Bist Du eine echte Frau? Find’s raus bei den Olympischen Spielen

Jetzt ist es offiziell: Ab 2012 werden wieder „verdächtige“ Athletinnen getestet werden, ob sie „richtige“ Frauen sind. Nach der fast ein Jahr andauernden Kontro­verse um Caster Semenya (immerhin hat man ihre Weiblichkeit offiziell bestätigt), sind nun die neuen Richtlinien verabschiedet worden und sie klingen so frag­würdig, wie bereits vermutet, so die taz. Von der Frage, wann eine Frau eine Frau ist, hat man sich auch schon verabschiedet:

Athletinnen mit einem übernatürlich hohen Level an Androgenen, männlichen Sexualhormonen, das ihnen sportliche Vorteile gegenüber der Konkurrenz ermöglicht, werden von Wettkämpfen ausgeschlossen.

Vom Bild der verzweifelten Männer, die sich als Frauen verkleiden, um endlich einmal Erfolg zu haben, ist nichts mehr zu sehen. Dass es tatsächlich Frauen sein könnten, die sich auch als solche verstehen, wird angenommen. Dennoch wird getestet, was bedeutet: Künftig beschützt man die „normalen“ Sportlerinnen vor „Freakfrauen mit biologischen Abnormitäten“ und bittet diese, sich doch dringend mal behandeln zu lassen, auch wenn es medizinisch nicht nötig ist. Männer mit auffallenden Leistungen werden aber nicht auf deutlich erhöhte Level an Androgenen getestet, oder auf andere Genmutationen, die ihnen weitere Vorteile erlauben könnten. Würde man jemals einen Athleten ausschließen, der durch eine Laune der Natur deutliche sportliche Vorteile hat, aber keine Kinder zeugen kann?

Immerhin sollen die Tests künftig nicht mehr in aller Öffentlichkeit stattfinden – ein Garant, dass den Betroffenen ihre Würde bleibt ist es aber nicht. Denn die unbequemen Fragen gehen nicht weg, nur weil man die Scheinwerfer ausmacht.

35 Kommentare zu „Bist Du eine echte Frau? Find’s raus bei den Olympischen Spielen

  1. Absurd. Nirgens sieht man das Konstrukt einer reinen zweigeschlechtlichen Welt offiziell deutlicher scheitern, als bei den Sportverbänden.

    Wo dürfen diese Frauen denn dann eigentlich starten? Bei den Paralymics? Werden dort in Zukunft die größten sportlichen Höchstleistungen bei den Frauen zu erwarten sein? Oder habe wir da demnächst eine dritte Olympiaveranstaltung zu erwarten, die Intersex-Olympics?

  2. Endlich. Diese bösartigen Trans, vor denen uns Mary Daly 1979 <a href="„schon warnte, können jetzt nicht mehr den sich abstrampelnden echten Cis-Frauen die Medaillen klauen. Weg mit ihnen.
    Was können wir doch dankbar sein.

  3. so lange es männer- und frauenwettbewerbe gibt, wird es auch eine diskussion darüber geben, wo die grenze zwischen beiden verläuft. konsequent wäre es dann, nicht das nun endlich anonymisierte verfahren zu kritisieren, sondern sich die frage vorzulegen, welche alternativen modelle im wettkampfsport umsetzbar oder auch nur wünschbar sind.

  4. Naja, also Schwergewichte läßt man jetzt auch nicht gegen Weltergewichte antreten, und in den meisten Sportarten gibt’s Leistungsklassen um halbwegs sinnvolle Konkurrrenzcluster hinzubekommen. Klar ist die Frage nicht einfach, vor allem, weil die Clustersystematik so unsauber ist. Aber das Prinzip ist doch eigentlich logisch und im Sinne des Leistungsgedankens.

  5. @jj: Klar wäre es logisch, wenn es bestimmte Klassen im Laufsport gäbe, Leute darin einzuteilen. Bisher gibt es die aber nicht und in Zukunft gibt es die nur bei den Athletinnen. Das ist schon sehr sexistisch.

