Rabenmütter, Meerjungfrauen, (keine) Lichterketten – kurz verlinkt

14. Oktober 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 296 von 307 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Wenn eine Mutter nicht mehr mit Kind(ern) leben möchte: Im ZDF gibt es einen Bericht über die Gründerin von Rabenmütter e.V.

Bei ZeitOnline schreibt Simone Dede Ayivi über Hilfe für Geflüchtete und Rassismus: „Hilfsbereitschaft schafft es leider nicht, unsere Köpfe von exotisierenden Bildern vom „Orient“, Vorurteilen über „die Araber“ und Ängsten vor „dem Islam“ zu befreien. Kuscheltiere zu überreichen und im Chor Ärzte-Lieder zu singen ist kein besseres Austreibungsritual als eine Lichterkette.“

Unterstützt die Kampagne zur Finanzierung des Drucks von Sharon Dodua Otoos Buch Synchronicity im englischen Original.

Der zweite Gleichstellungsbericht der Bundesregierung ist online.

Englischsprachige Links

Bald ist Halloween. Und anstatt diskriminierender Kostüme empfehlen wir ein Meerjungfrauen-Makeup!

Eine der bekanntesten Trans*-Aktivist_innen Ecuadors, Diane Rodriguez, gab bekannt, dass ihr Freund schwanger ist und beide ihr erstes Kind erwarten.

Eine lesenswerte Liste bei Autostraddle: „12 Incredible Indigenous LGBTQ Women and Two-Spirit People You Should Know„.

Anlässlich des #NationalComingOutDay verlinkte die Aktivistin und Filmemacherin („NO! The Rape Documentary“) Aishah Shahidah Simmons ein Video von 1996: „In My Father’s House„. Im Video kommen Familie und Freund_innen zu Wort und Simmons bespricht (internalisierte) Homofeindlichkeit, Sexismus, sexualisierte Gewalt und ihre Abtreibung.

Why intersectionality can’t wait“ argumentiert Kimberlé Crenshaw bei der Washington Post fast dreißig Jahre, nachdem sie erstmals über das Konzept schrieb.

Termine in Frankfurt a.M. und bundesweit

Am 30. Oktober 2015 findet ALICE – Die LGBTI Karrieremesse für Juristen & Juristinnen in Frankfurt/Main statt.

Vom 26.10. bis 30.10.15 findet eine bundesweite Aktionswoche statt, in der an möglichst vielen Hochschulen und anderen öffentlichen Einrichtungen die öffentlichen Toiletten in all gender welcome Toiletten umgelabelt werden sollen.


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Skateboard-Fahrerinnen, Selbsthilfe und Suffragetten – kurz verlinkt

7. Oktober 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 295 von 307 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Weiblich, sexy, rechtsextrem„, heißt ein beklemmend eindringlicher Film von Caterina Woj, der sich mit rechtsradikalen Frauen* auseinandersetzt und nun im WDR ausgestrahlt wurde.

Linkspartei und Grüne fordern im Bund mehr Unterstützung für Frauenhäuser, berichtet die taz.

Auch wenn häufig in den Hintergrund gerutscht: Der NSU-Prozess läuft immer noch und die Aktivist_innen von NSU Watch begleiten diesen kritisch, z.B. darüber, dass zahlreiche Beweis- und Beweisermittlungsanträge der Nebenklage zu Netzwerk und Hintergünden vom Gericht nun abgelehnt wurden.

Auf Suck My Trucks findet ihr einen historischen Rückblick auf Frauen auf dem Skateboard. Zum Ende hin gibt es auch noch Hinweise auf heutige Netzwerke für alle Interessierten.

„Sie gab dem Publikum Freiheit“, schreibt die FAZ zum Tod der feministischen Videokünstlerin und Filmemacherin Chantal Akerman (u.a. „Jeanne Dielman, 23, Quai du commerce, 1080 Bruxelles“). Ihr nun letzter Film erschien im letzten Jahr: In „No Home Movie“ setzte sie sich mit ihrer Mutter und deren Erinnerungen an Ausschwitz auseinander.

Das Netzwerk Care Revolution hat nun eine öffentliche Facebook-Gruppe zum Austausch.

englischsprachige Links

Mia Birdsong spricht in einem bewegenden TED-Talk darüber, wie falsch das Denken über Ideen zur Beendigung von Armut (in Amerika) ist.

