Veranstaltungen zum Frauenkampftag 2015

2. März 2015 von der Mädchenmannschaft

Internationaler FrauenkampftagFrauen­kampftag 2015 – diesmal an einem Sonntag, der hoffent­lich sonnig und kämpferisch wird! Wir haben mit eurer Hilfe eine Menge Ver­anstaltungen rund um den Frauen­kampftag in Deutschland und Österreich zusammen­getragen. Auf dem Mädchenblog findet ihr ebenfalls eine Liste mit Veranstaltungen. Wir freuen uns über Ergänzungen in den Kommentaren!

Augsburg

8. März: Ab 10.30 Uhr lädt der DGB in den Kolpingsaal unter dem Motto “Frauenquote, Quotenfrau – Bist Du auch eine?” zu Redebeiträgen, satirischen Sketchen und Musik.

Berlin

4. März: Ab 19 Uhr findet die Diskussion “Feminismus und Sprache” im Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum mit Antje Schrupp, Sookee, Marianne Ballé Moudoumbou und Profx.Dr. Lann Hornscheidt statt. (Facebook-Link)

7. bis 28. März: Im Interkulturellen Frauenzentrum SUSI finden verschiedene Ausstellungen, Filmvorführungen und Workshops statt, u.a. ein Workshop mit Women in Exile zu Widerstandsbewegung von geflüchteten Frauen und ein Vortrag von Sandrine Micosse-Aikins: „Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit… postkolonialer (Kultur-)Aktivismus zwischen Widerstand und Protest“.

7. März: Vernetzungstreffen zur Vorbereitung der Gegenaktionen zum “Marsch für das Leben” in Berlin am 19.9. 2015 (Facebook-Link).

8. März: Wieder gibt es ein großes Bündnis in Berlin, welches eine Frauenkampftag-Demo organisiert. Los geht es um 13 Uhr am Rosa-Luxemburg-Platz. Mit dabei: Ein Block für Sexarbeiter_innen und Verbündte (Facebook-Link) und der Inter* und Trans*-Block der Trans*genialen F_Antifa.

8. März: Ab 20.30 wird im Rahmen der Berlin Feminist Film Week, die vom 06. bis 13. März läuft, der Film “American Revolutionary: The evolution of Grace Lee Boggs” gezeigt (Facebook-Link, englischsprachig).

12. März:  Ab 19 Uhr findet das Spoken Word zum internationalen Frauen*kampftag reloaded! mit mit Azadê, Bahati und Moona Moon und der Frage “Was bedeutet eigentlich ‘Frauensolidarität’?” statt.

18. März: Kurz-Input von Magda Albrecht im Rahmen der Veranstaltung “Sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht” zum Internationalen Frauenkampftag im Berliner Abgeordnetenhaus u.a. mit Evrim Sommer (Frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE Berlin) und Prof. Dr. Ulrike Busch (Landesvorsitzende von pro familia). Einlass ab 17:30 Uhr, Beginn: 18 Uhr. Der Veranstaltungsort ist mit einem Rollstuhl zugänglich.

Bochum

7. März: Feminismus im Pott organisiert ab 12 Uhr auf dem Bongard-Boulevard ein Bühnenprogramm (Facebook-Link) mit Musik, satirischen Texten und Reden.

Eisenstadt

8. März: Um 12 Uhr beginnt der Filmbrunch der jungen Grünen (Facebook-Link). Gezeigt wird “Women without men”.

Frankfurt am Main

8. März: Die Demo Feministischer Kampftag (Facebook-Link) startet um 14 Uhr am Hauptbahnhof und macht dann an verschiedenen Stationen Halt für Beiträge zu Aspekten feministischer Kämpfe. Im Anschluss können sich alle im Klapperfeld zu “Plausch, Party und Politics” treffen, wo für Essen, Trinken und Kinderbetreuung gesorgt ist.

