Jungs entwickeln, Mädchen konsumieren

von Magda

Auf sociological images bemerkt Lisa, dass man beim Geschenkeeinkauf auf der Internetseite von Toys“R“Us zwar anfangs nach dem Geschlecht des Kindes gefragt wird, dann aber ähnliche Kategorien auftauchen, in denen man das Spielzeug für Kinder wählen kann. Man kann sowohl für sportliche, technikbegeisterte oder abenteuerlustige Jungs als auch für Mädchen einkaufen. Beim nächsten Klick wird man nach den spezifischen Interessen des Kindes gefragt, wie z.B. Musik, Autos, bauen etc. Auch diese sind beiden Geschlechtern gleichermaßen zugeordnet. Die Autorin fragte sich dann, warum man überhaupt nach Geschlecht sortiert, wenn die Kategorien doch die gleichen sind. Also testete sie die Suchmaschine und markierte jeweils für 12- bis 14-jährige Jungen und Mädchen bei Persönlichkeit „technikbegeistert“ und bei Interessen „bauen“. Interessant ist nun, dass sich die von Toys“R“Us angezeigten Geschenkideen für technikbegeisterte Jungs und Mädchen dann doch stark unterscheiden:

(Im Blog gibt es jeweils die ersten 24 Vorschläge; ich poste nur die ersten acht.)

Hier sind die ersten Treffer für Jungs. Sieben Spielzeuge zum Zusammenbauen und ein Gerät zum Musikhören.

Und hier die ersten acht Vorschläge für Mädchen: Ein Gerät zum Zusammenbauen und sieben Geräte zum Hören bzw. Sehen.

Lisa deutet dies wie folgt:

I can’t remember where I originally heard it, but someone somewhere observed that when it came to technology, there was a stereotype that men were the engineers and designers and women were the consumers and users. (…) Sure enough, Toys R Us confirms that girls may like technology, but boys build it.

(Zu deutsch: Ich kann mich nicht erinnern, wo ich es zum ersten Mal hörte, aber jemand hat mal geäußert, dass es, wenn es um Technologie geht, diesen Stereotyp gibt, dass Männer die Ingenieure und Konstrukteure sind und Frauen die Konsumentinnen und Nutzerinnen. (…) Gewiss bestätigt Toys R Us das Klischee, dass Mädchen Technik vielleicht mögen, aber dass es die Jungs sind, die diese entwickeln.)




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Eintrag geschrieben: Sonntag, 27. Dezember 2009 um 10:00 Uhr unter Zeitgeschehen. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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26 Kommentare

  1. Alexander sagt:

    Mal abgesehen davon, dass wir nicht wissen, ob diese Suchergebnisse ermittelte Daten aus Einkäufen sind, oder tatsächlich manuell subjektiv einsortierte Daten – dass wir also ohne diese Hintergrundinformation den Mechanismus überhaupt nicht objektiv bewerten können.
    Was ist schlimmer?
    Dass irgendein Produktmanager (wenn es so ist) diese Zuordnung gemacht hat, oder dass wir uns beim Einkauf nicht auf unser Wissen über unser Kind berufen, sondern diese Verantwortung(!) einem Fremden (egal ob Menach oder Maschine) übertragen?
    Ich finde, letzteres!

  2. Patrick sagt:

    Wäre es denn so schlimm, statt „Junge oder Mädchen“ zu fragen: Mag ihr Kind es, Dinge zusammenzubauen?

  3. Holger sagt:

    Ich muß Alexander recht geben!Wir verlassen uns schon viel zu häufig auf die Maschine/Automat/PC als dass wir selbst denken…..und dann schließen wir daraus auf vermeintliche Schlechtigkeiten.Verlassen wir uns doch wieder mehr auf unseren (gesunden) menschlichen Verstand und Erfahrung und weniger auf Automaten….