  6. Und was macht man mit den männlichen Sportlern, die durch „auffallend schlechte Leistungen“ auf sich aufmerksam machen (wenn das als Teilnehmer/in bei den olympischen Spielen insofern überhaupt möglich ist)? Werden die dann aufgrund „schlechter Gene“ in die Frauenolympiade verbannt“, weil es sonst unfair wäre, sie gegen „normal gute“ Olympiasportler antreten zu lassen?
    Das ist doch wiedermal absurd. Eine Frau, die wirklich Spitzenleistungen zeigt, sich also von den anderen Hochleistungssporterlinnen auf Weltrekordniveau (im Gegensatz zu uns Normalsterblichen) noch hervortun kann, ist also genetisch/hormonell nicht normal und wird somit aufgrund unfairer Naturvorteile ausgeschlossen. Ein männlicher Sportler, der sich von seinen Konkurrenten aufgrund der gleichen hormonellen/genetischen Vorteile hervortut ist halt einfach der Beste. Seine herausragenden Leistungen sind also der Beweis seiner Männlichkeit. Männliche „Mutanten“ ja, weibliche „Mutanten“ nein.
    Vielleicht haben diese Frauen, die den weiblichen optischen Stereotypen nicht mehr entsprechen (ist ja öfters die Konsequenz von Hochleistungssport), einfach noch mehr trainiert als alle anderen? Vielleicht haben sie sich voll und ganz auf ihren Sport konzentriert und Schönheits- und Ästhetikfragen zurück gestellt?

  7. Und was macht man mit den männlichen Sportlern, die durch “auffallend schlechte Leistungen” auf sich aufmerksam machen (wenn das als Teilnehmer/in bei den olympischen Spielen insofern überhaupt möglich ist)?

    es geht ja bei olympischen und vielen anderen sportlichen wettbewerben nicht um die schlechteste leistung. wozu sollte man sonst auch trainieren oder zum wettbewerb antreten? wären die schlechten leistungen interessant, könnte jeder ganz leicht olympiasieger werden: einfach gar nichts machen würde genügen.

    Männliche “Mutanten” ja, weibliche “Mutanten” nein.

    das ist schon ein sehr abwertender begriff, den du da verwendest. außerdem könnte man es genau umgekehrt formulieren (ich greife hier – ungern – deine wortwahl auf): die frauen, die keine sind, könnten ebenso männliche „mutanten“ sein. denn darum soll es bei den tests ja gehen: dass frauen nur gegen frauen und nicht gegen „verkappte“ männer antreten.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Paralympische_Spiele#Klassifizierung

    hier findet man übrigens die klassifizierungen der paralympics. „Die Klassifizierung ist die Grundlage für faire Wettkämpfe …“ heißt es da.

    wenn man die tests als sexistisch aböehnt, müsste man konsequenter weise alle menschen zu wettkämpfen zulassen.egal ob frau, mann, behindert etc., denn das einteilen von behinderten nach klassen, ist ja nun auch diskriminierend und redizuert diemenschen auf ihre körperlichkeit.

  8. @lob:

    denn darum soll es bei den tests ja gehen: dass frauen nur gegen frauen und nicht gegen “verkappte” männer antreten.

    Ich verstehe aber deine Argumentation nicht. Sollen die FRAUEN, die du als „verkappte“ Männer beschreibst, sich dann deiner Meinung nach zu „richtigen“ Männern umoperieren lassen, oder was?

  9. Ich frage mich ob mich das auch einschliessen würde… Diagnose: spontane Mutation die Enzymstörung hervorruft, die wiederum meine Androgenwerte „zu hoch“ schnellen lässt…. Bin etwa auch ich ein „verkappter Mann“? :D

    Gut ich das mit dem Leistungssport gelassen hab….

  10. Oh, wie es mich ankotzt.

    Vor allem übrigens, wie es natürlich eine „Störung“ ist, mehr Testosteron zu haben als die meisten anderen Frauen.

