Der Angriff der Killer-Heten – unsere feministischen Lieblingstweets!

28. Juli 2014 von der Mädchenmannschaft

Schon eine Weile ist es her, dass wir euch ein paar Perlen der queer-feministischen Twitteria vorgestellt haben, hier sind unsere aktuellen heißen Favoriten der Reihe “Feminist_innen zwitschern

 

 

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Selbermach-Sonntag (27.07.14)

27. Juli 2014 von Nadine

Sepiabild eines kleinen Mädchens beim Spielen Im Selbermach-Sonntag ist Platz für eure Themen. Egal, was euch in dieser Woche beschäftigt hat, postet es gerne in die Kommentare. Falls ihr Mitstreiter_innen für eure Projekte sucht oder auf interessante Blogeinträge hinweisen wollt, ist der Selbermach-Sonntag ebenfalls der Ort dafür. Ein schönes Rest-Wochenende!




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Konsumkritik-Kritik und Kinder kriegen – die Blogschau

26. Juli 2014 von Nadine

Aktivistinnen von Women in Exile sind gerade mit einem Floß auf Aktionstour (Interview mit der Mädchenmannschaft). Auf ihrem Blog berichten sie mehrmals die Woche von ihren Eindrücken.

Miss Temple schreibt zur Kommerzialisierung von Modeblogs.

Auf Reizende Rundungen begründet Katrin, warum sie Fat Acceptance wichtig findet.

Puzzlestücke hat in den letzten Tagen gegen verkürzte Konsumkritik gerantet, die häufig klassistische Diskriminierung nicht mitdenkt. Ihre Twitter-Rants hat sie in ihrem Blog zusammengefasst.

Riotmango schließt sich an und erweitert die Konsumkritik-Kritik um dicke_fette Perspektiven.

Ryuu schreibt einen persönlichen Text über Kinder kriegen und haben: “Ich will keine Kinder. Und zwar weil die Bedingungen, unter denen ich eigene Kinder überhaupt als Möglichkeit in Betracht ziehen würde, nie in meinem Leben erfüllt waren und nach wie vor nicht sind.”

Habt ihr diese Woche was geschrieben, gezeichnet oder aufgenommen, das hier nicht verlinkt wurde? Kennen wir eure tolle Webseite/tollen Blog etwa noch gar nicht? Dann ab damit in die Kommentare. Jede Woche verlinken wir Text_Wissens_Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum.




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Geschlechtseintrag in der Geburtsurkunde, feministische Sprachinterventionen und Women in Exile – kurz verlinkt

24. Juli 2014 von der Mädchenmannschaft

deutschsprachige Links

Über die in Österreich “fehlenden Töchter in der Forschung” schreibt dieStandard.  Dort wird zum einen aufgezeigt, wie lange Frauen wissenschaftliche Karrieren verunmöglicht wurden und die, die sich trotzdem durchsetzten, nachträglich unsichtbar gemacht wurden. Darüberhinaus ein wichtiger Aspekt: Viele der wissenschaftlichen Vorreiterinnen waren Jüdinnen, die verfolgt und ermordet wurden.

Vor 150 Jahren wurde Ricarda Huch geboren. Das Deutschlandradio Kultur erinnert an die Historikerin und Schriftstellerin.

Die taz findet, wer sich an “Babyspinat-Mangold-Smoothies gewöhnen [kann], [wird] sich mit der Zeit auch an neue Sprachformen gewöhnen”. Und auch bei derStandard geht es um feministische Sprachinterventionen und den Widerstand gegen diese. Im Interview spricht Sprachwissenschaftlerin Claudia Posch über (un)ästhetische Binnen-I-s und Sprachnormierungen.

Ein kurzes Interview mit der Modebloggerin und Aktivistin Alexandra Sandkühler zu Fat Empowerment und Fat Acceptance beim Freien Radio.

Dritte Option berichtet, dass am 28. Juli 2014 soll ein Antrag auf Änderung einer Geburtsurkunde eingereicht werden, die den Geschlechtseintrag “inter*/divers” enthalten soll.

Die taz schreibt über die Arbeit von Women in Exile und stellt dabei auch drei der Aktvistinnen vor: Damarice Okore, Elisabeth Ngari und Fatuma Musa.

