We proudly present: the (glaub ich) First German Anti-Feminist-Bingo

von Katrin

Anti-Feminist-Bingo

Feministische Blogs gibt es mittlerweile auf der ganzen Welt. Und wie das im Internet so „üblich“ ist: Wo es ein ernsthaftes Anliegen gibt, da gibt es auch Trolle. Diese mögen es, mit ihren immer gleichen Sprüchen die Diskussionen zu sabotieren.

Kolleginnen aus anderen Ländern haben aus der Not eine Tugend gemacht, die Sprüche gesammelt und in sogenannten „Anti-Feminist-Bingos“ verewigt. Und nun haben wir auch unser eigenes kreiert.

Na, kommt euch der eine oder andere Spruch bekannt vor?

Die Regeln sind ganz einfach: wer fünf Aussprüche in einer Reihe notiert hat (weil ein Troll sie (hier) mal wieder um sich warf), schreit laut: „Bingo!

Weitere nette Bingos finden sich in Hoyden’s Blog (hier gibt es wegen der Fülle der Sprüche sogar schon einen zweiten Teil) und bei Girl-Wonder.org. Have fun playing!




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Eintrag geschrieben: Dienstag, 8. April 2008 um 21:16 Uhr unter Netz(kultur). RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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84 Kommentare

  1. Susanne sagt:

    YEAH! YEAH! Yeah yeah! (Gitarrenriff) You are what I was waiting for… (Oder so.)

    Der dicke Filzstift ist hier bereits gezückt!

  2. Katrin sagt:

    und wer’s gern in einer besseren Auflösung und Größe hätte: hier für euch der Flickr-Link – ihr dürft es alle haben!
    KLICK!

  3. Nils sagt:

    Da fehlt: Der Feminismus betrachtet Männer und Frauen als soziale Gruppen.

  4. felix sagt:

    sehr Geil!! :)

  5. Anja sagt:

    Einfach nur klasse!:))

  6. Daniela sagt:

    Schon kopiert und an Freundinnen weitergeleitet, kommt im Büro an die Pinnwand :-)

  7. A.M. sagt:

    Hm, das Wort „Salzstreuerin“ (so ziemlich der erste Feministinnenwitz, meine ich) sollte auch noch auftauchen!

  8. Katrin sagt:

    wir können gerne eine Sammlung für Teil 2 anfangen :) kommt bestimmt genug zusammen.

  9. Rolf Thißen sagt:

    Zunächst zu mir: Ich habe eine leidenschaftliche Beziehung mit einer Partnerin gehabt, in die ich unglaublich verliebt war. Ich habe eine Beziehung mit einer sehr attraktiven Frau gehabt, in die ich überhaupt nicht verliebt war. Davor und dazwischen habe ich weitgehend erfolglos an der Frauenfront gekämpft und Erfahrungen gesammelt. Wer ein Foto (bin nicht hübsch) von mir sehen möchte, der mag auf lokalisten.de nick phoxx1975 nachschauen.

    Und das meine ich zum Neo-Feminismus:

    Laut gängigen Umfragen sind besonders humorvolle Männer mit hohem Unterhaltungswert bei jungen Frauen sehr beliebt. Aussehen und sozialer Status hingegen sind eher nicht so wichtig. Obwohl Ihr es zwar selber gesagt habt: Stimmt es wirklich, dass attraktive Männer, mit gehobenem Bildungs- und Einkommensniveau, bei den Frauen nicht ankommen und stets vom hedonistischen, ständig klammen Spaßmachern ausgestochen werden?

    Ein uralter Hut, aber im Moment sehr hoch im Kurs: Die überlegene Intelligenz der Damen: Ich habe 94 Abi gemacht, und in den 13 Jahren davor waren meine Mitschülerinnen durch die Bank fleißiger, sind fast nie sitzen geblieben und hatten (ich habe keine Zahlen) auch damals schon den besseren Notendurchschnitt. Dazu haben Sie auch nicht so viel gestört wie die Jungs. Leider aber auch wesentlich weniger Brauchbares zum Unterricht beigetragen.

    Ein Highlight: Es gibt zu wenig weibliche Vorbilder. Das ist jetzt mal ernst gemeint. Ich finde, die gibt es sehr wohl: Schaut Euch doch die Highlights aus den Bios von (ohne Quatsch) Angela Merkel, Carly Fiorina, Ursula von der Leyen an. Oder im künstlerischen Bereich: Bergeweise Superfrauen: Madonna, Julie Delpy, Uma Thurman. Im Bereich klassischer Musik noch viel mehr.
    Und der Umkehrschluss: Viele männliche Führungskräfte ist gleich viele Vorbilder für einen Mann. Ich finde, dass dies Unsinn ist.

    Frauen gelangen nicht in Toppositionen, weil die Männer das bewusst verhindern.

    Kann schon sein, aber es ist bestimmt nicht so, dass männliche Führungskräfte nach Feierabend ständig mit einem Bier in der Hand am Tresen sitzen und sich gegen die aufstrebenden weiblichen high potentials verbünden. Gerade in den höheren Rängen, wo der Druck tierisch stark wird, lassen sich die Herren um eines kleinen Vorteils willen oder einfach nur zur Befriedigung von Eitelkeit skrupellos gegenseitig über die Klinge springen. Wenn Ihr da unbedingt freiwillig mitmischen wollt ? na, dann nur zu.

    Und diese ganze Diskussion über Pornographie für Frauen: Zwei meiner Freundinnen wollten unbedingt einen Porno gucken und fandens hinterher völlig scheiße, obwohl das sehr softe Streifen waren. Irgendwie glaube ich nicht, dass Ihr da auf einmal, abgesehen von Stilfragen, genauso tickt, wie die Typen, aber na ja.

    Und müsst Ihr Euch mit fast 30 denn immer noch Mädchen und uns Jungen nennen. Das klingt so gar nicht tough und business-like, sondern ein bisschen infantil, oder nicht?

    Und zum Schluss: Wir haben immer schon alles für Euch getan, aber nein, wir werden es nie hinkriegen, auch noch die Kinder zu bekommen ;-)

  10. FrankySK sagt:

    Na da fehlt aber noch der Klassiker:

    Wir Männer machen eben eins nach dem Anderen. Aber das machen wir ordentlich. :-)

  11. Rolf Thißen sagt:

    ach, euer feminismus stellt keine regeln auf? stimmt, das machen nämlich wir, die männer, hö!

