Ja meint nein oder nicht?

Zum Ende der Woche noch der Blick in die Blogosphäre und da war wirklich einiges los:

Auf Les petits Plaisirs macht Mademoiselle Nocturne sich Gedanken zur Verwirrung um „Nein sagen wenn man Ja meint“ – und ruft auf, die Verantwortung auf alle Beteiligten zu übertragen.

Bei all der Verwirrung um Einvernehmlichkeit – ist Vergewaltigern eigentlich klar, was sie machen? Solange das böse Wort nicht fällt… Ja. Der mädchenblog über die gesellschaftliche Kultur, die Vergewaltiger immer noch in ihrer Mitte duldet. Und noch der Verweis auf die ursprüngliche Auseinandersetzung auf Yes means Yes! mit den Studien, in denen sich Männer zu Vergewaltigungen bekannten.

Verpackung des Frauenarzt-Sets für Anfänger komplett mit Gleit- und Reinigungsmittelproben
Einmal selbst Frauenarzt(ärztin) spielen… Foto über Pimpettes

Ein ausgefallenes Spielzeug haben die Pimpettes gefunden: Das Frauenarzt-Set für den Hausgebrauch. Ob die Welt das wirklich braucht?

Für mehr Vielfalt im Kioskregal: In nicht mal mehr zwei Wochen erscheint die erste Ausgabe der outside the box – Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik mit dem Schwerpunktthema „Emanzipation“.

DieStandard.at zum Ersten: Gehörlosen und schwerhörigen Frauen wird in Österreich über Lautsprachförderung hinaus kaum Bildung vermittelt, der Einstieg in den Arbeitsmarkt fällt ihnen entsprechend schwer. Eine höhere Karriere als Hilfsarbeiterin ist selten möglich.

Und zum Zweiten der Hinweis auf den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen. Am 25. November wird es dazu (nicht nur in Österreich) zahlreiche Aktionen und Demonstrationen geben.

Der nächste Termin, zumindest für Berlinerinnen, ist gleich am 26. November: Ein Benefitkonzert, einen Film und eine Diskussion gibt es um 19 Uhr, Thema ist die Bekämpfung der Genitalverstümmelung von Frauen. Auftreten werden Sister Fa und Band, sowie als Gäste Maneko, Daveman, Louis Jean, Blow P und weitere, berichtet Nafisa. Die Erlöse gehen an die westafrikanischen NGO’s Tostan, Misereor und der Stiftung Umverteilen.

Über Vorurteile gegenüber Chancengleichheit gegenüber Kindern aus bildungsfernen Schichten und Gastarbeiterfamilien macht sich die Kaltmamsell, ihres Zeichens selbst Gastarbeiterkind, Gedanken. Mehr über Vorurteile und soziale Selektion gibt’s auf der Vorspeisenplatte.

Neue Regierung, neue Leitung der Antidiskriminierungsstelle. kopf und herz kommentiert die neue Leiterin. Vielversprechend klingt es leider nicht.

Nachdenklich geht es auch auf My-dentity zu. Die Konstruktion von Geschlecht, Klischees und Biologie – ist nicht der Mensch dahinter am wichtigsten?

Warum werden die Frauen nur immer so zickig – das Totschlagargument musste sich diese Woche „Emanze“ Lori anhören. In den Geschichten aus der honigsüßen Welt erzählt sie davon.

Last but not least: Der VÄTER Blog berichtet über ein Buch, das sich mit Erziehungszeiten für Väter beschäftigt.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschspachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter mannschaftspost(at)web.de Bescheid.

4 Kommentare zu „Ja meint nein oder nicht?

  1. Zu my-dentity: „Ist nicht der Mensch dahinter am wichtigsten?“
    Hm, ich dachte eigentlich, darum gehe es bei der „Konstruktion von Geschlecht“ Sache gerade.

  2. „Ein ausgefallenes Spielzeug haben die Pimpettes gefunden: Das Frauenarzt-Set für den Hausgebrauch. Ob die Welt das wirklich braucht?“

    Es gibt genug Kreise, in denen Kliniksex mehr ist als ein „Herr Doktor“-Rollenspiel. Natürlich muss nicht jeder damit was anfangen können, aber es gibt eben genug Frauen (und Männer), für die so etwas ein spannende Bereicherung ist. Wenn man es selbst vielleicht sonderbar findet, muss man doch trotzdem nicht die Frage in den Raum werfen, ob es denn gebraucht wird. Gebraucht wird Sexspielzeug theoretisch überhaupt nicht, interessanter kann es trotzdem mit sein.

  3. Ich finde es wirklich blöd, dass unter dem Demo-Aufruf in der Standard ein großes „Nur für Frauen!“ steht (oder missverständlich und immernoch ziemlich blöd, wenn damit nu die Afterparty gemeint ist).
    Ich werde selber hier auch an einer Demo teilnehmen und hoffe auf rege männliche Beteiligung!

  4. @wondergirl: Jeder soll gern machen, was er möchte. Nur bei solchen Spielzeugen (scheint aus Hartplastik zu sein) wäre ich auch sehr vorsichtig, schlechte Verarbeitung oder wenn was abbricht – uah. Außerdem frage ich mich gerade, was dann wohl das Fortgeschrittenen-Set wäre ^^

Kommentare sind geschlossen.

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