Einträge mit dem Tag ‘gute Neuigkeiten’

Er: Hengst. Sie: Flittchen.

Saturday, May 17th, 2008 von Susanne

Jessica Valenti, Autorin von “Full Frontal Feminism” hat ein neues Buch geschrieben. Es hört auf den eingängigen Namen “He’s A Stud, She’s A Slut and 49 Other Double Standards Every Woman Should Know” - dreht sich also um die amerikanische Doppelmoral in Sachen weiblicher Sexualität.

Das nur auf die Schnelle für alle Valenti-Fans, die schon sehnsüchtig auf Buch Nr. 2 gewartet haben. Bei Feministing.com kann man schon mal reinlesen. Eine ausführliche Besprechung folgt demnächst in unserer Feministischen Bibliothek.

Arbeit in Zukunft: Digital. Flexibel. Individuell.

Monday, May 12th, 2008 von Susanne

Zeit Online und Tagesspiegel.de berichten über die Empfehlung von Bevölkerungsexperten, wie die Mittelschicht zu “retten” sei und beziehen sich dabei auf die Studie der Deutschen Bank:

Mehr Frauen - auch Mütter - müssten in anspruchsvollere Berufe gelangen. Die Gestaltung der Arbeitsplätze, Karrierechancen und Bezahlung müssten dies unterstützen. (…) Das Schlüsselwort der Zukunft lautet “Projektwirtschaft”. Neue, flexible Formen der Zusammenarbeit, digital unterstützte Arbeitsplätze, mehr Teilzeitarbeit, ein gleitender Wechsel zwischen Beruf und Privatleben werden vor allem den Interessen berufstätiger Frauen entgegenkommen.

Spannend an dieser Veröffentlichung ist vor allem (abgesehen davon, dass sich die Daten nicht so grauenvoll naiv lesen wie in der Originalstudie), dass hier mal das klassische Modell eines erfolgreichen Berufslebens beiseite gelassen wird. Sonst ist das ja die Grundlage jeglicher Diskussionen über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Einstieg in den Beruf mit Mitte, Ende Zwanzig, dann die Karriereleiter Schritt für Schritt hoch und zwischendurch Kinder kriegen und aus dem Karrierezug aussteigen oder eben auf Kinder verzichten.

Tatsächlich zeichnet sich ja aber schon heute in unserer Generation ab, dass Karrieren nicht mehr so linear verlaufen werden und dass wir auch etwas ganz anderes unter “Karriere” verstehen: mehr Selbstverwirklichung von eigenen Ideen, weniger Maloche für ein Großunternehmen. Und das ist nicht nur bei den Frauen so, sondern auch unter Männern ändert sich der Karrierebegriff. Profitieren wird davon vor allem das Familienleben.

Hurra, die Chefs finden Elternzeit super!

Thursday, May 8th, 2008 von Susanne

Mensch, momentan jagen sich die guten Nachrichten aus der Wirtschaft ja beinahe täglich. Gerade noch sagte uns eine Untersuchung der Deutschen Bank die rosigste aller rosigen Zukünfte voraus, jetzt legt Familienministerin Ursula von der Leyen nach und verkündet:

“Elterngeld in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft voll akzeptiert” - Allensbach-Umfrage belegt große Unterstützung der Personalverantwortlichen für Männer, die Vätermonate und Elternzeit nehmen

Die Kurzzusammenfassung liest sich dann so:

  • Mehr als 80 Prozent der Personalverantwortlichen halten das Elterngeld für eine gute Sache - vor seiner Einführung im Jahr 2006 waren es 61 Prozent.
  • 61 Prozent befürworten die Unterbrechung der Berufstätigkeit durch Väter - gegenüber 48 Prozent vor zwei Jahren. 65 Prozent bewerten die Verringerung der Arbeitszeit durch Väter positiv - gegenüber 59 Prozent vor zwei Jahren.
  • 71 Prozent sind davon überzeugt, dass sie eine Mitverantwortung haben, ihren Beschäftigten die Entscheidung für Kinder zu erleichtern.
  • In rund 40 Prozent der Betriebe, in denen Mitarbeiter nach Einführung des Elterngeldes Vater geworden sind, haben Väter ihre Berufstätigkeit unterbrochen. 37 Prozent der Unternehmensverantwortlichen erwarten, dass in Zukunft mehr Männer Elternzeit beanspruchen.

