„Es war einmal ein Mädchen, das hieß Anne“

Gehört eigentlich in jedes CD-Regal: Meine Freundin Rieke war mit ihrer Schwester auf fast jedem Konzert, das es in ihrer Nähe gab. Hunderte Menschen wurden von ihm in ihrem Alltag begleitet und kannten seine Lieder in- und auswendig. Bis heute reist er durch die Lande, um etwas zu bewegen – im wahrsten Sinne des Wortes: um zum Tanzen, zum Lachen und Singen anzuregen. Wie viele Fantasien hat er wohl schon angeregt? Wie viele Menschen für ein Leben lang beeinflusst?

Die Rede ist von keinem gewöhnlichen Pop-Star, nicht von Robbie Williams, sondern vom Liedermacher Fredrik Vahle. Vor 35 Jahren, im Jahre 1973, kam seine erste Platte auf den Markt, „Die Rübe“. Der heute 66-Jährige hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, Kindern Spaß zu machen. Aber nicht die Sorte inhaltsleerer, oberflächlicher Spaß wie die Teletubbies, sondern Spaß mit Tiefgang und Gefühl. Seine Lieder waren von Anfang an auch immer politisch, er griff Themen wie Arbeit und Arbeitslosigkeit, Migration, Sexismus und – ja – auch Feminismus und Demokratie auf. Im Lied“Das Trampeltier“ wird zum Beispiel der zivile Ungehorsam propagiert, „Die Rübe“ zeigt, dass alle Kinder – auch die von Gastarbeitern – zusammen viel erreichen können und „Anne Kaffeekanne“ steht für selbstsichere, freche Mädchen, die sich weder nach Konventionen richten, noch von irgendwem zur Hausfrau machen lassen.

Denn die kleine Anne ist ein bisschen verrückt: Sie bläst gerne Trompete auf einer Kaffeekanne und zwar so nervig und penetrant, bis alle Nachbarn „Aufhören!“ schreien. Statt sich aber davon einschüchtern zu lassen, schnappt sich das Mädel ihren Besen und kehrt dieser Nachbarschaft den Rücken zu, auf der Suche nach Gefährten in der ganzen Welt, mit denen sie auf Augenhöhe leben kann. Und wenn ihr jemand doof kommt, dann wird er eiskalt links liegen gelassen. Ein Eskimo am Nordpool zum Beispiel, der sich freut, dass Anne ihm jetzt jeden Tag Lebertran kochen könnte. Oder ein gefährlicher Löwe, der sie fressen will – Anne hat keine Angst.

Selbstbewusst zieht sie weiter und schneit bei Heidi in den Alpen vorbei. Diese würde sie gerne mitnehmen auf ihre abenteuerliche Reise, doch Heidi, das alte Heimchen, hat keinen Bock, bleibt lieber zu Hause. Anne schert sich nicht drum. Als im Schwarzwald der Oberförster mit seinen strohblonden Haaren mit den Worten „du bist genau die richt’ge Frau, du bringst mir die Pantoffeln für die Tagesschau“ versucht, Anne hinter den Herd zu verbannen, steht er ganz schnell wieder alleine da. Richtig so!

Erst der kleine Hansi Heinemann, aus Wanne-Eikel, der nicht versucht, das fliegende Fräullein in irgendeine Rolle zu quetschen, sondern einfach mitreisen möchte, wird aufgenommen. Auf Augenhöhe eben – Jungs und Mädchen.

Wer sich angesichts solcher Kinderlieder, durch die eine ganze Kinder-Generation fast schon „indoktriniert“ wurde, wundert, dass heute so viele Alphamädchen rumlaufen, wer sich noch fragt, wie es zu solchen Ergebnissen in der Brigitte-Studie kommen konnte, die zeigt was Frauen wollen – nämlich alles und das ganz selbstbewusst, der sollte einmal die alten CDs von Fredrik Vahle rauskramen. Dieser Herr, mit dem langen weißen Bart hat sicherlich sein Schärflein dazu beigetragen.

Danke!

Den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland (der ihm im Jahr 2000 verliehen wurde) hat er ohne Frage mehr als verdient. Mein Sohn hört übrigens auch fast täglich „Die Rübe“, den „Spatz“ und natürlich Frau Kaffeekanne. Soll ja auch mal ein ordentlicher Feminist werden, der kleine Mann.

85 Kommentare zu „„Es war einmal ein Mädchen, das hieß Anne“

  1. „Soll ja auch mal ein ordentlicher Feminist werden, der kleine Mann.“

    Ein Knecht weiblichen Anspruchdenkens?

    Diese Kinderliedchen waren gut gemeint, das Ergebnis ist nun aber, dass die ohnehin privilegierteste Personengruppe dieser Welt (Frauen der westlichen Hemisphäre) immer nur nach Gleichberechtigung ruft, wenn es nach oben gehen soll, sich aber jeder Diskussion verweigert, wenn es um Gleichberechtigung „nach unten“ geht.

    Soll Anne mal Frauenrechte in Afghanistan verteidigen. Machen zur Zeit zu 95 % die sexistischen, kriegsgeilen Männer. Will Anne sicher nicht, gleiche Augenhöhe aber schon (vermutlich im Generalstab – aber eben nur da).

    So wird das aber nichts werden. Kann nichts werden.

    Da werden Kinderliedchen nicht wirklich helfen können.

  2. Wir sollten vielleicht einmal über unsere Ansprüche diskutieren: wenn solche Kinderlieder im Kleinen etwas bewirken, ist doch super. Dass sie wohl kaum den Frauen in Afghanistan helfen ist irgendwie klar. Aber darum geht’s (in diesem Text) auch gar nicht.
    Dass sie die Gleichberechtigung nur in eine Richtung befördern halte ich für Quatsch, denn warum sollte ein Junge (zum Beispiel meiner), der diese Lieder hört, sie nicht auch auf sich projizieren? Das ist halt die alte Denke: Mädchen können sich nur mit Mädchen und Jungs nur mit Jungs identifizieren. Wie traurig eindimensional. Und phantasielos. Da denke ich eher, dass die meisten der kleinen (und großen) ZuhörerInnen kapiert haben, worum es wirklich geht: um Gleichwürdigkeit und Respekt. Egal, in welche Richtung.

  3. Egal, in welche Richtung, sehr richtig. So sollte es sein, so ist es aber nun mal eben nicht nicht.

    Frauen sollen nicht von Männern in irgendwelche Rollen gezwängt werden dürfen (was ein sehr löblicher Standpunkt ist), Männer jedoch sollen jede Rolle bereitwillig annehmen, die ihnen von Frauen aufgenötigt wird. Und so ist zu Zeit der gesellschaftliche (Gender-)Mainstream, jenseits aller Kinderlieder.

    Und von Gleichwürdigkeit und Respekt kann keine Rede sein, wenn z.B. eine Bettina Weiguny in der FAZ mit der wirklich allergrößten Selbstverständlichkeit meint, Männer seien „simpel gestrickt“.

    Und solche (andersrum undenkbaren) Äußerungen sind inzwischen Legion, dass das sexistisch ist, fällt keinem mehr auf.

    What is the matrix?

  4. «die ohnehin privilegierteste Personengruppe dieser Welt (Frauen der westlichen Hemisphäre)»

    Das nächste Mal bitte ohne Drogen, ja? Es sei denn, Du bringst genug für die ganze Klasse mit.

  5. @now:
    Frauen der westlichen Hemisphäre als privilegierteste Personengruppe dieser Welt zu bezeichnen ist ein bischen überzogen würde ich meinen!

    Die Äußerung, dass Männer „simpel gestrickt“ seien finde ich auch eine unzutreffende Verallgemeinerung. Dies ist Ausdruck eines, meiner Meinung nach verfehlten Feminismus alter prägung (wenn überhaupt Feminismus). Solche Parolen sind im Grunde nur die selben verallgemeinerden Herabsetzungen, die im Zusammenhang mit Frauen als sexistisch bezeichnet werden. In einer Gesellschaft, in der dies in Bezug auf Frauen „NORMAL“ ist, haben solche Slogans (nach meiner Interpretation) den Sinn die Normalität zu entlarfen als Diskriminierung.

    Ob eine solche Veralgemeinerung also sexistisch ist oder nur grob (unzulässig) verallgemeinernd, hängt meines Erachtens vom gesellschaftlichen Kontext ab.

    Im strengen Sinne hast du Recht, im allgemeinen hier relevanten Sinne hast du unrecht.

  6. @ Now: Es ist wenig hilfreich, wenn hier die Aussagen anderer Frauen gleich allen Frauen vor die Füße geworfen werden. Bettina Weiguny kann in ihrer FAZ schreiben, was sie will – aber ich muss doch überhaupt nicht der gleichen Meinung sein, nur weil ich auch eine Frau bin!

  7. „Bettina Weiguny kann in ihrer FAZ schreiben, was sie will – aber ich muss doch überhaupt nicht der gleichen Meinung sein, nur weil ich auch eine Frau bin!“

    Geht auch nicht darum, dir irgendwas in den Mund zu legen, nur sind solche Äußerungen heutzutage die Norm, man liest so was überall. Und eine bekennende Feministin wird wissen, aus welcher Ecke solche Sprüche gemeinhin kommen.

