Gekommen, um zu bloggen

28. August 2010 von Verena
Dieser Text ist Teil 73 von 73 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Einen kritischen Blick auf die Errungenschaft Pille werfen Bettina Enzenhofer und Irmi Wutscher in an.schläge, hier über linksnet verlinkt.

Beim Missy Magazine gibt es seit der aktuellen Ausgabe eine neue Rubrik: Inspiriert von der New Yorker Künstlerin Miranda July, sind die LeserInnen aufgefordert in “Bake a Cake, Build a Bomb”, selber aktiv kreativ zu werden und vielleicht einen der tollen Preise zu gewinnen.  Worum es dieses Mal geht, lest ihr hier.

Außerdem bloggt diesen Monat Modebloggerin Mary Scherpe von StilinBerlin bei Missy. Dabei wird  nicht nur Fashion bebildert sondern auch leckere Sachen, mit denen das Outfit bekleckert werden kann.

So sieht "Sonntags" bei Missy-Gastbloggerin Mary Scherpe aus

Girls can blog weist auf die Online Petition der Reporter ohne Grenzen zur Freilassung der iranischen Bloggerin Shiva Nazar Ahari hin.

Bloggen Frauen anders? Dieser mittlerweile häufiger kursierenden Frage geht Antje Schrupp mal von einer anderen Seite auf den Grund. Anders als wer?

Im Heimathafen Neukölln stehen am Donnerstag, 3. September, prügelnde und boxende Mädchen im Mittelpunkt des Theaterstücks “Sisters” und der anschließenden Podiumsdiskussion – mit Mädchen-Boxen und Mädchen-Rap.

Auch am Donnerstag, dem 3. September, rocken unter anderem Frau Kraushaar und DJ Patex das Ladyfest in Darmstadt. Unter dem Motto “Pretty Girls Play Faves” darf im Weststadtcafé gefeiert werden. 

Und vor den Terminen noch ein Blogtipp: Sie kam und blieb - unter dem Namen bloggt seit einigen Wochen ein feministisches Kollektiv aus Bern über die linke, feministische und queere Szene. Einfach mal vorbei gucken.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid.


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Von Bullen, Stieren und Kleidern. Blogschau zum Wochenende

21. August 2010 von Nicole
Dieser Text ist Teil 72 von 73 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Wir starten mit Lesetipps: Seit dem 16. August im Handel: die neue missy, nicht nur mit neuen Wörtern, sondern auch mit neuem Design! Zwischengeschlecht.info kündigt das Buch von Christiane Völling „Ich war Mann und Frau. Mein Leben als Intersexuelle“ an, das am 25. August beim Fackelträger-Verlag erscheint.

Weiter geht’s mit schönen Blog-Metaphern: light-inside.de stellt (wohl auch nach dem taz-Artikel zum Thema weibliche Bloggerinnen) fest: Die einen reiten Bullen, die anderen packen den Stier bei den Hörnern.

Beim mädchenblog wurde die Politik der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ beim Einsatz in Pakistan kritisiert: Wie viel und welche Rücksicht auf Kultur und Religion ist hinnehmbar? diestandard.at berichtet über ein Urteil aus Oslo: Das geltende Kopftuchverbot für Polizistinnen in Norwegen verstößt gegen das Gleichheits- als auch gegen das Anti-Diskriminierungsgesetz.

Das Antisexistische Aktionsbündnis München weist auf eine Aktion gegen Sexismus und Homophobie im Reggae hin: Beim Chiemsee Reggae Summer wird am 28. August die Auseinandersetzung vor Ort „intensiviert“. Zeit zum Baden soll aber auch sein.

Antje Schrupp machte sich Gedanken zum Vergleich zwischen Kinderwahlrecht und Frauenwahlrecht. Und bei Anke Gröner ging es diese Woche um Kleidung und Körpergefühl und darum mal mit Fehlersuche bei sich und anderen aufzuhören.

Und zum Schluss ein kleiner Aufruf: Mrs. Pepstein möchte am 28. September nicht aus dem Studio senden, sondern live „von draußen“ berichten, zum Beispiel aus eurer Küche. Bewerben jetzt!

