Clean Eating, #TeamGinaLisa und jüdisches Leben in Berlin – kurz verlinkt

10. August 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 323 von 333 der Serie Kurz notiert

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Hengameh Yaghoobifarah war am Montag beim weiteren Prozesstag um Gina-Lisa Lohfink, dort sagte einer der Täter aus und der Bericht beim Missy Magazine macht (leider natürlich nicht überraschend) wütend.

Der Bundesgerichtshofes hat einen Antrag auf einen Geschlechtseintrag als „inter/divers“ abgelehnt. Die Kampagnengruppe Dritte Option, die das Verfahren inhaltlich vorbereitet und während der bisherigen Dauer begleitet hat, schreibt in einer Presseerklärung zu dem Fall.

Bei der Trans*Inter*Tagung in München haben 40 Menschen, die sich als nichtbinär oder genderqueer verstehen, Forderungen an Gesellschaft, Medizin und Politik zusammengetragen. Die Ergebnisse dieses ersten Brainstormings hat der Trans Recht e.V. veröffentlich. (Link zu PDF)

In der ZEIT interviewt Mareice Kaiser die Bestatterin Lea Gscheidel. Sie sprechen über den Umgang mit Trauer und Tod, Vertrauen und Seifenblasen.

„Deutschland vermisst jüdische Kultur? Hier sind wir und so denken wir. Ein Gruppenporträt der Dritten Generation, der Enkel von Holocaustüberlebenden in Berlin„, schreibt Mirna Funk ebenfalls bei der ZEIT.

Teresa Buecker hat bei Edition F mit der Fotografin Kirsten Becken über ihr Mutter-Tochter Kunstprojekt zu Schizophrenie „Seeing Her Ghosts – Art Book Project“ gesprochen.

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Großartiges Video bei KQED: Die Musikerinnen Michelle Gonzales (frühere Drummerin von Spitboy) und Christine Tupou (Try the Pie) essen Tacos und sprechen über ihre Erfahrungen als Frauen of Colour in der weiß-männlich dominierten Punkszene.

New study finds men are often their own favourite experts on any given subject“ – Eine Überschrift, die quasi alles sagt und hier sicher wenige überrascht. In der Studie ging es um das Zitierverhalten von Wissenschaftler_innen.

Gleich zwei wichtige neue Texte von Flavia Dzodan gibt es bei Medium: Zum einen schreibt sie über „Clean Eating and Dirty Women„, zum anderen geht es in „My feminism will be capitalist, appropriative and bullshit merchandise“ um die kommerzielle Verwertung ihres wahrscheinlich berühmtesten Zitats „My feminism will be intersectional or it will be bullshit.“.

Termine in Berlin, Leipzig und Münster

12. bis 14. August in Münster: Es findet ein queer_feministisches Sommercamp mit Vorträgen, Workshops, Musik und vielem mehr statt.

13. August in Berlin: Um 13 Uhr beginnt die Demonstration zu #NiUnaMenos. (FB-Link) Auf deutsch schrieb Stefany hier über die Hintergründe.

Ab dem 15. August in Leipzig: Los geht es beim Sidekick Leipzig e.V. – Feministisches Thai-/Kickboxen und Selbstbehauptung! Geflüchtete FrauenTransInter können dort kostenfrei trainieren. (FB-Link)

22. August in Münster: Hengameh Yaghoobifarah spricht ab 19 Uhr über die „Abwertung von Femininität in queeren Kontexten„. (FB-Link)

23. August in Berlin: Ab 17 Uhr beginnt das III. M*straßen-Umbenennungsfest. (FB-Link)

Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen/ geschrieben? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?


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#BlackLivesMatter, erzwungene Sterilisation und Gerüchte über Geflüchtete – kurz verlinkt

27. Juli 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 322 von 333 der Serie Kurz notiert

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Vielfältige, empowernde Spielzeuge und Bücher gibt’s bei Diversity Spielzeug.

Junge Frauen in ihrem gesellschaftlichen und politischen Engagement zu stärken und bei ihrer beruflichen Orientierung zu unterstützen – das ist das Ziel von  It´s Our Turn! Teilnehmen können Mädchen und junge Frauen zwischen 16 und 20 Jahren. Die Hälfte der Plätze ist für junge Frauen mit Fluchtgeschichte reserviert.