    „Das nächste Mal bitte ohne Drogen, ja? Es sei denn, Du bringst genug für die ganze Klasse mit.“

    Sehr, sehr, sehr clevere Aussage, Glückwunsch zu so viel Kreativität, dazu mehr später, ich hab‘ jetzt ’nen Termin.

  8. Also, zum Thema Privilegierung:

    Wo sind Frauen hierzulande denn nicht privilegiert?

    Bei der Lebenserwartung? Im Gesundheitssystem? Im öffentlichen Dienst? In Sachen Familienrecht? In Sachen Wehrpflicht? In Sachen Quoten?

    Wenn schon Eiscremewerbung als Beleg für angebliche gesellschaftliche Benachteiligungen herangezogen werden muss…

    Versetzt euch mal in die Lage eines Mannes unserer Zeit: Ihr werdet eingeschult und eine überwiegend weibliche, von den durchgegenderten Unis feministisch indoktrinierte Lehrerschaft gibt euch für dieselbe Leistung schlechtere Noten als euren Mitschülerinnen, ihr erhaltet bei selber Leistung seltener eine Gymnasialempfehlung, weswegen mittlerweile mehr Mädchen das Abitur ablegen (bzw. sich überhaupt erst auf den Weg dorthin machen können), welche sich deswegen euphorisch als überlegene Alpha-Mädchen feiern lassen.

    Dann, während eure Alpha-Mitschülerinnen von Klassenzimmer direkt in den Hörsaal wechseln und sich dort weiter als Elite feiern, dürft ihr erst mal ein Jahr eures statistisch ohnehin um Jahre kürzeren Lebens opfern, um eurem Land zu dienen, indem ihr den Umgang mit Waffen erlernt (ob ihr das wollt oder nicht), um im Bedarfsfall euer Land und eure Mitschülerinnen unter Einsatz eures Lebens zu verteidigen bzw. Verantwortung für eure Mitmenschen (insbesondere für die längerlebenden und daher die Pflegebedürftigkeit mehrheitlich überhaupt erst erlebenden Frauen) zu übernehmen, indem ihr Frondienste in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen verrichtet.

    Ihr beginnt – so ihr so weit überhaupt gekommen seid – euer Studium und dürft auch dort feststellen, dass Frauen sich als künftige Elite feiern, weil sie auch an den Unis – die sie dank Abitur und vorheriger Gymnasialempfehlung besuchen dürfen – die Mehrheit stellen.

    Ihr studiert Fächer, „die euch nützen“, weil ihr genau wisst, dass ihr später Geld und Status erreichen müsst, um eurer Verantwortung – die euch später aufgebürdet werden wird – gerecht zu werden, während eure Alpha-Mitstudentinnen mehrheitlich Fächer belegen, die weniger geeignet sind, der Verantwortung für insbesondere eine Familie gerecht zu werden, einfach, weil man damit nicht so viel Geld ranschaffen kann.

    Wenn ihr dann später in den Beruf eingestiegen seid, weil ihr eure Ausbildung für den Staatsdienst unterbrechen musstet, dürft ihr euch erst mal damit abfinden, dass eure Mitstudentinnen (die ja früher fertig geworden sind, weil sie das Problem Wehrpflicht nicht hatten, sich das aber trotzdem als Zeichen ihrer natürlichen Überlegenheit zu Gute halten) bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt werden, die Bildungsministerin Ihnen 150.000.000,00 Euro (gut zwei Euro pro Bundesbürger) zur Verfügung stellt, damit sie in Erwägung ziehen, den stressigen Job eines Professors zu wählen usw. usf.

    Ihr lernt eure Auserwählte kennen, die Kinder von euch fordert (so ist es nun mal faktisch, glaubt man den Umfragen, dann ist der Kinderwunsch bei Frauen ausgeprägter als bei Männern, weswegen ein Kind ein Gefallen ist, welchen eher der Mann der Frau tut als umgekehrt), sich aber aber gleichzeitig im Beruf verwirklichen will. Das Problem dürft ihr alleine lösen, weil ihr als Männer sowieso an allem schuld, Machos, unwissend, sexistisch, simpel und rückwärtsgewandt seid.

    Ihr geratet vor ein Dilemma, denn zudem wird gefordert, dass ein Haus herkommt, zwei Autos, ein Hund, zwei Mal pro Jahr Urlaub, Geld für das Studium der Kinder, ein gesichertes Alter (von dem die Auserwählte voraussichtlich mehr hat, weil sie es überhaupt erst erreicht) usw. usf.).

    Denn das alles kostet viel Geld (von dem ihr auch noch einen ganzen Batzen an den Staat abtreten müsst, um das überwiegend von nur deswegen länger lebenden Frauen verfrühstückte Gesundheitssystem und all die Genderbeauftragtinnen und Professorinnen zu finanzieren, die euch dann beschimpfen und diffamieren, weil ihr so nett seid, sie dafür großzügig zu entlohnen), weswegen das Familieneinkommen um jeden Preis maximiert werden muss.

    Daher ackert ihr von früh bis spät, weil ihr so eben mehr Geld nach Hause bringt als eure Auserwählte das jemals könnte, wenn sie das freiwillig auf sich nähme, weil ihr als z.B. Ingenieur nun mal mehr verdient als z.B. eine Lektorin und jobbedingt auch ganz andere Aufstiegschancen habt, die ihr im Dienste eurer Familie (und deren Zusammenhalt, der mit 50 %iger Wahrscheinlichkeit – eher von eurer Auserwählten als von euch selbst – aufgekündigt wird, was den Verlust eurer Kinder und das Ergebnis eurer Hände Arbeit zur Folge hat) auch besser wahr nehmt.

    Natürlich seid ihr der Böse, weil der Forderung nach Wohlstandsoptimierung nur genügt werden kann, wenn einer – nämlich nun mal logischerweise der Wenigerverdienende – zu Hause bleibt. Aber was soll’s, das Problem ist euch allein zur Lösung überlassen, irgendwie löst ihr es und Töchti bekommt zum Beginn ihres Studiums der Kulturwissenschaften, Magister Flamenco einen Golf. Trotzdem wird euch in den Ohren gelegen, ihr würdet irgendwen unterdrücken, wenn ihr euch grad den dritten Herzkasper einfangt.

    Im weiteren Verlauf eures Lebens bringt ihr euch vier mal so oft um wie Frauen, u.a., weil ihr all der Verantwortung nicht mehr Herr werdet, ihr sterbt z.B. auch häufiger an Blutvergiftung oder sonstigen Unfällen, weil ihr Jobs ergreifen müsst, die Verletzungsgefahr in sich bergen, um eure Familie zu versorgen, das von euch finanzierte Gesundheitssystem ignoriert euch trotzdem weitestgehend, wo Frauen Vorsorgeuntersuchungen spendiert bekommen, kriegt ihr keine, ihr selbst kümmert euch auch nicht, weil ihr weißgott anderes im Kopf haben müsst, weswegen ihr früher sterbt als Frauen (die dennoch auf überwiegend eure Kosten einen Frauengesundheitsbericht spendiert bekommen), die natürlich dennoch behaupten, sie wären im Gesundheitssystem benachteiligt, z.B. weil die ganzen Medikamente nur an Männern getestet würden. Auf den Gedanken, dass das vielleicht daran liegt, dass keine Frau sich freiwillig als Versuchskarnickel hergeben würde, was aber Voraussetzung für entsprechende Tests wäre, kommt natürlich niemand.

    Wenn ihr das 80. Lebensjahr erreicht, habt ihr annähernd dieselbe Lebenserwartung wie eure Auserwählte (wie ihr aus amtlichen Sterbetafeln ersehen könnt), weil ihr dann aus der Gefahrenzone seid, die eure Auserwählte nie betreten musste und dieses Alter daher auch mit höherer Wahrscheinlichkeit erreicht, um sich von jungen Männern pflegen zu lassen und sich drüber zu beklagen, wie Scheiße Männer doch sind, weil sie komische Fahrräder bauen.

    Ihr sterbt aber wahrscheinlich früher als eure Auserwählte, welche dann mit statistisch 6 weiteren Jahren Lebensdauer und mit dem von euch Erarbeiteten dafür belohnt wird, dass sie sich all das erspart hat.

    Aber ihr regt euch über Eiscremewerbung auf…

  9. 1. Wie schon zu Nils: Wenn Du glaubst, dass Du in einer hetero-Beziehung keinesfalls fair behandelt wirst: Lass es halt bleiben? Das ist eher nicht so kompliziert.

    2. An diesem Männerunterdrücksmechanismus, der Krankenkasse, müssen wir offensichtlich noch arbeiten, z.B. indem wir ähnlich niedrige Beiträge wie Männer zahlen. Werde dies der Königin vorschlagen, wenn ich das nächste Mal in der geheimen Stadt bin. Außerdem: Vorsorgeuntersuchungen für Männer wieder abschaffen.

  10. 1. Man(n) kann auch solo oder schwul sein, deswegen kriegt man bei gleicher Leistung trotzdem schlechtere Noten. Und man zahlt auch ungeachtet dessen mehr in die Kranken- und Rentenkasse ein als man jemals rausbekommt.

    2. Auch wenn Frauen relativ höhere Beiträge zahlen sollten (!) – sie verbrauchen absolut mehr, als sie einzahlen, während Männer mehr einzahlen, als sie rausbekommen. Um gleiche (!) Verhältnisse herzustellen, müssten Frauen 1/3 mehr einbezahlen. Hört sich nach echter Benachteiligung der Frauen an.