Eine ausführliche PDF zur Selbsthilfe nach sexualisierter Gewalt für Transmenschen wurde kürzlich von Forge forward veröffentlicht.

Verónica Bayetti Flores bespricht auf Feministing die Publikation „“Take Charge!” A Reproductive Health Guide for Women with Disabilities“.

„I was moved by Serena’s positioning herself in relation to other African-Americans. A crucial component of white privilege is the idea that your accomplishments can be, have been, achieved on your own.“ Die Dichterin Claudia Rankine schrieb für das New York Times Magazine ein Essay über die Bedeutung von Serena Williams.

Im Alter von 100 Jahren verstarb die Aktivistin und Autorin Grace Lee Boggs. Democracy Now erinnert an sie mit einer Zusammenstellung von Videos.

Ab dem 01. November wird es den zwei-wöchentlich erscheinenden Podcast Native Appropriations geben. Darum wird es gehen: „Native Appropriations is a forum for discussing representations of Native peoples, including stereotypes, cultural appropriation, news, activism, and more. The podcast series, hosted by Dr. Adrianne Keene, features Indigenous & non-Indigenous movers and shakers whose work lets us know that EVERY REPRESENTATION MATTERS.“

Meryl Streep und andere (weiße) Schauspielerinnen, die in dem neuen Film „Suffragette“ mitwirken, posierten mit „I’d rather be a rebel than a slave“-T-Shirts. Jamilah Lemieux schreibt bei Ebony über diesen neuen Höhepunkt von „white feminism“.

Termine in Berlin, Hamburg und dem Internet

09. bis 11.10. im Internet: The Fat Activism Conference ist eine virtuelle Konferenz, mit einer Vielzahl von Vorträgen und Diskussionsrunden.

10. bis 11.10. in Berlin: Die Konferenz „Vernetzt euch! – Strategien und Visionen für eine diskriminierungskritische Kunst- und Kulturszene“ findet in der Udk statt.

20. bis 25.10. in Hamburg: Die Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg bieten über fünf Tage Kurzfilme, Spielfime, Dokumentationen.


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Selbstbestimmung, Hacker_innenspace und #Dropthetowel – kurz verlinkt

23. September 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 294 von 307 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Frisch aus der Druckerpresse: ein Buch zu Abtreibung und Pränataldiagnostik, zur feministischen Behindertenbewegung, zu „Lebensschützern“, zur Geschichte der Eugenik und zum Selbstbestimmungsbegriff: „Selbstbestimmte Norm. Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung“ von Kirsten Achtelik, erschienen im Verbrecher Verlag.

Ein Hackerinnenspace in Berlin ist neu in der Entstehung und richtet sich an „alle PyLadies, und RailsGirls, JavaLassies und 3D-Feen, Gamerinnen, Arduinas, NetzwerkNixen, LötGören, RaspberryRabaukinnen und alle anderen Frauen* mit Interesse an Bits, Bytes und Basteln“ (english on page)

Der Dortmunder Verein VIVE ŽENE e. V. möchte einen Zufluchtsort für unbegleitet geflüchtete minderjährige Mädchen realisieren – damit das klappt, wird um Spenden zur Anschubfinanzierung gebeten. Alle Informationen finden sich im Flyer.

Rund 110 Gäste waren in die Erlanger Stadtbibliothek gekommen, um unter dem Motto „Die Vergessenen der Geschichte – Afrodeutsche Zeitzeugen des Dritten Reiches“ aus dem Leben zweier Männer und einer Frau zu hören: Gert Schramm, Marie Nejar und Theodor Michael.

 

englischsprachige Links

The great team behind „Disability in Kidlit“ is seeking for a new team member. They have a strong preference for a person of color. All informations on their website.

Fat Positivity in Action: #DropTheTowel Intersectional Feminist Finale!

 

Termine

Die Landesarbeitsgemeinschaft der hauptamtlichen kommunalen Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten in Schleswig-Holstein spricht am 06. Oktober 2015 unter dem Thema „Das Ende der Unschuld – Feminismus im Umbruch? Von Werten, Visionen und Allianzen“ in Kiel. Alle Infos auf der Webseite.