Sowas nannte der Soziologe Ulrich Beck mal sehr schön “verbale Aufgeschlossenheit bei weitgehender Verhaltensstarre”.

Wie Frauen in Zukunft arbeiten

Monday, May 5th, 2008 von Susanne

Die Deutsche Bank hat eine große Studie veröffentlicht, mit Prognosen für die weibliche Zukunft im Berufsleben: Sie verdienen im Jahr 2020 mehr Geld, besetzen Spitzenjobs, können Familie und Beruf perfekt vereinbaren. Das Interessante an der Studie: Der Prognose zufolge kommt der Wandel fast von alleine.

Gründe für diesen Optimismus sind laut Studie:

  • Demografischer Wandel: Weil immer mehr Arbeitskräfte benötigt werden, können die Unternehmen gar nicht anders, als verstärkt auf Frauen zu setzen.
  • Virtuelle Vernetzung: Wissensbasierte Tätigkeiten werden immer häufiger in Projektarbeit erledigt. Dies führt zur Verbreitung flexibler Arbeitszeitmodelle.
  • Soft Skills: Soziale Kompetenzen wie Kooperation und Kreativität gewinnen an Bedeutung.
  • Mentalitätswandel: Über die Jahre hinweg wird es immer normaler, dass Männer ihre Kinder betreuen - und Frauen in Spitzenpositionen arbeiten.

In acht Punkte zusammengefasst, würden wir im Jahr 2020 so leben:

  • Beruf und Familie lassen sich besser miteinander vereinbaren.
  • Mehr Frauen, vor allem Mütter, sind berufstätig.
  • Männer und Frauen teilen bezahlte und unbezahlte Arbeit gleichmäßiger untereinander auf.
  • Die Telearbeit zuhause boomt. Die Unternehmen sparen dadurch Kosten, zum Beispiel bei der Büromiete.
  • Die Geburtenrate steigt.
  • Frauen studieren zunehmend naturwissenschaftliche und technische Fächer.
  • Die Reallöhne von Frauen nähern sich denen der Männer an.
  • Der Anteil von Frauen in Führungspositionen erhöht sich.

Na dann.

Schatz, dieses Jahr können wir uns keine neuen Titten leisten

Saturday, April 19th, 2008 von Meredith


Bild über piercemattie.com

Interessante kleine Meldung aus den USA: Die Schönheitschirurgie erleidet dramatische Einbrüche! Grund ist leider nicht, dass auf einmal Vernunft und Normalität über die Bewohner von Amerika gekommen ist. Nein, es liegt an der Hypothekenkrise und die damit einhergehende Rezession. Die Menschen, die jetzt um Haus und Hof bangen, leisten sich nicht mehr so viel.

In den letzten Jahren nahmen allen die operierenden Ärzte laut Los Angeles Times ca. 12 Milliarden Dollar ein; insgesamt generierte die Branche mindestens das Doppelte. Doch die Nachfrage sinkt beständig. Dieser Umstand unterstreicht aber auch die Tatsache, dass Schönheits-OPs schon lange nicht mehr die Angelegenheit der Megareichen oder Stars ist, sondern von der gesamten gehobenen Mittelklasse genutzt werden.

Aber die umtriebigen Dottores fackeln nicht lang - den Europäern gehts ja gerade gut, die reisen jetzt auch alle wieder nach L.A. und New York, um ihre starken Euros tanzen zu lassen. Alles also (noch) einigermaßen bingobongo für die Silikon- und Botoxbranche!

Botox, breast enhancement and “body sculpting” have joined designer clothes, upscale cars, and kitchen and bathroom upgrades as common symbols of the good life and success.

“No one can have a practice built on the ultra-wealthy, because there aren’t enough of those people to go around,” said Dr. Robert Kotler, a Beverly Hills surgeon who specializes in the face. “The reality is that cosmetic surgery became popular when the middle class became enamored of it: flight attendants, professional people, businesswomen — people whose appearance is important to them.”

In Los Angeles, a world capital for plastic surgery, doctors are hoping that globalization will provide a cushion. Some are looking to European patients, who can capitalize on the weak dollar and combine their plastic surgery with a Hollywood vacation.

“This is a mecca,” said Dr. Stuart Linder, who specializes in breast augmentation. “I have women flying in from all over the world because this is Beverly Hills.”

