Sichtbar werden, mitmachen und aufbegehren – kurz verlinkt

31. Januar 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 181 von 191 der Serie Kurz notiert

Am 14. Februar heißt es streiken, tanzen, aufbegehren: One Billion Rising! dieStandard liefert noch mal ein paar Hintergrundinfos zu der Aktion.

Tarantinos aktueller Film ist in aller Cineast_innen Munde. Während der Regisseur selbst  sich im Spiegel als ekelhaft selbstgerechter, unreflektierter Privilege Denying Dude zeigt (und wiederum so manche_r Filmfan wenig überrascht ist), erfahren wir bei Colorlinies zehn Dinge über Sklaverei, die  “Django Unchained” uns nicht lehren wird. (Text auf Englisch)

Agnes Krumwiede hat als Grünen-Politikerin immer wieder Erfahrungen mit Sexismus machen müssen und stellt klar: “Sexismus ist auch ein Macht- und Stilmittel des „seriösen“ Journalismus – nicht nur des Boulevards”.

Umso überraschender: Im NDR ist endlich mal ein Medienbericht zur aktuell aufgegriffenen Sexismus-Debatte erschienen, der einer nicht den Magen umdreht. Auch Merle Stoever ist dort interviewt worden. Mit Anschau-Empfehlung!

Der aktuelle digitale #aufschrei gegen Sexismus ist übrigens nicht der erste seiner Art. dieStandard erinnert an vergangene netzfeministische Aktionen und zieht eine eher düstere Prognose.

[TW: Ausschreibung rassistischer Wörter] Die Berliner Zeitung hat einen überraschend guten Beitrag über ein deutsches Leben veröffentlicht: die Erfahrungen von Abenaa A.s Familie als Schwarze im rassistischen Deutschland.

Nepal führt als erstes Land weltweit ein drittes Geschlecht in offiziellen Dokumenten an.

Angeblich sind Frauen* ja sowieso nicht an Vorstandsposten interessiert. Welche das anders sieht, kann sich auf “Wir stellen uns schonmal an!” registrieren und bei Interesse einen kurzen Kommentar hinterlassen.

Das POC ZINE PROJECT hat ein neues Zine über Abtreibungen und reproduktive Rechte veröffentlicht. (Englisch)

Eine neue queerfemnistische Zeitschrift für Frauen*, “die sich wider der Heteronormativität definieren”, soll bald an den Start gehen. Dafür wird allerdings noch etwas (finanzielle) Unterstützung benötigt.

Für eine Online-Studie zu unerfülltem Kinderwunsch werden lesbische und bisexuelle Frauen ab 18 Jahren gesucht.

Und gleich noch ein Fragebogen: KulturPLUSLust sucht “Lesben, frauenliebende Frauen, queere Lesben und Transfrauen und -männer der Rhein-Neckar-Region” für eine Umfrage zu “Freizeitaktivitäten, Wünschen und Visionen für die Freizeitgestaltung”. (Leider sind auch ein paar nicht so tolle Fragen dabei, vielleicht würden sich hier kritische Anmerkungen in der Kommentierspalte lohnen.)

Gesucht wird auch bei BIG e.V. in Berlin. Und zwar nach Darsteller*innen für ein Forumtheaterprojekt mit dem Titel: “Keine Angst vor Hilfe – häuslicher Gewalt entgegentreten”.

Termine: (weiterlesen …)


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Termine, Termine, Termine und ein bisschen was zu lesen – kurz verlinkt

17. Januar 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 180 von 191 der Serie Kurz notiert

(Triggerwarnung: sexualisierte Gewalt) In der taz ist ein Artikel darüber erschienen, was es heißt, in eine rape culture (Vergewaltigungskultur) zu leben. “Gemeint ist eine Gesellschaft, in der sexuelle Gewalt zwar weit verbreitet ist, aber von vielen Menschen nicht als solche gesehen wird: Opfern wird generell misstraut oder die Schuld zugeschoben, indem Täter geschützt und Vorfälle heruntergespielt werden”.

