Rebel Girls, Gedichte und ein lesbischer Kurzfilm – die Blogschau

von Viruletta

Passend zum 3. Oktober hat ihollaback!Berlin einen Text von May Ayim zitiert: „grenzenlos und unverschämt – ein gedicht gegen die deutsche sch-einheit„. Das Missy Magazine war aus dem selben Anlass im Frauenzentrum EWA in Berlin, und hat sich dort auf die Suche nach den feministischen Frauen gemacht, die bei den Erzählungen über die Bürger*innenbewegung der DDR meist vergessen werden.

30. Jahre an.schläge und wir schließen uns den Glückwünschen an: Happy Birthday! Und weil die Redaktion auch nach 30 Jahren noch viel Wert auf euer Feedback legt, gibt es hier noch eine Umfrage: was würde das Magazin für euch noch besser machen?

Polychromatisch schreibt über alltägliche Trans*phobie und die Schwierigkeit, die das reclaimen von Begriffen oft mit sich bringt: „Ich will niemenschem Worte wegnehmen und somit ungewollt meine Privilegien als weißer, wahrgenommener Trans*mann ausspielen. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass in meiner individuellen Position mir diese Reclaming eigentlich zustände, denn schließlich bin ich durch die trans*phobe Verwendung dieses Wortes direkt betroffen“. Über Ideen und Anregungen in den Kommentaren freut er sich.

Die queere Jugendgruppe Youngstars Hochrhein hat einen lesbischen Kurzfilm gedreht:

Zum Thema Privilegien gibt es viele Meinungen und Vorannahmen. Nadine hat auf ihrem Blog Medienelite einige davon aufgegriffen. Aber Vorsicht: Der Beitrag kann Spuren von Sarkasmus enthalten.

Alis Afrika-Blog schreibt darüber, wie ätzend es ist, in Deutschland als Schwarzer Mensch ständig gleichzeitig demonstrativ übersehen und überwacht zu werden: „Das typische am Rassismus ist, dass Leistungen von rassistisch Ausgrenzten individualisiert, (vermeintliche) Fehltritte jedoch kollektiviert werden“.

„Mädchen? Junge? Pony?“ ist der Titel einer Broschüre der trans*genialen f_antifa, die versucht in verständlicher Sprache verschiedenste Fragen rund um das Thema trans* zu beantworten. Auf der Homepage der Gruppe steht sie nun zum Download bereit.

Die denkwerkstatt hat ein Interview mit der feministischen Ökonomin Gabriele Michalitsch geführt. Resüme: Feminismus kann niemals Lifestyle sein, Feminismus ist immer politisch“.

Die Musikjournalistin und Autorin Tine Plesch hat zu Lebzeiten eine Menge eigener Gedanken zu Pop und Feminismus, Musik und Literatur zu Papier gebracht. Beim Ventil-Verlag ist nun unter dem Titel Rebel Girl – Popkultur und Feminismus eine Sammlung dieser Texte erschienen. different needs hat sie gelesen und rezensiert: „Wer wissen möchte, wie sich Lesereisende auf Tour fühlen, warum schreibende Frauen mitunter die „Heldin als Verrückte“ dargestellt haben und warum „Mädchenband“ kein gewinnbringender Begriff ist, dem_der sei dieses wunderbare Buch ans Herz gelegt“.

Das Ende des Sex hat ebenfalls eine Lektüreempfehlung für euch: “Eine afro-deutsche Geschichte: Zur Lebenssituation von Afrikanern und Afro-Deutschen in Deutschland von 1884 bis 1950″ von Katharina Oguntoye.

Die lesbische ugandische Menschenrechtsaktivistin Kasha Nabagesera hat kürzlich den Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis erhalten. „Die Entscheidung der Jury, mit der Wahl der Preisträgerin die weltweite Diskriminierung von LSBTI-Personen sichtbar zu machen, ist ein Meilenstein und ein starkes politisches Signal: Homophobie ist ein Menschenrechtsthema, weltweit“ schreibt L-talk.

Tea-riffic hat ein wunderbares Gedicht geschrieben, dass sie völlig unnötiger Weise sehr schüchtern präsentiert; es heißt „Feminist Killjoy“.

Auf fatshaming Kommentare schlagfertig zu reagieren, kann empowernd sein. Der Dicke Verein liefert deshalb ein paar Vorschläge für Erwiderungen, die zwar nicht alle toll sind, aber einige Gute sind dabei.

Sina’s Blog bildet eine Debatte darüber ab, inwiefern Missionar*innen die Notlagen von Sexarbeitenden ausnutzen.

Termine:

Es lohnt sich einen Blick in den Veranstaltungskalender von Antje Schrupp zu werfen.

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!




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Eintrag geschrieben: Samstag, 5. Oktober 2013 um 9:00 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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3 Kommentare

  1. Danke für den coolen Hinweis auf den Beitrag im Missy Magazine! Das ist spannend!
    Tschüß

  2. Lozen sagt:

    @ Christoph Knappe:

    Hallo,

    zu diesem Thema gibt es auch eine tolle Studie (leider auf englisch) von Katja Guenther: Making their place. Feminism after Socialism in Eastern Germany.