Feindliche Lehrer_innen, gefährliche Esoterik, Verunglimpfung des Staats – kurz verlinkt

5. Juni 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 237 von 247 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Beiträge

Wien’s Werbewatchgroup gegen sexistische Werbung ist jetzt auch auf Facebook.

Emy Fem arbeitet seit vier Jahren als Trans*-Sexarbeiterin und gibt ihr professionelles Wissen an Kolleginnen weiter. Im Dezember letzten Jahren gab sie erstmals einen Workshop für Trans*-Sexarbeiterinnen auf der Berliner Frobenstraße. Im Interview auf dem Blog der Aidshilfe erzählt sie unter anderem davon.

Ein lesbisches Paar aus Kirgistan soll von Deutschland nach Polen abgeschoben werden. queer.de berichtet über eine Petition dagegen und die Schikanen, die das Paar, aber auch andere LGBT-Flüchtende, ertragen müssen.

Das neue an.schläge-Magazin erscheint und wie immer gibt es auch einige Texte online zu lesen. Zum Schwerpunktthema erläutert Claudia Barth, was Esoterik gefährlich macht und Alexandra Strickner spricht über TTIP („Transatlantic Trade and Investment Partnership“) und welche Auswirkungen es insbesondere auch auf Frauen haben würde.

In Berlin erstatteten Polizeibeamt_innen Anzeige wegen “Verunglimpfung des Staats” gegen Teile eines Hausplakats, das an den Bombenanschlag des NSU am neunten Juni 2004 in Köln erinnert, und beauftragten die Feuerwehr, den Satz “NSU: Staat & Nazis Hand in Hand” zu entfernen.

“Entwicklungshilfe für den deutsch-deutschen Kulturbetrieb” – im Migrazine berichten Azadeh Sharifi und Bahareh Sharifi über das Bündnis Mind The Trap.

Im Rahmen ihrer Masterarbeit führt eine Bieldefelder Studierende eine Umfrage durch zu Vielfalt am Arbeitsplatz – gleichgeschlechtliche Lebenskonzepte und Erwerbsarbeit

“Auslese, Perfektionierung und die Last der Entscheidung” – eine Diskussion zur Pränataldiagnostik auf freie-radios.net.

englischsprachige Beiträge

Fünf Jahre nach dem Mord an Dr. George Tiller, dem Arzt einer Praxis in Kansas, die Abtreibungen vornahm, führen Mitarbeiterinnen und eine neue Ärztin die Praxis fort. Wie MSNBC berichtet, sind sie weiterhin mit Belästigungen, versuchter Sabotage und Morddrohungen konfrontiert – insbesondere im Kontext der sich ständig verschärfenden Abtreibungsrechteinschränkungen in Kansas und anderen US-Bundesstaaten.

Bei Shakesville antwortet Melissa McEwan auf “geek guys'”-Beiträge zu Elliot Rodger und den Sexismus und die Objektifizierung, die vielen dieser Texten zugrunde liegen.

Am ersten Juni starb Yuri Kochiyama im Alter von 93 Jahren. Autostraddle erinnert an die Aktivistin, die auch – aber nicht nur – im Civil Rights Movement der USA engagiert war. Bei Racialicious wird noch einmal expliziter herausgearbeitet, wie Kochiyama intersektionellen Aktivismus vorgelebt hat.

Über ihre Erfahrungen mit weißen Lehrer_innen und wie white supremacy in der Schule installiert wird, schreibt Mia McKenzie bei Black Girl Dangerous.

 Janet Mocks offener Brief an eine junge trans Frau of Color, die immer noch – ohne Anklage – in einem Gefängnis sitzt: Mock verweist auf die vielen gewaltvollen Erfahrungen von trans Frauen und die wenigen ‘Highlights’ des aktuellen Aktivismus, sie schreibt darüber wie wichtig ihr Maya Angelou war und verbindet Lebensgeschichten verschiedener Schwarzer Frauen.

