Sichtbar werden, mitmachen und aufbegehren – kurz verlinkt

von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 187 von 358 der Serie Kurz notiert

Am 14. Februar heißt es streiken, tanzen, aufbegehren: One Billion Rising! dieStandard liefert noch mal ein paar Hintergrundinfos zu der Aktion.

Tarantinos aktueller Film ist in aller Cineast_innen Munde. Während der Regisseur selbst  sich im Spiegel als ekelhaft selbstgerechter, unreflektierter Privilege Denying Dude zeigt (und wiederum so manche_r Filmfan wenig überrascht ist), erfahren wir bei Colorlinies zehn Dinge über Sklaverei, die  “Django Unchained” uns nicht lehren wird. (Text auf Englisch)

Agnes Krumwiede hat als Grünen-Politikerin immer wieder Erfahrungen mit Sexismus machen müssen und stellt klar: „Sexismus ist auch ein Macht- und Stilmittel des „seriösen“ Journalismus – nicht nur des Boulevards“.

Umso überraschender: Im NDR ist endlich mal ein Medienbericht zur aktuell aufgegriffenen Sexismus-Debatte erschienen, der einer nicht den Magen umdreht. Auch Merle Stoever ist dort interviewt worden. Mit Anschau-Empfehlung!

Der aktuelle digitale #aufschrei gegen Sexismus ist übrigens nicht der erste seiner Art. dieStandard erinnert an vergangene netzfeministische Aktionen und zieht eine eher düstere Prognose.

[TW: Ausschreibung rassistischer Wörter] Die Berliner Zeitung hat einen überraschend guten Beitrag über ein deutsches Leben veröffentlicht: die Erfahrungen von Abenaa A.s Familie als Schwarze im rassistischen Deutschland.

Nepal führt als erstes Land weltweit ein drittes Geschlecht in offiziellen Dokumenten an.

Angeblich sind Frauen* ja sowieso nicht an Vorstandsposten interessiert. Welche das anders sieht, kann sich auf „Wir stellen uns schonmal an!“ registrieren und bei Interesse einen kurzen Kommentar hinterlassen.

Das POC ZINE PROJECT hat ein neues Zine über Abtreibungen und reproduktive Rechte veröffentlicht. (Englisch)

Eine neue queerfemnistische Zeitschrift für Frauen*, „die sich wider der Heteronormativität definieren“, soll bald an den Start gehen. Dafür wird allerdings noch etwas (finanzielle) Unterstützung benötigt.

Für eine Online-Studie zu unerfülltem Kinderwunsch werden lesbische und bisexuelle Frauen ab 18 Jahren gesucht.

Und gleich noch ein Fragebogen: KulturPLUSLust sucht „Lesben, frauenliebende Frauen, queere Lesben und Transfrauen und -männer der Rhein-Neckar-Region“ für eine Umfrage zu „Freizeitaktivitäten, Wünschen und Visionen für die Freizeitgestaltung“. (Leider sind auch ein paar nicht so tolle Fragen dabei, vielleicht würden sich hier kritische Anmerkungen in der Kommentierspalte lohnen.)

Gesucht wird auch bei BIG e.V. in Berlin. Und zwar nach Darsteller*innen für ein Forumtheaterprojekt mit dem Titel: „Keine Angst vor Hilfe – häuslicher Gewalt entgegentreten“.

Termine:

Im Rahmen der „Hatun-Sürücü-Tage“ finden in Berlin am 04. und am 07. Februar noch einmal Veranstaltungen zum Thema Frauen*rollen in der Gesellschaft statt, präsentiert von Türkiyemspor Berlin.

Am 09. März ist in Münster anlässlich des „1.000 Kreuze“-Marsches eine große feministische Demonstration geplant. Im Vorfeld findet dazu eine Mobilisierungstour statt, aktuell zum Beispiel am 04. Februar in Dortmund, am 07. in Düsseldorf, am 14. in Oldenburg und am 23. (eventuell) in Berlin.