  4. Hanna sagt:

    Ich habe das Ganze gerade mal beim deutschen Internetauftritt von Toys R Us durchgespielt. Dort kann man keine Interessen der Kinder einstellen, aber die Spielzeugkategorie und die Preisspanne. Dann werden sehr ähnliche Geschenkideen ausgespuckt (bei 10 Jahre und älter, 21-50 Euro). Rund zwei Drittel der Ergebnisse sind gleich, unterscheiden tun sich dann z.B. die Farben der vorgeschlagenen Inline Skates (rosa bzw. die Hello Kitty Version für Mädchen), Jungs wird mehr Kriegsspielzeug angeboten, hauptsächlich Star Wars Dinge. Und Mädchen wird eine pinke Digicam, oder ein digitales Styling Studio oder ein Modedesign Computerspiel vorgeschlagen. In dieser Preiskategorie finde ich die speziell für Mädels vorgeschlagenen Geschenke (Kennzeichnung pink) also eher kreativ, zwar auch wieder in den stereotypen Gebieten wie Mode, Styling usw, aber sie laden doch wesentlich mehr zum selbst Gestalten ein, als zusätzliche Star Wars Schwert-Variationen.
    Interessant war aber dann das Ganze in der Kategorie „Spielwaren, über 100 Euro): Jungs wird ebenfalls die (rosa angehauchte) Holzküche vorgeschlagen (gut!), und dann eben ganz viel kostspielige Lego-Technik. Bei Mädels spuckt das Teil aber nur drei Vorschläge überhaupt aus. Lego-Technik gibt es also entweder nicht in pink oder wird gar nicht als passend für Mädchen erachtet. Aber noch ein anderer Faktor spiegelt sich in den Ergebnissen (auch der unteren Preiskategorien!) wider: Für Jungs gibt es deutlich mehr hochpreisige Geschenkideen als für Mädchen.
    Und da ist es egal, ob das Teil so bewusst programmiert wurde, weil man sich nach gesellschaftlich verfestigten Rollenbildern richtet, oder weil man sich an Verkaufsergebnissen orientiert. Das Ergebnis ist trotzdem da und gibt zu denken.

  5. Alexander sagt:

    Ich würde so weit gehen zu sagen, dass Toys’R’Us das nicht einmal böse gemeint hat. Die wollen doch nur dem Konsumenten helfen, schneller sein Geld loszuwerden – da finde ich nun nix schlimmes dabei. Ehrlich.

    Und da ist es egal, ob das Teil so bewusst programmiert wurde, weil man sich nach gesellschaftlich verfestigten Rollenbildern richtet, oder weil man sich an Verkaufsergebnissen orientiert. Das Ergebnis ist trotzdem da und gibt zu denken.

    WAS gibt es Dir denn zu denken? Ich finde schon, dass man diese beiden Möglichkeiten unterscheiden muss. WENN es von einem Menschen fest so eingestellt wurde, dann hat DIESER eine Mensch ein fixes Rollenverständnis. Oder die Menschin – weiß man ja nicht, könnte ja auch von einer Ingenieurin stammen.
    WENN es aber aus Verkaufsdaten stammt (ala amazon wer-dies-der-auch-das), was gibt es uns dann zu denken? Erklär‘ mal bitte.

  6. illith sagt:

    äh – dass t’r’u das *böse* gemeint hat, ist wohl eher auszuschließen :D

    und ich vermute mal, Hanna meint, dass beides ’schlimm‘ wäre – wenn eine peinzelperson (oder ein team) sich hinsetzt und spielzeug in „mädchen“ und „jungen“ eintwilt oder aber die gesellschaftliche realität sich tatsächlich so gestaltet, dass derart rollenkonform für mädchen/jungen eingekauft wird (und so diese empfehlungen automatisiert zustande kommen)

  7. Alexander sagt:

    Achso… Aber… „dass es schlimm WÄRE“?
    Ich habe keinen Zweifel, dass rollenkonform eingekauft wird. Null Zweifel.
    Deshalb hab ich den Kommentar wohl nicht ganz verstanden.

    Nun hab‘ ich einen Sohn. Der ist vorläufig noch viel zu jung, um irgendein rollenkonformes Spielzeug zu bespielen. Was, Eurer Meinung nach, wäre denn geeignet? Klar möchte ich, dass er meine Gitarren ausprobiert, und mein Lego bespielt und baut.
    Ideen? Vorschläge?

  8. Alexander sagt:

    Vergessen:
    Und was ist, wenn die Kinder sich das wünschen?
    Und, wäre es schlimm, wenn Mädchen in der Tat andere Interessen hätten als Jungs?

  9. Helga sagt:

    Und, wäre es schlimm, wenn Mädchen in der Tat andere Interessen hätten als Jungs?

