Dickes_Fettes Empowerment, Nice-Guy-Seximus und Asylpolitik – kurz verlinkt

14. Januar 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 263 von 273 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Magda spricht im Interview mit Raum für Notizen (ALEX Berlin) über Dickenfeindlichkeit, Queer_Feminismus und das Musikmachen.

Wenn rechtspopulistische Kreise gewinnen: Zu den Debatten um Sexualpädagogik und Antidiskriminierung” schreibt Heinz-Jürgen Voß auf Das Ende des Sex.

kritisch-lesen.de hat ein Interview mit der Wissenschaftlerin und Aktivistin Silvia Federici übersetzt und veröffentlicht. Es geht um Care-Arbeit und ihren Stellenwert in emanzipatorischen Debatten.

Und noch ein tolles Interview: Christine Stonat von Weird hat mit Künstler_in Yori Gagarim über seine_ihre Arbeit gesprochen.

Interview Nr. 4 in der heutigen Linksammlung: ein kurzes Gespräch mit Undine de Rivière, Pressesprecherin des Berufsverbandes erotische und sexuelle Dienstleistungen, hat Anne Hünninghaus für pressesprecher.com geführt.

Fußballschiedsrichterin Bibiana Steinhaus ist vergangene Woche zur Weltschiedsrichterin gewählt worden, berichtet die HAZ. Herzlichen Glückwunsch!

Das Migazin erläutert, welchen Einfluss die angestrebten Staatsverträge mit muslimischen Religionsgesmeinschaften in Berlin und Niedersachsen auf das Kopftuchverbot für Lehrerinnen haben könnten.

Der rbb berichtet: Hunderte Geflüchtete protestierten jahrelang in Berlin gegen die deutsche Asylpolitik – auf dem Oranienplatz und in einer besetzten Schule. Im vergangenen Jahr sagte der Senat ihnen eine umfassende Prüfung ihrer Einzelfälle zu. Das vorläufige Ergebnis: Nur drei der Geflüchteten erhalten Bleiberecht. (Siehe dazu auch unser Dossier Asyl, Flucht und Protest.)

“Charlie Sein oder Nichtsein?” – die Süddeutsche Zeitung trägt Stimmen zusammen.

Englischsprachige Links

Ein sehr beeindruckender Poetry Slam von drei Teenagern, die in 3,5 Minuten (fast) alle Themen auf den Tisch packen: Armut, Rassismus, Ausbeutung, Homofeindlichkeit und (sexualisierte) Gewalt.

Vom 15. bis 21. Juni findet das ShanghaiPRIDE Film Festival statt. Beiträge können eingereicht werden!

Michael Tedder schreibt bei Pitchfork über “Nice Guy”-Sexismus im (Alternative/Indie)Rock – propagiert auch von dem extrem erfolgreichen Popmusiker Ed Sheeran.

Unterschiede in medialen Berichterstattungen zu den Anschlägen in Paris und den Anschlägen in Nigeria kommentiert Matt Schiavenza bei The Atlantic.

Termine in Berlin und Frankfurt am Main

15.01. in Berlin: “„…dass Frauen da nicht viel zu sagen haben und eigentlich an den Kochtopf gehören.“ – Geschlechterstereotype im Blick auf das Netzwerk des NSU”: NSU-Watch lädt ein zu einer Diskussionsveranstaltung im Projektraum/Hermannstr. 48 (Facebook-Link).

17.01. in Berlin: “Oury Jalloh – Oranienplatz – Ohlauer Strasse. The Impact of European Refugee Policy in Europe“. Anlässlich des zehnjährigen Jahrestages des Todes von Oury Jalloh findet eine szenische Lesung von The Most Unsatisfied Town von Amy Evans und eine Podiumsdiskussion statt.

22.01. in Berlin: Lesung der senegalesischen Schriftstellerin Ken Bugul. (FB-Link)

30.01. in Frankfurt: Storytelling Salon – Vier Geschichten über “Bewegung”: Eine Auftaktveranstaltung zum dritten Black History Month in Frankfurt.


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Gemeinsames Sorgerecht, ‘Passing’ und Vorsätze für 2015 – kurz verlinkt

8. Januar 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 262 von 273 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Beiträge

Das Portal Filmlöwin ist gelauncht: “Mit einer ausschließlich feministischen Perspektive will FILMLÖWIN Filmen von und über Frauen nicht nur zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen, sondern auch einen entscheidenden Schritt hin zu mehr Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern in der Filmproduktion leisten und für die Themen Sexismus und Diskriminierung von Frauen im Spielfilm sensibilisieren.”

