Findet ihr die neuen Mediamarkt-Werbungen featuring Mario „der hat langsam echt so nen“ Barth auch so megasexy? Dann freut ihr euch bestimmt auch über die Reaktion einiger Mainzer Aktivistinn_en auf die Plakate.
Gibt es eigentlich so etwas wie einen offiziellen Mediamarkt-Boykott, dem sich Frauen und Leute, die Frauen nicht für total dämlich und shoppingverrückt halten, anschließen können? Und so lange es den nicht gibt: Wo kann ich diese Kackscheiße-Aufkleber bestellen?
Danke an unseren Leser David für den Tip.
Ein befreundeter Jurist hat mir mal gesagt, mit Boykottaufrufen solle man sehr vorsichtig sein.
Aber stimme zu, was die Aussage des Aufklebers angeht, was Media Markt und den Barth betrifft.
Würde mich auch interessieren, wo es die Kleber gibt. Hab die Werbung am Wochenende auch gesehen und entsprechend gekotzt.
Zu überlegen ist auch, ob eine Beschwerde an den deutschen Werberat sinnvoll ist. (E-Mail: werberat@werberat.de) Die Stadt Darmstadt hat übrigens zum Thema sexistische Werbung eine gute Internetpräsenz: http://www.darmstadt.de/leben-in-darmstadt/soziales-und-gesellschaft/frauen/frauenfeindliche-sexistische-werbung/
Die Aufkleber hätte ich jedenfalls auch gerne!
Jaja, der Mario B. und seine ewig lustigen „ach-komm-sei-doch-nicht-so-ne-Zicke-ist-doch-alles-nur-Spaß“-Frauenwitze… Aber irgendwem scheint’s ja immer noch zu gefallen, sonst würde der Media-Markt ihn ja nicht als Werbegesicht wollen… Ich habe beschlossen, diese Werbungen zu ignorieren. Ganz ohne Augenrollen und inneren Aufruhr, einfach ignorieren. :)
Ich würde mir die Werbung ausdrucken, 20 Freund_innen zusammentrommeln und da hingehen. Dann würde ich im Media-Markt *jeden* Marktmitarbeiter anfassen, besonders in der Chefetage. Falls sich einer beschwert, würde ich die Werbung rausziehen.
Und wehe, die gilt nicht auch für Frauen! ;-)
NOCH verstehe ich den hier genannten sexistischen Zhg nicht. Bezieht er sich jetzt konkret auf DIESE gezeigte Werbung, oder Mario Barth und sein Spielen mit Klischees im Allgemeinen?
Werde das Lob an die Feministische Einzelkämpferinnen Gruppe Mainz weitergeben.
Der „Aufkleber“ ist ein DIN A4 Blatt, das mit Tesafilm befestigt wurde. Diesen findet Ihr unter zum Download beim virtuellen feministischen Zentrum.
Ich persönlich habe mich entschlossen aufgrund dieser Werbung nicht mehr beim Media Markt einzukaufen. Sollen wir eine Facebook-Gruppe gründen und die Onlineshops bitte, sich bei uns als neue Kundschaft zu bewerben?
der mediamarkt verbietet sich bereits aus preislichen gründen.
mfg
mh
Ich bin froh, dass jemand diese Werbung genauso zum Kotzen findet wie ich. U-Bahnfahren ist der reinste Psychoterror geworden.
Das mit dem Werberat ist vielleicht ne gute Idee.
definitiv ätzend diese sprüche in der ganzen stadt hängen zu sehen und es ist ja nicht nur der eine…sondern auch dieser „männer gehen nicht auf den markt, sondern in den markt“. etc
mario barth ist ja eh schon als sexistisches arschloch bekannt(ich sag nur sein buch frau-deutsch, deutsch-frau) und media markt auch für diese überaus schlauen und gut durchdachten sprüche.
das traurige daran ist wieder mal, dass frauen(und natürlich auch männer) über diese werbung lachen können!
Bei aller berechtigter Empörung bitte ich euch darum, dieser auch ohne Beleidigungen Ausdruck zu verleihen. Danke.