Termine

Berlin: Am 5. Juni findet in Frauenkreise die Buchvorstellung “Zweimal verfolgt. Eine Dresdner Jüdin erzählt” statt. Das Buch ist Ergebnis zahlreicher Gespräche, die die Autorinnen Carolyn Gammon und Christiane Hemker mit Johanna Krause bis kurz vor ihrem Tod 2001 geführt haben.

Mannheim: Am 28. und 29. Juni gibt es zahlreiche Kurzfilme beim Girls Go Movie Festival. Das Festival richtet sich an Frauen und Mädchen im Alter von 12 bis 27 Jahren.


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Wer “macht” Elliot Rodger, warum soll die USA Reparationen zahlen – kurz verlinkt

30. Mai 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 236 von 247 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Beiträge

Wie viel Reform lässt der reformorientierte Papst Franziskus zu? Die Exkommunikation von Martha Heizer, Vorsitzende der österreichischen Initative von “Wir sind Kirche”, zeigt die Grenze auf. Die Initative gründete sich nach Bekanntwerden des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche, in dem auch ein österreichischer Erzbischof involviert war.

Das nigeriansiche Militär will die entführten Schülerinnen geortet haben.

Neonazis überfallen am Sonntagaben die Wahlparty im Dortmunder Rathaus. Die Polzei soll “überrascht” gewesen sein, sogar abgehauen, als die Neonazis mit Pfefferspray drohten, scheibt der Linken-Abgeordnete Utz Kowalewski. Hier ein Video.

Ihr einziges “Verbrechen” sei, dass sie Feministin ist, schreibt das schwedische Blatt “Dagens Nyheter” über ihre Wahl. Mit Soraya Post von der schwedischen “Feministischen Initative” zieht eine Romni in das EU-Parlament ein. Sie hat nichts zu verlieren und keine Angst “pain in the ass” im politischen Establishment zu sein. Post will bewegen, verändern und sich einsetzen. Erfahrung als Mensch “zweiter Klasse” habe sie oft gemacht.

englischsprachige Beiträge

Fünf Punkte, die wir am besten nicht verwenden, wenn wir über Trans* of Color schreiben.

Was passiert, wenn Audre Lorde und James Baldwin diskutieren? Sie sprechen über alles Denkbare, schonungslos und revolutionär. Sie schaffen damit Raum für Differenz.

Warum Amerika Reparationen zahlen sollte, dies argumentiert Ta-Nehisi Coates in seinem viel diskutierten Artikel in The Atlantic.

“Ich wachse mehr und mehr in die Isolation hinein.” Eine Trans* Jugendliche wird für fünf Wochen in Einzelhaft in ein Gefängnis für Erwachsene eingeliefert. Ohne eine Anklage, aber mit Retraumatsierungen.

Im Kontext der misogynen Morde durch Elliot Rodger arbeitet ein interessanter Artikel die Diskurse um Sexualität, Maskulinitäten und Zuschreibungen, insbesondere für Asian-Americans in den USA, heraus.

“Wir werden in der Welt weiterleben, welche Elliot Rodger produzierte.” Dabei müssen zwei zentrale Fragen gestellt werden.

Schauspielerin, TV-Produzentin und LGBTI-Aktivistin Laverne Cox schreibt Geschichte: Sie ist als erste Trans* Person auf dem Cover der Times abgebildet. Es geht um Bürger_innenrechte in den USA.

Termine

Am 3. Juli findet an der Ruhr-Universität in Bochum eine Tagung zu Gender und Pop statt.

“Fehl am Platz? Grenzen queer-aktivistischer Räume” unter diesem Motto wird im Insitut für Wissenschaft und Kunst am 4. Juni in Wien diskutiert.

In Jena gibt es am  2. Juni in der Rosa-Luxemburg-Stiftung die Möglichkeit, mit der Regisseurin Dagmar Schultz wie der Adefra-Aktivistin Ika-Hügel Marshall den Film über Audre Lorde und ihre Berliner Jahre anzuschauen und darüber zu sprechen.


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Chimamanda Ngozi Adichie, Solange Knowles, Tupoka Ogette, Ana Mendieta – kurz verlinkt

22. Mai 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 235 von 247 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Beiträge

Bereits im März berichtete Tupoka Ogette im RBB über die alltäglichen Rassismus-Erfahrungen, die sie in Berlin macht.