Gemeinsames Sorgerecht per default? Klingt erst mal gut und nach geteilter Verantwortung. Was das praktisch jedoch bedeuten kann, beschreibt Sarah Jäggi in der ZEIT anhand eines Beispiels aus der Schweiz.

Die antifaschistische Zeitung LOTTA hat einen Sonderdruck zum Schwerpunktthema Antifeminismus heraus gegeben.

In Stuttgart findet ein Gynäkologe, der ambulante Schwangerschaftsabbrüche vornimmt, keine neuen Klinikräume. Fundamentale ChristInnen schüchtern potentielle Vermieter_innen ein, berichtet die taz.

Vanja wurde in der taz zur Kampagne für eine dritte Option interviewt: „Ich bin weder Mann noch Frau“.

englischsprachige Beiträge

“Don’t change, just because your body does.” ist das Motto von butchbaby. Nach eigenen Angaben: “The first androgynous alternity pregnancy wear for queer individuals.

[Inhaltshinweis: Cissexismus, Suizid] Zu Leelah Alcorn, einer siebzehnjährigen Trans*frau, die sich Ende Dezember das Leben nahm, und den Reaktionen auf ihren Tod, schrieb A Cunt Of One’s Own.

I AM (HEAR) ist ein Videoprojekt von Olympia Perez für Black Girl Dangerous im Rahmen des “MagniFLY! A Video Visibility Project For Trans Women of Color”:

Vor dem Büro der Schwarzen Bürger_innenrechtsorganisation NAACP in Colorado Springs explodierte am Dienstag eine Bombe.

Zum gestrigen Anschlag auf Charlie Hebdo in Paris schreibt Richard Seymor bei Jacobin.

Auf ravishley schreibt Jetta Rae über das Konzept von “passing” in einem bestimmten Geschlecht (“We want to live our truth, but that requires “living,” which may necessitate mimicry. Some women get their hair cut like Tina Fey to look attractive—others to avoid harassment when outside of their homes.”), über Frauenbilder, die eh nur für wenige erfüllbar sind, und warum sie nicht mehr (ständig) trotzdem versucht diese zu erreichen.

Vor 80 Jahren veröffentlichte National Geographic einen Artikel mit dem Titel “Manless Alpine Climbing: The First Woman to Scale the Grépon, the Matterhorn and Other Famous Peaks Without Masculine Support” – das Bitch Magazine nimmt u.a. das Jubiläum zum Anlass, um in die Geschichte von Bergsteigerinnen und Klettererinnen zurück zu schauen.

Ein Schwarzer James Bond? Zeter! Mordio! Kulturverfall! Zu den rassistischen Reaktionen auf den Vorschlag, Idris Elba als den neuen 007 zu besetzen, berichtete Shakesville.

Und zu guter Letzt: Bei der Washington Post erzählen feministische Aktivist_innen, was sie in 2015 zu erreichen hoffen.

Termine Berlin und Halle

15.01. 2015 in Halle: Mädchenmannschafts-Autorin Sabine Mohamed spricht zu  “Schwarzer Feminismus in Deutschland – Black Feminism is not white feminism in Black face“.

30. und 31.1. 2015 Berlin: Fachtagung “Audre Lorde’s Germany“.


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(Unbezahlte) Bildungsarbeit, BMX-Räder und Blabla-Diskussionen im Feuilleton – kurz verlinkt

17. Dezember 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 261 von 273 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Am Montag marschierten an die 15.000 Pegida-Anhänger_innen (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) durch Dresden. Die Parolen sind klar rechts, rassistisch und islamophob. Die taz ist mitgelaufen und schreibt über das Selbstverständnis der Mitmachenden. Die Süddeutsche berichtet vom Symposium “Grenzen im politischen Meinungskampf – Zum Umgang mit rassistischen Vorurteilen und Diskriminierungsideologien”, welches sich auch mit Pegida auseinandersetzte.

Die taz hat ein Interview mit der Islamwissenschftlerin Noha Abdel-Hady geführt. Sie untersucht die Rolle weiblicher Gelehrter im Islam. 