But Linder said his surgeries were off by about 5% in January and February. He has heard some doctors are off by 30% to 40%.

PornYES?

Tuesday, April 15th, 2008 von Katrin

Am 4. April wurden die dritten “Feminist Porn Awards” vergeben. Dieser neuartige Filmpreis für Pornos möchte zeigen, dass die Antwort auf schlechte Pornos nicht “PorNO” sein kann, sondern quasi “PornYES” lauten muss und zeigen sollte, dass es auch anders geht. Da die Welt voll von erniedrigenden, billigen und vor allem auch: dummen Pornos ist, fühlen vor allem Frauen, aber auch wirklich viele Männer, ein bisschen allein im dunklen Wald. Während die “PorNO”-Kampagne, die nun in der Emma eine Renaissance erleben durfte, sich wenig mit den sexuellen Fantasien und den Drang, diese auch filmisch darzustellen, befasst, sondern in Pornos eine generelle Erniedrigung der Frau sieht, wünschen sich nicht wenige neue FeministInnen einfach nur: gute Pornos.

Diesem Anliegen widmen sich die nun schon dritten „Feminist Porn Awards“. Diese finden seit 2006 alljährlich im schönen Kanada statt und suchen nach den raren schönen Pornos.

Die Grundeinstellung ist sehr treffend auf der Website der Veranstalter „Good for Her“ dargestellt:

„As feminists and sex-positive people, we want to showcase and honour those who are doing it right, like filmmakers who understand that people of colour are sexual beings - not sexual objectcs.“

Und nun viel Spaß beim surfen. Here are the WINNERS 2008.

*freu*

Fahren in Saudi-Arabien

Tuesday, April 8th, 2008 von Barbara

Die Zeit berichtete unlängst:

In Saudi-Arabien haben zwei wahhabitische Eminenzen, Abdel-Mohsin al-Obaikan und Mohsin Awaji, das Fahrverbot für Frauen hinterfragt. Das islamische Recht verbiete Frauen nicht das Führen von Kraftfahrzeugen, sagen sie.

Auch der König von Saudi-Arabien, Abdullah, macht sich für mehr Bewegungsfreiheit von Frauen stark. Seit kurzem dürfen Frauen auch alleine, ohne einen “gesetzlichen Vormund”, sprich einen Mann, in einem Hotel übernachten.

Bündnis für Familienfreundlichkeit

Tuesday, April 1st, 2008 von Susanne

Noch eine schnelle Nachricht am Abend: Heute präsentierten Familienministerin Ursula von der Leyen und der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Ludwig Georg Braun, die “Gemeinsame Erklärung Erfolgsfaktor Familie“, unterzeichnet von mehr als 350 Unternehmen und Institutionen. Anlass war das erste Treffen des Unternehmensnetzwerkes “Erfolgsfaktor Familie“.

Die Unterzeichnenden wollen zeigen:
“Investitionen in familienfreundliche Rahmenbedingungen rechnen sich!”

Missy ist online

Wednesday, March 19th, 2008 von Susanne

Jetzt ist sie da. Die Webseite zu unser aller zukünftiger Lieblings-Mädchen-Pop-Zeitschrift: missy-magazine.de. Dort gibt es jetzt schon zu sehen: die ersten Missy-Fans, das Missy-Team und einige Cover-Entwürfe (z.B. links) für die erste Ausgabe.

Hohe Absätze → Knaller-Sex?

Sunday, March 9th, 2008 von Meredith

Gute Nachrichten für alle High Heel-Liebhaberinnen und -Liebhaber: Laut einer Studie aus Italien sind hohe Absätze gut für Gesundheit und Sexualität ihrer Trägerinnen.

Bild: Urban Outfitters

Eine Urologin an der Universität von Verona will heraus gefunden haben, dass Frauen, die ihre Füße in einem 15-Grad-Winkel zum Boden halten, weniger elektrische Aktivität in der Beckenbodenmuskulatur haben. Das bedeutet, dass diese entspannter bliebe und deswegen fitter, und daraus folgt: besserer Sex (und vermutlich eine robustere Blasenkontinenz). Ladys können sich also, wenn sie mögen, die langweiligen Beckenbodenübungen sparen und einfach regelmäßig schön hohe Schuhe anziehen.

Was allerdings Füße und Rückgrat nach einem Tag High Heels mit dem Sex-Drive anstellen, ist natürlich wieder eine andere Frage.