    Und welche Vorsorgeuntersuchungen?

    90 % der Obdachlosen hierzulande sind Männer, aber es geht hier ja um Eiscreme… ihr habt ja Probleme…

    Stellt euch das mal andersrum vor. Absurd.

    Nächstes Mal bitte MIT Drogen und weniger Gehässigkeit, Azundris.

  11. @ Now um 18:11 Uhr: Ich könnte dir jetzt auf jeden einzelnen deiner abstrusen Behauptungen antworten, aber: Bist du dir sicher, dass das hier der richtige Ort ist, um Mitleid für dich armen, armen Mann einzufordern?

    (Übrigens selten einen Mann getroffen, der sich so sehr in einer Opferrolle suhlt…)

  12. „@ Now um 18:11 Uhr: Ich könnte dir jetzt auf jeden einzelnen deiner abstrusen Behauptungen antworten“

    Tu’s doch bitte. Anstatt nur immer zu behaupten, dass du das kannst.

    „, aber: Bist du dir sicher, dass das hier der richtige Ort ist, um Mitleid für dich armen, armen Mann einzufordern?“

    Mitleid? Wo habe das denn eingefordert? Und der richtige Ort, etwas zu widerlegen, ist der Ort, an dem es behauptet wird. Ist lästig, ne? Geh‘ mal drauf ein, Frau Feministin.

    „(Übrigens selten einen Mann getroffen, der sich so sehr in einer Opferrolle suhlt…)“

    Sprach’s und beschwerte sich über Eiscremewerbung….

    Unterstell‘ mal fröhlich weiter…

  13. Mhh, was war denn das für ein Termin?

    Ansonsten, wie Azundris schon sagte: Bleib alleine, kannste deine ganze tolle Kohle für dich aufn Kopf hauen.

  14. hey NOW, Depression ist behandelbar..!

    … Konsequenz aus deinen Behauptungen:
    Entmachtung der Frau, now.
    ___
    … als Persiflage wunderbar!! Echt!

  15. @ Now: Nee, mach ich jetzt nicht alles noch mal. Das kannst du alles schon auf dieser Webseite in den Diskussionen nachlesen. Und irgendwie hab ich das dumpfe Gefühl, dass jede nochmalige Erklärung verschwendete Zeit wäre. Du hast ja doch schon ein sehr ausgeprägtes Freund-Feind-Schema.

    Ich verstehe auch nicht, dass wir unter jedem einzelnen Post eine Grundsatzdiskussion führen müssen. Hier ging es doch eigentlich um den guten Fredrik Vahle, aber – schwupp – sind wir schon wieder bei der bösen Welt, die Frauen doch sowieso privilegiert.

  16. @ ping

    Du erwartest jetzt allen Ernstes, dass ich auf so was antworte, ja?

    Zeitverschwendung, wie dieses ganze Theater hier?

  17. PS:Na okay, nur das hier:

    Wo du den Quatsch mit den Noten/Gymnasiumsempfehlung herhast weiß ich nicht. Habs grade durch, deine Paranoia ist unbegründet.

    Wenn du was studierst nur um Geld zu verdienen ist das doch deine Entscheidung? Und wenn du das ein paar Jahre später bereust kannst du es wohl kaum anderen Menschen (Frauen) aufs Auge drücken.

    Trotz meiner gewiß ausgeprägten sozialen Ader: Kein Mensch in Deutschland muss obdachlos sein, das ist Fakt. Im Gegenteil ist es sogar so das man eine Menge machen muss _damit_ man obdachlos (ohne festen Wohnsitz) wird und das auch anerkannt ist. Warum da zu 90% Männer drauf Bock haben weiß ich aber auch nicht.

    Statistisch gesehen kürzeres Lebensalter… Hat z.b. viel mit Alk- und Kippenkonsum zu tun und ist „Statistik“. Trink und rauch nichts, dann wirst du auch hundert. Es sei denn du kriegst Krebs, aber dann kannst du auch nur die Statistik dafür anmotzen, aber nicht die Frauen. Du schreibst das so als ob irgendeine höhere Kraft alle Männer über 63 nach draußen hinter die Scheune bringt. Paranoia galore.

    Beim Wehrdienst drehst du ja komplett frei. Zum einen wäre es am besten
    wenns den gar nicht gäbe, wobei es auch ne Menge gute Argumente gibt warum eine Berufsarmee keine gute Sache ist und zum anderen ist das ein klassisches „das beste draus machen“ Ding. Jeder der mit nem Stift umgehen kann kriegt seine Verweigerung durch (wer das nicht kann wird eh nicht gemustert) und die Stellen sind so breit gefächert das man fast immer was kriegt was einem zusagt/was nützt, man muss sich halt nur drum kümmern. Und wer Bock auf ballern hat geht halt zur Armee.

    Abgesehen bleibe ich dabei, Krieg ist männlich, Frauen dürfen zwar neuerdings mitmachen wenn sie wollen, wollen sie aber anscheinend nicht, und für die Männer gibts halt Ersatzdienst ohne viel Mühe. Klar wärs toller ganz ohne, das ist aber auch wieder nicht die Aufgabe des Feminismus, da kannste ja zur Antikriegsbewegung gehen. Aber Obacht, das ist auch ein klassisch-linkes/feministisches Feld, vielleicht musste da ja deine eigene „maskuline Antikriegsbewegung“ starten.

  18. Soso, hast du grad durch, ja?

    Mal sehen, morgen dazu mehr, ich hab‘ hier nur ein PDA zur Hand, ping.

    Ist sicher nur Paranoia. Wird aber lustig.

  19. „Mal sehen, morgen dazu mehr, ich hab’ hier nur ein PDA zur Hand, ping.

    Ist sicher nur Paranoia. Wird aber lustig.“

    Oh bitte, wenn man Trollerei schon ankündigt, gleich bannen. Ein Blog ist schließlich nicht die Heilsarmee.

  20. lieber NOW: vielleicht hättest du tatsächlich auch ein bisschen mehr Anne Kaffeekanne hören sollen, dann würdest du vielleicht nicht so viel Angst haben, sondern selbstbewusst deine Ziele verfolgen.
    Wenn es tatsächlich Bereiche gibt, in denen Männer benachteiligt werden – und die gibt es ohne Frage, zum Beispiel in der Erziehung, ja – dann steh ich jederzeit neben dir und kämpfe dagegen! Jederzeit! Auch gegen diese blöde Kuh von der FAZ, die Männer als „einfacher gestrickt“ bezeichnet!
    Nur hier, hier bellst du den falschen Baum hoch, weil dir hier niemand schaden will – im Gegenteil. Wir wollen Geschlechterdemokratie, keine Herrschaft der Frauen.
    Liebe Grüße,
    Katrin

  21. Und ja, das ist richtig (keine drogen).

    Die privilegiersteste personengruppe der welt sind weiße mittel- bis oberschicht frauen (nicht männer) in westlichen industriegesellschaften.

  22. Privilegiert doch aber nur in dem Fall, in dem eine Frau ein wohliges Leben auf Kosten des Mannes führen kann und sich dieses Leben auch genau so gewünscht hat. Das würde ich dann als privilegierter als alle anderen Leben bezeichnen. Sobald aber die Frau z.B. andere Pläne für ihr Leben hatte und die ihrem Mann zuliebe aufgibt, fällt sie aus dieser Schublade raus.

  23. Ja, susanne – darum bringt es den feminismus auch nicht mehr weiter, noch mehr „die männer in die pflicht zu nehmen“ und „mehr einzufordern“.

    Der größte bremser auf dem weg zur gleichheit sind jetzt all diese frauen die sich ihr spiel nicht kaputt machen lassen wollen.

  24. Aber schau dich in unserer Generation um – siehe Brigitte-Studie – die meisten jungen Frauen wollen doch heute nicht mehr so leben. Die haben Pläne. Und die Pläne müsste man ihnen schon mit sehr viel Geld ausreden.

    Das ist nicht die Masse der Frauen. Und die Behauptung des Gegenteils ist das absichtliche – wider besseren Wissens – Eröffnen eines Kriegsschauplatzes.

  25. … wenn es wahr ist dass sie es nicht nur sagen weil es grade sozial erwünscht ist, sondern auch tun. An ihren taten werden wir sie messen.

    Trotzdem sind die erziehungs-codes für jungen immer noch auf die traditionelle rolle als kavalier ausgerichtet. Das erziehungsprogramm für jungen lautet „mache dich nützlich für die welt“ während das erziehungsprogramm für mädchen ist „gib acht auf dich selbst“. Das ist für jungen ist für die heutige zeit nicht nur unvorteilhaft, sondern fatal.

    Daran kann ich als einzelner mann nicht viel ändern, hier muss die gesellschaft was tun. Ganz wesentlichen anteil an dieser situation haben besagte frauen die als mütter dafür sorgen dass die nächste generation ferngesteuerter holzköp^h^h^h^h^h sensible männer heranwächst ;) Leider ist die frühkindliche erziehung fest in frauenhand ist und starke kräfte existieren die dafür sorgen wollen dass das so bleibt.