Warum ich für meinen Sohn Weihnachtsfiguren mit dunkelbrauner Hautfarbe bestelle“: Wie Kinder Rassismus erfahren, reproduzieren und verarbeiten,  erzählt Tupoka Ogette beim Migazin.

“Alleinerziehende und Hartz IV Alltagskampf bis zur Erschöpfung” - bei Deutschlandradio Kultur gibt es einen Beitrag über viele der strukturellen Faktoren, die sog. alleinerziehende Mütter und ihre Kinder in Armut halten.

In der sog. Düsseldorfer Tabelle ist geregelt, wieviel Geld zum Lebensunterhalt Kindern zusteht. Diese Tabelle ist nun angepasst worden – allerdings zugunsten der unterhaltspflichtigen Personen. Von denen die Mehrheit derzeit getrennt lebende Väter sind, die wiederum oftmals ohnehin nicht, nicht regelmäßig oder zu wenig Unterhalt für ihr(e) Kind(er) zahlen, obwohl sie statistisch finanziell von einer Trennung oft profitieren. Der Deutsche Juristinnenbund kritisiert daher die Entscheidung.

Türkisch, deutsch, lesbisch, feministisch: Ein schönes Interview von FrauTV mit Dj Ipek zu Identität und gegen eindimensionales Schubladendenken.

neues deutschland veröffentlicht einen ausführlichen Nachruf auf die Refugee-Aktivistin Mimi.

Beim Missy Magazine kritisiert Katrin Gottschalk den Zeit-Kommentar “Menstruationscomics, nein danke”, der sich, “wie so viele andere, am Image des Feminismus” abarbeite, “anstatt sich mit seinen Inhalten zu beschäftigen.”

englischsprachige Links

18 Badass Women You Probably Didn’t Hear About In 2014” hat Buzzfeed zusammengestellt.

In dem neuen Dokumentarfilm “Regarding Susan Sontag” verbindet Nancy Kate Tagebucheinträge von Sontag mit selten gezeigtem Archivmaterial von Auftritten, Interviews und aus den Städten, in denen Sontag lebte. Autostraddle bespricht den Film.

Beim Guardian schreibt Chelsea Manning über legale, insitutionelle und bürokratische Vorschriften/ Strukturen, die trans* Personen immer wieder Gewalt aussetzen: “Despite bureaucratic assumptions, we exist. […] the problem is not just inclusion or equal opportunities in institutions like government identification systems or voting – because such systems are inherently, if indirectly, biased to favor high income, straight, white, cisgender people. How can trans people change a system to which we don’t even have access?”

Schon mal von Lilly Yokoi gehört? Bust stellt die Fahrradakrobatin quasi als Vorgängerin all jener, die jetzt Tricks auf dem BMX machen, vor.

“We are Black Women, AfroIndigenous and women of color who have organized a social media Blackout.” – Aktivistinnen zur Aktion #ThisTweetCalledMyBack, unbezahlte Bildungsarbeit und den gewaltvollen Backlash.

Melissa McEwan hat auf Shakesville einen neuen Beitrag in der Serie “Hilfreiche Tipps für Typen”, die sich weniger sexistisch verhalten wollen, veröffentlicht.

französischsprachigesprachige Links

Die queer-feministische Organisation Queer African Youth Network veröffentlichte im Rahmen der Kampagne “16 Day Against Gender-Based Violence” 16 Geschichten von lesbischen_queeren Frauen aus den frankophonen Ländern Westafrikas und Kamerun.

Termine

17.12. in Berlin, ab 16:30 Friedrichstraße/links neben Friedrichstadtpalast: Die Geburtshilfe steht vor dem Aus. #zappenduster – eine Demo der Hebammen.

17.12. in Berlin, 18:00 – 20:00 Kurfürstenstraße/Ecke Frobenstraße : Gedenken von Berliner Sexarbeiter*innen gegen Gewalt anlässlich des Internationalen Tags zur Beendigung von gegen Gewalt gegen Sexarbeiter_innen


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Esther Bejerano, Stella Young, Tayo Onutor – kurz verlinkt

10. Dezember 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 260 von 273 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Die 89jährige Esther Bejerano hat den Holocaust überlebt. Heute tritt sie lesend und singend gegen Rassismus auf.