Frida Kahlos Kleidung wird in Mexiko ausgestellt. Das Bitch Magazine schreibt zu dem Anlass über die Verbindung von Kunst, Kleidung und Feminismus. (Englisch)

A propos Kleidung und sowas: Rosa ist ja bekanntlich *die* weibliche Farbe par excellence – oder doch nicht? Cracked zeigt, welche Geschlechterstereotype tatsächlich eine eher junge Geschichte haben.

Anke Domscheit-Berg schreibt über Kommunikation, Machtstrukturen und soziale Sanktionen im Internet. Und stellt dabei fest, dass “Frauen oder Menschen, die auf andere Weise vom Standard des weißen, heterosexuellen Normalo-Mannes abweichen”, von letzteren besonders oft betroffen sind.

Robyn Iambird erzählt, wie sie mit Leuten umgeht, die sie aufgrund ihrer Disability/Gender Identity auf der Straße anstarren: (Englisch)

Am Montag jährte sich zum 50. Mal die Veröffentlichung von Slyvia Plaths “The Bell Jar” (auf deutsch “Die Glasglocke). Zu diesem Anlass veranstaltet Flavorwire eine Reise durch all die Buchcover, die bisher den Text umgeben haben. (Englisch)

f******* Towards New Perspectives on Feminism ist ein großangelegtes Projekt zum Thema Feminismus ausgehend von der Kunst. Das Projekt wurde initiiert von Dr. Bettina Springer und Barbara Krijanovsky von Espace Surplus, einem Projektraum für zeitgenössische Kunst in Berlin, gemeinsam mit Prof. Angela McRobbie vom Goldsmiths College in London. Den Anfang macht ein Feuilleton-Spezial der FAZ, das u.a. sieben Statements berühmter Frauen aus dem Kulturbereich versammelt, am 18. Januar 2013. Darauf folgen eine Einzelausstellung mit Anna Talens, ein Konzert mit Christiane Rösinger, die Gruppenausstellung f******* und eine mehrtägige Diskussionsreihe im Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.).

Termine:

17. Januar in Bochum: Grundlagenvortrag zum Thema “Häusliche Gewalt” an der Ruhr-Universität Bochum.

19. Januar in Gelsenkirchen: Merle Stöver gibt ein Feminismus-Seminar, in dem es um die Erarbeitung von Basics gehen soll.

21. Januar ebenfalls in Bochum: “Die Welt ist komplex – genau wie du!” – Workshop zum Thema Intersektionalität.

22. Januar in Bremen: “Archival Activism: representations of ‘black’ and ‘queer’ - Zanele Muholi and Dagmar Schultz in dialogue”.

23. Januar in Mülheim an der Ruhr: Klassismus-Workshop im AZ Mülheim.

24. Januar in Frankfurt am Main (Bockenheim): Vortrag von Ulrike Lembke: “Geschlechterstereotype und Vergewaltigungsmythen als Hindernisse bei der Strafverfolgung von Sexualdelikten“.


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Falsch reden, richtig rocken – kurz verlinkt

11. Januar 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 179 von 191 der Serie Kurz notiert

Gute Nachricht für eifrige Netsurfer_innen: Da sich zwischen den Jahren, wie man so schön sagt, allerhand Lesenswertes bei uns eingefunden hat, gibt es diese Woche  “Kurz verlinkt” gleich zweimal. Hier Teil 2.

Welche Auffassungen führen zu Street Harrassment? In letzter Konsequenz: die Überzeugung, das Recht dazu zu haben (Text auf Englisch).

Auch wenn die bekannte Zeitschrift Brigitte nicht gerade, hm,  Vorreiterin im Kampf gegen Körper- und Schönheitsnormen ist: In diesem Beitrag wird vieles, was Fat Shaming, aber auch Selbstakzeptanz ausmacht, schön auf den Punkt gebracht. Dazu passt auch das Interview mit der ARGE Dicke Weiber in der aktuellen Progress.

