Einträge mit dem Tag ‘Saudi-Arabien’


Humor und Insiderwissen für die Integrationsdebatte

30. Mai 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 70 von 103 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

West-Östliche Diva

Wie heißt du?
Rasha Khayat

Seit wann bloggst du?
Bei meinem ersten langen Ägyptenaufenthalt 2009 habe ich mit einem klassischen Reiseblog für Freunde und Familie angefangen. Die West-Östliche Diva gibt es seit Januar 2011.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Mir ging schon lange auf die Nerven, wie selektiv, orientalistisch und teilweise auch einfach uninformiert die klassischen Medien über interkulturelle Themen, Integrationsdebatte, nahöstliche Kultur, Gesellschaft und Politik berichteten. Neben meiner Arbeit als Übersetzerin habe ich auch für diverse Publikationen geschrieben, meist über Themen, die mit dem arabischen Kulturkreis und dem deutsch-arabischen/islamischen Austausch zu tun haben; aber ich hatte immer das Gefühl, dass die Themen, die mich wirklich interessieren, und vor allem der Ton, in dem ich schreiben wollte, nicht in den „klassischen“ Journalismus passten. Also schlug mir eine Freundin vor, ein Blog anzufangen. So war das.

Worüber schreibst du?
Politik, Gesellschaft, Kultur aus arabischen Ländern, immer aus meiner Perspektive als reinrassiges arabisch-deutsches Mischlingskind (heutzutage nennt man das Migrationshintergrund, aber ich mag das Wort nicht). Ich versuche, meinen kleinen Beitrag dazu zu leisten, eine schlimme, reaktionäre und verfahrene Debatte mit ein bisschen Humor und einschlägigem Insiderwissen aufzulockern.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Seit ich Facebook, MSN und Skype nutze, ist der Kontakt zu meiner Familie in Saudi-Arabien wieder viel enger geworden, darüber freue ich mich. Es ist eben leichter, mal eben ein paar Zeilen auf die FB-Wall zu schreiben, und sich so auf dem Laufenden zu halten, als die Zeit für lange Telefonate zu finden.

Wovon braucht das Internet mehr:
Für mich manchmal einen Aus-Knopf.

Frauen im Web sind…
immer noch unterrepräsentiert. Ich bin aber ganz guter Dinger, dass sich das in den nächsten Jahren auch noch ändert. Schließlich ist schon so viel in der Richtung passiert.

Deine tägliche Web-Lektüre:
Die gängigen Nachrichtenportale, Facebook, Perlentaucher. Aber unbedingt auch qantara.de, kicker.de (wird der BVB Meister? NA KLAR!!), das spitzenmäßige Webmagazin jadaliyya.com und nestgefluester.com, ein schickes Design-Blog.

Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.


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Frau wegen Autofahrens verhaftet – Kurz Notiert

26. Mai 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 105 von 152 der Serie Kurz notiert

Eine saudische Frau hat sich “erdreistet” Auto zu fahren, was in Saudi-Arabien immer noch verboten ist. Nachdem sie eine Facebook-Kampagne startete, die Frauen aufforderte, sich an einem bestimmten Tag selbst ans Steuer zu setzen, wurde sie verhaftet.

Die New York Times hat eine Serie über LGBT*-Jugendliche (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender) gestartet, die von ihrem “Coming Out” erzählen.

Französische Feministinnen protestieren gegen den grassierenden Sexismus im Land – und sind empört, dass sich so wenig geändert hat seit Simone de Beauvoir, berichtet der Freitag.

Ein kanadisches Paar zieht ihr Kind “gender-los” auf – welche Konsequenzen das haben könnte, wird im englischsprachigen Blog von Forbes diskutiert.

Vor 17 Jahren schrieb Ingeborg Stadelmann die „Hebammensprechstunde“. Inzwischen ist das Buch über eine halbe Million Mal gekauft worden. Im Magazin der Süddeutschen erklärt sie nun, welcher Druck auf Müttern heute lastet.