    Und, als ob es darauf ankäme.
    Nach wikipedia sind nur 6% der Männer (in Deutschland) über 1,90m groß – trotzdem tummeln sich im professionellen Basketball lauter Männer dieser Größe. Weil ihre körperliche Besonderheit ein Vorteil ist. Und? Schließt sie jemand deswegen aus? Nein.
    Nicht nur, dass niemand je auf die Idee käme, sondern weil die Körpergröße nicht ausreicht, um einen guten Basketballspieler auszumachen. Genausowenig wie CAH ausreicht, um eine badass Mittelstreckenläuferin aus jemand zu machen.

    Aber der Witz ist doch das „übernatürlich“ hohe Level an Testosteron, wenn es gerade darum geht, einen offensichtlich vollkommen natürlichen Hormonspiegel zwangszu“therapieren“.

  11. @lob:
    die idee, die schlechten männer in die frauenteams zu verdonnern, war eigentlich nur von mir aufgeführt, um diese ganze überlegung, frauen auf ihre fraulichkeit zu testen ad absurdum zu führen. und natürlich ging es mir da nur um hochleistungssportler/innen und nicht um hobbysportler/innen.

    den begriff mutant habe ich extra in anführungszeichen gesetzt, da mir bewusst ist, dass dieses wort abwertend ist, genauso wie es dieser test ist, dem sich die frauen unterziehen müssen.

    was ich mit meinem beitrag eigentlich ausdrücken wollte, war, dass ich einfach den eindruck habe, dass wenn frauen etwas erreichen, durch ihre eigene harte arbeit und leistung, dies oft nicht einfach ungefragt so anerkannt und hingenommen wird. irgendwas anderes muss noch dahinterstecken. eine frau in einer führungsposition muss sich wahrscheinlich ab und zu mal die vermutung anhören, sie hätte sich hochgeschlafen oder andernweitig ihren weiblichen charme spielen lassen. und nun gibt es anscheinend frauen, die von der natur mit übernatürlichen, unweiblichen kräften ausgestattet wurden und somit unfaire vorteile im sport haben. ein mann kann karriere machen, ohne dass ihn jemand unterm chefschreibtisch vermutet und in der sportwelt werden seine leistungen anerkannt als das, was sie sind. harte arbeit und training.

    und genau in diese kerbe schlägt meiner meinung nach auch die bezeichnung „verkappte männer“. denn das impliziert ja, dass diese sportlerinnen irgendwo nicht hundertprozentig frau sind, sondern teilweise mann. und warum wird dies angenommen? weil sie sich durch besondere sportliche leistungen ihren konkurrentinnen gegenüber hervorgetan haben. genau das mein ich. ihre leistung wird nicht einfach gewürdigt, nein, sie sind zu einem gewissen anteil mann, und nur deswegen besser als die anderen frauen. also diese bezeichnung finde ich gerade im bezug auf die leistungen dieser frauen auch abwertend, da deren leistungen ja quasi weggeredet werden.

  12. Es gibt Diskussionen die mich als betroffene Frau immer wieder daran erinnern das normative Prägungen nict nur strukturell sind, sondern auch zur Ausgrenzung durch persönlichen Rassismus und gruppentypische Parameter zwangsläufige Stigmata zur Folge haben.
    Das Ergebnis sind dann Veranstaltungen mit genetischem Regelwerk wie die olympischen Spiele oder der Zwang zu subkulturellen Events wie den Gay Games.
    Das beste Beispiel ist doch die verlogene Strategie ds Deutschen-Fussbal-Bundes im Umgang mit lesbisch/schwulen Sportlern. Wer erinnert sich nicht an die mediale Aufforderung von FIFA Boss Blatter, Lesben und Schwule mögen sich während der Wüsten WM in Quatar doch bitte sexuell zurückhalten. Oder daran, dass erst nach nach 30 Jahren Bestand, das Transsexuellengesetz vom Bundesverfassungsgericht von seiner eugenischen Komponente in §8 befreit wurde.
    Ich werde mich mal in einem Schwimmverein anmelden und und darauf warten wann ich bei Vereinsmeisterschaften einen endokrinologischen Befund und meinen chromosonalen Status nachweisen muss ? Schließlich sollen laut IOC doch auch die Fachverbände diesen Menschenrechtsverstoss in ihr Regelwerk aufnehmen.

