Judith Butler, nackte Frauen und Käsekuchen – kurz verlinktes aus der letzten Woche

von der Mädchenmannschaft

Judith Butler hat den Adornopreis bekommen. Wie die Verleihung so war, könnt Ihr bei der Emma lesen.

DerStandard hat die Flüchtlingsunglücke der letzten zwei Jahre zusammengefasst.

Die GQ kann einflussreiche Frauen nur nackt abbilden. Hängt sicher mit den Einstellungen am Fotoapperat zusammen. Alles weitere hier (auf englisch).

Elaina Deboard isst lieber Käsekuchen, als auf ihr Gewicht zu achten. Und hat einen sehr lesenswerten offenen Brief an Werbemacher_innen geschrieben, die Frauen als ständig joghurt-essende und Cappuccino-schlürfende Putz­monster darstellen, während Männer nichts können, außer Diamanten zu kaufen (englisch).

Frauen erhalten seltener die neue Generation von Stents bei Herz­krank­heiten, berichtete gendermed.info. Und das, obwohl sie bei schmalen Gefäßen deutliche Vorteile haben und daher bei Frauen häufiger eingesetzt werden könnten.

Die Pille danach sollte ohne Rezept verfügbar sein, meint Dorothee Kleinschmidt von pro familia in diesem Zeit-„Leser“artikel.

Nicht nur für Bremer_innen interessant: Der Schwerpunkt „Frauen aktiv im fairen Handel“ der frauenseiten.bremen

Robert Pattinson und Kirsten Stewart haben sich getrennt (die beiden spielen die Hauptrollen in den Twilight Verfilmungen). So weit, so uninteressant. Allerdings war es wohl Stewarts Untreue, die zur Trennung geführt hat und dieser Fakt wird auch Wochen danach immer noch heiß diskutiert. Die Huffington Post schreibt über dieses öffentliche „slut shaming“ (englisch).

Naomi Wolf hat ein Buch über Vaginas und Neurowissenschaft geschrieben. Das klingt, als könnte es gewaltig schief gehen. Ist es auch, wie New Statesman erläutert (englisch). Jaclyn Friedman nimmt es noch weiter auseinander.

Termine in Lübeck, München, Dortmund und weiteren Städten kommen nach dem Klick:

Bis zum 14. September läuft die Anmeldung für das Netzwerktreffen des VDI-Arbeitskreises „Frauen im Ingenieurberuf“ in Lübeck, der Termin ist dann der 21. und 22. September.

Im April 2013 gibt es wieder ein Frauenfilmfestival, diesmal in Dortmund. Das ist noch so lange hin? Mag sein, aber der Call for Papers hat schon begonnen.

Vom 20. bis 23. September 2012 rocken Musiker_innen, Künstler_innen, Performer_innen, DJs und Diskutant_innen das queer-feministische Musikfestival rampenfiber in Wien.

La Moustache, Veranstalter_innen queerer_feministischer Konzerte, feiern am kommenden Wochenende ihren 5. Geburtstag mit einem kleinen Festival (facebooklink) in Berlin.

Der SlutWalk München findet am 6. Oktober statt. Infos bekommt ihr auf der facebook-Seite.

Ebenfalls am 6. Oktober, aber in Berlin geht das Frauenbarcamp in die dritte Runde. Infos gibts auf der mixxt-Seite, bei facebook und demnächst hier im Blog.

Am 9. Oktober veranstaltet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung eine Gender Studies Tagung in Berlin. Weitere Infos gibt es hier, eine Anmeldung ist bis zum 2. Oktober erforderlich.

Prof. Dr. Birte Siim von der Universität Aalborg (Dänemark), eine der führenden internationalen Wissenschaftlerinnen im Bereich der vergleichenden Wohlfahrts-, Gender und Migrationsregimeforschung ist neue Marie-Jahoda-Gastprofessorin an der Ruhr-Universität Bochum (RUB). Am 6. November wird sie auf der internationalen Konferenz „Gleicher und ungleich zugleich“ einen Vortrag zu „Migration, Multiculturalism and Gender – Challenges to Nordic Democracies“ halten. Die Konferenz findet vom 6.-7. November in Bochum statt und wird von der Marie-Jahoda Gastprofessur in Zusammenarbeit mit dem Gunda-Werner Institut Berlin, der Heinrich-Böll Stiftung NRW und der Research School der RUB organisiert.




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Eintrag geschrieben: Donnerstag, 13. September 2012 um 15:00 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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6 Kommentare

  1. Niklas sagt:

    Mit Judith Butler erhält eine wirklich fulminante Philosophin zurecht den Adorno-Preis. Ich würde jetzt für Spivak und Nancy als nächste Kandidaten plädieren.

  2. Irene sagt:

    Die Drohung mit der öffentlichen Wortkeule „antisemitisch“ sei eine subtile Form der Zensur.

    Hui.

    Gibt es überhaupt ein englisches Pendant zu Antisemitismuskeule, Rassismuskeule etc.?

  3. René sagt:

    Hallo,

    habt ihr von der Urteil in Marl gelesen?
    http://www.hertener-allgemeine.de/lokales/marl/Maedchen-hat-sich-nicht-genug-gewehrt;art996,833782

    Würde dazu gerne eine dezidierte feministische Meinung hören. Nach dem Kommentar im lawblog (http://www.lawblog.de/index.php/archives/2012/09/12/ein-unverstndlicher-aber-richtiger-freispruch/) bin ich einigermaßen empört (von den Kommentaren dort ganz zu schweigen). Aber ich weiß nicht, ob über das Urteil oder über die Rechtslage. Es kann doch nicht sein, dass hier die Gesetze keinen Angriffspunkt haben wenn das Mädchen sich offensichtlich mit dem Satz „Nein, ich will das nicht“ wehrt?

  4. Samia sagt:

    @Irene Vielleicht „race card“.

  5. Irene sagt:

    @ Samia: Danke, hätte mich gewundert, wenn es da ein martialisches Pendant geben würde.

    @ René: Es kann doch nicht sein, dass hier die Gesetze keinen Angriffspunkt haben wenn das Mädchen sich offensichtlich mit dem Satz “Nein, ich will das nicht” wehrt?

    Ich habe mir angeschaut, was das Lawblog da schreibt. Der Autor tut ja so, als ob nur noch ein Freispruch bliebe, wenn die Voraussetzungen für Vergewaltigung nicht erfüllt sind. Ob es eine sexuelle Nötigung sein könnte, wurde da gar nicht erwähnt.

    Jedenfalls sind schon Ärzte verurteilt worden, die die Narkose von Patientinnen sexuell ausnutzten. Ob nach diesen Urteilen der Tatbestand der Vergewaltigung erfüllt war oder ein anderer, habe ich nicht mehr im Kopf.

    Was das Lawblog da schreibt, kommt mir auch ohne radikalen Feminismus reichlich seltsam vor. (Oder auch nicht, wenn man bedenkt, dass das Blog der PR und dem Krawallmarketing dient.)

  6. karlotta sagt:

    Schnell noch ein Termin für Samstag: Ein antisexistischer Mini-Kongress in Düsseldorf als Reaktion auf den antifeministisch und maskulinistisch geprägten Männerkongress an der Uni Düsseldorf am 21. und 22.9.
    Proteste wird es am Freitag, den 21.9. ebenfalls geben, weitere Infos auf der Homepage!