Da fängt die Woche gleich noch mal so schön an. Nach dem bunten Personalkarussell der letzten Tage will der neue FDP-Generalsekretär das Elterngeld abschaffen. So berichtet Zeit online:
In seiner Rede beklagte Lindner einen „bürokratisch verholzten Wohlfahrtsstaat“, an den immer neue Forderungen gerichtet würden. „Liberale Mission“ sei es daher, diese „Ansprüche“ „zu disziplinieren“.
Familienministerin Kristina Schröder ist immerhin dagegen und argumentiert dabei spannenderweise mit Wahlfreiheit:
Lindners Vorschlag würde bedeuten, dass Eltern „gezwungen wären, aus finanziellen Gründen ihre zwei Monate alten Säuglinge in die Krippe zu geben. Verstehen die Liberalen das jetzt unter Freiheit?“, erklärte Schröder.
Was beiden vielleicht nicht ganz klar ist: Kinderbetreuung kostet Geld und das müssen Familien erstmal verdienen. Für Alleinerziehende und Familien mit geringem Einkommen bleibt dann wenig oder gar kein Geld zum Leben übrig. Und Paare mit höherem Einkommen haben meist, dem Ehegattensplitting sei Dank, vom Gehalt der Frau nicht viel über. Daran wird aber weiter nicht gerüttelt, die geplante „Herdprämie” soll ebenfalls nicht wieder abgeschafft werden. Fiele das Elterngeld nun weg, wären Kinder mehr als je zuvor ein Armutsrisiko.

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