Es ist wieder soweit: das „international human rights filmfestival“ in Nürnberg findet von 30. 9. bis 7. 10. 2015
Die Themenschwerpunkte sind diesmal #untragbar  und „Flucht und Migration“.


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Wichtige Wegbereiterinnen, weiße Feministinnen, wahre Feminazis – kurz verlinkt

30. September 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 293 von 307 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Das geplante „Prostituiertenschutzgesetz“ soll eine staatliche Registrierung aller Sexarbeiter*innen einführen. Hydra e.V. ruft alle Kolleg*innen und Unterstützer*innen dazu auf, ihren Protest dagegen zu erklären: „Wir lassen uns nicht registrieren! Eine Zwangsregistrierung birgt die Gefahr von Outing und drängt uns in die Illegalität.“ Alle Infos in mehreren Sprachen und die Petition findet ihr auf der Webseite von Hydra e.V.

Der Wegbereiterinnen XIV Kalender für 2016, herausgegeben von Gisela Notz, ist nun da! Jeden Monat wird eine spannende Wegbereiterin vorgestellt: „Kennen Sie Nuriye Ulviye Mevlancivelek, die Gründerin der ersten muslimischen feministischen Frauenzeitschrift im Osmanischen Reich? Und wer war Germaine Tillion? Oder Lucy Parsons?“

Bei derStandard schreibt Oona Kroisleitner über geschlechtsspezifische Erfahrungen von Flucht: „Warum Flucht von Frauen anders ist„.

Nächsten April findet in Köln das 33. Internationale Frauenfilmfestival statt – Einreichungen sind ab sofort möglich.

Englischsprachige Links

Den Begriff „Feminazi“ kennen wir alle als Beschimpfung feministischer Personen. Broadly aber hat sich gefragt, was ist eigentlich mit wirklichen „Feminazis“, also rechten Frauen, die sich selbst als Feministinnen bezeichnen.

Weiße Feminist_innen möchten oft wissen, wie sie Frauen auf Color in ihren Aktivismus einbeziehen können. Warum das die falsche Frage ist, erklärt Mia McKenzie auf Black Girl Dangerous.

Das Künstler_innenkollektiv The Nest hat queere Menschen in Kenia zu ihren Lebensrealitäten und Erfahrungen befragt. Daraus entstand der fiktionalisierte, viel gefeierte Episodenfilm „Stories of our Lives“. Da in diesem nur ein winziger Bruchteil der gesammelten Narrative einfließen konnte, haben sie jetzt ein Buch herausgegeben. Für dieses gibt es auch einen wunderbaren Trailer:

afriPOP! stellt die Posterreihe „Sibahle“ vor, in der die simbabwische Künstlerin Ruramai Musekiwa großartige afrikanische Frauen feiert.

Termine in Berlin, Frankfurt/Main, Weimar

1.Oktober in Berlin: Das geplante „Prostituiertenschutzgesetz“ soll eine staatliche Registrierung aller Sexarbeiter*innen einführen. Dagegen wird ab 11.30 protestiert (Link zum Facebook-Event).

12. Oktober in Frankfurt: Schülerinnen-Demo zum Internationalen Mädchentag

Vom 12. bis 18. Oktober in Weimar: das Festival unerhört! Erste feministische Radiotage Weimar. Dort wird es u.a. Workshops, Vorträge und ein großes Abschlusskonzert geben.

20. und 21. November in Berlin: Kongress Was ist Leistung II? – Care-Arbeitsbedingungen der Frauen der Überparteilichen Frauenintitiative Stadt der Frauen e.V.

 


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Inklusive Kampagnen, geschlossene Blusen, selbstbestimmte Outfits – kurz verlinkt

16. September 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 292 von 307 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Beiträge

Der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe // Frauen gegen Gewalt e.V. hat gemeinsam mit weiteren Organisationen die Online-Petition #neinheisstnein initiiert, mit der Forderung nach einem modernen Sexualstrafrecht, in dem alle nicht-einverständlichen sexuellen Handlungen unter Strafe stehen.

Das Campaign Boostcamp hat einen Leitfaden „Kampagnen für Alle“ veröffentlicht. Die Handreichung mit Tipps und Empfehlungen für inklusives Campaigning kann als PDf herunter geladen werden.