Die Wanderausstellung Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen setzt sich mit den Verbrechen des NSU in den Jahren 2000 bis 2007 sowie der gesellschaftlichen Aufarbeitung nach dem Auffliegen des Nationalsozialistischen Untergrundes im November 2011 auseinander.

englischsprachige Beiträge

Über Sexismus innerhalb von emanzipatorischen Bewegungen: Bei Black Girl Dangerous beschreibt La Stephanie, warum sie die United Farm Workers verlassen musste.

Cecily McMillan, die bei einer Demo im Rahmen von Occupy Wall Street durch den sexualisierten Übergriff eines Polizisten verletzt wurde, wurde nun verurteilt – wegen des angeblichen Angriffs auf besagten Polizisten.

(CW: Bilder mit Blut) Mit der Aktion We wish Ana Mendieta was still alive (Wir wünschten, Ana Mendieta wäre noch am Leben) erinnerten_protestierten_performten Künstlerinnen vor der Galerie, in der eine Ausstellung mit Werken desjenigen Mannes läuft, der Mendieta mutmaßlich getötet hat.

Im Anschluss an die Lesung von Chimamanda Ngozi Adichie hat Peggy Piesche auf Facebook einen offenen Brief an die Autorin veröffentlicht.

Anlässlich eines aufsehenerregenden (anscheinenden) Streits zwischen Solange Knowles und Jay-Z schreibt Jasmine N. Salters bei For Harriet über öffentliches Amüsement auf Kosten Schwarzer Frauen.

Nur dreizehn Prozent der Autor_innen bei Wikipedia sind Frauen. Das Ms. Magazine berichtet über Autorinnenschaft als feministischen Aktivismus.

Bei BitchMedia werden entmenschlichende Aspekte des “Mythos Starke Schwarze Frau” diskutiert und geschichtlich eingebettet.

Termine in München, Salzburg, Würzburg

Würzburg, 24. Mai: Vortrag von Magda Albrecht “(Mein) Fett ist Politisch” im Rahmen des FemFest Würzbug.

Salzburg, 26. Mai: Eröffnungsveranstaltung des Grrrl Zine Archiv (Facebook-Link)

München, 30. Mai bis 1. Juni: 7. Trans*-Tagung München, Anmeldung bis 23. Mai möglich.


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Codebabes, Fußballtrainerinnen und tolle Aktivist_innen – kurz verlinkt

8. Mai 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 234 von 247 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Die Initiative #untragbar wendet sich gegen die menschenverachtenden und nicht selten tödlichen Zustände in der globalen Textilindustrie.

Ein Interview mit Renate Lasker-Harpprecht, die zwei Jahre in den Vernichtungslagern Auschwitz und Bergen-Belsen überlebte, hat Die Zeit geführt.

Über Menschenrechtsverbrechen an Intersex-Kindern in der Schweiz berichtet zwischengeschlecht.info.

Vor einem Jahr begann der NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München – und der NSU-Skandal geht weiter.

In Berlin sind mehrere Geflüchtete in den Hungerstreik getreten. Die aktuelle Pressemeldung findet sich bei Asylum Rights Evolution. Unterstützung wird vor Ort dringend benötigt.

englischsprachige Links

“Gefängnisse sind für niemanden sicher” – ein Gespräch zwischen den Aktivist_innen CeCe McDonald, Reina Gossett und Dean Spade in mehreren Videoclips gibt es  auf der Website des Barnard Center.

For Harriet veröffentlichte ein Interview mit der Juristin und Aktivistin Michelle Alexander über die (gesellschaftlichen) Konsequenzen der Gefängnisindustrie.

20 queere Personen of Color, die wir kennen sollten, listet das Outsmart Magazine.

Programieren lernen mit strippenden Frauen – Sarah Perez von TechCrunch findet’s eher uncool.