In einer US-amerikanischen Sendung wurde mit versteckter Kamera getestet, wie Menschen auf homophobe Kommentare reagieren, die in ihrem unmittelbaren Umfeld getätigt werden, z.B. wenn die Kellnerin das lesbische Paar und ihre Kinder öffentlich beschimpft. Die Ergebnisse sind zwar nicht repräsentativ, das Video allerdings sehenswert.


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Männergesundheit und andere “Frauensachen” – die Woche im Überblick

18. Mai 2011 von der Mädchenmannschaft

Die US-Außenministerin Hillary Clinton wurde auf einem Bild, das in der jüdisch-orthodoxen Zeitung Di Tzeitung veröffentlicht wurde, einfach weg retuschiert. Die Erklärung laut taz: ”[D]as Blatt aus Brooklyn druckt niemals Frauen ab, da ihre Abbildung die männliche Leserschaft sexuell zu verführen droht.”

Die Journalistin Pumza Fihlani wird demnächst heiraten und stößt als moderne Frau in Südafrika auf traditionelle Rollenbilder. Bei der BBC erzählt sie von ihrem Versuch, die inneren und äußeren Konflikte zu lösen.

Mit Quoten beschäftigt sich im Migazin Martin Hyun. Denn in den Führungsetagen geht es seit Jahren sowohl für Deutsche mit Migrationshintergrund, als auch für Frauen nicht voran.

Aus Karachi nach Berlin – die pakistanische Journalistin Hani Yousuf ist derzeit bei der Welt. Sie fragt sich, wo in Deutschland (etwa in der morgendlichen Redaktionskonferenz) eigentlich die Frauen seien und warum „westliche Frauen alle anderen Frauen nach ihren Standards” beurteilen.

Über Vergewaltigung als Kriegstaktik sprach Barbara Unmüßig aus Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung im Deutschlandradio Kultur.

Endlich! Das Video zum re:publica 2011-Panel „Guck mal wer da spricht“ ist online:

re:publica XI: Guck mal, wer da spricht from Philip Steffan on Vimeo.

Gleich vier Tage am Stück ist eine saudische Hausfrau in Jeddah unfallfrei Auto gefahren. Und hat damit die Debatte um das Fahrverbot für saudische Frauen noch einmal angeheizt, berichtet das Time Magazine. Auf Facebook sind unter dem Titel “I will drive starting June 17” inzwischen 3.000 Frauen und Unterstützer versammelt.

Männergesundheit ist Frauensache! Zumindest in Österreich. Dort startete kürzlich die Kampagne “Ich schau auf meinen Mann” target=”_blank”. Heteronormativ, sexistisch und ein Rollenbild, das an die 1950er erinnert, verpackt in ein schickes Design mit Schlüpfern. dieStandard.at vergibt gleich mal eine ihrer berühmten Zitronen für diesen Fehlversuch, Stereotype mit Stereotypen zu bekämpen.

Roseanne Barr, bekannt aus der gleichnamigen Sitcom der 1990er Jahre, schreibt in einem sehr persönlichen Text über ihre Rolle als feministische Ikone, über ihr Serien-Alter-Ego, die Fernsehbranche und den ganzen Rest.

Geht es nach dem Willen der Jugendorganisation von Südafrikas Regierungspartei, wird die Anti-Baby-Pille schon für Zwölfjährige ein Muss, berichtet die taz.

Die Ceiberweiber haben die unsägliche Debatte um die Vergewaltigungsvorwürfe gegen den IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn noch mal zusammengefasst und kritisch kommentiert.

Zum Schluss noch der Hinweis auf unsere Terminliste für Mai, die ihr gern in den Kommentaren weiter ergänzen könnt.