  26. «in dem eine Frau ein wohliges Leben auf Kosten des Mannes führen kann und sich dieses Leben auch genau so gewünscht hat. Das würde ich dann als privilegierter als alle anderen Leben bezeichnen.»

    Weißnich. Dazu müsste man ja fehlmeinen, daß Menschen statisch wären? Weil, Menschen ändern sich ja, und irgendwann „ist er nicht mehr der Mann, in den ich mich verliebt habe“, und dann stehe ich da. Selbst wenn mir das aus irgendwelchen Gründen egal ist („egal, ob wir noch zusammen passen, ich mach mal aufgrund des vollen Kühlschranks auf glücklich“), gibt es immer noch die Gefahr, daß /ihm/ das nicht egal ist. Und dann? Kein Mann, kein Geld, keine Ausbildung? Da waren sie wieder, meine drei Probleme. :) Nee, nee. Ein Leben in Angst und Abhängigkeit ist nicht meine Idee von „priviligierter als alles andere.“ Dann eher ein gigantischer Lottogewinn/Erbschaft? :)

  27. @ Azundris: Ich versuche nur nachzuvollziehen, warum Aries, Now et al weiße Mittelstandsfrauen als die privilegiertesten Wesen der Welt ansehen. Nun, und da kann ich mir nur eine Frau vorstellen, die jenes Leben führt und das aber auch immer genau so will. Und davon gibt es meiner Meinung nach nicht sehr viele Exemplare. Vielleicht eine? Zwei?

  28. @Susanne, vermutlich.
    Und „warum gerade die“? Da könnte ich auch nur im Trüben rumraten („‚Unterschicht‘ hätte eh niemand geglaubt, ‚Oberschicht‘ allein wären zu wenige — und womöglich keine der Anwesenden — gewesen, und der ‚Frauen‘-Teil war ja Mandat weil Kernfeindbild.“), und das lasse ich mal lieber.

  29. Wobei, aus „Unterschicht“ lässt sich ja jeder Zeit mit hinreichender Bösartigkeit „Existenzsicherungsmodel: hängt Typie ein Kind an“ und aus „Mittelschicht“ „will uns die guten Jobs streitig machen, dabei geht es ihr doch gut, armchair revolutionary, weiß nichts von der harten Welt, in der Männer (und Unterklassefrauen) leben, wenn sie was wüsste, würde sie uns ja nicht widersprechen.“ herleiten. :) Kann man da gewinnen?

  30. Hi ihr beiden,
    zur beantwortung eurer fragen gebe ich euch input.

    http://www.rulymob.com

    Dort gibt es ein e-book, „If men have all the power, how come women make the rules?“

    (Natürlich ist die frage rhetorisch)

    Besser könnte ich es selbst nicht in worte fassen und es steht fast alles drin was sich mit meinen lebenserfahrungen deckt.

    Ich hoffe ihr seit erwachsene frauen und könnt erwachsen damit umgehen.

  31. @Susanne:

    Ich versuche nur nachzuvollziehen, warum Aries, Now et al weiße Mittelstandsfrauen als die privilegiertesten Wesen der Welt ansehen.

    (Du meinst wahrscheinlich Mittelschichtfrauen)

    Verstehe ich ja fast. Ich versuche auch immer nachzuvollziehen, warum alle Männer auf der Welt als die privilegiertesten Wesen der Welt angesehen werden.

    Immerhin sind weiße Mittelschichtfrauen privilegiert genug, um sich ihr Leben weitgehend selbstbestimmt zu gestalten. Was die Kinderfrage betrifft könnte ich ja mit Azundris argumentieren: Dann lasst es doch einfach..

    @Azundris:

    Wieso, dafür daß Frau nicht statisch ist, gibt es doch das Unterhaltsrecht. Na gut, ist ja jetzt eingeschränkt worden.

  32. Ja das mit dem unterhalt war dringend nötig.
    Vorher war es doch so: eine ehe war für die frau praktisch eine garantie fürs versorgt sein (entweder den mann oder den staat als versorger), und für den mann war die ehe eine garantie für – genaugenommen – nix.

  33. Die Brigitte-Studie ist tatsächlich sehr aufschußreich:

    Vor den gesellschaftlichen Realitäten verschließen sie jedoch nicht die Augen. Noch immer findet eine große Mehrheit, dass Männer im Job schneller befördert werden, dass es typisch männlich ist, etwas zu riskieren, und dass viele Frauen nicht nein sagen können. Unterkriegen lassen sie sich von diesem Status Quo aber nicht: „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Frauen die Männer im Beruf überholt haben“, glauben 62 Prozent der Befragten – eine Antwort, die beispielhaft ist für den unerschütterlichen Optimismus der „Frauen auf dem Sprung“.

    – 62% der Frauen glauben, sie seien besser als „die Männer“, sie würden bald überholen.

    – „eine große Mehrheit“ glaubt, Männer würden schneller befördert

    Kurz: Diskriminierungsfreiheit ist in dem Moment erreicht, wenn Frauen überholt haben.

    Au weia. Für mich ist Selbstbewußtsein die Kenntnis der eigenen Stärken und Schwächen. Das, was sich da offenbart, ist für mich Narzissmus.

    Gruppennarzissmus.

  34. @Aries: Doch, sie war seit der Einführung des Zerüttungsprinzipes die Garantie für den Versorger-Mann, in jedem Falle bei einer Trennung die A****karte zu haben.

  35. http://www.bmbf.de/

    Runterscrollen zu „Bildungsmisserfolge…“ (pdf)

    Und nicht nur den Titel, das ganze doc lesen. Steht alles drin, schlechtere Noten und weniger Gymnasialempfehlungen bei gleicher Leistung.

    Ist aber sicher auch paranoid, das Ministerium.

    Ergreift auch sofort Maßnahmen und gibt 150 Mio. Euro für weibl. Professoren aus.

    Und das ist dann also „überholen“, „gleiche Augenhöhe“.

    Und Susanne sollte mal aufhören, laufend nicht zu beanstandende comments zu löschen, weil darin aufgegriffene Inhalte ihr unangenehm sind und dann zu schreiben: „Ich versuche nur nachzuvollziehen, warum Aries, Now et al weiße Mittelstandsfrauen als die privilegiertesten Wesen der Welt ansehen.“

    Wirst du nicht nachvollziehen können, wenn du die gelieferten Erklärungen dann spurlos löscht.

    Totaler Gruppennarzissmus.

  36. @ Mark/Now/whatever: Ich lösche Beiträge, wenn du darin schon ankündigst, dass du demnächst reine Provokation liefern wirst (und keinesfalls irgendwelche wichtigen Diskussionsbeiträge bringst). Und auch in deinem herablassendem Ton solltest du dich mäßigen. Ansonsten wirst du gelöscht. So sind die Spielregeln hier auf dieser Webseite. Wenn die dir nicht passen, empfehle ich dir „Männerrechts“-Foren zum Spielen. Dort kann man problemlos Feministinnen oder auch Frauen ganz im Allgemeinen beleidigen.

  37. @Mark: wichtiges Thema! Wirklich!
    Aaahlso, dazu muss ich länger ausholen. Ich mache schon seit längerem Bildungspolitik und deswegen freu ich mich sehr, dass dieses Thema kommt. Ich gehe mal die Studie durch:
    „Je geringer qualifizierend die Schulform, desto höher der Anteil an Jungen, ca. jeder zehnte Junge bleibt ohne Schulabschluss.“ Hier zeigt sich das also Problem der Hauptschulen, die meiner Meinung nach genau deswegen abgeschafft gehören. Denn je höher qualifizierend die Schulform, desto besser die Jungen. Hauptschulen grenzen aus, demotivieren und beschämen Kinder. Besonders in Berlin – ihr erinnert euch alle an die Rütli-Schule – ist das Problem riesig. Diese Studie schreit nach der Abschaffung der Hautpschulen, leider tut sich in der KMK (Kultusministerkonferenz) zu dem Thema: nüscht. Ein Skandal! Immer schön selektieren. Da leiden leider vor allem (aber bitte: nicht nur!) die Jungen drunter. Es geht weiter: „Jungen müssen häufiger eine Klasse wiederholen als ihre Mitschülerinnen, insbesondere am Gymnasium. „ deswegen: Sitzenbleiben gehört genauso abgeschafft! „Besonders ungünstig ist der Bildungsverlauf bei Jungen mit Migrationshintergrund. Sie müssen in der Grundschule wesentlich öfter eine Klasse wiederholen und erreichen geringere Abschlüsse.“ Das alte Problem: das selektive Schulsystem selektiert vor allem nach sozialem Hintergrund! „Vergleicht man in unterschiedlichen Fächern die Leistungen bei gleichem Interesse, zeigen sich nur geringe Kompetenzdifferenzen.“ Man sieht: gibt es bei den Jungs ein Interesse, dann klappt es auch. Jungs sind wohl leichter demotiviert (das kommt weiter hinten in der Studie noch). Woher kommt das? Kann das wirklich seinen ursprung bei den LehrerInnen haben? Sehr fragwürdig, finde ich. Am Beispiel des Faches Deutsch wird deutlich: Jungs geraten in der Mittelstufe in eine Krise. Sind sie vorher noch etwas gleich auf mit Mädchen, und holen in der Oberstufe auch wieder auf, gerät in der Mittelstufe einiges ins Wanken. In Fächern wie Mathe kann man meiner Erfahrung nach (als Mathe-Nachhilfe-Lehrerin) so einen Rückstand nicht wieder aufholen. Aber: „Die guten Leistungen von Jungen in Mathematik weisen diesen Bereich als Jungendomäne aus. Die Leistungsvorsprünge der Jungen setzen zum Ende der Grundschule ein und verstärken sich in der Sekundarstufe I.“ naja. Jetzt kommt die wichtigste Passage, meine Herren: „Jungen orientieren sich in ihren Berufswünschen sowie den Ausbildungswegen an tradierten Geschlechterbildern und ergreifen Berufe im handwerklichen und industriellen Bereich. Dies kann sich aufgrund des Wandels zur wissensbasierten Dienstleistungsgesellschaft zunehmend als riskante Strategie erweisen.“ Daran sollen wir Frauen schuld sein? Oh, tut uns aber unglaublich leid, dass wir diese Gesellschaft zu einer wissensbasierten Dienstleistungsgesellschaft gemacht haben! Leute, spätestens an diesem Punkt solltet ihr merken, dass wir auch für EURE Sache kämpfen. Wirklich! Lesen wir weiter: „In der beruflichen Laufbahn schneiden junge Männer häufig erfolgreicher ab. Sie ergreifen meist besser bezahlte und karriereorientiertere Berufe.“ Schön, oder? Das entspricht unserer (und widersprich somit Nows) Argumentation schon die ganze Zeit. Leute: Augen auf! „Übermäßiger Medienkonsum und negative Schulleistungen korrelieren miteinander.“ Oh, die bösen bösen LehrerInnen!