Feministing berichtet über die zunehmenden Proteste und Aktionen in Nigeria, um die entführten Schülerinnen zurück zu holen. Eine Zusammenfassung der Ereignisse, Hintergründe und Stellungnahmen nigerianischer Aktivist_innen veröffentlichte auch noch einmal der Guardian. Allerdings gibt es auch Repressionen gegen Protestierende, so Al Jazeera. Fungai Rufaro Machirori widmet den entführten Mädchen und dem Kontext, in dem diese Gewalttat steht, ein Gedicht. Spectra Speaks und Minna Salami erinnern daran, dass langfristig es nicht damit getan ist die Mädchen “zurückzubringen”, sondern auch die allgemeinen Lebenssituationen von Mädchen in Nigeria in den Fokus gerückt werden sollten.

Vergewaltigungsanklagen, die immer öfter aus hanebüchenen Gründen fallen gelassen werden, sind auch in den USA ein Problem, beschreibt The Independent.

Die Portugiesin Helena Costa wird als erste Trainerin eines europäischen Männer-Erstliga-Vereins das Team von Clermont, Frankreich, coachen.

Die Schauspielerin Gabourey Sidibe hat bei den Gloria Awards eine vielbeachtete Rede u.a. über Selbstbewusstsein und feministische Inspiration gehalten – ihr könnt sie hier, bei Vulture, nachlesen. Concern Trolling durch “besorgtes” Publikum gab es gratis dazu, kritisiert Ragen Chastain bei Dances With Fat.

Außerdem verrät sie zehn Gründe, warum sie nie wieder eine Diät machen wird.

Termine in Annaberg-Buchholz, Berlin, Innsbruck, Passau:

Seit vorgestern und noch bis zum 10.5. in PassauAye Aye Soeur! – Kulturfestival zu Gender, Gleichstellung und Feminismus

Im gleichen Zeitraum in Innsbruck: Intersex-Aktivist_innen inititeren Info und Proteste gegen den 25. Jubiläums-Kongress der “Europäischen Gesellschaft für Kinderurologie (ESPU)”

Am 8. Mai in Berlin: Queerfeministischer Filmabend mit FAT UP mit Filmen rund um fette Diskriminierung und fette Selbstermächtigung.

Am 23. Mai in Berlin: Demo für die Abschaffung des im “Transsexuellengesetz” vorgesehenen Gutachterverfahrens. Hier geht es zum Facebook-Event.

Am 26. Mai findet zum wiederholten Mal ein “Marsch für das Leben” in Annaberg-Buchholz (Sachsen) statt. Es gibt erstmalig Gegenaktivitäten.


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Ein “menschlicher Zoo” in Norwegen, Erinnern an den Holocaust und queere Kunst in Armenien – kurz verlinkt

30. April 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 233 von 247 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Das Programm für die diesjährige Frauen*FrühlingsUni (F*FU14) ist nun online und die Anmeldung eröffnet! Programm, Anmeldung und weitere Infos findet ihr hier.

Auf dem Oranienplatz in Berlin protestieren immer noch Geflüchtete. Dieser Protest sollte wegen des anstehenden Myfest geräumt werden… Doch nun gibt es doch eine Einigung, berichtet die taz.

englischsprachige Links

Am 27. April jährten sich in Südafrika die ersten Wahlen nach dem Ende der Apartheid zum 20. Mal. In einer Woche, am 07. Mai, werden die nächsten Wahlen stattfinden. Mail&Guardian hat genauer hingesehen, was einige der größeren/ bekannteren Parteien auf dem Papier zu Gender/Frauenrechten/LGBTI-Rechten etc. verkünden – und wie sich diese Themen in sonstiger Rhetorik oder Taten ausdrücken.

Can a misogynistic country have a female president? Brazil proves that the answer is yes.“, schreibt und beschreibt die brasilianische Journalistin Vanessa Barbara bei der New York Times. [Inhaltshinweis: Misogynie, body policing und rape culture]

Im nächsten Monat wird in Norwegen ein “menschlicher Zoo” eröffnen. Bitte was?! Ja, laut den Künstlern soll diese Aktion – ein Re-Enactment kolonialer Ausstellungsformen – Diskussionen zu Rassismus und dem kolonialen Erbe initiieren. Bwesigye bwa Mwesigire analysiert auf This Is Africa wie diese Aktion rassistische Stereotypen stattdessen re_produziert und in einer weiterhin rassistisch strukturierten Gesellschaft nicht funktionieren kann, sondern nur mehr Gewalt ausübt.

