Hollaback! („Brüll zurück“) ist eine Bewegung, die sich dem Kampf gegen sexuelle Belästigung und dummen Anmachen auf der Straße verschrieben hat. Nach Hollaback! Düsseldorf, Hollaback! Berlin (mit denen wir bereits vor einem Jahr ein Interview führten) wurde nun auch Hollaback! Dresden ins Leben gerufen. Im folgenden Video stellen sich neben der Gruppe aus Dresden weitere neugegründete Hollaback!-Gruppen z.B. aus Belgien oder England vor.
Wir starten mit einem Einblick in das Zusammenwirken von Kategorien wie sex, race und class im Kapitalismus, beschäftigen uns mit eigenen Identitäten und Normierungen, hören etwas über den Kampf um körperliche Selbstbestimmung in der Inter*-Bewegung oder lernen, wie sich Kunst als Mittel der Selbstermächtigung eignet. Abgesehen von Vorträgen und Workshops erwarten euch auch Film, Konzert, Theater und Party. Zudem wird es während des Wochenendes genügend Zeit für gemeinsame Diskussionen und die Vernetzung untereinander geben. Keine Bange – für leckeres Essen ist ebenfalls gesorgt.
Was – nur 2,7 emanzipatorische Tage?! Die Organisator_innen stellen klar: ”Emanzipation ist ein Prozess, der nicht nur 2,7 Tage dauert, aber dieses Wochenende wird auch nicht das letzte sein, mit dem wir euch aufrufen: „eh!“ – Emanzipation ist kein Ponyhof!”
Dieser Text ist Teil 46 von 48 der Serie Meine Meinung
Der Brüller! Als ich diesen Werbespot das erste Mal sah, dachte ich, dass dieses satirisch erstklassige Werk die perfekte Parodie auf diese dumm-dreisten Diätwerbungen sei, die ich ertragen muss, sobald ich mein Fernsehgerät anschalte.
Weit gefehlt. Du Darfst meint es ernst. Denn - haltet euch fest – Du Darfst positioniert sich mit ihrer neuen Kampagne „F*** the Diet“ (zu deutsch: „Scheiß auf Diäten“) gegen den Diätenwahn und stellt ganz schockiert fest:
Wir haben mit Frauen in Deutschland über ihre Diäterfahrungen gesprochen. Hättet ihr gedacht, dass rund 80 % der deutschen Frauen Diäten viel zu kompliziert und absolut nicht alltagstauglich finden?
Eine Diät ist nicht alltagstauglich? Waaas?! Kalorien zählen, schlechtes Gewissen haben, überteuerte Diätprodukte kaufen, das Kleid eine Nummer kleiner bestellen („da werde ich bald reinpassen!“), dumme Sprüche von anderen Diätwütigen ertragen… verdammt noch mal, ja, das nervt ganz schön im Alltag. Bis dato dachte ich, dass Du Darfst mit Diätenquatsch ihr Geld verdient, aber weit gefehlt, denn nun präsentiert sich die Marke im neuen Kleid: Diätprodukte einfach mit gute-Laune-Bildern und eigentlich lobenswerten Anti-Diät-Botschaften verpacken, dann wird’s schon gekauft. Getreu dem Motto: Mit Feminismus Light die Kasse klingeln lassen. Bewaffnet mit Gouda unter 10% Fettanteil und Halbfettmargerine tönt die Firma weiter:
Wir wissen, dass die Gedanken bei vielen Frauen häufig um Kalorien und Gewicht kreisen – richtig glücklich macht das nicht! Das kennt ihr doch sicherlich auch? Und deshalb möchte Du darfst sich gegen den Diätenwahn stark machen.
Schon wieder eine Woche rum! Was habt ihr gelesen, was hat euch beschäftigt, über welches Thema möchtet ihr diskutieren? Oder habt ihr noch Links zu Projekten oder Veranstaltungen, die ihr gerne bewerben möchtet? Dann ab damit in die Kommentare!
Puh, diese Woche wurden wohl dutzende Finger wund gebloggt, so viele tolle Blogbeiträge haben wir gesammelt! Los geht’s:
Antje Schrupp ist ja bekanntlich eine Unterstützerin des Bedingungslosen Grundeinkommens, ist aber immer wieder frustriert, wenn in Büchern zu Grundeinkommen Care- und Fürsorgearbeit fast gar nicht beachtet werden.
High on Cliches machte sich Gedanken über die Aneignung von diskriminierenden Wörtern – wer eignet sich die Wörter an und wer sollte diese Wörter lieber nicht benutzen?