Konsti Knappe braucht eine Rampe, damit sein Rollstuhl ins Auto geschoben werden kann. Dafür könnt ihr spenden.

Die Heinrich Böll Stiftung hat ein neues Dossier veröffentlicht: Perspektiven und Analysen von Sinti und Roma in Deutschland. In diesem gibt es beispielsweise einen Beitrag von Tayo Onutor über ihr Erleben als Afro-Sintezza und die “Bitte um Vorstellung“.

Englischsprachige Links

Die australische Disability-Aktivistin, Journalistin und Komödiantin Stella Young ist am Wochenende im Alter von 32 Jahren verstorben. ABC schreibt über ihr Leben und die  Themen, die sie voran gebracht hat.

Fat rights are reproductive rights“, stellt Ali Thompson fest und führt im Text aus, wie dicke_fette Personen mit schlechter medizinischer Versorgung (von Vorsorge, über die Wirkung von hormoneller Verhütung etc.) konfrontriert sind, bei Adoptionen als unpassendere Kandidaten gelten und schneller als schlechte Eltern kategorisiert werden.

Am 6. Dezember vor 25 Jahren wurden 14 Frauen an der École Polytechnique de Montréal erschossen. Ms. Magazine erinnert an die Opfer. Und Bitchmagazine verweist insbesondere auf die Tatmotive sowie den Ausruf “You’re all a of bunch of feminists! And I hate feminists!” des Täters und verlinkt eine Dokumentation.

Diskussionen rund um #BlackLivesMatter und Polizeigewalt gegen Schwarze Menschen sind häufig sehr zentriert auf Männer. Princess Harmony Rodriguez fragt darum bei BlackGirlDangeroursWhose Lives Matter?: Trans Women of Color and Police Violence” und Danielle Stevens gibt auf Elixher unter “Ain’t I a Human?: Ferguson and the Neglect of Black Women, Femmes, and Girls” konkrete Hinweise zur Neuausrichtung der Debatte.

Termin in Berlin

12.Dezember: Sister-Wellness. Ein Themen- und Austauschabend für und von Schwarzen Frauen*InterTrans und Frauen*InterTrans of Color, zu Wellness als Selbstermächtigung und Widerstand. Mit Noah Sow, Diana Hartmann und Pasquale Virginie Rotter.


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Tuğçe Albayrak, Welt-Aids-Tag und der NSU – kurz verlinkt

4. Dezember 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 259 von 273 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

[Inhaltshinweis: Gewalt, Tod] Tuğçe Albayrak intervenierte gegen die Belästigung von zwei Frauen  und wurde von einem der Täter zu Tode geprügelt. Über Tuğçe Albayrak und Gedenkveranstaltungen für sie berichten unter anderem Hürriyet Daily News, The Independent, Think Progress, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und das Deutschlandradio. Beim Missy Magazine schrieb zu dem Heng unter dem Titel “Nach der Betroffenheit: Zum Tod von Tuğçe Albayrak” darüber, wie ein Einschreiten oder ‘Zivilcourage’ eigentlich aussehen kann/sollte.

Finnland öffnet die Ehe für Schwule und Lesben, wie queer.de berichtet.

Das neue an.schläge-Magazin ist da und nimmt “Science & Social Fiction” in den Fokus. In einem Artikel, der auch bereits online lesbar ist, geht so beispielsweise um “Geschlechterkonzeptionen in queer_feministischer Science Fiction“.

Mehrere Artikel der LOTTA, die Hintergrundinformationen über den “Nationalsozialistischen Untergrund” (NSU) geben und auf Spurensuche in Dortmund und Köln gehen, sind nun auch online bei NSU-Watch zu lesen.

In Berlin entschied ein Gericht, dass ein Vater nicht als Vater in das Geburtenregister eingetragen werden darf, weil er das Kind geboren hat. Die Person, die ein Kind zur Welt bringt, muss anscheinend “Mutter” heißen.

Die Brigitte interviewt den Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge zum Thema Hartz 4. Er zeigt, dass alleinerziehende Frauen besonders betroffen sind von den Schikanen des Systems.

Englischsprachige Links

Sarkastische Satire zu (den Protesten in) Ferguson: “Black People are Pumpkin Spice Lattes.”