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Bücher, Jungs und Vibratoren – die Blogschau

14. August 2010 von Anna
Dieser Text ist Teil 71 von 73 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Und hier die feminstische Bloglektüre zum Samstagabend:

Beginnen wir mit Lesetipps für den vielleicht noch ausstehenden Sommerurlaub oder auch die ersten eingekuschelten Couch-Abende:
diestandard.at bespricht: “So zarte Lippen, so weiche Haut – Frauen erzählen von ihrem ersten erotischen Erlebnis mit einer Frau” und bei der denkwerkstatt gibt es gleich fünf Romane empfohlen – alle von Frauen geschrieben und alle urlaubstauglich.

Wo wir gerade bei Büchern sind: InFemme unterstellt möchte eines zum Thema Mütter schreiben und braucht dabei eure Hilfe.

Sabine Hark fragt “Sind Jungs so?” und kommentiert die derzeit (mal wieder) durch die Medien geisternde Sorge um den männlichen Nachwuchs. Fazit: “Mit Verlaub: das ist Sexismus pur.”

Les petits Plaisiers hat sich angesehen, wie unterschiedlich Sexspielzeug für Frauen und für Männer beworben wird: “Wichsen ist Wellness … oder Autofahren”

Antje Schrupp liest und schreibt über die Liebe.

“Unter Feminist_innen?” fragt dasguteleben und analysiert Julia Seeligers Kritik am Blogeintrag von Alice Schwarzer zum Thema Kachelmann.

Claudia Kilian von der sammelmappe mag die “girls on web society” und stellt ein paar Bloggerinnen vor, die man dort kennen lernen kann.

Mit dem Hinweis darauf, dass man “auf so eine sexistische Scheiße keinen Bock” habe, hat die Band Frittenbude ein Konzert abgebrochen. Wie es dazu kam und wie diese Reaktion aufgenommen wurde, haben unter anderem der Mädchenblog und bubi zitrone zusammengefasst (jeweils mit weiterführenden links).

Vom 28.-30. Oktober findet in Berlin ein Kongress zum Thema “Das flexible Geschlecht. Gender, Glück und Krisenzeiten in der globalen Ökonomie” statt. Für weitere Infos und zur Anmeldung bitte hier entlang.

Zum Abschluss noch ein Beitrag, der zwar nicht feministisch ist, aber ein sehr wichtiges Thema berührt: Not quite like Beethoven ist “ein Blog über Unhörbares, Unerhörtes und Nichtgehörtes” und schreibt über den Sinn und Unsinn der GEZ-Befreiung für Sinnesbehinderte.

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Neues von den bloggenden Ladies

7. August 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 70 von 73 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Die Kratzbürste und der Mädchenblog haben unterschiedliche Ansichten zu Iris Dankemeyers Artikel “Fuck Polyamory“.

Die Denkwerkstatt führte zum Thema “Feminisierungs-Krisen und Väterrechtlern” ein Interview mit Paul Scheibelhofer, Nachwuchswissenschaftler und Soziologe, der vorwiegend zu den Themen Männlichkeit, Migration, Rassismus und Jugend forscht. (Teil 1 und Teil 2).

Julia Seeliger antwortet auf Alice Schwarzers Brief an Kachelman und rät ihr in der taz zum Abtreten. Dodo vom Mädchenblog kritisiert die Art und Weise, wie Seeliger Kritik an Schwarzer übt.

Zu deutsch: Müssen Frauen nackt sein, um ins Met. Museum zu gelangen? Weniger als 5% der Künstler_innen im Bereich der Modernen Kunst sind Frauen, aber 85% der Nackten sind weiblich.

Annina von Girls Can Blog erinnert uns an ein bekanntes Bild der Guerrilla Girls von 1989. Neugierig, wie viele Künstlerinnen mehr als 15 Jahre später, im Jahr 2005, in der Modern and Contemporary Section des Metropolitan Museum mit ihren Werken vertreten sind? Achtung: Nicht zu viel erwarten.

DieStandard.at berichtet, dass der US-Senat der Ernennung von Elena Kagan als Oberste Richterin im US-amerikanischen Supreme Court zugestimmt hat. Drei der neun Supreme Court Richter_innen sind nun weiblich – das gab es zuvor noch nie in der amerikanischen Geschichte.

