Einträge mit dem Tag ‘Internationaler Frauentag’


Zum 100. Frauentag: Eine Tasche voller Feminismus

8. März 2011 von der Mädchenmannschaft

Eine Gruppe von US-amerikanischen Student_innen rief im letzten Jahr den Feminist Coming Out Day aus, der auch heute zum 100. Internationalen Frauentag zelebriert wird. Sich als Feminist_in “outen” – auch heute ist das F-Wort ein Schreckgespenst in vielen Ohren. Nicht bei uns! Wir sprechen es laut und deutlich aus.

Eine Tasche voller Feminismus

Erzählt uns von eurem feministischen Coming Out! Wann habt ihr euch zum ersten mal mit Feminismus be­schäftigt? Wann wusstest ihr, dass ihr Feminist_in seid? Ob beim Girls Day bei der Feuer­wehr, auf einem Riot Grrl Konzert oder nach einem langen Gespräch mit der Mutter, die schon vor Jahr­zehnten für das Recht auf Abtreibung kämpfte, wir interessieren uns für eure Geschichten!

Eine Woche lang habt ihr Zeit, eure Geschichten aufzuschreiben. Nach Zufalls­prinzip losen wir am 15. März eine_n Geschichten­erzähler_in aus, der_die sich über eine Mädchen­mannschafts­tasche freuen darf.

Wir sind gespannt!


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100 Jahre Frauentag – ein geschichtlicher Überblick

8. März 2011 von Anna

Heute, am 8. März 2011 feiern wir den 100. Internationalen Frauentag. Anlass genug, diesen Tag und seine Geschichte mal über einen kurzen Lexikoneintrag hinaus genauer zu beleuchten.

Die Anfänge

Im August 1910 beschlossen in Kopenhagen auf der zweiten internationalen Frauenkonferenz etwa 100 Frauen aus 17 Nationen einen alljährlichen Frauentag, „um die Einführung des politischen Frauenwahlrechts zu beschleunigen“. Vor­geschlagen hatte diesen Tag die Sozialistin Clara Zetkin, zusammen mit Käthe Duncker und anderen Genossinnen. Der Beschluss lautete: „Im Einvernehmen mit den klassenbewussten politischen und gewerkschaftlichen Organisationen des Proletariats in ihrem Lande veranstalten die sozialistischen Frauen aller Länder jedes Jahr einen Frauentag, der in erster Linie der Agitation für das Frauen­wahl­recht dient. […] Der Frauentag muß einen internationalen Charakter tragen und ist sorgfältig vorzubereiten.“

Woher die Anregung für diesen Tag kam, ist heute nicht mehr eindeutig nachzuvollziehen. Als Ursprung genannt werden oft unter anderem eine De­monstration gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen und für gleichen Lohn von Arbeiterinnen in New York 1857 oder 1858, „die Streiks der Tabak- und Textil­arbeiter­innen 1908 in Manhattan“ und „der achtwöchige erfolgreiche Streik von 20 000 Hemden­näherinnen in der gleichen Stadt“. Inzwischen weisen laut Wiki­pedia jedoch mehrere Historikerinnen darauf hin, dass dieser Ursprung eine Legende ist, entstanden zu Zeiten des Kalten Krieges, um den Internationalen Frauen­tag von seinem sozialistischen bzw. kommunistischen „Erbe“ zu befreien.

Ein Grußtelegramm zum ersten Frauentag 1911 belegt, dass die unmittelbare Anregung tatsächlich wohl vom Beschluss der amerikanischen Sozialistinnen und Sozialisten von 1909 ausging „am letzten Februarsonntag große Propaganda für das Frauenwahlrecht und die Idee des Sozialismus zu veranstalten…“.