Unter dem Motto „Gleiches Recht. Jedes Geschlecht.“ ruft die Antidiskriminierungsstelle des Bundes am 16. September zum Aktionstag gegen Geschlechterdiskriminierung auf.

Am 17. Oktober 2015 wird in Berlin wieder der Feministische Pornfilmpreis Europa PorYes verliehen. Drumherum finden diverse Filmvorführungen, Podiumsdiskussionen und eine Party statt.

Englischsprachige Beiträge

In der New York Times Online wird über eine Studie berichtet, die herausgefunden hat, dass Mathelehrer_innen in Grundschulen Tests von Mädchen besser bewerten, wenn sie keine Rückschlüsse auf das Geschlecht der Schülerinnen finden: How Elementary School Teachers‘ Bias Can Discourage Girls from Math and Science.

Ebenfalls in der New York Times: Ein Bericht darüber, wie verheerend sich die Gefängnisindustrie auf die Angehörigen der Gefangenen auswirkt.

Die Cosmopolitan stellt das Projekt „What I wanted to wear“ vor.

Sexualisierte Übergriffigkeit und Gewalt ist ein globales Problem. Dass die „Bluse zuzumachen“ (der Klassiker von Birgit Kelle) damit nichts zu tun hat, zeigen die Erfahrungs-Berichte von Frauen im Iran, die man in The Guardian nachlesen kann.

Der (weiße) Schauspieler Matt Damon meinte, die (Schwarze) Produzentin Effie Brown über „Diversity“ belehren zu müssen. Yesha Callahan berichtet bei The Root, wie schief das ging.

Melissa Harris-Perry sprach in ihrer Sendung mit Monica Dennis, einer Koordinatorin von Black Lives Matter, über den Backlash, den die Bewegung derzeit abbekommt. 

Iman Al Nassre berichtet auf Euphrates darüber, wie es für sie war, als Syrerin in Deutschland aufzuwachsen, und ihre Perspektive auf die derzeitige deutsche Asylpolitik.

Termin in Berlin

19. September: Sowohl das Bündnis „Marsch für das Leben“? – What the fuck! als auch das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung rufen zu Protesten gegen den christlich-fundamentalistischen „Marsch für das Leben“ auf. Treffpunkte sind um 11 Uhr am Anhalter Bahnhof und um 11:30 Uhr am Brandenburger Tor. Weitere Infos findet ihr hier und bei Twitter unter dem Hashtag #NoFundis.


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Goodbye Gender, Frauen in der Computergeschichte, Hot Girls – kurz verlinkt

9. September 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 291 von 307 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Beiträge

Tanja Parr schrieb in diestandard eine Buchrezension zum „Goodbye Gender“ von Ivan E. Coyote und Rae Spoon.

Seit letzter Woche ist im Paderborner Heinz Nixdorf MuseumsForum die große Sonderausstellung „Am Anfang war Ada. Frauen in der Computergeschichte“ geöffnet. Sie zeigt auf 700 Quadratmetern nicht nur Leben und Leistung der ersten Programmiererin der Geschichte Ada Lovelace (1815-1852), sondern würdigt auch die Arbeiten zahlreicher anderer Frauen in der Computerentwicklung bis in die Gegenwart.

Englischsprachige Beiträge

Anna Merlan bespricht auf Jezebel den Film „Hot Girls Wanted“, der über ausbeuterische Praktiken der Porno-Industrie aufklären will, und einige seiner Hintergründe.

Im Guardian äußert sich Doris Akrap skeptisch zur aktuell gefeierten „Willkommenskultur“ in Deutschland.

Auf Many Voices berichtet die CeCe McDonald über ihre Perspektive auf Religion und Spiritualität.

 


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Förderpreis für Jüdinnen und Spenden für Geflüchtete, die eine Therapie benötigen – Kurz Notiert

3. September 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 290 von 307 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Artikel

Auf Complaints on Wheels könnt ihr eine Beschwerde über einen diskriminierenden Vorfall an einem Berliner S-Bahnhof nachlesen. Bitte unterstützt die Beschwerde und bittet die S-Bahn auf Twitter oder per E-Mail (kundenbetreuung@s-bahn-berlin.de), Stellung zu dem respektlosen und diskriminierenden Vorfall zu beziehen.