Bei Shakesville geht es um “weiße Männer, die das Filmedrehen mit weißen Männern verteidigen”: Ridley Scotts neues Epos “Exodus” und der Hauptdarsteller Christian Bale stehen in der Kritik des whitewashing – was ihnen, Überraschung!, gleichgültig ist.

Warum vermeintlich unterstützende, aber (anders) diskriminierende Beiträge in Auseinandersetzungen um Diskriminierung weder hilfreich noch Zweichen des “ally”-Seins sind, erklärt The Gradient Lair.

Ein Polizist in New York wandte an Eric Garner bei dessen Festnahme eine verbotene Schwitzkasten-Technik an. Eric Garner erstickte in dessen Folge. Obwohl der Vorfall auf Video aufgezeichnet wurde und die Gerichtsmedizin seinen Tod als Mord einstufte, lehnte eine Grand Jury die Anklage des Polizisten (und damit einen Prozess) ab. Mehr dazu bei der New York Times.

Eine schöne Nachricht: Die Eltern von Kai Bogert zogen die erste Geburtstanzeige zurück und schrieben eine neue: “Oops, da haben wir uns wohl geirrt!

Am 01. Dezember war der Welt-Aids-Tag. Bei After Ellen wurden 18 queere Frauen vorgestellt, die mit ihrem Aktivismus, Journalismus, Filmen u.s.w. maßgeblich zur Thematisierung der Krankheit beigetragen haben.

Termine in Berlin, Duisburg, Halle, Leipzig…

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Weiße Wut, Körpernormierungen und geduldete Gewalt – kurz verlinkt

27. November 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 258 von 273 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Artikel

Magda hat in Leipzig ihren Vortrag “Mein Fett ist Politisch” gehalten. Dazu hat der Leipziger Studi-Radiosender mephisto 97.6 einen kurzen Radiobeitrag gemacht.

Das Migazin interviewte Dr. Yasemin Shooman zur wissenschaftlichen Untersuchung der Repräsentation migratisierter Menschen in den Medien.

Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh ruft unter dem Motto “900 x 10 Euro” zu Spenden auf für pathologische und toxikologische Nachuntersuchungen, um die Brand- und Todesursache von Oury Jalloh aufzuklären.

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass bei der aktuellen SGB II-Reform Kürzungen zu Lasten der Kinder von Alleinerziehenden drohen. So heißt es: “Die geplante ‚Klarstellung‘ führt unterm Strich dazu, dass die Existenz des Kindes nicht gedeckt wäre.”

Noch/ schon auf der Suche nach einem Kalender für das Jahr 2015? Die Mädchengruppe um den Mädchenjahreskalender gibt nun im zweiten Jahr ihren politisch-feministischen Taschenkalender heraus.

Englischsprachige Artikel

Bei der Washington Post erklärt Carol Anderson, warum es in Ferguson nicht um Schwarzen Ärger gegen Polizeibeamt_innen geht, sondern um weiße Wut und einen Backlash gegen antirassistische Fortschritte.

Auch Mia McKenzie bei Black Girl Dangerous schreibt über Ferguson, die Ausschreitungen, und was Gewalt in diesem Zusammenhang wirklich bedeutet.

Absolut lesenswert: “So You Can Fuck Us; What’s Next? Going Beyond Sex With Trans Women“.

Roxane Gray kommentiert beim Guardian die Debatte um Bill Cosby und rape culture und fordert auf endlich Betroffenen zu glauben.

Bei The Daily Beast erinnert Asawin Suebsaeng daran, wie viele Film- und Popstars bereits Übergriffe und sexualisierte Gewalt verübt haben – was ihrer allgemeinen Beliebtheit aber keinen Abbruch tut.

“A really bad month”: Einen kurzen Bericht über eine ungeplante und dann beendete Schwangerschaft in gezeichneter Form gibt es bei The Hairpin.

Termine in Berlin und Frankfurt am Main nach dem Klick:
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Rechts gegen Rechts, #shirtstorm, Schnulzen gegen Ebola – kurz verlinkt

19. November 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 257 von 273 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über die Aktion “Rechts gegen rechts” in Wunsiedel. “Lachen ist Macht”, Gewalt aber auch: Im bisherigen Jahr 2014 wurden in Deutschland bereits mehr Angriffe gegen Geflüchtete verübt als in den beiden Jahren zuvor – und zwar zusammen gerechnet.