Mit dem Anne-Klein-Frauenpreis ehrt die Heinrich-Böll-Stiftung Frauen, die mutig und hartnäckig für Menschenrechte, Gleichberechtigung und sexuelle Selbstbestimmung eintreten. Bis zum 15. September können Kandidatinnen vorgeschlagen werden.

Seitdem Sharon Dodua Otoo den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen hat, ist sie viellerorts in den Medien präsent und gibt wunderbare Interviews. Beim boersenblatt sprach sie über das Vorlesen in Klagenfurt, Schreibpläne und die Nicht-Existtenz von apolitischer Kunst. „Wir können sprachlich viel mutiger sein“, sagt sie zu dem in einem wirklich schönem Gespräch mit der Frankfurter Rundschau über emanzipatorische und diskriminierende Sprachformen, den Literaturbetrieb und die Rolle von Aktivismus.

Tove Tovesson schreibt beim Missy Magazine über „die Frage nach einem transfreundlichen Leben in einer transfeindlichen Welt„.

Gerüchte über Geflüchtete gibt es an jeder Straßenecke oder aber auch in Reden von Politikern wie Thomas de Maizière. Der Bayrische Rundfunk sprach mit Medienpädagogin Dr. Sabine Schiffer vom Institut für Medienverantwortung und Karolin Schwarz von hoaxmap über die Enttstehung dieser Gerüchte, wie diese gezielt zur Stimmungsmache eingesetzt werden und mit welchen Folgen.

Magda Albrecht stellt in ihrem Instagram-Account die Broschüre „Wir stehen alleine da“, eine Infobroschüre, die sich mit antisemitischen Ideologien und Alltagserlebnissen befasst, vor.

Noch bis zum Ende der Woche kann sich auf den Nachwuchsförderpreis des Ökonominnen-Netzwerks efas beworben werden.

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In der letzten Woche fand in Berlin eine weitere #BlackLivesMatter-Demonstration statt. ADEFRA veröffentlicht Prof. Maisha Auma Eggers Statement, in dem sie unter anderem daran erinnert, dass die Gründer_innen der #BlackLivesMatter Bewegung drei queere Schwarze Frauen sind: „We must stop erasing that! We must stop erasing crucial parts of Ours and Each others Lives! If any of Us Black Folks is not free, then we are all not free.“

Autostraddle stellt zehn Frauen mit Behinderung und deren Aktivismus vor.

Für Kunstliebhaber_innen und solche, die es werden wollen, lohnt sich ein Blick auf den Twitter-Account womens art, auf dem mehrfach täglich Künstlerinnen und ihre Werke vorgestellt werden.

AlJazeera berichtet über ein Theaterstück, in dem Roma Frauen über Erfahrungen mit erzwungener Sterilisation sprechen.

Long Read, der die investierte Zeit sehr lohnt: Kwe Today schreibt über koloniale Rechtstraditionen, Federal Missing and Murdered Indigenous Women and Girls Inquiry, Sexarbeit, indigene feministische Rechtstheorie und mehr.

Termine

Vor zwei Tagen startete die „Women in Exile-Sommerbustour durch Deutschland„. Die nächsten Termine sind: 28.07 in Leipzig, 29. und 30.07. in Nürnberg, 31.07. in Frankfurt/Oberursel, 01.08. Oberursel und 02./03.08. in Köln.

01.08. in Berlin: Das nächste Treffen des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung findet statt.

06.08. in Berlin: Eröffnung der Ausstellung „WELCOME TO FUTURISTAN„. (FB-Link)

25.-27.08. in Berlin: Unter dem Jahresmotto #hegemoniehacken findet die diesjährige Linke Medienakademie mit besonderem Fokus auf Gender und Medien statt.

Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?


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Reformierung des Sexualstrafrechts, Fat Acceptance Gruppe in Leipzig und #HeterosexualPrideDay

7. Juli 2016 von Magda
Dieser Text ist Teil 321 von 333 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Am kommenden Donnerstag soll im Bundestag der Grundsatz „Nein heißt Nein“ im Sexualstrafrecht verankert werden. Wie diese Woche bekannt wurde, beinhaltet der Änderungsantrag der Koalition aber auch eine Verschärfung des Ausweisungsrechts. Diese notwendige Reform wird also (höchstwahrscheinlich) mit rassistischen Mitteln durchgesetzt. Die LINKE Politikerin Halina Wawzyniak erklärt in ihrem Blog, was da gerade passiert.