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Revolutionserklärung der Frauen Saudi-Arabiens

30. März 2011 von Verschiedenen

Dieser Text erschien zuerst auf dem Blog der Journalistin Mona Kareem. Ins Deutsche übersetzt haben ihn Sara Mously und Rasha H. Khayat.

Vier Frauen, zwei unverschleiert, eine mit Kopftuch, eine im Niqab, sie halten Plakate hoch: I want Equality – I want freedom – I want to Participate - I want to Speak

copyright: Manal Al-Hazzaa

Soziale Netze spielen eine immer größere Rolle, wenn es darum geht, ge­sell­schaft­liche Veränderungen anzustoßen. Über Twitter haben viele saudi-arabische Frauen unter dem Hashtag #SaudiWomenRevolution ihrem Wunsch nach sozialer Gerechtigkeit in ihrer Gesellschaft Ausdruck verliehen. Sie liefern Beispiele, er­zäh­len von der Ungerechtigkeit, der sie ausgesetzt sind.

Die Medien haben zwar über die Twitter-Diskussion berichtet, aber nichts dafür getan, die Sache selbst voranzutreiben. In der Hoffnung, Unterstützung für ihren Kampf gegen gesellschaftlich legitimierten Sexismus zu erhalten, haben sie eine Revolutions-Website auf Facebook eingerichtet. Die folgende Erklärung fasst die dort gesammelten Forderungen zusammen. Sie wird an Menschen­rechts­or­ga­ni­sationen und Medienvertreter gesendet.

Erstens – Frauen können ihre Rechte nicht wahrnehmen, solange nicht das System der männlichen Vormundschaft vollständig aus den Regeln und Gesetzen des saudi-arabischen Staates getilgt ist. Der männliche Vormund, der „Mahram“ kann der Vater, Bruder, Ehemann oder sogar der Sohn einer Frau sein. Er verfügt über vielerlei Rechte, mit denen er ihr Leben fast vollständig kontrollieren kann. Das Königreich Saudi-Arabien sicherte der UN-Menschenrechtsrat im Juni 2009 zu, die männliche Vormundschaft und staatlich legitimierten Sexismus zu beenden. Doch bisher blieben diese Versprechen unerfüllt.

Vor allem aus folgenden Gründen leiden saudi-arabische Frauen unter der männlichen Vormundschaft: (weiterlesen …)


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Karrierefrauen, Strickistinnen und Demonstrantinnen – Kurz Notiert

23. März 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 98 von 152 der Serie Kurz notiert

Laut SpiegelOnline ließ Lady Gaga einen Deal mit einer US-amerikanischen Super­marktkette platzen, weil das Unternehmen Politiker_innen unterstützt, die sich gegen die Rechte von Homosexuellen aussprechen.

In einem Artikel in der Welt vertritt die selbstständige Beraterin und ehemalige Direktorin für Regierungsbeziehungen bei der Microsoft Deutschland GmbH Anke Domscheit-Berg die These, dass “Frauenkarrieren” häufig an den antiquierten Rollenbildern von männlichen Vorgesetzten scheitern.

Eine Gruppe saudischer Frauen hatte vor einigen Wochen eine Initiative namens „Baladi“ (Mein Land) gegründet, um das Wahlrecht für Frauen in Saudia Arabien zu fordern. Der Vorstoß zum Frauenwahlrecht wurde allerdings geblockt, berichtet dieStandard.at.

Im Interview mit dem SZ Magazin zeigt sich Michelle Rodriguez als tough. Trotzdem kommt der Artikel nicht ohne Entwarnungsfloskeln wie „Persönlich hat Rodriguez nichts gegen Männer“ aus. Oder eine noch bessere Erklärung für den Umstand, als erwachsene Frau selbstbewusst und schlagfertig aufzutreten: „Vielleicht wird man so, wenn man eine harte Kindheit hatte wie sie“.