Beim kulturradio des RBB kann nun auch online die Sendung “Alltagsrassismus in Deutschland” nachgehört werden, wo unter anderem Sharon Dodua Otoo und Kübra Gümüşay sich zu Wort melden. Es geht es unter anderem um die vermeintlich harmlosen Fragen wie “Woher kommst du wirklich?”, Auswirkungen von politischen Debatten über Asyl, die Kinderbuchdebatte und #schauhin. (Inhaltshinweis: N-Wort ausgesprochen)

“Für mich fehlt dieser Gesellschaft die Bereitschaft, Differenzen stehen zu lassen.”, sagt Lann Hornscheidt in der FAZ in einem Artikel über Sprachformen, Geschlecht und gewaltvolle Reaktionen. (Inhaltshinweis: Reproduktion vieler Hasskommentare, Gewaltandrohungen etc.)

englischsprachige Links

Bei Race Traitor schrieb Tamara K. Nopper einen offenen Brief an “weiße Antirassist_innen” und erklärt, warum diese Selbstbezeichnung ein Widerspruch in sich ist.

Johnetta Elzie berichet bei Ebony über die traumatisierenden Erlebnisse während der fortdauernden Proteste gegen rassistische Polizeigewalt im US-amerikanischen Ferguson, denen die Polizei dort extrem martialisch und gewaltvoll begegnet: “When I close my eyes at night, I see people running from tear gas in their own neighborhood. […] I didn’t expect to go from a peaceful protester trying to attend a vigil for a young teen gunned down, to a modern day freedom rider. But I am prepared to stay the course and fight as long as we must.”

Dr. Matt Taylor, einer der European Space Agency (ESA)-Wissenschaftler_innen des Rosetta-Projekts, löste mit einem sexistischen Hemd, das er zunächst bei der Live-Übertragung der Landung trug, Kritik aus. STEM Women schrieben zum “#shirtstorm” und zu alltäglichem Sexismus in MINT-Bereichen.

“Where Are Our Elders?” – Anlässlich des Todes von Leslie Feinberg fragt sich Sunny Drake, wie viel Platz in aktivistischen Communities eigentlich für ältere und alternde Menschen, für die Vorgänger_innen ist.

Es ist wieder mal so weit: Bob Geldorf hat seine Showbiz-Freund_innen angerufen und rettet jetzt Afrika. Denn was hilft besser gegen Ebola (und alles andere Leid) als Singen und CD-Verkäufe?  Wirklich nichts dazugelernt?, fragt AfricaIsACountry.

Das TIME Magazine lässt über Wörter abstimmen, die für das Jahr 2015 verboten gehören. Mit auf der Liste: Feminismus. Nun haben sie sich entschuldigt (aber auch nichts an der Liste geändert). Bust schreibt über den Vorfall.

Termine in Berlin

Kein Platz für Rassismus – Anti-Geflüchteten-Demos stören in Buch und Berlin-Marzahn:

Vom 26.11. bis 29.11. findet das Festiwalla 2014 statt, eine Programmübersicht findet Ihr hier.

Die MIND THE GAP-Ausstellung mit Arbeiten der Schweizer-Jüdischen Künstlerin Elianna Renner wird am 21.11.2014 eröffnet.

Der Film ID-Without Colors wird am 20.11. um 19 Uhr (OmU) bei Frauenkreise Berlin gezeigt, Choriner Straße 10, 10119 Berlin. Im Anschluss gibt es eine Diskussion.


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Gedenken an Pogrome, feministische Kämpfe in der DDR – kurz verlinkt

12. November 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 256 von 273 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Bei der Jüdischen Allgemeinen beschreibt Margot Friedländer, wie sie als 17-jährige die antisemitischen Pogrome am 9. November 1938 und deren Nachwirkungen in Berlin erlebte: “Hitler müsste eines Tages gehen, dachten wir. Irgendwann würden die Deutschen nicht mehr hinnehmen, was man uns Juden antat. Doch dieser Tag kam nicht. Nach der »Reichskristallnacht« wurde uns unmissverständlich klar: Niemand würde uns helfen.”

Feminismus-Geschichte in Deutschland wird immer wieder sehr perspektivisch sehr beschränkt erzählt, z.B. auch als eine vor allem west-deutsche Geschichte. Katrin Gottschalk schreibt in der Frankfurter Rundschau über feministische Auseinandersetzungen in der DDR und Wende-Enttäuschungen.