  13. danke Helga.
    es war ja nach „dem fall Semanya“ zu erwarten, dass danach was kommt. aber so ?

    mE wird es mit immer neuen technischen möglichkeiten ja wohl immer schlimmer werden, hier sportlerinnen mE zu schikanieren.

    bedaure, auch das läuft bei mir unter dem bekannten (repressiven) schema androzentrischer heteronormativität.

    // das ggf. mit doping-tests zu vergleichen ist für mich trollerei //

  14. @GwenDragon – so wie ich im webz gelesen habe wird ironie, damit sie für andere erkennbar ist z.b. mit 1. „ironie on/off oder 2. mit jeweils // gekennzeichnet.
    getipptes per se ist ja schon allzu/oft missverständlich (wurde ja sogar auch untersucht ;)

    sry, hatte mich bei Semenya vertippt.

    zum thema hier auch bei Marie Karsten
    http://dreckschleuder.info/blog/?p=4496

  15. Ich für Faierness im SPort und halte es hier ganz mit der Vertreterin der Quuer-Theorie Anne Fausto-Sterling:

    (sie) „vertritt die Auffassung, die Ausprägung „materieller Körper“ wäre gesellschaftlich hergestellt. So würden frühe Trainingsmöglichkeiten, Ernährung, Bewegung auch auf Muskulatur, Fettansatz, Knochenbau wirken. Fausto-Sterling behauptet, dass bei gleichen Möglichkeiten für Mädchen und Jungen, sich zu bewegen, sich zu raufen etc. sich auch die materiellen Körper gleichen würden. (vgl. Fausto-Sterling, 1988; Fausto-Sterling, 2005).“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Queer-Theorie

    Dass weibliche Menschen im Sport, wer immer das sein mag, schlechter abschneiden als männliche Menschen, ist in meinen Augen „doing gender“. Wäre ihnen nicht eingeredet worden, dass sie schwächer sind, dann könnten sie genauso schnell laufen.

  16. liebe mods, bitte/gerne meinen doppelten kommentar rausnehmen – war hier nicht sichtbar für mich :(

  17. Nuja. Es gibt natürlich auch im Frauensport Dopingkontrollen. Wenn ein erhöhter Testosteronwert gemessen wird ist dies nunmal ein Indiz für Doping, ein Ausschlus dieses Verdachts ist nur durch einen medizinischen Test (uA auch über das Geschlecht) möglich. Übrigens werden auffällig hohe Testosteronwerte auch bei Männern als Dopingverdächtig gewertet.

    Wie im sportlichen Bereich allerdings mit Intersexuellen umgegangen werden sollte kann ich auch nicht sagen… Glaub da gibts keine Lösung die fairen Wettbewerb und menschlichen Umgang gleichzeitig gewährleistet.

  18. @Nandoo: Es dreht sich hier explizit um die Menschen, deren erhöhte Androgenwerte nicht auf Doping zurückzuführen sind. Also um die Dinge die geschehen, nachdem ein Verdacht vorlag, weiter ermittelt wurde und Doping ausgeschlossen wurde. Die Dopingdebatte ist eine andere.

  19. wenn es frauen mit mehr androgen gibt, dann haben die mit weniger androgen halt pech gehabt. das ist ja beim basketball ähnlich, da haben die kleinen das nach sehen.