Mexiko und seine Abtreibungsgesetze: Jedes Jahr sterben in Mexiko Tausende von Frauen infolge von illegal und stümperhaft durchgeführten Abtreibungen, andere werden zu Haftstrafen verurteilt. Der Grund dafür sind zum einen die restriktiven Abtreibungsgesetze, zum anderen die hohe Zahl an ungewollten Schwangerschaften. Trotz des Verbotes haben 2006 über 800.000 Frauen abgetrieben, berichtet Jennifer Dresel für das Gunda Werner Institut.

Am 19. März gingen über 10.000 Menschen bei der Frauentagsdemonstration in Wien (Österreich) auf die Straße. DieStandard.at hat dazu eine Bilderstrecke und berichtet ebenfalls in Bildern über die ”KnitHerStory“-Aktion (wir berichteten). Sehr unerfreulich: Obwohl die Kunst noch bis zum 26. März genehmigt sind, seien die Mehrheit der Werke laut der beteiligten Künstlerinnen entfernt worden sein.

Morgen, am 24. März, wird eine Gruppe von Straßenprostituierten von der Ravensberger Straße in Dortmund vor das Dortmunder Rathaus zu ziehen, um dort gegen die Schließung des Straßenstriches zu demonstrieren.

Queer/feministische Termine für diesen Monat findet ihr in unserer Übersicht für März, die ihr gern in den Kommentaren weiter ergänzen dürft. Wir suchen übrigens für den kommenden Monat wieder queer/feministische Partys, Proteste, Lesungen, Filme, Aktionen… Veranstaltungshinweise könnt ihr über unser Kontaktformular an uns senden, auf unsere Facebook-Wall posten oder per Twitter an @grrrls_team schicken.

Zum Schluss noch ein Buchtipp:

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Die Bücher über den jeweiligen Link zu bestellen, unterstützt die Mädchenmannschaft.

libri Anja Nordmann (2011): “Alltäglicher Feminismus” jetzt bestellen


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Revolution in jedem Haus

10. März 2011 von Helga

Der folgende Artikel erschien in der letzten Woche in der Jungle World. Doch ausgerechnet am Dienstag, dem Internationalen Frauentag, ausgerechnet auf dem Tahrir-Platz, dem Zeichen der neuen Freiheit, kam es erneut zu einem Massen­übergriff. Die Demonstrantinnen wurden von über 200 Männern angegriffen und sexuell belästigt. Auch die im Artikel vorgestellte Bloggerin Fatma Emam hat bereits darüber geschrieben. Seit Dienstag gibt es bei Amnesty Inter­national auch eine Petition an Führer des Obersten Militärrats, endlich die Frauen an der Zukunft Ägyptens mitzubeteiligen.

Die Bloggerin Zeinobia war skeptisch. Noch am 19. Januar fragte sie auf egyptianchronicles.blogspot.com: »Wird der 25. Januar ein beachtenswerter Tag in unserer Geschichte werden?« Er wurde weit mehr als ein beachtenswerter Tag, inzwischen steht fest, dass der 25. Januar, der »Tag des Zorns«, als Beginn der ägyptischen Revolution in die Geschichte eingehen wird.

Die Geschichte des 25. Januar reicht fast 60 Jahre zurück. Im Jahr 1952 kämpfte die ägyptische Polizei in Ismailia gegen britische Truppen, das Gefecht trug wesentlich dazu bei, dass es ein halbes Jahr später zur Revolution und zur Abschaffung der Monarchie kam. Seitdem war der 25. Januar vor allem der »Tag der Polizei«. Doch vom Ansehen der Polizei ist kaum noch etwas übrig. Der Tod des jungen Ägypters Khaled Said, den zwei Polizisten erschlagen hatten, wurde zum Leitmotiv der geplanten Demonstration. »Wir sind alle Khaled Said« lautete das Motto eines Facebook-Events, zu dem sich Mitte Januar bereits 48 000 Menschen angemeldet hatten.