  12. Rolf Thißen sagt:

    feminismus wird für uns auf ewig nach unrasierter bikinizone klingen!

  13. Rolf Thißen sagt:

    alice schwarzer hat die schminke entdeckt: ist sie nun eine schlampe?

  14. Rolf Thißen sagt:

    emanzipation ist anstrengend, allerdings nur für Euch.

  15. Susanne sagt:

    Na, das klingt doch alles nach einem baldigen Bingo Nr. 2, zu dem ich auch noch den meistgehörten Satz auf dieser Webseite beisteuern möchte: „Aber wenn es um die Wehrpflicht geht, möchtet ihr plötzlich keine Gleichberechtigung mehr!“

  16. Nils sagt:

    Bingo, hmm. Wäre „Immuno“ nicht ein besserer Name?

  17. Nils sagt:

    Na gut.. Dann haben wir ja noch ein Topic ;)

  18. Rolf Thißen sagt:

    @susanne: das stimmt. gleichberechtigung ist das letzte, was ihr wollt. ihr wollt begehrte geliebte, geliebte mutter, erfolgreiches role model und zufriedene ehefrau gleichzeitig sein. is‘ aber nich‘.

  19. Susanne sagt:

    Ach wie nett, das du mir sagst, was „is“ und was nicht. Ich würde aber sagen: Wir wollen einfach wir sein. Dafür könnt ihr ihr sein. Is doch ein Deal.

  20. Rolf Thißen sagt:

    hast du recht. warum nervt ihr denn dann dauernd so penetrant?

  21. Susanne sagt:

    Hey, es zwingt dich niemand, auf dieser Webseite zu sein, wenn sie dich nervt. Es gibt eine Fantastilliarde Blogs. Zu jedem Thema dieser wunderschönen Welt. Warum nicht dort die Zeit vertrödeln anstatt hier herumzutrollen?

    Und vielleicht beim nächsten Kommentar auch einfach mal vorher die Netiquette lesen. Vor allem Punkt 1 empfehle ich dir wärmstens.)

  22. Rolf Thißen sagt:

    susanne, diese konversation ist aus dem ruder gelaufen (u.a. auch weil ich etwas getrunken habe) und ich fühle mich nicht gut und wenn ich dich verletzt haben sollte, möchte ich mich dafür entschuldigen. lies dir bitte nochmal mein erstes posting durch und du wirst heraushören, dass ich euch wirklich wertschätze. mit männern setze ich mich schon seit ewigkeiten nicht mehr auf einer solchen ebene auseinander, weil da einfach nichts bei rumkommt. ich kann das jetzt nicht astrein ausformulieren, aber ich denke, feminismus bedeutet, zum Frausein zu stehen und nicht mehr oder weniger die schlechten Angewohnheiten der Wettbewerber zu übernehmen und danach zu streben, sie darin zu übertrumpfen.

    kannst du damit etwas anfangen?

  23. Susanne sagt:

    Nee, kann ich nicht. Vielleicht solltest du weniger trinken?

  24. Rolf Thißen sagt:

    nein, ich kann so viel trinken, wie ich möchte, ohne den überblick zu verlieren, wenn ich es für nötig erachte. du jedoch solltest, statt völlig aussichtlos darum zu kämpfen, in einer diskussion mit mir die oberhand zu behalten, nochmal über meine äußerung:

    feminismus bedeutet, zum Frausein zu stehen und nicht mehr oder weniger die schlechten Angewohnheiten der Wettbewerber zu übernehmen und danach zu streben, sie darin zu übertrumpfen.

    nachdenken, statt vorlaut und eingeschnappt zu antworten.

  25. Susanne sagt:

    Weiß gar nicht, was du mir jetzt für eine überflüssige Diskussion ans Bein binden willst. Ich bin raus. Inhaltliche Diskussionen immer gerne. Aber Trollerei ist mir zu öde.

  26. Rolf Thißen sagt:

    ja, ciao.

  27. savvalis sagt:

    „Inhaltliche Diskussionen immer gerne.“

    Muuuuuuuuuuuuuuuharhahr!!!

    Sobald man DAS ernsthaft versucht, wird man doch augenblicklich kommentarlos wegzensiert. Und die Trollerei lasst ihr stehen und fordert inahltliche Diskussionen…

    Das wirklich allerletzte, was der Feminismus will, ist eine Sachdiskussion, schon gar nicht über den Feminismus selbst. Da käme nämlich allenfalls raus, dass er völlig obsolet ist.

  28. Susanne sagt:

    Ach savvalis alias Horge alias Mark alias Now alias Peter: Vielleicht magst du mir ein einziges Mal einen Gefallen tun: Rolf Thißen an die Hand nehmen und euch gemeinsam im Wirtshaus (und nicht hier) über die bösen, bösen Feministinnen beschweren.

    Gerne aber auch an der Stelle wieder der Hinweis: Wir wollen in diesem Blog über die Frage diskutieren, WIE ein neuer Feminismus aussehen soll und nicht, OB wir einen brauchen. (Zu dieser Frage könnt ihr gern ein eigenes Blog starten.) Deswegen sind Provokationen wie der „witzige“ Entschuldigungsbrief von Rolf Thißen und deine ewiggleichen „Obsolet!“- und „Zensur!!“-Rufe wirklich reine Trollerei. Die in diesem Thread gelöscht werden. Ab: JETZT.

