Einträge mit dem Tag ‘Frauenpreis’


Neue Runde beim Anne-Klein-Preis

20. August 2012 von Helga

Der erste Anne-Klein-Preis ging an Dr. Nivedita Prasad, jetzt geht’s in die zweite Runde des mit 10.000 Euro dotierten Preises der Heinrich-Böll-Stiftung. Prämiert werden

…herausragende Frauen, die sich mutig und hartnäckig für die Geschlechterdemokratie und gegen die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts oder der geschlechtlichen Identität einsetzen. Mit dem Preis gedenkt die Heinrich-Böll-Stiftung zugleich Anne Kleins (1950-2011), die sich als Frau, Rechtsanwältin und Politikerin dem Kampf für die Durchsetzung von Frauen- und Freiheitsrechten verschrieben hatte.“

Vorschlagen könnt Ihr Frauen noch bis zum 22. September. Die Preisverleihung ist dann am 1. März 2013 in Berlin.

Wenn es auch in deiner Region einen Preis gibt, mit dem Künstlerinnen oder engagierte Frauen ausgezeichnet werden, kannst du uns unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid geben.


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Künstlerinnen gesucht

11. Juli 2012 von Helga

Noch bis zum 24. Juli läuft in Nordrhein-Westfalen die Ausschreibung für den Künstlerinnenpreis 2012. Gesucht sind dieses Jahr zwei Künstlerinnen der Freien Szene der Darstellenden Künste, die entweder in Nordrhein-Westfalen geboren sind, dort leben oder arbeiten. Es besteht keine Altersbegrenzung. Der Preis wird vom Frauenkulturbüro NRW e.V. organisiert und seit 1996 jährlich in einer anderen Sparte verliehen. Er ist mit 5.000 Euro (Hauptpreis) bzw. 10.000 Euro (Förderpreis) dotiert. Die Preisverleihung wird dann im Herbst stattfinden.

Zur Ausschreibung (PDF) und dem Bewerbungsbogen (PDF).

Wenn es auch in deiner Region einen Preis gibt, mit dem Künstlerinnen oder engagierte Frauen ausgezeichnet werden, kannst du uns unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid geben.


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Alltagsrassismus, Regenbogeneinhörner und (leider) Gewalt gegen Frauen – kurz verlinkt

13. Juni 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 164 von 365 der Serie Kurz notiert

Konsequenzen aus der rassistischen NSU-Mordserie will das Bündnis gegen das Schweigen: Weniger Sicherheitsarchitektur und mehr offene Diskussionen über Rassismus in der Mitte der Gesellschaft. Unterschreiben!

In Russland sitzen Aktivistinnen von Pussy Riot immer noch in Haft – RAW hat Details von der Pressekonferenz auf deutsch.

Für eine Serie über die oft eindimensionalen Frauenfiguren in Videospielen hat Feminist Frequency gerade (viel) Geld gesammelt. Der Backlash ließ leider auch nicht lange auf sich warten: Um sie einzuschüchtern wurde etwa ihre Wikipedia-Seite verunstaltet und Screenshots davon wie Trophäen durchs Netz gereicht. The Border House fordert die Gaming-Community auf, sich von dem sexistischen Mob zu distanzieren und The Mary Sue listet die weiteren Vorfälle diesen Jahres auf.

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter kritisiert die geplante Neuregelung des Sorgerechts (PDF).

Über 1000 Geschichten von Vergewaltigungen und sexualisierter Gewalt sind bei der Aktion #ichhabnichtangezeigt inzwischen zusammengekommen. Nun fordern die Initiatorinnen Konsequenzen von den Ministerien für Familie und Frauen, dem Bildungsministerium, sowie dem Innen- und dem Justizministerium. Der Offene Brief kann mitgezeichnet werden.

Wie umgehen mit Menschenrechten und Geschlechtsidentität? Transgender Europe hat Best Practices (also vorbildlichen Praktiken) in Europa und darüber hinaus gesammelt.

In sechs Schritten zum 08/15-Frauenmagazin. Die Hannoversche Allgemeine hat eine sehr zahme, aber lustige Polemik über „Maxi“, „Tina“, „Joy“, „Bella“, „Elle“, „Donna“, „Lea“, „Lisa“, „Lena“ und „Laura“.