Termine in Berlin und Hamburg:

1. bis 3. August in Berlin: LAD.I.Y.FEST Berlin 2014. (FB-Link)

2. August in Hamburg: Queer Flora Party.

8. bis 10. August in Hamburg: MISSY-Konferenz: Fantasies that matter. Images of Sexwork in Media and Art.

 




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Warum der BMI scheiße ist (und ich kein Sellerie mag)

23. Juli 2014 von Magda

Adipös. Mein Resultat grinste mich dick und fett (ha!) an. Schnell Google angeschmissen und mal gecheckt: Adipös heißt „fettleibig“ und „fettsüchtig“. Ich lese weiter und lerne, dass ich einen „krankhaft erhöhten Körper­fettanteil“ habe. Da staunst du nicht schlecht, was? Ja. Ich auch. An einem regnerischen Nachmittag hatte ich nämlich mal meinen BMI ausgerechnet und vor Schreck fiel mir gleich der Lolli aus dem Mund (Verzeihung, Sellerie­stangen! Selbst­verständlich Sellerie­stangen. Mit low-fat-low-carb-low-anything Quark. Ohne Salz.) Da stand es schwarz auf weiß: Krankhaft fettleibig. KRANKHAFTFETTLEIBIG.

Ich atmete schwer und tief ein (klar, bei dem schweren Körper). Und mein Recherche-Instinkt wurde geweckt. Was ist denn dieser BMI? Und welcher Sellerie­stangen kauende Nervmensch hat sich denn so einen Quatsch ausgedacht?

Hallo BMI, wer oder was bist du?

Der BMI soll uns angeblich verraten, ob wir „unter­gewichtig“, „normal­gewichtig“, „über­gewichtig“, „adipös“ oder „stark adipös“ sind. Der BMI errechnet sich aus dem Gewicht, geteilt durch die Größe im Quadrat, was uns schon mal einen ersten Hinweis darauf gibt, wie wenig aussage­kräftig diese Rechnung sein kann. Unterteilt wird außerdem fein säuberlich in „Mann“ und „Frau“ – als wären alle Menschen in den jeweiligen Kategorien „Mann“ bzw. „Frau“ gleich – als gäbe es nur Männer und Frauen. Manchmal findet eine Unterteilung in Alters­gruppen statt.

Von einer wirklichen Differenzierung beim BMI kann also kaum gesprochen werden. Andere Lebensumstände und Faktoren, die ebenfalls Einfluss auf Körpergewicht haben, bleiben unerwähnt: Wo, wie viel und was arbeite ich? Wo und wie wohne ich? Wie ist mein Zugang zu unterschiedlichen Nahrungs­mitteln und Sport­möglichkeiten? Wie viel Stress und Diskriminierung erlebe ich? Und nur, damit ich nicht missverstanden werde: Ja, soziale Faktoren haben Einfluss auf Körper(-gewicht). Und trotzdem werden Menschen immer unter­schiedliche Körper haben, auch wenn sie sich in ähnlichen Lebens­umständen befinden. Warum? Weil Körper unter­schiedlich auf Essen, Sport, Stress, Diskriminierung oder andere Einflüsse reagieren. Weil mein Körper nicht dein Körper ist.

Nehmen wir zum Beispiel Sellerie. Schon allein bei der Vorstellung Sellerie essen zu müssen, bekomme ich Pickel. Irgendwie bitter, viel zu fad. Und man kann’s nur schwer mit Käse überbacken… Müsste ich das essen, hätten ich und mein Magen keinen Spaß – obwohl Sellerie landläufig als „gesund“ gilt. Ich glaube aber an folgende Gleichung: Was mir nicht schmeckt, tut mir nicht gut – egal wie gesund. Was für die einen gesund und wohl­schmeckend ist, schmeckt für andere nun mal wie eingeschlafene Füße. Ich glaube auch an folgendes: Dicke Menschen verdienen es, so zu essen, wie sie möchten – genau wie alle anderen. Ohne scheiße Kommentare, ohne nervige Blicke. Was für eine radikale Forderung!

Schoko- und Himbeertörtchen

Dinge, die mir besser als Sellerie schmecken: Schoko- und Himbeertörtchen.

Ich fasse zusammen: Menschen und ihre Leben (und: ihre Geschmäcker) sind halt verschieden und komplex (d’oh!). Shit’s complicated. Es gibt nicht das „gesunde“ Essen auf der einen und das „ungesunde“ Essen auf der anderen Seite. Genauso wenig ist es sinnvoll, auf irgendwelche Rechnungen zu vertrauen, wenn es darum geht, Körper in „gesund_normal“ (BMI 20 – 25) und „risikobehaftet_krank“ (BMI ab 25) einzuteilen. Körper überhaupt in diese Kategorien einzuteilen ist, pardonnez-moi, kackscheiße!