  29. Nephalin sagt:

    Ein interessantes Bildnis gesehen im Kontext des „Neuen Feminismus“.
    Dagestellt in der Zusammenführung von Auslassungen und Phrasen einer nun schon seit Jahrzehnten zu meist emotional geführten Diskusion. Die beabsichtigte Zweckstellung der „Alphamädchen“ dieses „Neuen Feminismus“ ist die alte Zielstelung. In gut erlernter Tratition wird ein weiteres Mal versucht die Anliegen und Probleme der „anderen Seite“ ganz Grundsätzlich ins lächerliche zu ziehen und somit von vornherein einer (der eigenen Definition zu Grunde liegenden) sachlich vernüftigen Diskussion zu entziehen.
    Ebenso wie das Anliegen selbst bediehnt sich auch das Unsetzungskonzept altbewerten Strategien.
    Basierend auf der hohen Emotionalität der gesamten Thematik sowie der menschlichen Natur als solche ist es unvermeidbar das immer wieder zu Äußerungen kommt, die in Form und Inhalt mitunter auch stark aus dem Rahmen fallen sei es nun aus der Hitze des (verbalen) Gefächts, oder aus dem der Breite eines Schnürsenkels entsprechenden IQ´s.
    Zur Iniziierung des Projektes wählt man nun Zitate die sich jeweils einem bestimmten Problemfeld zu ordnen lassen und führt so die Thematik in scheinbar direkter Abhängigkeit des betreffenden Zitates. Durch diese Verbindung erreicht man nun, dass sich jeder in eine derartige Richtung entwickelnder Verlauf durch den Verweis auf das ihn representierende (beleidigende, abwertende oder schlicht dumme) Zitat gestoppt werden kann.
    Zusätzlich bietet diese Methode die Möglichkeit den jeweils anderen Gesprächspart durch eine Einbindung in diese pauschal vereinnahmte Dastelugung die Ansichten des jeweils representierenden Zitat´s zu teilen.
    Die Umsetzung in Analogie eines bekanten Spieles zu gestallten muss aus Sicht der „Veranstalter“ als durchaus gelungen angesehnen werden.
    Die sich hierdurch ergebene Möglichkeit des gemeinsamen „jubelns“ jemanden dagestellten Ansichten unterstellen zu können wirkt naturgemäße stark auf den empfundenen Selbstwert. Ein zusätzliche Steigerung kann durch das aushängen im Büro erreicht werden. Denn ein gemeinschafliches abwerten und lächerlich machen läst einen weiteren erungenen „Sieg“ noch viel intensiever wirken.
    Dies betrachtet im Zusammenhang des sich vom „alten“ abhebenden „neuen coolen Feminismus“ der Generation „Alphagirls“
    führt abschließend und zusammenfassend zu der Erkenntis:
    –DAS NEUE IST DAS ALTE–
    Die Ausführung „… bei dem auch Männer mitmachen können“ betrachtet vor dem Hintergrund des meistgehörten (gelesenen?) Satzes dieser Webseite und der auf Grund der Fragestellung implizierten Antwort läst in logischer Konsequenz nur den Schluß zu:
    – sie können es, doch sie sollten es (aus Selbstintresse) nicht tun.

    Nephalin

    Die erste Tugend jedes ehrenwerten Menschen muß die Humanität sein. Die Stimme der Natur, die die Grundlage der Humanität ist, will, daß wir uns alle lieben und wechselseitig unser Wohlergehen fördern. Das ist meine Religion.
    (Friedrich der Große an Kardinal von Sinzendorff)

  30. ijb sagt:

    Mann, Leute – savvalis et al. – könnt ihr nicht diesen Kindergarten mal lassen?! Sucht euch doch mal eine Beschäftigung, die euch und euren Interessen mehr entspricht!
    Der Rat von Susanne „es zwingt dich niemand, auf dieser Webseite zu sein, wenn sie dich nervt. Es gibt eine Fantastilliarde Blogs. Zu jedem Thema dieser wunderschönen Welt. Warum nicht dort die Zeit vertrödeln anstatt hier herumzutrollen?“ ist doch mal ein richtig adäquater Vorschlag.

  31. ijb sagt:

    Verzeihung. War wieder ein paar Minuten zu langsam.

  32. Thomas sagt:

    @ ijb
    *unterschreib*

  33. Nils sagt:

    „Ich sag euch, was schief läuft mit dem Feminismus“ – Bingo!

  34. Nils sagt:

    (das war zu Nephalin)

  35. Anja sagt:

    Bingo- ich habe hier 5 nervige antifeministische Kommentare gefunden- ich hoffe, das gilt auch!;)

  36. Nils sagt:

    Ach was? Ich hab´aber als erster „Bingo“ gehabt! (War zwar 5 x derselbe Punkt, aber gilt doch trotzdem, oder?)

  37. Susanne sagt:

    (streng:) Herrschaften! Bitte an die Spielregeln halten! Waren die denn auch in einer Reihe? Nicht, dass ihr – wie damals die graumelierte Omi in Florida – ganz frech betrügen wollt!

    Und Nils: Da wirfst du eine interessante, technische Frage auf. Normalerweise werden die gezogenen Zahlen ja rausgenommen, hier sprechen sich die Anti-Feministen leider nicht ab, welches Klischee-„Gegenargument“ schon gefallen ist…

  38. Nils sagt:

    Wieso Spielregeln? Fünfmal übereinander ist doch auch eine (vertikale) Reihe? Außerdem ist es doch egal, welches Gegenargument, der Punkt „Ich sag euch, was mit dem Feminismus schief läuft“ trifft doch immer zu.

  39. Nils sagt:

    @Rolf: Trink mal nicht soviel, das erhöht das Urteilsvermögen ungemein!

  40. Rolf Thißen sagt:

    nils, du bist der letzte, der zu dieser diskussion was zu sagen hat. ich weiss nicht, warum du hier postest.

    ich bin enttäuscht von dem, was ich hier erlebt habe, und zwar ohne ende.

    gott sei dank habe ich in meinem umfeld genügend weibliche bekannte, die mich lange kennen und die ganz einfach ihr leben gestalten, als polizistin, kaufmännische angestellte oder alleinerziehende mutter, die froh ist, mittlerweile wieder drei tage die woche in ihrem beruf als friseurin arbeiten zu können, weil der kleine in die schule geht. ich danke dem schicksal, dass ich meine zeit nicht mit so einem verwöhnten und übersättigten bildungsprekariat verbringen muss, das hier intellektuell ganz flache nummern absondert und zensiert, wie in einer diktatur. ich wünsche euch noch viel spaß in eurer traumwelt und hoffe, dass die frustration euch so früh wie möglich zur vernunft bringt.

    viele grüße

    rolf

  41. ping sagt:

    Was gehtn hier ab?

    Nils: Nee, fünfmal dasselbe gilt nicht. Normalerweise ist eine beim Bingo gezogene Nummer aus dem Spiel raus, hier geht das ja leider technisch nicht.