In Berlin findet am 19. Februar die Konferenz „Gleichstellung steuern – Innovationen im Hochschulreformprozess und Wege der Umsetzung“ statt, auf der auch die Ergebnisse des zweijährigen Forschungsprojekts EQUISTU vorgestellt werden sollen. Anmelden könnt ihr euch per Mail noch bis zum 08. Februar an: equistu@frauenakademie.de

Das Aviva-Magazin präsentiert am 21. Februar das Projekt „Writing Girls: Jüdische Frauengeschichte(n)“ in Berlin.

Das BDP-Mädchenkulturhaus in Bremen bietet Freitags in der Zeit von 15.00-17.00h einen Selbstbehauptungskurs für Mädchen_ im Alter von 11-13 Jahren an.




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Eintrag geschrieben: Donnerstag, 31. Januar 2013 um 15:07 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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23 Kommentare

  1. hannah sagt:

    In australischen Reisepässen gibt es schon seit September 2011 neben männlich und weiblich das Geschlecht „X“. Es soll „unbestimmt“ bedeuten und Intersexuellen das Leben leichter machen. Zugleich bekommen Transgender-Personen die Möglichkeit, ihr Wunschgeschlecht eintragen zu lassen.

    http://www.badische-zeitung.de/panorama/kuenftig-dritte-geschlechtsangabe-in-australischen-paessen-moeglich–49573234.html

  2. kham sagt:

    zu „django unchained“ gibt es hier noch einen ganz schönen text http://kleinerdrei.org/2013/01/broomhilda-unchained/

  3. karlotta sagt:

    Korrektur: der Mobilisierungstermin in Düsseldorf findet am Do., 7.2. statt.

  4. name(requiriert) sagt:

    da meint mal wieder ein weißer mansplainer dass blackface voll okay ist und so.
    weil das n-wort ja so schön ist dass man mal richtig zeigen muss wievel wert man(er der hohe weiße künstler) auf seinen rassismus lehrt und wie sehr sich die anstellen die davon betroffen sind.
    wie toll dass uns ein so großer künstler zeigt was für n jämmerlich verklemmter mensch ist, wenn mensch blackface rassistisch und scheiße findet

    http://www.tagesspiegel.de/medien/nach-auftritt-in-ard-literatursendung-debatte-um-schwarz-geschminkten-denis-scheck-/7711534.html

  5. Viruletta sagt:

    @ karlotta: danke, habs geändert!

  6. Angelika sagt:

    wenn der dt. werberat z.b. sexistische werbung mehrfach/wiederholt nicht sanktioniert, dann beschwerde einfach „anders satteln“ . stichwort : lateral denken
    „Gegen sexuelle Verfügbarkeit in der Außenwerbung“ – petition von pinkstinks.de hier :
    http://pinkstinks.de/?page_id=1010

  7. […] Schwarz, deutsch: In der Berliner Zeitung ist im Zusammenhang mit der Ausstellung “Zerstörte Vielfalt” ein aufrüttelnder Beitrag über die Familiengeschichte der Schwarzen Deutschen Abenaa A. erschienen. Ihr Urgroßvater war 1891 aus Kamerun nach Deutschland gekommen und hatte sich später als Kaufmann in Danzig niedergelassen. Die Ausstellung dokumentiert, wie der Nationalsozialismus eine Bruch im Leben der Familie und in der gesamten deutschen Gesellschaft verursachte: “Dieses Foto [von der Familie des Urgroßvaters, gekleidet im Sonntagsstaat, datiert aus den 1920ern] ist für sie [Frau A.] ein Symbol dafür, was in dieser Zeit möglich war. Der „feine Zwirn“, wie sie es nennt, in den ihr Urgroßvater gehüllt ist, steht für sie für seinen Platz im bürgerlichen Leben dieser Zeit. Das Bild symbolisiert aber auch, was durch die NS-Zeit verloren gegangen ist, nämlich, dass ein Afrikaner ein angesehenes Mitglied der deutschen Gesellschaft sein konnte. Diesen Bruch, diesen Verlust an Normalität spüre sie bis heute, sagt Abenaa A. (Link über die Mädchenmannschaft) […]