Im Vorfeld durfte ein Bundesrichter in der ZEIT gegen die Reform des Sexualstrafrechts pöbeln. Gut, dass Dr. jur. Ulrike Lembke beim Missy Magazine die richtigen Worte dazu gefunden hat.

Fat Acceptance LeipzigIn Leipzig werden Mitstreiter_innen für eine Fat Acceptance Gruppe gesucht. Im Aufruf steht: „Diese Gruppe setzt sich gegen Fettfeindlichkeit und gegen die Diskriminierung von dicken_fetten Menschen ein. Sie lehnt die verletzende Diät-Kultur ab und kämpft gegen fettfeindliche Strukturen. Der Raum, den diese Gruppe bildet, ist als ein safe space für dicke_fette Menschen und solche, die Fettfeindlichkeit erfahren, zu verstehen und steht für alle offen. (…) Interesse? Email an fatacceptance@riseup.net.

Im Mai besetzten etwa 70 von Abschiebung bedrohte Rom_nja und einige Unterstützer_innen das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Rom_nja in ‪Berlin‬, um auf die zunehmende Diskriminierung und die massenhafte Abschiebung in sogenannte „sichere“ Herkunftsländer aufmerksam zu machen. Seit der Besetzung unternehmen sie verschiedene Aktionen, wie Demonstrationen und Infoveranstaltungen. Da sie untergetaucht sind, bekommen sie keine Sozialleistungen mehr, daher müssen sie sich durch Spenden über Wasser halten.

Eine neue Broschüre der Rosa Luxemburg Stiftung befasst sich mit Behauptungen und Fakten zu Sexismus: „Ist doch ein Kompliment… Behauptungen und Fakten zu Sexismus.“ Die Broschüre kann als PDF runtergeladen oder kostenlos bestellt werden unter: bestellung@rosalux.de.

Englischsprachige Links:

Mode wird meist von schlanken, weißen Models ohne Behinderungen präsentiert. Das muss sich ändern. Wie es anders geht, zeigt Nike Oyelami, Gründerin des Indie Labels Ekineyo, und präsentiert auf ihrer Webseite Models unterschiedlicher Größen.

Auf twitter trendet gerade „HeterosexualPrideDay“, weil Heten es schon zu viel finden, dass ein paar Regenbogenflaggen im LGBTQ Pride Month zu sehen sind. Eine wunderschöne Antwort präsentiert Dylan Marron auf Seriously.TV.

Termine in Bremen und Halle/Saale

Halle/Saale: Am 15. Juli findet das HERfest statt, u.a. mit Jolly Goods (die wir vor fünf Jahren auf der Mädchenmannschaft interviewten).

Bremen: Vom 8. bis zum 26. August findet das 19. internationale Sommerstudium der Informatica Feminale für Frauen in der Informatik sowie die Sommeruni für Ingenieruinnen an der Universität Bremen statt. Anmeldungen sind bis zum 25. Juli möglich.


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Game Developer Barbie, Orange Is The New Black und Unterstützung für Gina-Lisa Lohfink – unsere Links der Woche

22. Juni 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 320 von 333 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Die 4. Staffel von Orange Is The New Black (OITNB) ist draussen. Beim Missy Magazine gibt’s ein Interview mit der OITNB Schauspielerin, Komikerin und Butch Lea DeLaria.

Das aktuelle Herbstprogramm des Querverlags (PDF) ist draussen.

ju*_fem_netz steht für „netzwerk von feministinnen_ innerhalb und außerhalb der mädchen_arbeit“. Das bundesweite Netzwerk wurde 2010 ins Leben gerufen und hat jetzt eine Webseite. Das nächste Ju*_fem_netz Treffen ist übrigens in Berlin vom 9. bis 11. September 2016 geplant.

Gute Neuigkeiten aus dem Hause Barbie: Es gibt nun eine Game Developer Barbie (leider kommt der Artikel nicht ohne femininitätsfeindliche Kommentare aus).

Englischsprachige Links

Ein Lichtblick: Dr. Yashica Robinson ist eine der wenigen Ärzt_innen im konservativen Alabama, USA, die noch Schwangerschaftsabbrüche durchführt, so die New York Times.

