Das Niederländische Parlament hat ein Gesetz entworfen, das die Unternehmen dazu verpflichten soll, Vorstands- und Aufsichtsratsposten zu mindestens 30 Prozent mit Frauen zu besetzen. Das berichtete heute die Süddeutsche Zeitung. Sowohl die Regierungsparteien, die Christ- und Sozialdemokraten sowie die Christen-Union, als auch die oppositionellen Liberalen unterstützen das Vorhaben.
Demnach sollen Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeiter_innen bis 2015 erst einmal freiwillig mehr Führungsposten mit Frauen besetzen. Wenn dann die 30-Prozentquote immer noch nicht erfüllt ist, wollen die Parteien mit einer gesetzlich vorgeschriebenen Quote nachhelfen.
Damit sind die Niederlande das erste Land, das das Problem der niedrigen Frauenquoten in Vorständen anpackt. In Norwegen sind bisher nur die Aufsichtsräte quotiert. In Deutschland hat die neue schwarz-gelbe Regierung zwar im Koalitionsvertrag pflichtgemäß den geringen Frauenanteil im Top-Management als Missstand erwähnt, doch gesetzliche Verpflichtungen wird es hierzulande deshalb nicht geben.

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