Mit einer Million Unterschriften haben iranische Frauenverbände erreicht, dass die Vielehe in ihrem Land nicht per Gesetz erleichtert wird. Das iranische Parlament lehnte eine Initiative der Regierung ab, mit der sie Männern gestatten wollte, eine zweite Ehefrau zu heiraten, ohne sich das Einverständnis der ersten Ehefrau einzuholen.
Denn so ist es bisher vorgeschrieben unter denen, die überhaupt noch eine Vielehe pflegen: Die erste Ehefrau muss der erneuten Heirat zustimmen. Die iranische Regierung wollte in Zukunft nur noch eine gerichtliche Feststellung sehen, dass der ehewillige Mann finanziell in der Lage sei, den Unterhalt für eine Zweitfrau aufzubringen. Diese Idee wurde nun offiziell, nämlich vom Sprecher des iranischen Parlaments, als „Sünde“ deklariert.
„Ich bete, dass eine solche frauenfeindliche Entscheidung nicht Gesetz werde. Möge Gott verhindern, dass das Parlament den bereits vorhandenen Problemen der Frauen ein weiteres hinzufügt“, sagte er. Und der Ausschuss des Parlaments der mit der Begutachtung der Initiative beauftragt war, ließ ausrichten: „Die iranischen Familien und Frauen sollten wissen, dass wir ihren Anliegen nicht gleichgültig gegenüberstehen.“

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