Wie gut der Vorschlag von Zetkin und Duncker in ihrer Partei, der SPD, ankam, ist unklar. Während die einen Quellen schreiben, dass sie sich nicht viele Freunde gemacht hätten und einige der Genossen ihnen  „Frauenrechtelei“ und „Extra­würste“ vorwarfen, ist an andere Stelle zu lesen, dass die SPD den Frauentag unterstützt habe – vordergründig um Frauen das Wahlrecht zu ermöglichen, wenn­gleich das eigentliche Ziel wohl eher darin zu vermuten ist, dadurch die Wähler­schaft der SPD zu vergrößern.

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Flüchtlingsfrauen werden laut

7. März 2011 von Magda

Women in Exile (WIE) ist eine Gruppe von (teils ehemaligen) Flüchtlingsfrauen, die die Situationen von Flüchtlingsfrauen aus feministischer Perspektive beleuchten und jene Gesetze bekämpfen, die für die teils unerträglichen Lebensbedingungen der Frauen verantwortlich sind. WIE fordert:

Keine Lager für Frauen! Lager abschaffen! Wohnungen für alle! Gegen jede Form der Unterdrückung, sei es aufgrund von Geschlecht, Aussehen, Herkunft, Alter, sexueller Orientierung oder Mo­bi­li­tät­sein­schränkungen.

(Mehr Informationen gibt es auch in der Infobroschüre.)

Rotes Plakat mit einem schwarzen Venusspiegel, in der Mitte eine gereckte Faus, darunter die Aufschrift: Frauen raus aus den Lagern. Alle Flüchtlingslager abschaffen! Demonstration, 8. März 16:30

Bitte klicken für Großansicht

Mit einer Demonstration in Potsdam am morgigen 100. Internationalen Frauentag wollen die Ak­ti­vist­_innen auf die Lebensbedingungen von Flücht­lings­frauen in Brandenburg aufmerksam machen. (Es ist eine Frauen­Lesben­Trans*-Demo, solidarische Män­ner sind außer­halb des FLT*-Blocks will­kommen. Auftakt ist 16.30 Uhr Breit­scheidt-Str./Karl-Lieb­knecht-Str., Pots­dam, S-Bhf. Babels­berg.)

Abends wird in Berlin eine queere Anti­pat­riar­chats­party und gleichzeitig Soliparty im Südblock für Voices in Exilesteigen, ein Workshop-, Buch- und Filmprojekt, dass ähnlich wie Women in Exile da­rauf abzielt, die Isolation weiblicher Flücht­linge und Asyl­suchenden aufzubrechen.


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Tiefer träumen und wacher handeln

5. März 2011 von Barbara
Jutta Limbach im Willy-Brandt-Haus Berlin

Prof. Dr. Jutta Limbach im Willy-Brandt-Haus Berlin; Foto: Marco Urban

Eine großartige Rede anlässlich des 100. Geburtstag des Internationalen Weltfrauentags am 8. März 2011 hat Jutta Limbach am Montag in Berlin gehalten. Im Rahmen eines Festakts im Willy-Brandt-Haus, der von SPD und ASF (Arbeitsgemeinschaft So­zial­demo­kra­tischer Frauen) ver­an­stal­tet wurde, hat sie den großen Bogen von Clara Zetkin und Käte Duncker bis heute gezogen:

Wir können uns am kom­men­den 8. März der Er­fol­ge ver­ge­wissern, die seit den Tagen der Alten Frauenbewegung er­run­gen wor­den sind. Die Errungenschaften sind uns nicht in den Schoß gefallen, son­dern – woran frau auch immer wieder erinnern sollte – in harten po­li­ti­schen Käm­pfen er­strit­ten wor­den. Die Herausforderungen werden sich nicht mit der Zeit erledigen, wie so gern behauptet wird. Immer wieder wird es „Hürden, Hindernisse und Blockaden auf dem Weg zur Ge­schlech­ter­gerechtigkeit geben.
Lassen Sie mich mit einer Mahnung von Eva Rühmkorf schließen, der wir soviel Impulse in Sachen Frauenpolitik verdanken: Wer die Welt ver­än­dern will, muss tiefer träumen und wacher handeln!