Freiburg

1. bis 7. März: Die ganze Woche gibt es verschiedene Veranstaltungen rund um den Internationalen Frauenkampftag in Freiburg. So gibt es am 05. ab 20 Uhr einen Vortrag zu “Care Revolution. Schritte in eine solidarische Gesellschaft”. Die Demonstration zum Frauenkampftag beginnt am 07. März um 15 Uhr.

Gießen

10. März: Ab 9.30 organisiert “AKTION – Perspektiven für junge Menschen und Familien e.V.” eine Talkrunde für Frauen unterschiedlicher Generationen zum Thema “Muttersein”.

Graz (Österreich)

7. März: Ab 10.30 Uhr startet “JETZT ERST RECHT – Demonstration zum Internationalen Frauentag 2015“. (Facebook-Link)

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Selbermach-Sonntag (01.03.2015)

1. März 2015 von der Mädchenmannschaft

Sepiabild eines kleinen Mädchens beim SpielenWas hat euch beschäftigt, erfreut, geärgert, traurig und wütend gemacht, euer Herz vor Begeisterung hüpfen lassen? Jeden Sonntag habt ihr bei der Mädchenmannschaft die Möglichkeit eure Gedanken der letzten Woche zu teilen, Links zu tollen Texten, Blogs, Webseiten, Videos, Fotos, Gifs und Audiobeiträgen zu posten. Also ab damit in die Kommentare! Wir wünschen euch eine angenehme und erholsame Restwoche.




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Black History Month: Samstagabendbeat mit Akua Naru und Dynasty

28. Februar 2015 von Anna-Sarah

Den Samstagabendbeat widmen wir im Februar dem Black History Month/Black Future Month: Jede Woche stellen wir Schwarze Künstler_innen und ihren Aktivismus vor. Den Anfang machten die US-amerikanischen Rapperinnen Rapsody, stahhr und Sa-Roc; in der Woche darauf konntet ihr mehr zur großartigen Miriam Makeba lesen und hören. Letzten Samstag präsentierten wir drei tolle, Schwarze Künstlerinnen aus dem deutschsprachigen Raum.

Heute feiern wir im Samstagabendbeat zwei großartige Livekünstlerinnen, deren Bezugnahme auf widerständige(n) Geschichte(n), auf Wegbereiter_innen und Wegbegleiter_innen in ihrer Kunst immer präsent ist: Akua Naru  – die übrigens bis zum Sommer auf Tour auch im deutschsprachigen Raum ist – und Dynasty.




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Armutsbericht: Einkommenskluft und Armut trotz Lohnarbeit

27. Februar 2015 von Charlott

In der letzten Woche stellte der Paritätische Wohlfahrtsverband seinen aktuellen Armutsbericht “Die zerklüftete Republik” für Deutschland vor. In diesem wurden die Zahlen für 2013 ausgewertet und eine weiter auseinandergehende Einkommensschere konstatiert: Die Armutsquote von 15,5 Prozent ist die höchste seit dem Beginn der regelmäßigen Berichte (2006). Auch wurden erstmals in dem Bericht besondere ‘Risikogruppen’ identifiziert.

Was bedeutet Armut?

Der Armutsbericht arbeitet bei seiner Auswertung mit relativen Werten. Als arm gilt in diesem, wer unter 60% des bundesdeutschen durchschnittlichen Netto-Einkommens zur Verfügung hat. In Zahlenwerten bedeutet das z.B. weniger als 892 Euro als Einzelpersonen-Haushalt. Diese Art der Feststellung hat natürlich auch ihre Tücken, weil sie nur begrenzt etwas über den Lebensstandard betroffener Personen aussagt – da je nach Region Lebenserhaltungskosten beispielsweise unterschiedlich sind und Strukturen (z.B. Zugang zu Kinderbetreuung und deren Kosten) erst einmal keine Rolle spielen. Auf der anderen Seite ist aber der Vergleich mit einem bundesdeutschen Durchschnitt auch sinnvoll, da Einkommen ja auch etwas darüber aussagt, wer in welchem Rahmen Altersvorsorge treffen kann. Selbst wenn eine Person in eine andere Region zieht, bleibt ja diese vorherige “Erwerbsgeschichte” mit Einfluss. Und auch macht diese Art der Betrachtung vor allem eins deutlich: Wie stark die Kluft zwischen verschiedenen Einkommensgruppen ansteigt.