    Ich weiß ja nicht, wie lange und wieviele Beiträge Du hier schon gelesen hast Alexander, aber diese Diskussion hatten wir hier schon ein paar Mal. In kurz: Jedes Kind hat eigene Interessen und es ist völlig legitim, wenn ein Mädchen nur rosa Prinzessinnenbücher lesen will und ein Junge nur mit Star Wars-Lego spielt. Es ist nicht in Ordnung wenn solche Rollenbilder als Standard angesetzt werden, der Jungen rosa Prinzessinnenbücher und Mädchen Lego versagt und Kindern mit geschlechtsuntypischen Interessen suggeriert, mit ihnen wäre was nicht in Ordnung. Und unsere Gesellschaft macht an den meisten Stellen noch genau das. Wie man bei der Einstellung „technikbegeistert“ und „bauen“ nur 1 Baukasten für Mädchen aber 7 für Jungen findet, ist das beste Beispiel für diese Gesellschaftshaltung. Oder dass immer noch Leute fürchten, rosa Strampler machten Jungen schwul oder oder oder (mehr Beispiele findest du in unserem Archiv).

  10. erst gab man ihnen puppen, dann wollten sie mp3-player, als letztes wollten sie schraubenzieher. das war dann auch das letzte – hoffentlich nicht!

  11. Alexander sagt:

    Jawoll.

    …ist das beste Beispiel für diese Gesellschaftshaltung.

    Ich verstehe, was Du meinst, bleibe aber bei der Meinung, dass wir diesen Mechanismus weder in die eine noch in die andere Weise bewerten können, ohne die tatsächliche Datenherkunft zu kennen.

    Wenn es Verkaufsdaten sind, die dem zu Grunde liegen, dann sind diese Suchergebnisse Spiegelbilder der Gesellschaft. Wo müsste man dann ansetzen, wenn man etwas tun wollte?

    (…trennt Ihr in Euren Diskussionen und Ansichten eigentlich die Kontinente, oder sind USA und Europa gemeinschaftlich „unsere Gesellschaft“? In diesem konkreten Fall eventuell egal.)

    Ich lese übrigens erst seit ein paar Tagen mit, habe dieses Blog über Wege gefunden, dass ich dachte, es ginge auch hier um Erziehung und Kinderaufzucht. Bin inhaltlich mal mehr, mal garnicht begeistert, aber das ist ja normal.

  12. Helga sagt:

    Alexander, die Frage was Biologie und was Erziehung bei Geschlechterfragen ist, können wir heute nicht beantworten, weil jeder Mensch von einem andere erzogen wurde und Erwartungen und Ansprüche miterlebt hat. Wobei im Vergleich mit anderen Zeiten und Kulturen immer wieder ganz andere Auffassungen deutlich werden. Der Punkt des Artikels war auch der, dass hinter allem (deren Suchergebnissen, den Geschenkkäufer_innen, Kinderwünschen) eben eine gesellschaftliche Auffassung steht

    dass Männer die Ingenieure und Konstrukteure sind und Frauen die Konsumentinnen und Nutzerinnen

    .

    Und: In erster Linie sind wir ein feministisches Weblog.

  13. Alexander sagt:

    Hm, schade, hier werden Kommentare gelöscht. Dann seid doch so ehrlich und bleibt bei Blog-„Einträgen“. „Artikel“ brauchen wesentlich mehr journalistische Qualität. Und auf meine ernst gemeinten Fragen wird auch nicht eingangen.

    Was, Eurer Meinung nach, wäre denn geeignet?

    Wo müsste man dann ansetzen, wenn man etwas tun wollte?

    Bin hier wohl falsch. Wünsche Euch schöne Tage „zwischen den Jahren“ und einen guten Rutsch. Alles Gute!

  14. Katharina sagt:

    Hallo Alexander,

    ich weiß zwar nicht, was das für ein Kommentar war, der gelöscht wurde,
    aber es gibt hier eine Etikette, und ich vermute, dass du dich nicht dran
    gehalten hast. Im übrigen ist das hier kein Auskunftsbüro, sondern ein
    Blog, bei dem jede(r) selbst entscheidet, worauf er oder sie antwortet.
    Also ein bisschen Geduld bitte. Ich könnte mir vorstellen, dass die Diskussion
    im nächsten Jahr etwas auffrischt, wenn alle aus dem Urlaub zurück sind.

    Davon abgesehen sind deine Fragen so allgemein gehalten, dass man dir
    wohl eher ein paar Bücher empfehlen müsste, wenn man die Antwort
    nicht hoffnungslos schmalspurig ausfallen soll.