  8. Caramel sagt:

    Petition: Gegen sexuelle Verfügbarkeit in der Außenwerbung

    Gestern hat die Organisation Pinkstinks eine Petition gestartet. Hintergrund war, dass der deutsche Werberat in der Vergangenheit Beschwerden gegen Werbung, in der Frauen nur auf ihre sexuelle Verfügbarkeit reduziert werden, mit dem Argument abgetan hat, das sei doch ironisch gemeint. Ein „verständiger Durchschnittsverbraucher“ würde das erkennen.Nun hängen die Plakate aber im öffentlichen Raum und Kinder können Ironie nicht bzw. erst spät erkennen und nehmen die gezeigten Bilder ernst und ahmen das gezeigte Verhalten nach.

    Für mehr Informationen und zur Petition geht es hier lang:
    http://pinkstinks.de/?page_id=1010/

  9. Medusa sagt:

    @caramel – den ansatz, was gegen sexistische werbung zu machen, finde ich gut und werde deswegen die petition auch unterschreiben. dass sie aber nur kinder davor schützen wollen und nicht auch erwachsene frauen, die davon genauso betroffen sind, verstehe ich nicht. auch nicht, dass sie unterschiedslos „kinder“ schützen wollen. es sind ja vor allem mädchen, denen da üble rollenklischees als zukünftige verhaltensmodelle aufs auge gedrückt werden, mit wahrscheinlicher wirkung auf ihr selbstverständnis und verhalten. da nur von „kindern“ zu sprechen, verharmlost die wirkung solcher sexistischen werbung, finde ich.

  10. oknete sagt:

    @medusa: muss dir da widersprechen. ich finde es genauso wichtig, Jungs vor diesen Klischees zu schützen, ich möchte auch nicht, dass meine Söhne denken, Frauen wie Dreck zu behandeln sei ein adäquates Verhalten für einen Mann. Gerade in Anbetracht der laufenden Sexismus- Debatte finde ich es sogar sehr wichtig, dich mal anzuschauen, woher Jungs ihre Rollenvorbilder beziehen.

  11. Luna sagt:

    @Medusa

    aber Jungs wird auch damit gezeigt dass Mädchen nur so und so seien oder sein sollten.
    Auch kacke.

  12. @ Luna und @ Medusa,

    Begehren ist kulturell geformt, und die Werbung formt da ordentlich mit. Erstens fühlen sich auch Jungen stetig unwohler in ihrer Haut, ihnen wird durch die Außenwerbung auch eine Form des Begehrens aufgedrängt. Natürlich kümmern wir uns bei Pinkstinks vorrangig um Mädchen, und nicht um Frauen. Pinkstinks hat ein internationales „Mission Statement“, dass wir uns um Werbebelange stets aus der Sicht von Kindern kümmern, so kam es zu diesem Petitionsinhalt. Aber jedes Mädchen wird einmal eine Frau, und jede Frau war einmal ein Mädchen. Und bei Kindern fangen Rollenbilder an. Ich bin erwachsen und sicher keine verständige Durchschnittsverbraucherin (wtf soll das auch sein?), aber Kinder sind es erst recht nicht. The added bonus: Den Werberat würde es nicht die Bohne interessieren, wenn wir uns gedemütigt fühlen, und nicht viele würden eine solche Petition unterschreiben, weil es „uncool“ ist. Das heißt im Umkehrschluss nicht, dass wir uns hinter den Kindern verstecken. Aber wir schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe. Besten Gruß und bitte verteilt die Petition!