Ashleigh Shackelford schreibt auf Wear Your Voice kritisch über OITNB: „Orange is the New Black is Trauma Porn Written for White People“.

Triff die jüngste Apple App-Entwicklerin: Die neunjährige Anvitha Vijay!

Der Stanford-Student Brock Turner hat für seine Gewalttat eine vergleichsweise lächerlich geringe Strafe bekommen und dafür auch noch Unterstützung von seiner Familie und FreundInnen erhalten, weil er sich angeblich sonst noch nie „etwas zu Schulden hat kommen lassen“. Dass er schon vorher Frauen belästigt hat, bestätigt das gesamte Schwimmteam von Stanford, das aber zum Stillschweigen verdonnert wurden.

Was haben reproduktive Rechte mit Körpergewicht zu tun? Ganz schön viel, resümiert Ali Thompson auf Everyday Feminism: 4 Ways Fat People Need to Be Included in Reproductive Justice.

Trotzdem (und hoffentlich): Have a great summer – with your perfect bikini body (Video)!

Termine in Berlin, Potsdam und Heidelberg
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Latinx-Stimmen zu Orlando – kurz verlinkt

16. Juni 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 319 von 333 der Serie Kurz notiert

Links zu Orlando

Am vergangenen Wochenende fand im Club „Pulse“ in Orlando, Florida, eine „Latin Night“ für Latinx LGBT statt. Der 29-jähriger Omar Mateen suchte den Club schwer bewaffnet auf und erschoss 49 Personen, viele weitere verletzte er.

Beim Missy Magazine schreibt Hengameh Yaghoobifarah: „Gewalt an queeren Personen ist so normal, dass erst ein solches Massaker signalisiert, dass Homo- und Transfeindlichkeit töten. Ich frage mich: Wie viele Transfrauen of Color werden täglich ermordet, ohne dass wir jemals ihre Namen und Geschichten kennen? Wie viele Besucher*innen queerer Bars werden eigentlich pro Nacht auf dem Heimweg verprügelt? Wie viele Queers und Transpersonen sterben jährlich unter Polizeigewalt, wie viele von ihnen, weil sie rassifiziert wurden?“

Democracy Now interviewte Isa Noyola, Programdirektorin des Transgender Law Center, die fordert: „Latinx LGBTQ Community & Its Stories of Survival Should Be at Center of Orlando Response„. Bei Autostraddle schreiben eine Reihe von LGBTQ Latinx über ihre Trauer, Wut und Wünsche. Justin Torres schrieb bei der Washington Post eine Lobhymne auf die „Latin Night at the Queer Club“ und Daniel Leon-Davis schreibt bei Fusion über die Bedeutung, die „Pulse“ für ihn hatte.

SchwarzRund hat das Gedicht „A Latinix Thing“ veröffentlicht und Loma das Gedicht „All the Dead Boys Look Like Me„.

In den letzten Tagen wurden auch bereits eine ganze Reihe wichtiger Texte zu den Kontexten der Gewalttat publiziert. Mark Joseph Stern zeigt wie sich der Anschlag einreiht in eine lange Geschichte von Gewalt gegen Besucher_innen von LGBTQ Clubs und Bars. Und während in vielen Medien ein möglicher islamistischer Hintergrund breit diskutiert wird und trauernde LGBTQ Personen dazu veranlasst, Energie in die Abgrenzung zu islamfeindlicher Vereinnahmung zu stecken, schreibt Tara Culp-Ressler bei Think Progress über die Rolle von toxischer Männlichkeit bei Massenerschießungen. Und Democracy Now stellt noch einmal heraus: „Orlando Massacre Comes After Lawmakers in U.S. Filed More Than 200 Anti-LGBT Bills„.

Es wurde zu dem bereits ein Pulse Victims Fund eingerichtet, den ihr unterstützen könnt.

weitere deutschsprachige Links

Bei Deutschland Radio Wissen ging es um sexualisierte Gewalt, ihre (Nicht)Verfolgung und rape culture. Im Beitrag spricht auch Nadia Shehadeh über das Medienecho zum Verfahren mit Gina-Lisa Lohfink.

Vier Männer die geflüchtete Personen zum teil schwer verletzten wurde gerade einmal zu Bewähungsstrafen verurteilt, berichtet RP Online.