Arm mit Lohnarbeit

Der Paritätische Wohlfahrtsverband stellt außerdem heraus, dass sich Erwerbslosenquote und Armutsquote voneinander entkoppelt haben. Das heißt: Auch bei sinkender Erwerbslosenzahl ist die Armutsquote weiter gestiegen, somit gebe es also eine Verstärkung des Phänomens der working poor: Menschen, die trotz Lohnarbeit unter die Armutsgrenze fallen. Wird der Mindestlohn, der ab 01. Januar dieses Jahres – in Teilen – greift, dort Abhilfe schaffen? Der Paritätische Wohlfahrtsverband jedenfalls verlangt erst einmal eine Anhebung des Mindestlohns, da dieser mit 8,50€ immer noch sehr niedrig ist. Aber selbst die 8,50€ werden nicht alle lohnarbeitenden Menschen erhalten. Menschen, die unter 18 Jahre alt sind und noch keinen Berufsabschluss haben, sind da ausgenommen (und während der Ausbildung bekommen sie auch keinen), aber auch Personen, die 12 Monate erwerbslos waren haben die ersten 6 Monate in einer neuen Anstellung kein Recht auf den Mindestlohn. Für eine Reihe von Branchen befürchten Gewerkschaften zu dem, dass durch Zeitabrechnungen und ähnliche Papiertrickserein, de facto der Mindestlohn umgangen wird. Besonders hart trifft es auch Menschen mit Behinderungen, die in Werkstätten für behinderte Menschen, arbeiten. Diese sind ganz und gar von der Mindestlohnregelung ausgenommen, stattdessen wir hier von einem “arbeitnehmerähnlichen” Verhältnis gesprochen. (Menschen mit Behinderungen, die eine Assistenz in Anspruch nehmen, dürfen zu dem auch kaum Geld sparen.)

Nicht alle Personengruppen sind gleich gefährdet
Im Armutsberricht wird auch deutlich, dass nicht alle Gruppen gleichermaßen armutsgefährdet sind. In den Altersegmenten trifft es besonders junge Menschen und Rentner_innen. Bei der Auffächerung nach “Haushaltstyp” wird sofort ersichtlich, dass die am stärksten betroffenen Haushalte jene sind, in denen eine erwachsene Person mit einem Kind oder mehreren Kindern lebt. Haushalte, die natürlich auch nicht gleichermaßen verteilt sind: In erster Linie sind hier alleinerziehende Frauen mit ihren Kindern betroffen. Außerdem stärker als andere Haushalte betroffen: Haushalte mit zwei Erwachsenen und drei oder mehr Kindern. Außerdem identifizierte der Bericht Menschen mit ‘niedrigen’ Berufsabschlüssen und migrantisierte Personen zu den Risikogruppen. Die Zugehöhrigkeit zu den verschiedenen Gruppierungen überlappt sich natürlich auch häufig – aufgrund sexistischer, rassistischer und klassistischer Strukturen. Auf Menschen mit Behinderungen geht der Bericht allerdings nicht gesondert ein und auch andere Diskriminierungsfaktoren werden gar nicht erst gezielt verfolgt.




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Your hype is problematic: Ein Leitfaden

26. Februar 2015 von Heng

Viele kennen sie: Virale Trends auf sozialen Medien. Seien es einheitliche Profilbilder, millionenfach geteilte Videos oder kettenbriefartige Statusmeldungen, die meisten Timelines sind von diesen Massenbewegungen betroffen. Häufig sind diese Trends mit Social-Justice-Themen wie Feminismus oder LGBTQIA-Aktivismus verknüpft. Doch woher weiß ich, dass es kein problematisches Stück Scheiße ist, das mir auf die Pinnwand geschleudert wird? Dieser Checkliste soll helfen, Flops à la Patricia Arquette zu entlarven.