  42. Christian Heier sagt:

    Dieses „Bingo“ zeigt nur, dass ihr an unseren Argumenten überhaupt kein Interesse habt. Sonst würdet ihr euch ernsthaft mit ihnen auseinandersetzen, anstatt sie klischeehaft ins Lächerliche zu ziehen. Und die Sachen, die wir auch gerne schreiben und die euch wehtun könnten wie die Widerlegung des Märchens von der weiblichen „Gehaltsdiskriminierung“, die tauchen im Bingo gar nicht erst auf.

    Sicher gibt es auch Trolle, die kein Interesse an einer ernsthaften Diskussion haben. Aber wenn ich dann so sehe, wie ihr oft mit Andersdenkenden „diskutiert“, muss ich feststellen, dass ihr da nicht besser seid.

    Zitat: “es zwingt dich niemand, auf dieser Webseite zu sein, wenn sie dich nervt. Es gibt eine Fantastilliarde Blogs. Zu jedem Thema dieser wunderschönen Welt. Warum nicht dort die Zeit vertrödeln anstatt hier herumzutrollen?”

    In einem freien Land darf man sich die Zeit vertrödeln, wo man will. Oder wollt ihr hier nur Ja-Sager? Bei denen habt ihr überhaupt kein Problem, wenn sie bei euch die Zeit vertrödeln. Darum geht’s also offenbar nicht, sondern bloß ums Rechtbehaltenwollen.

    „Wir wollen in diesem Blog über die Frage diskutieren, WIE ein neuer Feminismus aussehen soll und nicht, OB wir einen brauchen.“

    Gut, diskutieren wir also, wie ein neuer Feminismus aussehen soll. So wie dieses Bingo jedenfalls nicht. Wäre eher ungünstig für euch.
    Und falls ihr tatsächlich diskutieren meint und nicht diktieren, seid ihr dann wohl für Kritik aufgeschlossen. Na ja, ab morgen vielleicht.

  43. Susanne sagt:

    @ Christian Heier: Du wirst aber verstehen, dass es wenig Spaß macht (und dazu auch noch ganz und gar unfruchtbar ist), wenn wir uns die ganze Zeit nur auf dem Niveau „Ihr seid doch Scheiße. Ihr nervt doch nur. Ihr wollt doch sowieso keine wirkliche Gleichberechtigung, sondern nur euren Vorteil…“ bewegen, dann verfehlt dieses Blog seinen Zweck. Dann wird das hier zu einem Ort, an dem man sich anmaulen kann, aber solche Blogs gibt es ja woanders schon genug.

    Es geht überhaupt nicht darum, dass wir nur Ja-Sager hier haben wollen. Das kannst du in vielen, vielen Diskussionen an anderer Stelle nachlesen. Da geht es aber eben um das WIE. Das macht dann auch Spaß. Immer nur über das OB zu reden, ist aber leider einfach vertane Zeit.

    Und: Kritik ist etwas anderes, als in einer Endlosschleife zu schreiben, dass alle Medien lügen, wenn sie behaupten, es gäbe Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern.

    @ savvalis: Du weißt, warum deine Beiträge gelöscht werden. Ganz bestimmt nicht wegen „kritischer“ Äußerungen. Stichwort: Spam.

  44. Nils sagt:

    @Ping:

    Leider sind alle „Zahlen“, einschließlich aller nicht auf dem Tableau vorhandenen, Element der Menge “Ich sag euch, was mit dem Feminismus schief läuft”

    Ich sach ja, „Immuno“ wäre ein besserer Name für das Spiel.

    Vielleicht sind meine „Provokationen“ wirklich nicht deutlich genug. Nephalin hat es aber schon sehr schön auf den Punkt gebracht.

  45. Katrin sagt:

    Thema ernst nehmen: wir nehmen vieles sehr ernst und das kann jedeR hier in den unzähligen Diskussionen dieses Blogs nachvollziehen. Aber Ernstnehmen hat eine Grenze: es hört da auf, wo man beginnen würde, sich selbst und seine Ziele nicht mehr ernst zu nehmen, würde man ernsthaft versuchen, auf solche Sprüche, wie sie im Bingo stehen, immer wieder einzugehen. Das ist der Punkt: wir nehmen das hier sehr ernst, das hier ist uns wichtig, wir wollen auch Kritik hören, wir wollen diskutieren, weil wir uns weiterentwickeln wollen. Aber: wenn jemand von uns verlangt, uns selbst nicht mehr ernst zu nehmen – sorry, aber da hilft einfach nur auf die Schippe nehmen. Wenn man allen Sch***, den so manch menschliches Wesen von sich gibt, ernst nehmen würde, könnte man sich gleich erhängen.

  46. ping sagt:

    Nö. Ich sehe das Bingo einfach als richtige Reaktion auf die immergleichen Anfangs-„Gegenargumente“ die einem irgendwann zum Hals raushängen. Nicht nur hier im Blog begegnet man immer wieder (speziell neu hinzugekommenen) „Diskussionspartnern“ die genau solche Phrasen wie da oben dreschen und irgendwann nervts nur noch, vor allem weil genau die Sprüche von Leuten kommen die keine Ahnung haben was Feminismus ist und sich damit auch gar nicht beschäftigen (wollen). Genau das was ich immer als „stolz sein Halbwissen vor sich hertragen“ nenne.
    Und das schlägt genau in dieselbe Kerbe wie „EMMA, das Männerhasser-Blatt“ von Leuten die diese Zeitschrift noch nie in den Fingern hatten oder die ewig gleichen „Wie kann man als Mann Feminist sein?“ Fragen, als ob das der *totale* Widerspruch an sich wäre.

    Und das gerade solche Sprüche wie „Hast du gerade deine Tage?“, „Alles was ihr braucht ist mal richtig durchgevögelt zu werden“ sind es überhaupt nicht wert das man irgendwie ernsthaft drauf eingeht.

    Und zu der Löschen-Diskussion: Ich kenne das von dem Stadtblog bei dem ich mitarbeite, da gab es auch mal ne große Diskussion über das Löschen von Beiträgen und der Konsens war folgender: Ein Blog ist sowas wie das virtuelle Wohnzimmer und in seinem Wohnzimmer will man auch nicht jeden haben. Und wenn die Betreiberinnen Kommentare löschen weil ihnen die Argumente zu dumm/trollig/immergleich oder schlicht zum Artikel unpassend sind dann ist das ihr Hausrecht.

