Der 17jährige Transmann Oak besucht die Mona Shores High School im US-amerikanischen Bundesstaat Michigan. Als die jährliche Wahl zum Homecoming King bzw. zur Homecoming Queen ansteht, mobilisiert der beliebte Teenager seine Mitschüler_innen per Facebook und kann so die meisten Stimmen für sich gewinnen. Die Krone darf Oak sich trotzdem nicht aufsetzen: Als er zur Schuldirektorin gerufen wird, teilt sie ihm mit, dass alle seine Stimmzettel für ungültig erklärt werden, weil er nicht als Junge sondern noch als Mädchen in der Schule gemeldet ist. Die Krone wird an den Zweitplatzierten weitergereicht.
Mal abgesehen vom Sinn oder Unsinn von Beliebtheitswahlen an US-amerikanischen High Schools demonstriert dieses Beispiel anschaulich, wie sehr die eindeutige Zuordnung zum „männlichen“ oder „weiblichen Geschlecht“ (bzw. was viele mit „Männlichkeit“ und „Weiblichkeit“ assoziieren) – und zwar nicht nur im Verhalten und Aussehen, sondern auch auf dem Papier – Voraussetzung für solche Wahlen sind. Auch wird hier deutlich, wie starr und unflexibel dieses System gleichzeitig ist: Ein Wechsel von weiblicher zu männlicher Geschlechtsidentität oder vice versa ist einfach nicht vorgesehen, geschweige denn Uneindeutigkeit in Bezug auf Geschlecht.
Um ein Zeichen gegen Transphobie und die Ausgrenzung von Transgenders zu setzen, tragen Oaks Mitschüler_innen heute in der Schule T-Shirts mit der Aufschrift „Oak is my King“. Auf der gleichnamigen Facebook-Seite bekunden sie ihre Solidarität mit Oak und sammeln Spenden für seine geplante Operation.
[Danke an Anna für den Link, via advocate.com]

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