Witz des Tages

von Susanne

Die Heiratsvermittlerin Christa Appelt scheint ein sehr lustiger Mensch zu sein. Denn sie sagt heute in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung Dinge wie:

„Es hat sich gezeigt, dass es Männer auf längere Sicht wichtig finden, dass ihre Partnerin nicht viel mehr verdient als sie. Männliche Klienten müssen also eher mehr verdienen. Eine Frau dagegen möchte zu ihrem Partner aufschauen, sie möchte keinen Mann, der finanziell schlechter gestellt ist. Das steckt in den Genen.

(…)

„Ich habe zahlreiche Ehen von Reichen und Erfolgreichen vermittelt, die meine Erfahrungen bestätigen. Selbst moderne Paare, die ein neues Rollenmodell ausprobieren, geraten oft in eine Krise, weil alte Klischees in ihnen mächtiger sind, als ihnen bewusst ist. Plötzlich merken sie, dass sie zwar emanzipiert denken, aber antiquiert fühlen.“

Lustigerweise erzählt sie dann aber im Rest des Gespräches recht viel von Augenhöhe und dass die Einkommen der beiden Partner ähnlich hoch sein müssten. Aber na gut. Mit langweiligen Erkenntnissen, wie „am besten haben Frau und Mann ähnliche Einkommen, Wertevorstellungen etc.“, kommt man halt nicht so leicht in die Zeitung.

Und wenn wir schon beim Verkuppeln sind: Wir hätten ja eine neue beste Freundin für Christa Appelt im Angebot – Baronin Nadine de Rothschild.




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Eintrag geschrieben: Freitag, 5. Dezember 2008 um 12:30 Uhr unter Uncategorized. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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14 Kommentare

  1. A.M. sagt:

    Tja, was will man machen? Es reicht einigen Menschen halt nicht, einen wichtigen Beruf zu haben. Er muss wichtiger sein als andere. Es reicht nicht, viel Geld zu verdienen. Es muss mehr sein als andere. Wenn jemand aus dem was er/sie tut nicht ausreichend Selbstrespekt und -bewusstsein bezieht, sondern nur daraus, dass er/sie immer noch auf andere herabblicken kann, ist die Person ohnehin soziopathisch veranlagt und nicht beziehungsfähig. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Ich will doch keine unterlegene Partnerin haben! Ich und meine Partnerin sind ein Team. Und ein Gewinnerteam muss aus zwei Gewinnern bestehen.

  2. jj sagt:

    Susanne,

    ich sehe nicht, wieso sich Aussagen zur Statuspräferenz von Frauen Aussagen zur Homogamie widersprechen sollten: Gleichheit hat immer unterschiedliche Dimensionen. Will sagen: eine Beziehung, bei der beide Partner sich nicht über die Zeit gleichwertig fühlen, wird nicht funktionieren, aber das heißt nicht, daß nicht Frauen mehr wert auf gesellschaftlichen Status bei Männern legen können und Männer mehr Wert auf Aussehen bei Frauen (um mal im Klischee zu bleiben). Es bedeutet nur, daß diese beiden Dimensionen am Ende von beiden als gleichwertig empfunden werden müssen, und daß die gewollten Unterschiede sowohl was Status als auch Aussehen betrifft nicht zu groß ausfallen sollten (Homogamie). Ich sehe in den Aussagen nicht den geringsten Widerspruch.

  3. Susanne sagt:

    Schon klar. Aber bescheuert bleiben die Aussagen der Dame trotzdem. Meinetwegen kann sich jede_r suchen, wen sie oder er will, aber ich will mir nicht sagen lassen, dass es in meinen Genen liegt, zu dem Mann an meiner Seite in monetärer Hinsicht aufschauen zu müssen. Kommt gar nicht in die Tüte.

  4. Judith sagt:

    Die Sache mit den „Genen“ hat mich auch am meisten an dem Artikel genervt. Wenn sich jetzt schon Heiratsvermittlerinen als Molekulargenetikerinnen aufspielen. Das wüsste ich ja mal, wo genau in der DNA dieser Schmarrn zu finden ist.