“Shit White Germans Say to Black Germans” – das Mem hat seinen Höhepunkt zwar schon überschritten, dieses Video ist allerdings noch mal einer:

Bei einer Demo in Kairo gegen sexualisierte Gewalt gab es… sexualisierte Gewalt gegen die Demonstrant_innen, berichtete msnbc.com.

Gibt’s leider noch nicht im Laden: die Konfettikanone im Regen­bogen­ein­horn­ge­wand. Mad Art Lab zeigt, wie mensch sie selber bastelt. (via Kotzendes Einhorn)

Mit der Neuzeit kommt der Sprecher eines republikanischen US-Abgeordneten an­scheinend nicht zurecht. Dass weibliche Abgeordnete tat­sächlich Politik machen, verstörte Jay Townsend – er bat auf Facebook, die aufmüpfigen Frauen mit Säure zu überschütten.

Und zum Schluss noch zwei Porträts: die Metal-Sängerin Agata Jarosz stellte dieStandard.at vor und wird bei den Olympischen Spielen in London die erste Athletin aus Qatar sein, so der Guardian.

Zu den Veranstaltungen: (mehr …)


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Applaus für… die Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative STAY!

12. März 2012 von Nadine
Dieser Text ist Teil 23 von 39 der Serie Applaus für

Die Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative war – wie die Mädchenmannschaft – für den Clara-Zetkin-Frauenpreis nominiert und hat die Auszeichnung verdient gewonnen. Wir gratulieren an dieser Stelle herzlich und freuen uns, dass ein Projekt mit dem Preis bedacht wurde, das unter anderem schwangeren Flüchtlingsfrauen ohne legalen Aufenthaltsstatus und ohne Pass Hilfe und Beratung anbietet. Zusammen mit einem Praxisverbund verschiedener Ärzt_innen in und um Düsseldorf kümmert sich STAY! um die Belange jener Frauen, die keinen Anspruch auf medizinische Versorgung haben, denn „keine Schwangerschaft ist illegal!“.

Am Rande der Legalität operierend, ist die autonome und parteiunabhängige Initiative mehr als andere auf private Spenden angewiesen. Bitte unterstützt, wenn ihr könnt. Mehr Infos zur Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative findet ihr auf der Homepage und auf Facebook.


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Nominiert für den Clara-Zetkin-Frauenpreis 2012

7. März 2012 von Maedchenmannschaft e.V.

Konfetti, mehrstimmiger Gesang und Jubelschrei: Mädchenmannschaft e.V. wurde für den Clara-Zetkin-Frauenpreis 2012 nominiert! Bereits zum zweiten Mal lobt DIE LINKE anlässlich des Internationalen Frauentages 2012 einen Preis aus, mit dem „herausragende Leistungen von Frauen in Gesellschaft und Politik gewürdigt werden“. Aus ca. 50 Bewerberinnen wurden wir neben acht weiteren grandiosen queeren, feministischen und frauenpolitischen Projekten nominiert und sind nun ganz schön aufgeregt: Am Samstag, dem 10. März 2012, werden wir in Berlin bei der Preisverleihung dabei sein. Drückt uns alle eure Glücksdaumen!

In der Ausschreibung heißt es

Die Verleihung eines Frauenpreises soll die Beachtung für das eigensinnige und uneigennützige Engagement von Frauen in der Öffentlichkeit erhöhen und ermutigen, die eigenen Fähigkeiten und Kräfte für eine gerechtere Gesellschaft einzusetzen. Ob als Nobelpreisträgerinnen oder Krankenschwestern, als Musikerinnen oder in prekären Jobs, ob in der Pflege, im Ehrenamt, im sozialen Umfeld – Frauen leisten Tag für Tag Großartiges für ein solidarisches, lebendiges und kreatives Gemeinwesen. Anerkennung und öffentliche Debatte dafür bleiben noch zu oft auf der Strecke. Der Clara-Zetkin-Preis wird auf diese Lücke verweisen und Anregung sein, mehr Erfolge in den Frauenkämpfen durchzusetzen.

Gleichzeitig geht es mit dem Clara-Zetkin-Preis auch darum, den Internationalen Frauentag, der immer mehr als politischer Tag in Vergessenheit gerät, ins öffentliche Bewusstsein zurückzuholen.