Die gesamte Rede kann hier als PDF gelesen werden.


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Riot Grrrls, demonstrierende Frauen und Mütter in Gefahrenzonen – die Blogschau

5. März 2011 von Magda
Dieser Text ist Teil 98 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Anna von different needs ist die neue Gastbloggerin beim Missy Magazin, wo sie in ihrem aktuellen Posting den offenen Brief von Judith Holofernes an die BILD Zeitung thematisiert. Auf ihrem eigenen Blog hat sie kürzlich ein feines Riot Grrrrl-ABC zusammengestellt, in dem sie Bands, Zines und die Ideale der Riot Grrrl-Szene vorstellt.

Im Mama Blog des schweizerischen Tagesanzeigers beschäftigt sich die Autorin Michèle Binswanger im Kontext der Demonstrationen in Nordafrika mit “Müttern in Gefahrenzonen“. Anlass war die brutale Vergewaltigung der Reporterin und Mutter Lara Logan (Achtung: Trigger Warnung), die aus Ägypten berichtete und am Tag von Mubaraks Rücktritt während der nachfolgenden Freudenparty auf dem Tahrir Square von Schlägertrupps schwer misshandelt wurde. Die Reaktion der Medien war einfach nur ekelhaft: Sexistische Berichterstattung über die “schöne Reporterin”, die auch Mutter ist, und eine ordentliche Portion Victim Blaming (Schuldzuweisung an das Opfer). Auf dem Mama Blog wird nun die Frage verhandelt: “Wie viele Zugeständnisse verlangt die Elternrolle und wie viel persönliches Risiko verträgt sie?

Sandra sucht für ihr Fotoprojekt noch immer Menschen, die eine queere Beziehung führen (wir berichteten). Auf ihrem Blog erfahrt ihr, wo sie gerade unterwegs ist und fotografiert bzw. wie ihr mit Sandra Kontakt treten könnt.

Die Denkwerkstatt führte anlässlich des 100. Internationalen Frauentags zum Thema Frauenbewegung in Österreich ein Interview mit Maria Mesner, Historikerin und wissenschaftliche Leiterin des Bruno-Kreisky-Archivs – Teil eins und Teil zwei. Außerdem auf der Denkwerkstatt ein Beitrag in Bildern: In Wien machten ein paar Dutzend Frauen schon mal auf die große Demo “20.000 Frauen am 19. März aufmerksam

Auf Afrika Wissen Schaft stellt Charlott eine wissenschaftliche Arbeit von ihr zum Thema “Männlichkeitskonzeptionen und der Staat unter Idi Amin” (Uganda) zur Verfügung.

Tanja Gabler ärgert sich auf ihrem Blog über die 100% Männerquote auf der Online Marketing Rockstars in Hamburg.

Das Mädchenblog hat ein Update zu der Situation von afghanischen Frauenhäusern: So wie es aussieht, werden die afghanischen Frauenhäuser nun doch nicht, wie ursprünglich geplant, unter staatliche Kontrolle gestellt (wir berichteten).

Ebenfalls auf dem Mädchenblog ein Aufruf: Die nächste femalepressure Radiosendung des freien Wiener Radiosenders ORANGE fällt genau auf den 8. März. Anlässlich zum Internationalen Frauentag suchen die Macher_innen der Sendung Statements und Sounds, die sich um Feminismus und Emanzipation im Musikgeschäft drehen.

Antje Schrupp schreibt – passend zur Jahreszeit – über die Erfinderin des Karnevals: die brasilianische Komponistin Francesca (alias Chiquinha) Gonzaga.

