trapped in the wrong body

30. September 2014 von Nadine

How can I be trapped in the wrong body
that is white, skinny and falsely cisgendered as women?
How can I be trapped in the wrong body
able to move anytime anywhere without help, fear or force?
If I want to.
If I just could sometimes.

My body is not wrong.
My body is right
there where society wants them to be.

I’m not trapped in the wrong body
I’m trapped in a society that is
Wronging my body
Righting my body
Praising my body
Trapping my body

I’m not wronged for my body.
I’m wronged for my body
Speaking
Changing
Moving
Feeling
where society not wants them to.

My body is wronging
My body is righting
My body is writing
society
is written on my body

My body is embodiment
of society.

My body is history
colonialism
capitalism
ableism
imperialism
sexism
racism
cisgendered
false.
My body is wrong.

My body is embodiment of society
righting history
righting violence
righting exploitation
wronging justice
wronging liberation
wronging dignity
treating bodies as wrong
trapped in the wrong body.

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Wer war… Ida B. Wells-Barnett?

30. September 2014 von accalmie

Ida Bell Wells-Barnett war ei­ne US-ameri­kani­sche Jour­na­li­stin, Lehr­er­in und Ak­ti­­vi­­stin, de­­ren En­­ga­­ge­ment für Schwar­­ze Bür­­ger_in­n­en­­rech­­te und Frau­­en­­rech­te im neun­zehn­­ten Jahr­­hun­­dert be­gann. Wells-Barnett wur­­de am 16. Ju­­li 1862 als die er­ste von sie­ben Ge­­schwi­st­ern in Hol­­ly Springs, Mi­­ssi­­ssi­­ppi, in die Skla­­ver­ei ge­­bo­­ren – we­­ni­­ge Mo­­na­­te, be­­vor der US-ameri­kani­sche Prä­­si­­dent Abra­­ham Lin­­coln in der Eman­­zi­­pa­­tions­­er­­klär­­ung zum er­­sten Ja­nu­ar 1863 das En­­de der Skla­­ver­ei in den Süd­­staa­ten er­klär­te (ein Dokument, das für den Großteil in Südstaaten-Sklaverei lebender Schwarzer bis zum Ende des US-amerikanischen Bürgerkrieges 1865 keine tatsächliche Befreiung bedeutete).

Ida B. Wells-Barnett, ca. 1893. © Mary Garrity.

Ida B. Wells-Barnett, ca. 1893. © Mary Garrity.

Wells-Barnetts jüngste Schwester und ihre Eltern (selbst politische Aktivist_innen in der Republican Party), Elizabeth und James Wells, fielen einer Gelbfieber-Epidemie zum Opfer, als sie sechzehn Jahre alt war. Wells-Barnett, nun verantwortlich für ihre fünf jüngeren Geschwister, gab vor bereits volljährig zu sein, und wurde daraufhin als Lehrerin in einer Dorfschule in Mississippi angestellt. Als ihre zwei Brüder eine Ausbildung begannen, zog Wells-Barnett 1882 mit ihren drei Schwestern zu einer Tante nach Memphis, Tennessee, wo sie weiterhin Schwarze Schüler_innen unterrichtete.

Als “Direct Action,” eine Pro­test­stra­te­gie, durch die zum Bei­spiel 1955 Ro­sa Parks im Mont­gom­ery Bus Boy­cott und spä­ter Schwar­ze Bürger_innen­rechts­grup­pen wie das Stu­dent Non-Violent Co­or­di­na­ting Com­mit­tee (SNCC) und der Con­gress for Ra­cial Equa­lity (CORE) nicht nur Auf­merk­sam­keit, son­dern vie­le Er­fol­ge er­ziel­ten, kann man Ida B. Wells-Barnetts Pro­test ge­gen die Se­gre­ga­tion ei­nes Zugs im Jahr 1884 be­zeich­nen. Ob­wohl sie im Besitz eines Erste-Klasse-Tickets für ihre Reise von Memphis nach Nashville war, wurde Wells-Barnett vom Schaffner dazu aufgefordert, sich in das einzige Abteil “für Schwarze” zu begeben, das gleichzeitig das Raucherabteil war. Als Wells-Barnett sich weigerte, wurde sie schließlich von drei Zugangestellten unter dem Applaus weißer Mitreisender gewaltsam aus dem Abteil geschleift. Wells-Barnett erstattete daraufhin Anzeige gegen die Eisenbahngesellschaft, doch das Oberste Verfassungsgericht Tennessees verwarf letztlich ihre Klage, und Wells-Barnett musste die 200 Dollar Gerichtskosten tragen. Weiterlesen »




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Erschwerte Bedingungen

29. September 2014 von Gastautor_in

Katrin bloggt bei Reizende Rundungen über Plus Size Fashion, Fat Acceptance und alltäglichen Flitterkram, und twittert auch unter @fresheima. Mit ihrer freundlichen Genehmigung dürfen wir ihren Blogpost hier zweit-veröffentlichen.