Beim „Theatertreffen der Jugend“ kam es zu einem rassistischen Vorfall: Als die eingeladenen Theatergruppen ich performativ gegenseitig vorstellen sollten, wählte eine Aachener Gruppe eine ganze Reihe rassistischer Motive und Aussagen um das Stück „one day I went to *idl“ des Ballhaus Naunynstrasse zu präsentieren. Hengameh Yaghoobifarah hat die Schauspielerin Benita Bailey zu den Ereignissen.

In der Jüdischen Allgemeinen schreibt Armin Pfahl-Traughber über Antisemitismus bei der AfD, die von sich eine „Nulltoleranz“ gegen Antisemitismus behauptet und Feindlichkeit gegen Jüd_innen einzig als Problem von Muslim_innen und/oder gelüchteten Menschen darstellt.

weitere englischsprachige Links

Der Artikel ist zwar bereits aus dem letzten Jahr, aber trotzdem eine gute kleine Geschichtsstunde: BlackGirlLongHair stellt elf Schwarze Frauen vor, die versucht haben US-Präsidentin zu werden.

On Not Being a Mom or a Dad“ – B.A. Beasley schreibt bei The Toast über genderqueer-sein und Elternschaft.

Termine in Berlin, Hamburg und Jena

Jena, 16. Juni: Vortrag zu „Dein Bauch gehört dir – dein Staat sagt wofür §§ 218-219 StGB (Schwangerschaftsabbruch & Schwangerschaftskonfliktberatung)“ ab 19 Uhr. (FB-Link)

Berlin, 17. Juni: Ab 20.30 findet im „Bei Ruth“ eine #prochoice Party und Fundraiser für das Abortion Support Network statt. (FB-Link)

Berlin, 20. Juni: Vortrag zu „Prostitutionsschutzgesetz – Inhalt und Auswirkungen“ ab 16 Uhr.

Jena, 28. Juni: Filmführung von Abortion Democracy und anschließende Diskussion mit Sarah Diehl. (FB-Link)

Hamburg, 3. Juli: Ab 10.30 startet der Benefizlauf der Frauenhäuser (Spontananmeldung ist ab 9.00 möglich).

Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?


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Stiftung Zurückgeben, Rücktritt von Sara Ahmed und feministische Ideen zum Internet – kurz verlinkt

2. Juni 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 318 von 333 der Serie Kurz notiert

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Sankofa, eine neugegründete bilinguale Berliner Kita für Kinder zwischen 1 und 6 Jahren, die sich insbesondere für die Bedürfnisse von Kindern afrikanischer Herkunft einsetzt, ist auf der Suche nach Sponsoren und Spenden: Jede kleine Spende ist gern gesehen!

Im Auftrag des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus des Deutschen Bundestages wird derzeit eine deutschlandweite Onlinebefragung durchgeführt. Es geht um die Frage, wie Jüdinnen_Juden in Deutschland aktuell die Stimmung einschätzen und inwieweit sie gegebenenfalls Feindlichkeit wahrnehmen und erleben. Die Umfrage richtet an die jüdische Bevölkerung ab 16 Jahren, die überwiegend in Deutschland ihren Lebensmittelpunkt hat.

Erneut unterstützt die Stiftung ZURÜCKGEBEN künstlerische und wissenschaftliche Vorhaben jüdischer Frauen. Jüdische Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben, können sich ab sofort für den Förderpreis 2016 der Stiftung bewerben. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Juli 2016.

Als am 30. Mai auf einer Fachveranstaltung der SPD Bundestagsfraktion über das geplante Bundesteilhabegesetz diskutiert wurde – wie zumeist ohne Menschen, die von diesem Gesetz direkt betroffen sind, nahmen Sigrid Arnade und Raul Krauthausen die Bühne ein und fragten „Für wen ist dieses Gesetz eigentlich?“:

Die österreichische Hochschulschüler_innenschaft hat ein Positionspapier zum Umgang mit Geschlechtseintrag und Namen von inter* und trans Personen an Hochschulen verfasst. Auf dem Tumblr NaGeH, dem dazugehörigen Twitter-Account und unter dem Hashtag #NaGeH werden zu dem Erfahrungen von inter* und trans Personen geteilt.

