Kampf um weibliche Körper und Teenager, die was bewegen – kurz verlinkt

von der Mädchenmannschaft

Am 22. September feiern wir in Berlin unseren 5. Geburtstag! Wenn ihr nicht aus Berlin seid, könnt ihr euch gerne Mit­fahr­gelegen­heiten oder Unter­künfte organisieren – entweder im Facebook-Event (die ersten Anfragen und Unter­kunfts­angebote gibt es schon) oder hier in den Kommentaren. Falls euch das zu öffentlich ist, könnt ihr uns auch eine E-Mail schreiben mit „Biete“ oder „Suche“ an veranstaltung[at]maedchenmannschaft.net.

Von wegen „keiner kümmert sich um die armen Väter ohne Rechte“. DieStandard.at spricht mit Mariam Irene Tazi-Preve über alleinerziehende Mütter ohne Lobby und eine erstarkende Vaterrechtsbewegung.

Ebefalls auf dieStandard.at: Ein Interview mit der Hebammenausbilderin Barbara Schildberger über den neuen „Stilldruck“ und den Kampf um die Selbst­bestimmung von Schwangeren und frisch-gebackenen Müttern. Dass weibliche Selbst­bestimmung über ihre Körper immer noch nicht selbst­ver­ständ­lich ist, zeigt ein Fall in der Neuen Osnabrücker Zeitung. Ohne ihre Ein­willi­gung wurden einer Krebs­patientin nicht nur einer, sondern gleich beide Eier­stöcke entfernt.

Welche Probleme Abtreibungsbeschränkungen machen können, zeigt sich derzeit in der Dominikanischen Republik. Einer krebskranken und schwan­geren 16-Jährigen wird bisher die Chemotherapie verweigert. Diese könnte zum (verbotenen) Ende der Schwanger­schaft führen – aus Angst vor möglichen Anklagen zögern die Ärzt_innen deshalb, so CNN.

Gruselalarm: Die taz berichtet über Anti­feminismus im italienisch-sprachigen Teil des Internets.

In Berlin-Kreuzberg geht die Gentrifizierung weiter. Eine die sich wehrt ist Nuriye Cengiz, die gerade erst eine rollstuhlgerechte Wohnung gefunden hat.

Diese Woche hatte außerdem einige ziemlich coole Teenager zu bieten. Die 17-Jährige Brittany Wenger hat ein Analyseprogramm entwickelt, dass die Brustkrebsdiagnose deutlich zuverlässiger macht. Drei Teenager aus New Jersey wollen bei der nächsten Fernsehdebatte der US-Prä­si­dent­schafts­kandidaten mindestens eine Moderatorin dabei haben. Und haben über 117.000 Unterschriften dafür gesammelt.

Seit einigen Jahren schon wurde statt über Larry Wachowski („Matrix“) über Lana Wachowski geschrieben. In der Werbung zu ihrem neuen Film „Cloud Atlas“ grüßt die Regisseurin nun neben ihrem Bruder und Tom Tykwer erst­mals ganz offiziell als Lana, berichtete die Huffington Post.

Noch ein Interview: Das Magazin der Süddeutschen Zeitung sprach mit der KZ-Überlebenden und späteren Professorin Ruth Klüger, die sich auch als „Feministin aus Notwendigkeit“ bezeichnet.

In Berlin hat letzte Woche das Ruby Tuesday Hip Hop und Rock Camp statt­ge­funden – der Tagesspiegel hat’s aufgeschrieben.

Um Frauen in der IT-Branche ging es im Sommerrätsel von Heises Hal Faber. Insgesamt zehn Frauen wurden gesucht – und gefunden.

Durch Waffen im Haus erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen ge­tötet werden (englisch). Besonders, wenn es in der Partner­schaft bereits zu häus­licher Gewalt kam.

Neue, erweiterte Beratungszeiten für Frauen, die Opfer sexualisierter Gewalt wurden, bietet der Verein Trotz Allem in Gütersloh nun an.

Termine und ein Praktikum in Berlin und Wolfenbüttel nach dem Klick:

Heute beginnen in Wolfenbüttel die Niedersächsischen Frauenmusiktage.

Morgen, am 2. August, beginnt dann in Berlin das radikale queer d.i.y. Filmfestival entzaubert.

Das Berliner Gunda-Werner-Institut bietet ein bezahltes Praktikum ab November an.




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Eintrag geschrieben: Mittwoch, 1. August 2012 um 15:19 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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3 Kommentare

  1. Thargor11 sagt:

    Für Kurzentschlossene in Berlin: Solidkungebung für Nüriye Cengiz, 2.8. 15.00 vor der Falstaff Vermögensverwaltungs AG:

    http://www.fau.org/ortsgruppen/berlin/art_120726-231854

  2. Franzi sagt:

    „Gruselalarm: Die taz berichtet über Anti­feminismus im italienisch-sprachigen Teil des Internets.“

    Unbedingt auch die Kommentare lesen weil ganz viel Antifeminismus. Besonders der vom 01.08.2012 17:56 UHR, also aktuell der jüngste. Da stellen sich jeder Feministin die Nackenhaare auf. Und dass gerade die taz einen solchen antifeministischen Kommentar frei schaltet, zeigt doch das ganze Ausmaß immer noch patriarchaler Hegemonie.

  3. Helga sagt:

    @Franzi: Dass gerade auch bei der taz gruselige Kommentare eintrudeln und dort geduldet werden, ist leider nichts neues… Die „unbedingt zu lesen“ würde ich keiner und keinem empfehlen.