    Und wenn dir das nicht gefällt dann mach deinen eigenen Blog auf, da kannst du dann die Regeln machen (und z.b. unheimlich tolerant sein)

  47. ping sagt:

    PS:Oder anders ausgedrückt: Du hast auf jeden Fall das Recht zu allem eine Meinung zu haben, aber eben nicht das Recht jemanden zu zwingen sie anzuhören, das liegt dann ganz im Ermessen und dem Interesse deines Gegenübers.

  48. Susanne sagt:

    Es wurde auch mal ganz schön formuliert: „Das Blog ist mein Wohnzimmer und da muss ich mir nicht auf den Teppich kotzen lassen.“ (Geht zum Kotzen doch bitte lieber nach Hause.)

    Und am interessantesten ist dann eigentlich, wenn Leute, die hier von „Mösen“ schreiben, von der „Dummheit der Bloggerinnen“ und von „chinesischen Zensurmethoden“, wenn die anschließend TOTAL erstaunt sind, dass man einfach konsequent alle ihre Beiträge löscht.

  49. Olaf sagt:

    Naja ich find es lustig, wenn auch mit ernsten Hintergrund.
    Ich weiß nicht weswegen einige darauf so reagieren.
    Viel Spass viel Erfolg un seit weiterhin so unverkrampft das geht mir nämlich an den meisten Feministinnen auf den keks !

  50. Nils sagt:

    @ping:

    Mal abgesehen davon, daß ich manche Phrasen aus dem Bingo – Diejenigen, die ad hominem – Argumente sind, z.B. „Hast du gerade deine Tage“ – daneben finde: Es läßt sich schlicht und ergreifend jede unerwünchte Kritik an Feminismus in eine der obengenannten Schubladen packen. So wird dann jeder Kritiker nach belieben zum „Antifeminist“ (was soll das denn überhaupt sein, wenn „Feminismus“ kein allgemeingültiger Begriff ist? Natürlich bin ich ein Antifeminist, wenn ich die EMMA daneben finde, meinetwegen. Das Stigma funktioniert nach dem gleichen Muster wie „Antichrist“ oder „Konterrevolutionär“)

    „stolz sein Halbwissen vor sich hertragen“ Das hast du mir schon ausgiebig genug vorgehalten. Stichpunkt: Frauen im ersten Weltkrieg. Ich habe Quellen benannt, und wenn du willst suche ich dir auch noch bei der BPB Belege dafür heraus, daß die Frauenbewegung weitgehend Kriegsbegeistert war. Ein ziemliches Totschlagargument, dem Anderen platt Halbwissen vorzuhalten, und „Stolz“ ist eine ad Hominem – Komponente.

    Ich habe durchaus, und nicht nur einmal, eine EMMA in der Hand gehabt. Ich kann begründen, warum sie für mich in die Kategorie „Männerhaß“ gehört.

    Umgerubelte Judenwitze sollten aber eigentlich schon als Beleg genügen. Insofern wäre es auch eigentlich gar nicht notwendig, jemals eine EMMA in der Hand gehabt zu haben. Weiterhin gibt es ja von Alice Schwarzer selbst das Statement, eine Frau müsse Männer hassen wie der Schwarze den Rassisten.

  51. Neeva sagt:

    Ach und WANN soll Frau Schwarzer diesen Spruch gebracht haben? Wenn das Zitat nicht total aus dem Zusammenhang gerissen ist, um dann so richtig schön verbohrt und hasserfüllt zu klingen. In den 70ern oder in den letzten 5 Jahren?

    Ach, und du kennst schon so typische Frauen/Blondinenwitze ja? Die bewegen sich auch durchaus auf dem Niveau von Judenwitzen.

  52. Katrin sagt:

    @Nils: ich verstehe deine Kritik an dem „Ich sage euch, was schief läuft mit dem Feminismus“. Das habe ich etwas unreflektiert von der englischen Version übernommen. auch, weil wir hier (siehe Netiquette) nicht darüber reden wollen, ob der Feminismus sch*** ist, sondern diesen als Konsens betrachten (hier zumindest) und ihn kritisch, in einem Diskussionsprozess und differenziert gestalten wollen. Deswegen passt er trotzdem, auch wenn ich deine Kritik an sich verstehen kann. Man kann darin einen Maulkorb und ein „jeder der was kritisiert ist Antifeminist“ sehen. So hat man die Mädchenmannschaft aber hoffentlich in den Diskussionen nicht erlebt (ich höre schon den Protest von savvalis-Mark-Peter… ^^), bzw. ich hoffe, DU hast dich so nicht behandelt gefühlt (?)

  53. Nils sagt:

    Juden haben Grund, Antisemiten zu hassen, sich gegen sie zu wehren. Schwarze haben Grund, Rassisten zu hassen. Lohnabhängige haben gute Gründe, Arbeitgeber nicht gerade innig zu lieben. Und eine von Männern – einzeln und/oder gesamtgesellschaftlich – unterdrückte Frau hat Recht, etwas gegen Männer und/oder die Männergesellschaft zu haben.

    (Alice Schwarzer In: Emma Nr. 3 (1977), S. 3)

    zu Valeria Solanas´ “Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer”

    erster Exzess des Hasses, des begründeten Hasses [..] Das ist es wohl, was den Frauen, wie allen unterdrückten und gedemütigten Gruppen, am meisten ausgetrieben worden ist: der Mut zum Hass! Was wäre eine Freiheitsbewegung ohne Hass?

    (Alice Schwarzer in „So fing es an! Die neue Frauenbewegung“ Dtv 1983)

    Mit Verlaub, wer Blondinenwitze mit Judenwitzen auf eine Ebene stellt, und Sexismus mit Antisemitismus, den kann ich nicht ernstnehmen. Welcher Blondinenwitz transportiert Vernichtungsphantasien? Das ist für mich dumpfe, demagogische Misandrie.

  54. ping sagt:

    Och Nils, die Zitate lesen sich im Zusammenhang aber schon ganz anders. Findest du nicht?

  55. SoE sagt:

    Da ist man mal ne Weile off und dann gleich so eine Diskussion. Können wir doppelte Punkte für Bingos vergeben, die direkt unter dem BS-Bingo gepostet werden?