Laina Dawes hat ein Buch über ihre – teilweise ganz schön widrigen – Erfahrungen als Schwarzer weiblicher Metal-Fan geschrieben. Im Interview stellt sie es vor.

DIY, das selbst Herstellen von Dingen, ist hip. Dagegen sei an sich erstmal nichts einzuwenden, so Sarah Brown bei xojane - jedoch sollte man sich darüber im Klaren sein, dass entgegen des teilweise besonders “ethisch” daher kommenden Appeals vieler DIY-Blogs und Webseiten diese kaum einen ernsthaften Widerspruch zu Konsumismus und gängigen Weiblichkeitsvorstellungen bieten (Text auf Englisch).

An US-amerikanischer Pop- und Netzkultur Interessierte haben es wahrscheinlich mitbekommen: den Streit zwischen der – auch von Feminist_innen gefeierten – Rapperin Azealia Banks und Klatschblogger Perez Hilton, in dessen Verlauf Banks mit hetero/sexistischen Beleidigungen aufwartete.  Spannende Perspektiven auf diese Vorfälle, die über ein “Banks vs. Perez”-Tribunal hinaus gehen, gibt es bei  von Janet Mock bei xojane und von Edward Ndopu beim Crunk Feminist Collective (auf Englisch).

Der Freitag übersetzt einen Text von Kira Cochrane über voyeuristisches Paparazzi’eskes Mobbing per Creepshots (heimlich aufgenommene Fotos, in der Regel von sexualisierten Körperteilen/Motiven, die dann im Internet veröffentlicht werden). Fazit: “Da äußert sich Wut gegen eine eigenständige weibliche Sexualität. Sex und Frauen – das ist vollkommen in Ordnung, solange die Frauen passive Objekte sind. Doch sobald sie selbst über ihre Intimität bestimmen wollen und mit wem sie diese teilen, weckt das Hass.”

Sprache ist wichtig. Sprache verändert sich und uns. Und wer bestimmt, was “richtige” Sprache ist? Unter der pointierten Überschrift “Frauen, hört auf zu reden. Alte Männer mögen nicht, wie ihr sprecht” widmet sich Jezebel   dem Dauerbrenner (auf Englisch).

Wie kann sexueller Konsens – also das Herstellen von Einvernehmlichkeit -   in der Praxis aussehen?  Ein Vorschlag dazu sind “Ja, nein, vielleicht”-Listen: Sammlungen von von Tätigkeiten,  bei denen vermerkt werden kann, welche Dinge man sehr gern tut, mal ausprobieren würde oder was gar nicht in Betracht kommt. Ob man diese Listen nun ausfüllt und dann austauscht, gemeinsam ausfüllt und darüber redet oder einfach für sich selbst zur eigenen Inspiration verwendet – eine Fülle von Anregungen zur Kommunikation über Sex und für konkrete Action können sie auf jeden Fall bieten.  Scarleteen hat allerhand Vorschläge (auf Englisch).

Wie der Buchhandel Trivialromane als “Frauenliteratur” vermarktet, beschreibt DieStandard.

Termine:

Am 21. Januar an der Ruhr Universität, Bochum: Die Welt ist komplex – Genau wie du! Workshop zu sozialer Ungleichheit – in intersektionaler Perspektive

Im Jahr 2013 wird der erstmals der Marlies-Hesse-Nachwuchspreis des Journalistinnenbundes für Online-Beiträge vergeben. Alle Informationen dazu findet Ihr hier , Vorschläge werden bis 1. März 2013 angenommen.


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Lesen, tanzen, essen – kurz verlinkt

9. Januar 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 178 von 191 der Serie Kurz notiert

Gute Nachricht für eifrige Netsurfer_innen: Da sich zwischen den Jahren, wie man so schön sagt, allerhand Lesenswertes bei uns eingefunden hat, gibt es diese Woche  “Kurz verlinkt” gleich zweimal. Hier Teil 1.