Die US-amerikanische feministische Dichterin und Autorin Adrienne Rich wurde 1929 geboren und verstarb vor einer Woche im Alter von 82 Jahren. Rich begann bereits im Kindesalter Gedichte zu schreiben. Ihre Gedichte und Essays handeln von Unterdrückung, lesbischer Liebe, Mutterschaft, Krieg und die Rolle von Frauen in einer männlich dominierten Welt.
Adrienne Rich (rechts) mit den Schriftstellerinnen Meridel Le Sueur (Mitte) und Audre Lorde (links). Quelle: flickr (K. Kendall) CC BY 2.0
Anfang der 1950er Jahre heiratete Rich den Harvard-Ökonom Alfred Conrad, mit dem sie drei Söhne bekam. Wegen einer Anstellung ihres Mannes an einem College in New York zog die Familie in die Großstadt, wo Rich aktiv wurde in der Antikriegs-, Frauen- und Bürger_innenrechtsbewegung. Die Ehe hielt knapp zwei Jahrzehnte, eine Trennung erfolgte 1970. Im gleichen Jahr nahm Conrad sich das Leben – ein schwerer Schicksalsschlag für Rich.
Wenige Jahre später erschien ihr bekanntes Gedichtband “Diving Into The Wreck”, welches bis heute als Meisterwerk der feministischen Literatur gilt. Von 1976 bis zu ihrem Tod lebte sie in einer Partnerschaft mit der jamaikanischen Autorin Michelle Cliff. Ihr Essay “Zwangsheterosexualität und lesbische Existenz“ (1980) sowie ihre Liebesgedichte an Frauen, z.B. die ”Twenty-One Love Poems” (1977), machten sie zu einer Identifikationsfigur in der lesbischen Bewegung. In den Jahrzehnten bis zu ihrem Tod unterrichte Rich an renommierten US-amerikanischen Universitäten und war weiterhin politisch aktiv. So weigerte sie sich gemeinsam mit anderen Dichter_innen im Februar 2003 aus Protest gegen den Irak-Krieg an einem Symposion des Weißen Hauses zum Thema Poetry and the American Voice teilzunehmen.
Adrienne Rich verstarb am 27. März 2012 in Kalifornien (USA).
"Ich bin gegen opferbeschuldigendes Verhalten. Internationaler Tag gegen Victim-Blaming am 3. April"
Heute vor einem Jahr gingen in Toronto (Kanada) tausende Menschen auf die Straße, um auf die Absurdität des Kommentars eines kanadischen Polizisten aufmerksam zu machen, der vor einer Gruppe Jura-Student_innen im Rahmen seines Vortrags zu Campus-Sicherheit dazu riet, dass Frauen vermeiden sollten, “sich als Schlampen zu kleiden, um nicht Opfer von sexualisierter Gewalt zu werden”.
So formierten sich die SlutWalks als Demonstrationen gegen sexualisierte Gewalt, Vergewaltigung, Sexismus und victim blaming (Schuldzuweisungen an Betroffene), die sich im Laufe des letzten Jahres zu einem globalen Phänomen ausweiteten. In dutzenden Städten fanden Demonstrationen statt und auch dieses Jahr formieren sich wieder Orga-Gruppen, um einen zweiten SlutWalk zu organisieren.
Anlässlich des ersten Jahrestages wird nun für den 3. April ein “International Day Against Victim-Blaming” ausgerufen, der heute zum ersten Mal stattfindet.
Zur Erinnerung: In einem Dossier haben wir mehrere Beiträge zu den SlutWalks zusammengetragen.
Frisch in den April starten wir mit euren Lieblingstexten, Aufreger-Blogposts und tollsten Überraschungen der Woche! Also: Ran an die Tastatur und den Frust, die Freude oder das Erstaunen mit uns allen geteilt.
Noch nichts vor heute Abend? Dann könnt ihr doch mal etwas Zeit mit Sleater Kinney verbringen! Live kann man das nicht mehr erleben, denn die Band gibt’s heute leider nicht mehr. Traurig müssen wir aber nicht sein, denn zwei der Bandmitglieder – darunter Carrie Brownstein, Sängerin und Gitarristin und nebenbei auch noch Schauspielerin in der Comedy Serie Portlandia - spielen heute wieder in der Indie/Punk Band Wild Flag. Ein bisschen Nostalgie darf trotzdem sein: Viel Spaß mit ”Jumpers” von Sleater Kinney.