Falls Einige von Euch Probleme haben, zum Download des „Aufkleber“ beim feministischen Zentrum zu gelangen: Ausgerechnet heute mach mein Hoster Wartungsarbeiten. Ich bitte um Geduld!
Alpha: Mario Barth spielt nicht mit Klischees, er reproduziert sie. Und diese Werbung ist an sich problematisch, weil sie darauf anspielt, dass Mann Frau gerne überall anfassen würde, dann aber eine geknallt bekäme – was in der Lesart der Werbung nicht verdient, sondern falsche Reaktion ist. Ergo bietet MediaMarkt die Welt, wie sie sein sollte: Männer dürfen anpacken und müssen keine Schläge von wilden Weibern fürchten.
Das sollte zwar eigentlich recht offensichtlich sein, aber bei Alphas weiß man ja nie.
Teaspoons ahoi! Gerade email geschrieben:
„Ich ging bisher einmal in der Woche zu Saturn und habe mit meinem Freund DVDs gekauft. Da Saturn aber anscheinend lieber gern sexistische Werbung mit Mario Barth macht, als mich als Frau zum Kunden zu haben, kaufe ich meine Filme jetzt wo anders.“ Unter Saturn.de kann man auf der Kontaktseite auch Kritik hinterlassen.
Hatte gestern zufällig die Werbung gesehen und mich schon richtig geärgert.
@Skreee
Die Werbung ist für MediaMarkt. Saturn wirbt lieber mit Bill Kaulitz und Alice Cooper. Ähäm.
ODER … alternativ schreibt man einfach an Mediamarkt, wo es hingehört.
Ooooh, sehr coole Aktion! Kann bitte noch jemand eine Aufkleber auf Mario Barths Fr… Gesicht kleben? ;)
Ich kannte bis jetzt die nur die Spots und habe mich über diese stumpfe Reproduktion von Gechlechterklischees geärgert. Aber dieses spezielle Plakat geht echt zu weit. Was soll das denn bedeuten? Das Menschen überreagieren wenn sie sich gegen sexuelle Belästigung zur Wehr setzen und sich lieber mal begrapschen lassen sollten, wie die Fernseher im MediaMarkt?
Ich werde jedenfalls nicht mehr zu MediaMarkt gehen. Hätte ich schon viel früher machen sollen. Und „ja bitte“ zur Facebook Gruppe!!!
@Nadine:
Mediamarkt und Saturn sind aber eigentlich eins. Nur mit zwei unterschiedlichen Werbestrategien, etc. Das Geld fließt so oder so in die selbe Chefetage…
Also eigentlich gar nicht so falsch, was Skreee gemacht hat ;)
Die Mediamarktmitarbeiter_innen können nichts dafür, also bitte nicht anfassen! Sie leisten in dieser Gesellschaft eine Form von Zwangsarbeit (wie viele) und wollen einfach nur Geld haben zum Leben, werden häufig gezwungen sich mit dem Unternehmen zu identifizieren und „gern“ zu arbeiten. Saturn und Mediamarkt gehören zur Media-Saturn-Holding und diese widerum zur Metrogruppe. Also, wer zu Saturn geht, unterstützt genau die gleiche Grütze. Beschwerdemais sind sinnvoll, am besten immer und überall, wo einem sexistische Kackscheiße auffällt. Am besten so selten wie möglich Dinge kaufen. Generell.
@Skreee
You make my day mit Deiner Reaktion auf Deinen minimalen Irrtum. Das „ODER…“ wird mich glaub ich die restliche Woche lächeln lassen. Danke!
@Marion
Dein Wunsch sei mir Befehl! Facebook-Seite eröffnet.
Das ist reine „Schweinebauch“-Werbung wie es im Fachjagon der Kreativen heißt. Von technischen und werbepsychologischen Anspruch passt es gut auf billiges Zeitungspapier oder marktschreierisch als Großwerbung. Grausig, billig und schnell zu produzieren.
Aufforderung zum Grabschen und Fummeln ist genauso ansprechend wie rotlichtgeschöntes Gammelfleisch.