Noch bis zum 10. Oktober können sich jüdische Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen für den Förderpreis 2015 der Stiftung Zurückgeben bewerben. Die Stiftung lebt von Spenden – z.B. Geld oder auch Erbschaften / Möbel, die unrechtmäßig in den Besitz von Menschen nicht-jüdischer Herkunft gelangt sind.

XENION, Psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte e.V., sammelt Spenden für Geflüchtete, die eine therapeutische Behandlung benötigen.

Die vorliegende Informationsbroschüre (PDF) richtet sich an die Pflege, insbesondere an die Fachrichtung Altenpflege. Sie soll zu einem professionellen Umgang der Pflegenden mit älteren, alten und hochaltrigen Lesben und Schwulen beitragen.

Treffpunkt, Hilfe, Unterstützung, Beratung und ehrenamtliche Begleitung für LSBTI Geflüchtete in Berlin.

Der LSVD veröffentlichte ein Interview mit Dawn Cavanagh, Geschäftsführerin der Coalition of African Lesbians aus Südafrika über ihre Arbeit, lesbische Lebensrealitäten in Südafrika und internationale Zusammenarbeiten: „Wir sind Aktivistinnen. Wir sind Feministinnen. Wir bringen feministischen Aktivismus in unsere Arbeit, die sich hauptsächlich auf Überzeugungsarbeit konzentriert. Wir wollen Veränderungen in Richtlinien, Gesetzen, Strategien und in der Praxis von Menschenrechten für alle Menschen, in allen Ländern des afrikanischen Kontinents.“

Ebenfalls beim LSVD wurde der Audio-Mitschnitt der Veranstaltung „Rassismus und LGBTI“ im Stadtteilzentrum Alte Feuerwache (Berlin-Kreuzberg) vom 30. April 2015 veröffentlicht. Dort diskutierten Sarah Kohrt (Plattform LGBTI-Menschenrechte der Hirschfeld-Eddy-Stiftung), Beatrice Cobbinah (Juristin, Mitarbeiterin bei LesMigraS / Lesbenberatung Berlin e.V., Autorin des Hintergrundberichts zu LGBTI und Rassismus) und Joshua Kwesi Aikins (Politikwissenschaftler, Mitglied der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland ISD Bund e.V., Koordinator des Projekts Parallelberichterstattung zur UN-Antirassismus-Konvention). Moderiert hat Pasquale Virginie Rotter.

Die dritte (und letzte) Ausgabe des Make Out Magazines ist erschienen. Thema: Dirt.

Das Reddit-Unterforum „The Red Pill“ hat über 120.000 Abonnenten. Geteilt werden dort misogyne, sexistische Theorien. Juliane Frisse von Puls hat sich diese Internetnische, die dann doch nicht so klein und nischig ist, genauer angesehen. Die dort verbreitete Lehre klinge wie „wie ein Philosophie-Proseminar für frauenhassende Pickup-Artists“.

Am 1. September startet die Umfrage „Diskriminierung in Deutschland 2015“ von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Mitmachen können alle in Deutschland lebenden Menschen ab 14 Jahren. Hinweis: Die Umfrage ist nicht ganz unproblematisch (z.B. weil Diskriminierung individualisiert betrachtet wird, siehe auch die Anfangsfragen), dennoch halten wir es sinnvoll die Umfrage zu teilen, um Menschen, die eher wenig sensibilisiert sind, auf Diskriminierung aufmerksam zu machen.

Happy Birthday! Deutschlands erster und einziger lesbisch-schwuler Buchverlag – der Querverlag – feiert sein 20-jähriges Jubiläum. Das Jubiläum wird in einem Blog zelebriert und mit dem Hashtag #quer20 begleitet.

Englischsprachige Artikel

Eigene Blogartikel zu verfassen macht Spaß und kann bestärkend sein. Manche Kommentare, die mensch dann bekommt, eher nicht. Die US-amerikanische Fat Aktivistin Virgie Tovar erzählt, warum sie die Kommentarspalte ihres Blogs geschlossen hat.