  13. Anna-Sarah sagt:

    @Stevie Schmiedel:

    dass wir uns um Werbebelange stets aus der Sicht von Kindern kümmern

    Sind bei Pinkstinks auch Kinder beteiligt? Ansonsten finde ich die Formulierung „aus Sicht von Kindern“ fragwürdig.

    Aber jedes Mädchen wird einmal eine Frau, und jede Frau war einmal ein Mädchen.

    Vehementer Einspruch: Diese Aussage ist erstens komplett cis-normativ (macht queere, trans* oder inter* Identitäten unsichtbar) und zweitens nicht zutreffend (wegen siehe erstens :) ).

  14. Medusa sagt:

    @steve: sexismus bekämpfen, indem er als solcher nicht benannt wird? welch trauriger beweis, dass wir als wesen zweiter klasse respekt nicht einfach einfordern, sondern erschleichen. ob die methode funktioniert, wer weiss. „na, dann wollen wir unseren mitbürgern mit weiblichkeitshintergrund mal bisschen was vom respekt abgegeben, schließlich setzen sie sich gemäß ihrer natürlichen bestimmung für die kleinen ein“

    @luna: wer dabei die arschkarte zieht, ist aber ziemlich klar

  15. Luna sagt:

    @Medusa

    das stimmt ohne Zweifel. Nur denk ich Jungs und Männer halt mit ;-)

  16. Medusa sagt:

    @luna

    das ist hier doch die what-about-teh-menz-debatte in reinform, nur diesmal gleich von feministinnen selbst angezettelt.
    frauen (identifikationsfiguren von mädchen*) werden männern (identifikationsfiguren von jungen*) per sexistischer werbung als sexobjekte angeboten, und ihre verfügbarkeit suggeriert; d.h. ekelhafte dominanzstrukturen, die auf kosten von frauen bestehen, werden bestärkt, aufrechterhalten und gepriesen – und wir sollen die jungs als mit-leidtragende mitdenken??? weil ihnen eine zukünftige dominanzposition in aussicht gestellt wird??
    vielleicht übersehe ich hier irgendwas ganz wichtiges, aber mir scheint bei so einer gewichtung irgendwie etwas daneben zu gehen…

  17. die demo und der 1000kreuze marsch in münster sind am 09.03., nicht am 03.03. :-)

  18. Magda sagt:

    @ Einzelperson aus der Vorbereitung

    Danke für den Hinweis, hab’s geändert!

  19. @Medusa: verstehe ich nicht – wir sprechen doch in der Petition ganz klar von Sexismus! Habt ihr den Petitionstext denn gelesen?
    @ Anna-Sarah: natürlich hast du recht bezüglich transgender und inter, es war sehr spät am Abend. Auf komplizierter: Mädchen werden durch die Außenwerbung auf jeden Fall in eine marktwirtschaftlich definierte Form des Frauseins gedrängt. Bezüglich Kinder: Nein, unsere Kinder arbeiten bei Pinkstinks nicht mit. Wir arbeiten nur an Themen, die Kinder betreffen. Und nein, wir befragen Kinder nicht, ob sie sich betroffen fühlen, weil es unsere Sorge um sie ist und nicht ihre.

    Ich finde es sauschade, dass die Mädchenmannschaft die Petition nicht unterstützt. Wir könnten – auch wenn euch die Petition nicht zu 100% passt – hier, gemeinsam mit Terre des Femmes, Dt. Frauenrat, bff und vielen Mädchensozialarbeitsorganisationen, die mitmachen (und wir haben untereinander viele Differenzen), ein Zeichen setzen.

