Die Tasche zum Equal Pay Day

16. März 2010 von der Maedchenmannschaft

Rote Umhängetasche mit schwarzem Druck: Eine Frau in Jeansjacke, die in der linken Hand ein Megaphon hält und in der rechten Hand ein hellrotes HerzRote Taschen raus! Denn: In ein paar Tagen findet der Equal Pay Day statt; der Tag, der für die Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen steht. Um für das Jahr 2009 die derzeitige Lohndifferenz von 23 Prozent auszugleichen, müssen Frauen  bis zum 26. März 2010 arbeiten.

Ungerecht? Genau! Deshalb: Rote Tasche raus! Wer sich am 26. März mit einer roten Tasche zeigt, trägt sie als Symbol für diese Ungerechtigkeit. Und wer keine rote Tasche hat: Bei uns in der Mannschaftskollektion gibt es eine zu kaufen.


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Immer wieder: Frauenquote

22. März 2010 von Barbara

Ein Artikel, der die letzten Ereignisse in Sachen Frauenquote gut zusammenfasst, wurde am Freitag im Zündfunk (BR) gesendet: Von Telekom über Opferfeminismus bis zu den CSU-Bemühungen, mehr Frauen nach oben zu bringen. Fazit:

Auf lange Sicht könnte die Quote also eine annähernd gleichberechtigte Verteilung von Arbeit und Kapital zwischen den Geschlechtern anstoßen.

Prost!


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Sookee: “HipHop kann nur so homophob und sexistisch sein, wie die Gesellschaft, in der er stattfindet”

22. März 2010 von Magda

Weder King noch Queen und trotzdem beides: Sookee ist QUING und stellt HipHop-Klischees ein subversives Bein. Das zweite Solo-Album der Berliner Rapperin bietet mit 15 Rap-Tracks und 3 spoken word pieces ein innovatives Gesamtwerk des Sprechgesangs ohne jegliches Mackergepose, doch mit viel Wut und positiver Energie. Fünf Jahre nach ihrem Debüt „Kopf, Herz, Arsch“ liefert Sookee eine mutige Rundumschau ihrer persönlichen, musikalischen und politischen (Weiter-)Entwicklung und fordert ihre Hörer_innenschaft heraus, was Eigenes daraus zu machen.

Im Interview mit uns spricht Sookee über ihr gerade erschienenes Album “Quing”, Geschlechterbilder im HipHop und von der Notwendigkeit, sich ständig kritisch zu prüfen.

Wie bist du zum Rappen gekommen?

Die Legende besagt, dass ich vor vielen vielen Jahren auf der Federtasche meiner Schwester ein kleines Graffiti-Piece entdeckte. Das muss wohl initial für meine Begeisterung für HipHop gewesen sein. Einige Jahre später hab ich dann festgestellt, dass Graffiti nicht wirklich was für mich ist: Ich bin extrem lauffaul, nicht gut in Visualisierungsdingen und ich empfand die Szene auch immer als ziemlich rough und sehr konkurrenzbetont. Aber das hing sicherlich auch konkret mit den Leuten zusammen, mit denen ich mich damals umgab. Irgendwann vor etwa acht Jahren wurde mir klar, dass ich mich mit meiner Schreiberei auch im HipHop einrichten kann und ich brachte mir das Rappen bei. Ich hab dann zum Glück relativ flink den Weg zu Springstoff gefunden, das Label, bei dem ich bis heute bin. Das war alles nicht ganz einfach und mir hat damals an vielen Stellen das Bewusstsein für die Sexismus- und Homophobiethematik gefehlt, aber ich habe über die Jahre gewissermaßen trainiert, sodass ich heute meine inhaltlichen Anliegen auf Beats unterbringen kann, meinen Ansprüchen selber gerecht werde und gleichzeitig solidarisch mit Menschen sein kann, die sich in anderen Feldern mit ähnlichen Dingen befassen. Weiterlesen »


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Selbermach-Sonntag (21.3.2010)

21. März 2010 von Barbara

Sepiabild eines kleinen Mädchens beim Spielen Endspurt auf dem Weg zum Equal Pay Day – was hat euch noch bewegt, genervt, interessiert oder gelangweilt in dieser Woche? Hier ist Platz dafür.


