Die Forderung bleibt: Aufklärung im Fall Oury Jalloh! – kurz verlinkt

Dieser Text ist Teil 366 von 390 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Artikel

Eines der großen Themen in dieser Woche war die Hashtag-Kampagne #metoo, in denen Betroffene von Übergriffen und sexualisierter Gewalt von ihren Erfahrungen berichteten oder mit einem #metoo signalisierten, dass sie zu den Betroffenen gehören. Charlott schrieb auf der Mädchenmannschaft einen Text mit der Frage: „Wichtige Aktion zur Sichtbarmachung oder Aktivismus-Sackgasse?„. Svenja von Feminismus im Pott erörterte „Warum nicht jede*r Betroffene #metoo posten kann„. Auch Hengameh befasste sich in der taz mit der Kampagne und verlagerte den Fokus von den Betroffenen auf die Ausübenden sexualisierter Gewalt: Wer ist hier die Hexe?

Am 12. Oktober wurden die Ermittlungen von der Staatsanwaltschaft Halle im Fall Oury Jalloh offiziell eingestellt. Ein offener Brief fordert Weiterhin die Aufklärung. Der Brief kann mitgezeichnet werden.

„Um für sein Kind eine Geburtsurkunde zu erstreiten, die der Lebensrealität von trans* Eltern entspricht, zieht ein Mann nun vor das Bundesverfassungsgericht.“, berichtet die Bundesvereinigung Trans*.

Die Kampagne „anders und gleich NRW“ in Trägerschaft der LAG Lesben in NRW e.V. erarbeitet derzeit die Broschüre „SAG WAS!“. Dazu gibt es vom 9. bis 30. Oktober eine Online-Umfrage zu Diskriminierungserfahrungen von LGBTIQ Personen in der Schule, bei der Arbeit, im Verein, eigenen Communities) und den Umgängen mit diesen.

Landesarbeitsgemeinschaft der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterforschung in Niedersachsen feiert ihr zehn-jähriges Jubiläum mit einer Veranstaltungstour von November bis Januar.

Für alle, die die Mädchenmannschaft auch auf die Ohren möchte, haben wir nun zwei Podcastformate. In Servicewüste Feminismus (RSS-Feed/ iTunes) sprechen wir monatlich über aktuelle Themen und feministische Interventionen und bei Bury Your Gaze (RSS-Feed/ iTunes) geht es regelmäßig um Serien, Filme und Fankultur.

Englischsprachige Artikel

Democracy Now spricht unter anderem mit Tarana Burke, die vor zehn Jahren den Hashtag #metoo einführte: „So, the movement, the work that I’m doing and this movement is really about survivors talking to survivors, right? “Me Too” is about letting—using the power of empathy to stomp out shame. And so, we need to keep talking about it, right? It doesn’t need to be—I mean, I appreciate the hashtag, and I appreciate the hashtag elevating the conversation, but it’s not a hashtag, right? It’s not a moment. This is a movement.“

Es gibt viele Gründe Gynäkologie-Besuche nicht besonders super zu finden, für viele gehört das Speculum sicher dazu. Wired schreibt über die Geschichte des Untersuchungsinstruments und Versuche es neu zu designen.

Jennifer Neal schreibt über ihre Erfahrungen als Schwarze Person in Berlin: „Germany likes to think of itself as a tolerant country. People of color and victims of hate crimes have a different experience.“

Transnational Queer Underground hat einen Fotowettbewerb ins Leben gerufen.

Termine in Berlin, Dresden, Dortmund, Leipzig, Wien:

19. bis 22. Oktober in Leipzig: Das 24. Meeting of Queer Lesbians* findet statt und es gibt über mehrere Tage ein volles Programm.

19. bis 22. Oktober in Dortmund: lauterglitzer – ein queerfeministisches spektakel. Über ein Wochenende gibt es Workshops, Kleidertausch, eine Stadtralley, Konzert und mehr.

21. Oktober in Dortmund: »Stand up and connect!« (Fb-Link) – Aktionstag für junge Queers of C-Link)

21. Oktober in Berlin: LesMIgraS bietet einen Selbstverteidigungsworkshop für BPoC und/oder trans*, nicht-binär, inter* Personen an. (FB-Link)

22. Oktober in Berlin: Noch ein Selbstverteidigungsworkshop. Dieses Mal für alle trans*, nicht-binär, oder inter* Personen. (FB-Link)

27. Oktober in Berlin: Wie organisieren wir uns gegen die AfD? Es diskutieren Mohamed Amjahid (Autor „Unter Weißen“, Zeit-Journalist), Fatma Aydemir (Schriftstellerin, taz-Journalistin), Enrico Ippolito (Kulturchef Spiegel Online) und Hengameh Yaghoobifarah (Missy Magazine, taz-Kolumnistin).

28. Oktober in Berlin: „Queerness, Cosmo-politics & Magical Feminism in Central Asia“ – ein Workshop mit Ruthie Jenrbekova. Anmeldung bis zum 24. Oktober (FB-Link)

29. Oktober in Berlin: Queer migration and artistic practices. Workshop mit Saltanat Shoshanova. Anmeldung bis zum 24. Oktober. (FB-Link)

4. November in Berlin: „Being queer with wrinkles, white hair and always sexy?„. Veranstaltng mit AnouchK Ibacka Valiente für QTIBPOC. Anmeldung bis zum 31. Oktober. (FB-Link)

5. November in Berlin: „SPECKtakulär – Ein Körperpositiver Workshop„. Anmeldung bis zum 31. Oktober. (FB-Link)

6. bis 27. November in Berlin: Die erstmals im Abgeordnetenhaus von Berlin gezeigte Ausstellung „L’Chaim – Auf das Leben“ der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus porträtiert den Alltag von Jüdinnen und Juden, die Berlin heute als ihre Heimat bezeichnen und das Leben der Stadt mitgestalten. Am 6. November wird die Ausstellung eröffnet (Anmeldung bis 01. November). Danach ist sie zum 27. zu besichtigen.

6. bis 27. November in Berlin: Where love is illegal. Fotografien von Lesben, Schwulen, Queers und trans Menschen aus Tunesien unterstützt von der Heinrich-Böll-Stiftung.

16. November in Wien: Mareice Kaiser liest aus ihrem Buch Alles inklusive. Aus dem Leben mit meiner behinderten Tochter.

18. November in Berlin: Statt Frankfurter Buchmesse doch viel lieber Queeres Verlegen, eine Buchmesse queerer Verlage und publizierender Menschen in Berlin mit Buchständen, Lesungen und Diskussionen.

22. November in Dresden: „Lesbe, Lesbe, Lesbe. Ein Wort mit Kampfpotential, mit Stachel, mit Courage“ – Zur Entwicklung und Repression der Lesbenbewegung in der DDR.

30. November in Berlin: Gemeinsam_getrennt gekämpft: Feminismen in DDR & BRD. Veranstaltung mit Sanchita Basu und Stefanie-Lahya Aukongo.

Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen/ geschrieben? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?

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