Diese Woche war mächtig viel los in der Blogosphäre. Einmal tief durchatmen und die Lesebrille rausgeholt:
Der Mädchenblog ärgert sich, das mit Kristina Schröder nur noch Familien- und nicht Frauenpolitik an der Tagesordnung ist und welche Auswirkungen das hat.
Auf andersdeutsch geht es um Männer, Frauen, Kälteempfinden und heteronormativen Zuschreibungen.
anarchie und lihbe hat eine Broschüre von der Frauenabteilung der Stadt Wien gefunden, die „Sicherheitstipps für Frauen und Mädchen“ zusammengestellt hat und fragt, warum wir in einer Gesellschaft leben, in der Menschen lediglich beigebracht wird, nicht vergewaltigt zu werden. Besser wäre die Botschaft: Vergewaltige nicht!
The Gurkenkaiser hat einen interessanten Text geschrieben: „Geschlecht und Praxis, Geschlecht und Technik und die Kritik an Geschlechtersozialisationstheorien„.
Lucy schreibt auf ihrem Blog Nahtzugabe über DIY, Crafting und Handarbeiten. Vor einiger Zeit bekam sie vom Stuttgarter Frech-Verlag die Anfrage, ob sie es sich vorstellen könnte, „auf einer größeren Plattform im Internet über [ihr] Hobby zu berichten.“ Das Honorar: Ruhm und Ehre und ein Buch pro Monat. Eine Frechheit, wie Lucy zu Recht befindet.
Auf Klirrr hofft Lucie auf eine sexismusfreie Berichterstattung der anstehenden Fussball-WM der Frauen, obwohl diese mit der von einschlägigen Zeitschriften beworbenen Bikini-Diät-Rasier-Saison zusammenfällt.
Ninia La Grande ist genervt von der neuen Badminton Kleiderordnung:
Ab Mai dürfen Badminton-Spielerinnen auf gehobenem Leistungsniveau nur noch in Röcken oder Kleidern spielen. Damit Badminton endlich, endlich etwas „attraktiver“ rüberkommt. Lob an den deutschen Verband: Der wehrt sich momentan noch gegen die Regelung.
@habichthorn von Just Another Female Blogger hat noch einmal die re:publica 2011 zusammengefasst.
Julia Seeliger war ebenfalls auf der re:publica und hat eine eigene Definition zum (politischen) Cyberfeminismus geschrieben.
Sina ärgert sich über die aktuelle EMMA, in der mit allen Mitteln versucht wird, Prostituierte zu pathologisieren.
Svenja von Svenja and the City freut sich, dass sie im neuen Motorrad-Abenteuer Magazin auftaucht.
Paula und Deef haben einen sehr persönlichen Podcast zu Bisexualität gemacht und eingesendete Fragen beantwortet.
Onyx von Gedankensalat hat ein wenig herumgestöbert und „ein erschreckend großes Sammelsurium an widerlicher und sexistischer Werbung“ gefunden. Achtung: Sexistische Kackscheiße ohne Ende.
Schafott hat drei Gründe für die eingeschränkte politische Freiheit der chinesischen Bürger_innen zusammengetragen.
Das Kotzende Einhorn weist auf die skurrille Berichterstattung der BILD hin, die auf investigativ-journalistische Art und Weise frauenverachtende Strukturen im Autonomen Zentrum Kalk aufdeckte. Dass das Autonome Zentrum lediglich kritisch mit diskriminierenden Strukturen umgeht und anerkennt, dass diese auch in einem herrschaftskritischen Raum kaum wegzudenken sind, hat die BILD nicht verstanden. Und dass gerade die BILD auf Sexismus aufmerksam macht, setzt der Geschichte noch die Krone auf.
Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!

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