Wer teilt es?

Es sagt oft schon eine Menge über den Hype aus, wenn du durchschaust, wer ihn verfolgt und wer nicht. Sind es Facebook-Bekannte, die nicht ohne Grund nur Bekannte sind? Sind es deine heute sehr liberalen Freund_innen aus der Schulzeit? Oder sogar deine aktivistischen Crushes? Aus welcher Position heraus kommt die Identifikation mit den geteilten Inhalten? Werden sie von üblicherweise unkritischen Mainstreamblättern geteilt?
Verdächtig ist es beispielsweise, wenn an einem Thema mehr (vermeintliche) Allies als Betroffene beteiligt sind. Wenn mehr Heten als Queers ihr Profilbild für die sogenannte Homo-Ehe ändern (lang ist’s her), dann kannst du dich zurecht fragen, warum der Fisch komisch riecht. Häufig reicht es Leuten, etwas überragend super zu finden, weil der Feminismus- oder Gleichstellungsbegriff fällt. Doch Vorsicht: Nicht alles, was mit Feminismus zusammenhängt, ist cool. Es kann auch viel Anti-Feminismus, Heterosexismus oder Rassismus mitschwingen. Da gäbe es als Paradefails Emma Watsons #HeForShe-Rede (auch auf der Mädchenmannschaft wurde berichtet), die Oscar-Rede von Patricia Arquette, das umjubelte Dustin-Hoffman-Interview oder das #Hollaback-Catcalling-Video.

Um wen geht’s?

Um wen_welche Personengruppe handelt es sich in den jeweiligen Inhalten? Wer ist mitgedacht, wer ist “mitgemeint”? Wessen Lebensrealitäten werden berücksichtigt, welche werden in den Vordergrund gestellt? Wer spricht über wen? Besonders bei Solidaritätsbekundungen wie #JeSuisCharlie gilt es zu kritisieren, wer sich mit wem warum solidarisiert und wessen Leid schwerer zu wiegen scheint. Wo gibt es Fremdzuschreibungen? Durch welchen Blick werden die Inhalte gezeigt? Schwingt da ein Hauch von White Savior mit? Oder allgemeines Entitlement zur Bevormundung “besonders unterdrückter” Personen? Und ganz wichtig: Vertraue keinen Projekten mit World-Aid-esquen Soundtracks.

Und sonst so?

Grundsätzlich sind Videos, die mit Sätzen wie “Dieses Video wird deine Weltanschauung verändern!” eingeleitet werden, direkt überspringbar. Sie sich anzuschauen ist Zeitverschwendung in ihrer reinsten Form.
Ein weiteres gruseliges Stichwort ist die Anschlussfähigkeit. Wenn Themen so weichgewaschen und als liberales Interesse verkauft werden, dass sie dafür gelobt werden, alle abzuholen, ist Misstrauen geboten. Wer sind denn alle? Sind es Personen, die aufgrund diverser Faktoren wenig Zugang zu Bildung haben, oder welche, die alles fünf Mal besser wissen könnten als du selbst, es aufgrund ihrer Position aber bisher nicht für wichtig hielten, ihre Ignoranz gegenüber einer Debatte etwas zurückzuschrauben? Fakt ist: Es ist unheimlich schwer, Material zu produzieren, dass wirklich alle erreichen kann, keine Ausschlüsse schafft und nichts Diskriminierendes reproduziert. Ich will niemandem irgendwelche Fähigkeiten absprechen, aber mir sind bisher kaum Leute begegnet, die diese Disziplin meistern konnten.