Der ZtG Blog weist auf ein kostenfreies Angebot zur Existenzgründung für arbeitslose Frauen von Akelei e.V. hin. Der Grundlagenkurs für Unternehmensgründerinnen findet vom 7. Oktober bis 10. November 2010 statt.

Queernews erinnert: Vor neun Jahren, am 1. August 2001, trat in Deutschland nach langen Diskussionen das Gesetz über die Eingetragene Lebenspartnerschaft in Kraft.

Und: InFemme hat ein feministisches Stück Putenfilet gefunden!

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Bloggen als gäbs kein Morgen mehr

31. Juli 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 69 von 73 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

In der Blogosphäre gibt’s kein Sommerloch – das zeigt die Rückschau auf die letzte Woche!

Los geht’s mit einem (englischsprachigen) Aufruf von Europasionara: Frauen, fangt an zu Bloggen.

Ein Blog hat diese Woche das Gunda-Werner-Institut gestartet: Was ist der Streit-Wert? Es knüpft an das Grüne Männermanifest an.

Sozialhilfe auf 5 Jahre beschränken, kein Studium für Kinder von Hartz IV-Bezieherinnen… Élise Hendrick nimmt in den Meldungen aus dem Exil die neue deutsche Sozialpolitik aufs Korn und die 13 berichtet von ihren eigenen Erfahrungen mit der ARGE.

Das neue Gender-Ranking deutscher Großstädte ist draußen. Mariam FFM freut sich mit Frankfurt am Main über den Spitzenplatz, insgesamt sind die letzten Entwicklungen aber wieder negativ.

Urlaubszeit = Sexismuszeit? Darum geht es in den Geschichten aus der honig-süßen Welt.

side-glance hat das zweite Semester Informatikstudium überstanden, leider inklusive Sexismus, und blickt auf Barrieren, die Frauen an der Entfaltung ihrer Potentiale hindern.

Auch Anke Gröner hat sich über einen sexistischen Vorfall mit ihrem Postboten geärgert. Dumme, aber auch unterstützende Reaktionen inklusive.

Feministische Blogs und (sexistische) Kommentare – in der ewigen Diskussion erklärt Antje Schrupp, warum sie keine Netiquette hat.

Das Video der Woche (zuletzt gesehen im Genderblog): Jane Austen’s Fight Club

Noch mehr Videos hat die denkwerkstatt: Jaques Lacan und Jaques Derrida im Kurzporträt.

Ins Kino ging Luise Pusch, sie hat dort den neuen Familienfilm „The Kids are all right” gesehen, in dem die Beziehung eines lesbischen Paares ordentlich durchgerüttelt wird als der Spermienspendervater auftaucht. Lesbensex ist nämlich mühsam, Heterosex dagegen das einzig wahre. (Und die Welt ist weiß.)

annalist hat sich Gedanken über das Computerspiel „Hey Baby” gemacht. In diesem Egoshooter der anderen Art überschütten Männer auf der Straße die Protagonistin mit Anmachen und Belästigungen.

Afrika Wissen Schaft veröffentlicht eine Hausarbeit zu den Frauenbildern im eritreischen Theaterstück „The Other War“.

Ab Montag, dem 2. August, veranstaltet das mädchenblog künftig monatlich ein Treffen für Leser_innen und Autor_innen. An jedem ersten Montag im Monat im Silver Future in der Weserstr. 206 in Berlin-Neukölln.

Auch bei uns gibt es neues. Ausgewählte Beiträge gibt es nun auch bei den Netzpiloten. Außerdem hat uns Robert Stögmann von blogger-antworten.com interviewt.

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Neues aus den Blogs

24. Juli 2010 von Barbara
Dieser Text ist Teil 68 von 73 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Eine kleine Auswahl dessen, was mir aufgefallen ist in dieser Woche in den Blogs: Ein Ende von “kreuzritterlicher Homophobie” fordert diestandard.at. Anlass ist der Christopher Street Day, deren Teilnehmende mit “ultrakatholischen und nationalistischen Gruppierungen” zusammenstießen. Und deren bekloppten Gehirnen. Kaum zu glauben – Mittelalter im Jahr 2010!