    Zusammenfassung meines Statements: Wenn wir es schaffen, dieses Schulsystem zu verändern, hin zu einer Gemeinschaftsschule, in der alle bessere Chancen haben, die nach skandinavischem Vorbild aufgebaut wird und Kinder individuell fördert – alle nach ihrer Geschwindigkeit, was das Mittelstufen-Chaos bei den Jungs auffangen würde – statt sie zu beschämen, wäre viel gewonnen.
    Weiterhin zeigt diese Studie, dass ihr ein bisschen Ursache und Wirkung vermischt! Dinge wie, übermäßiger Medienkonsum, sozialer Hintergrund und auch tradierte Geschlechterbilder kommen doch nicht aus der Schule, die bringen die Kinder doch mit!
    Und zuletzt: die Studie beweist: obwohl die Jungs in der Schule immer schlechter werden (und dem MUSS man entgegenwirken! Da kämpf ich mit euch), verdienen sie hinterher immer noch besser.

  38. „Ich lösche Beiträge, wenn du darin schon ankündigst, dass du demnächst reine Provokation liefern wirst (und keinesfalls irgendwelche wichtigen Diskussionsbeiträge bringst).“

    Ach? Das mit der Diskriminierung im Bildungssystem ist also reine Provokation, Beleidigung und kein Diskussionsbeitrag? Aha.

    Und „Habs grade durch (was offensichtlich eine Falschbehauptung ist), deine Paranoia ist unbegründet.“, „Das nächste Mal bitte ohne Drogen, ja? Es sei denn, Du bringst genug für die ganze Klasse mit.“, „Wenn Du glaubst, dass Du in einer hetero-Beziehung keinesfalls fair behandelt wirst: Lass es halt bleiben? Das ist eher nicht so kompliziert.“ oder „Oh bitte, wenn man Trollerei schon ankündigt, gleich bannen.“ bleibt als „Diskussionsbeitrag“, womöglich noch als „Sachargument“ stehen? Ja?

    Bin also ein paranoider, drogenabhängiger Troll, der halt homosexuell werden soll, wenn ihm was nicht passt.

    Sieht nicht nach „gleichen“ Spielregeln für Männer und Frauen aus. Fängt ja gut an…

    Beeindruckend. :) Auf die vorgebrachten Argumente darf übrigens auch endlich mal eingegangen werden. Schön ad rem diskutieren, nicht ad persona, ok?

  39. @ Mark: Problem: Wenn du in EINEM Kommentar Provokation und ein Argument bringst, wird trotzdem gelöscht. Weil ich nicht dafür da bin, deine Kommentare zu editieren. Führ dich halt vernünftig auf, lass vielleicht mal den ein oder anderen unqualifizierten Beitrag aus und schon sollten wir keine Probleme mehr miteinander haben. Leseempfehlung: die Netiquette.

    @ Katrin: Danke für die ausführliche Besprechung der Studie. Unterschreibe ich alles.

  40. Aha. Vorab:

    „Oh, tut uns aber unglaublich leid, dass wir diese Gesellschaft zu einer wissensbasierten Dienstleistungsgesellschaft gemacht haben! “

    Habt IHR? Tatsächlich? Unterschreib‘ ich SO ja nicht…

    Und den entscheidenden Satz dieser Studie übersiehst du geflissentlich. Hab‘ hier grad keinen Adobe Reader, Textstelle liefere ich noch.

    „(…) dass wir auch für EURE Sache kämpfen.

    Eine Antifeministin?! Hier?! Na, da soll mich doch…

    „Wenn du in EINEM Kommentar Provokation und ein Argument bringst.“

    Und wenn man in EINEM Kommentar Provokation und KEIN Argument bringt, dann bleibt’s stehen? Äh?

    Na, Schwamm drüber…

  41. obwohl die Jungs in der Schule immer schlechter werden .. verdienen sie hinterher immer noch besser.

    Je nachdem, wie man „verdienen“ definiert. Ich meine: Die klassische Ehe ist ja eine Zugewinngemeinschaft – Qausi eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts mit 50/50 Gewinnteilung. Alles wird in einen Topf geworfen und geteilt.

    Insofern ist die pauschale Aussage „Frauen verdienen weniger“ falsch, da ja das Einkommen vieler Frauen nur Indirekt am Arbeitsmarkt erwirtschaftet wird.

  42. ich helf dir, lieber Mark: „Für den Übergang in weiterführenden Schulen hat die Lern-Ausgangs-Untersuchung (LAU) in Hamburg herausgefunden, dass Jungen nicht nur generell seltener eine Gymnasialempfehlung erhalten, auch bei gleichen Noten werden sie seltener von den Lehrkräften für gymnasialgeeignet angesehen als Mädchen. Dies liegt vermutlich am Vorsprung der Mädchen im sprachlichen Bereich, der bei der Beurteilung durch die Lehrkräfte stärker ins Gewicht fällt als der Vorsprung der Jungen in Mathematik am Ende der Grundschulzeit.

    Allerdings setzten sich Eltern bei Jungen öfter über eine negative Gymnasialempfehlung hinweg und schicken diese trotzdem zum Gymnasium – möglicherweise, weil Jungen eher zugetraut wird, sich an einer höheren Schulform durchzusetzen“.

    Und nein – für Antifeministen bin ich nicht, aber für (die meisten) Männer!

  43. Mark:““Habs grade durch (was offensichtlich eine Falschbehauptung ist),“ ?

    wieso ist das eine Falschbehauptung?

    Und was soll der Unsinn:
    „“(…) dass wir auch für EURE Sache kämpfen.
    Eine Antifeministin?! Hier?! Na, da soll mich doch…“ ???

    Noch so jemand der sein Unwissen stolz vor sich herträgt.

    PS:Du solltest deinen Ironie/Sarkasmus-Detektor mal neu kalibrieren.

    Nils:Naja, Moment, das greift ja nun so nicht.

    Auf der einen Seite hast du Frauen in einer Ehe/ohne Ehe/ohne Mann mit Kind, die dann eben auch nicht wirklich 40 Stunden am Tag arbeiten gehen können. Bei denen geht es ja erstmal hauptsächlich darum das die deutsche Wirtschaft allgemein so gestrickt ist das sie jeden Menschen der nicht 40+ Stunden die Woche arbeiten gehen kann nicht für ernst nimmt und gleich massiv finanziell runterstutzt. Teilzeit in Deutschland ist schwer zu finden und/oder eine finanzielle Strafe (auch für Männer, also für alle Menschen, Hauptleidtragende sind aber Frauen).

    Die wirkliche Diskussion über Gehaltsunterschiede dreht sich ja nun aber gar nicht um oben genannte Gruppe Frauen, sondern eben um Frauen die 40+ arbeiten gehen, exakt dieselbe Arbeit und Arbeitszeit ableisten und da sind die Unterschiede eben da, bis hin zu dem klassischen Klischee das auch in dem Zeit Artikel angesprochen wurde, ein Büro, ein Mann, eine Frau, beide machen dasselbe für dieselbe Stundenzahl, die Frau kriegt weniger.

    Das Ding was ich eben schon öfter gehört habe ist das Frauen immer noch eine Art mangelnder Ehrgeiz unterstellt wird oder davon ausgegangen wird sie seien eh nur zu Besuch. „Jaja, die fängt hier an und irgendwann kriegt sie ein Kind und ist wieder weg“. Also wird einfach weniger bezahlt bzw. Lohnerhöhungen werden in viel geringerem Umfang vorgenommen, ist ja irgendwie völlig klar das „die“ nicht bis zur Rente in dem Betrieb ist. Wo aber der Unterschied zwischen einer Frau die zehn Jahre in einem Betrieb arbeitet und dann schwanger wird und einem Mann der zehn Jahre in einem Betrieb arbeitet und dann kündigt weil er was anderes/besseres gefunden hat ist, erschließt sich für mich nicht. Fakt ist aber das heutzutage die Frau und der Mann in den zehn Jahren (bei gleicher Arbeit) was ganz anderes verdient haben.