    Jetzt muss ich das erst mal meiner Mutter schicken :D

  56. Nils sagt:

    @Katrin: Kann ich nicht behaupten.

    Das Problem ist eben, daß der Begriff „Feminismus“ ziemlich besetzt ist, und solche Immunisierungsstrategien kenne ich leider nur allzu gut.

    Ich würde mich nicht als Feminst bezeichnen, ganz einfach weil der Begriff von „Feminin“ herrührt. Die Seite der Frauen ist für mich aber nur eine Seite der Medaille. Ablehnen tue ich den Feminismus deshalb per se aber nicht, ich finde die tradierten Geschlechterrollen auch Männerfeindlich.

    Nichtsdestotrotz kann man ja darüber diskutieren, wie ein neuer Feminismus aussehen könnte. Es gibt in meinen Augen eigentlich eine große Schnittmenge zwischen Männerrechten und Frauenrechten.

  57. Nils sagt:

    @ping: Die Herleitung von Antisemitismus zu Sexismus ist eindeutig, und muß or dem Hintergrund unserer Geschichte betrachtet werden. Die Frau hade den gleichen Grund Männer zu hassen wie der Jude den Antisemit.

    Und hast du Valeria Solanas nicht gelesen? „Ein erster Exzess des Hasses, des begründeten Hasses“ Begründeter Hass, der Gaskammerphantasien legitimiert. Quot era demonstrandum.

    Indirekte Rede ist kein Zitat, und Zitate sind zwangläufig immer aus einem Zusammenhang gerissen.

    Und es ging eigentlich darum, ob es mir zustünde die EMMA als Männerfeindlich zu bezeichnen. Mit meinem stolz vorgetragenen Halbwissen.

  58. Goofos sagt:

    … dazu auch eine Schnittmenge zwischen Männerpflichten und Frauenpflichten. Manchmal entsteht bei mir der Eindruck der Feminismus will eigentlich gar keine Pflichten, sie irgendwie alle nur auf andere abwälzen und einfach nur das nach Lust und Laune tun was sie will.

    Inzwischen hab ich ein völlig konfuses Bild von dem wie der Feminismus sich z.B. Familie oder Arbeit vorstellt.

  59. Goofos sagt:

    Nils, du elender Doppelposter! :>

    BTW Na klar, EMMA ist Männerfeindlich. Auf irgendeiner Antifeminismus Seite gibt es einen Haufen der Männerfeindlichsten Zitate, Sprüche und Witze aus EMMA, vielleicht finde ich die ja nochmal.

    Da müsste ich mal wieder interessiert fragen, wieso EMMA nicht Männerfeindlich sei?

  60. […] Mädchenmannschaft hat ein sehr niedliches “Bingobrett” gepostet(und sich damit eine Diskussion in den […]

  61. ijb sagt:

    Ich als Mann habe auch des öfteren die EMMA gelesen. Mit Neugier, Interesse und (oft) Zustimmung (manchmal auch Verärgerung, klar, ist ja auch der Sinn der Sache).
    Vielleicht sollte ich mich deswegen mal behandeln lassen? Wegen Masochismus?

    Das Schwarzer-Zitat von 1977 darf man in dieser Form durchaus stehen lassen, finde ich.
    Solanas ist sowieso ein besonderer Fall, unabhängig von dem Zitat: Ich empfehle allen zum weiteren Diskurs (oder auch nur zur Fortbildung) Mary Harrons wunderbaren Kinofilm „I shot Andy Warhol“, in dem Solanas von Lily Taylor hervorragend dargestellt wird.

    Apropos Mary Harron: Eine sehr gute, neofeministische Regisseurin, die in in ihren bisherigen Filmen (u.a. „American Psycho“) viel Wertvolles zu gesellschaftlichen Diskussionen beizutragen hat. Der letzte Spielfilm, „über Betty Page, ist zwar nicht ganz so gelungen und komplex anregend wie die vorhergehenden, aber… tja, auch nicht schlecht.

    Grüße,
    ijb

  62. ijb sagt:

    Ah, noch was Empfehlenswertes; entdecke ich gerade beim Zeitunglesen: Constanza Macras neue Inszenierung „Hell on Earth“: „Die Choreografin zapft dieses Mal die Horrorfilmästhetik an: Viele dieser Monstermovies handeln ja davon, wie aus Mädchen Frauen werden. Constanza Macras fragt nach Körper und Geschlecht, sie untersucht, wie sich Entwürfe von Weiblichkeit und Männlichkeit zueinander verhalten. Dabei rückt sie die jungen Frauenund ihren mühsamen Kampf um Selbstbestimmung in den Mittelpunkt. (…) kein Problemstück, sondern eine Ermutigung.“ Sandra Luzina heute im Tagesspiegel. Für alle, die demnächst in Berlin sind. HAU1

  63. ping sagt:

    Goofos:“BTW Na klar, EMMA ist Männerfeindlich. Auf irgendeiner Antifeminismus Seite gibt es einen Haufen der Männerfeindlichsten Zitate, Sprüche und Witze aus EMMA, vielleicht finde ich die ja nochmal.“

    Das würde mich ja nun wirklich interessieren, also such mal. Aber nur so nebenbei: wenn ich eine Reihe frauenfeindlicher Zitate, Sprüche oder Witze haben will kann ich _jederzeit_ in einen deutschen Zeitungsladen gehen und habe die Auswahl aus gleich mehreren Blättern.

  64. Hansifant sagt:

    Ach, ja, wann kommt eigentlich mal wieder die Wehrpflichtdiskussion?

  65. Susanne sagt:

    Uuuh, provozier’s nicht!