  20. Wir haben Imara Jones kontaktiert und haben nun den in diesem Post verlinkten Beitrag in deutscher Übersetzung auf unserer Seite veröffentlicht:
    „10 Dinge über Sklaverei, die Sie nicht mit ‘Django’ lernen werden (crossposted)“
    http://menschenhandelheute.net/2013/02/22/10-dinge-uber-sklaverei-die-sie-nicht-mit-django-lernen-werden-crossposted/

  21. Medusa sagt:

    @stevie schmiedel: stimmt, ihr erwähnt sexismus. diese unterschiedslose erwähnung von „kindern“ irritiert mich aber weiterhin.

    deshalb @ oknete (deinen kommentar hab ich jetzt grade gesehen):
    du willst deine söhne davor schützen, frauen später wie dreck zu behandeln? finde ich ne sehr interessante perspektive, wessen wohl in so einer konstellation von dir als schutzwürdig betrachtet wird. ich würde ja eher das ziel sehen, frauen vor solchen typen zu schützen. und jungs beizubringen, das eben nicht zu tun – und zwar WEIL ES FÜR FRAUEN SCHEISSE IST. wobei ein positiver nebeneffekt sein kann, als junge das eigene selbstbewusstsein nicht auf kosten von anderen aufzubauen, und bessere, sozialverträglichere und vor allem frauenfreundlichere weisen, selbstbewusstsein zu erlangen, zu finden. das steht aber für mich nicht im vordergrund, weil in einer sexistischen welt frauen die hauptleidtragenden davon sind. gleichermassen mädchen und jungs davor schützen zu wollen, nivelliert und negiert das gefälle, das faktisch besteht und gerade durch sexistische werbung auch hergestellt wird. ist gewissermassen sexismus-leugnend.
    (übrigens: ich hab die petition ja trotzdem unterschrieben…)

    in diesem video, das kürzlich hier verlinkt wurde, wird total gut deutlich gemacht, wie jeweils mädchen und jungs unterschiedlich addressiert werden sollten (minute 9,30, auf englisch): http://carolineheldman.wordpress.com/2013/01/21/my-ted-talk-on-the-lie-that-sexy-empowering/. es ist nämlich das selbstbewusstsein von mädchen, das unter sexistischer werbung leidet und ein gefühl, nichts oder nur wenig in der welt bewegen zu können, bewirkt. mädchen sind es, die lernen, durch ihr aussehen und nicht durch ihre taten anerkennung zu suchen. wohingegen jungs das gefühl bekommen, dass ihnen nicht nur die welt als abenteuerspielplatz offensteht, sondern auch noch alle frauen ihm gefallen wollen, und zur verfügung stehen. das ist ja wohl ein himmelweiter unterschied und es ist doch wirklich mehr als offensichtlich, zu wessen nachteil das ganze ist. es lohnt sich auf alle fälle, das video zu schauen…

    @mädchenmannschaft: welchen grund gibt es denn, dass ihr – so schreibt es stevie schmiedel ja oben in einem kommentar – diese petition nicht unterstützt/promotet/selbst unterzeichnet?

  22. […] Schwarz, deutsch: In der Berliner Zeitung ist im Zusammenhang mit der Ausstellung “Zerstörte Vielfalt” ein aufrüttelnder Beitrag über die Familiengeschichte der Schwarzen Deutschen Abenaa A. erschienen. Ihr Urgroßvater war 1891 aus Kamerun nach Deutschland gekommen und hatte sich später als Kaufmann in Danzig niedergelassen. Die Ausstellung dokumentiert, wie der Nationalsozialismus eine Bruch im Leben der Familie und in der gesamten deutschen Gesellschaft verursachte: “Dieses Foto [von der Familie des Urgroßvaters, gekleidet im Sonntagsstaat, datiert aus den 1920ern] ist für sie [Frau A.] ein Symbol dafür, was in dieser Zeit möglich war. Der „feine Zwirn“, wie sie es nennt, in den ihr Urgroßvater gehüllt ist, steht für sie für seinen Platz im bürgerlichen Leben dieser Zeit. Das Bild symbolisiert aber auch, was durch die NS-Zeit verloren gegangen ist, nämlich, dass ein Afrikaner ein angesehenes Mitglied der deutschen Gesellschaft sein konnte. Diesen Bruch, diesen Verlust an Normalität spüre sie bis heute, sagt Abenaa A. (Link über die Mädchenmannschaft) […]