Natürlich kann es vorkommen, dass du die Kritik in diesen Inhalten auf den ersten Blick nicht siehst. Wenn du auf sie aufmerksam gemacht wirst, lohnt es sich in der Regel nicht, in sture Abwehrreaktionen zu versinken und den Post zu verteidigen, nur weil alle™ den teilen. Besonders, wenn Betroffene dich über ein Thema aufklären, sind diese Ressourcen lieber dankbar anzunehmen als anderen ihre Erfahrungen abzusprechen. Und bitte nicht beleidigt sein: Das endet meistens peinlich.




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Geburtshilfe – Keine Wahlfreiheit beim Geburtsort

25. Februar 2015 von Melanie

Ein Schritt vor, zwei Schritte zurück – So laufen die Verhandlungen der Hebammen mit den Krankenkassen und Versicherern. Die freie Wahl des Geburtsorts soll weiter eingeschränkt werden: Erhöhte Ausschlusskriterien für Hausgeburten (z.B. Überschreitung des errechneten Geburtstermins), das Ausbleiben einer 5%igen Vergütungssteigerung und das Damoklesschwert der zukünftigen Berufshaftpflicht verschlechtern die Situation in der Geburtshilfe massiv.

Dabei werden – wieder – die Rechte von Frauen*, über ihren Körper zu bestimmen, eingeschränkt. Schwangere haben damit nicht nur – realistisch betrachtet – keine freie Wahl des Geburtsortes mehr. Auch die Vor- und Nachsorge durch Hebammen ist davon betroffen – überlegen doch etliche Hebammen inzwischen, ihren Beruf aufzugeben. Im Kreißsaal wird die Situation auch nicht besser, die Überlastung der Hebammen durch die Begleitung mehrerer Geburten gleichzeitig führt öfter dazu, dass diese eigentlich wegen Überlastung den Kreißsaal schließen müssten.

Aber Selbstbestimmung von Frauen über ihre Körper oder die Rettung eines Berufsstands scheinen die Medien und Politik nicht mehr zu interessieren. Die Situation verschlechtert sich immer weiter.

Auf der Seite der Kampagne #meineGeburtmeineEntscheidung kann man Anregungen und Textbausteine finden, um sich bei den Krankenkassen zu beschweren, ebenso finden sich weitere Infos über die Problematik.




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Gewalt im Internet, Patricia Arquettes Feminismus und Care Revolution – kurz verlinkt

25. Februar 2015 von der Mädchenmannschaft

Deutschsprachige Artikel

Charlott im Gespräch bei der Podiumsdiskussion der Heinrich-Böll-Stiftung zu “Gewalt im Internet – Brauchen wir neue Gesetze?” – hier ist die Videoaufzeichnung der Veranstaltung (und eine kurze Zusammenfassung der Diskussion findet sich bei Publixphere):

Aufruf des Netzwerkes Care Revolution zum 8. März: Zum internationalen Frauenkampftag stellt das Netzwerk Forderungen auf, u.a. Mindestlohn ohne Ausnahmen, bedingungsloses Grundeinkommen und bessere Bezahlung für Care-Berufe.

Beim #schauhin-Storysalon berichtet Peggy Piesche von ihrem von ihrem “Moment des Wandels”, der sie zur Aktivistin machte:

“Die Bundesrepublik hat eine traurige Geschichte von haarsträubenden Verfassungsschutz-Skandalen aufzuweisen. Wenn sich allerdings bewahrheitet, was die neuesten Enthüllungen über die Verstrickung des hessischen Verfassungsschutzes in die Mordserie des rechtsextremen NSU nahelegen, dann übertrifft das alles bisher Dagewesene.”, schreibt die Frankfurter Rundschau.

Beim Missy Magazine stellt Hengameh Modeblogs vor, die Normen von Schönheitsvorstellungen, die gekoppelt sind an dünne, ‘gesunde’, weiße Körper, gleich mit in Frage stellen.

Englischsprachige Artikel

Black, queer, feminist, erased from history: Meet the most important legal scholar you’ve likely never heard of.

