Weltliteratur in drei Sätzen

„Fragen Sie Reich-Ranicki“ – so heißt eine Reihe der FAZ, die auch mal kontroverse Themen angeht, frei nach der Prämisse „Leser fragen, Marcel Reich-Ranicki erklärt die Weltliteratur.“ In der neuesten Ausgabe etwa die Frage Schreiben Männer besser als Frauen? und Reich-Ranicki antwortet kurz und knapp

Homer, Sophokles, Euripides, Horaz, Ovid, Vergil, Dante, Petrarca, Molière, Corneille, Racine, Shakespeare, Cervantes, Calderón, Voltaire, Goethe, Schiller, Balzac, Stendhal, Flaubert, Puschkin, Dostojewskij, Tolstoi, Proust, Brecht. Sie alle waren Männer. Genügt die Antwort?

Nein, uns genügt sie nicht. Auch Kommentator Norbert Lange hatte noch einige Namen anzufügen:

Sappho, Louise Labé, Catharina von Greiffenberg, Jane Austen, Emily Bronté, George Elliot, Annette von Droste-Hülshoff, H.D., Gertrud Stein, Virginia Woolf, Anna Achmatova, Marina Zwetaeva, Friedericke Mayröcker, Ingeborg Bachmann, Sylvia Plath, Helga M. Novak, Elke Erb, Elfriede Jelinek, Doris Lessing, Susan Sontag, Kathy Acker…

Und auch Cao Ky hatte ein paar Anmerkungen (die die weiteren Kommentatoren als belanglos bewerteten):

Herr Lange, Sie haben so recht! […] Ihre Liste kann um mehr als 100x um die erlaubten 1250 Zeichen per Antwort erweitert werden – und wenn diese Autorinnen manchem Leser unbekannt sein sollten, ist es sicher nicht ihr Fehler als Autorinnen von Weltrang: Murasaki Shikubo, Emily Dickinson, Ho Xuan Huong, Isabel Allende, Hildegard von Bingen, Duong Thu Huong, Aphra Behn, Nadine Gordimer, Hertha Mueller.

Karoline von Günderrode, Simone de Beauvoir, Caroline Auguste Fischer… Euch, liebe Leserinnen und Leser, fallen sicher auch noch ein paar Namen ein.

Dank an Sabine für den Hinweis.

45 Kommentare zu „Weltliteratur in drei Sätzen

  1. Warscheinlich könnte man jetzt auch im Endeffekt sehr viele männliche, erfolgreiche Schriftsteller mehr aufzählen als weibliche, aber das ist doch gar nicht der Punkt.
    Es gibt eine ganz einfache Begründung für diese Schieflage und die lautet nicht: ‚Frauen schreiben schlechter‘, sondern: Frauen war es die längste Zeit der Literaturgeschichte untersagt, sich schriftstellerisch zu betätigen. Nicht nur wurde ihnen bis ins 20. Jahrhundert hinein der Zugang zu höherer Schulbildung versagt, die meisten Verleger weigerten sich auch, ihr Material herauszugeben.
    Darüber sollte man vielleicht auch mal nachdenken, wenn man sich wundert warum man im Deutschunterricht nur Werke von Männern durchnimmt.

  2. da steht zweimal http://http:// im link. sollte nur einmal sein.

    RR ist natürlich ein easy target, er versucht ja nichtmal mit seiner verabscheuungswürdigkeit hinterm berg zu halten. (auch toll fand ich, wie er sich seine teilnahme bei du bist deutschland oder so herausreden wollte mit, naja da gabs ein fotoshooting, keine ahnung für was, bin ja schon alt, und da hab ich halt mitgemacht)

  3. @hn: Danke, ist korrigiert.

    @flawed: Wir lernen in der Schule nur europäische und US-amerikanische Geschichte, wir lernen fast nur Autoren aus diesen Kulturgebieten kennen, unser Fernsehen ist damit voll. Karoline von Günderrode kenne ich nur, weil wir uns im Deutschunterricht extra mit dem Thema „Warum gibt es so wenige bekannte Autorinnen?“ auseinandergesetzt haben. So ist das leider hier. Die gute Nachricht: Hier ist jede Menge Platz für „Welt“autorinnen. Z.B. Arundhati Roy.

  4. außerdem gibt es ja immerwieder das „gerücht“, dass homer eine frau gewesen ist und nur unter einem männername geschrieben hat….