Im Sommer geht Women in Exile wieder auf Bootstour, um auf die anhaltende Forderung zur Abschaffung der Lager für Geflüchtete hinzuweisen. Im Missy Magazine schreibt die Gruppe über die Idee der Tour, geplante Aktionen und Hintergründe.

Englischsprachige Links

Professorin für Race and Cultural Studies Sara Ahmed verlässt die Goldsmiths Universität in London: „Sometimes we have to leave a situation because we are feminists.“

Mashable berichtet über die neue Kollektion von Bindern der LGBTQ-geführten Firma GC2b, die es nicht nur in den Größen XXS bis 5XL gibt, sondern auch noch in fünf verschiedenen Hauttönen von hellem beige zu dunklem braun.

GenderIT hat eine Ausgabe zusammengestellt, die sich mit „Feminist Principles of the Internet“ beschäftigt ausgehend von Diskussionen der Konferenz „Imagine a Feminist Internet“, die 2014 in Manila stattgefunden hatte. Im Editorial guckt Dhyta Caturani auf die Ergebnisse dieser Konferenz und was seit dem geschah. Carolin Tagny schreibt zu „Feminism online in West and Central Africa: Identities and digital colonisation„, Florencia Goldsman zu „The Do-It-Yourself Feminist Internet: Cyber feminist actions from Latin America“ und Anita Gurumurthy mit Nandini Chami zu „Data: The new four-letter word for feminism„.

Termine in Augsburg und Berlin
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Politisches Lästern, #DisabilityTooWhite und eine nicht aufsteigende Schiedsrichterin – kurz verlinkt

26. Mai 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 317 von 333 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

„Wäre throwing shade eine Sportart, wäre es die einzige, in der ich gut wäre.“, schreibt Hengameh Yaghoobifarah in der taz und erklärt, warum Lästern auch politisch sein kann.

Aber apropos Sport: Die Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus hat diese Saison äußerst erfolgreich in der 2. Liga des Männerfußballs gepfiffen (nach einem DFB-internen Ranking liegt sie gar auf Platz 1). Doch trotz dieser guten Bewertungen soll sie auch in der nächsten Saison kein 1.Liga-Spiel leiten dürfen, berichtet die Welt.

Das neue an.schläge-Magzin ist da und dreht sich um Titelthema um Mütter und Mutterschaft, so schreibt beispielsweise Theo Hoffnungsthal zur queeren Performance und Kinderwägen.

Beim Missy Magazine schreibt János Erkens über das nun auf deutsch erschienene Buch „Testo Junkie. Sex, Drogen und Biopolitik in der Ära der Pharmapornographie“ von Paul B. Preciado und der Crux mit dieser ‚Natürlichkeit‘.

englischsprachige Links

Wenn Menschen mit Behinderungen in den Medien vorkommen (was selten genug ist…), sind es insbesondere weiße und schlanke Personen. Auf Twitter kritisierten Aktivist_innen mit Behinderungen unter dem Hashtag #DisabilityTooWhite die mangelnde Repräsentation von Menschen of Color mit Behinderungen in den Medien.

Keah Brown schreibt auf catapult über Liebe, Behinderungen und Filme: „

Passend zu den letzten beiden Links präsentiert Autostraddle eine Leseliste mit Tipps zu Büchern, Zines und Blogs: Toward An Intersectional Crip Syllabus.

Flavorwire schreibt über 25 Bücher, in denen Freundinnenschaften im Mittelpunkt stehen.

Termine

27.05.-29.05. in Bremen: re*mix – Queer Feminist HipHop Festival findet statt.

02.06.-03.06. in Berlin: Heterogene Vorstellungswelten: Die didaktischen Imaginationen pluralisierter Gesellschaften* Fachtagung


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Viele Hashtags, viel Aktivismus: #rpTEN, #NichtMeinGesetz und #YesAllWampen – kurz notiert

12. Mai 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 316 von 333 der Serie Kurz notiert

Das Missy Magazine veröffentlichte anlässlich des Anti Diät Tages, der letzte Woche am 6. Mai gefeiert wurde, mehrere Texte zum Thema Diäten, Dicksein und Fat Empowerment, auf Twitter entstand der Hashtag #YesAllWampen:

Ziemlich viel berechtige Kritik und einen waschechten Shitstorm hat sich Maxdome eingefangen, weil das Videoportal die schwul-lesbische Rubrik wegen „Familienfreundlichkeit“ entfernt hatte (Familie ist halt hetero, ne?).