  5. jj sagt:

    Suanne,

    naja, sie relativiert das mit dem Geld ja auch gleich wieder –

    „Die meisten Herren definieren sich in unserer Gesellschaft über das Einkommen. Geldwert gleich Selbstwert.“

    Was wohl heißt – wenn es ein Typ schafft, seinen Selbstwert auch ohne Geld hochzuhalten, dann finden ihn Frauen trotzdem attraktiv. Arme Künstler, die von sich überzeugt sind, oder so. Ist ja auch irgendwie klar, daß Frauen (im allgemeinen) niemanden suchen, der weder für sich noch für die Umwelt interessant wirkt – warum sollten sie dessen Gene für ihren potentiellen Nachwuchs wollen, wenn sie auch vermeintlich stabilere haben können? Und dann ist da noch das Sicherheitsbedürfnis bei der Erziehung, das zwar kulturell heute nicht mehr relevant ist, aber wohl noch eine große (unterbewußte) Bedeutung bei der Partnerwahl haben dürfte. Und wenn man nach einer Variable sucht, die einen sinnvollen Proxy für beide Dinge abgibt, dann landet man vermutlich irgendwann beim Geld, oder? Im Einzelfall ist natürlich alles immer viel komplizierter…

  6. jj sagt:

    Judith,

    „Wenn sich jetzt schon Heiratsvermittlerinen als Molekulargenetikerinnen aufspielen.“

    Ich glaube nicht, daß sie das in molekularbiologischem Sinne gemeint hat. Aber ja, ich gebe Dir absolut Recht, daß diese Art von Pop-Darwinismus ein gewisses Problem ist für ernsthafte Versuche, sich mit solchen Fragen von der einen oder anderen Seite zu beschäftigen.

  7. Sappi sagt:

    Als Frau muss man da wohl ganz schön aufpassen: Die Model-Millionär-Sache funktioniert nicht, also sollte man „auf Augenhöhe“ mit dem Mann sein. Umgekehrt aber darf man nicht mehr verdienen als er. Hmm, das ist mir zu kompliziert.

  8. d. sagt:

    Halten wir fest, dass eine Beziehung „Gene zu Geld“, völliger Unsinn ist.
    Ich gehe mit, wenn man tiefgreifende soziale Beeinflussung daran erkennt, dass Status, ausgedrückt durch Geld, wichtig ist.

    Das wird man aber im Bereich der „Reichen und Erfolgreichen“ zuletzt relativieren oder ändern können, da dieser Bereich schon seit Urzeiten der Wertkonservativste ist. Soziale Veränderungen (und dazu zähle ich Emanzipation) fängt in der Breitenbewegung immer Unten an.

    Und da wird es über kurz oder lang sowieso beste Beispiele geben, wo die Frau erfolgreicher ist als der Mann. Das war dann halt beim Kennenlernen noch nicht so klar abzusehen.

    Karriere und Aufstieg ist nun mal auch von Glück und strategisch richtigen (aus dem Bauch heraus) Entscheidungen geprägt. Und da bieten Quoten als Berufseinstieg einen unermesslichen Vorteil.

    Das alles zählt eben nicht, wenn man das Familienvermögen „nur“ vermehren muss oder über ein gesondertes Talent (Sport, Aussehen, Singen, Tanzen etc. pp.) aufsteigt. Da braucht man zwar auch Glück und Geschick, aber in größerem Maße vom Umfeld als aus sich selbst heraus.

    Emanzipierte Beziehungsmodelle wird man also am ehesten bei Mittelschichtlern finden, wo beide nahe Null angefangen haben. Und da wird kaum jemand auf den Gedanken kommen, dass Einkommen seines Partners für wichtiger zu nehmen, als bspw. seine Bereitschaft ein Gemeinschaftsmodell „emanzipierte Beziehung“ zu unterstützen. (Wo ich denke, dass es bei den oberen Hunderttausend stärkere Flexibilität gibt.)

  9. Alpenglühen sagt:

    ich kenne einen besseren witz:

    zwei blondinen schauen in den mond.
    eine fragt: »was ist wohl weiter weg, der mond oder paris?«
    »na der mond, ist doch logisch.«
    »was is denn daran logisch?«
    »na siehst du hier irgendwo PARIS?«

    A.

  10. illith sagt:

    verplan ich grad die pointe oder müsste es korrekterweise heißen „näher dran“ statt „weiter weg“?

  11. Steffie sagt:

    Jepp, so müsste es heißen. Aber Blondinenwitze (Witze dieser Art allgemein) sind auch mit richtiger Pointe für’n Arsch…

  12. Judith sagt:

    mein liebster blondinen-witz:

    Q: What do you call a blonde who flies a plane?
    A: A pilot, you fucking misogynist.

  13. access denied sagt:

    Eure Witze sind langweilig

    On Topic: ich hätte ja gerne ne Frau, die viel verdient, würde dann zuhause bleiben, Haushalt schmeissen, ausschlafen, meinen Hobbies nachgehen… steh auf die Vorstellung und mit der bin ich nicht alleine.

    Ich hab allerdings schon manchmal das Gefühl, dass viele Frauen sehr am Status interessiert sind. Aber das liegt auch daran, dass generell nur zählt, was man verdient und wer Du bist. Mich nervt sowas und mit so einer würde ich auch nichts zu tun haben wollen

  14. Alpenglühen sagt:

    stimmt, näher dran *lol*