Neben Mädchenmannschaft e.V. sind noch folgende Projekte nominiert:


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Applaus für… Sharon Adler

7. März 2012 von Anna
Dieser Text ist Teil 22 von 39 der Serie Applaus für

Morgen wird der Berliner Frauenpreis verliehen. Preisträgerin ist in diesem Jahr Sharon Adler, Herausgeberin des online Magazins AVIVA-Berlin. Wir haben mit Sharon gesprochen und sie gefragt, was der Berliner Frauenpreis genau ist und warum sie ihn bekommt.

Bild von Sharon Adler

Sharon Adler
(Copyright: Aurélia Vartanian)

Sharon, du bekommst am 8. März den Berliner Frauenpreis. Herzlichen Glückwunsch! Was genau ist das für ein Preis?
Danke Dir!
Der Berliner Frauenpreis wird seit 1988 jährlich vergeben, laut Senatsverwaltung an „Berlinerinnen, die sich in herausragender Weise und mit überdurchschnittlichem Engagement für die Emanzipation der Geschlechter einsetzen.“
Über die Vergabe des Preises entschied eine Jury, der neben Staatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt die Sozialwissenschaftlerin und Leiterin der Amadeu-Antonio-Stiftung, Anetta Kahane, die Wissenschaftlerin vom Institut für Management der FU Berlin, Gertraude Krell, die Vorsitzende des Verbandes polnischer Unternehmerinnen e.V., Lucyna Krolikowska, und die Preisträgerin des Jahres 2011, Jutta Allmendinger, angehören.

Und warum bekommst du ihn?
Gern möchte ich an dieser Stelle auszugsweise meine Freundin Mo Asumang zitieren, die mich für den Preis vorgeschlagen hat und auch die Laudatio im Roten Rathaus halten wird:
„Sharon Adler setzt sich mit ihrer Arbeit seit mittlerweile mehr als zwölf Jahren unermüdlich und an beinahe 365 Tagen im Jahr für Emanzipation und gegen Sexismus, Antisemitismus, Rassismus, Diskriminierung aller Art und für universelle Menschenrechte ein. AVIVA-Berlin wurde von ihr allein am Küchentisch gegründet, allein aus ihrer Vision heraus, ein Online-Frauenmagazin zu etablieren, das es in dieser Form nicht gab und auch heute noch einzigartig ist“. Das vollständige Statement könnt ihr gern auf AVIVA-Berlin nachlesen.

Kannst du mir ein bisschen mehr über AVIVA erzählen? Worum geht es bei euch, wer liest euch?
Unsere LeserInnen sind so unterschiedlich wie unsere Themen und die AVIVEN. Kurz gesagt, geht es bei AVIVA um Politik, Jüdisches Leben, Literatur, Musik und Informationen, wie etwa Veranstaltungshinweise zu Seminaren, Kongressen, Tagungen etc. – immer von Frauen für Frauen mit Fokus auf frauen- und genderpolitische Entwicklungen. Themen, die in den Mainstream-Medien so nicht vorkommen und bestenfalls als Randthemen behandelt werden. Generell finden wir, dass Frauen und ihre Leistungen nicht ausreichend gewürdigt werden. Wenn sie vorkommen, dann als Glamour Girls oder mit dem Zeigefinger darauf, wie viele Frauen doch schon in der Politik zu finden sind und wir deswegen keine Quote brauchen…
AVIVA-Berlin ist bis heute ein verlagsunabhängiges Medium und immer noch lieben wir die Herausforderung, kontinuierlich Beiträge zu Themen und Inhalten ins Netz stellen, die unserer Meinung nach mehr Aufmerksamkeit und ihren Platz im Netz verdienen.

Welche Seiten liest du denn regelmäßig? Was möchtest du uns bzw unseren Leser_innen empfehlen?
Ich lese u.a. die Jüdische Allgemeine Wochenzeitung, FemBio Frauen-Biographieforschung, das Weblog des Journalistinnenbunds, und, ja, auch sehr gerne die Mädchenmannschaft.

Nochmal zurück zum Frauenpreis: Die Verleihung ist ja öffentlich. Was muss ich machen, wenn ich gerne kommen möchte?
Einfach hinkommen! Mensch braucht keine Einladung.
Am 8. März ab 18 Uhr geht es im Roten Rathaus los – erst wird Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, den Preis an mich überreichen, dann Mo Asumang die Laudatio halten. Die Musik kommt live von Sookee und Vivian Kanner. Und danach haben wir uns ein vegetarisches Buffet gewünscht – ich hoffe, wir sehen uns und feiern gemeinsam!


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Ingenieurinnen vor!