Barbara Eder interviewte das Künstler_innen- und Aktivist_innenkollektiv Queering Yerevan über ihre Aktionen, die Zurückeroberung des öffentlichen Raums und den Begriff “Queer” im armenischen Kontext.

Zum noch immer unklaren Verbleib der 243 von “Boko Haram” entführten Schülerinnen in Nigeria schrieb allAfrica.com. Auf Twitter werden unter den hashtags #BringBackOurDaughters und #BringBackOurGirls weitere Informationen und Aktionen kommuniziert. [Inhaltshinweis: Misogynie, Gewalt und rape culture]

In einem Fotoprojekt stellen Schwarze Mädchen Porträts von Frauen nach, die als Vorbilder fungieren – von Audre Lorde bis Gabby Douglas.

Anlässlich des Yom HaShoah (Holocaust Tags) in Israel schreibt The Mamafesto über ihre Familiengeschichte und die Bedeutung von Erinnerung.

Termine in Berlin, Bremen, Frankfurt a.M., München:

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Ein Chelsea Manning-Statement und Twitter-Feminismus – Kurz Verlinkt

24. April 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 232 von 247 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links:

Die queere Punk Band Friend Crush aus Berlin hat einige Songs online gestellt.

Diskriminierungssensible Zusammenarbeit jenseits von Öffnungsprozessen: LesMigraS veröffentlichte Gedanken und Anregungen zum Thema.

In dieStandard ging es darum, wie die Debatte um Gleichberechtigung unter anderem durch Mainstream-Publikationen (“Tussikratie”) immer wieder auf ein niedriges Niveau gebracht wird.

Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin und das Antifaschistische Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin e.V. (apabiz) haben den achten  Schattenbericht über Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus veröffentlicht; hier könnt Ihr ihn downloaden.

Englischsprachige Links:

Twitter als zentrales Tool für feministische Bewegungen: Yay or nay? Dazu könnt Ihr auf The Nation einen interessanten Artikel lesen.

Juhu, die Eisner-Nominierungen (quasi die Oscars der der Comic-Welt) sind draußen! 30 Kategorien, 160 Nominierte, davon… 35 Frauen… Tja. Aber die sollten erst recht gefeiert werden, findet autostraddle!

What genitals have to say about gender? Yori Gagarim hat sie gefragt und ein ganzes Comicbuch dazu fabriziert.

Chelsea Manning hat ein Statement zu ihrem Namenswechsel geschrieben.

Termine:

Vom 23. April bis 9. Juli findet an der Humboldt-Universität zu Berlin das Afrikakolloquium: Rwanda Beyond ’94 statt; jeweils von 18:00 bis 19:30 Uhr, mittwochs, im 2-wöchigen Abstand.

Am Samstag planen die NPD und andere extrem rechte Gruppierungen durch Berlin-Kreuzberg (und am 1. Mai durch Neukölln) zu marschieren. Protestaktionen des Bündnisses “Berlin Nazifrei” findet ihr hier (Facebook-Link) und hier.


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Akif Pirinçcis Hass, Abtreibungen auf dem Meer und ein Gedicht von June Jordan – kurz verlinkt

16. April 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 231 von 247 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Nadia schreibt beim Gunda Werner Institut zu Akif Pirinçcis neuem Buch “Deutschland von Sinnen” und meint, der “Buch-Erfolg [sei] zwar ärgerlich und höchst bedenklich, als psycho-soziales Dokument deutscher (oder: eingedeutschter) Hegemonie jedoch auch wieder ein aufschlussreiches Barometer”.

Hinz&Kunzt berichtet über Shila Begum, eine der überlebenden Näher_innen des Rana-Plaza-Unglücks in Bangladesch, und ihren Einsatz für Entschädigungen.