  44. @ping: Du sagst ja selber, daß die zwei Jahre Erziehungszeit in deinem Lebenslauf für die meisten Arbeitgeber ein Manko darstellen.

    Eine Diskriminierung, die alle mit Merkmal X trifft (z.B. „gebrochener Lebenslauf“) ist doch keine Diskriminierung aller mit Merkmal Y (z.B. „Frauen“) – Nur weil die meisten der Betroffenen Merkmal Y haben.

    Die Gehaltsunterschiede fangen tatsächlich erst bei ca. mitte 30 an. Wenn du willst suche ich dir dazu eine Studie heraus.

    Da muß man doch sauberer trennen, anstatt immer nur von Frauendiskriminierung zu sprechen.

  45. „wieso ist das eine Falschbehauptung?“

    Äh, weil’s nicht stimmt?

    „Noch so jemand der sein Unwissen stolz vor sich herträgt.“

    Das ist nun wirklich nicht kommentierbar. :)

  46. Mark:Oh je. Von mir kriegst du kein Fünkchen Aufmerksamkeit mehr, völlig sinnlos.

    Nils:Später, hab grade nicht genug Zeit darauf einzugehen.

  47. „Oh je. Von mir kriegst du kein Fünkchen Aufmerksamkeit mehr, völlig sinnlos.“

    Ich bitte darum.

    „Ich mache schon seit längerem Bildungspolitik (…)“

    Du gehörst einer Partei an?

    Seite 16, „Das Wichtigste in Kürze“

    „In allen Fächern erhalten Jungen auch bei gleichen Kompetenzen schlechtere Noten.“

    Und auf Seite 9 steht auch, dass Eltern glücklicherweise auf die negativen Gymnasialempfehlungen der Lehrerinnen pfeifen und ihre Jungs trotzdem aufs Gynasium schicken. Bisschen in Ordnung ist die Welt noch.

    Seite 40, „Geschlechterverteilung im Lehrberuf“

    „Auch wenn man in Betracht zieht, dass mehr Frauen als Männer auf Teilzeitstellen arbeiten, werden Jungen mehrheitlich von Frauen unterrichtet (vgl. Abb. 17). Diese Verteilung wird mit für die Bildungsmisserfolge von Jungen verantwortlich gemacht, was beispielsweise den Bielefelder Professor Klaus Hurrelmann dazu veranlasst, eine Männerquote für die Schulen zu fordern.“

    (Graphik dazu eine Seite weiter)

    D.h., jeder Junge muss, bevor es überhaupt aufs Gymnasium (was Grundvoraussetzung für den Erwerb der Hochschulreife und ein anschließendes Studium ist) schafft, an 86,7 % weiblichen Lehrern vorbei, die ihnen für dieselbe Leistung schlechtere Noten geben als den Mädchen (und dafür natürlich in keiiiiinem Fall verantwortlich zu machen sind).

    D.h., wenn jemand dann ungerechtfertigt auf die Hauptschule statt aufs Gymnasium abkommandiert wird, dann ist der Schaden bereits angerichtet, das ist so gut wie irreversibel.

    Man kann sich jetzt querstellen wie man möchte, über andere Schulsysteme nachdenken oder Grundschülern (!) nahelegen, sich auf eine Dienstleistungsgesellschaft einzustellen.

    Alternativ könnte man ihnen einfach für dieselbe Leistung dieselbe Note geben. Das wäre, schätze ich mal, zunächst mal die absolute Grundvoraussetzung, denn das ist nun mal DISKRIMINIEREND.

    Und nicht, dass Männer später besser bezahlte Jobs usw. wählen, DAS könnten Frauen nämlich ganz genauso, keine Lehrerschaft sabotiert ihr Leben, was bei den männlichen Grundschülern aber schon der Fall ist.

    „Es braucht genderkompetente Lehrer und Lehrerinnen.“

    Der Genderansatz fusst auf den Lehren eines Dr. Frankenst…, äh, John Money, der hat mit einem Jungen ein kleines Experiment veranstaltete, indem er ihn kastrierte, mit weiblichen Hormonen zupflasterte und ihn wie ein Mädchen erziehen liess.

    Dann liess er sich wegen der Erkenntnis (die er aus einem Fall gewonnen zu haben meinte) feiern, das Geschlecht sei nur anerzogen, nicht angeboren. Der Feminismus feierte ihn groß, während der Junge sich nach einer Leidenskarriere mit 38 erschoss, was aber keinen weiter interessierte, während dieser Schwachsinn zusehends Staatsideologie wird.

    Naja. Soviel nebenbei zu Gender Mainstreaming.

    Nun stellt euch das mal andersrum vor, die Medien liefen Amok, von patriachaler Großverschwörung wäre die Rede… nicht von Eiscreme.

    Und Frauen sind hierzulande also nicht privilegiert…

    Deswegen haben grüne Politikerinnen neulich auch eine höhere Einkommensteuer für Männer gefordert, um sich dabei tiiiiierisch schlau vorzukommen.

    Tja, da kann man bezugnehmend auf den Tagesspiegel

    http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/;art1117,2379956

    nur wieder sagen:

    Alle Männer zusammen verursachten Kosten von 93,6 Milliarden Euro (42,67 %), die Frauen hingegen verbrauchten 131 Milliarden Euro (58,33 %) – obwohl sie „lediglich“ 51,1 Prozent der Bevölkerung stellen.

    Interessant finde ich zudem, dass Frauen darüber hinaus nur 42,30 % der Erwerbstätigen ausmachen (2004, destatis.de).

    Unterstellt man zudem, dass Frauen tatsächlich 23 % weniger verdienen als Männer (das ist ja immer das Gejammer), würde das bedeuten, dass die Gesamtkosten i.H.v. EUR 224,6 Mrd. zu 0,423 x 0,77 = 32,57 % oder EUR 73,15 Mrd. von Frauen erwirtschaftet würden.

    Der Nettotransfer beträgt also EUR 57,85 Mrd. oder 25,76 % der Gesamtkosten.

    Will sagen: im Jahr 2004 drückten die erwerbstätigen Männer jeder Frau (48,9 % / 51,1 % = 95,70 % berücksichtigt) in diesem Land EUR 1.371,86 in die Hand, allein übers Gesundheitssystem.

    Angeblich weniger Lohn (aus welchen Gründen auch immer) hin oder her, die angebliche Unterentlohnung von 23 % wird bereits im Gesundheitssystem überkompensiert.

    Im Falle der Lohngleichheit läge der Transfer bei „nur“ 16,30 %.

    Pflegeversicherung: Drei Viertel der Mittel kommen den Frauen zugute (obwohl sie „nur“ zwei Drittel der Pflegebedürftigen stellen), ein Viertel geht an die Männer.

    32,57 % Mittelerwirtschaftung, 75 % Mittelverbrauch = Transfer 42,43 %.

    42,30 % (bei Lohngleichheit) Mittelerwirtschaftung –> Transfer = 32,70 %.

    Bei den Renten ist mir das jetzt zuviel Arbeit.

    Susanne hat in der taz mal gemeint, sie fände Quoten (also staatliche Intervention zur Herstellung der „Geschlechtergerechtigkeit“) superduper.

    Finde ich inzwischen auch, aber anders. Man sollte zwei getrennte Gesundheitssysteme einrichten, Männer zahlen dafür ein, was sie und ihre Geschlechtsgenossen verbrauchen, Frauen ebenso für sich und ihresgleichen.

    Folge wäre, dass Männer erheblich weniger Sozialabgaben in Gesundheit, Pflege und Rente zu zahlen hätten, deswegen vielleicht auch nicht mehr jeden (lebens-/gesundheits-)gefährlichen Scheißjob annehmen müssten, weniger arbeiten und sich auch mal was für die eigene Gesundheit gönnen könnten (der Staat, dem diese Aufgabe delegiert worden ist, macht das ja nicht).

    Frauen wären gezwungen, besser bezahlte und karriereorientierte Berufe zu wählen, weil sie plötzlich für sich selbst aufkommen müssten.

    Und schon hätten wir 50 % Frauen in den DAX-Vorständen. :) Und auch eine annähernd gleiche Lebenserwartung, Männer hätten mehr Zeit, sich um die Kindererziehung zu kümmern… Finde ich besser als Quote.

    Aber schätze mal, da hört’s dann auf mit „gleiche Augenhöhe“.

  48. Was mir ja wirklich ein bisschen auf die Nerven fällt: dass hier jede Diskussion immer wieder in die gleiche Richtung läuft, dass früher oder später jemand die ganz große Keule rausholt und beweisen muss, was für ein Scheiß die Sache mit dem Feminismus doch eigentlich ist oder dass die Frauen einfach nur zu bescheuert sind, um sich durchzusetzen (zum Beweis werden dann noch Studie A, B und C angeführt – wobei, nee, eigentlich immer nur eine Studie oder ein Interview mit einer Außenseiter-Meinung); und dann darf natürlich auch nicht fehlen, dass unser Staat korrupt, die Regierung verblendet und sowieso doch eigentlich die Männer die Opfer der deutschen Gegenwartspolitik sind. Nie kann mal eine Diskussion über mehr als drei, vier Postings hinweg, beim Thema bleiben – deswegen bewegt sich dann alles immer nur noch auf der Oberfläche.