Ich habe den ganzen Tag überlegt, ob ich das jetzt wirklich zerreden will, oder es einfach ad acta lege, aber irgendwie lässt mich diese Mail, die heute in mein Postfach flatterte nicht los. Nicht, weil ich mich davon persönlich beleidigt fühle, sondern weil hinter der Annahme ein ganzer Rattenschwanz an Dingen steckt, die mir total quer gehen. Ich schaute also in mein Blog Postfach, und sah etwas mit dem Titel „Anfrage für Fernsehproduktion“, meine Erwartungen waren dank verfangender Erlebnisse recht tief, und ach was solls, ich kopiere es eins zu eins und versehe es gleich mal mit meinen Korrekturgedanken.

Liebe Katrin
ich schreibe Dich an, weil wir Dich gerne für eine Fernsehsendung gewinnen würden. Es geht um folgendes: wir produzieren für das Deutsche Fernsehen eine Real Live Reportage.  

Aha. Für welchen Sendern denn? Und Real Live Reportage, das klingt wie ein Wort, das gerne nach mehr klingen will als es ist… Mitten im Leben und so, das waren bestimmt auch Real Life Reportagen. oder?

Wir zeigen die Menschen so wie sie sind – ihre Ziele, ihre Schicksale, ihre Erfolge oder ihr Scheitern. Die Reportage eröffnet dem Zuschauer einen unverstellten Blick auf das Geschehen – intensiv und informativ. 

Ha, ich wusste es doch. Intensiv und informativ klingt definitiv nach RTL!

Für eine kommende Folge möchten wir Singles begleiten, die auf der Suche nach einem Partner sind. (aha?!) Hierbei geht um Singles mit erschwerten Bedingungen. So haben wir für die Folge z.B. bereits einen Mann aus dem Allgäu begleitet,…

… Moment mal eben. Erschwerte Was? Erschwerte Bedingungen? Ich gucke in diesem Moment irritiert von meinem Handy hoch und blickte kurz meine Mama an, weil ich mich frage, ob ich nicht versehentlich in irgendeine Paralellwelt abgedriftet war.

…der sehr abgeschieden lebt und für den es daher schwer ist jemand neues kennenzulernen. Nun möchten wir für diese Folge auch eine übergewichtige Frau begleiten, die Single ist. Unsere Reporterin wäre dabei an ihrer Seite.

Danach ging die Mail noch ein bisschen weiter. Dies das Ananas, wie toll mein Blog wäre, dass ich Mut mache, und bestimmt total ausgebucht bin, wenn ich keine Zeit hätte, wäre es toll “wenn Du (also ich) uns bei der Suche nach Protagonistinnen unterstützen könntest - Interesse anyone? Ich weiß immer noch nicht so genau, was ich sagen soll, weil so vieles an dieser Mail so un-fass-bar ist. Fangen wir mal damit an, dass ich die Produktionsfirma googlte und diese zwar auch für WDR oder NDR produziert, ich aber nicht glaube, dass dieses Format für die Öffentlich Rechtlichen, sondern eher für andere Kunden wie RTL oder Sat1 produziert wird. Ich meine, jede_r die_der schon mal “Schwiegertochter gesucht“ oder „Schwer verliebt“ geschaut hat, kann sich ein ungefähres Bild davon machen was einen bei dieser Produktion wohl erwartet. Und überhaupt, was ist das eigentlich für ein Thema? Schaut euch die Freaks an, auch sie brauchen Liebe? Weiterlesen »




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Selbermach-Sonntag (28.09.2014)

28. September 2014 von Charlott

selberWelche Texte habt ihr diese Woche geschrieben? Welche Comics gemalt? Über welche Themen habt ihr euch besonders geärgert, über welche gefreut? Zeit für den Selbermach-Sonntag!




