Luise F. Pusch, Klassikerin der deutschsprachigen feministischen Linguistik, hat bereits vor gut 20 Jahren erläutert, warum das euphemistisch so genannte „generische Maskulinum“ alles andere als generisch ist. Die Bremerhavener Nordseezeitung scheint es sich zu Herzen genommen zu haben:

Zumindest nach landläufig-konventioneller Lesart befinden sich im Trampolinteam auch mindestens zwei Jungs. Trotz der Möglichkeit, dass auch Matt und Fabio Mädchen sind oder sich als solche identifiziert wissen möchten (und trotz des grammatischen Schnitzers in der Headline: „Turnerinnen sind Meister“), also mal ein herzerfrischendes Gegenbeispiel zum nach wie vor herrschenden sprachlichen Trend…

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