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Samstagabend mit Suzanne Vega

20. März 2010 von Barbara

Auf ihrer Facebook-Seite schreibt Suzanne Vega, das sie sich am Weltfrauentag an einem Konzert von Laurie Anderson erfreut hat. Ich erfreue mich an ihren akustischen Versionen der alten Hits, gerade erschienen ist ihre “Close-up / Love Songs”-Platte, auf der auch der alte Song “Gypsy” drauf ist. Hier eine Liveversion, die schön, sanft und geradezu intim ist. Für einen Samstag auf der Couch …


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Samstagabendbeat

20. März 2010 von Magda

Queen Latifah wurde diese Woche am 18. März 40 Jahre alt. Also: Mal ein bisschen abfeiern mit “Ladies First” aus dem Jahre 1989!

Songtext nach dem Sprung Weiterlesen »


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Neues aus der Blog-Welt

20. März 2010 von der Maedchenmannschaft

Was war los in den Blogs? Wir haben mitgelesen:

US-Außenministerin Hillary Clinton meint, in Sachen Gleichberechtigung wäre die Welt vorangekommen. diestandard.at zitiert die Politikerin, die keinesfalls die Hände in den Schoß legen möchte: “Zu verdanken haben wir das der harten Arbeit mutiger Frauen und Männer. Das ist aber nicht das Ende der Geschichte. Es ist höchstens das Ende des Anfangs.”

Comicfigur mit langen Haaren am Schreibtisch, die einen Brief schreibt. To the authors of porn for women: Your book features pictures of hot, clothed guys cooking, doing laundry, and vacuuming. The idea seems to be that my deepest fantasies like the rest of my life likely revolve around housework. So I wanted towrite and clarify: In my porn, people FUCK.

Comicstrip zum Thema "Porn for women"

Einen tollen Comic über das, was Frauen gerne in Pornos sehen möchten, haben wir bei xkcd.com gefunden (siehe oben).

Der Genderblog berichtet über eine Gruppe von Leuten, die an ihrer vierten Konferenz über antisexistische Praxen arbeiten. Inhaltlich geht es darum: “Schwerpunkte der nächsten Konferenz sollen wie in den letzten Jahren der Umgang mit und der Kampf gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt sein.”

Bei Moderne Mädchen geht es um die DSF-Dokumentation “Tabubruch – Der neue Weg von Homosexualität im Fußball” von Aljoscha Pause, die mit dem Grimme-TV-Preis ausgezeichnet wurde.

Im Zündfunk lief ein Beitrag über den ganz normalen Wahnsinn, den Mütter mit Kindern erdulden müssen (unsere Muttibloggerinnen können ein ähnliches Lied singen). Im dazugehörigen Blog wurde viel diskutiert – und auch unter der Gürtellinie gepöbelt.

Auf bzw-weiterdenken gibt es einen Artikel von Mithu Sanyal über das Buch “McSex. Die Pornofizierung unserer Gesellschaft”, das die niederländische Journalistin Myrthe Hilkens verfasst hat. Mithu Sanyal denkt dabei auch über ihre Erfahrungen mit Pornofilmen nach: “…fiel mir auf, dass ich noch nie in meinem Leben einen Porno geguckt und auch nur eine sehr rudimentäre Vorstellung davon hatte, wie ich das nachholen sollte”.