Die Huffington Post stellt sechs zeitgenössische afrikanische Künstlerinnen vor, die aktuell in der Ausstellung “Body Talk: Feminism, Sexuality and the Body in the Work of Six African Women Artists” in Brüssel zu sehen sind.

Am vergangenen Samstag jährte sich der Tag der Ermordung von Malcolm X (El-Hajj Malik El-Shabazz) zum 50. Mal. Vox.com stellt  das Telegramm vor, dass Martin Luther King, Jr. an Betty Shabazz, Witwe Malcolm Xs, im Jahr 1965 schickte.

Häufig wird darüber gesprochen, dass Mädchen/ Frauen sich doch mehr für technische Berufe interessieren sollten und in solche Berufsfelder einsteigen müssten. Doch was ist eigentlich mit jenen Frauen, die sich für diesen Schritt entschieden? Die LA Times berichtet nun: “Women are leaving the tech industry in droves“.

Und dann war da die Oscar-Verleihung: Shakesville hat eine kritische Zusammenfassung der Ereignisse. RH Reality Check (“The Road to Structural Erasure Is Paved With Good-Intentioned White Ladies“) und The Grio (“Dear Patricia Arquette: Blacks and gays owe white women nothing“) schreiben über Arquettes Rede, späteren Kommentare und den Hype um sie. Die Washington Post stellte hingegen fest: Beste Chancen auf den Oscar als bester Hauptdarsteller hat (der ‘gesunde’, weiße) Mann, wenn er einen Mann mit Behinderung oder Krankheit spielt.

Heute wird die (sehr große) Organisation “Autism Speaks” zehn Jahre alt. Aus diesem Anlass starteten sie in der letzten Woche den Hashtag #AutismSpeaks10. Autist_innen übernahmen diesen um auf die bereits jahrelangen Kritiken an der Organisation, deren unterstützen Forschungen und dem Autismus-Bild, welches sie medial wirksam verbreitet, hinzuweisen, berichtet Buzzfeed.

Termine in Berlin, Dresden, Hamburg, Karlsruhe, Köln und München

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Aufruf: Für ein feministisches Wiki!

24. Februar 2015 von Gastautor_in

Wer Fragen zu feministischen Bewegungen und Argumenten hat, kann auf einige Informationsseiten zugreifen. Das Feminismus 101, das Glossar der FemGeeks oder die Materialsammlung des Antisexismusbündnis’ zum Beispiel bieten Antworten und Argumentationshilfen. Auch hier auf dem Blog sind in der Blogroll und im Archiv Informationsangebote verlinkt. Auf das “Genderwiki”, ein Projekt an der Humboldt-Universität zu Berlin, das 2007 online ging, kann man mittlerweile aber leider nicht mehr zurückgreifen. Randy schlägt vor, ein feministisches Wiki zu erstellen – Mitstreitende, Kommentare, Vorschläge und ähnliches sind herzlich willkommen, also ab damit in die Kommentare zum Vernetzen!

Wie wäre es, wenn wir eine feministische gegen-Wiki zu WikiMANNia stellen? Ich bin der Meinung, dass wir, was auch immer dieses wir ist, vielleicht unter dem kleinsten gemeinsamen  Nenner kritisch, uns die Diskurshoheit nicht nehmen lassen, nicht im Netz, nicht auf der Straße, nirgendwo.

Genau das passiert mit solchen Machwerken wie wikiMANNia nämlich, das nicht nur antifeminisitisch, heteronormativ- und cis-sexisitische Ansichten postuliert und legimitiert, es kehrt auch alle Akteur_innen, die sich in diesem Spektrum bewegen, über einen Kamm, um dann mitdemselben munter drauf einzudreschen. Das geht weit über Trolling, Hate Speech und den ganzen anderen Mist hinaus. Daher wäre eine feministische gegenWiki vielleicht ein Ansatz, über diesen antifeministischen Bodensatz am Blinddarm des Netzes zu reden, zu erklären, was Maskulisten da tun, wie ihre argumentative Schließung, die sie unter anderem ja auch Feminist_innen vorwerfen, von statten geht und dass eben sehr wohl ein heterogener und kritischer, streithafter und fruchtbarer Diskussionsbedarf innerhalb und auch außerhalb der feministischen Bewegung stattfindet, so auch Kritik und Austausch möglich sind, aber nicht zu beliebigen Konditionen.