Zum Weglaufen.
Vom kruden Sexismus mal abgesehen.
Die Werbung von/für Media Markt hat sich ja noch nie durch besonders geistreiche Slogans ausgezeichnet. Die graben einfach immer tiefer, was das Niveau angeht. Im Prinzip beschreiben die die Entwicklung ihrer Werbung ja schon selbst: „Billiger geht so!“
Ich reg mich über die echt nicht mehr auf, die nerven nur noch.
@Stephanie Toooll! Danke. :) Also: ALLE DER GRUPPE BEITRETEN!! und Freund_innen einladen! :)
wenn ich daran denke wie ich als frau in den meisten media-/saturnmärkten behandelt werde, würde ich nicht so pauschal sagen, dass die mitarbeiter ja keinen anteil am firmeneigenen sexismus hätten.
anbei: weil die „sexistische kackscheiße“-aufkleber bei mir auch immer schnell ausgehen, zwei tipps:
1. aufkleber selber machen: paketaufkleber gibts gratis bei der post, ne schablone lässt sich aus karton machen, ne dose spray kostet im baumarkt 8 euro oder 4 in speziellen stores.
2. anleitungen dafür und anderer cooler kram: http://feministposterproject.wordpress.com/how-to-make-a-poster/
3. weniger aufwand und passt in jede tasche: der gute, alte edding.
have fun,
eure arrr!
„Gibt es eigentlich so etwas wie einen offiziellen Mediamarkt-Boykott, dem sich Frauen und Leute, die Frauen nicht für total dämlich und shoppingverrückt halten, anschließen können?“ Jajajaa Leute, die was gegen Gender stereotypes generell haben! Wenn Mario Barth’s Ausschweifungen auch vor allem Frauen treffen so spielt er doch sowohl mit Frauen ALS AUCH Männerklischees, er lebt halt generell in einer doofen schwarz/weiß Welt. Nicht immer nur von FRAUENfeindlichen Inhalten reden, Sexismus betrifft alle Geschlechter.
die Aktion finde ich übrigens super! Die Werbeplakate haben bei mir auch Brechreiz ausgelöst und tun das weiterhin…werde das mit dem Ignorieren versuchen. Beim Thema Plakataktionen…Sticker mit der Aufschrift „Love your body“ zu verbreiten steht schon länger auf meiner Agenda. Die kann man einfach so und überall hinkleben, oder eben direkt aufn sexistisches Werbeplakat. I think it is a message well worth spreading!
Ich schließe mich hier dem allgemeinen Abkotzen an. Ich finde diese Werbekampagne auch unter aller Kanone und fände es ebenfalls sehr gut, da noch auf einer höheren Ebene gegen anzugehen, wenn möglich.
Wir hatten auch in einem Seminar über die Werbung gesprochen und ich bin ehrlich gesagt sehr erschüttert darüber, dass es durchaus auch Frauen gibt, die sowas mit einem Schulterzucken und „mein Gott, das ist doch nur Humor!“, abtun. Gerade wenn man beachtet, dass es sich dabei um ein Gender-Seminar handelt, kriege ich das Kotzen.
Danke. Fühle mich auf einmal so verstanden…
Außer dem „Männer gehen nicht auf, sondern in den Markt“-Plakat (s. piep 17:40) gibt es noch ein anderes, aber das kriege ich nicht mehr zusammen, irgendwas mit Frauen und zuviel Einkaufen oder so.
Mario Barth fand ich noch nie besonders lustig, aber das ist selbst für sein Niveau niedrig.
MediaMarkt beschäftigt eigens eine Fachkraft nur dafür, zu erarbeiten, wie man Werbung möglichst sexistisch gestalten kann, oder?
Mademoiselle: Das kenne ich leider zur Genüge. In einem „Women and U.S. Social Policies“ Seminar ist sich plötzlich die Mehrheit der Frauen einig, der Pay Gap läge daran, dass Frauen eben keine Karriere wollten.
Klar ist der Werberat eine Möglichkeit. Vielleicht wird die Werbung dann irgendwann eingestellt. Mehr passiert da nicht außer vielleicht eine Rüge. Aber ich denke, das wird der Werberat unter Spaß verbuchen.