    Mir macht es deswegen immer weniger Spaß, die Diskussionen zu verfolgen. Das liest sich alles, wie wenn mein Hund seinem eigenen Schwanz nachjagt, sich irgendwann beruhigt und sobald man ihm wieder seine Schwanzspitze vor die Nase hält, fängt er wieder an zu rennen. Irgendwie eintönig. Obwohl sogar der Hund noch lustiger ist als diese Diskussionen.

  49. Eine Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, bitteschön. Eine Außenseitermeinung dürfte das jedenfalls nicht sein.

    Und sorry, das nennt man wissenschaftliches Argumentieren, da spielen Tatsachen eine gewisse Rolle. Der Feminsmus mag sein, was er ist, in einem Land, in welchem Frauen überall besser dran sind als Männer, ist er jedenfalls eine Farce.

    Und ja, es ist nun mal so, dass Männer tatsächlich hierzulande mittlerweile überall der A… sind. Ähm, mal überlegen – ja, schaut so aus. Wo denn bitte nicht?

    Und wenn man dann mit dem Gymnasium (so man da hin durfte) fertig ist, darf man sich mit einer Staatsanwältin rumärgern, die einen in den Bau schicken möchte, weil man keinen Bock hat, Wehr- oder Ersatzdienst zu leisten, den selbige Staatsanwältin niemals zu leisten hatte.

    http://www.pz-news.de/Home/Nachrichten/Region/Nordschwarzwald/Gericht-laesst-erneut-Milde-walten_arid,28035_regid,1_puid,1_pageid,88.html

    Tut mir Leid, Juli. Wäre es andersrum, ich hätte Verständnis, wenn Frauen sich gegen solches Unrecht wehren.

  50. @Juli: Naja. Fredrik Vahle wird gelobt, weil sein Wirken dazu geführt haben soll, daß junge Frauen heutzutage so sind, wie es in der Brigitte-Studie zum Ausdruck kommt. Das ist doch schon ein ziemlich weites Feld, das so ziemlich die ganze Palette der Geschlechterproblematik abdeckt.

    Ich könnte ja auch sagen: Es ist immer das gleiche Spiel. An irgendeinem X-Beliebigen Thema wird immer wieder hochgezogen, daß Frauen immer noch benachteiligt sind, aber immer Selbstbewußter werden und die Männer bald überholt haben. Keine Auseinandersezung mit dem alten Feminismus.

    Dann könnte ich die Ganze Diskussion sein lassen und mein schlechtes Bild vom Feminismus behalten.

  51. Ich finde schon, Juli, dass Marks Zahlen hierherpassen. Erstaunliche Dinge treten da zutage. Wenn Anne Kaffeekanne auf ihrer Weltreise mit Hansi Heinemann darüber nicht stolpert, würde ich an ihrem Verstand zweifeln. Und dass niemand an ihrem Verstand zweifelt, darüber besteht ja Konsens.

  52. Die Diskussion ist ganz schön ausgeufert. Man könnte Tage damit verbringen, sie weiterzuführen. dazu habe ich keine Zeit. bitte nicht als nicht ernst nehmen verstehen – ich nehme eure Kommentare sehr ernst. Was die Schulstudie angeht: ich würde mir auch mehr Männer in den Grundschulen wünschen, aber man kann sie halt nicht zwingen. Wenn Grundschullehrer sein irgendwie „unmännlich“ ist, dann machen sie das halt nicht. Muss man halt überlegen, was man da machen kann. Was hilft denn eine Quote, wenn es keiner machen will??? Wie oben schon geschildert, wären die meisten der aufgezählten Probleme IMHO obsolet, gäbe es endlich ein anderes Schulsystem. Dass trotzdem daran gearbeitet werden muss, den Jungen wieder einen besseren „Ruf“ bei Lehrern zu verschaffen, will ich gar nicht ausschließen. Nur eines noch: nicht der Feminismus ist „Schuld“ an solchen Dingen – zumindest nicht „unserer“, der für Geschlechterdemokratie eintritt, der nicht gegen „die“ Männer ist. Klar ist das auch eine Art von „Männlichkeitskritik“, aber bitte informiert euch doch erst einmal, was das bedeutet: http://www.bpb.de/publikationen/6ZRPD5,0,0,Geschlechterdemokratie_als_M%E4nnlichkeitskritik.html (very lesenswert). Und Mark: Niemand hier kann etwas für deine Genderphobie, wirklich nicht. Niemand hier will, dass Jungen benachteiligt sind/werden. Ich wiederhole mich, wenn ich sage: du bellst den falschen Baum hoch. Ein letztes Wort: Dass dieses Land den Feminismus sehr wohl braucht zeigt diese Seite an vielen, vielen Stellen, unter anderem in dieser Diskussion.
    – ich bin draußen (aus derselben)

  53. (Achtung, Ironie!)

    Ja, schade. Nun hat sich Katrin leider ausgeklinkt. Was mich ja brennend interessieren würde: Wie würde es ihr wohl gefallen, wenn ich folgendes sagen würde:

    „..nicht der Maskulismus ist “Schuld” an solchen Dingen – zumindest nicht “unserer”, der für Geschlechterdemokratie eintritt, der nicht gegen “die” Frauen ist. Klar ist das auch eine Art von “Weiblichkeitskritik”, aber bitte informiert euch doch erst einmal, was das bedeutet:

    Geschlechterdemokratie als Weiblichkeitskritik beinhaltet weiterhin ein neues Leitbild von wirtschaftlichem Handeln, welches mehr auf Intelligenz, faire Kooperation und offene und friedliche Konfliktaustragung statt auf Neid und Mißgunst zwischen den Wirtschaftssubjekten abhebt und die Erhaltung der natürlichen Ressourcen für nachkommende Generationen als vordringlich sieht. Damit in Verbindung steht die Kritik an der Trennung zwischen Mensch und Natur sowie an der Trennung zwischen Körper und Geist, die konstitutiv für die weibliche Identität der Moderne ist.

    Aber nein, es geht wirklich nicht gegen die Frauen! Ihr könnt doch gar nichts dafür, daß ihr so seid wie ihr seid!

  54. P.S.: Also dieser Peter Döge übertrifft noch jede. Alles gute Menschen wird als „weiblich“ konnotiert, indem man einach behauptet, es sei weiblich konnotiert – die originär männliche Identität würde menschliche Regungen ablehnen. Warum das (und die gute Connell) bei uns in Deutschland so gehypt wird? Offenbar ist das so eine merkwürdige Form von Vergangenheitsbewältigung: Nicht alles an uns Deutschen ist schlecht – Unsrere Mütter sind gut.

  55. Nils: „Von Bedeutung ist dabei die Erkenntnis, dass Männlichkeit, die ein soziales Konstrukt darstellt, historisch und kulturell variabel sowie mit anderen sozialen Differenzierungsmustern wie Ethnie, Schicht und Alter verschränkt ist. Folglich existiert nicht eine homogene Männlichkeit, sondern es muss von einer Vielzahl unterschiedlicher Männlichkeiten ausgegangen werden“ widerspricht deiner Aussage, dass Männlichkeit generell was schlechtes sein soll in Döges Text. Er sagt halt, dass die sogenannte „hegemoniale Männlichkeit“ früher eben dominant war, also die Männlichkeit, bei der es um Macht und beruflichen Erfolg ging.

    Interessant weiter: „Fanden sich hier in den siebziger Jahren noch überwiegend traditionelle Vorstellungen hinsichtlich der Gestaltung des Geschlechterverhältnisses, sind nach der jüngst vorgelegten Männerstudie von Paul M. Zulehner und Rainer Volz rund ein Fünftel der bundesdeutschen Männer so genannte „neue Männer““ – es geht hier um Einstellungen von Männern, die in Studien festgehalten wurden. Weiter: „Ein Fünftel der Männer verhält sich jedoch nach wie vor traditionell, sieht den passenden Platz der Frauen im Heim und am Herd – eine Meinung, die allerdings auch rund ein Sechstel der befragten Frauen vertritt.“

    Also generell glaube ich, dass du, Nils, einem kleinen Missverständnis unterliegst: Wenn Döge von „Männlichkeit“ spricht, dann meint er halt nicht, die Eigenschaften „der“ Männer, sondern etwas, das Jahrzehnte lang als „männlich“ galt, eben Macht, beruflicher Erfolg und dazu im Abgrenzung das „Unmännliche“. Das ist einfach historisch bedingt, vielleicht ein unglücklicher, missverständlicher Begriff. Es soll nicht dein Geschlecht angreifen! Wenn man die Anti-feministische Brille absetzt, dann geht der Text doch gerade darum, dass „Männlichkeit“ weg vom alten hegemonialen Modell sollte und das von dir „Alles gute Menschen“ genannte nicht mehr als „unmännlich“ gelten soll.

    Somit kann ich weiter sagen: wenn „Weiblichkeit“, jetzt mal rein historisch gesehen, so konnotiert wäre, wie es „Männlichkeit“ eben sehr lange war (von beiden Geschlechtern wohlgemerkt), und dieses dann kritisiert würde, dann würde mir dein Statement oben nicht aufstoßen. Es geht doch eben nicht um die Gegenwart, es wird doch nicht damit gesagt, dass Frauen scheiße sind, sondern dass da eben in der traditionellen Variante ein paar Dinge suboptimal liefen.