Ermutigt von den Erfolgen der tunesischen Demokratiebewegung ging die ägyptische Bevölkerung auf die Straße. Angetrieben wurden die Proteste auch von einem Video einer jungen Ägypterin. In einer knapp fünfminütigen selbstgedrehten Ansprache wandte sich Asmaa Mahfouz an ihre Mitmenschen und mahnte die Unterstützung des Protests an. Es gehe nicht um politische Rechte, sondern um etwas noch viel Fun­damentaleres: um Menschenrechte, die es endlich von der korrupten Regierung einzufordern gelte. Wer zu Hause bliebe, sei eine Schande für sich selbst und eine Schande für die Protestbewegung.

Für Fatma Emam ist der Kampf gegen die Diktatur auch ein Kampf der Ägypterinnen gegen das Patriarchat. Auf ihrem Blog »Brownie« beschrieb sie den Konflikt mit ihrer eigenen Familie, die ihre Teilnahme an den Demonstrationen zu verhindern suchte. Doch nicht einmal die Drohung, dass sie nicht wieder nach Haus zurückkehren dürfe, konnte sie aufhalten. Wie ihr erging es auch anderen Frauen, so dass sie schließlich schrieb: »Die Revolution findet nicht nur auf dem Tahrir-Platz statt, sie ist in jedem ägyptischen Haus.«
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Sarah Haskins, Uni, Toiletten, Twitter, Protest in Saudi Arabien, HipHop und Alltagssexismen

8. September 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 51 von 152 der Serie Kurz notiert

Sarah Haskins is back! Und schwanger! Über ihre Schwangerschaft berichtet sie auch im verlinkten Clip.

Der Tagesspiegel stellt ein Buch über die Pionierinnen an der Uni vor und berichtet darüber, wie mühsam Frauen sich den Zugang zur Hochschule erkämpfen mussten: “Die über 500 Seiten sind Aufarbeitung deutscher Wissenschaftsgeschichte, Kompendium, Nachschlagewerk für Forschung und Lehre.”

Die Zeit hat einen Artikel mit dem Titel “Die Methode Frau“: Eine Revolution kündigt sich an: Sie wird verändern, wie wir morgen Arbeit und Leben einrichten.

Toilettenschilder

Toilettenschilder

Toiletten – einer der letzten gender-segregierten Orte. HystericalMarissa hat eine beeindruckende Sammlung von Toilettenschildern (auch gesehen im Genderblog).

My Fault, I’m Female hat die besten Anekdoten zu Alltagssexismen: Diesmal über einen verwirrten Kunden in einem Elektronik-Geschäft.

Dass es bei Twitter auch um gesellschaftliche Veränderungen geht, beweist die abortion gang. Sie stellt die spannendsten pro-choice Twitterer_innen vor und erklärt, warum soziale Netzwerke für Aktivist_innen immer wichtiger werden.

Ihr Mann wurde ein Fernsehstar in Großbritannien, aus seiner Angetrauten, Gia Milinovich, wurde „Frau Brian Cox”. Im Guardian beschreibt sie ihr Leben zwischen verliebten Fans, ignoranten TV-Produzent_innen und der Waschküche als „unsichtbare Ehefrau. Ihr einziger Ausweg bisher: Endlich im Dschungelcamp mitspielen und ein Fitnessvideo drehen. Dann doch lieber Hosen waschen.

In Saudi-Arabien sollte es erstmal Kassierinnen an den Supermarktkassen der Firma Panda geben. Nach Protesten, Boykottdrohungen und Fatwas hat Panda seinen Vorstoß dann doch wieder abgebrochen, berichtet die ZEIT. Die Kassiererinnen hätten erstmals auch mit Familien gearbeitet – aufgrund der Geschlechtertrennung bleibt es aber weiter bei wenigen reinen Frauenläden.