Ein Wiki eignet sich diesbezüglich, denke ich, deswegen am besten für dieses Ansinnen, da einerseits eine möglichst große Offenheit für Mitarbeit verschiedenster Akteur_innen im Netz geboten wird, andererseits die Kontrollmechanismen der wiki-Plattform derart ausgefeilt sind, dass auch abuse adäquat schnell und konsequent entgegengewirkt werden könnte. Und SEO-technisch scheint ein Wiki auch sehr günstig zu sein, wenn man sich ansieht, wie schnell hohe Ranks bei Schlagworten erreicht werden mit wikiMANNia-Artikeln.

Meines Wissens gibt es so etwas noch nicht und vielleicht könnte man ja gemeinsam hier bei Mädchenmannschaft darüber nachdenken, so etwas zu lancieren und mit Inhalten zu füllen. Was meint ihr? Ich freue mich auf Kommentare!




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Film-Empfehlungen – Garantiert ohne Oscargewinner

23. Februar 2015 von Charlott

Heute Nacht wurden die Oscars verliehen. Und auch wenn es in den letzten Jahren immer viele Gründe zur Beschwerde gab, dieses Jahr wurde schon allein bei den Nominierungen (negativ) aufgetrumpft:

  1. Es wurden ausschließlich weiße Schauspieler_innen in allen Kategorien nominiert. (Für alle, die Zahlen mögen: 20 von 20!)
  2. Ausschließlich Männer wurden als beste Regisseure und Drehbuchautoren nominiert.
  3. Und das, obwohl es beispielweise Ava DuVernay mit “Selma” gegeben hatte – ein Film, der überhaupt einfach missachtet wurde. Dazu möchte ich auch noch an den Colorlines Artikel “Academy Voter Offended by Selma Cast Wearing ‘I Can’t Breathe’ Tees” erinnern, oder Flavorwires Zusammenstellung “Whitesplaining ‘Selma': A Hall of Shame“.

Wer trotz alledem noch etwas zu den diesjährigen Oscars lesen möchte, empfehle ich den Liveblog bei Autostraddle nachzulesen (vor allem auch wegen der GIFs!) und Stacy L. Browns Artikel bei BitchThe Oscars Needs to Solve its Diversity Issues—Or Become Irrelevant“. (Nachtrag: Außerdem lesenswert Shakesvilles Zusammenfassung des Abends inklusive einer kritischen Analyse von Patricia Arquettes Aussagen.)

Und für all jene, die gern Filme gucken möchten, die nicht die immer gleichen Geschichten über die immer gleichen Figuren ansehen möchten, habe ich noch kurze Filmbesprechungen (Achtung, eventuell Inhalts-Spoiler) rückblickend auf die Berlinale. Dyke Hard hatte Hengameh hier bereits besprochen. Drei weitere Filme, nach denen es sich lohnt Ausschau zu halten:

Body von Małgorzata Szumowska

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Selbermach-Sonntag (22.02.2015)

22. Februar 2015 von der Mädchenmannschaft

Sepiabild eines kleinen Mädchens beim SpielenWas hat euch beschäftigt, erfreut, geärgert, traurig und wütend gemacht, euer Herz vor Begeisterung hüpfen lassen? Jeden Sonntag habt ihr bei der Mädchenmannschaft die Möglichkeit eure Gedanken der letzten Woche zu teilen, Links zu tollen Texten, Blogs, Webseiten, Videos, Fotos, Gifs und Audiobeiträgen zu posten. Also ab damit in die Kommentare! Wir wünschen euch eine angenehme und erholsame Restwoche.




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