    (Verdammt, du hast mich wieder gekriegt *g*)

  56. @Katrin

    Vorneweg eine kurze Zwischenfrage: Wie wäre es nach deiner Aufassung zu Bewerten, daß Condoleezza Rice den letzten Irakkrieg maßgeblich angezettelt hat? Verhielte sie sich dann „hegemonial männlich“?

  57. @Nils: ähem – ich fürchte, dass ich, wenn ich spontan mit „ja“ antworte – was ich mal tue – wahrscheinlich einige Fakten und Hintergründe zu der gesamten Thematik, in der ich kein Profi bin (also, Kriegsfragen und Internationale Politik), unterschlage. Deswegen ein „Ja“ unter Vorbehalt. Aber um das zu verallgemeinern: JA, auch Frauen können sich „hegemonial männlich“ verhalten und es gibt wohl genügend, die das tun.

  58. ich denke, dass viele Frauen in ihrem Eifer genau das getan haben: sie kopierten in ihrem Verhalten und Streben das der „Macht- und Erwerbs-Männer“ (nach Döge). Anders gesagt: sie verleugneten das eher „Weibliche“. Wobei es sich halt bei „männlich“ und „weiblich“ nach diesen Theorien um nichts anderes als soziale Konstrukte handelt – ergo kann man das auch beliebig austauschen und neu umdeuten. Ich könnt also auch hergehen und sagen: ich find „Männlichkeit“ total tutti, weil ich definier das nach Kriterien, die Döges „neuer Mann“ aufweist. Dann werde ich eben von der Feministin zur Maskulinistin. Oder nochmal anders: es kommt doch weniger auf’s Label an, als auf die damit verknüpften Definiense, also Inhalte, die das Label definieren. Deswegen finde ich es auch total nervig, dass hier immer auf dem Feminismus rumgehackt wird ungeachtet dessen, was dieser eigentlich will. Und das soll nun eigentlich wirklich mein Schlusswort in dieser Diskussion sein. Gefällt mir nämlich ganz gut als solches. :)

  59. @ Katrin

    „ich denke, dass viele Frauen in ihrem Eifer genau das getan haben: sie kopierten in ihrem Verhalten und Streben das der “Macht- und Erwerbs-Männer”“

    Da ist sie wieder, die Männer-sind-die-Norm-und-Frauen-nur-die-Kopie-Philosophie. (Wie in den benachbarten Texten der FAZ-Frauen Bettina Weiguny und Nadine Oberhuber.)

    Ich versuche doch nicht, einen Mann zu kopieren, wenn ich eine ehrgeizige und nach Macht strebende Frau bin. Es gibt tatsächlich ehrgeizige und nach Macht strebende Frauen, ganz unabhängig von der Tatsache, dass es ebensolche, wenn auch zahlreichere Männer gibt.

    Wenn das Ergebnis meines Macht- und Erfolgsstrebens als Frau dann dem eines mächtigen und erfolgreichen Mannes ähnelt, dann mag das (sogar sehr häufig) so sein – das heißt aber nicht, dass die Herstellung einer Alphamännchen-Kopie dabei die zentrale Motivation einer oben angekommenen Frau war!

    Oder würdest Du beispielsweise einen Hausmann in Analogie zu Deinem Zitat oben dafür kritisieren, dass er „in seinem Eifer genau das getan hat: er kopiert in seinem Verhalten und Streben das der ‚Heimchen-am-Herd‘-Mütter“?

    Ich finde, man tut Menschen in ihrer Individualität unrecht, wenn man ganze Gruppen von ihnen als Kopie von Vertretern des jeweils anderen Geschlechts bezeichnet.

  60. Natürlich kann man das auch austauschen und beliebig umdeuten. Aber leider sind die Labels mit biologischen Äußerlichkeiten verknüpft, und von daher ist es, gelinde gesagt fragwürdig eine Frau, die sich – sagen wir mal: Unethisch – verhält mit dem Label „sich männlich verhaltende Frau“ zu versehen.

    Es werden sich leider immer alle einig sein, daß ein biologischer Mann sich eher „männlich“ verhält, und sein Verhalten wird dann auch dementsprechend bewertet.

    Meine Kritik an Döge ist, daß er die Labels zusätzlich mit Inhalten füllt, indem er die Utopie einer gerechten und nachhaltigen Gesellschaft an das Attribut „weiblich“ knüpft. Er spricht zwar von „weiblich konnotierten Eigenschaften“, erweitert aber die Konnotation ganz erheblich.

    Hat sich z.B. Magda Goebbels etwa irgendwie „unweiblich konnotiert“ verhalten? Klar, man kann natürlich „antifaschistisch“ auch noch mit „weiblichkeit“ konnotieren. So erklärt man die ganze Welt mit den Geschlechterrollen und ist immer auf der Seite der guten Menschen.

  61. Ja, Nils, Deinen Aspekt hatte ich ganz übersehen.

    Die Männer-sind-die-Norm-und-Frauen-nur-die-Kopie-Philosophie hat natürlich zwei Seiten: Aus Katrins Sicht kopieren Frauen wie Condoleezza Rice eine negativ männliche Norm, aus Sicht der FAZ-Autorinnen verkörpern Frauen wie Augusta Ada Lovelace eine positiv männliche Norm.

    In jedem Fall rennen Frauen der männlichen Norm hinterher. In dieser Sichtweise.

  62. @Schnatterinchen: Ich finde ja eher, daß Peter Döge das „weibliche“ zur Norm macht (Er nennt es das „weiblich konnotierte“, daß angeblich zu einer nachhaltigeren Welt führen soll)

    Aber es ist mir eigentlich egal wierum. Das Problem ist in meinen Augen, daß immer mehr – und nicht weniger – Bedeutungen an „männlich“ und „weiblich“ rangehängt werden.

  63. Oder würdest Du beispielsweise einen Hausmann in Analogie zu Deinem Zitat oben dafür kritisieren, dass er “in seinem Eifer genau das getan hat: er kopiert in seinem Verhalten und Streben das der ‘Heimchen-am-Herd’-Mütter”?

    Köstlich! Ich denke, wir meinen ungefähr das Gleiche.

  64. „Aber es ist mir eigentlich egal wierum. Das Problem ist in meinen Augen, daß immer mehr – und nicht weniger – Bedeutungen an “männlich” und “weiblich” rangehängt werden.“ Das stimmt schon. und die Kopierphilosophie vertrete ich nicht, nein. Ich sage nur, dass einige Frauen es so gemacht haben, ich sage nicht, dass alle Frauen, die nach Macht und Erfolg streben, das von den Männern abguckten. letztendlich muss halt jedeR sein Leben (er-)füllen, es geht halt darum, aufgrund von Normen, denen man hinterherrennt, innere Wünsche und Interessen zu unterdrücken, weil andere für einen definieren, dass das dem Geschlecht, dem man angehört, nicht zusteht oder nicht angemessen ist.

  65. @ Katrin

    „es geht halt darum, nicht aufgrund von Normen, denen man hinterherrennt, innere Wünsche und Interessen zu unterdrücken, weil andere für einen definieren, dass das dem Geschlecht, dem man angehört, nicht zusteht oder nicht angemessen ist.“

    *unterschreib*

  66. Hätte Döge geschrieben „unmännlich konnotiert“ anstatt „weiblich konnotiert“, dann hätte mein Muttermythos-Detektor ja nicht ganz so stark ausgeschlagen.

    Wir sind uns ja offenbar darüber einig, daß das positve konnotieren von „Weiblichkeit“ gleichzeitig das Aufstellen einer Norm von „weiblichkeit“ beinhaltet.

  67. Ich finde die Erwähnung von „inneren Wünsche und Interessen“ bei Katrin gut. Weil das total unsoziologische Begriffe sind, wenn mich nicht alles täuscht. Dafür sind sie umso mehr im Real life, also in jedem von uns, verwurzelt.

    Meine sehr unwissenschaftliche Überzeugung ist, dass jemand, der mit aller Gewalt versucht, gegen seine „inneren Wünsche und Interessen“ zu leben, im harmlosesten Falle permanent übellaunig, im schlimmsten Falle krank wird.

  68. @ Katrin
    eigentlich wollte ich dich nur mal kurz loben wegen deinem Kommentar uaf Fredrik Vahle. Dem ist eigentlich auch nichts weiter hinzuzufügen. Meine Kinder hören den natürlich auch.

    @ alle: nachdem ich mich durch das erste viertel oder fünftel der kommentare durchgewühlt habe musste ich den rest einfach überspringen, sonst wäre ich wohl eher durchgedreht als dass ich katrin hätte gratulieren können. wie kann man nur soviel stuss schreiben wenn es um FV geht? wenn es mehr von der sorte gäbe bräuchte keiner den hindokusch und anderswo zu verteidigen sondern dann könnten die menschen auch dort in frieden leben und glückliche kinder haben.

    gute nacht jetzt und gruss,
    bernd

  69. @Katrin ein spätes Kompliment für die ernsthafte und nicht an der Oberfläche verbleibende Zusammenfassung vom 30.3.!

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