Gerade erreicht uns ein Aufruf zur Unterstützung des Autonomen Frauenreferats der Universität Gießen (pdf), welches massiv in seinem Stimmrecht und damit in seinem Mitspracherecht beschnitten werden soll. In dem Aufruf heisst es:
Hintergrund ist das Vorhaben des Studierendenparlaments der Justus-Liebig-Universität Gießen, sich eine neue Satzung zu geben – in dieser sollen die autonomen Referate zwar erwähnt werden, aber ihr Stimmrecht soll gravierend eingeschränkt werden. Bisher durften die Referentinnen (für das autonome Frauenreferat sind derzeit drei Referentinnen aktiv) noch mit einer Stimme pro Person an Abstimmungen des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) teilnehmen, nun soll sich jedes Referat mit einer Stimme begnügen. (…)
Daher ruft das autonome Frauenreferat der JLU Gießen zur Unterstützung auf: „Wir wollen uns nicht geschlagen geben und auf ein Wunder hoffen, wir brauchen Menschen, die zur Sitzung am 11.02. kommen, wir brauchen Presse, die vor Ort und/oder breit darüber berichtet, wir brauchen euch für alles, was euch zur Unterstützung einfällt. Denn wir wollen keine Unterdrückung mehr für Frauen, die sich selbst vertreten wollen!“ so Karoline Klamp-Gretschel, autonome Frauenreferentin im AStA der JLU. (…)
Der Autonome Frauenrat macht darauf aufmerksam, dass die Beschneidung des Stimmrechts nur der „erste Schritt auf dem Weg zur Abschaffung der autonomen Referate“ sei. Neben dem Frauenreferat zählen dazu auch das Schwulenreferat und das Referat für behinderte und chronisch kranke Studierende. „Die weitere Marginalisierung dieser Gruppen wäre ein Skandal und muss verhindert werden“ so Sarah Rögl, AStA-Frauenreferentin seit 2007.

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