In Berlin wurde bei der Überparteilichen Fraueninitiative ein Beirat für die Vorbereitung einer Fachtagung zur Situation obdachloser Frauen gegründet.

Racial Profiling trifft auf Sexual Profiling im Kontext des “Kampfs gegen Prostitution” – menschenhandel heute berichtet.

englischsprachige Links

[Inhaltshinweis: Gewaltbeschreibungen] Auf Salon.com schreibt Brittney Cooper über die vielen Formen von Gewalt, der Schwarze Mädchen und Frauen besonders augsesetzt sind – und wie diese kaum besprochen und bekämpft werden.

Bitch Magazine bespricht den neuen Dokumentarfilm “Vessel” über die Organisation “Women on Waves”, die Abtreibungen auf Schiffen durchführt, um so Verbote zu umgehen. (Ein Interview mit der Gründerin der Organisation gibt es auf deutsch bei der an.schläge.)

“Sometimes, when this happens, when a thin person realizes that they’ve just disgorged a bunch of rank fat hatred right into my fat face, they apologize. Often in a way that exacerbates the offense. But mostly, they try to convince me that they’re not talking about me. That those other fat people were gross in a way that I’m not.” – Shakesville schreibt zu fat hatred, Vorurteilen und Raumeinnahme.

In den USA wird gerade National Poetry Month begangen. Feministing postet aus diesem Anlass täglich feministische Gedichte, gestern zum Beispiel June Jordans “Poem About my Rights”. [Inhaltshinweis: Beschreibung (sexualisierter) Gewalt]

Ein #TwitterEthics Manifesto wurde bei Model View Culture veröffentlicht.


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Heidi Klum und Redface, Heterosexismus in Deutschland und 20 Jahre nach Ruandas Genozid – kurz verlinkt

11. April 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 230 von 247 der Serie Kurz notiert

deutschprachige Links

[Kinder] brauchen Bücher, in denen Vielfalt normal und bereichernd ist!“, fordert Tupoka Ogette bei der Heinrich Böll Stiftung und berichtet über eigene Leseerfahrungen als Kind und ihre jetzige Arbeit zu Antidiskriminierung.

Das Jobcenter Segeberg fordert eine Alleinerziehende Mutter auf umzuziehen – aufgrund einer Miete, die 1,78 Euro über dem Satz liegt, berichtet die Sozialberatung Kiel.

“Was Gleichberechtigung im Bereich der Bildung institutionalisieren sollte – ein weniger heterosexistischer Schulunterricht –, wird als „Gender-Ideologie“ und „Frühsexualisierung“ umgedeutet. Das Gefährliche daran ist, dass es nicht vereinzelt geschieht, sondern grenzübergreifend.”, schreibt die taz und analysiert, wie in aktuellen Diskussionen Hetersexismus re_produziert wird und vor allem diskriminierenden Positionen Platz eingeräumt wird, schließlich ginge es ja um das “Kindeswohl” und da hört auch die “Toleranz der Mitte” auf.

englischsprachige Links

Feminist Philosopher analysiert die viralen Videos, in denen Menschen (vor allem junge weiße Frauen) durch Cochlear Implantate hören: “[...] consider that one subtext to these viral videos of cochlear implant initial hookups is the paradigm of the young white deaf woman who has acquired the ability to listen, yet is still dependent (and faintly exotic). Medical miracles showing a dramatic change in a person’s life make pleasurable internet entertainment, but when those miracles are packaged in ways that perpetuate and reinforce stereotypes that deaf women rail against, it is time to take a closer look at what’s going on.”

Es gibt einen wundervollen neuen Webcomic: Pussybear – A Comic About the Life of a Fat Queer Feminist Butch Trans* Poly Nerd.

In diesen Tagen jährt sich zum 20. Mal der Genozid in Ruanda, begleitet durch Veranstaltungen und Artikel über Artikel. The Daily Beast beschreibt so, wie insbesondere Frauen in den letzten zwanzig Jahren in Ruanda zum Wiederaufbau beigetragen haben. Musa Okwonga ermahnt beim New Statesman nicht nur ein “Versöhnungs-Narrativ” zu reproduzieren, da dieses zum einen für Betroffene mit anderen Umgängen für ihr Trauma ausgrenzend ist, aber es auch einfach machen nicht über Verantwortungen zu sprechen. In der New York Times heißt es: “Following Orders in Rwanda“.

