Fundstücke aus der Blogosphäre

von Helga

Ob sexuelle Orientierung oder ultrareaktionäres Frauenbild – Petra van Cronenburg wünscht sich weniger Schubladen und Grenzen in der Literatur.

Im mädchenblog schreibt Kerstin über die kulturelle Betrachtung der Menstruation, von der Bibel bis(s) zu Twilight.

Die Kaltmamsell sinniert auf der Vorspeisenplatte über ihren Integrationserfolg (Abzüge wegen mangelndem Okotberfestenthusiasmus) und versucht sich im Netzwerken (durchaus erfolgreich).

Das Netzwerken ein Stück vorantreiben will Annina und stellt mit Girls Can Blog etwas Neues auf die Beine: Das Girls Can Blog Forum. Hereinspaziert und angemeldet!

Links sind verschiedene rosa Karten zur süßen Geburt des Mädchens, rechts hellblaue Glückwunschkarten zur tollen Geburt des Jungens

Foto über Nusenblaten


Markus von Nusenblaten war in der Kartenabteilung Karstadts

Ein neuer Beitrag im Blog Was ist der Streiwert? stammt von Katrin, die sich mit den Forderungen der Männerrechtler auseinander setzt.

Rassistische und religiöse Diskriminierung werde in Österreich zum Glück strafrechtlich verfolgt. Außerhalb des Arbeitsplatzes dürfen Homosexuelle aber diskriminiert werden. Davon gingen schließlich keine „gefährlichen Nah- und Fernwirkungen“ aus, berichtet queernews.at.

Werden sich Designerkollektionen in Übergröße und Models jenseits der Kleidergröße 36 tatsächlich durchsetzen oder bleibt es bei PR-Aktionen? Diese Frage stellt Katrin vom Hobbyweltverbesserer-Blog.

Fans US-amerikanischer Fernsehserien mit Qualitätsanspruch, etwa „The Wire“ oder „Mad Men“ (ab Ende Oktober auf ZDFneo) sucht Claudia Minet für ihre Diplomarbeit. Previously… weist auf ihre Umfrage hin.

Das Gunda-Werner-Institut veranstaltet vom 28. bis 30. Oktober eine Konferenz zum 10. Jahrestag der UN-Resolution 1325 – „Krisen bewältigen, bewaffnete Konflikte beenden – Friedenspolitische Strategien von Männern und Frauen“. Für die mediale Berichterstattung auf Gender is Happening werden dazu noch Blogreporter_innen gesucht.

Die Fachtagung „Neue Väter hat das Land?!“ am 23. November in der Fachhochschule Frankfurt am Main stellt der VÄTER Blog vor. Dort geht es etwa um Familienpolitik oder neue Väter mit Migrationshintergrund.

Schließlich hat die AG Queer Studies ihr Programm fürs Wintersemester fertig. Hamburger_innen erwarten mittwochs um 19 Uhr Vorträge u.a. zu Homosexualität in Mangas und Fanfiction, Behinderung/Disability Studies oder Geschlechterforschung in der Nanotechnologie.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid.




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Eintrag geschrieben: Samstag, 18. September 2010 um 12:19 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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6 Kommentare

  1. Irene sagt:

    Zum Dauerthema Dicke gegen dünne Models: Das vorgebliche Selbstbewusstsein der Dicken enthält ja viel Mobbing gegen die dünnen Frauen – Hungerhaken, Kleiderständer, Waschbrettdekolletee, und so weiter.

    Woran liegt das? Früher haben Feministinnen die gesellschaftlichen Verhältnisse kritisiert, heute geht die Powerfrau wie ein Rhinozeros auf irgendwelche vermeintlichen Feindinnen los und beschimpft sie, weil sie nicht in das eigene Frauenideal passen.

    Möglicherweise ist der umständliche Begriff „Neo-Individualliberalismus“ in diesem Zusammenhang brauchbar. Erstmals gehört habe ich den von Wolfgang Müller, siehe http://www.martin-schmitz-verlag.de/Wolfgang_Mueller/Gays_Against_Guido/Gays_Against_Guido.html

    So oder so ist der Link mein Lesetipp.

  2. Irene sagt:

    Hm. Oder die Gehässigkeiten gegen die Dünnen sind schlicht und einfach Ausgrenzung. Viele Frauen legen ja viel Wert auf möglichst homogene Gruppen, in denen man sich gegenseitig bestätigen kann. Und dann scheint die Dünne durch ihre bloße Existenz die Pfunde der Dicken in Frage zu stellen, und so muss sich die Dicke anscheinend gegen die Dünne wehren.

  3. Angelika sagt:

    Thema „Gender“
    Aufruf zur Hilfe für Dr. Christina Bellodi – Online-Umfage zu „Women & Sex“ – das ist auf Englisch (und anonym) :

    „I feel that it is absurd to assess women on a paradigm designed on a male „performance model“ of sexuality.“

    http://gender2010.wordpress.com/2010/08/11/women-sex-survey/

    Link via Dodson & Ross :
    http://dodsonandross.com/blogs/carlin/2010/08/support-women-sex-answering-dr-cristina-bellodis-survey

  4. Angelika sagt:

    Fundstücke :

    – zum Thema „sexuelle/verbale Belästigung“ : die Initiative „HollaBack“

    http://hollabacknyc.blogspot.com/2005/10/hollafaq.html

    – „geek feminism“ – eine Übersicht über die Taktiken, die gegen Frauen angewendet werden (m.E. auf alles andere übertragbar) :

    http://geekfeminism.wikia.com/wiki/Category:Issues

    – Bingo-Spiel zum Thema „gender bias“ :
    http://www.genderbiaslearning.com/games.html

    – noch mehr Bingo spielen – rechts runterscrollen zu „Troll Bingo Cards“
    (von Anti-breastfeeding.bingo bis transphobic-bingo)
    http://thecurvature.com/

    hm wieso finde ich sowas immer nur auf/in English – wieso gibt’s das nicht auf Deutsch ??

    – über das Tabu, zärtlich zu sein :
    http://www.bzw-weiterdenken.de/2010/04/mehr-korperkontakt/

  5. Neeva sagt:

    @Irene
    Ich vermute, es handelt sich dabei um einen – definitiv unschönen – Gegenreflex gegen die allgegenwärtige Propagierung der „Dünnen“ und ein weiteres Beispiel dafür, dass man es als Frau nie richtig machen kann.

    Du kennst doch bestimmt solche Listen:
    Zuhausebleiben -> rückständiges Dummchen
    arbeiten gehen -> eiskalte, unnatürliche Karierrefrau
    ungeschminkt -> Mauerblümchen
    zurechtgemacht -> Tussi

    Kannst einfach ergänzen:
    dünn (was immer das in kg heißen soll) -> hungernde, evt. kranke Zicke
    dick (was immer das in kg heißen soll) -> willenschwaches, faules Stück (und evt. auch krank)

    Am besten lässt man sich von solchen Zuschreibungen überhaupt nicht mehr aus der Ruhe bringen.

  6. Adrian Lang sagt:

    Warum verlinkt ihr immer noch auf Nusenblaten? Die Farbenlehre die sie da scheinbar kritisieren haben sie noch im Juli hübsch reproduziert (http://nusenblaten.wordpress.com/2010/07/01/im-supermarkt-markus/) und auch der Artikel über Sprache (http://nusenblaten.wordpress.com/2010/09/23/ausbugeln-der-geschlechter-lisa/) mutet mir eher antifeministisch an.