Viele (Hetero-)Paare werden ständig gefragt, wann „denn endlich der Nachwuchs komme“. Ein Paar hatte eine super Idee, um der nervigen Fragerei nach Kindern ein Ende zu setzen.

Und zu guter Letzt: Wunderschöne Bilder von Queers of Color gezeichnet von Mohammed Fayaz.

Termine in Berlin, Bielefeld, Rostock

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Brennende Flüchtlingsunterkünfte, #SandraBland, Genderalarm in Mexico – kurz verlinkt

29. Juli 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 289 von 307 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Beiträge

„Der Fall einer schwangeren Zehnjährigen erregte in Paraguay die Öffentlichkeit. Dem Kind wurde eine Abtreibung verwehrt. Dass Vergewaltigungsopfer oder Schwerkranke zum Gebären gezwungen werden,“ passiert aber auch „bei uns, mitten in der EU“. Bei tagesschau.de geben Anna-Mareike Krause und Friederike Ott einen Überblick über strikte Abtreibungsgesetze in Europa und deren Konsequenzen.

„Überall im Land werden Flüchtlingsunterkünfte angezündet. Es reicht nicht, solche Straftaten härter zu sanktionieren. Es muss aktiv für die Sicherheit der Geflüchteten gesorgt werden“, schreibt Christina Lee in The European.

Handlungsmöglichkeiten gegen rassistische Gewalt und rassistischen Alltag diskutiert auch der Freitag: „Was tun, damit’s nicht mehr brennt?“ Einen aktualisierten Leitfaden, „Was tun, damits nicht brennt?“, zusammengestellt von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Berlin (MBR) für Gruppen und Einzelpersonen, kann man hier kostenlos herunterladen oder bestellen.

„80 Jahre nachdem alle jüdischen Sportler von den Olympischen Spielen in Berlin ausgeschlossen wurden“, findet „mit den European Maccabi Games die größte jüdische Sportveranstaltung der europäischen Nachkriegsgeschichte im Berliner Olympiapark statt. Mehr als 2.300 Athleten aus 35 Ländern sind dazu angereist. Sorge bereiten den Veranstaltern jetzt zahlreiche Drohungen aus der rechtsextremen Szene“, berichtet der ZEIT Störungsmelder.

Bente Varleman, bekannt durch ihren Spoken Word Text „Was ich habe,  spricht in der taz über Sexismus und die Poetry Slam Szene.

Die ZEIT analysiert, wie der Begriff „Asylkritiker“ Gewalt zu einer Meinungsverschiedenheit deklariert: „Die Maskerade des „Asylkritikers“ ist der Versuch, Ausländerfeindlichkeit zur legitimen Diskursposition zu erheben, eine Position in die Öffentlichkeit einzuführen und ihre Ideologie zu camouflieren. Eine Art Du-darfst-Rassismus. “

Unterstützenswert: Die queere Bloggerin und Autorin SchwarzRund schreibt an einem Roman (Arbeitstitel: „Schwarzer Frost“) und ihr könnt den Schaffensprozess finanziell unterstützen (und euch schon einmal das Buch sichern).

Englischsprachige Beiträge

#JusticeForSandraBland: In der New York Times stellt Charles Blow offene Fragen zur Festnahme und dem Tod Sandra Blands in Polizeigewahrsam, und Roxane Gay analysiert die Verletzlichkeit Schwarzer Körper: „She was treated as less than human. She protested her treatment. She knew and stated her rights but it did not matter. Her black life and her black body did not matter.“ Attiya Latif richtet in der Huffington Post einen Offenen Brief an weiße Verbündete: „Fordert Gerechtigkeit für Sandra Bland“.

Al Jazeera berichtet über den Protest weiblicher Abgeordneter und Aktivist_innen gegen Gewalt gegen Frauen in Mexiko. Die Aktion #AlertaDeGenero (Gender-Alarm) möchte darauf hinweisen, dass in Mexiko jeden Tag sechs Frauen ermordet werden, aber nur 1.6% der Taten gerichtlich verurteilt.