Ruth Hopkins schreibt bei Racialicious über Germany Next Top Model, wo die Kandidatinnen als Native Americans posierten: “Normally this is where I ask Ms. Klum for an apology, but because this act of appropriation is so willful, any apology would ring hollow. Like many Natives, I’m tired of lip service.”

Homestory Deutschland braucht finanzielle Unterstützung.

Termine

Berlin, am 13. April: “Zurückschlagen, kaputtmachen, wegglitzern. Antifa feministisch weiterdenken.
Workshop von und mit der trans*genialen f_antifa

Berlin, am 2. und 3. Mai: Öffentliche Feier anlässlich des Geburtstags von May Ayim.

Berlin, am 7. Mai um 17 Uhr im Tiergarten: Gedenkveranstaltung “Verschwiegen und Vergessen. Schicksale und Lebenswege lesbischer Frauen im Nationalsozialismus”  u.a. veranstaltet vom Spinnboden Lesbenarchiv und Bibliothek e.V.

Berlin, am 29. Mai: “La Moustache presents: RAE SPOON + HEIMWEHHOTEL” (FB-Link)

Niederösterreich, vom 17.-23.August: PINK NOISE GIRLS ROCK CAMP mit dem Schwerpunkt “Bühne”. Die Anmeldephase läuft jetzt bis zum 17. Mai!


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Archäologische Ausgrabungen in Treblinka, Anti-Street-Harassment Woche und weiterer Widerstand – kurz verlinkt

3. April 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 229 von 247 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Der Berliner CSD bennent sich in Stonewall Berlin um. LesMigraS macht in einer Erklärung deutlich, dass die Umbenennung allein nicht genügt und zeigt auf, wie eine neue Stonewall-Bewegung aussehen würde.

Mit dem Magazin progress spricht Christina Antonakos-Wallace über den Dokumentarfilm “with wings and roots”, der die Geschichten migratisierter Menschen in Berlin und New York erzählt.

“Sie tragen pinkfarbene Saris und pinkfarbene Knüppel, belagern Polizeistationen und Regierungsgebäude, blockieren Straßen und stürzen Politiker: Die Frauen der Gulabi Gang setzen sich in Indien gegen die Herrschaft der Männer zur Wehr.”, schreibt SpiegelOnline.

Bei der ZEIT wird die Feministin Anita Augspurg vorgestellt, die sich unter anderem während des 1. Weltkriegs für Frieden und internationalistischer Perspektiven einsetzte, für Frauenrechte und gegen patriarchale Strukturen (wie die Ehe) antrat und 1923 in Bayern die Ausweisung Hitlers wegen Volksverhetzung beantragte.

Und die neue Ausgabe der an.schläge ist erschienen. Auch online lässt sich wie immer einiges nachlesen zum Titelthema Abtreibung beispielsweise ein Interview mit der Gründerin von Women on Web und Women on Waves und zwei Erfahrungsberichten.

englischsprachige Links

Archäolog_innen haben in Treblinka erste physische Beweise für Gaskammern freigelegt. Mehr Infos zu Treblinka gibt es hier.

Diese Woche ist Anti-Street Harassment Week. Das finden Aktionen in vielen Ländern der Welt statt. Für Deutschland gibt es zum Beispiel eine Facebookseite mit Informationen.

In der Erzählung um die mexikanisch-amerikanische Arbeiter_innen-Bewegung steht César Chávez im Mittelpunkt, so ist ihm auch ein neuer Film mit passendem Titel gewidmet: “César Chávez: An American Hero”. Doch was ist eigentlich mit den Aktivistinnen? Colorlines beschäfftigt sich mit deren Engagement und der Herausschreibung aus der Geschichte.

Feministing schreibt über mexikanische indigene Frauen und wie deren reproduktive Rechte auf vielen Ebenen aus sexistischen und rassistischen Gründen missachtet werden.