Ihr könnt es auch als Beschwerde auf deren Website melden.
Media Markt ist fix.
Mein Lieblingssatz: „Keinesfalls stellen wir in unserer Werbung einen Bezug zu reellen Ereignissen her.“
@Magda:
Natürlich nicht! Keine reellen Ereignisse – niemals nie nicht werden Frauen begrapscht!
Obwohl ich ihrem Argument, dass die Werbung „offensichtlich überzogen und ironisch“ sogar durchaus Recht geben würde: Ich weiß nicht genau, wie hoch die Grabsch –> Ohrfeigen-Rate ist, aber ich schätze, die meiste Zeit dürfen Männer tatsächlich anfassen, ohne eine geknallt zu kriegen.
Werde mich sogleich daran machen und auch eine Mail an MediaMarkt verfassen.
Och da bekomm ich gleich tropfende Mangaaugen vor soviel schnuckliger Überspitztheit. Ich setz schon mal den Tee auf und hol die Plätzchen aus dem Schrank. Köstlich.
Mediamarkt antwortet vielleicht auch nur Barthesk in dem erdachten Sinn: Datt die Weibaaah solchä Spaaaßbremsen sein müssen, wa?
Je aufgeblasener der Inhalt einer Werbung oder das Logo wird, je mehr sie schockiert, desto besser ist die Werbung. Das ist teilweise Credo in der Werbung.
Sehr interessant, diese Stellungnahme vom MediaMarkt. Aber was finden wir auch hier wieder: Feminist_Innen, die sich „beschweren“ sind alle humorlos und verstehen einfach keine Ironie, keinen Witz, sondern sehen sich überall als Opfer eines vermeintlichen Sexismus. Dabei ist Mario Barth doch nur charmant…
Die Kampagne wird kaum von Mario Barth erdacht, sondern wohl eher von der redblue Marketing GmbH in München konzeptioniert. Gibt es eigentlich einen Preis für frauenfeindliche Kampagnen in der Werbewirtschaft ähnlich der sauren Gurke? Den hätten sich die Damen und Herren wirklich verdient. Im Zweifelsfall ist auch negative Öffentlichkeit eben Öffentlichkeit.
Ich habe aufs Wort genau die gleiche Antwort wie Magda erhalten. Schön, dass Media Markt anscheinend ein vorgesetztes Antwortschreiben für die „unentspannte und gleich ausrastenden Frau als Furie” (danke Alpha) hat. Da fühlt man sich in seinem völlig ungerechtfertigten Ärger über Sexismus der einem von jeder Plakatwand entgegen schreit, so wunderbar ernst genommen. Den Witz sehe ich immer noch nicht.
Anmerkung: Angela bezieht sich auf einen Kommentar, den wir raus genommen haben. Dass wir hier alle total humorlos und unentspannt sind, ist uns schon lange bekannt. Es ist also nicht nötig, in den Kommentaren weiterhin darauf hinzuweisen.
Oha die Media-Markt-Stellungsnahme hat doch tatsächlich wieder alle Bauteile, die typischerweise Stellungsnahmen bei Beschwerden zu sexistischen und/oder rassistischen Inhalten haben…
a) Wir meinen das aber anders und wir haben natürlich die absolute Deutungsmacht. (Wenn wir sagen, dass es nicht sexistisch ist, dann ist es einfach nicht sexistisch)
b) Wir bedauern, dass Sie das als diskriminierend empfinden. (Quasi nochmals die Argumentation in Punkt a): Sie empfinden das vll so (, da sie absolut überempfindlich sind), aber da wir das so nicht meinen, ist das egal),
c) Und das Totschlagargument: Sie haben einfach keinen Humor. (Denn wenn man ein Augenzwinkern ranhängt, dard man jegliche Art von sexistischen, rassistischen oder sonst wie diskriminierenden Aussagen verebreiten – Ist doch nur Spaß.)
Meine Beschwerde an den Werberat:
@Halfjill
Sehr treffend herausgearbeitet!