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Samstagabendbeat mit wurzelfrau

27. September 2014 von Magda

“Alles was es uns schwermacht, durch die Straßen zu gehen, ist euer Heteronormativitätsproblem. Und ich halt deine Hand und ich lass sie nicht los. Unsere Liebe ist schön, unsere Liebe ist groß.”

wurzelfrau bloggt, podcastet und musiziert auf wurzelfrau.de




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Eitelkeiten, Betreuungsarbeit und Beziehungen – Die Blogschau

27. September 2014 von Charlott

Ein neuer Modeblog erscheint am Horizont: Queer Vanity! Gleich in einem der ersten Posts geht es um die Verbindungen von Mode und Politik, aber es gibt natürlich auch wunderbare Outfit-Posts.

Fuckermothers verweist zum einen auf ein Zitat von Nancy Fraser zu “universeller Betreuungsarbeit” und einen Text der Intersex-Aktivistin Thea Hillman im ‘Mutha Magazine’.

Das What the Fuck-Bündniss hat Redebeiträge des Protests gegen christlichen Fundamentalismus und Abtreibungsvorbot verlinkt, sowie die Stellungnahme des ZDF zu Übergriffen der fundamentalistischen Protestierenden.

Das Blog Class Matters feiert den dritten Geburtstag.

65 Warnzeichen für schlechte Behandlung in Beziehungen wurden auf dem Blog High on Clichés zusammengetragen. Außerdem gibt es dort viele weiterführende Links zum Thema.

Auf dem Tumblr Und egal, was mal war… gibt es Poesie.

Habt ihr diese Woche was geschrieben, gezeichnet oder aufgenommen, das hier nicht verlinkt wurde? Kennen wir eure tolle Webseite/tollen Blog etwa noch gar nicht? Dann ab damit in die Kommentare. Jede Woche verlinken wir Text_Wissens_Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum.




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Feminist Fun Friday: Die Bullshit-Bingo-Bullshit-Bingo-Edition

26. September 2014 von der Mädchenmannschaft

Mansplainer kommen in allen Formen – manchmal auch direkt mit einer Entschuldigung. Dass sich zu einem Bullshit-Bingo aber ein solcher einfinden würde, der selbst ein halbes Bullshit-Bingo voll bekam mit seinen Thesen zum Bullshitbingo, war dann doch unerwartet. Der (sich selbst so bezeichnende) Kommentator “Bin ein Typ, sry” hatte  Gedanken zur Institution Bullshitbingo An Sich (TM) und stellte daher eine Kleine Anfrage an Den Feminismus (TM).

Da Feminismus (wie auch Typ sry erkannt hat) eben nicht nur aggromisandristischen “Missmut über häufiges und i.d.R. nerviges” Gelaber (oh, die Ironie…), sondern auch immer Dienstleistung für spontan vorbeischauende Typen (…sorry) bedeutet, die dabei ausdrücklich “freundlich” behandelt werden möchten, während man ihnen noch einmal persönlich Feminismus 101 oder Die Feministische Feuerwehr erklären soll, waren wir natürlich sofort Feuer und Flamme und dachten uns: gehen wir gleich einen Schritt weiter! Warum nicht statt eines Bullshit-Bingo-Bullshit-Bingos direkt einen Feminist Fun Friday, der sich exklusiv diesem Kommentar widmet?

Am Rande sei erwähnt: Mit ein paar kurzen Klicks stünden Texte und Links mit Hintergrundinformationen, das Archiv, “Kategorien”, “Serien”, Netzwerke, Podcasts, die Blogroll und viele weitere Kanäle zur Verfügung für Verständnisfragen zu -ismen als “ggf. (vereinzelt) zutreffende” “Sichtweise” und gelegentliche Hatespeech-Irritationen… Mit bunten und glitzernden GIFs (die ja ebenfalls beliebt sind in “unseren Kreisen”, nech…) gehen wir nun aber unfreundlichen Worten aus dem Weg, haben selbst ein bisschen Spass und hoffen einfach mal, dass sich manche der “Anregungen” des Typ sry dadurch selbst beantworten. BINGO!

[Übrigens: Falls der Feminist Fun Friday bei euch GIF-Alarm auslöst, findet ihr hier eine Anleitung, um diese zu deaktivieren.]

“Bin Ein Typ, sry”

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Applaus für … eine Toilettenaufsicht und das erstrittene Trinkgeld

26. September 2014 von Charlott

Ihr geht auf eine öffentliche Toilette, beispielsweise in einem Einkaufszentrum. Im  Vorraum steht ein Tisch, darauf ein  Teller, wo schon einige Münzen hingelegt haben, daneben sitzt eine Frau – die Toilettenaufsicht oder Putzpersonal. Wenn ihr beim Gehen ebenfalls Geld auf den Teller legt – für wen?