Termine

08.-13.04. in Köln: FrauenFilmFestival.

Und schon einmal den Terminkalender zücken: Im Mai geht die nigerianische Autorin Chimamanda Ngozi Adichie auf Lesereise in Deutschland und der Schweiz.


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Emanzipatorische Kinderliteratur, Stand your Ground und Pille danach – kurz notiert

26. März 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 228 von 247 der Serie Kurz notiert

deutschprachige Links

Die Regierung räumt ein, dass die „Pille danach“ keine schwerwiegenden Nebenwirkungen hat. An der Rezeptpflicht will sie trotzdem festhalten, so die taz.

Gegen 500 Teilnehmer_innen an der Demo gegen den Wiener Akademikerball wird jetzt wegen Landfriedensbruch ermittelt. Aber was bedeutet das überhaupt? FM4 hat Antworten.

Am zweiten März-Wochenende fand in Berlin die Konferenz Care Revolution statt. Die Teilnehmer_innen haben gemeinsam eine Resolution mit Forderungen erarbeitet und wollen sich nun regelmäßig treffen, um weiter zusammen zu arbeiten. Die Resolution könnt ihr auf der Konferenzseite nachlesen.

Das migrationspolitische Portal der Heinrich-Böll-Stiftung hat ein neues Dossier veröffentlicht, das sich mit emanzipatorischer Kinderliteratur befasst, u.a. mit Beiträgen von Tupoka Ogette und Maisha Eggers.

englischsprachige Links

Ballandalus proträtiert 15 wichtige Muslima der Geschichte.

Colorlines intiierte ein Gespräch zwischen Zadie Smith und Chimamanda Ngozi Adichie zu postkolonialen Literaturen. Auf selbem Portal könnt ihr euch den Talk als Videomitschnitt ansehen.

MSNBC hat eine Studie zum “Stand your ground”-Gesetz durchführen lassen, das spätestens nach den Morden an Renisha McBride, Trayvon Martin und Jordan Davis in die Kritik geraten ist. Stand your Ground wird immer wieder verteidigt, da es angeblich die Rechte von von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen stärke, weil das Gesetz aus Notwehr begangene Tötungsdelikte gegen gewalttätige Partner rechtfertige. Nicht nur der Fall von Marissa Alexander, die lediglich einen Warnschuss abgab, um sich vor ihrem Ehemann zu schützen, der sie umbringen wollte und der nun eine Haftstrafe von 60 Jahren droht, sondern auch die Studie im Auftrag von MSNBC zeigen deutlich, dass Stand your Ground weder Betroffene von häuslicher Gewalt schützt, sondern im Gegenteil zu rassistisch und sexistisch motivierten Gewalttaten führt.

Jill Andrew von Fat in the City hat einen Talk veröffentlicht, der sich mit Körperbildern, Fat Shaming und dünner Normalisierung auseinandersetzt.

Auf Norient.com könnt ihr euch Videos queerer Hip Hop Künstler_innen anschauen.

Das Karl May Museum in der Nähe von Dresden weigert sogenannte “Skalps” an Native Americans in den USA herauszugeben, in den USA ist die Ausstellung solcher seit 1990 schon verboten, berichtet der Guardian.

Termine

An diesem Wochenende findet im AZ Mülheim die Open Stage Veranstaltung Reclaim The Stage statt, bei der Kreative, Musiker_innen, Künstler_innen, Interessierte eingeladen sind die Bühnen zu entern und kreativ zu werden. Los geht’s um 15 Uhr, die Veranstaltung richtet sich an FLT*I.

Am 8. April eröffnet die Fotoausstellung junger lesbischer Frauen in Namibia im Haus der Demokratie und Menschenrechte Berlin. Die Ausstellung ist bis zum 5. Mai 2014 werktags von 10 – 17 Uhr zu sehen.

Mädchenfestival von „Lauter Mädchen!“: Mädchen-Bands, Musikerinnen, Künstlerinnen, Dichterinnen, Tänzerinnen… am 24.Mai 2014 im Jugendfunkhaus in Berlin-Lichtenberg.


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