Nicht vergessen…

von Helga

Die (feministischen) Themen der Woche, die hier bisher noch nicht zur Sprache kamen:

Der Spiegel berichtet von der Steinigung einer Ehebrecherin in Somalia. Die regierende radikale Miliz hat bereits vergewaltigte Teenager und geschiedene Frauen wegen „Ehebruchs“ zum Tode verurteilt.

Beim Spiegel gibt es auch ein Video mit der neuesten FEMEN-Aktion. Die ukrainischen Feministinnen protestieren gegen Sexismus und ungewollte, weitgehende Avancen von Kommilitonen und Professoren.

Die BBC berichtet über eine neue Studie zu Intimoperationen. Danach seien die Risiken noch viel zu unerforscht und würden von den Chirurgen verharmlost. Das Argument, vorstehende Schamlippen könnten Schmerzen bereiten, sei meist psychologisch bedingt, sonst müssten Männer, deren Genitalien noch viel weiter „herausragen“, weit größere Unanehmlichkeiten haben.

Neue Studien disktutiert auch die New York Times. Hilft Stillen beim Abnehmen nach der Geburt? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Aber sollte man Stillen wirklich als Diätmethode sehen?

100.000 Euro lobte Nordrhein-Westfalens Innovationsministerium als ersten Gleichstellungspreis für Universitäten und Hochschulen aus. Die Uni Duisburg-Essen, die Uni Paderborn und die FH Bielefeld bekommen jeweils diese Summe, da sie ihren Ansprüchen auch Taten folgen liessen, so die taz. Ein besonderer Fokus lag dabei auf dem Frauenanteil in den MINT-Fächern.

Am 24. November veranstaltet der VDE in Berlin das VDE-Symposium „Karrierestart für Absolventinnen von MINT-Studiengängen der Elektro- und IT-Branche“. Studentinnen und Berufseinsteigerinnen können dort andere „Young Professionels“ und Vertreter aus Firmen und Hochschulen treffen.

In Indien sind Wähler_innen nicht mehr auf die Geschlechtskategorien „männlich“ und „weiblich“ beschränkt: Transgender, Intersexuelle und Eunuchen können nun O wie „other“ ankreuzen, berichtet CNN.

Der Harvard Business manager über eine Kundinnenbefragung: Was wollen Frauen wirklich? Weniger Klischee und mehr Praktikabilität.

Christa Walliczek, Erzieherin, fordert im Interview mit der Sueddeutschen mehr Förderung und weniger reine Lippenbekenntnisse für Kinder aus sozial schwachen Familien.




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Eintrag geschrieben: Donnerstag, 19. November 2009 um 23:49 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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4 Kommentare

  1. Mirabella sagt:

    Kleine Anmerkung:

    Den Preis bekam nicht die TU Paderborn (die gibt es nämlich gar nicht!!!), sondern die Uni Paderborn.

  2. efeu sagt:

    http://www.gamestar.de/specials/reports/2310568/helden_mit_bruesten.html
    interessanten artikel zu weiblichen pc-spiel-heldinnen gefunden :)

  3. Helga sagt:

    @Mirabella: Danke, hatte mich bei der taz etwas gewundert, dass die TU Paderborn schreiben aber nicht mehr nachgeguckt. Dabei liegt das ja um die Ecke hier…

    @efeu: Sehr interessanter Text, nehme ich gleich mal auf, danke!

  4. Morjanne sagt:

    Ich mag den Artikel zum Stillen. Und ich find’s nicht weiter schlimm, das auch als „Diätmittel“ zu sehen – irgendwie ist ja schon was dran.
    Und immerhin entfernt sich diese These von der allgemeinen Heiligsprechung von Muttermilch…