Beschnittene Frauen haben in Deutschland ein großes Problem: Weibliche Genitalverstümmelung und daraus resultierende Folgen sind nicht im medizinischen Diagnoseschlüssel aufgenommen und tauchen auch im Abrechnungsverzeichnis der Krankenkassen nicht auf. Werden die Betroffenen krank, brauchen die Krankenkassen die Kosten für Behandlungen und Operationen nicht zu übernehmen. Auch ist bisher nicht klar, wieviele Frauen nun genau beschnitten sind, da ihre Zahl nicht erfasst wird – Terre des Femmes geht derzeit von rund 20.000 Frauen aus.
In diesem Jahr gibt es daher eine Unterschriftenaktion für die Aufnahme in den Diagnoseschlüssel, sowie die Einordnung in den einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) und die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Unterstützen kann man die Aktion online, die Unterschriftenliste (PDF) steht aber auch zum Ausdruck bereit.

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