Für eine bessere Vernetzung der (queer/feministischen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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„In Erinnerung an die Erste Frauenbewegung Österreichs“

3. März 2011 von Helga

In der nächsten Woche ist es wieder soweit, am 8. März gibt es diesmal auch einen runden Geburtstag: Der Internationale Frauentag wird 100 Jahre alt. In Österreich wird sogar gleich zweimal demonstriert und gefeiert, denn am 19. März 1911 demonstrierten in Wien 20.000 Menschen für Frauenrechte. Dieses Jahr wird es daher viele Aktionen geben, etwa von der Plattform 20000 Frauen. Die Orga­nisation sammelt neben den Demovorbereitungen unter dem Motto „AUS! Aktion Umsetzung. Sofort.“ Forderungen von Frauen­projekten und Einzelpersonen.

Wie habt ihr zusammengefunden?

Viele der Frauen kennen und kannten sich schon aus anderen feministisch-politischen und/ oder persönlichen Zusammenhängen. Im März 2010 wurde von Hilde Grammel bei einer Veranstaltung im Verein Frauenhetz anlässlich des Internationalen Frauentages die Idee laut ausgesprochen, dass es angesichts der aktuellen Situation von Frauen einen Versuch wert wäre, wieder 20.000 Frauen protestierend auf die Ringstrasse zu bekommen. Auch andere Frauen in anderen Feldern hatten diese Idee. Im Zuge der Veranstaltungsreihe „Nachdrücklich – Vorbildlich“ von Petra Unger im Kosmostheater Wien 2010 wurde Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek zu einer Diskussionsveranstaltung eingeladen. Auch hier wurde die Idee erneut ausgesprochen. Schließlich kam es zum ersten Treffen interessierter Frauen im September am Volksstimme Fest auf der Jesuitenwiese im Prater. Seither finden regelmäßig Treffen statt. Die Gruppe ist zunehmend gewachsen, immer mehr Frauen haben sich der Idee angeschlossen und arbeiten engagiert an der Umsetzung mit.

Warum noch eine Demo abseits des 8. März?

Zwei junge Frauen die Plakate vor dem Körper halten. Das eine mit dem Venusspiegel, darunter die Schrift: AUS! Das andere mit der Aufschrift: Aktion Umsetzung. Sofort.

Bild über zwanzigtausendfrauen.at © Bettina Frenzel

Am 19. März 1911 fand die erste Demonstration für Frauenrechte auf der Wiener Ringstrasse mit 20.000 Frauen und einigen Männern statt. Dieses Ereignis jährt sich 2011 zum 100. Mal. In Erinnerung an die Erste Frauenbewegung Öster­reichs und auch im Sinne eines Jubiläums ist es ein geeigneter Anlass, an die­sem his­torischen Datum nochmals den Unmut der Frauen auf die Straße zu tragen.

Wie viele Frauen und Organisationen unterstützen Euch schon?

Wie viele Frauen es insgesamt sind, lässt sich nicht sagen. Auf unserer Website haben 78 einzelne Frauen, 142 österreichische Organisationen und 17 trans­nationale Organisationen ihre Forderungen online gestellt. Die Plattform wird von Spö-Frauen, Grünen Frauen, der Katholischen Frauenbewegung, dem Öster­reichischen Frauenring, den ÖGB-Frauen etc. unterstützt, die alle über große Netz­werke verfügen. Wie viele es wirklich sind, werden wir am 19. März 2011 sehen.

Was sind die häufigsten Forderungen? (weiterlesen …)


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Der Internationale Frauentag wird 100 und wir feiern!

18. Februar 2011 von Helga

Dieses Jahr ist es zum 100. Mal soweit: Am 8. März wird der Internationale Frauentag begangen. Schon vorher und auch danach gibt es in vielen Städten verschiedene Aktionen und Feiern. Falls ihr noch weitere kennt, ab damit in die Kommentare.

Tipp: Drücken von „Strg“ und „F“ (bzw. „⌘“ und „F“ für Mac-User_innen) öffnet ein Suchfenster im Browser, mit dem ihr ganz einfach nach dem Namen Eurer Stadt suchen könnt.