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Utøya. Drei Jahre.

22. Juli 2014 von Charlott

Heute vor drei Jahren ermordete Anders Behring Breivik 77 Menschen. Acht Menschen starben durch eine Bombe, die gegen 15:25 in Oslo detonierte. Die 69 anderen Personen erschoss Breivik auf der Insel Utøya. Sie waren Teilnehmer_innen und Organisator_innen eines Feriencamps der AUF (Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiderpartiet (AP)) gewesen.

Kurz vor dem Anschlag in Oslo versandte Breivik ein über 1000 Seiten langes Dokument. Sein “Manifest”, welches er zum Großteil auch aus Texten, die bereits andersweitig im Netz veröffentlicht worden waren, zusammen kopiert hatten. In diesen Seiten drückte sich jedoch deutlich seine Welt- und Wertvorstellung aus: voller Rassismus, Islamfeindlichkeit, Hetero_Sexismus und Misogynie. Das große Schlagwort, unter dem er alles subsumiert: Kampf gegen “Politische Korrektheit”.

Die Menschen, die vor drei Jahren getötet wurden, wurden gezielt getötet. Auch heißt es, dass Breivik auf Utøya besonders Frauen und Mädchen anvisierte. Vom Feminismus, nach ihm eine der auffälligsten Spielarten der “politischen Korrektheit”, wollte er die europäischen Männer befreien.

In Berlin findet heute um 17.30 vor der norwegischen Botschaft eine Gedenkveranstaltung statt. (FB-Link)

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“Rechtsextreme Frauen – übersehen und unterschätzt” – Eine Broschüre

21. Juli 2014 von Charlott

13011_orgImmer noch läuft der sogenannte NSU-Prozess u.a. gegen Beate Zschäppe, wobei diese in der letzten Woche ihren AnwätInnen das Vertrauen entzogen hat. Wie sich das Verfahren weiterentwickelt ist somit gerade noch schwerer abschätzbar. Fest steht aber, dass Zschäpe und Helferinnen in den vielen Jahren der Aktivitäten des NSU auch deswegen nicht aufflogen, weil die Ermittler_innen rechtsextreme Frauen unterschätzen.

Anfang Mai hat die Fachstelle für Gender und Rechtsextremismus der Amadeu Antonio Stiftung die Broschüre “Rechtsextreme Frauen – übersehen und unterschätzt. Analysen und Handlungsempfehlungen” veröffentlicht, die sich mit diesem Phänomen und den Folgen auseinandersetzt. Die Publikation ist das Ergebnis eines einjährigen Projekts und fasst auf etwas mehr als sechzig Seite wichtige Erkenntnisse zusammen.

In einem ersten Kapitel gehen Heike Radvan und Henrike Voigtländer der Frage nach, wie (rechtsextreme) Frauen wahrgenommen werden. So analysieren sie eingangs, woher das Bild der “friedfertigen” Frau stammt und zeigen dabei auch auf, wie Forschung zur Schaffung dieses Stereotypes beigetragen hat. Weiterhin erklären sie, wie in der geschichtswissenschaftlichen Untersuchung der NS-Zeit Frauen häufig als »unbeteiligte Zeitgenossinnen« oder Opfer konstruiert bzw. ausgeblendet wurden. Diese Mechanismen galten dann auch für rechtsextreme Frauen nach 1945, wie Radvan und Voigtländer deutlich machen. Das zweite Kapitel von Heike Radvan und Naemi Eifler schließt in der Chronologie dann an und betrachtet genauer “Frauen in Gruppierungen der extremen Rechten nach 1989″. Dabei zeigen die Autorinnen, wie rechtsextreme Frauen sich im “sozialen Bereich” engagieren, als Kaderfrauen aktiv sind oder sich in autonomen Gruppen einbringen. Nach diesen beiden großen Überblickskapiteln widmet sich Ulrich Overdieck den “Rechtsterroristinnen in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland”. Dabei blickt er zum einen in die 1980er auf die »Deutschen Aktionsgruppen« (DA), der »Volkssozialistischen Bewegung Deutschlands« (VSBD) und der »Wehrsportgruppe Hoffmann« (WSG Hoffmann), sowie in die aktuellere Zeit mit der »Schutzgruppe« der »Kameradschaft Süd« aus München.