Im Guardian schrieb Naomi Wolf, dass junge Frauen mit „destructive speech patterns“ aufhören sollten. Debbie Cameron antwortet auf dies: „People may claim that their judgments are purely about the speech, but really they’re judgments of the speakers.“

New York Magazine
: „‘I’m No Longer Afraid’: 35 Women Tell Their Stories About Being Assaulted by Bill Cosby, and the Culture That Wouldn’t Listen“.

technocandy war beim Stream Radical Transfeminism bei der LCCT 2015 in London und stellte ein Paper zu Germany’s Next Topmodel vor, in dem es um „Girl Hate, neoliberale Eingliederungen, Normalisierungszwang, trans, Pinkstinks und Lush“ geht.

„I Am a Native American Woman With White Privilege“: Misty Ellingburg thematisiert Fragen von Identität, sozialer Positionierung und (kontextbedingten) Privilegien.

Termine in Kassel und Karlsruhe

31. Juli bis 2. August: Lady*fest in Kassel, u.a. mit Workshops von Hengameh und Magda.

7. bis 9. August: Lady*fest in Karlsruhe.


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Suruç, heteronormative Asylpolitk und Zwangsregistrierung für Sexarbeit_innen – kurz verlinkt

22. Juli 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 288 von 307 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Beiträge

Die ZEIT veröffentlichte den Schlussvortrag der Rechtsanwälte Ernst Freiherr von Münchhausen, Onur Özata und Dr. Mehmet Gürcan Daimagüler im Strafverfahren gegen Oskar Groening am 14. Juli 2015.

„Auf dem Weg in eine gerechtere Gesellschaft kann wohl kaum mehr falsch gemacht werden als damit, Väter in ihrer bisherigen Interpretation ihrer Vaterrolle zu bestärken.“ – Jochen König kritisiert den Familienbericht 2015 für den Berliner Senat.

Im August findet in Helmarshausen das Bundestreffen der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland statt. Dafür kann auch noch gespendet werden, um Menschen, die wenig Geld haben, die Teilnahme zu ermöglichen.

Seit Montag gibt es eine Online-Meldestelle (deutsch- und englischsprachig) für antisemitische Äußerungen_Angriffe in Berlin. Das Projekt, das unter anderem von der Amadeu-Antonio-Stiftung gefördert wird, hat auch zum Ziel, auf Antisemitismus im Alltag aufmerksam zu machen.

„Aggressive für Deutschland“ – das LOTTA-Magazin analysiert den Machtwechsel innerhalb der „Alternative für Deutschland“ (AfD).

„Frauen, die lange Haare haben und „weiblich“ wirken, wird ihr Lesbischsein häufig nicht geglaubt; genausowenig Frauen, die Kinder haben.“  – in einem Interview mit dem Tagesspiegel berichtet LesMigras-Mitarbeiterin Saideh Saadat-Lendle über die Situation lesbischer und schwuler Geflüchteter in Deutschland.

„Die Zwangsregistrierung für Prostituierte gab es zuletzt 1939.“: Bereits im Juni hat die Jungle World ein Interview mit Juanita Henning, Vorsitzende der Organisation Doña Carmen, zum geplanten und perfide betitelten Prostitutiertenschutzgesetz geführt.

Dr. Jamie Pax Abad hat einen Erfahrungsbericht und weitere Informationen zur Vornamensänderung in ausschließlich geschlechtsneutrale Vornamen nach dem Namensänderungsgesetz für Personen, die sich ausserhalb der binären Geschlechterkategorien identifizieren, zusammengestellt (PDF).

Noah Sows „Deutschland Schwarz Weiss“ ist seit gestern auch in neuester, überarbeiteter Version als E-Book erhältlich.

Englischsprachige Beiträge

Bei einem Bombenanschlag in der türkischen Grenzstadt Suruç wurden am Montag mindestens 32 Aktivist_innen, die einen Hilfseinsatz in Kobane (Syrien) geplant hatten, getötet und über 100 Menschen verletzt. Die New York Times, Neues Deutschland und Publikative.Org berichten über die Geschehnisse und Hintergründe. Trauer- und Protestdemonstrationen wurden derweil in der Türkei massiv von der Polizei angegriffen.

Über die spezifische Rolle weißer Frauen bei der Aufrechterhaltung von Rassismus schreibt der Atlanta Black Star.

„Vier Dinge, die du deinen Kindern genau jetzt zu Rassismus beibringen solltest“: Black Girl Dangerous listet sie auf.

