„Kein Schnitt ins Leben“ heißt die neue Kampagne von Terre des Femmes – gegen weibliche Genitalverstümmelung. Weltweit wird alle elf Sekunden einem Mädchen die Klitoris und die Schamplippen abgeschnitten. Viele überleben dies nicht; und wenn sie überleben, leiden sie ein Leben lang unter Schmerzen, Unfruchtbarkeit, Infektionen; Sexualverkehr und Geburten sind für diese Frauen eine weitere Tortur.
„Auch in Deutschland ist dieses Thema allgegenwärtig“, sagt Angelika Bürkner von Terre des Femmes gegenüber ZDFheute.de. „Schließlich leben hier etwa 20.000 betroffene Frauen, davon sind etwa 4.000 junge Mädchen in naher Zukunft von Genitalverstümmelung bedroht.“
Terre des Femmes informiert: Die Begründungen, die zur Rechtfertigung dieser Praktik vorgebracht werden, sind unterschiedlich. Sie beruhen zumeist auf Mythen und Überlieferungen, der Unkenntnis biologischer und medizinischer Fakten oder dem Islam. In der Regel handelt es sich um eine gesellschaftliche Norm, deren Missachtung mit Ächtung bestraft wird. Vor allem geht es aber auch um die Kontrolle weiblicher Sexualität und Fruchtbarkeit im Rahmen männlicher Machtansprüche.


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