  66. Nephalin sagt:

    Susanne schreibt:
    „Da geht es aber eben um das WIE. Das macht dann auch Spaß. Immer nur über das OB zu reden, ist aber leider einfach vertane Zeit.“

    Das genaue Gegenteil ist der Fall. Befor man zum WIE kommt sollte man das OB erstmal zu klären und diese Diskusion ist nötiger als je zuvor.
    Was bei genauer Betrachtung auch dieser Blog sehr deutlich zeigt.
    Das der „alte“ Feminismus bis zu einem bestimmten Zeitpunkt (und wenn man ein paar Auswüchse mal ausblendet) nötig und auch erfordrlich war ist sicher unbestritten.
    Die Weiterführung dieses Systems auch in neuem Gewand kann seltzlich nur in eine Sackgasse führen.
    Existensgrundlage des alten wie des neuen Feminismus ist die Teilung in 2 Lager, denn nur das gibt ihm einen Sinn. Im neuen Modell sind nun alle herzlich eingeladen von der einen auf die richtige Seite zu wechseln. Nicht zur Darstellung eines gesamtgesellschafflichen Systems sondern nur unter die andere (die richtige) Fahne. Um dann gemeinsam die tatsächlichen und angenommenen Probleme des Neuen zu erstreiten, ohne die eigenen mitzubringen. Sehr schön veranschaulicht in folgendem Zitat:

    Hansifant schreibt:
    „Ach, ja, wann kommt eigentlich mal wieder die Wehrpflichtdiskussion?“

    Einer sehr schönen Ausblick auf das zu liefernde Ergebnis des Neuen Feminismus ist in diesem Blog abgebildet. Von oben bis unten gelesen ist es das was am Ende bei überbleibt.
    Das Zitat vom alten Fritz war nicht grundlos gewählt, vieleicht kommen wir da eines Tages tatsächlich mal hin.
    Der bisherige Verlauf hier festigt allerdings die Erkenntnis:
    –DAS NEUE IST DAS ALTE– und im Westen nichts Neues.

    Nephalin

    Wir lieben Menschen die frisch heraus sagen was sie denken – sofern sie das gleiche denken wie wir. (Mark Twain)
    Was ist Ketzerei?
    – Die Meinung aller, die nicht so denken wie wir. (Friedrich der Große)

  67. Susanne sagt:

    Nephalin, es sei dir freigestellt, die Frage nach dem OB klären zu wollen. Aber nicht in diesem Blog. Dafür kannst du gern ein eigenes Blog starten. Hier ist nun mal die Hausregel, dass wir ausschließlich über das WIE sprechen wollen. Da muss nicht jeder mitmachen, das ist schon klar. Aber das ist ja hier auch kein öffentliches Forum, sondern eben unser f e m i n i s t i s c h e s Blog.

  68. Katrin sagt:

    „Existensgrundlage des alten wie des neuen Feminismus ist die Teilung in 2 Lager, denn nur das gibt ihm einen Sinn.“ – woher nimmst du diese Behauptung? woher? es ist eher Umgekehrt: die Grundlage der
    G e s e l l s c h a f t ist nach wie vor die Teilung in die 2 Lager und wir würden das gerne endlich beenden und an einem Strang ziehen. Ziel: Geschlechterdemokratie.

  69. Nephalin sagt:

    Katrin schreibt:
    „die Grundlage der
    G e s e l l s c h a f t ist nach wie vor die Teilung in die 2 Lager und wir würden das gerne endlich beenden und an einem Strang ziehen. Ziel: Geschlechterdemokratie.“

    Wollt ihr DAS beenden oder wollt ihr es nach euren Bedingungen beenden?
    Die Überwindung der gesellschaftlichen Teilung wird kein Feminismus leisten er kann es gar nicht schon bedingt durch seine Definition. Dadurch bedingt setzt jeder Feminismus im Zwang der Definition begründet einen geschlechtlichen Schwerpunkt. Damit wäre eine ´Überwindung´ nur im Kontext dieser Schwerpunktsetzung möglich und damit eine Geschlechterdemokrtie im Sinne ihrer Definition nicht realisierbar.
    Und das Ergebnis wird sich letzlich auch in entsprechender Weise dastellen.
    Irgendwo hab ich letztens gelesen, das sich der neue Feminismus unteranderem dardurch auszeichnet, dass er keine Regeln mehr bestimmen will. Auch das ist in letzter Konsequenz nicht haltbar denn bereits durch die Definition des neuen Feminismus wird eine entscheidende Regel festgeschrieben: die Setzung des geschlechtlichen Schwerpunktes.
    Zur Betrachtung weiblicher Problemfelder ist dies sicher sinnvoll nachvollziehbar. Als gesamt gesellschaftliches Konzept jedoch ist es ungeeignet und letzlich die Überwindung der gesellschaftlichen Teilung und die Schaffung einer Geschlechterdemokratie nicht leisten können.

    Nephalin

  70. ijb sagt:

    Na dann…

    Zurück zum Marxismus! (oder wie?)

  71. Katrin sagt:

    @ Nephalin: Warum sollte ein Feminismus das nicht leisten können? Weil manche Menschen ihn auf eine bestimmte Art definieren? Wir wollen ihn anders definieren, dazu sind wir hier. Wenn du mehr darüber wissen möchtest, was wir möchten, kann ich dir sehr das Buch „Wir Alphamädchen“ empfehlen, findest du auch auf dieser Seite. und auch die Erklärung von Geschlechterdemokratie sei dir ans Herz gelegt.
    Schönen Tag noch

  72. Susanne sagt:

    @ Nephalin: Vielleicht sollten wir vor jeder weiteren Diskussion klären, wie wir Feminismus definieren. Wir tun das gern so wie die Encyclopedia Britannica: „the belief in the social, economic, and political equality of the sexes.“

    (Dass wir hier echt noch mal beim Urschleim anfangen… Mannomann.)

  73. A.M. sagt:

    @Susanne

    Du musst uns Männern aber schon erlaubern, dass wir über die Begrifflichkeiten verwirrt sind ;-)

    Bsp. für „-ismen“:

    Männlicher Chauvinismus:
    Männer, die glauben, allein aufgrund ihres Geschlechts einen ÜBERLEGENHEITSANSPRUCH über Frauen herleiten zu können (siehe auch Machismus). Reiner Frauenhass wird als Misogynie bezeichnet

    Chauvinismus:
    ist der Glaube an die ÜBERLEGENHEIT der eigenen Gruppe

    Nationalismus:
    In der Umgangssprache und teilweise im neueren Sprachgebrauch wird darunter oft eine ÜBERHÖHUNG der eigenen Nation

    Ich gebe aber zu, dass ich mich bislang nicht kritisch mit dem Feminismus auseinandergesetzt habe, sondern – der Generation Doof folgend – unreflektiert Meinungen anderer übernommen habe.

