal eine Scheibe abschneiden!

Von Kristina Schröder gibt es nämlich eigentlich nur schlechte Nachrichten. Aktuell titelt die Sueddeutsche: “Wie Kristina Schröder die Bedürfnisse der Familien missachtet.”

In Nordfriesland werden Hebammen nun zum zweiten Mal durch einen Hilfsfonds unterstützt, um trotz der gestiegenen Versicherungskosten arbeiten zu können. Während die CDU dies für überflüssig hält, berichtet der Inselbote, dass in der Niebüller Klinik die Hebammen darauf angewiesen sind.

Terence Eden will von der Technikbranche nicht länger überall halb-nackte Frauen vorgesetzt bekommen – nicht zuletzt, weil es für weibliche und schwule Geeks nie halb-nackte Männer zum Anschauen gäbe.

Nachdem Jenna Talackova vom Miss Universe Canada-Wettbewerb ausgeschlossen wurde, weil sie nicht als “Frau geboren wurde”, darf die Transfrau nun doch daran teilnehmen.

In der Express Tribune kritisiert Amber Darr das neue Gesetz gegen Säureangriffe in Pakistan. Zwar stelle es endlich die Angriffe unter Strafe, vergesse aber völlig die Opfer. Gesellschaftlich und wirtschaftlich schon schlechter gestellt, biete es den Frauen keine Möglichkeiten, ihr Leben wieder herzustellen. Wieviel Arbeit hier noch zu tun ist, zeigt auch die Kontroverse um den Daily Express Kolumnisten Javed Chaudry, der einen Täter unterstützt.

In ihrem Roman beschreibt Helen Walsh eine junge Mutter, die eine postpartale Depression fast in den Selbstmord treibt. Im Interview in der ZEIT erzählt sie, wie es ihr selbst erging.

Barbara Vinken ist eine feministische Autorin, die viel über Mode, Liebe, Pornographie, dekonstruktiven Feminismus, Flaubert und die deutsche Mutter geschrieben hat. Im Interview mit ihr auf Hate geht es u.a. um den Mythos der deutschen Mutter.

Nach dem Klick gibt es die Termine (weiterlesen …)


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Ehegattensplitting, Debattenkritik und Rassimus – kurz verlinkt

28. März 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 145 von 153 der Serie Kurz notiert

Was zuwenig Hebammen und Fachärzt_innen in der Praxis bedeuten, hat der mdr dokumentiert. Mit besserer Personalausstattung könnten viele Probleme während Geburten verhindert werden. Diese Unfälle treiben die Versicherungskosten in die Höhe, die dann Hebammen und Ärzt_innen zum Aufgeben bewegen.

„Männlich“ oder „weiblich“ – wie so oft kennt auch Facebook nur zwei Geschlechtsoptionen. Das müsse sich ändern, fordert der nepalesische Abgeordnete Sunilbabu Pant. Wie DerWesten berichtet, fordert er eine dritte Option.

In den VDI Nachrichten kritisiert Elke Holst vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung den „konservativ-patriarchalen“ Muff in Vorstandsetagen, fordert die Abschaffung des Ehegattensplittings und rät jungen Frauen, authentisch zu bleiben, Männer zu kopieren bringe nichts.

Ein Beitrag von ein_e anonyme_r Ärzt_in bei Jezebel über verpflichtende vaginale Ultraschalluntersuchungen.

In Süd-Dakota hat eine Richterin einen Gesetzentwurf blockiert, der stark an die deutsche Gesetzgebung erinnert: Eine Zwangsberatung und Wartezeit von 72 Stunden vor einer Abtreibung. Der Vorschlag erniedrige Frauen als Menschen und unterstelle ihnen „nicht intelligent genug“ zu sein.

Feministische Debatten richten sich meist nur an die Bekehrten und schließen ganze Gruppen von Frauen systematisch aus, zum Beispiel die der “Arbeiterklasse”. Den ganzen Artikel, gespickt mit vielen Zahlen und Statistiken gibt es bei New Statesman.

Ein Radiobeitrag zur Debatte um die Blackface-Praxis (Schwarze werden von angemalen Weißen gespielt) an (deutschen) Theatern. Dieser taz Artikel dreht sich um das gleiche Thema.

Kluge Gedanken zu einer queerfeministischen Familienpolitik, zu lesen bei analyse&kritik

Nochmal Radio, diesmal DRadio Wissen. Dort könnt ihr einen Beitrag zur gerade in Südafrika aktuellen Debatte um Männlichkeit anhören.

Edda Baumann von Broen, Regisseurin von Tall Girls (Große Mädchen): ”Ob man nun zu groß ist oder bisschen dicker oder klein… Mir geht es wirklich darum zu sagen: Ihr seid alle toll, wie ihr seid. Wir müssen aufhören uns fremd bestimmen zu lassen und einfach sagen: Uns gibt es in allen Formen, und das ist großartig.”

Weißt du, wer Laura Cereta oder Anna Maria Mozzoni waren? Nein? Dann kannst du ihre Geschichte und die von acht weiteren Frauen bei rebell grrrrl italiana lesen (auf englisch).

Am besten danach gleich weiter klicken zur Huffington Post, da werden “10 muslim women you should know” (“Zehn muslimische Frauen, die man kennen sollte”) vorgestellt.