  5. Wurde Marguerite Yourcenar schon genannt? Die erste Frau, die in die Academie francaise aufgenommen.

  6. Alice Munro, Margaret Atwood, Louise Erdrich, Toni Morrison, Christa Wolf, Anna Seghers, Iris Murdoch, Anne Enright, Irene Nemirovsky, Simone de Beauvoir, …

  7. la_steff: Moment! Soweit ich weiß, bezieht sich diese Vermutung nur auf den „Odyssee“-Homer. Es wird (nach meinem Wissensstand) für recht wahrscheinlich erachtet, dass die „Ilias“ lange vor der „Odyssee“ geschrieben wurde, und da habe ich noch nicht gehört, dass man davon ausgeht, dass sie von einer Frau verfasst wurde. (Über anderslautende Links wird sich gefreut.)

  8. @Kreske: genau. Das wollte ich auch sagen, und das ist meiner Meinung nach DAS Argument. Und ich möchte auch nur einmal erleben, dass ein Mann sich diesem Argument anschließt. Bis jetzt habe ich nur abwehrende Blicke darauf geerntet, und dann wird abgelenkt.

  9. @Kreske: Was du schreibst klingt ziemlich einleuchtend. Mit anderen Worten, ich stimme dem Argument zu.

  10. What Kreske said. Am Rande – Susan Sontag etc. in allen Ehren, aber so eine Liste ist doch eher dazu angetan, das Argument des Autors der ersten Liste zu bestätigen… Charlotte Roche vielleicht auch noch?

  11. @jj: Warum nicht? Das Buch war unterhaltsam, gut geschrieben und hat eine große Diskussion entfacht, die auch in andere Länder überschwappte. Vielleicht ist es in 100 Jahren Schullektüre, als Beispiel der kritischen Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen…

    Und dann Susan Sontag etc in allen Ehren, ABER?

  12. @Kreske: Es gibt natürlich noch weitere Gründe, warum es nur wenig bekannte Schriftstellerinnen gibt (Schreiben unter Pseudyonym, Unterschlagung ihrer Autorinnenschaft…), außerdem kann man auch hier ganz klar sehen, dass es wieder sehr oft reiche oder bürgerliche Menschen sind, die überhaupt die Möglichkeit hatten, zu schreiben.

    Deswegen finde ich es umso besser, wenn hier jede_r viele Autorinnen (aus aller Welt) postet, damit wir alle unseren Horizont auch mal ein bißchen erweitern.

  13. Helga,

    „Vielleicht ist es in 100 Jahren Schullektüre, als Beispiel der kritischen Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen…“

    Klar, und Scooter wird in 100 Jahren als der zweite Mozart betrachtet. Nicht falsch verstehen, das Buch war nicht schlecht, halt eigen, aber nicht schlecht. Aber Faust ist es nicht. Und was man zum Thema Geschlechterrollen aus dem Faust lesen kann, nimmt es mit Charlotte ohne zweifel auf. Wenn Du mich zwingen würdest mich festzulegen, würde ich wohl sagen, daß ich denke, daß männliche Genialität abstrakter und weibliche Genialität konkreter ist: Das Problem ist dann halt, daß etwas abstraktes länger haltbar ist und vielseitiger verwendbar, was das Spielfeld (zusätzlich zu allem anderen) zugunsten von Männern gedreht hat. Aber an der Tatsache ändert diese Erkenntnis ja nichts.

  14. zwetajewa, ulizkaja, daschkowa, powalisz, reimann, brik, teffi, wituchnowskaja, sumnina, grigorjewa, donzowa, deneschkina, achmadulina, aliger, anstej, die gippius, petruschewskaja.

  15. wo ihr das so sagt… mir fällt auf, dass meine lieblingsbücher von frauen sind
    Isabel Allende, Waris Dirie, Diana Gabaldon… die letzten beiden nicht die populärsten Autorinnen
    aber es gibt doch so viele talentierte Frauen
    es gibt keine Argumente dagegen dass Frauen wie Männer großartige Werke schreiben können und dies schon zu großer Zahl geatn haben
    es kann jedoch sein, dass es für viele Frauen in der Vergangenheit schwerer war als für Männer dies zu tun, weil sie entweder nie schreiben gelernt haben oder nicht die Möglcihkeit bekamen
    nicht wenige schrieben ja auch unter pseudonymen

  16. J.K. Rowling hat doch auch ihren Namen abkürzen müssen, weil der Verlag dachte Jungs lesen keine Bücher von Frauen.

    Wenn der Mensch so wenig Ahnung von Literatur hat, wieso redet der dann so viel darüber?

  17. weil irgengein depp ihn immer wieder dafür bezahlt.

    mir sind beim durchlesen allein schon sooooo viele autorinnen eingefallen, ich fang erst gar nicht damit an, sie aufzuzählen.

    nur kurz: wer emily broné sagt, muß zumindest auch charlotte bronté sagen ;-)
    wie könnte man diese herrlich stursinnige jane eyre vergessen?

  18. …und mary shelley mußte ihren frankenstein auch ewig unter nem männernamen verlegen lassen. ach, auch hierfür gibts so viele beispiele!