Bei starke-meinungen.de bloggt Margaret Heckel über die Quote anlässlich der Neuigkeiten über die Telekom, die ja nun quoten-bereit ist. Und sie analysiert das Geschrei, das über das Reizthema Quote hierzulande jederzeit und an allen Orten aufkommt, als typisch deutsches Problem:

“In keinem dieser Länder ist die “Quotenfrau”-Diskussion so ausgeprägt wie bei uns. Aber schließlich gibt es auch in keinem dieser Länder den Kampfbegriff “Rabenmutter”, mit dem Mütter sich gegenseitig das Leben schwer machen.

Ladies, vergesst den Quatsch mit den “Quotenfrauen”. Jede braucht mehr als die Finger beider Hände, um unfähige Männer zu nennen, die trotzdem befördert werden und es nach oben schaffen. Einmal oben angekommen, wird niemand mehr darüber reden, diejenige sei eine “Quotenfrau”.  Männer haben sich diesen Schwachsinns-Begriff ausgedacht, damit die Frauen sich gegenseitig darüber zerfleischen!”

Beim Piratenweib wurde eine Hommage an die feministische Linguistin Luise F. Pusch veröffentlicht.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter mannschaftspost(at)web.de Bescheid.


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Am Sonntag ist Aktionstag gegen Rassismus

19. März 2010 von Helga

1979 forderte eine UN-Resolution die Mitgliedsländer auf, Solidarität mit Opfern und Gegnern des Rassismus zu zeigen und künftig jedes Jahr eine Aktionswoche zu diesem Thema abzuhalten, als Mittelpunkt wurde der 21. März gewählt.

Der 21. März als „Internationaler Tag für die Beseitigung der Rassendiskriminierung“ mahnt an das „Massaker von Sharpeville“, bei dem die südafrikanische Polizei am 21. März 1960 im Township Sharpeville 69 friedliche Demonstranten erschoss, die gegen die ungerechten Passgesetze in dem Apartheid-Staat auf die Straße gegangen waren.

In Deutschland brauchte es 22 Jahre, bis die Aktionswoche erstmals offiziell begangen wurde. In diesem Jahr gibt es bereits über 700 Veranstaltungen, die vom Interkulturellen Rat zusammen mit dem Verein “Gesicht Zeigen!” koordiniert werden. Eine Übersicht aller Aktionen habe ich bisher leider nicht gefunden, dafür die folgenden Termine, in den Kommentaren ist wieder Platz für weitere Einträge!

Bereits seit Montag und noch bis zum 28. März werden die Antirassismuswochen in Saarbrücken begangen statt. Zu erleben gibt es Konzerte, Infoveranstaltungen, Filmvorführungen und mehr.

Vielfältige Aktionen gibt es am 21. in Berlin, dort wird u.a. der Film „May Ayim. Hoffnung im Herz” gezeigt.

Und in Helmstedt haben sich für den Aktionstag verschiedene Institutionen zusammengeschlossen. Zum Abschluss gibt es im Schützenhaus ein Benefizkonzert „Rock gegen Rassismus“.


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Frauen sind das Kapital

19. März 2010 von Katrin
Dieser Text ist Teil 20 von 20 der Serie Freitagsgedanken

Die Telekom will nun also eine Frauenquote von 30 Prozent einführen. Nach langem Ringen endlich ein feministischer Erfolg? Im Gegenteil: Es ist einer der Wirtschaft

(C) Frl. Zucker - fraeuleinzucker.blogspot.com/

Bei kaum einem anderen Geschlechter-Thema habe ich mir in der Vergangenheit so den Mund fusselig geredet, wie bei dem Thema „Quote“. Es ist ein klassisches Spalter-Thema. Auf der einen Seite stehen meistens diejenigen, die als „Hardcore“-Feministen abgestempelt werden. Auf der anderen Seite diejenigen, die ‘wir’ dann „Betonköpfe“ schimpfen. In der Regel wird die Diskussion bis auf die Grundfesten der Verfassung geführt: Was sagt das Grundgesetz? Und: Was ist gerecht? Bislang endeten die Diskussionen meistens – außer im politisch grünen Umfeld – mit einer moralischen Entwertung derjenigen, die Quoten forderten. Oder sie wurde damit geschlossen, dass die Frauen doch einfach selbst schuld seien, wenn sie es nicht alleine schafften und man die Sache doch nun nicht den armen Männern anhängen könne. Ach so: Nicht zu vergessen das Argument von den schlecht qualifizierten Frauen, die dann die viiiieeel besseren Männer verdrängten.