  15. Alexander sagt:

    Danke für die „Erklärungen“, die gelöschten Kommentare waren nicht von mir und etikettemässig in Ordnung. War nur Zensur…

  16. Helga sagt:

    Es waren Kommentare von jemandem, der hier schon mehrfach unangenehm aufgefallen ist und wir haben keine Verpflichtung, jeden Kommentar stehen zu lassen. Im Gegenteil, Blogbetreiber können im Zweifelsfall haftbar gemacht werden, wenn jemand Mist schreibt. Zensur dagegen wird vom Saat ausgeübt.

  17. Hanna sagt:

    @Alexander: Helga hat meine Bedenken, die diese geschlechtsmäßige Kategorisierung bei den Geschenktipps in mir geweckt haben schon erläutert (Danke, @Helga dafür, hab hier zu spät wieder reingeschaut). Aber dennoch noch mal in meinen Worten: Grundproblem sehe ich in der Standardisierung und Einteilung nach Geschlechtern. Selbst wenn diese auf Verkaufszahlen beruhen, muss man diese Stereotype nicht immer weiter perpetuieren, indem man sie immer weiter so vorschlägt. (Abgesehen davon, dass die Verkaufszahlen ja noch nichts darüber aussagen, ob das Gekaufte tatsächlich den Interessen der Kinder entsprach und Gefallen gefunden hat.)
    Wie Magda in ihrem Beitrag schon geschrieben hat, wäre es doch eine Möglichkeit, die Geschlechterkategorie einfach wegzulassen und einfach Sachkategorien als Suchhilfe anzubieten. Und: Natürlich gibt es viele freidenkende Menschen, die sich nicht von gesellschaftlichen Vorgaben und Konventionen beeinflussen lassen und die ihrem Kind entsprechend ganz neutral ein passendes Spielzeug suchen. Aber solche „Vorschläge“ und Werbung, die immer wieder ein bestimmtes Bild zeichnen und das dann überall und immer präsent ist, verleitet doch eben immer noch viele Menschen – vielleicht teils auch unbewusst – dazu, bei Mädels immer wieder ins pinke Regal zu greifen und einem Jungen die Spielküche zu verweigern.

  18. Anna sagt:

    Alexander, was hier „etikettemäßig in Ordnung“ ist und was nicht, das entscheiden immer noch wir. Wem das nicht passt, dem steht es – wie du selber richtig erkannt hast – frei, wo anders zu lesen und mitzuschreiben. Das Internet ist groß genug für alle, denke ich.

  19. Patrick sagt:

    Dazu passt vielleicht auch, dass bei Toys’r’Us Teleskope und Mikroskope angeboten werden – die pinken sind aber schlechter:
    http://scienceblogs.com/pharyngula/2009/12/the_powerlessness_of_pink.php

    Weil Mädchen, die pink mögen, ja keine wirklich guten Teleskope brauchen. Wohl eher Kochbücher und Glitzersterne. Bah.

  20. Pia Völk sagt:

    Man solle endlich dagegen angehen, dass die Spielsachen sehr klischeebehaftet entwickelt werden. So ist die Farbe rosa/pink für Mädchen so dominant, dass man dahinter nur eine gesellschaftliche Rollenkonstruktion vermuten kann. Das ganze hat schon bedenkliche Züge angenommen.

  21. jakob sagt:

    Weil es mir gerade aufgefallen ist, und (neues Jahr und so) doch die Zeit für Vorsätzte und Wünsche ist:

    Ich fände es toll wenn Ihr in Eurem Blog nicht immer nur negative Beispiele (für Rollenbilder) aufzeigt, sondern auch wesentlich mehr Positives verlinkt. Es muss ja Kinderbücher, Jugendbücher, Filme und auch Werbung geben in denen es positive Frauenbilder gibt, oder? Und vor allem bei Büchern und Filmen ist das für Leute die Kinder haben sicher von Interesse….

  22. Magda sagt:

    jakob,

    gute Anmerkung! Wenn wir etwas Tolles entdecken, wird es aber auch hier oft besprochen – z.B. in Rubriken wie „gute neuigkeiten“ oder „applaus für“

    Ansonsten, wenn du etwas entdeckst, immer her damit: mannschaftspost[at]web.de. Gastkommentare sind auch erwünscht! Auch dir ein frohes neues Jahr!