Über ein Vernetzungstreffen von Online-Frauen, das inzwischen ein feministisches Mainstream-Thema geworden ist, hat annalist geschrieben. “An sich sind Fragen zur Abwesenheit von Frauen im Netz, an Computern, in den Medien ja nicht wirklich innovativ, müssen aber wohl weiterhin gestellt werden.” Ja. Leider.

Seit 2009 ist es gleichgeschlechtlichen Paaren in Schottland möglich Kinder zu adoptieren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, Großeltern protestierten gegen die vorgesehenen Adoptiveltern, wendet sich die größte Adoptionsvermittlungsagentur nun direkt an Schwule und Lesben. Sie sollten sich von der negativen Presse nicht beindrucken lassen, so queernews.at.

Ich hatte auf den Artikel in der Jungle World von Antje Schrupp über das Reizthema Burka-Verbot bereits verlinkt. In ihrem Blog hat sie zu diesem Artikel noch etwas mehr geschrieben, nämlich über etwas, was von der Redaktion der Jungle World redigiert wurde in ihrem Artikel und aus einem Gedanken einen anderen gemacht hat. “In der ursprünglichen Fassung hatte ich geschrieben, dass Burka und Niqab (also Ganzkörperverhüllungen, die auch das Gesicht verdecken) – anders als das Kopftuch – „die Welt der körperlichen Präsenz weiblicher Individuen“ berauben. Das war meine Begründung dafür, warum ich finde, dass es sich dabei durchaus um eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse handelt und nicht nur um eine Privatangelegenheit der Frauen, die solche Kleidung tragen. (Anschließend begründe ich dann, warum ich ein gesetzliches Verbot trotzdem falsch finde). In der veröffentlichen Version heißt dieser Satz nun, dass Burka und Niqab „weibliche Individuen ihrer körperlichen Präsenz berauben“. Diejenigen, denen etwas „fehlt“ (nämlich die körperliche Präsenz) sind nun also die Frauen selbst und nicht mehr die Welt.”

Über die unangenehmen Dinge, die derzeit passieren in Hamburg (Schul-Volksbegehren) und Berlin (Elternzeit-Einsparung) hat sich i heart digital life geärgert. Mit Recht!

Termine:
Wer Lust auf “Poetische Experimente und Erfahrungsaustausch” hat, dem sei die Veranstaltung des Literaturbüros Ruhr e.V. und der Autorinnenvereinigung e.V. mit dem Frauenkulturbüro NRW e.V. am 16.Oktober 2010 in der Kulturfabrik Heeder in Krefeld ans Herz gelegt. Autorinnen sind herzlich eingeladen, sich mit biografischen Angaben und einer Projektskizze mit Textprobe (insgesamt 2 Normseiten) zu bewerben. Anmeldungen per Mail an Elisabeth.roters-ullrich(at) stadt-gladbeck.de bzw. unter www.literaturbuero-ruhr.de.

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Short Cuts

10. Juli 2010 von Verena
Dieser Text ist Teil 67 von 73 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Zu heiß für lange Sätze? Hier ein kurzer Blick in die wöchentliche Blogschau und etwas D.I.Y.-Vorfreude…

Das Victoria-Woodhull-Blog kommentiert ein Werbevideo des US-amerikanischen Woodhull-Instituts

Gute Luft für Merle berichtet über das fehlende Abtreibungsrecht in Argentinien.

Sommerdrinks für Schwangere (und alle anderen Freund_innen nicht alkoholischer Getränke) präsentiert Anke Gröner in ihrem Blog.

Ein Literaturtipp: Neu erschienen ist das Lexikon Musik und Gender

Für zwischendurch:

Das Mädchenblog berichtet über den Locationwechsel der Berliner Sexparty *be_cunt* nach sexualisierten Übergriffen.

der Väterblog interessiert sich für Erfahrungsberichte von Vätern, die nach zwei oder mehr Monaten Elternzeit in den Job zurück kehren. Anlass ist ein Artikel im Spiegel über den Blick hinter die sogenannte Familienfreundlichkeit von Unternehmen.