Seit fast 20 Jahren lebt May Ayim nicht mehr. An ihrem Geburtstag, am 3. Mai 2016, fand in der Kapelle des Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin eine Gedenkveranstaltung für die Dichterin statt.

Die Jüdische Gemeinde in Berlin gedachte am Yom HaShoah der Ermordeten und des Aufstands im Warschauer Ghetto 1943.

@abilitywatch twittert seit Tagen unter dem Hashtag #nichtmeingesetz von der Demonstration gegen das viel kritisierte Bundesteilhabegesetz: nichtmeingesetz.de. Aktivist_innen wie Raul Krauthausen haben letzte Nacht teilweise angekettet am Reichstagsufer ausgeharrt, um weiterhin auf die Kritik aufmerksam zu machen.

Interview von Riot Rrradio mit Magda über die Rezeption von dicken Körpern, Diäten und wie sich Stress auf Körper auswirken kann.

Josefine Matthey war bei der diesjährigen re:publica (#rpTEN) und sprach über Körper im Netz: „Every BODY dance now!“

Termine deutschlandweit:

11. bis 27. Mai: Die Rapperin FaulenzA ist im Mai viel mit Konzerten und Workshops in Lüneburg, Wendland, Braunschweig, Berlin, Schwerin, bei Erfurt und Bremen unterwegs.

9. Mai bis 4. Juni in Hannover: Feministische Veranstaltungsreihe „Rabatz macht Terz“ u.a. mit einem Vortrag von Hengameh Yaghoobifarah zum Thema „Kulturelle Aneignung“ und einem Vortrag von Magda zum Thema „I’m Fat, Let’s Party! Interventionsmöglichkeiten und fetter Aktivismus“.

13. Mai in Dortmund: „Die gefährlichste Frau Amerikas“: Emma Goldman.

3. September in Edinburgh (Schottland): Black Feminism, Womanism and the Politics of Women of Colour in Europe.


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Beyoncé’s Lemonade, May Ayim und die „Trümmerfrauen“ – kurz notiert

30. April 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 315 von 333 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Beiträge

Am 3. Mai, dem Geburtstag von May Ayim, findet in Berlin eine Gedenkveranstaltung (Facebook-Veranstaltung) zu ihrem Geburtstag und 20. Todesjahr statt. Vor 6 Jahren stellten wir May Ayim auf unserem Blog vor.

In der taz gibt es ein sehr kluges Interview mit Yasemin Shooman zum Berliner Neutralitätsgesetz, über Religionsfreiheit und gesellschaftliche Ausgrenzung: „Genau wie man aus feministischer Sicht gegen Zwangsverschleierung sein muss, muss man auch gegen Zwangsentschleierung sein.“

Die Charité in Berlin schreibt Tarif-Geschichte: Erstmals wurde in einer Klinik ein Tarifvertrag unterzeichnet, der Mindestbesetzungen auf den Stationen vorschreibt. Die Universitätsklinik wird nun nach heftigem Streit mit den in Verdi organisierten Beschäftigten mehr Pflegekräfte anstellen.

Die eingetragene Partnerschaft gab es in Kolumbien bereits, jetzt ist die Ehe nicht mehr nur Hetenpaaren vorenthalten, hat das Oberste Verfassungsgericht in Kolumbien angeordnet.

In der ARD Mediathek gibt es zur Zeit eine Dokumentation über den Mythos der so genannten „Trümmerfrauen“ , welcher sich als NS-Propaganda entpuppt: „Frauen, die in der NS-Zeit zwangsweise Trümmer räumen mussten, sind jedenfalls nicht gemeint, wenn heute von Trümmerfrauen die Rede ist.“

Gert Schramm, Schwarzer Überlebender von Buchenwald, ist vor wenigen Wochen mit 87 Jahren verstorben.

Folgeempfehlung auf Twitter: @abilitywatch (Selbstvertretung behinderter Menschen in Deutschland), wo aktuell das Bundesteilhabegesetz kritisch besprochen wird.

Der Monokini 2.0! Auf einer Fashion Show in Helsinki im letzten Jahr wurde der Monokini von Brustkrebs-Überlebenden vorgeführt.

