Nach dem Frauenkampftag ist immer Frauenkampftag – kurz verlinkt

von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 341 von 343 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Bei der taz erschienen gestern einige gute Texte anlässlich des Frauenkampftags: Hengameh Yaghoobifarah schreibt warum zwischen menschenfeindlichen Leuten und noch lernenden Menschen unterscheiden werden muss und über den Segen und Fluch des bestehenden Online-Gedächnis. Fatma Aydemir kommentiert Frauenwiderstand gegen Erdoğans AKP-Regierung. Christa Wichterich analysiert rechtskonservative internationale Allianzen und Netzwerke, die (u.a.) bei der UNO mobil machen.

neues deutschland gibt eine knappe Übersicht über einige der Proteste, die gestern weltweit stattgefunden haben.

Grenzenlos feministisch. International Women’s Struggle Demo 2017, Berlin.

Feminismus im Pott war auf der Kölner Tagung #bodytalk, auf der auch Magda zu Gast war und berichtet über alle Inputs. Nun sind auch die Videos der Inputs online. Reinschauen lohnt sich!

Ein Buchprojekt über Schwarze Frauen in Biel sollte die Sichtbarkeit Schwarzer Frauen in der Schweiz stärken und ihre Perspektiven und Geschichten sammeln, doch es fand sich keine Finanzierung. In der WOZ eine «Miniausgabe» des Buchs publiziert.

Die nächste Antragsgelder für Förderungen durch Magnus Hirschfeld Stiftung ist der 15. April! Besonders werden auch lesbische Geschichts-, Bildungs- und Forschungsprojekte zur Bewerbung aufgefordert (FB-Link). Die möglichen Fördersummen reichen von mehreren Hundert bis zu 25.000 Euro.

Eiken Bruhn zeigt in der taz in vielen Regionen Deutschlands bieten Kliniken keine Schwangerschaftsabbrüche an. Dass ungewollt schwangere Personen bis zu 150 Kilometer Wege auf sich nehmen müssen, ist keine einfache Ausnahme. In den meisten Regionen ist zu dem die Wahlfreiheit stark eingeschränkt und es wird nur ein chirurgischer Abbruch unter Vollnarkose angeboten. (Hinweis: Wichtig wäre, wenn in Texte zu Abtreibung auch deutlich würde, dass nicht alle Schwangere Frauen sind – auch dieses Nicht-Erkennen ist sicher ein weiter Faktor, der Menschen den Zugang erschwert.)

Women United Against Deportation. International Women’s Struggle Demo 2017, Berlin.

In Popkultur wird Vielfalt stärker sichtbar. Doch wie viel bringt sie, wenn Alltagsmenschen ignorant bleiben?, fragt Tove Tovesson beim Missy Magazine.

Kreativer Beitrag zur medialen Debatte um sexistische Werbung: Die Gruppe f.i.e.s (feministische initiative emanzipatorischer streetartkünstler*innen) hat vor ein paar Tagen einige Plakate in Berlin verändert.

Die Mutter eines inhaftierten Sportjournalisten hofft auf internationale Unterstützung auch für unbekannte Kollegen, schreibt Ali Çelikkan bei der taz.gazete.

Vina Yun interviewt im Missy Magazine Sylvia Köchel, die in ihrem Buch „Das Bedürfnis nach gerechter Sühne“. Wege von »Berufsverbrecherinnen« in das Konzentrationslager Ravensbrück den Geschichten von sogenannten Berufsverbrecherinnen und deren Verfolgung unter dem NS-Regime nachgeht.

Außerdem sei euch ans Herz gelegt: Der Podcast „Ausbildung inklusive“ von Hannah C. Rosenblatt. In kurzen (2-5-minütige) Episoden erzählt Hannah das Lernen und Leben mit Behinderung. So geht es beispielsweise um „das Nichts zwischen Hartz 4 und Bafög“, „Mit dem Assistenzhund zur Schule gehen“ und „die Potenzierung des Stressfaktor „Asperger-Syndrom“ um den Faktor „Traumafolgen““.

Der Artikel ist vom letzten Jahr, aber das Thema brandaktuell: Wie heterosexuelle Paare sich über die ungleich verteilte Hausarbeit belügen, in der ak – analyse und kritik.

englischsprachige Links

Ein paar Euros übrig? Deine Unterstützung trägt dazu bei 27 kreative Köpfe aus aller Welt zur Queers and Comics Konferenz nach San Francisco (USA) zu bringen. Deine Taler werden auch mit ein paar schicken Goodies belohnt: Zines, Comics oder Buttons.

Auf i-D sagen Feminist_innen aus unterschiedlichen Ländern (aber sehr Europa-zentriert), was sich ihrer Meinung nach ändern muss. Mit Blick auf Deutschland schreiben da Hengameh Yaghoobifarah, Dominique Booker und Olive Duran.

Ein englischsprachiges Essay über die Rezeption und Instrumentalisierung von Audre Lorde und ihren Aussagen: „Appropriating Lorde: On the Need to Locate The Oppressor Within Us.

I am queer. What is your superpower? International Women’s Struggle Demo 2017, Berlin.

In Bochum wird im November eine internationale Konferenz zu „Doing Science – Doing Excellence – Doing Inequalities? Interrogating the Paradigm of Excellence in Academia“ stattfinden. Abstracts können bis zum 31. März eingereicht werden.

Neuer Flavia Dzodan Text: „Alt-Feminism and the white nationalist women who love it„!

Termine

Noch Veranstaltungen finden sich in unserer Frauenkampftags-Veranstaltungsliste.

Berlin, 10 bis 13. März 2017: Theaterstück im Ballhaus Naunynstraße „Scheppernde Antworten auf dröhnende Fragen“ von Nora Abdel-Maksoud, Theresa Henning und Salome Dastmalchi (Publikumsgespräch am 11. März).

Berlin, 25. März: Workshop „reclaim movement für dicke_fette* queere körper“ (eine Anmeldung ist notwendig).

Sexismus fügt Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu. International Women’s Struggle Demo 2017, Berlin.

Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen/ geschrieben? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?




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Eintrag geschrieben: Donnerstag, 9. März 2017 um 9:30 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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2 Kommentare

  1. EinKeinName* sagt:

    Nochmal zu Erinnerung und weil ich es selbst bis vor wenigen Minuten über eine andere Seite wieder gefunden habe (fast verpaßt)
    Bis 14. März ist noch Berlin Feminist Filmweek, wo unter anderem Prevenge gezeigt wurde und nochmal gezeigt wird.
    Ein (auch lustiger) Horrorfilm über eine hochschwangere Frau die anfängt bestimmte Menschen* aus ihrer Vergangenheit zu töten. Motive weshalb werden im Verlauf des Film erkennbar.

    Anderes Besonderes am Film ist das Alice Lowe Regiearbeit, Drehbuch und Hauptrolle übernommen hat. Zu Drehzeit war sie wirklich so schwanger wie im Film zu sehen.

    Ich denke der Film ist toll und hoffe das bald ein Verleih dafür gefunden wird.
    Hatte bisher wohl nur in UK offiziellen Filmstart und braucht scheinbar noch Festivalaufmerksamkeit (ist momentan außerhalb von UK auch einzige Möglichkeit als Kinofilm gesehen zu werden ;-)

  2. EinKeinName* sagt:

    Guten Morgen :-)
    kannst du bitte noch Link in eben abgesendeten Kommentar einfügen?

    http://berlinfeministfilmweek.com/

    Schönen Tag dir
    EinKeinName*