Und zuletzt noch eine Stellenausschreibung des Zentrums für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterstudien (ZIF) in Hildesheim: Dort wird die Stelle der Geschäftsführung neu besetzt.

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Absurdes aus dem täglichen K(r)ampf

3. Juli 2010 von Nadine
Dieser Text ist Teil 66 von 73 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Es ist Sommer, es ist heiß, jede_r müsste draußen sein und sich auf Wiesen suhlen, doch einige schreiben lieber tolle Blogs. Eine kurze und subjektive Zusammenfassung der vergangenen Woche:

Anne Roth berichtet von ihren ganz persönlichen Erfahrungen mit der Bundespräsidentenwahl und ihre Tochter bewertet die Situation mit kindlichem Pragmatismus. Love it!

Zum CSD und Judith Butler haben wir auf Mädchenmannschaft bereits alles gesagt. Der CSD Berlin e.V. nimmt zu ihren Vorwürfen Stellung. Genderini reagiert zu Recht empört (ein bisschen nach unten scrollen bis “Update”). Neben reichlich Dampf hat selbige noch jede Menge interessante Links zum Thema Queer, Rassismus und Feminismus in petto.

Der Transgeniale CSD war meine ganz persönliche Queer-Premiere in diesem Jahr. Auf Genderbefreit gibt es Fotos zu sehen und das Mädchenblog berichtet von sexistischen Übergriffen auf der Veranstaltung.

Das antirassistische Watchblog Der Braune Mob sollte eigentlich in alles RSS-Readern seinen Platz haben. Nicht nur, dass die Autor_innen nicht müde werden, der rassistischen Taz auf die Finger zu schauen… diese Woche macht sich die Autovermietung SIXT einen Namen als White Supremacist. Traurige Erkenntnis: Rassismus hat während der WM Hochkonjunktur. Das weiß auch Adrian Lang und schreibt seine ganz persönlichen Eindrücke von der grassierenden Fankultur auf.

Das Väterblog gibt Hoffnung: Männer profitieren von der Elternzeit, indem sie mit einer höheren Lebenserwartung rechnen dürfen. Na wenn das Mal nicht Vorzeigeobjekt jeder Gleichstellungsarbeit sein sollte! Werft die Gesundheitsberichte für Männer über Bord und den Schnuller in die Hand!

Sexistische Werbung geizt selten mit visuellen Reizen. Noch perfider finde ich allerdings, wenn es nackte Haut gar nicht braucht, um Chauvinismus zu reproduzieren. A Blog of One’s Own ärgert sich über glanzlose Frauen und glänzendes Gold. Wer Zeit und Muse hat, kann gleich eine Mail an den Werberat verfassen. Mal sehen, ob der sich wieder so blamiert wie nach der AXE-Kampagne.

Herzlich gelacht habe ich bei dieser Anekdote aus dem betrieblichen Alltag von dyfustifications: Frauen und Technik (Schublade auf). Frauen im Umgang mit Frauen und Technik (Schublade zu).

Ein Aufreger ist dagegen wert, dass das Erzbistum Köln weiterhin darauf Einfluss hat, welche medizinischen Leistungen das Krankenhaus St. Birgida auch nach der Übergabe an die städtische Trägerschaft Aachen für Frauen anbieten darf. Ginge es nach dem Willen der Geistlichen, darf dort keine Abtreibung durchgeführt und keine Spirale eingesetzt werden, auch die Pille danach soll untersagt sein, schreibt 100 Kreuze in die Spree.

Auf Buchentdeckungen gibt es ein tolles Portrait über die afrodeutsche Schriftstellerin May Ayim zu lesen – mit Auszügen aus ihren Gedichten. Weiteren Lesestoff hat dieStandard.at: “Die unsichtbaren Kämpferinnen” erzählt die Geschichten von kolumbianischen Frauen, die im bewaffneten Konflikt zur Waffe griffen.

Last but not least: Am kommenden Montag gibt es im Café Tristeza in Berlin-Neukölln eine Book-Release-Party zu “Rassismus auf gut Deutsch” von Adibeli Nduka-Agwu und Antje L. Hornscheidt.