    Bei einer näheren Untersuchung der Endung -ismus bin ich nämlich sofort auf zig Wörter gestoßen, die mit Überlegenheit nichts zu tun haben, man denke nur an „Metabolismus“ (Stoffwechsel)…

    Was mich nur ein wenig traurig stimmt ist, dass der Feminimus machmal dazu tendiert alles ins Gegenteil zu verkehren. Euch gefallen gemeine Witze über euer Geschlecht nicht? Naja, uns auch nicht über uns. Wenn ihr jetzt aber ins gleiche Horn stoßt, dann glaube ich nicht, dass dies hilft, die Geschlechter anzugleichen. Vielmehr wird es eine Pendelbewegung geben, in der sich die gegenseitige Geringschätzung hochschaukelt… Ihr habe doch eigentlich die Fähigkeiten (ich hoffe jetzt, dass das kein Rollendenken ist), die man als Soft Skills bezeichnet. Könnt ihr euch nicht einfach durchsetzen, auch ohne „es uns mit gleicher Münze heimzuzahlen“? Ich glaube nämlich, dass ihr ohnehin schon mehr männliche Unterstützer als Gegner habt… Hoffe, das geht jetzt ein wenig mehr in die Richtung „inhaltliche Diskussion“ des „wie“…

    Viele Grüße!

  74. Susanne sagt:

    @A.M.: Das soll hier keine „Wie du mir, so ich dir“-Veranstaltung sein (wie du sicher auch beim Lesen des Blogs schon gesehen hast). Das Bingo ist auch kein Angriff an DIE Männer, sondern piekst die Anti-Feministen an, die immer und immer wieder die gleichen „Argumente“ anbringen, um uns vom Eigentlichen abhalten: davon, unsere Zukunft gemeinsam zu verhandeln.

    Viele Grüße auch zurück!

  75. Nephalin sagt:

    Es geht hier nicht um die verallgemeinernde Begrifflichkeit der ´-ismen´. Es geht darum das Feminismus in welcher Form auch immer den Blickpunkt immer ausgehend vom weiblichen hat, da es sonst kein Feminismus wäre.
    Und eine derartige Vorbelastung in der Blickrichtung kann ein gesamtgeselschaftliches geleichberechtigtes (nicht zu verwechseln mit gleichGESTELLT) System nicht schaffen. (Natürlich funktioniert das auch nicht mit umgekehrteten Vorzeichen.) Denn dies würde nur funktionieren wenn die `andere Seite´ in diesem Fall die Männer, sich unter der feministischen also weiblichen Sichtweise definieren und damit ein Stück ihrer selbst verleugnen müsten. Wobei es ja nicht so wäre, als ob man mit derartigen Forderungen nicht schon konfrontiert wäre. Und auch von höchst offizieller Seite. Erinnert sei hier an den 12. Kinder- und Jugendbericht der letzten Regierung. Vieleicht kommen wir ja irgendwann auf eine Form des Humanismus zurück und dann versuchen wir´s nochmal. Bis dahin wird sich die gesellschaftliche Teilung auch weiterhin sehr schön in Blog´s wie diesem betrachten können. (und natürlich auch in denen der ´Gegenseite´.

    A.M. schreibt:
    „(ich hoffe jetzt, dass das kein Rollendenken ist)…,“

    ich fürchte leider doch – dann scheind ja die letzten Jahrzehnte doch was gewirkt zu haben. ;-)

    A.M. schreibt:
    „Ich glaube nämlich, dass ihr ohnehin schon mehr männliche Unterstützer als Gegner habt…“

    Das würde ich allerdings nicht so stehen lassen. Nach meiner persönlichen Wahrnehmung zeichnet sich hier eher ein gegensätzlicher Trend ab.
    Wobei man hierbei auch zwischen ´Gegnern´ und `Kritikern´unterscheiden sollte. Was auch nicht allen immer ganz leicht fällt.

    Zum Schluß noch 2-3 Sätze zur Geschlechterdemokratie. Als ich diese Begrifflichkeit verwendetet meinte ich das im Sinne der Definition des Wortes „Demokratie“ bezogen auf die zwischengeschlechtliche Situation und mit Sicherheit NICHT das was da bei Wekipadia zu finden ist.
    irgendwo hier fragte doch eine nette Dame nach der Rückkehr zum Marxsismus, ist noch niemandem aufgefallen das genau das da steht?
    Diese Ausführungen beschreiben eine neue Form der sozialistischen Jdee.
    Waren dahmals alle Arbeiter gleich sind es heute alle Geschlechter.
    Grundide ist wieder das Prinzip Gleichberechtigung=Gleichstellung. Was aber nun mal nicht der Fall ist bei genauer Betrachtungen schließen sich beide sogar ein Stückweit aus.
    Wenn das auch mit den weiterführenden Ausführungen wirklich eure Zielsetzung ist, dann scheind sich, außer den Assoziationen ´cool´ und ´sexy´ wirklich nicht viel geändert zu haben.

    Nephalin

    Die echte Kraft des Staates beruht darin, dass alle Mitglieder vom gleichen Eifer beselt sind und das allgemeine Beste jedem einzelnen am Herzen liegt. (Friedrich der Große)

  76. Christian Heier sagt:

    Wenn wir, wie hier stets ausdauernd angeprangert, „immer die gleichen ‚Argumente“ anbringen“, geschieht das vielleicht auch ein wenig als Reaktion darauf, dass wir ja von euch ebenfalls immer die gleichen Argumente (mit und ohne Gänsefüßchen) serviert bekommen. Wie sagte Winfried Schäfer vom KSC mal so schön, als ihm ein Journalist vorhielt, er gebe immer die gleichen Antworten? „Sie stellen ja auch immer die gleichen Fragen.“ Genauso ist es hier auch.

  77. Susanne sagt:

    Stimmt, voll nervig, dass auf einem feministischen Blog immer die selben Fragen gestellt werden.

    ((Dieser Thread wurde wegen ausufernder Trollerei geschlossen.))

  78. […] weiteren Googlen bin ich auf der Suche nach dem Begriff Fantastilliarde noch zufällig auf das First German Anti-Feminist-Bingo von einer Kathrin gestossen. Diese Wunschhaltung eines Feindbildes ist übrigens einer der Gründe […]

  79. […] 2.0 und Derailing for Dummies, Wieso soll ich sexistisch sein? und v.a. das strukturähnliche Antifeminist-Bingo2 […]