Ein Reinigungsunternehmen war der Meinung das Geld sei eine “freiwillige Nutzungsgebühr” und würde somit vollständig dem Unternehmen zustehen. Eine Aufsicht hatte auf ihren Anteil geklagt und argumentiert, die Nutzer_innen geben das Geld als Trinkgeld. In einem ersten Verfahren hatte das Arbeitsgericht bereits verkündet, dass sie prinzipiell Recht auf einen Anteil hat, gestern nun hat sie sich mit der Firma außergerichtlich auf 1000€ geeinigt.

Die Gewerkschaften hoffen darauf, dass dieses Urteil den Startschuss für weitere Kämpfe und Verfahren gibt. So schrieb heute.de:

“Dieses Urteil könnte und sollte auch andere Sitzerinnen ermutigen, für ihre Rechte zu kämpfen”, sagte Gewerkschaftssekretärin Heike Stoffels [der  IG Bau] dem WDR. Stoffels betonte, die Trennung von Putzpersonal und Trinkgeld-Aufsicht sei ein raffiniertes Modell der Reinigungsfirma. Denn für einen Beruf, den es eigentlich gar nicht gebe, müsse die Firma auch nicht nach Tarif bezahlen. Statt der 9,31 Euro Tariflohn für Reinigungskräfte bekämen die “Sitzer” – so der Fachausdruck für diesen Job – mit 5,20 Euro [brutto] nur knapp mehr als die Hälfte. Die Löhne des Putzpersonals zahle das Centro Oberhausen.

Fünf Euro Zwanzig Brutto-Lohn die Stunde und dann behält die Firma auch noch das Trinkgeld ein? Überraschend ist das leider nicht, um so mehr Applaus gebührt der Klägerin, die sich erfolgreich zur Wehr setzen konnte.




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Wenn Gewalt viele Namen hat – aber Wichtiges unbenannt bleibt

25. September 2014 von Gastautor_in

Hannah C. Rosenblatt bloggt auf “Ein Blog von Vielen” über Gewalt, ihre Formen und Folgen, Inklusion und ihr Leben mit dissoziativer Identitätsstruktur. Sie ist auch bei Twitter aktiv. Zuletzt durften wir ihren Text “Weil sich die Sprachführung über sexualisierte Gewalt verändern muss!” crossposten. Wir freuen uns sehr, dass auch Hannah in Zukunft häufiger für uns schreiben wird.

“Warum haben wir so viele unterschiedliche Namen für Gewalt, die dann doch oft gar nicht sagen, was wir meinen?”, ist eine Frage, die mich umtreibt und mir nach den Berichten zu und über den letzten Hashtag der Gewalt im Zentrum stehen hatte, noch einmal Anlass gab, darüber nachzudenken, wie Gewalt und Sprache funktionieren.

Klein(er) reden und victim blaiming

Es fängt vielleicht damit an, ES begreiflich machen zu wollen. Vielleicht selbst zu begreifen, vielleicht aber auch Differenzen begreifbar zu machen. Und am Ende sind es viele verschiedene Arten ein und desselben ES, das zwischen (Todes)Angst, Schmerz, Trauer, Ekel, Verlust, Scham, Horror und dieser einen spezifischen Einsamkeit, die keine Worte kennt, bestehen bleibt.
Dann heißt ES plötzlich “psychische Gewalt”, “physische Gewalt”, “häusliche Gewalt”, “ökonomische Gewalt”, “sexualisierte Gewalt”, “soziale Gewalt”, “strukturelle Gewalt”, “rassistische Gewalt” und ist etwas ganz anderes. Plötzlich bekommt jedes kleine Gewalthäufchen eine andere Bewertung. Plötzlich ist das Eine schlimmer als das Andere und ES frisst sich als unwichtig bagatellisiert und im üblichen Gewand Marke victim blaming durch die Leben der Menschen, die zu Opfern geworden sind.

Plötzlich ist erscheint es nur logisch Menschen, die sogenannte häusliche Gewalt erlebten, zu fragen, warum sie denn in diesem Haus geblieben sind. Warum sie nicht gegangen sind.
Die Frage ist nicht: “Wer hätte dir helfen können, dein eigenes Haus sicher für dich, deine Kinder und Haustiere zu gestalten?” Die Frage ist auch nicht: “Warum ist der Mensch, der die Gewalt ausübte, nicht gegangen? Und die Frage ist auch nicht: “Welche Vorstellungen von PartnerInnen*schaft und Liebe, Feindschaft und Gewalt gab es in diesem Miteinander und ihren Individuen?”.