Das Rosa-Mayreder-College stand stets an der Schnittstelle von akademischem und aktivistischem Feminismus. Warum die Einrichtung nun schließt und wie es weitergeht, erklärt Gründerin Ursula Kubes-Hofmann.

Der Jahresbericht von Hollaback! International ist da und informiert über Street Harrassment, also Belästigung und Übergriffigkeiten im öffentlichen Raum (Text auf Englisch).

MALMOE und Migrazine nehmen in einem gemeinsamen Schwerpunkt die bereits seit den 1990er-Jahren geführte und stark polarisierte Debatte um Homophobie und Sexismus der Dancehall-Szene genauer unter die Lupe, um ein differenzierteres Bild zu zeichnen.

Profeministische Männerbewegungen? Klingt erstmal gut, hat aber mächtige Haken. Amanda Marcotte analysiert, was das Problem ist (Text auf Englisch).

A Propos Männerprobleme: Männer essen einem US-amerikanischen Psychologen zufolge nicht nur mehr Fleisch als Frauen, sie begründen ihr Verhalten auch anders: Der Fleischkonsum mache sie männlich.

Um Schönheitswahn nach der Geburt geht es in der Berliner Zeitung.

Die taz führte ein Interview mit einer Autorin und dem Mitbegründer des NoNo Verlags für nicht normative Kinderbücher.  Ebenfalls in der taz: “Kotzen vor Wut” darüber, dass sexualisierte Gewalt in Deutschland und überall auf der Welt noch zu wenig Empörung hervorruft.

Südkorea hat mit Park Geun-hye seine erste Präsidentin gewählt. In ihrem Wahlkampf kündigte Park an, im Falle ihrer Präsidentinschaft eine “Revolution der Frauen” in Gang zu setzen, versprach finanzielle Unterstützung für Kinderbetreuung und Anreize für Firmen, mehr Frauen einzustellen. Man darf gespannt sein.

Termine:

Das Team von Slutwalk Münster ist in einem Neuausrichtugnsprozess. Welche_r dabei mitmachen will, kann sich auf Facebook über die weiteren Treffen informieren.

Am 10. Januar im Südblock, Berlin: Rosa Radikale – Visionäres und Impulse aus der Schwulenbewegung der 1970er. Buchvorstellung, Diskussion und tanzbare Tuntenlounge

Am 13. Januar im Jubez, Karlsruhe: Tagung / Konferenz Die Care-Seite der Krise. Gesellschaftliche Hintergründe und politische Strategien.

 


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Von und mit anderen lernen und kämpfen – kurz notiert

13. Dezember 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 177 von 191 der Serie Kurz notiert

Die bsz berichtet in einem dreiteiligen Beitrag über die Ergebnisse der Jahrestagung des Bündnisses der Fachberatungsstellen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter (bufas): Von Rechten und Pflichten, Internationale Rechte und Pflichten, Straßenstrich – Situation und Zukunft.

(Triggerwarnung: sexualisierte Gewalt.) In Frankreich haben 343 vergewaltigte Frauen* ein Manifest gegen das Schweigen veröffentlicht, in dem sie ihre Betroffenheit öffentlich machen.

Die Berichterstattung über den Vergewaltigungsfall Dominique Strauss-Kahn ist von Beginn an ein Graus und scheint sich leider in derselben Art und Weise fortzusetzen, wie Africa Is A Country belegt. (englisch)

Die Petition gegen Racial Profiling braucht noch mehr Unterstützer_innen:

(englisch)

Die zimbabwische Aktivistin Fungai Marichori schreibt über herrklären durch einen weißen Mann, aber auch über ihre Kritik an vielen global orientierten feministischen Bewegungen. Gegenstand ihrer Kritik sind weiß-angeführten Bewegungen, deren Aktivistinnen zwar mit Frauen im globalen Süden zusammenarbeiten wollen, aber keinerleit Anstrengungen eingehen, mit Women of Color bei ihnen zu kooperieren. (englisch)

Frauen* arbeiten nicht nur unter schlechteren Arbeitsbedingungen als Männer*, sondern sind auch stärker von Arbeitslosigkeit betroffen, berichtet dieStandard.