  20. @empört
    „Dass weibliche Menschen im Sport, wer immer das sein mag, schlechter abschneiden als männliche Menschen, ist in meinen Augen “doing gender”. Wäre ihnen nicht eingeredet worden, dass sie schwächer sind, dann könnten sie genauso schnell laufen.“

    Ah ja, die (patriarchale) Weltverschwörung ist also am Leistunsunterschied im Sport schuld, nicht etwa die unterschiedliche Biologie…

    Ich sag ja auch schon lange, wenn Männern nicht eingeredet würde, sie könnten nicht schwanger werden, dann wären auch auf diesem Gebiet schon Fortschritte gemacht worden und ein Haufen Männer würde Babys gebären.

  21. Ach lob….
    verlink mir einen Artikel, in dem steht, das dieser „Mann“ seine Freundin geschwängert hat, DAS wäre eine Schlagzeile.

    Ansonsten, nichts Neues im Westen.

  22. Stepe ist halt noch im traditionellen Denken der heterohegemonialen Dominanzmatrix verhaftet und glaubt, Geschlecht hat was mit Organen zu tun.

  23. „Dass weibliche Menschen im Sport, wer immer das sein mag, schlechter abschneiden als männliche Menschen, ist in meinen Augen “doing gender”. Wäre ihnen nicht eingeredet worden, dass sie schwächer sind, dann könnten sie genauso schnell laufen.“ puh. mit „wer immer das sein mag“ kann man freilich alles in die welt setzen.

  24. Das mit dem Einreden ist garnicht so weit hergeholt. Wurde erst vor zwei Jahren ungefähr eine Untersuchung gemacht. Und voila, die Frauen, denen eingeredet wurde, dass sie gleich gut/besser einparken könnten wie Männer, waren auch gleich gut. (Der Artikel war in einem österreichischen Stadtmagazin drin)

  25. Wow, Luna, da tun sich ja unglaubliche Perspektiven auf. Wenn man mal überlegt, was man Frauen alles einreden könnte.

  26. Diese ganzen Probleme resultieren doch nur aus der Aufteilung in „Männer“ und „Frauen“ bei vielen Sportarten. Was spricht dagegen, das endlich aufzugeben? Wo gibt es so was denn sonst noch?! All die entwürdigenden Tests, ob jeman_fraud genug „Frau“ ist wären dann vorbei. Warum braucht es zwei Weltmeister_innen im 100 meter Lauf, warum gibt es zwei Fussball Weltmeister, u.s.w.? Weg mit der Separation! Möge die/der Bessere(n) gewinnen!

  27. Das ganze erinnert mich an etwas, was Robin Marlar, Vorsitzender des Marylbone Cricket Club (die englische Nationalmannschaft und als Verwalter der Laws of Cricket eine der maßgebenden Organisationen für die Sportart) mal gesagt hat. In einem Interview, in dem er den Gedanken, daß Männer und Frauen mal in einer Mannschaft Cricket spielen könnte, als ‚Schande‘ bezeichnete, wurde er gefragt, was er von einer Bowlerin hielte, die Wurfgeschwindigkeiten über 128 km/h erreichen konnte. Anstatt – wie man naiverweise vermuten könnte – zu sagen, daß er solch eine Bowlerin jederzeit gern in die Nationalmannschaft aufnehmen würde, antwortete er: ‚Ich würde mich fragen, ob sie vielleicht eine Geschlechtsumwandlung hinter sich hat‘.

    Mal ganz davon abgesehen, daß es tatsächlich Bowlerinnen gibt, die regelmäßig derartige Geschwindigkeiten erzielen, sollte man mal bedenken, wie sich derartige Äußerungen auf junge Nachwuchssportlerinnen wohl auswirken. Du trainierst aus freien Stücken seit dem 8. Lebensjahr, weil du einfach Cricket liebst, und zwar selbständig, weil deine Eltern ihre sportfördernden Energien in deinen kleinen Bruder investieren, und hast sogar Talent, aber wehe, du wirst irgendwann einmal ZU gut, denn dann wird deine jedenfalls für dich mehr oder weniger feststehende Geschlechtsidentität von einer der für deine Sportart maßgeblichen Instanzen ganz offiziell in Frage gestellt. Wenn das kein gutes Beispiel für ‚Stereotype Threat‘ ist!

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