BBC News berichtet über die britische Politikerin Liz Kendall, die sich gegen das Boulevard-Blatt Mail on Sunday wehrt, das sie nach ihrem Gewicht fragte: „Can you imagine the Mail on Sunday asking the weight of the prime minister, George Osborne or any other leading politician?“

Termin in Göttingen

31.07. in Göttingen: SchwarzRund liest im Kabale: Quasi, Schwarzer Frost und Poesie (Facebook-Link).


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queer-feministisch auf dem Land, wohnungslos in Berlin und das Model, das keine eigene Schminke mehr mitbringt – kurz verlinkt

15. Juli 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 287 von 307 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Das aktuelle an.schläge-Magazin ist da und widmet sich im Titelthema dem „Leben auf dem Land„. Dort spricht zum Beispiel it Landwirt_in Jo Bucher über Queer-Feminismus auf dem Biohof.

underdog interviewt die Band Friend Crush. Sie sprechen über Ausschlüsse, Aktivismus und Self Care.

„Weil er nicht als „Nazi“bezeichnet werden will, hat der Berliner Rechtsextremist René Uttke eine Flüchtlingsunterstützerin angezeigt. Prompt nahm die Polizei die Frau fest. Sie ist Sprecherin des Vereins Hellersdorf hilft und wird seit Monaten massiv von Neonazis bedroht,“ berichtet der ZEIT Störungsmelder.

Der Kölner Gianni Jovanovic kämpft mit seiner Initiative Queer Roma gegen Homophobie und Rassismus, berichtet die ZEIT.

Zum Nachlesen: Das Positionspapier (PDF) zur Wohnungs- und Obdachlosigkeit von Frauen in Berlin von der Arbeitsgemeinschaft der Überparteilichen Fraueninitiative Berlin-Stadt der Frauen e.V. sowie der Berliner Beirat „Wohnungs- und Obdachlosigkeit von Frauen“.

Pünktlich zur CSD Saison erscheint der Film „Die Andere Seite des Regenbogens“ über das rebellische queere Berlin auf DVD: In dem Dokumentarfilm geht es um die Geschichten von vier Menschen in Berlins vielschichtiger und lebhafter Schwul-Lesbisch-Trans*-Gemeinschaft, deren Spektrum von politischem Aktivismus bis Anpassung reicht.

Mitmachen beim Buchprojekt: Sabine Fuchs (Herausgeberin von „Femme! radikal – queer – feminin“) sucht Beiträge zu einem Buch über Femmes und Butches und die erotische Dynamik zwischen ihnen.

KAYA – DER FELSEN UND DAS MEER gibt einen Einblick in die Geschichte der Filmemacherin Canan Turan und die ihres Vaters. In Berlin, wo beide aufwuchsen, in Babas alter Heimat Türkei sowie Turans Wahlheimat Barcelona, werfen die beiden einen Blick auf ihre Beziehung und wie sie sich entwickelt hat. Für die Realisierung des Films werden noch Spenden benötigt.

Am letzten Wochenende fand die „Behindert und verrückt feiern – Pride Parade Berlin“ statt. Die taz berichtet und lässt einige der Organisator_innen zu Wort kommen, die den Hintergrund der Parade erläutern, klar machen, was diese mit Kapitalismuskritik zu tun hat und warum es wichtig ist, gegen Verwertungslogiken zu rebellieren.

englischsprachige Links

Das Model Nykhor Paul hat für weiße Make-Up-Artists eine Botschaft: „Ich habe keine Lust mehr, mich für mein Schwarzsein zu entschuldigen und mein eigenes Make Up zu professionellen Shows mitzubringen.“

Die großartige Serena Williams hat am vergangenen Samstag in Wimbledon ihren 21. (Single) Grand-Slam-Titel gewonnen. Die andauernde rassistische und körpernormierende Kommentierung einer der erfolgreichsten Tennisspielerin aller Zeiten kritisiert Think Progress.

„To say that we are worried would be a gross understatement“. Millie Slavidou schreibt bei Bury Spy zum aktuellen Alltag in Griechenland.

Termine in Berchum, Berlin, Göttingen, Hamburg, Leipzig und Oberhausen:

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