Termine nach dem Sprung! (weiterlesen …)


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Frauen aus aller Welt, Definitionsmacht und die Verhütungsspritze

24. August 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 56 von 152 der Serie Kurz notiert

Insgesamt 16 Geheimdienste gibt es in den USA und seit kurzem das erste Mal eine Direktorin, berichtete dieStandard.at. Letitia Long führt nun die „National Geospatial-Intelligence Agency” (NGA), die es erst seit 1996 gibt und, wie der Name vermuten lässt, auf drei-dimensionale Landkarten spezialisiert ist.

In der Jungle World geht es in einem ausführlichen Dossier um Feminismus und Definitionsmacht. Statt Opfern einen Ausweg aufzuzeigen, werde ihnen eine neue Ideologie übergestülpt, die Sexismus als unüberwindbar ansieht, Frauen als überemotional hinstellt und Begriffe wie Gewalt entleert. Fazit: Letzlich sei Definitionsmacht frauenverachtend und anti-feministisch.

Auf Fotos werden saudische Frauen oft stereotyp dargestellt, deswegen fotografiert Madawi Balghunaim lieber selbst. Ihre Aufnahmen und die anderer saudi-arabischer Fotografinnen zeigt die BBC in einer Bildergalerie.

Auch die ZEIT stellt Frauen vor, die Klischees sprengen. Es geht um „die großen Damen der Autogeschichte”.

Speziell um Feministinnen ging es beim Observer. Sieben Aktivistinnen aus aller Welt erzählen, warum der Kampf für Gleichberechtigung noch nicht gewonnen ist und welche speziellen Probleme sie gerade angehen.

Vergangene Woche war die Latina Week of Action for Reproductive Justice, die die besondere Perspektive von Latinas auf Verhütung und Fortpflanzungsdebatten in den Vordergrund rückte. Akimbo stellte daher verschiedene lateinamerikanische Gruppen und ihre derzeitigen Aktivitäten vor.


Über Girls Can Blog die Mama Grizzlies, die sich gegen Sarah Palin wehren.

Wie bereits berichtet, wird in Münster an der Verhütungsspritze für den Mann gearbeitet. Sie hat es inzwischen in die letzte Phase der klinischen Prüfung geschafft. Bisherige Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Spritze sogar mehr Sicherheit bieten wird als die Pille. Die Testphase wird laut Ärztezeitung 2012 abgeschlossen werden.

In Indonesien gibt es nach heftigen Beschwerden über sexuelle Belästigungen nun spezielle Frauenwagons in Zügen, berichtet die BBC. Das zugrunde liegende Problem, der mangelnde Respekt vor Frauen, ist damit natürlich noch nicht gelöst, kritisieren Aktivist_innen.

Nach dem Klick dann noch die Termine (weiterlesen …)


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Saudi-Arabien: Anhebung des Mindestheiratsalters im Gespräch

28. April 2010 von Magda

Nachdem aktuell im Jemen ein Gesetzesentwurf diskutiert wird, das ein Mindestalter für Heiratende vorsieht und so Mädchen wie Elham Madhi al Assi vor dem Tod hätte bewahren können, regt sich nun auch Widerstand im Nachbarland Saudi-Arabien, in dem die Zwangsverheiratung von Kinderbräuten ebenfalls kein Einzelfall ist. Nachdem ein 12jähriges Mädchen die Scheidung von ihrem 80jährigen Mann erwirkte, werden nun Stimmen für die Einführung eines Mindestheiratsalters von mindestens 16 Jahren laut.

Das Mädchen wurde gegen ihren Willen dem Cousin des Vaters versprochen und die Ehe mit einer Mitgift von knapp 17.000 Euro beschlossen. Die Scheidung wird zwar nun nicht vor Gericht sondern privat verhandelt, erregte dennoch so viel Aufmerksamkeit, dass Mediziner_innen, Kinderpsycholog_innen, Sozialarbeiter_innen und Vertreter_innen des Islamischen Gesetzes den Vorschlag einer Einführung eines Mindestalters in den nächsten Monaten diskutieren werden.