Im Anschluss widmen sich die Autor_innen noch einmal konkreten Fallbeispielen, zum ersten der “Fallgeschichte 1: Beate Zschäpe” und dann der “Fallgeschichte 2: Nadja Drygalla Der Umgang mit Rechtsextremismus in Sportvereinen”. Dabei wird immer wieder deutlich wie stereotype Bilder dazu führen, dass Frauen entlastet oder erst gar nicht groß betrachtet werden. Abschließend werden dann “Defizite im Umgang mit Aussteigerinnen aus der rechtsextremen Szene” aufgezeigt und Handlungsempfehlungen für Justiz, Zivilgesellschaft und Medien ausgesprochen.

Mehr zu diesen Themen inklusive weiterführender Literaturhinweise gibt es auch in unserer eigenen Artikelreihe “Gender und Rechtsextremismus“.




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Selbermach-Sonntag (20.07.2014)

20. Juli 2014 von Charlott

selberAuch wenn das Wetter eher an den Badesee lockt, habt ihr diese Woche Interessantes gelesen? Oder selbst Texte verfasst? Welche aktuellen Debatten sind euch wichtig oder welche “alten” Themen haben auf einmal wieder an Relevanz gewonnen?




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Samstagabendbeat mit Kate Tempest

19. Juli 2014 von Anna-Sarah

Allein schon angesichts der Tatsache, wie frenetisch The Streets vor ein paar Jahren gefeiert wurden, ist es eigentlich verblüffend, wie unbekannt Kate Tempest hierzulande (noch) ist. Dabei hat sie mit Spoken Word, Drehbüchern, Romanen und Musik bereits Preise abgesahnt, für die Yale University, die BBC oder die Royal Shakespeare Company gearbeitet. Im Mai ist ihr Album “Everybody Down” erschienen, u.a. begeistert besprochen von Sonja Eismann in der an.schläge. Auch ich habe dieses Jahr bisher wohl kein Album öfter am Stück durchgehört als dieses. Für alle, die nicht so schnell genug bekommen: Schönerweise gibt es eine Menge Videos von Kate Tempests Poesiedarbietungen im Netz.




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Äußerungen zum Nahost-Konflikt ™ und Abschließendes zur Männer-Fußball-WM – Die Blogschau

19. Juli 2014 von Charlott

Die Aktionstour mit Women in Exile & Friends ist gestartet. Updates zu dieser und alle Termine gibt es auf einem Blog.

Über den Nahost-Konflikt ™ haben ja alle etwas zu sagen. Nadia hat bei Shehadistan gleich mal handliche Tipps veröffentlicht, wie diese Meinungsäußerungen besonders gelingen.

Abschließendes zur Männer-Fußball-WM gibt es bei Metalust: “Wenn Fussballdeuter Mythen nähren …“.

Es gibt so viele Gründe zu ranten findet Welcome to the Shoebox Castle! : Breitmachmacker, Anspruchshaltungen an Feministinnen, Unterrepräsentation von Wissenschaftlerinnen, allgemeiner Backlash, aber auch im Speziel “Sprachkritik” (also nicht jene von Feminist_innen, sondere solche gegen feministische Interventionen).

Different Needs hat ein Riot Grrrls ABC als Zine erstellt. Dieses kann jetzt erworben werden.

Auf umstandslos beschreibt Ina detailliert, wie lokale Netzwerktreffen für feministische Sorgetragende organisiert werden könnte: Was ist bei der Raumsuche zu beachten? Welche Termine passen? Wie erreicht eine_r die “richtigen” Leute?

Ich habe für Femgeeks ein tolles Comic gelesen und kann dies nur weiterempfehlen. Im Mittelpunkt stehen fünf Freundinnen, ein Sommercamp und allerhand Abenteuer – klingt nach einer altbekannten Mischung, wird bei Lumberjanes aber großartig als Ausgangspunkt für spannende Erzählungen jenseits der Norm genutzt.

Habt ihr diese Woche was geschrieben, gezeichnet oder aufgenommen, das hier nicht verlinkt wurde? Kennen wir eure tolle Webseite/tollen Blog etwa noch gar nicht? Dann ab damit in die Kommentare. Jede Woche verlinken wir Text_Wissens_Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum.




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