Die Beiträge dieses Bandes tragen dazu bei, unbewussten oder »gut gemeinten« Rassismus in alltäglichen Sprachpraktiken mit konkreten Beispielen aufzudecken, um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie und wodurch Sprache rassistisch aufgeladen wird und welche Alternativen es gibt.

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Blogschau: Butler, Fußball, Merch

26. Juni 2010 von Nicole
Dieser Text ist Teil 65 von 73 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Starten wir mit dem Thema der Woche: Zu Butler, CSD & Co. gibt’s auch bei Antje Schrupp noch was zu lesen. Das Feministische Institut Hamburg blickt zurück auf eine Podiumsdiskussion zum Thema „Citizen 2.0. Wie beeinflusst das Netz die demokratische Öffentlichkeit?“

Die Denkwerkstatt zeigt uns in bunten Bildern die berufliche Zukunft für (österreichische) Absolvent_innen der Gender Studies. diestandard.at hat eine Studie gelesen, die feststellt, dass Frauen bei Multitasking nicht besser seien. Stimmt doch nicht!

Die Missy freut sich: Der Frl-Zucker-Beutel is back! Dafür ärgert sich loopkid.net über dämliche Werbung. Und die hönigsüße Welt hat die Schnauze voll von Schland und empfiehlt gleich noch die Mandi-Broschüre zu Fußball, Nationalismus und Sexismus.

Noah Sow hat auf dem Hamburger Fanfest erstaunliche Werbung gefunden: „Diese Frauen haben den Längsten“. Und zum Abschluss noch mal Fußball, aber diesmal nicht Männer-, sondern Frauenfußball. Einen Call for Papers für eine Tagung zur Geschichte des Frauenfußballs gibt‘s bei queernews.at zu lesen.

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Aus den Blogs

19. Juni 2010 von Barbara
Dieser Text ist Teil 64 von 73 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Trotz WM-Fieber wurde geschrieben – aber auch über Fußball. Zum Beispiel im Mädchenblog – da herrscht Vorfreude für ein Frauenfußballturnier, das der Verein Fußball und Begegnung e.V. vom 6.-13. Juli 2010 veranstalte. Um latenten Frauenhass im Fußball geht es bei Moderne Mädchen, und um die Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein.

Bei queernews.at geht es um den Gaydar, also den “sechsten Sinn”, mit dem Homosexuelle andere Schwule oder Lesben in einer Personengruppe erkennen. Dieser Sinn wurde wissenschaftlich nachgewiesen. Na ja, mit einem Zwinkern. Auf jeden Fall ist die kleine Studie darüber vielseitig interpretierbar.

Missy wird jetzt interaktiv und ruft  zum Bomben bauen, Kuchen backen auf. Erste tatsächliche Aufgabe: Lass dir eine Girl Band temporär auf den Körper tätowieren. Dokumentation bitte an Missy schicken.

Im Väterblog geht es um eine Studie, die sich um das traurige Phänomen der “Übermutter-Falle” gekümmert hat. Bei Nieslreden geht es um ein schwules Pärchen, dem im Pratergarten Berlin der Zutritt verwehrt wurde. Sina bloggt über eine Brasilianerin, die einen schwerst behinderten Fötus nicht abtreiben darf.

Termine:

Nächste Woche, am 23. Juni 2010, organisiert der Deutsche Ethikrat ein “Forum Bioethik” in Berlin unter dem Titel “Inters*xualität – Leben zwischen den Geschlechtern”.

In Hamburg bietet DENKtRäume am Samstag, dem 26. Juni einen Workshop zum Thema “Frauen und Macht” vor dem Hintergrund Hannah Arendts an.

Und am selben Tag, 26. Juni 2010, gibt es ein Solikonzert fürs Ruby Tuesday Rock Camp für Mädchen, mit karo, petethepiratesquid und the mokkers in der raumerweiterungshalle, Markgrafendamm 24c, 10245 Berlin-Friedrichshain ab 21 Uhr.

Und ab dem 30. Juni gibt es im Frauenmuseum in Bonn eine Ausstellung zum Gabriele Münter Preis 2010 (läuft bis zum 5. September 2010). Aus der Pressemitteilung: “Kunst von Frauen ist erstklassig!” sagt Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder zur Ausstellungseröffnung des Gabriele Münter Preises. Eh klar!

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