  19. das ist ja nun leider nicht das erste mal, dass sich reich-ranicki als frauenfeindlicher ignorant outet. außerdem ist seine argumentationsweise, das aufzählen männlicher autoren als beleg für geschlechtsspezifische schreibfähigkeiten, einfach dümmlich. schade, eigentlich finde ich ihn manchmal ganz witzig.

    im übrigen jj,

    „Wenn Du mich zwingen würdest mich festzulegen, würde ich wohl sagen, daß ich denke, daß männliche Genialität abstrakter und weibliche Genialität konkreter ist“

    1. niemand zwingt dich. 2. häh?

  20. Judith,

    Genie und Wahnsinn – ich denke, daß Themenwahl und Behandlung durchaus eine geschlechtlich spezifische Komponente haben. Wäre in der Tat mal ein interessanter Test – bei angenommenen gleichverteiltem Schreibtalent (wobei man ja normalerweise Frauen da mehr Talent zuspricht) zu sehen ob die Behandlung geschlechterspezifisch unterschiedlich abstrakt erfolgt. Ich würde davon ausgehen. Aber ich mag mich auch irren.

    Ansonsten könnte es natürlich so sein wie bei den Nageldesignern und Köchen – Männer sind nicht im Durchschnitt besser, vielleicht sogar schlechter, aber diejenigen, die das machen haben mehr Ehrgeiz und mehr Anreize richtig gut zu werden. Wie die Maedchenmannschaft ja schon mal im Hinblick auf Bands diskutiert hat: Jungs machen Zeug, um erfolgreich zu sein, und Sex zu bekommen. Erfolg bei Frauen ist für Männer aber eben nicht so ein wichtiges Kriterium wie z.B. Aussehen und Intelligenz.

  21. Christine de Pizan, Margaret Atwood, Fay Weldon, Alice Walker, Gloria Anzaldúa, …

    Die Aussage von Reich-Ranicki ist eine Folge, der traditionellen Unsichtbarmachung bzw. vielfachen Ausblendung von Frauen in der Literatur (und in vielen anderen öffentlichen Bereichen).
    Dass muss offensichtlich immer wieder neu bewusst gemacht werden, auch Frauen.

    Und zum „Weltliteratur erklären“ sollten sie sich hier jemand anderen suchen …

  22. Marlen Haushofer, Gioconda Belli, Astrid Lindgren, Bettina von Arnim, Mary Shelley, Teresea de la Parra….

  23. George Sand, Zeruya Shalev, Marie Luise Kaschnitz, Kate Chopin, Maria Barbal, Mercè Rodoreda…ach, das liesse sich ewig fortsetzen….

  24. Ich denke da an:
    Helene Weigel
    Bei Heiner Müller denke ich an:
    Inge Müller

    Die LIteraturwissenschaftlerin Susanne Kord konnte für die das 17. Jahrhundert zeigen, dass viele Frauen, die geschrieben haben (unter anderem auch viele Dramatikerinnen unter ihnen), nur unter einem männlichen Pseudonym oder sogar annonym veröffentlichen konnten. Und wenn sie veröffentlichen konnten, dann war das dann auch die Ausnahme! Es gab immer schreibende Frauen und Männer, die Fragen lauten: wer konnte wie und warum veröffentlichen, welche Themen und Darstellungsformen gelten als Norm und welche Themen und Formen der Darstellung gelten als „trivial“ oder „kitschig“.
    Die Geschlechterfrage in der Literaturgeschichte ist eine Frage der Kanonisierung und weiteren Wertungshandlungen.

    An der unqualifizierten Äußerung von Ranicki sehen wir wunderbar demonstriert, wie wir uns das für die letzten 1ooo Jahre vorstellen mögen, da wird gar nich lange gefackelt, Frauen schreiben schlechter, Punkt.

    Und die Literatursendung von Heidereich war ja schließlich seiner Ansicht nach auch nur was für Frauen (Viele ihrer Gäste waren allerdings männlich, z.B. Herr Peymann oder Joschka Fischer, komisch)!
    Und deshalb mache ich jetzt hier Werbung für die regelmäßig erscheinende Bücher-Kolumne zum Angucken von Elke Heidenreich:
    http://litcolony.de/littv

