In Guatemala kümmert sich endlich eine Polizei-Einheit um „Femizide“ – besonders brutale Morde, denen speziell Frauen zum Opfer fallen. Bereits seit letztem Jahr gibt es ein Gesetz dagegen, so Feministing, bisher sind die Aufklärungs- und Verurteilungsraten aber weiter unteriridisch.

Die Debatte um Essstörungen hat zwar begonnen, in den Köpfen von Eltern ist das Thema aber noch nicht ganz angekommen berichtet die Zeit. Viele erkennen Probleme nicht rechtzeitig: Lieber eine dünne Tochter als eine dicke, denn Dünnsein ist die soziale Norm.
Die Gruppe Women Against Sanctions, War and Militarization of Middle East will von Feminist_innen aus der ganzen Welt wissen, wie sie einen Krieg gegen den Iran beurteilen und welche Auswirkungen es für die Frauen in der Region bedeutet. Die Antworten, etwa von Judith Butler und Shirin Ebadi, veröffentlichen sie auf ihrem Blog.
Für den Autoren der Süddeutschen geht es in der schwedischen Debatte um geschlechtergerechte Sprache um Bevormundung – dort ist ein Kinderbuch erschienen, das konsequent auf geschlechtsneutrale Bezeichnungen setzt.
Die Progress hat Katja Kullmann interviewt; zu perfekten Lebensläufen, Feminismus heute und „Mädchen und Missys“.
Besser aber noch nicht gut genug ist die weltweite Situation von Schwangeren vor, während und nach der Geburt. Die Weltbank setze zuviel auf überteuerte Gutscheine und kredit-finanzierte Programme kritisiert der Guardian. Dass jedes Jahr zehntausende Frauen bei unsicheren Abtreibungen sterben, werde fast völlig ignoriert.
Lesenswert: Le Monde Diplomatique berichtet aus dem Jemen über Frauen wie die Friedensnobelpreisträgerin Tawakkul Karman und Gleichberechtigung in Zeiten der Revolution.
Nicht Feministinnen halten alle Männer für Vergewaltiger – Vergewaltiger tun es. Eine Perspektive, die sich auch in Witzen über Vergewaltigung niederschlägt. Männer sollten sich daher fragen, so Organon, wer über einen Witz lachen kann – Opfer oder Täter_innen – und wen sie damit unterstützen.
Der „War on Women“ in den USA geht weiter: Ein neues Gesetz in Arizona könnte Arbeitgeber_innen erlauben, ihre Angestellten zu feuern, wenn diese die Pille nehmen – es sei denn, diese beweisen, dass sie das aus „nicht-sexuellen“ Gründen tun. Im Texas Observer berichtet eine Frau über den Horror, vor einer Abtreibung unnötigen und demütigenden Prozeduren und Wartezeit ausgesetzt zu sein.
Im Staat Ohio hat dagegen Senatorin Nina Turner ein Gesetz zum Schutz von Männern vorgeschlagen. Bevor sie Viagra verschrieben bekommen, sollten sie künftig besser über die Nebenwirkungen aufgeklärt werden und einen Sex-Therapeuten aufsuchen, um psychologische Probleme auszuschließen. Einen anderen Ansatz verfolgt das Snatchel Projekt. Es ruft auf, den Kongressmännern Gebärmütter zu stricken – wenn sie eigene hätten, würden sie die der Frauen vielleicht endlich in Ruhe lassen.
Terminhinweise, auch für den Sommer, und ein Call For Papers nach dem Klick
Heute abend führt das Deutsche Theater wieder „Unschuld“ auf und lädt anschließend zum Publikumsgespräch. Dabei sein wird auch die Gruppe Bühnenwatch, die sich für ein Ende der blackface-Praxis in Theatern einsetzt.
Zum Equal Pay Day (Freitag, 23. März) rufen der Deutsche Gewerkschaftsbund und der Deutsche Frauenrat mittags zu einer gemeinsamen Kundgebung (PDF) am Brandenburger Tor in Berlin.
Vom 26. bis 30. März heißt es in Mainz „(un)gleich – (un)gerecht“ bei dem Kongress zur strukturellen Benachteiligung marginalisierter Gruppen im Recht. Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten.
Am 30. und 31. März findet in Berlin das nunmehr vierte GrrrlPunxBash statt, ein Wochenende mit Workshops, Vorträgen, Musik (u.a. Adwoa Hackmann und Kenny Kenny Oh Oh, die wir bereits auf der Mädchenmannschaft interviewten), veganem Kuchenstand und Cocktails. Für den Vortrag „it´s antiracist, it´s so clear….“ Rassismus und Weiße Privilegien im Hardcore/Punk bitten die Veranstalter_innen um Anmeldung unter fameover[at]riseup[dot]net.
Die Veranstaltung ist eine Soli-Veranstaltung für das Ruby Tuesday Hip Hop & Rock Camp, welches vom 21. bis 29. Juli 2012 in Berlin stattfinden wird und für das sich interessierte Mädchen, trans* und intergeschlechtliche Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 18 anmelden können.
Im August geht es wieder an den schleswig-holsteinischen Stocksee zum 23. Frauen-Lesben-Camp. Anmeldungen werden jetzt schon angenommen und Referentinnen und Workshop-Anbieterinnen gesucht.
Weitere Termine sind auf www.lesben.org zu finden.
Vom 6. bis 8. Juli heißt es an der Universität Hamburg „Arabischer Frühling? Alte und neue Geschlechterpolitiken in einer Region im Umbruch“. Dafür hat der Call for Papers (PDF) begonnen.

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