Kurz verlinkt am Dienstag

von Katrin

Was vergangene Woche die Gemüter bewegte:

Wir haben es absichtlich nicht berichtet, da wir solcherlei Positionen kein Forum bieten wollen: Ein „Hort des Männerhasses“ seien Frauenhäuser, erklärte Gerhard Amendt in der Welt. Deswegen gehörten sie abgeschafft. Eine intelligente Antwort soll jedoch nicht unerwähnt bleiben, weswegen ich das Thema nun doch aufgreife: Heide Oestreich schreibt in der taz, was das für Folgen hätte, und warum die Polemik des Herrn Amendt eine echte Gefahr für viele Frauen darstellen kann.

Chris Brown, der Sängerin Rihanna verprügelte, hat ein Geständnis abgelegt, wie Spiegel Online berichtet.

Neda, Quelle: flickr.com

Neda Agha Soltani; Quelle: Flickr.com

Die Unruhen im Iran gehen weiter, Menschen gehen für ihre Rechte und gegen den Diktator und gegen Wahlfälschung auf die Straße. Es ist eine junge Frau, die nun zur Ikone dieser Bewegung geworden ist: Die 1982 geborene Neda Agha Soltani wurde beim Protest auf der Straße erschossen. Die Staatsgewalt setzt noch einen drauf: Sie verbietet  Trauerfeiern für Neda, wie FR-Online berichtet.

Welt Online zufolge sind es vor allem die Frauen im Iran, deren Leidensdruck besonders groß sei, die bei den Protesten im Iran besonders aktiv im Aufstand gegen das Regime seien.

Über die Tierschutzorganisation PETA, die bisweilen recht radikale Methoden zur Untermauerung ihrer Ziele anwendet (Nazi-Vergleiche und sexistische Werbung), gibt es sehr gespaltene Meinungen. Die Huffington Post lässt nun über die „sexiest PETA Ads“ abstimmen, was feministing-Autorin Jessica Valenti ordentlich nervt.

Berlusconi und kein Ende: Die Präsidentengattinnen sollen den G8-Gipfel boykottieren, als Protest gegen den Ministerpräsidenten Italiens. sueddeutsche.de zitiert drei Akademikerinnen, die diesen Aufruf gestartet haben: „Wir sind hochgradig empört über die Art und Weise, wie der Ministerpräsident Frauen behandelt – in der Öffentlichkeit und in seinem Privatleben.“ Seine sexistischen Reden würden „die weibliche Präsenz in der Öffentlichkeit systematisch untergraben.“

Spürt ihr schon die Finanzkrise? Geldsorgen? – Das Bitch Magazine hat eine super Idee: Macht Kohle aus eurer Fähigkeit, Mütter zu werden – verkauft eure Eier! Nein, im Ernst: Sollten Frauen Geld dafür bekommen, wenn sie ihre Eier spenden? Eine sehr knifflige Frage, in die sich ethische, religiöse, politische und feministische Standpunkte und Ideologien mischen. Ich habe noch keine abschließende Meinung, aber vielleicht können wir das einmal diskutieren?

Der Transgeniale CSD

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Noch ein Terminhinweis für alle BerlinerInnen:

Es ist wieder CSD-Zeit, natürlich nicht nur in Berlin. Doch in Berlin gibt es seit 2006 zwei CSDs. Der Traditionelle und der Transgeniale. Was der will? Ein kurzer Auszug: „Gruppen von Menschen werden als Minderheiten außerhalb der Normalität definiert, herabgesetzt und gegeneinander ausgespielt. Bestenfalls werden sie gnädig „toleriert“ oder „akzeptiert“, denn „Normalität“ braucht Ausgrenzung. Das verdeckt nichts von der rassistischen, homophoben, transphoben, frauenfeindlichen Gewalt, der Ausgrenzung von nicht-„schönen“, nicht-jungen, nicht-reichen, nicht-weißen, behinderten, politisch unbequemen Menschen, die in dieser Gesellschaft – und leider auch innerhalb unserer Szenen – Alltag ist.“ Mehr dazu auf der Webseite.




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Eintrag geschrieben: Dienstag, 23. Juni 2009 um 16:01 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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2 Kommentare

  1. tba sagt:

    wozu meine eier verkaufen? es gibt doch genügend kinder (ohne eltern) auf der welt!

  2. wondergirl sagt:

    Das Thema Peta finde ich bisschen schwierig. Gewiss ist es für eine Tierschutzorganisation nicht notwendig, mit Sex zu werben und in den Kampagnen sind mehr Frauen als Männer nackt, aber eben nicht nur, z.B. waren Dennis Rodman, Tommy Lee, Steve-O und noch einige andere ebenfalls schon Motiv.

    Man kann von Peta halten, was man will und ich weiß, dass sie auch unter Tierschützern umstritten sind, Fakt ist aber, dass sie es immer wieder schaffen, die breite Bevölkerung auf sich und damit auch auf ihre Belange aufmerksam zu machen und mir fallen spontan nicht viele andere Organisationen mit ähnlicher Intention ein, denen sowas gelingt.