    Es grüßt
    Antje

  25. ich habe ja schon im mädchenblog gemoppert, aber ich sage es euch auch ganz direkt: mit der methode ist kein blumentopf zu gewinnen, damit ist ranicki nicht zu widerlegen. würde man alle als kanon geltenden relevanten schriftstellerINNen aufführen, die in den letzten 3000 jahren was fabriziert haben – am ende wäre die liste der männer selbstverständlich viel länger. gründe dafür gibt’s genug, die muss mensch aber nicht, wie ranicki ist zumindest nahelegt, in der natur der frau suchen, da reicht virginia woolf lesen:

    http://ebooks.adelaide.edu.au/w/woolf/virginia/w91r/

  26. @bigmouth: Hier will niemand einen Blumentopf gewinnen. Ich will extra keinen einzigen Schriftsteller hier genannt sehen, es ist kein Schwanzvergleich! Denn: Eva hat völlig recht, wenn sie sagt
    „Die Aussage von Reich-Ranicki ist eine Folge, der traditionellen Unsichtbarmachung bzw. vielfachen Ausblendung von Frauen in der Literatur (und in vielen anderen öffentlichen Bereichen).
    Dass muss offensichtlich immer wieder neu bewusst gemacht werden, auch Frauen.“

    Deswegen ist es eben umso wichtiger, die Schriftstellerinnen aus der Unsichtbarkeit zu holen und das alleine ist das Thema hier.

  27. @Antje: „Es gab immer schreibende Frauen und Männer, die Fragen lauten: wer konnte wie und warum veröffentlichen, welche Themen und Darstellungsformen gelten als Norm und welche Themen und Formen der Darstellung gelten als “trivial” oder “kitschig”.“

    Schön ausgedrückt.

  28. nee, es ist eben (ähnlich wie in der philosophie) nicht nur eine folge von unsichtbar-machen, sondern auch (evt viel mehr)ne schlichte abbildung der tatsache, wie viel weniger frauen als männer vor dem 20. jahrhundert durch geasellschaftliche in der lage waren, als autorinnen tätig zu sein. schön und gut, vergessene frauen aus der geschichte bekannter zu machen – aber diese simple tatsache sollte frau anerkennen

    und ranicki hat teilweise halt recht: es gibt keinen weiblichen homer, keine frau, die eine ähnliche stellung in geschichte und kanon der literatur hätte

  29. Mir fallen gerade keine schwarzafrikansiche Autoren aus der Zeit vor 1900 ein. Heißt das jetzt das Afrikaner nicht in Lage sind Weltliteratur zu schreiben?

  30. Also mich ärgert das Missverständnis:
    Ranicki wurde gefragt, ob Männer besser schreiben als Frauen.

    Ja, es gibt keinen weiblichen Homer, Goethe, Shakespeare. ABER darum geht es in der Frage genau genommen nicht und erst recht nicht in der Antwort von Ranicki. Dort sagt er implizit, dass Frauen schlechter schreiben als Männer.
    Es geht eigentlich nicht um die Frage nach der tasächlichen Stellung in Literaturgeschichten.

    Qua Natur zu blöd zum Dichten, oder was?

    Brech.(t)

    Es grüßt
    Antje

  31. Anna Achmatova, Marina Tsvetajeva, Mary Elizabeth Braddon, Fanny Burney, Banana Yoshimoto, Lillian Lee, Ayn Rand, Virginia Woolf, Caryl Churchill

  32. Ich würde Herrn Ranicki gern die aktuelle „Big Players“ Karte der „Missy“ zukommen lassen. Das sind Sammelkarten der Zeitschrift, die kurzgefasst Feministinnen vorstellen.

    Diesmal handelt es sich dabei um Olympe de Gouges (diese wurde ja hier auch schon aufgezählt :) ) Sie konnte kaum schreiben und lesen und setzte sich für Frauenrechte ein.
    Ich frage mich warum ein scheinbar intelligenter Mann seine Popularität nicht nutzt bzw anscheinend nicht reflektiert genug sein kann um sie vllt auch mal für die Gleichstellung der Frau einzusetzen. Voraussetzung dafür ist natürlich ist das er diesen Missstand erstmal erkennt.
    Das Phänomen ist nicht neu, aber es ist doch immer wieder erstaunlich.
    Und noch eine Autorin für die Liste: Sibylle Berg.

  33. Weil wir grad bei M R-R dissen sind ;), hier noch zwei andere Gustostückerln von ihm:

    „Da Frauen also die Welt anders fühlen und anders erfassen, müssen sie auch anders als die Männer lesen, anders als sie die Literatur zur Kenntnis nehmen. Wenn aber Frauen anders lesen, dann versteht es sich von selbst, daß sie auch anders schreiben.“

    „In den Werken natürlich nicht aller, doch mit Sicherheit zahlreicher deutscher Autorinnen unseres Jahrhunderts dominiert […] das Unbewußte, das Irrationale. […] Nicht das Intellektuelle steht also im Vordergrund ihrer Bücher, sondern das Emotionale, das Gemüt. Und das Fundament ist meist die metaphysische Weltsicht […].“

    Zitiert aus: Marcel Reich-Ranicki (Hg.): Frauen dichten anders. 181 Gedichte mit Interpretationen. Frankfurt/Main: Insel Verlag, 1998, S. 20-24.

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