Das waren noch Zeiten, als die Fronten so einfach, so klar waren. Als Gerd Schröder die Frauenpolitik als „Gedöns“ und das Geschwätz von der Quote als nicht diskutabel betrachtete. Es war am 17. März 2009, als sich der Wind entschieden drehte. Da saß eine Runde hochkarätiger Frauen aus Business und Politik im Willy-Brandt-Haus an einem rundem Tisch, zusammen mit Franz Müntefering, damals noch Vorsitzender der SPD. Sie hatten gute Argumente dabei: Studien. Eigene Erfahrungen und ein ausgefeiltes Konzept namens „Nürnberger Resolution“. Diese unterzeichnete der SPD-Chef am 17. März und von da an nahm es um das Thema Quote eine Wende in Deutschland. Weiterlesen »


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Bleibt alles anders

18. März 2010 von Helga

Die Freude Norries währte nur kurz. Nachdem die Meldung über das Zertifikat des „unspezifizierten Geschlechts” die Runde gemacht hatte, ordnete der zuständige Generalstaatsanwalt John Hatzistergos eine Untersuchung an. Der Spiegel schrieb von der doch etwas verworrenen Begründung:

Nun erklärte das Standesamt das ausgestellte Dokument jedoch wieder für ungültig. Nach einer neuen Rechtsauskunft könne das Papier nur ausgestellt werden, wenn das Ergebnis einer Geschlechtsumwandlung eindeutig sei. Somit verliere das Dokument von May-Welby seine Gültigkeit.

Dass es kein eindeutiges Ergbnis mehr gibt, war dabei ja eigentlich Norries Punkt. Immerhin betonte man, Hatzistergos habe keinerlei Druck auf das Standsamt ausgeübt, das Zertifikat wieder zurückzuziehen.


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Kurz informiert

18. März 2010 von der Maedchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 50 von 50 der Serie Kurz notiert

Mehr Frauen mit Humor an die Mikrofone! Aber bitte nicht mit platten, rassistischen Äußerungen.

Juanita W. Goggins, US-amerikanische Aktivistin der Bürgerrechtsbewegung, die 1974 als erste Afroamerikanerin in das Repräsentatenhaus von South Carolina gewählt wurde, erfror laut der New York Times am 20. Februar in ihrem Haus.

Zwar schon etwas älter, aber immer noch eine lesenswerte Analyse der nicht-existenten Geschlechterpolitik der Pirat_innen-Partei von p-pricken.de.

Nachdem im amerikanischen Mississippi eine High School Prom abgesagt wurde, weil die 18-jährige Constance McMillan ihre Freundin mit zu dieser Abschlußfeier bringen wollte, hat autostraddle jetzt eine Gallerie nur für lesbische Prom-Dates und ihre fantastischen Bilder eröffnet!

In West-Jerusalem haben mehrere tausend Israelis gegen die Geschlechtertrennung in Bussen demonstriert, die durch die von ultra-orthodoxen Juden bewohnten Stadtteile fahren, wie broadsheet@salon berichtet.

Zu lesen in der Jungle World: In Tschechien kämpfen homosexuelle Aktivisten gegen alte Vorurteile, gesellschaftliche und rechtliche Diskriminierung, aber auch gegen die eigene politische Passivität.

Die Frontfrau und Managerin der Heavy Metal-Band „Arch Enemy”, Angela Bossow, gab Global Comment ein Interview über die wachsende Bedeutung von Frauen in Heavy Metal.


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