Fetter Queerer Aktivismus

Fette Selbstbestimmung und queere Politiken sind unzertrennlich miteinander verbunden: Dicke Queers sprengen Begehrens-, Körper- und Gesundheitsnormen, stellen diese in Frage, oder auf den Kopf. In diesem Gespräch treffen Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und Künstler*innen aufeinander, die sich kritisch und mehrdimensional mit der gesellschaftlichen Rezeption dicker, queerer Körper in der politischen Bildungsarbeit, in der Kunst, Körperarbeit und in der Wissenschaft auseinandersetzen. Mit folgenden Fragen wollen wir uns beschäftigen: Wie beeinflussen Kapitalismus, Rassismus, Heteronormativität und Gesundheitsnormen die Erfahrungswelten und Ressourcen von dicken Menschen? Und welche (politischen, kulturellen, alltäglichen) Strategien des Widerstands verfolgen die Eingeladenen?

Die Veranstaltung findet am 23. August 2017 von 18 bis 20 Uhr im Aquarium (Skalitzer Str. 6, 10999 Berlin, hinter dem Südblock am Kottbusser Tor) statt. Alle, die sich kritisch mit gesellschaftlichen Normen auseinandersetzen, sind herzlich eingeladen!

+ Die Veranstaltung wird auf Deutsch stattfinden.
+ Die englischen Beiträge werden ins Deutsche übersetzt.
+ Der Veranstaltungsraum und die Toiletten sind rollstuhlgerecht und nicht binär gegendert.

Referent*innen:

Caitliń Pausé is the lead editor of Queering Fat Embodiment (Ashgate). A Fat Studies Researcher, her research focuses on the effects of spoiled identities on the health and well-being of fat individuals. Her work appears in scholarly journals such as Human Development, Feminist Review, HERDSA, and Narrative Inquiries in Bioethics, as well as online in The Huffington Post and The Conversation, among others. She hosted Fat Studies: Reflective Intersections in 2012 and Fat Studies: Identity, Agency, Embodiment in 2016. Cat is also involved in sociable scholarship; her work is highlighted in her social media presence, Friend of Marilyn. Her fat positive radio show, Friend of Marilyn, is travelling the world this year – make sure your city is on the tour!

Lahya – Stefanie-Lahya Aukongo ist freiberufliche Künstlerin, Autorin, Poetin, Kuratorin, Multiplikatorin, Fotografin, Aktivistin, Workshop-Teamerin und Sängerin. Zu viel für ein kurzes Leben? Ganz klar: Nein!
In Lahyas Leben dreht sich fast alles um liebevoll sowie kritisch angereihte Realitätsmoleküle. Dabei beschäftigt sie sich mit Themen wie Dekolonialisierung, Traum(a), Selbst_Liebe, Intersektionalität, Heilung, Privilegien, Identität_en und warmes Erdbeereis. Als Künstlerin beschreibt sie scharfzart ihre Lebensrealität und ummantelt ihren Blick auf die Welt hier und da und dort mit Gesang, Fotografie, Poesie und Umarmungen.

Ihre Positionierung:
In ihr wohnt eine Schwarze, von gesellschaftlicher Behinderung betroffene, neurodiverse, von unerschöpflichen Emotionen getragene, queere, phat-is beautiful, mehrfachüberlebende Akademikerin, Künstlerin und Aktivistin mit deutschem Pass. Eine königliche, ost, weiß, und weiblich sozialisierte, poly-li_ebende cis_Femme aus der Mittelschicht mit ausreichenden finanziellen Mitteln, angemessen vielen Haaren auf dem Kopf und mit großem Herz. (Stand: März 2017)

+ Mäks Roßmöller ist Fan von Widersprüchen und Einfaltung, stellt sich die meisten Fragen zu Community schaffen und wie das was verändern kann. Schreibt fast so gern wie ber spricht_zuhört. Strahlt, wenn es um somatische/körperbezogene Antidiskriminierungsarbeit (Workshops, Einzelprozessbegleitung) für queere und_oder dicke_fette Körper und Kreativität geht. Darf sich hochoffiziell Diplom Psychologe nennen und steht auf in dem Feld auf Kritische Psychologie und Antipsychiatrie [u.a. Herausgeber von „Gegendiagnose“].

Moderation:

Body Mary aka Maria González Leal aka queer fat femme of color ist eine politische Aktivistin, die mit unterschiedlichen künstlerischen Performances die gegenwärtigen Machtverhältnisse und deren Ursprünge infrage stellt. Die Inhalte, mit denen sie sich auseinandersetzt, umfassen die Body Positivity Bewegung, Kapitalismus-/Konsumkritik, Sexismus, Kolonialisierung/Dekolonialisierung, anti-rassistischen und queeren Aktivismus.
Aktivistin | Bloggerin | Workshopleiterin | Networkerin | Sängerin | Moderatorin

Diese Veranstaltung wird von der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld gefördert. 

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