Netiquetten, Schreiben können und Schwangerschaftsabbrüche – Die Blogschau

von Charlott

Heute jährt sich zum 75. Mal die (Reichs)Pogromnacht.  In Berlin findet heute um 17 Uhr eine Gedenkkundgebung und antifaschistische Demonstration am Deportationsmahnmal in der Levetzowstraße (Ecke Jagowstraße) in Moabit statt. Bei der Amadeu Antonio Stiftung gibt es „Aktueller Antisemitismus – ein Lagebild“ zum Nachlesen. Weitere Veranstaltungen oder Texthinweise könnt ihr gern in den Kommentaren ergänzen.

Viele Blogs, Foren, Mailinglisten etc. geben sich eine Netiquette, also eine Reihe von Regeln der Kommunikation im Netz. Femgeeks fragt, was Netiquetten bringen, ob die Leser_innen eigene Erfahrungen in ihren Projekten haben oder besonders gelungene Netiquetten kennen.

Viruletta nimmt dieses Jahr am Na­No­Wri­Mo (steht in etwa für: Na­tio­na­ler Monat des Ro­man­schrei­bens) teil. Zu Beginn macht sie sich Gedanken zu Literatur, dem Wunsch selbst zu schreiben und was dies alles auch mit klassistischen Strukturen zu tun hat.

Auf rumbaumeln gibt es eine Zusammenfassung dazu, was eigentlich Femininität ist und wie diese gesellschaftlich gewichtet wird. Inklusive einer ganzen Reihe von Links zu Seiten und Texten zum Weiterlesen.

Das Missy Magazine feiert den 5. Geburtstag. Im Dossier zum Fest schreibt z.B. Sharon Dodua Otoo über die Blackface-Debatte, #aufschrei, #SchauHin und vieles mehr.

Denkwerkstatt berichtet über „Neue Debatten um den Schwangerschaftsabbruch“ und zeichnet in diesem Rahmen die Geschichte und Diskussionen rund um Schwangerschaftsabbrüche in Österreich nach.

Mit der Trennung von Kirche und Staat ist es in Deutschland nicht immer so weit. Dazu ist die Kirche eine große Arbeitgeberin. Was daran alles problematisch ist (Sexismus, sexualisierte Gewalt, Arbeitnehmer_innen-Rechte etc.) führt Rosa Reloaded auf.

Journalist_innen greifen gern auf wissenschaftliche Studien zurück, um mit deren Ergebnisse Schlagzeilen zu generieren. Auf Das Ende des Sex nimmt Heinz-Jürgen Voß einen Text der ZEIT auseinander, der sich mal wieder auf Erkenntnisse (oder auch Nicht-Erkenntnisse) der Epigenetik bezieht.

Bei Afrika Wissen Schaft habe ich diese Woche noch eine ganze Reihe von Texten zusammengetragen, zb. über die südafrikanische Künstlerin Zanele Muholi, die lesbische Frauen im Post-Apartheids-Südafrika portraitiert.

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!




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Eintrag geschrieben: Samstag, 9. November 2013 um 9:02 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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3 Kommentare

  1. a light sneeze hat außerdem einen sehr spannenden text geschrieben zu selbstverletzung und der anrufung „denk daran dass ich dich liebe bevor du dich verletzt“ und den darin implizierten normen und anforderungen.
    Dies ist kein Liebeslied

  2. Wortbahnhof sagt:

    Von Rumbaumeln hat mir diese Woche auch sehr gut gefallen; ein Beitrag zu „Brüste und Weiblichkeit“: http://rumbaumeln.blogsport.eu/2013/11/05/brueste-und-weiblichkeit-the-struggle/

    „Ich möchte nicht, dass Brüste weiterhin diese Abwertung erfahren. Ja, ich möchte dass die Genderung und die Sexualisierung und Objektifizierung von Brüsten aufhören. Ich möchte dass Brüste, auch große, schwere Brüste queer besetzt werden, dass sie gefeiert werden. Ich möchte dem Androzentrismus in der queeren Szene, der sich an cis Männlichkeiten orientiert, was entgegen setzen. Und er ist dabei nur ein Beispiel für Femininitätsfeindlichkeit, die die gesamte Gesellschaft durchzieht. „

  3. Gegen Trans*feindlichkeit sagt:

    Das von Euch verlinkte Missy Magazine präsentiert auf dem Cover der aktuellen Ausgabe (04/13) Kathleen Hanna,. Sie ist Teil der Band „LeTigre“. LeTigre spielten mehrfach auf dem „Michigan Womyn’s Music Festival“ (kurz: Michfest). Das Michfest steht schon lange in der Kritik, weil es eine sogenannte „womyn-born-womyn“-Politik vertritt. Das bedeutet, dass nur Menschen an dem Fest teilnehmen dürfen, die bei der Geburt als weiblich zugewiesen wurden. Also Menschen, die eine Vagina haben. Trans*frauen dürfen nicht an dem Fest teilnehmen. Das ist trans*feindliche/trans*misogyne Kackscheisze!

    Hier einige englischsprachige Links zu dem Thema:

    http://transactivist.wordpress.com/2012/08/22/trans-grrrl-riot-part-1-was-riot-grrrl-transphobic/

    http://crabigailadams.wordpress.com/2010/02/27/on-relating-to-kathleen-hanna/