Das maiz, das Autonome Zentrum von & für Migrantinnen in Linz, wird zwanzig Jahre alt. migrazine spricht mit den drei Gründerinnen Tania Araujo, Luzenir Caixeta und Rubia Salgado über die Geschichte des Zentrums, Reflexionen und die Zukunft, die u.a. die Gründung der “Universität der Ignorant_innen” bereithält.

Und noch ein Geburtstag: Das Bielefelder Online-Magazin weird feiert 7-jähriges Bestehen:

englischsprachge Links

Nach wie vor ist Kunst eine sehr männlich dominierte Domäne. Und auch im Rückblick werden meistens jene Frauen, die tätig wurden, nicht in den Kanon aufgenommen, bleiben ganz unerwähnt oder Männer eignen sich die Werke an. Flavorwire stellt dafür 10 abstrakte Künstlerinnen.

Noch mehr Künstlerinnen stellt Hyperallergic vor: “The Women Tagging and Painting the Streets of Bogotá“.

Die Naturwissenschaften sind gar nicht männlich dominiert?! Das zumindest behauptete ein Artikel in der New York Times, der sich auf eine aktuelle wissenschaftliche Studie bezieht. Ein Beitrag auf slate.com nimmt diesen Quatsch super auseinander und erklärt noch einmal, was das Problem an der Auswertung der Studie sei.

Termin

Am 21. und 22. November in Berlin, Ballhaus Naunynstraße: “Performing Back” (Facebook-Link), eine künstlerische Auseinandersetzung von Simone Dede Ayivi mit der Kontinuität deutscher kolonialer Vergangenheit.


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Zerbrechliche, programmierende, nackte Frauen – kurz verlinkt

29. Oktober 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 255 von 273 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Lust auf Theater? In Berlin werden Afro-Deutsche/ Schwarze deutsche Jugendliche für ein Theaterprojekt gesucht!

Den Vortrag “Die zerbrechliche Frau – Kritik an der Psychopathologie in feministischen Räumen” gibt’s zum Anhören auf freie-radios.net.

feministische studien haben nun einen Blog! Im zweimonatigen Wechsel werden Autor*innen-Duos “ihren Blick auf die Welt und was sich in ihr ereignet” mit uns allen teilen. Den Anfang machen Gudrun Axeli Knapp und Maureen Maisha Eggers.

Chronik eines angekündigten Exzesses“. In der FAZ schreibt Olaf Sundermayer über die Nazi-Demonstration in Köln und wie die “Hoologans” systematisch unterschätzt wurden.

Englischsprachige Links

Bis in die 80er Jahre war der Frauenanteil beim Programmieren wesentlich höher als jetzt. Doch was passierte dann? NPR zeigt auf wie die ersten Computer in private Haushalte zogen, diese ausschließlich für Jungs und Männer beworben wurden und sich eine Frauen ausschließende Geek-Kultur herausbildete.

Autostraddle stellt zwei junge trans Frauen vor. Eine von ihnen hat gerade ein Kinderbuch über ihre frühe Kindheit geschrieben: I am Jazz.

“If there is a lesson for white artists and the institutions that host their work from these recent imbroglios, it is that the intention behind a work is secondary to its impact. And that means they’re responsible for engaging with those who object on the grounds that a piece of work is racist, or bigoted in some other way.”, T. O. Molefe bei der New York Times über Kunst und Rassismus.

Im Essay “How many licks” schreibt Janani Balasubramanian eine kurze Dekonstruktion des Blowjobs, nennt wichtige Akteur_innen (Monica Lewinsky, Linda Lovelace) und Künstler_innen (Nao Bustamante) und weist darauf hin, dass ein Blowjob von allen Körperteilen ausgeführt und entgegen genommen werden kann. [Ergänzung: Weitere Informationen zu Linda “Lovelace” Boreman und der sexualisierten Gewalt, die unter anderem beim Dreh von “Deep Throat” gegen sie ausgeübt wurde, gibt es beim Guardian, der letztes Jahr einen Hintegrundbericht zum Spielfilm “Lovelace” und der Involvierung von u.a. Gloria Steinem in jenem veröffentlichte. Es lohnt sich auch, dort auf die weiterführenden Links zu klicken. Danke für die Hinweise hierzu!].