Erstaunlich viele Termine findet man bereits, wenn man in die lokale Terminsuchmaschine „Frauentag“ eingibt, etwa für das Münsterland. Da gehen die Festlichkeiten schon echt früh los, am 20. Februar präsentieren sich im Drensteinfurter Kulturbahnhof die lokalen Frauenverbände und das Wochenende darauf, genauer gesagt am 27. Februar gibt es in Steinfurt ein Frauenkulturfrühstück.

Auch in Bayern fanden schon einige Veranstaltungen statt, deutlich mehr kommen aber noch, etwa heute nachmittag ab 15 Uhr der Genderwalk in Kaufbeuren mit Ekin Deligöz. Mehr in der Übersicht von Bündnis90/Die Grünen. In München feiert ihr bei “Kafe+Film zum Internationalen Frauenkampftag” im Kafe Marat.

In Karlsruhe wird die Politikwissenschaftlerin Salua Nour über die Hintergründe des Aufstandes in Ägypten und die Rolle der Frauen berichten (via maedchenblog).

Fast am anderen Ende der Republik, in Paderborn, gibt es neben der Feier am 8. März (19 Uhr im Rathaus) ein breites Rahmenprogramm (PDF), mit besonderem Fokus auf Seminaren für Existenzgründerinnen und Berufsrückkehrerinnen – am 25. März ist schließlich auch wieder der Equal Pay Day. Weitere Termine aus dem Umland gibt es bei der Neuen Westfälischen.

Ebenfalls im Norden: Bremen und Bremerhaven. Dort gibt es ab dem kommenden Mittwoch den 23. Februar zahlreiche Veranstaltungen – der Auftakt ist eine Diskussionsrunde zu Migrantinnen in den Medien (19 Uhr bei Radio Bremen), zu der u.a. Hilal Sezgin nach Bremen kommt. Am 8. März wird dann in Bremerhaven unsere Autorin Helga Hansen an einer Podiumsdiskussion zum Frauentag teilnehmen.

Mit einem Hexenfrühstück beginnt am 26. Februar das Braunschweiger Programm. Mit u.a. einem Kickerturnier und einer Frauenparty bei der Eintracht am 8. März feiert frau dort vor allem die Frauenfußball WM 2011 in Deutschland.

In Brandenburg wird ab dem 4. März eine ganze Woche zur Frauenwoche (PDF) – mit besonderem Augenmerk auf die aktuellen Geschlechterdebatten.

In Potsdam wird es eine Demo unter dem Motto “Keine Lager für Frauen! Alle Lager abschaffen!” geben, mit einem FrauenLesbenTrans* Block (solidarische Männer sind außerhalb des FLT*-Blocks willkommen) ab 16:30 Uhr. Mehr Infos unter Women in Exile.

Die Osnabrückerinnen begehen den Frauentag auch schon im Voraus. Am 4. März gibt es in der Lagerhalle das Internationale Frauennetz-Fest und am Sonntag den 6. das traditionelle Frauenfrühstück der Gewerkschaftsfrauen in der OsnabrückHalle.

Ebenfalls am 6. März, ebenfalls ein Frauenfrühstück – aber in Bochum. Veranstaltet von der DGB Region Ruhr Mark, die auch mehrere Veranstaltungen in Hagen plant.

In Dresden gibt es am 7. März einen Vortrag zu „Frauenbewegung & Feminismus. Eine Geschichte seit 1789“ (PDF). Ab 19.00 Uhr in der Dreikönigskirche.

Ebenfalls in Dresden “100 Jahre Frauentag – Who cares?” (und noch ein pdf mit mehr Infos)

Zurück in den Süden: Termine in Österreich trägt übrigens das österreichische Frauenministerium zusammen. In Wien findet es eine “FrauenLesbenMädchen Demonstration” statt.

Mehr Veranstaltungen direkt am 8. März, wo ihr Magda Albrecht und Antje Schrupp hören könnt und was später noch kommt nach dem Klick! (weiterlesen …)


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Von Quotenfrauen, Aktivistinnen und Fußballerinnen

16. Februar 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 94 von 152 der Serie Kurz notiert

Im SWR2 Forum könnt ihr der Diskussion zum Thema „Ganz oben alles männlich - Welche Chancen haben Frauen in Unternehmen?“ lauschen.