  23. Thomas sagt:

    „Dazu passt vielleicht auch, dass bei Toys’r’Us Teleskope und Mikroskope angeboten werden – die pinken sind aber schlechter.“

    Wenn ich mit meiner Tochter durch die Spielwarenregale der Kaufhäuser gegangen bin, empfand ich das als eine mittelmäßige Katastrophe und ich sah mich immer wieder in einem Erklärungsnotstand.

    Ich nenne es mittlerweile „das Pinkersche Gebot“, Jungen und Mädchen nach der Vorstellung von Gerald Hüther bei ihren Prädispositionen abzuholen.

    http://scinexx.de/wissen-aktuell-10970-2009-12-23.html

    „Beliebte und sozial gut vernetzte Kinder sind eher zum Streicheln von Tieren und zur Tierliebe bereit als eher isolierte Jungen und Mädchen. Dies hat jetzt eine neue Studie Wiener Wissenschaftler ergeben, deren Ergebnisse im Fachblatt „anthrozoös“ der International Society of Anthrozoology (ISAZ) erschienen sind.“

    Seitdem ich das weiß, habe ich aufgehört die Tierliebe meiner Tochter zu kommentieren, sondern fahre bestenfalls eine Anreicherungspädagogik, viele verschiedene Interessen zu kultivieren. Vielseitigkeit statt Stereotype.

    Über eine Prädisposition zum Magischen (wahrscheinlich auch von den Medien gestützt) habe ich meine Tochter für „Kristalle züchten“ interessiert wie auch für die Chemie.

    Ich denke, Jungen kann man über Kampfsportarten, die den partnerschaftlichen Umgang kultivieren, ebenfalls abholen und lenkend Beziehungsorientierungen prägen.

    Ich dachte auch seinerzeit, wir leben im Land der Mädchenförderung und bin vor Jahren mit großer Zuversicht in die Buchhandlung, um ein nettes Buch zur Förderung der Rechenkompetenz zu finden. Nach unerwartet langer Wartezeit kam dann die freundliche Bedienung zurück mit einem einzigen (geschlechtsneutralen) Büchlein „Der Zahlenteufel“.

    Den Spaß am Rechnen hat meine Tochter dann verinnerlicht, als sie beim Monopoly gegen mich gewonnen hat.

  24. Thomas sagt:

    http://www.eltern.de/baby/9-12-monate/jungen-maedchen.html?nv=relbox_content

    „Um zu verstehen, wo sie hingehören, übertreiben sie im Alter zwischen drei und fünf die Geschlechterrolle: kein Kinderkostümfest ohne Tüll-Prinzessin und Sheriff mit angemaltem Bart. Eltern muss das nicht schrecken. Tüll und Knarre landen irgendwann in der Kiste auf dem Speicher – und die Kinder werden ihre eigene Geschlechterrolle finden. Frauen und Männer legen sich nicht mehr automatisch auf eine Rolle fest. Das können sie sich auch gar nicht leisten. „In unserer Gesellschaft werden Frauen und Männer benötigt“, sagt die Pädagogikprofessorin Lilian Fried aus Dortmund, „die, wenn es darauf ankommt, sowohl fürsorglich als auch durchsetzungsfähig sein können.“

    Viele junge Eltern arbeiten bereits daran, Familie und Beruf zu vereinbaren, sie teilen sich viele Aufgaben. Wenn Kinder mit diesem Vorbild aufwachsen, gehen sie gut vorbereitet in die moderne Gesellschaft.“

  25. lausbub sagt:

    ach die alte diskussion um das rollenbild- a schmarn. ich bin selber gerade tragend und da ich weiß wie schwer es mädchen in unserer gesellschaft noch immer haben -und ich bin weiß gott keine emanze-hätte ich mir ja gerne aussuchen können einen buben zu bekommen statt ein madl ;) frauen müssen ja heutzutage allen klisches gerecht werden:übermama,überfrau,geliebte,erfolgreich im beruf…das kann frau gar nicht alles gleichzeitig leisten… es gibt ja auch sehr interessante theorien zum thema „das geschlecht des kindes beeinflussen,einen solchen fand ich unter http://maedchenmannschaft.net/jungs-entwickeln-madchen-konsumieren/
    sehr amüsant ,)

  26. lausbub sagt:

    da sieht man ma wieder wie dumm frazuen sind hab im obigen comment falschen link eingefügt.also nochmal
    http://www.9monate.de/junge_oder_maedchen.html