In Ilmenau hat die AG Diversity und Amnesty eine Soliaktion für Pussy Riot veranstaltet. (PDF)

Termine

19. Dezember 2012 im Landgericht Frankfurt: um 13:00 Uhr beginnt der nächste Teil des Prozesses gegen Kachelmann und die Initiative für Gerechtigkeit bei sexueller Gewalt plant wieder Aktionen. Macht mit! [Edit: Die Verhandlung wurde auf den 30. Januar verschoben.]

09. Januar 2013 in Berlin: das Spinnboden Lesbenarchiv & Bibliothek e.V. bietet einen Kurs zum kreativen Schreiben an.


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Feste, Filme, Fails und Forschung – kurz notiert

6. Dezember 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 176 von 191 der Serie Kurz notiert

Das Missy Magazine hat letztens ein fulminantes Fest gefeiert. Die Musik dazu kam von Jolly Goods und Peaches. Hier ein paar Impressionen.

Ebenfalls zum Gucken und Hören: Im Film Familie trans*formieren erzählen mehrere Trans*leute davon, wie sie Elternschaft (er)leben.

Viel zu lesen haben wir mal wieder in der österreichischen diestandard gefunden:

So betrachtet sie den medialen Umgang mit den Musikstars Rihanna und Chris Brown und sieht Rihanna in der Kritik wegen ihrer Weigerung, das “perfekte Opfer” zu geben  (Hinweis: Beschreibung körperlicher Gewalt).

Welche_r noch auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken ist, wird von diestandard  mit  Buchtipps versorgt.

Einer Studie nach sind in Deutschland Frauen vom Pflegerisiko und der damit zusammenhängenden Altersarmut deutlich stärker betroffen als Männer.

“Die Kriminalisierung von Aufenthaltsehen ist für die Fremdenpolizei ein mächtiges Mittel, um binationale Ehen und deren Lebensumfeld zu kontrollieren”, sagt die Politkwissenschaftlerin Irene Messinger.

Die Einführung der “anonymen Entbindung” in Österreich war offenbar eine sinnvolle Maßnahme: Kindestötungen in Österreich nach der Geburt im letzten Jahrzehnt um die Hälfte gesunken, Babyklappen werden viel seltener in Anspruch genommen.

Mehr aus Österreich: Mitte Oktober wurde im brut Wien das Stück „Assassinate Assange“ aufgeführt, das Julian Assange als Opfer einer Verschwörung darstellt. Agate S. kommt in der Malmoe zu einem klaren Urteil:  “Die Aufregung um Angela Richters Assange-Stück förderte abermals die üblichen Abwehrmechanismen und Verharmlosungsstrategien [bezüglich sexualisierter Gewalt] zu Tage und soll hier als Beispiel für die Widerwärtigkeit des gesamtgesellschaftlichen Verharmlosungsdiskurses dienen.”

Spektakuläre Aktion *gegen* rape culture: Facebook-User_innen kaperten die Social Media-Auftritte der bekannten  Unterwäschefirma Victoria’s Secret, um für das Konsenskonzept zu werben und damit Vergewaltigungen entgegen zu treten.  Quintessenz der Aktion:  “While we can’t expect a message that is empowering for women to come from a brand like Victoria’s Secret, we can make it come from their hashtag. This campaign has only begun.”

Jutta Hartmann erklärt am Beispiel Schule, wie Heteronormativität wirkt_hergestellt wird.

Stellenausschreibung: Das FrauenComputerZentrumBerlin e.V. (FCZB) sucht eine Systemadminstratorin!