30. Januar 2012 von Helga

Bertha Benz, eine weiße Frau mit hellen Gewändern sitzt im Benz Patentwagen, zwei Männer schieben die Hinterräder. Ca. 1880. Mit ihren beiden Söhnen unternahm sie 1888 die erste Autoreise der Welt: Bertha Benz. Doch nicht nur Wagemut bewies sie damit, auch ihre technischen Fähigkeiten stellte sie während der Fahrt wiederholt unter Beweis. Mit Hutnadel und Strumpfband reparierte sie Pannen des Patent-Motor­wagens. Dessen Bedienung auch etwas komplizierter war, als die heutiger Autos.

Seit Juli 2009 gibt es inzwischen den nach ihr benannten „Bertha Benz-Preis“ – mit ihm zeichnet die Daimler und Benz Stiftung jährlich eine Ingenieurin aus, die ihre Promotion herausragend abgeschlossen hat. Auch in diesem Jahr können Universitäten und Forschungsinstitute wieder Kandidatinnen für den mit 10.000 Euro dotierten Preis vorschlagen. Bewerbungsschluss ist der 15. März.

Wenn es auch in deinem Forschungsgebiet einen Preis gibt, mit dem engagierte Frauen oder Gruppen ausgezeichnet werden, kannst du uns unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid geben.


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Engagement in Linz ehren

17. Januar 2012 von Helga

In Linz gibt es einen neuen Frauenpreis. Ab diesem Jahr wird der etwas bieder benannte „Frauenpreis der Stadt Linz“ feministischen und frauenpolitischen Projekten verliehen, um Engagement anzuerkennen und sie finanziell zu unterstützen.

Wer kann einreichen?
Der Preis richtet sich an Vereine, Non-Profit-Organisation, NGO`s und Projektinitiativen aus Linz oder Einzelpersonen, die durch Geburt, Wohnsitz oder ihr Schaffen in besonderer Weise der Stadt Linz verbunden sind.
Der Frauenpreis kann nicht an Gebietskörperschaften oder an politische Parteien verliehen werden.

Welches Projekt kann eingereicht werden?
Für die Auslobung kann pro Linzer Verein, Non-Profit-Organisation, NGO, Projektinitiative oder Einzelperson jeweils ein Projekt eingereicht werden, welches bereits realisiert wurde.

Der Preis ist mit 3.600 Euro dotiert. Weitere Informationen gibt es auf der Seite der Stadt Linz. Einsendeschluss ist der 10 Februar 2012.

(via queernews.at)

Wenn es auch in deiner Region einen Preis gibt, mit dem engagierte Frauen oder Gruppen ausgezeichnet werden, kannst du uns unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid geben.


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“Critical Crafting” und Hilfe bei Abtreibungen – kurz notiert

11. Januar 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 141 von 365 der Serie Kurz notiert

Nach 80 Jahren ändert das US-amerikanische Justizministerium endlich seine Definition von Vergewaltigungen, so CNN. Durch die Beschränkung auf gewalttätigen, heterosexuellen Vaginalverkehr wurden vergewaltigte Männer in der staatlichen Statistik nicht erfasst, genau wie Oral- und Analverkehr ausgeschlossen waren oder die Benutzung von Objekten (wir berichteten).

In Großbritannien soll die Unterhaltsbeihilfe bei Behinderungen durch „Persönliche Unabhängigkeitszahlungen“ ersetzt werden. Das klingt zunächst ganz gut, bedeutet aber leider nur die Kürzung der zur Verfügung stehenden Gelder und eine drastische Verschärfung der Kriterien. Außerdem sollen die Mobilitätsbeihilfen für Rollstuhlfahrer_innen und die Unterstützung für ständige Begleitungen gestrichen werden, so Diary of a Goldfish.

Mit selbstgemachten Dingen die Welt verändern – im Interview mit dieStandard.at erklärt Elke Gaugele, wie “Critical Crafting” funktioniert. Dazu gibt es auch ein schönes Video der Aktionsgruppe Kommando Agnes Richter:

Wie umgehen, wenn eine Freundin ungewollt schwanger wird und abtreiben will? Jezebel gibt Tips – etwa nicht anzunehmen, wie sie sich genau fühle, sondern nachzufragen und die Antworten anzunehmen. Klingt erstmal einfach, ist aber leider nicht selbstverständlich!

Vom Wiener Frauenpreis FemPower 2012 berichtet FM4. Damit werden innovative Technologieprojekte von Frauen geehrt.