Achso, im Zusammenhang mit der Antwort von Media Markt fällt mir noch das Video zu „they know that I know that they know, that they’re being sexist“ ein.
@Stephanie: Danke schön! Das war mir total peinlich.
Eine weitere Mail, diesmal an die richtige Adresse, ist raus.
Hier die Antwort des Werberates auf meine Beschwerde, die vom Inhalt her ähnlich war wie die von Stephanie:
Sehr geehrte Frau xxxx,
wir nehmen Bezug auf Ihre Beschwerde vom 4. November 2010 und teilen Ihnen
mit, dass wir bezüglich der Plakatwerbung mit Mario Barth „Da kannste alles
anfassen,
ohne eine geknallt zu kriegen!“ das werbende Unternehmen zunächst zur
Stellungnahme aufgefordert haben. Über das Ergebnis der Behandlung der
Angelegenheit durch den Deutschen Werberat werden wir Sie unterrichten.
Hinsichtlich der weiteren Werbeplakate des MediaMarktes, gegen die sich Ihre
Beschwerde ebenfalls richtet, haben wir uns entschieden, von einer
Beanstandung abzusehen. Die Gründe hierfür werden wir Ihnen in unserem
abschließenden Schreiben nach Eingang der Stellungnahme des werbenden
Unternehmens mitteilen.
Mit freundlichen Grüßen
Julia Busse
Deutscher Werberat
Am Weidendamm 1 A, 10117 Berlin
Telefon: 030-59 00 99-700, Telefax: 030-59 00 99-722
Elektronische Post: werberat@werberat.de
Online: http://www.werberat.de
Hier die noch die Antwort, die ich von Media Markt bekommen habe:
@Katharina
Die Unterschiede zwischen der ersten hier geposteten Media Markt Antwort und der an Dich gerichteten Antwort ergänzen
@ Halfjill um
d) Alle finden ihn lustig, nur Sie nicht. (Wahlweise auch: „Ihr seid hier nicht die Mehrheit!“)
Ich liebäugle in diesem Fall mit Sachbeschädigung, was ich sonst selten tue. Ich habe so schon schlechte Laune zur Zeit… dann steh ich auf, les in den Nachrichten die dusselige, reaktionäre Schröder, und muss mir auf dem Weg zur Uni auch noch den dusseligen, sexistischen Barth antun – drei mal… http://thtben.wordpress.com/2010/11/10/kurz-ausgerotzt-vii-ich-habe-es-satt/ kurze Satire zum Thema, allerdings aus meiner Sicht, frisch aus meinem triebgesteuerten männlichen Hirn.
Mir gefällt die Mediamarkt-boykott Seite auf Facebook, ich habe sie geteilt und ich habe dem Werberat geschrieben. Wenn ich die hier gepostete Antwort vom Werberat allerdings sehe, finde ich es schade, dass jener nur so begrenzt Mittel hat. Anschreiben, warten auf Besserung, im Besten Fall eine öffentliche Rüge aussprechen. Bis es soweit ist, gibt es aber schon längst neue Plakate, da Werbung ja dann doch leider viel zu kurzlebig ist. Aber besser als nichts tun und einfach runterschlucken, nicht wahr?
Die Media Markt Boykott Facebook Seite hat inzwischen über 120 „Gefallende“ *ähm* Fans. Momentan aktuell ist die Frage, ob wir Händler_innen aufrufen sollen, sich um uns als Kund_innenschaft zu bewerben.
Habe inzwischen auch eine Antwort vom Werberat enthalten. Der Zeitraum zwischen katinkas und meinem lässt hoffen, dass sich viele beschwert haben und so die Antworten ein bisschen brauchen… Daran glaube ich jetzt einfach mal und freu mich!
