Der Onlineshop-Gigant Amazon scheint aus Fehlern nicht unbedingt zu lernen. Denn obwohl er sich im Februar bereits einen Riesenskandal einhandelte, weil dort (angeblich „aus Versehen“) ein Vergewaltigungsspiel verkauft wurde, hatte er jetzt wieder ein Spiel mit Vergewaltigungsszenen im Angebot.
Den Februar-Skandal kommentierte unter anderem eine Autorin und Gamerin auf derWesten.de mit den Worten:
(…) Verwundert sind wir ebenfalls. Verwundert über die Tatsache, dass es ein solcher Titel geschafft hat, über Jahre frei erhältlich zu sein. Und darüber, dass es weder bemerkt noch verhindert wurde. Denn eines ist wohl klar: Dieser Titel ist menschenverachtender, als es „GTA“ oder „Call of Duty“, die manche Kritiker in Deutschland in einen Topf mit der Aufschrift „bestialische Spiele“ werfen, jemals sein könnten.
Über den erneuten Vertrieb eines Vergewaltigungsspiels berichteten nun unter anderem Jezebel.com, Feministing und Bitch online. Im Spiel „Stockholm: An Exploration of True Love“ muss der Spieler als Kidnapper sein Opfer gefügig machen, „to make her fall in love with you“! Amazon nahm auch dieses Spiel nach Protesten aus dem Sortiment – kritischer Blogger_innen und deren weltweiter Vernetzung sei dank.
Liebes Amazon, könntest du bitte in Zukunft schauen, welchen menschenverachtenden Scheiß du dir in dein Schaufenster stellst? Ansonsten werden wir in Zukunft nämlich einfach nicht mehr bei dir vorbeikommen und unser Geld woanders ausgeben.

Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.