Aleah Chapin fabriziert riesige Gemälde, auf denen nackte Frauen dargestellt sind. Im Telegraph erzählt sie, was sie bei ihrer Arbeit über Körper und Unsicherheiten lernte.

Termine in Berlin, Bielefeld und Bonn:

29.10. in Berlin: Solikonzert und Kundgebung für die besetzte Gerhart-Hauptmann-Schule.

06.11. in Bonn: Wohn(t)räume – Junge Migrantinnen stellen aus.

13.11. in Berlin: Spoken Word mit Moona Moon, Azadê, Sarah Mouwani und Bahati. (Hier auch bei Facebook.)

14.11.-24.11. in Bielefeld: Aktionstage Gesellschaft_Macht_Geschlecht (Facebook-Link)

15.11. in Berlin: Ausstellungseröffnung “WIR SIND ALLE BERLINER: 1884-2014. A Commemoration of the Berlin Congo Conference” (Facebook-Link)


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Falsche Körper? Falsche Welt! – kurz verlinkt

22. Oktober 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 254 von 273 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Charlotte Wiedemann schreibt in der taz über den Wert weißen Lebens vor dem Hintergrund internationaler Geflüchtetenbewegungen, IS, Syrien, Irak, Ebola und den Weltkriegen: “Syrien und Irak: Die Toten in ein und derselben Region sind von ganz unterschiedlicher Wertigkeit – je nachdem, welches Verhältnis der Westen zu den Mördern hat. […] Wer auf einer Weltkarte sieht, welche Länder die meisten Flüchtlinge aufnehmen, könnte glauben: Der Wert des Lebens gilt mehr außerhalb von Europa.”

“Polemiken gegen den „Genderismus“ und „political correctness“ sind nicht neu, zeugen aktuell jedoch davon, wie ein aggressiver Antifeminismus versucht, politisch an Einfluss zu gewinnen”: Der Beitrag “Antifeministische Allianzen” des Antifaschistischen Infoblatts ist nun auch online verfügbar.

Den Aktivist_innen in der Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin droht wieder eine Räumung, berichtet heute ganz aktuell die taz. Eine Pressemitteilung der Bewohner_innen findet ihr auf asylstrikeberlin.

englischsprachige Links

Alok Vaid-Menon schreibt bei MTV über das Aufwachsen in einer Gesellschaft, die nur genau zwei Geschlechter zu lässt, wenn eine_r selbst keinem dieser Geschlechter angehört: “This is not a story about being born in the wrong body. This is the story of being born in the wrong world. This is the story of being told who we are without our consent.”

Die US-amerikanische Spielentwicklerin Brianna Wu schreibt über die Hass- und Mobbingkampagne #gamergate gegen sie und andere profilierte Gamerinnen – und beschreibt, welche massiven Anstrengungen die Hater unternehmen, um diese Frauen persönlich zu schädigen, nicht “nur online”, sondern auch im “realen Leben”.

Bei Dazed gibt es ein Interview mit der finnischen Fotokünstlerin Liu Susiraja.

Mae Carol Jemison, die erste afroamerikanische Astronautin, hatte vorige Woche Geburtstag. Zu diesem Anlass twitterte Afropunk das Video der Keynote, die Jemison im Frühjahr auf der Women of Color Task Force Conference gehalten hatte.

Jezebel berichtet über “die erste und bisher einzige” Trans*frau bei der New Yorker Feuerwehr, Brooke Guinan, und ihren Einsatz gegen Diskriminierung.

Anlässlich der australischen National Week of Deaf People (nationalen Woche der gehörlosen Menschen) berichtet Sarah Kienbort im Guardian über die Vorteile von Gebärdensprachen und die Erfahrungen, die sie als hörende Mutter einer gehörlosen Tochter macht.

In Dänemark, so ist bei Gay As Us nachzulesen,  haben neue Richtlinien die medizinische Situation für trans Personen verschlechtert.

Beim Guardian schreibt Chimamanda Ngozi Adichie über ihren Weg zu einem feministischen Selbstverständnis.

Termine in Berlin, Mannheim

Berlin: Elektronischer Donnerstag im Schwuz – your local girl gang! (Facebook-Link)

Mannheim: Am 25.November findet die Protestkundgebung “Reclaim the Night – Wir fordern die Nacht zurück” (Facebook-Link) statt.


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