Sex sells, dass weiß auch Charlotte Roche und bietet Bundespräsident Christian Wulff ihren Körper für den guten Zweck an. Im Spiegel verlangt sie als Gegenleistung, die staatsoberhauptliche Verweigerung des Atomvertrags. Setzt Wulff nämlich nicht seine Unterschrift unter den Gesetzesentwurf zur Verlängerung der AKW-Laufzeit, ist erst mal Schicht im Atomschacht.
Roche ist Attac-Mitglied und inzwischen auch in der Anti-Atom-Bewegung aktiv. Von den Globalisierungsgegnern war sie zu den Castor-Demonstrationen ins Wendland eingeladen worden und hatte dort an einer Kundgebung teilgenommen. ‚Es reicht nicht, einfach nur dagegen zu sein‘, sagte Roche. ‚Man muss das auch öffentlich zeigen – und die Leute im Wendland sehen, die betroffen sind.‘
Eine schöne Idee, zumal die Roche mit ähnlichen körperlichen Attributen punkten will wie Wulffs Ehefrau Bettina: „Ich habe auch Tattoos“. Roches ironische Charme-Offensive dürfte aber wahrscheinlich nicht jede_r toll finden. Zum Beispiel die Welt, wo es heißt:
Charlotte Roche, die sich wegen ihres Machwerks „Feuchtgebiete“ für eine wichtige Person der Zeitgeschichte hält. Neben dem Sex hat sie die Atomenergie entdeckt und in Gorleben dagegen protestiert. Nun will sie gar dem armen Bundespräsidenten Wulff eine Nacht mit ihr schenken – wenn er den Atomvertrag nicht unterzeichnet. Merke: Die Zeiten, in denen Bildung und Klugheit die Erfolgreichen auszeichneten, sind vorbei. Wulff sollte aus putativer Notwehr schnellstens unterschreiben.

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