Karriere als Chirurgin machen und Kinder bekommen? Das ist in Deutschland weiter fast unmöglich, berichtet die Ärztezeitung. Dabei ist der Anteil der Frauen unter den Medizinstudentinnen inzwischen bei 70 Prozent – für die Zukunft brauche es also neue Ansätze. Schade nur, dass die sich anscheinend ausschließlich an Mütter und nicht an Väter richten.

Zum 100. Internationalen Frauentag sammelte letztes Jahr die Plattform 20000frauen Forderungen von Frauen zur Gleichstellung. Diese können nun als Petition auf change.org unterzeichnet werden.

Die Wiesbadenerin Politikerin Brigitte Susanne Pöpel ist aus der FDP ausgetreten, berichtet hr-online. Die ehemalige Landeschefin der „Liberalen Frauen“ wirft der männerdominierten Fraktion dabei Frauen- und Familienfeindlichkeit, sowie Mobbing vor.

Für ganz Schnelle gibt es nach dem Klick noch vier Termine für heute Abend: (mehr …)


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Geld, Aussehen und (fehlende) Inklusion – die Blogschau

17. Dezember 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 143 von 295 der Serie Die Blogschau

Heute ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Sexarbeiter_innen. Über die Hintergründe berichtet menschenhandel heute.

In der Blogosphäre ging es diese Woche hoch her, *das* Thema war Lookism – die Abwertung von Menschen und besonders Frauen aufgrund ihres Aussehens. Den Anfang machte Unter der Glasglocke mit Vom Mobbing in der Schule zu Femininitäts”feindlichkeit” in linken/queeren/feministischen Zusammenhängen, Medienelite und ryuus hort kommentierten.

Die ARGE Dicke Weiber stellt weiter die Gastbloggerinnen beim Missy Magazine und plädiert, sich das Wort „Essstörung“ einmal ganz genau anzusehen. Apropos Sprache. Frauen werden beim generischen Maskulinum leider nicht mitgedacht und geschlechtergerechte Sprache ist sehr wohl verständlich und lesbar, so der Sprachlog.

Bücherlesestoff gesucht? L-Talk rezensiert „Schön! Stark! Frei! Wie Lesben in der Presse (nicht) dargestellt werden“ Fazit: In der Presse kommen Lesben leider nicht vor, der Kauf des Buches lohnt aber. Um Kinderbücher mit diversen Familienbildern und sexuellen Identitäten geht es bei den Fuckermothers. Kein Buch aber auf Papier: Die dritte Ausgabe von Outside the Box – Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik gibt’s zu kaufen. Das Thema: Gebären.

Inklusion im Schulsystem fällt mal wieder dem Sparzwang zum Opfer. Obwohl die UN-Konention dazu seit einigen Jahren auch in Deutschland gilt, weigern sich in Bayern die Ämter, zwei gehörlosen Mädchen Dolmetscher_innen zu bezahlen. Mehr dazu bei Die Welt mit den Augen sehen, die doch weiter bloggen wird, juchu.

Aus dem Hamsterrad „Uni, Arbeiten, Engagieren, Ziel: irgendwann ein vernünftiger Job“ berichtet Puzzlestücke. Trotz immer noch zuwenig Geld, bleibt dabei zunehmend die Freizeit auf der Strecke. Explizit auf die Abwertung von Menschen mit wenig materiellen Mitteln als Trash und „Unterschicht“ geht ClassMatters ein.

Thema Geld: Das braucht leider auch ihollaback, um im nächsten Jahr den alltäglichen Belästigungen weiter den Kampf anzusagen. Ganz neu ist dagegen das Blog TraumaReport, in dem es um das Leben nach traumatischen Erlebnisse geht.

Den Anne-Klein-Frauenpreis bekommt in diesem Jahr Dr. Nivedita Prasad für ihren Einsatz für Frauen- und Menschenrechte. Sie kämpft z.B. gegen moderne Sklaverei und Gewalt gegen Migrantinnen, so anders deutsch. Über die (sexistische) Berichterstattung um ihre Person macht sich die Geschäftsführerin der Piratenpartei, Marina Weisband, auf Marinas Lied Gedanken.

Im Herstory-Adventskalender von different needs ging es u.a. um Grace Jones. Über sein Austauschsemester bei einem schwulen Paar schrieb Armin Soyka.

Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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