Englischsprachige Beiträge

Wer ist die 28-jährige Dichterin, die Beyoncé in Lemonade zitiert? Meet Warsan Shire! Und wer jetzt genervt mit den Augen rollt und sich eher über Beyoncé aufregt: No Lemonade for you! Dafür gibt’s T-Shirts, denn Beyoncé verkauft nun auch „Boycott Beyoncé“ Shirts :)

Termine in Berlin und Hannover

9. Mai bis 4. Juni in Hannover: Feministische Veranstaltungsreihe „Rabatz macht Terz“ u.a. mit einem Vortrag von Hengameh Yaghoobifarah zum Thema „Kulturelle Aneignung“ und einem Vortrag von Magda zum Thema „I’m Fat, Let’s Party! Interventionsmöglichkeiten und fetter Aktivismus“.

10. Mai in Berlin: Fachgespräch zum Thema „Reproduktive Rechte stärken: Queer-feministische Forderungen an ein Fortpflanzungsmedizingesetz“


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Prince, Mansplaining Against Misogyny und Lady*fest Heidelberg – kurz verlinkt

23. April 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 314 von 333 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Das Lady*fest Heidelberg ist eine Gruppe queerfeministischer Aktivist*innen, die das nächste Lady*fest in Heidelberg diesen Sommer organisieren. Dafür suchen sie noch Unterstützung. Das nächste offene Treffen ist am 24. April ab 16:00 Uhr. Alle Infos unter ladyfest(at)stura.uni-heidelberg.de oder auf facebook.

Sollten Lehrerinnen im Unterricht Kopftuch tragen dürfen? Na klar, sagt die Poetry-Slammerin Nemi El-Hassan bei ZDF heuteplus (facebook-Link).

Update: In unserer Kommentarspalte kritisiert Yori Gagarim die Inhalte der hier verlinkten Kolumne über das transfeindliche Gesetz in North Carolina und diskutiert die Leerstellen und diskriminierenden Logiken der aktuellen Berichterstattung.

Die Überparteiliche Fraueninitiative hat Dokumentationen zu „Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit von Frauen“ und „Was ist Leistung“ als PDF veröffentlicht.

Die Rapperin FaulenzA wurde vom RBB (facebook-Link) portraitiert.

Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland berichtet über eine Grundsatzentscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz bezüglich Racial Profiling (rassistische Polizeikontrollen).

Englischsprachige Links

Prince ist diese Woche im Alter von 57 Jahren verstorben und die Welt färbte sich lila. Die Künstler_innen des Musicals „The Color Purple“ widmeten ihm eine ganz besondere Version seines Purple Rain. Auf Slate könnt ihr einen sehr umfassenden Artikel zu seiner Gender und Begehrens Performance lesen, in dem auch seine problematischen Verbindungen mit den Zeugen Jehovas in den letzten Jahren diskutiert werden: „How Prince Led the Way to Our Gender Fluid Present

Am 11. April 1945 wurde das KZ Buchenwald befreit, vor nunmehr 71 Jahren. Kurz vor seinem Tod erschien 2011 im Independent ein Bericht über Rudolf Brazda, einer der letzten schwulen Überlebenden von Buchenwald.

Yori Gagarim veröffentlichte auf Facebook das Comic Mansplaining Against Misogyny

Termine in Berlin, Halle und Frankfurt/Main

23. April bis 1. Mai in Halle: Gezeigt werden in der Ausstellung „Queer Aesthetics“ Videoinstallationen von Tejal Shah und Wu Tien-chang. Am Eröffnungstag gibt es zusätzlich einen Vortrag und Workshop.

23./24. April in Frankfurt a.M.: Aufstehen gegen Rassismus. Bundesweite Aktionskonferenz und Kampagne gegen die AfD und zunehmende rassistische Mobilisierung.

30. April in Berlin: performativer postkolonialer Rundgang „Penduka – Wake Up! Von Lüderitz zum Völkermord“ mit Israel Kaunatjike und Stefanie-Lahya Aukongo. Weitere Rundgänge mit jeweils anderen Schwerpunkten bis Oktober. Mehr Infos zu Zeiten, Treffpunkten und Kosten

6. Mai in Leipzig: TILF* & OUCH : Hypnotics Fabulous Queer-Feminists Dream – die etwas andere Queer Party für alle Inter*, Trans*GenderQueers und cis-Frauen.


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