Bürokratieabbau in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit: Im kommenden Jahr sollen die Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ), der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) und die Gesellschaft für Internationale Weiterbildung und Entwicklung (Inwent) in der neu zu gründenden Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) aufgehen. Werden die Pläne nach den Wünschen des Bundesministeriums für Entwicklung unter Leitung von Dirk Niebel umgesetzt, wird der siebenköpfige Vorstand von GIZ nur aus Männern bestehen, berichtet die Berliner Zeitung heute.
Massive Kritik an diesem Vorhaben erntet Niebel nicht nur von der Opposition, sondern auch von den Mitarbeiter_innen der Entwicklungsorganisationen:
Mit Unterschriftenaktionen und Briefen protestieren Mitarbeiter gegen die Pläne. „Wir machen uns weltweit zum Gespött“, sagte ein GTZ-Mitarbeiter der Berliner Zeitung. Weltweit werde die deutsche Entwicklungshilfe für ihre frauenfördernden Projekte ausgezeichnet. „Nur wir selbst folgen dem Beispiel nicht.“
Weiterhin sollen auch auf der mittleren Führungsebene Posten wegfallen. Auch die, die derzeit von Frauen besetzt sind.

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