Seit Anfang des Jahres arbeitet endlich UN Women für mehr Geschlechtergerechtigkeit und weniger Diskriminierung auf der Welt. Wie jetzt.de heute berichtet, kann die Behörde dabei am besten bei den UN-eigenen Einstellungsverfahren anfangen. Im Bewerbungsverfahren gibt es nämlich eine Reihe an Fragen, die sich explizit an Frauen richten und von denen viele z.B. in Deutschland eigentlich verboten sind.
Ist Ihre Periode regelmäßig? Ist sie schmerzhaft? Müssen Sie während der Periode im Bett bleiben? Und wenn ja, wie lange? Und: Wann hatten Sie denn zuletzt Ihre Tage?
Begründet wird das mit nebulöse Aussagen, man wolle seine Mitarbeiterinnen schützen, wenn es z.B. um Einsätze in Gebieten mit schlechter Infrastruktur geht oder Impfungen, die etwa für Schwangere nicht geeignet sind. Doch anstatt diese Bedenken im Einzelfall zu klären, werden alle damit gelöchert, auch wer sich für reine Schreibtischjobs in New York oder Wien bewirbt. Wie es mit dem Datenschutz aussieht, ist übrigens auch nicht geklärt. Mehr Geschlechtergerechtigkeit und weniger Diskriminierung im 21. Jahrhundert sehen jedenfalls anders aus.
(via twitter.com/NiniaLaGrande: ‚“Die Frage nach der Pille dient ausschließlich dem Schutz ungeborenen Lebens.“ WTF?‘)

Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.