Termine:

Am kommenden Samstag in Berlin: Lookism & fat Empowerment Tagesworkshop (flt* only). Los geht es um 12 Uhr im Projektraum H48,  Hermannstr.48 Berlin Neukölln, 2.Hinterhof 2.Stock (barrierefrei). Anmelden könnt ihr euch unter sabberglibberflutsch@googlemail.com. Hier der Link zum Facebook-Event.

Damit es nicht still wird um die inhaftierten russischen Aktivistinnen: Am 12.12. soll eine weltweite Lesung für Pussy Riot stattfinden.

Buchpremiere von “Frauenkörper neu gesehen” am 14.12. um 19.30 Uhr in der Urania, Berlin: Laura Méritt und Autorinnen reden und diskutieren über Weiblichkeit, Geschlechtervielfalt, Körpernormierungen und mehr.


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Der bff – Frauen gegen Gewalt e.V. braucht eure Unterstützung – kurz notiert

15. November 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 175 von 191 der Serie Kurz notiert

Der bff – Frauen gegen Gewalt e.V. braucht dringend Unterstützung und sucht neue Räume für ihre Geschäftsstelle in Berlin.

Das Projekt “Who needs feminism?” hat jetzt ein deutschsprachiges Pendant: “Wer braucht Feminismus?” Sendet eure Fotos ein und spendet Mut.

Switcheroo heißt das Crossdressing-Fotoprojekt von Hana Pesut. Dabei fotografiert sie_er Paare in ihrer Alltagskleidung. Zunächst jeweils in ihren eigenen Klamotten und danach tauschen die Partner_innen, was sie zuvor getragen haben. Über 200 Paare rund um den Globus hat Hana schon abgelichtet. Nun sammelt sie_er Spenden für Fotobücher, Poster und Abzüge im Hochglanzformat.

In diesem Jahr jährt sich der Kinostart von “Dirty Dancing” zum 25. Mal. Die Journalistin Hannah Pilarczyk nahm dies zum Anlass, in einer Anthologie der Magie des erfolgreichen Jugendfilms nachzuspüren. dieStandard.at führte ein Interview mit ihr.

Auf feministing.com gibt es tolle Infografiken zum Geschlechterverhältnis nach der US-Wahl im Senat und der Beteiligung von Frauen an politischen Führungspostionen weltweit.

Schon älter, aber immernoch brandaktuell. Das Blog feminist activism stellt die Ziele und Positionen der Frauenbewegung von native americans vor. Auch über behinderte Aktivistinnen gibt es einen aufschlussreichen Eintrag!

Letztes Jahr hat links-lesen für Weihnachten eine Buchliste mit tollen und möglichst “emanzipativen” Kinderbüchern zusammengestellt. Falls ihr neue gute Kinderbücher kennt, schickt uns bitte die_den Autor_in und den Titel (und am besten ISBN) + kurzen Kommentar. Alternativ könnt ihr eure Empfehlungen auch auf dem Links-Lesen-Blog direkt posten.

Yahoo Sport! berichtet über die neunjährige Sam Gordon, die ihren Gegnern im “Männersport” Football zeigt, was eine Harke ist. Allein ihr ihrer ersten Saison als Football-Spielerin erzielte sie 25 Touchdowns.

Auf xojane.com erzählt die behinderte Lisa Egan ihre Geschichte und klärt auf über den Unterschied zwischen “behindert sein” und “behindert werden”.

Termine nach dem Klick!

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US-Wahlen, aufbegehrende Musik und unsägliche Kampagnen – Kurz notiert

7. November 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 174 von 191 der Serie Kurz notiert

In den USA wurde gewählt und viele Menschen in aller Welt, auch in Deutschland, haben das mitverfolgt.  The Atlantic Wire hat zur Wahlnacht den notorisch erz-konservativen Sender Fox News geschaut und die “traurigen Gesichter auf Fox News” gesammelt.