Gewalt und die Machtfrage

Viele Menschen halten Gewalt für etwas, dessen Anwesenheit in Taten sichtbar wird. “Es ist Gewalt, wenn eine Person Schmerz empfindet, ein Gegenstand kaputt ist oder sonst irgendwelche Veränderungen da sind.”, heißt es. Das ist als würde man sich eine kleine Bastion des Schlimmen bewahren wollen – eine unumstößliche Art des Grauens, über die kein anderer Mensch jemals mehr sagen kann als: “Es muss furchtbar für dich gewesen sein, das zu (üb)erleben”.

Ich selbst nehme Gewalt als ein Ungleichgewicht der Macht, vielleicht auch der Mächte wahr und muss entsprechend Gewalt in ihren Kostümen nicht unterschiedlich nennen, weil ich es so wahrnehme, dass mit Begriffspaaren wie zum Beispiel “psychische Gewalt” zum einen bestimmte Framings einhergehen, die ihre Abwertung bereits in eben jenen Gewaltdynamiken haben und zum Anderen, weil es für mich ausschließlich das Werkzeug zur Schädigung einer Person benennt. Statt der Gewalt immer neue Beinamen zu geben, würde ich dann eher formulieren: „Das ist Rassismus/Sexismus/Ableismus/etc, der hier das Denken bestimmt und Gewalttaten hervorbringt.“.

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Antifa-Sportgruppe, Alison Bechdel, Ärsche – kurz verlinkt

24. September 2014 von der Mädchenmannschaft

Deutschsprachige Beiträge

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat im Zuge ihrer Ermittlungen gegen eine vermeintliche “Antifa-Sportgruppe” über “900.000 Datensätze von Handys erfasst sowie persönliche Daten von mehr als 55.000″ Demonstrant_innen und Anwohner_innen ausgewertet. Nun wurden alle Verfahren ohne Auflagen eingestellt, berichtet Spiegel Online.

Das Archiv für Jugendkulturen sammelt Geld, um das bereits bestehende Zine-Archiv weiterauszubauen. Dafür sollen Hefte mit Themen rund um Feminismus, Queerness und Riot Grrrls aufgekauft werden.

Auch in der Schweiz haben Aktivist_innen am Wochenende gegen selbsternannte “Lebensschützer” demonstriert.

In Frankfurt blockierten am Montag behinderte Menschen eine Straße, um gegen die 90-prozentige Kürzung ihres Kontingents an Taxifahrten zu demonstrieren. Denn Mobilität, die die Stadt sonst gern groß feiert, gilt eben mal wieder nicht für alle, berichtet auch kobinet.

Englischsprachige Beiträge

Der Telegraph hat die Frage aufgegriffen, ob Gäste im Münchner Hofbräuhaus rassistisch diskriminiert wurden (wir berichteten).

Alison Bechdel hat einen McArthur Genius Grant gewonnen, freut sich Autostraddle und Feministing interviewt die Genius Grant Gewinnern Sarah Deer. Mehr großartige Gewinnerinnen stellt das Ms.Magazine vor.

Black Girl Nerds schreibt zum Schwarzen Cosplayer Darrien Hunt, der von der Polizei erschossen wurde. Auf Twitter thematisiert #BlackLivesMatter diesen und andere Fälle rassistischer (Polizei-)Gewalt.

“Why does a black butt only look good in white skin?” Yomi Adegoke kommentiert im Guardian Cultural Appropriation und Körpernormierungen durch Künstler_innen und Mainstream-Medien.

Termine in Amsterdam, Bochum, Rostock und Wien

26. und 27. September 2014 in Rostock: Der der grrrlz*DaIY wird 4. Details gibt es hier zum nachlesen.

28. September in Wien: Kundgebung und Demo für sexuelle Selbstbestimmung, Zugang zum legalen und sicheren Schwangerschaftsabbruch und für reproduktive Rechte (Facebook-Link)

8. November 2014 in Amsterdam: “Returning the Gaze: Blackface in Europe“, eine internationale Aktivist_innenkonferenz.

Vom 3. November bis 14. Dezember 2014 wird Prof. Dr. Senay Kara der Universität Istanbul die Marie-Jahoda-Gastprofessur an der Ruhr-Universität Bochum übernehmen und für Vorträge zur Verfügung stehen.




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