Seit 2011 gibt das European Institute for Gender Equality der EU Kommission den Kalender Women Inspiring Europe (Frauen, die Europa inspirieren) heraus. Bis zum 1. Juni werden nun Frauen für den Kalender 2013 gesucht!

Rechtsradikale greifen ein Konzert an und verletzen Menschen schwer, die Stadt Delitzsch gibt dem Veranstalter die Schuld – weil er keine Nazis zum Konzert zulassen wollte. Nein, das ist leider kein Scherz. Mehr Infos gibts hier.

Mal den Spieß umgedreht: Frauen machen Gesetze über männliche Reproduktion (nur keine Aufregung, alles natürlich alles nur Satire – wo kämen wir auch hin sonst?).

“Cause Of Death: Woman” (Todesursache: Frau). So heißt eine bedrückende Seite, die mit Filmen, Statistiken und Texten darstellt, warum in unserer Welt die Gesundheit von Frauen mehr von Gewalt und Vergewaltigung bedroht wird, als von zum Beispiel einer Krebserkrankung.

Termine nach dem Klick: (weiterlesen …)


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(Keine) Witze über Vergewaltigungen und ein Viagra-Gesetz – kurz verlinkt

21. März 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 144 von 153 der Serie Kurz notiert

In Guatemala kümmert sich endlich eine Polizei-Einheit um „Femizide“ – besonders brutale Morde, denen speziell Frauen zum Opfer fallen. Bereits seit letztem Jahr gibt es ein Gesetz dagegen, so Feministing, bisher sind die Aufklärungs- und Ver­ur­teilungs­raten aber weiter unteriridisch.

Rosa Ecard mit einer jungen Frau die zu einem Mann sagt: I see, so if I don't have sex with you I'm a prude bitch, if I use the pill I'm a slut, if I get pregnant I'm an idiot and if I choose abortion I'm Satan. Yay.

Ah, wenn ich keinen Sex mit Dir habe, bin ich eine prüde Zicke, wenn ich die Pille nehme eine Schlampe, wenn ich schwanger werde eine Idiotin und wenn ich dann eine Abtreibung wähle, Satan. Juchu.

Die Debatte um Essstörungen hat zwar begonnen, in den Köpfen von Eltern ist das Thema aber noch nicht ganz angekommen berichtet die Zeit. Viele erkennen Probleme nicht rechtzeitig: Lieber eine dünne Tochter als eine dicke, denn Dünnsein ist die soziale Norm.

Die Gruppe Women Against Sanctions, War and Militarization of Middle East will von Feminist_innen aus der ganzen Welt wissen, wie sie einen Krieg gegen den Iran beurteilen und welche Auswirkungen es für die Frauen in der Region bedeutet. Die Antworten, etwa von Judith Butler und Shirin Ebadi, veröffentlichen sie auf ihrem Blog.

Für den Autoren der Süddeutschen geht es in der schwedischen Debatte um geschlechtergerechte Sprache um Bevormundung – dort ist ein Kinderbuch erschienen, das konsequent auf geschlechtsneutrale Bezeichnungen setzt.

Die Progress hat Katja Kullmann interviewt; zu perfekten Lebensläufen, Feminismus heute und „Mädchen und Missys“.

Besser aber noch nicht gut genug ist die weltweite Situation von Schwangeren vor, während und nach der Geburt. Die Weltbank setze zuviel auf überteuerte Gutscheine und kredit-finanzierte Programme kritisiert der Guardian. Dass jedes Jahr zehntausende Frauen bei unsicheren Abtreibungen sterben, werde fast völlig ignoriert.

Lesenswert: Le Monde Diplomatique berichtet aus dem Jemen über Frauen wie die Friedensnobelpreisträgerin Tawakkul Karman und Gleichberechtigung in Zeiten der Revolution.

Nicht Feministinnen halten alle Männer für Vergewaltiger – Vergewaltiger tun es. Eine Perspektive, die sich auch in Witzen über Vergewaltigung niederschlägt. Männer sollten sich daher fragen, so Organon, wer über einen Witz lachen kann – Opfer oder Täter_innen – und wen sie damit unterstützen.

Der „War on Women“ in den USA geht weiter: Ein neues Gesetz in Arizona könnte Arbeitgeber_innen erlauben, ihre Angestellten zu feuern, wenn diese die Pille nehmen – es sei denn, diese beweisen, dass sie das aus „nicht-sexuellen“ Gründen tun. Im Texas Observer berichtet eine Frau über den Horror, vor einer Abtreibung unnötigen und demütigenden Prozeduren und Wartezeit ausgesetzt zu sein.

Im Staat Ohio hat dagegen Senatorin Nina Turner ein Gesetz zum Schutz von Männern vorgeschlagen. Bevor sie Viagra verschrieben bekommen, sollten sie künftig besser über die Nebenwirkungen aufgeklärt werden und einen Sex-Therapeuten aufsuchen, um psychologische Probleme auszuschließen. Einen anderen Ansatz verfolgt das Snatchel Projekt. Es ruft auf, den Kongress­männern Gebärmütter zu stricken – wenn sie eigene hätten, würden sie die der Frauen vielleicht endlich in Ruhe lassen.

Terminhinweise, auch für den Sommer, und ein Call For Papers nach dem Klick (weiterlesen …)


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