Betreuungsgeld, wie geht’s uns heute? feat. Rassismus-Bumerang der Taz – kurz verlinkt

von der Mädchenmannschaft

Die wirklich Diskriminierten seien nicht die Sexarbeiter_innen, sondern die Opfer von Menschenhandel. Das sei ein verhängnisvoller Irrtum, schreibt die Taz. Es geht um das Prosititutionsgesetz.

Wie ist es um die Gleichheit von „Doppel-Karriere“-Paaren bestellt, wenn  sie Kinder haben? Es gibt auch einen Unterschied zwischen West und Ost. Westväter inszenieren sich häufiger.

Kennt ihr die Geschichten von lesbischen Frauen, der Lesbenbewegung, stellt Euch selbst identitäre Fragen oder fehlt die Sichtbarkeit von Lesben in ihrer Vielfalt?

Die Taz feiert. Sie feiert sich selbst und ihren „kritischen Journalismus“. Die Netzschau zeigt ein anderes Bild: Nämlich den Rassismus-Bumerang der Taz.

Antrag abgelehnt. Viele Eltern fühlen sich betrogen, weil sie nach dem Stichtag ohne Kita und ohne Betreuungsgeld dastehen.

Neben den fehlenden Kitaplätzen ist die Arbeitssituation für Erzieher_innen ebenfalls prekär, schreibt die Frankfurter Rundschau. 90 Prozent geben an, ihre Aufgaben aufgrund der hohen Arbeitsbelastung nur noch unvollständig ausfüllen zu können.

Hier findet ihr ausführliche Hintergrundinformationen inklusive Medienanalyse zu der Situation in Duisburg, aber auch zu Antiziganismus wie Antiromaismus.

PorNo? PorYes? „Für den Ko-Autor Hald zeige die Studie damit eindeutig, dass es erhebliche individuelle Unterschiede in der Rezeption und den Wirkungen von Pornografie gebe, was künftig möglicherweise stärker in der Prävention, der Erziehung aber auch bei klinischen Interventionen berücksichtigt werden sollte.“

Die Musikerin Adwoa Hackmann, die wir in unserer Musik-Reihe „Wanna Disco? Listen Up!“ vorgestellt haben, geht bald in Deutschland auf Tour (Termine, PDF).

Am Samstag, den 14. September findet in Mülheim „Genderterror“ statt, eine  antikommerzielle Queerparty im Autonomen Zentrum Mülheim

„Es gibt Menschen, die glauben, dass ich allein durch meine Erscheinung als Rollstuhlfahrerin eine Inspiration sei“, schreibt Laura Gehlhaar.

Dürfen wir vorstellen? Die ägyptische Hijabi-Heroine im großartigen Comic zum Alltagssexismus und wie sie dagegen ankämpft. Bäm.

Wie sieht eigentlich die Bibel für die Mädchen aus? Wie sehen Pralinen für die Männer aus? Eine Ansammlung dieser gegenderten Produkte findet ihr hier. Warum? Pointless.

Eine kritische Rezension erfährt Laury Pennys Buch “ Cybersexism: Sex, Gender and Power in the Internet

Anya Josephs analysiert Mary Lamberts neue Single „She keeps me warm“ und weshalb es ein wichtig für die Abbildung queerer Realitäten ist. Lambert sagt, sie wollte nur eine lesbische Beziehung sichtbar machen.

Musst Du Dich fett nennen? Warum es sich beim Begriff fett auch um ein zurückerobern handelt.

Eine österreichische Studie hat herausgefunden, dass sich die Leistungen von Kindern mit Migrationsgeschichte erheblich schmälern, wenn sie kurz zuvor rassistische Plakate gesehen haben. Was fehlt eine Studie zur Sarrazin-Debatte.

Eine weitere Studie besagt, schlau sei das neue sexy. Liebe Frauen(tm) nun wisst ihr Bescheid, Männer stehen auf schlaue Frauen. Well.




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Eintrag geschrieben: Donnerstag, 12. September 2013 um 17:18 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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7 Kommentare

  1. kaa sagt:

    Das pinterest hat mich herrlich lachen lassen. Katzenstreu fo men-für Kater ist kein Zeichen für gender-bs-werbung beim Menschen, unkastrierte Kater haben einen immens stinkenden Urin-deutlich schlimmer als bei der weiblichen Katze.

    Wozu es jungs und mädchen-back-deko-streussel gibt oder eine mighty warrior bible is mir allerdings nicht ganz klar.

  2. […] also vermeintlich dem Geschlecht des vermuteten Kunden angepaßte Produkte, (via) finde ich persönlich ja ganz wunderbar. Jaja, […]

  3. kersolq sagt:

    Der Artikel aus der süddeutschen „schlau ist das neue sexy“ ist ja grauenvoll pauschalisierend. Warum müssen solche Studien durchgeführt werden? Und immer dieser hype ums Kinderproduzieren. ich mag Kinder und finds toll, dass leute welche wollen und bin auch ganz stark für kindgerechte Politik, aber an sich zu bedauern, dass zuwenig kinder geboren werden, ist m.E.n nicht hilfreich. Und heteronormativ bis zum Abwinken war der Artikel! Und zwar im schlechten Sinne von heteronormativ.

  4. n_ik_las sagt:

    @kersolq

    Es gibt eine gute Form der Heteronormativität? :s

  5. kersolq sagt:

    @n_ik_las: na so im sinne von schränkt nicht zu sehr ein, aber erlaubt unterm Radar zu fliegen. aber vielleicht ist das auch meine persönliche Feigheit. ansonsten hab ich mich gleich nach dem posten dasselbe gefragt. Bin z.Z. im immer schön diplomatisch sein Modus. Aber vielleicht gibts tatsächlich eine gute Form davon? Wenn eins auf dem wir nehmen die Wörter mal „wörtlich“-trip ist, so wie es ist normal das alle hetero zueinander sind. Höhö!

  6. Lozen sagt:

    Ehrlich gesagt wundere ich mich die ganze Zeit über, warum das Thema Prostitution nicht intersektional diskutiert wird und hier dieser Taz-„Artikel“ verlinkt wird. Irgendwie inkonsequent, oder?

    Race – Die Mehrheit der Frauen stammen aus osteuropäischen Staaten wie Rumänien, Bulgarien oder Albanien. (Hier sind es mehrheitlich Roma-Frauen) Sie zählen zu den ärmsten Ländern Europas. Übrigens ist in Griechenland seit der Krise die Prostitution um mehr als 600% gestiegen.

    Gender – Der Großteil der Prostituterten sind Frauen.

    Class – Diese Frauen gehören bereits in ihren Herkunftsländern zu den Armen. (Siehe wieder Roma-Frauen) Dazu kommen patriarchale Strukturen, die oft eine Bildung der Mädchen und jungen Frauen als „nutzlos“ ansehen, da sie ja eh heiraten werden.

    Gleiches Szenario findet mensch auch in anderen Teilen der Welt: Asien, Australien und Nord-/Süd-/Mittelamerika.