Als eine religiös motivierte Rechtfertigung für die Verheiratung von Kindern dient seit jeher die Hochzeit des Propheten Mohammed mit einem 9jährigen Mädchen, obwohl sich auch einige saudische Kleriker gegen diese jahrhundertealte Tradition aussprechen: Im Januar bereits erklärte Scheich Abdullah al-Manie, dass die Zwangsheirat eines Mädchens vor mehr als 14 Jahrhunderten wohl kaum auch heute noch als Begründung ausreiche.

Menschenrechts-Beauftragte der Vereinten Nationen sind optimistisch, dass König Abdullah, seit 2005 König und Premierminister von Saudi-Arabien, der Verbesserung von Menschenrechten recht positiv gegenüber steht. Trotzalledem lässt eine Recherche zum Thema Frauenrechte in Saudi-Arabien noch wenig Platz zum Optimismus: Das Leben in Saudi-Arabien ist durch und durch geschlechtersegregiert, Frauen sind per Gesetz dazu angehalten, den ganzen Körper mit einer bodenlangen Abaya zu verhüllen, haben noch immer nicht das volle Wahlrecht, und machen nur 5% der bezahlten Arbeitskäfte aus.


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Interessantes aus dem WWW

27. Januar 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 17 von 152 der Serie Kurz notiert

Ein saudi-arabisches Mädchen wurde zu zwei Monaten Gefängnis und neunzig Peitschenhieben verurteilt, weil sie ein Handy mit in die Schule genommen hatte.

Deutschland aus US-amerikanischer Sicht:  Auf nytimes.com befasst man sich mit dem Hausfrauen/Mutter Ideal in Deutschland, welcher auf Grund des demographischen Wandels, neuen politischen Programmen und veränderten ökonomischen Anforderungen einem fundamentalen Wandel unterworfen wird.

Die Gewinner der Sexies 2009, dem Preis für sex-positiven Journalismus wurden jetzt bekannt gegeben. Hinter dem Preis steht das Ziel, den medialen Diskurs über Sexualität zu verbessern und die Öffentlichkeit frei von moralischem Ballast zu informieren.

In Berlin lädt das Gunda-Werner-Institut zur Buchpräsentation und Diskussion ein, das Thema lautet „Paradoxien und Perspektiven von Frauenrechten in der Globalisierung”. Neben der Autorin Christa Wichterich sind Gülay Çaglar von der Humboldt Uni und Jill Scherneck (Hertie School of Governance) dabei. Findet am Donnerstag, 28. Januar, von 19.00 bis 21.00 Uhr in der Heinrich-Böll-Stiftung (Beletage), Schumannstr.8, statt.

Im Interview mit Spiegel Online sagt Ingrid Martin-Zick, Chefin einer Plus-Size-Modellagentur: “Fakt ist, dass 60 Prozent der Frauen die Konfektionsgröße 40 plus tragen. Diese Klientel sollte bedient werden, indem mehr Models mit entsprechenden Größen gebucht werden. Eine Korrektur in Richtung Größe 38 und 40 würde bedeuten, dass man in den Medien gesunde Frauen sieht, die gut ausschauen.”

Einen ausführlichen Artikel widmet der Guardian einem Forschungsprojekt, das der Frage nachgeht, warum Männer Prostitution nutzen – inklusive downloadbarem Forschungsbericht.

Ebenfalls im Guardian gibt es einen Artikel über Warren Hern, der nach George Tiller‘s Mord der einzig verbliebene US-amerikanische Abtreibungsdoktor ist, der Spätabtreibungen durchführt.

Neues zum Thema “Mädchen und Mathe” auf spiegel.deGrundschülerinnen übernehmen negative Einstellungen von Lehrerinnen mit geringen Mathekenntnissen. Ob auch Lehrer Vorurteile weitergeben, konnte aufgrund der nur wenigen Grundschullehrer nicht überprüft werden.


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