Der Spiegel berichtet über ehemalige Mitarbeiterinnen von Schlecker, die sich nun selbstständig machen. Der Plan: Aus ehemaligen Schlecker-Filiale Dorfläden machen.

Bei Africa is a Country gibt es einen tollen Beitrag, der einen Text zu “5 Dingen, die du nicht über afrikanische Frauen weißt” auseinander nimmt.

[Content-Warnung: V*rg*w*l*g*ng wird thematisiert]Oftmals drehen sich Rap-Diskussionen um die Misogynie, die in diesem Genre zu tragen käme. Aber natürlich rappen auch viele tolle Frauen und haben Wichtiges zu sagen. The Atlantic hat die Musikerin Angel Haze getroffen und mit ihr darüber gesprochen, was Rap zum Beenden von rape culture beitragen kann. [Englisch]

“Fünf Frauen aus dem Libanon rufen via Facebook zur Intifada, also zum Aufstand auf gegen die Unterdrückung der Frauen. Nach nur einem Monat haben sie 60.000 Fans und rund Tausend Unterstützerfotos auf ihrer Seite – ein enormer Erfolg.” – so erzählt die tagesschau in Audio und Textform.

Unsägliche Kampagnen um Aufmerksamkeit für Brustkrebs(vorsorge) zu erlangen – das scheint sich ja irgendwie anzubieten. Da heißt es dann schon einmal “Rettet die Brüste”, als ob die Menschen dahinter vollkommen irrelavent sind. Brute Reason nimmt solche Kampagnen und die dahinterstehenden Denkmuster auseinander. [Englisch]

Aufklären, ohne normativ zu erklären, kann das funktionieren? Die Standard hat die Autorin, Regisseurin und Präbentions-Trainerin Lilly Axster interviewt, die das in einem neuen Buch versucht.

Für x.o.jane hat s.e.smith über “Hipster Sexism“, warum das kein neues Konzept ist und was das gefährliche an dieser Art von Sexismus ist. [Englisch]

In unserem Postfach fanden wir einen Hinweis zu einem Rugby-Team, welches nur aus Müttern besteht. Eine der Spielerinnen, Johanna, schrieb uns: “Wir wollen nun zeigen, dass es durchaus möglich ist, als Mutter weiterhin Teamsport zu machen, dabei erfolgreich zu sein und vorallem kein schlechtes Gewissen haben zu müssen.” Mehr Infos gibt es auf der Facebookseite.

Das Blog glücklich scheitern von Melanie wurde bei Nido zum Blog der Woche ernannt.

Weitere Termine in Berlin, Frankfurt a.M. und Köln nach dem Klick:

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Hollaback! und Pinikifizierung – kurz notiert

28. November 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 173 von 191 der Serie Kurz notiert

Das ZDF zeigt einen Beitrag zum Thema Begehren und Behinderung, in dem drei Frauen potraitiert werden.

Uganda ist in den letzten Jahren immer wieder mit repressiven Gesetzen gegen Homosexuelle in die Schlagzeilen geraten. Jetzt steht wieder das so genannte “Kill the Gays”-Gesetz auf dem Plan – und es gibt eine internationale Petition dagegen.

Bei der FAZ geht es um rosa und pink und all das im Kinderzimmer.

Eine schöne Aktion dokumentiert das deutsch türkische journal: Eine Gruppe überklebte Buschkowsky-Bücher mit “Das Problem ist Rassismus”-Aufklebern.

Die Huffington Post schreibt über die Repräsentation verschiedener Körper und welche Auswirkungen das hat. (Englisch)

Schreib es in die Welt!” – Der Freitag schreibt über die Hollaback!-Bewegung. (Die Kommentare wie üblich lieber nicht angucken.)

Habt ihr euch auch schon über sexistischen Unicum-Tüten geärgert, die fast schn traditionell auf dem Uni-Campus verteilt werden. Das Free Education Movement Marburg will dagegen vorgehen und hat eine Petition angelegt.