„In Mario Barth, der unangefochtenen Nummer Eins der deutschsprachigen Comedy, sehen wir hierfür den geeigneten Protagonisten. Für seine Programme erhielt er unter anderem in den vergangenen Jahren fünfmal hintereinander den Deutschen Comedy-Preis sowie 22 Platin-Awards für seine CDs und DVDs“
omg… Selbstbild und Fremdwahrnehmung! Noch ein schöner Spruch dazu: „Scheisse muss gut schmecken, millionen Fliegen können sich nicht irren!“
Ich schliesse mich als männlicher Vertreter unserer Rasse diesem Boykott an. Der Barth geht gar nicht!
Allerdings mache ich das, seitdem „er“ das erste Mal zu sehen/hören war. Gleiches gilt für „Geiz ist Geil“ Mars-Hansa, eh eine Soße und da diese Hand mich nicht füttert, darf ich sie auch beissen xD
Alle Jahre wieder…
hier ein Beispiel aus dem letzten Jahr:
http://yfrog.com/eqhunkemoellerj
gesehen in Berlin.
Ich habe mir die Plakate gerade ausgedruckt und geh jetzt kleben! Eins kommt direkt auf sein Gesicht:)
Werbung ist ohnehin strukturell patriarchal und tendenziell essentialistisch, wenn nicht oberflächlich biologistisch.
Nieder mit Mario Barth!
Wie es nach der Aktion der FEG Mainz in der Mainzer Presse weiterging.
Antwort des Werberats:
Welche Menschen sitzen eigentlich Werberat? *facepalm*
Ich hebe mal kursiv das entscheidende Wort hervor…
Allein darauf? Da hat aber auch niemand mal eine Sekunde lang darüber nachgedacht, warum gerade Herr Barth da Werbung macht, wofür er steht. Facepalm, indeed.
Das bezieht sich nur darauf? Ehrlich?
Dann, lieber Werberat, hier meine verdammt einfache Frage: Bitte nennen Sie mir fünf – drei – ein? Geschäft(e), bei denen ich eine geknallt kriege, wenn ich die Ware anfasse. Selbst in Juwelierläden kann ich den Schmuck anprobieren. Okay, in einer Bäckerei vielleicht, aber abgesehen von Lebensmitteln?
Wo kriege ich eine geknallt, wenn ich eine Waschmaschine anfasse? Wo kann ich Waschmaschinen kaufen, die nicht zur Ansicht rumstehen? Und im Internet kann ich zwar shoppen und nix anfassen, kriege aber auch keine geknallt. Dieser Zusammenhang bezieht sich NUR und AUSSCHLIEßLICH darauf, eine Person anzufassen und eine geknallt zu kriegen, und in der Wortwahl und der Person Mario Barths verengt sich das dann auf: Frauen. Frauen kann man sonst nicht anfassen, ohne eine geknallt zu kriegen (was hoffentlich für Mario Barth auch stimmt) – und Frauen bei Media Markt kann man anfassen, ohne eine geknallt zu kriegen (was hoffentlich für die Mitarbeiterinnen nicht stimmt).
Wie blöd muss man sein?
Damit wir das ENDLICH mal geklärt hätten: http://www.youtube.com/watch?v=8tYN49E5Ln4
Habe die gleiche Mail zugesendet bekommen und konnt nur mit dem Kopf schütteln. Mal abgesehen davon, dass man inzwischen in vielen Läden Produkte anfassen und probieren kann, was den Hintergrund dieser Werbung eher fadenscheinig erklärt… geht es doch darum, welcher Eindruck bei Betrachtung der Werbung entsteht. Und es kann mir keiner erzählen, dass der Großteil der Leute, die diese Werbung mit Mario Barth als Gallionsfigur sehen, sich denken „Hey ja na klar, bei Mediamarkt kann ich PRODUKTE anfassen und testen ohne eine geknallt zu kriegen“. Nein ich glaube wirklich, die haben eher ein Bild vor Augen, wie eine Frau einem Mann eine knallt.
Anderer Gedanke… Warum sind bei der Werbung eigentlich keine Kinder zu sehen? Die sind es doch, denen man dauernd verbietet etwas anzufassen….
Ich habe mich beim Werberat beschwert über diese Werbung.
Mehr dazu hier:
http://differentneeds.blogspot.com/2010/11/nachtrag-zu-sexismus-als-steckenpferd_27.html