Eine Tagung in Bochum beschäfftigte sich mit der Situation von Sexarbeiter_innen in Europa und dieStandard berichtet.

Ebenfalls bei dieStandard gibt es einen Artikel, der sich mit Rihanna auseinandersetzt und wie sie portraitiert wird. (Inhaltswarnung: (sexualisierte) Gewalt)

Für diesen Samstag (01.12.2012) erreichte uns ein Interviewaufruf von Sabrina, der sich an alle queere Femm(e)ininitäten und thematisch Interessierte wendet. Um 16 Uhr findet im Spinnboden Lesbenarchiv in Berlin eine Gruppendiskussion statt. Thematisch geht es um Femmeness, um Inszenierung(en) und die Anerkennung von Femm(e)ininität(en) in queeren Kontexten. Es sind alle, die sich schon mal mit diesen Themen auseinandergesetzt haben herzlich eingeladen mitzudiskutieren. Eure Daten werden vertraulich behandelt und die Interviews anonymisiert. Wenn ihr so kurzfristig Zeit und Interesse habt meldet euch bitte unter:  diplomarbeit_femmes[at]gmx.de.

Weitere Termine findet ihr nach dem Klick:

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(Weiterhin) Flüchtlingsproteste unterstützen und mehr im “Kurz notiert”

31. Oktober 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 172 von 191 der Serie Kurz notiert

Eine weitere Woche im “kurz verlinkt” und wir möchten euch weiterhin auf die andauernden Proteste von Flüchtlingen in Berlin und Frankfurt aufmerksam machen. Wenn es euch möglich ist, unterstützt bitte die Anliegen, verbreitet Informationen und helft vor Ort. Hilfreiche Links gibt es am Ende von Magdas gestrigen Artikel.

Schon vor zwei Wochen veröffentlichte Reuter online eine Bilderreihe und einen Text (auf Englisch) zu dem Protestmarsch der Flüchtlinge von Baden-Würtemberg nach Berlin.

Lana Wachowski, eine der Macher_innen hinter der Matrix-Triologie, hat eine Rede gehalten, in der sie von ihrem Aufwachsen als Trans*frau erzählt, dem Gefühl nirgends dazuzugehören und dem Aufgeben von einem Teil an Privatheit als bekannte Person um Sichtbarkeit zu schaffen. (Englisch)

Es gibt neues zum Thema Hebammen – und diesmal vielleicht endlich etwas erfreulicheres als sonst.

Beim Migazin wurden der Erfahrungsberichte zu racial profiling veröffentlicht, der erste unter dem Titel “Für mich ist die Polizei kein Freund und Helfer“. Gestern konnte dann wenigstens eine kleine gute Nachricht folgen: Nämlich, dass diese Praxis nicht mehr rechtlich erlaubt ist.

DieStandard berichtet über die sogenannte “Familialisierung von Pflegearbeit” und wie das besonders Frauen trifft.

In der gerade neu erschienen Zeitschrift an.schläge gibt es ein Interview mit der feministischen Aktivistin Rula Asad. Darin berichtet sie über die Frauenbewegung in Syrien, die sie im Aufschwung sieht. Das Gespräch gibt es auch online zu lesen.

Ganz viel tolle Musik gibt es auch endlich wieder auf die Ohren. Der neue Riot Grrrl Sampler hat seinen Weg ins Netz gefunden und begeistert (nicht nur) mit dem genialen Titel “mansplaining in the dancefloor“. Wie immer gibt es da ganz viele hervorragende Grrrl-Bands unterschiedlichster Genres zum freien Download – Da kann der Winter ja kommen.

An diesem Sonntag, dem 4.November jährt sich das öffentliche Bekanntwerden der NSU-Mordserie. Aus diesem Anlass findet in Berlin eine überregionale Demonstration unter dem Motto “Das Problem heißt Rassismus” statt:

Weitere Termine in Berlin und Göttingen  nach dem Klick:

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