Auch Susanne Klingner und Barbara Streidl diskutieren im DRadio Wissen über Frauen und Erwerbsarbeit, die Frauenquote und Feminismus: „Macherinnen ohne Quote“.

Immer noch nicht genug von der Quote? Heute Abend ist Meredith Haaf von der Mädchenmannschaft zu Gast bei der Sendung ZDF login im ZDF infokanal, bei der ebenfalls die Frauenquote diskutiert wird.

Daniela Schaaf von der Sporthochschule Köln untersucht im Auftrag der Fifa die Vermarktungsmöglichkeiten des Frauenfußballs. Im Interview mit dem tagesspiegel berichtet sie, dass das Vorurteil von der nicht werbefähigen „Kampflesbe“ in den Köpfen der berichtenden Journalisten noch sehr lebendig ist.

Auf Gender Across Borders wird mit zwei Annahmen über die Proteste in Ägypten aufgeräumt: Die Protestierenden sind entgegen der US-amerikanischen Berichterstattung weder naiv und irrational, noch gehen nur Männer auf die Straße. Unter den Protestierenden sind auch die feministische Aktivistin Nawal El Saadawi und die Journalistin Mona Eltahawy.

Nicht nur in Tunsien, Ägypten und anderen Ländern gehen die Menschen auf die Straße: Laut der Berliner Zeitung folgten am Sonntag in Italien Hunderttausende dem Aufruf von Regierungskritiker_innen, die genug von Sexskandalen und dem Frauenbild Silvio Berlusconis haben. So zogen die Demonstrant_innen mit Parolen wie „Italien ist kein Bordell“ durch Rom.

Der internationale Frauentag jährt sich 2011 zum hundertsten Mal. Der vorwärts würdigt das Jubiläum mit einer eigenen Ausgabe, erstellt nur von Frauen. Und ruft Leser und Leserinnen, Blogger und Bloggerinnen auf, sich mit eigenen Beiträgen zu beteiligen.

In der Tikkun Daily wird die Bloggerin Fatemeh Fakhraie vorgestellt, die die Muslimah Media Watch gegründet hat. Außerdem schreibt sie für das Bitch Magazine, Racialicious und auf ihrem eigenen Blog. In den nächsten Tagen werden noch weitere Muslim_innen vorgestellt, die online „Wellen schlagen“.

Die Zeit stellte eine polyamore Familie vor und räumt mit dem Vorurteil der Orgien ohne Selbstkontrolle auf. Tatsächlich erfordere Polyamorie vor allem Diskussionen, Reflektion und Organisation.

Zu ihrem Buch Feminismen und »Neue Politische Generation« haben Anne Lenz und Laura Paetau ein Interview gegeben, in dem sie die Strategien feministischer Strömungen diskutieren.

Queer/feministische Termine für diesen Monat findet ihr in unserer Übersicht für Februar, die ihr gern in den Kommentaren weiter ergänzen dürft. Wir suchen übrigens für den kommenden Monat wieder queer/feministische Partys, Proteste, Lesungen, Filme, Aktionen… Veranstaltungshinweise könnt ihr über unser Kontaktformular an uns senden, auf unsere Facebook-Wall posten oder per Twitter an @grrrls_team schicken.


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Gewinner_in: Eine Tasche voller Ideen

15. März 2010 von der Mädchenmannschaft

Anlässlich des Frauentages fragten wir

Wo liegen eurer Meinung nach noch die größten Problemfelder in unserer Gesellschaft, was das Thema Gleichberechtigung anbelangt? Welche Themen sind auf dem Weg in eine geschlechtergerechte Zukunft wichtig und wofür lohnt es sich zu kämpfen?

Viele interessante Beiträge folgten und da wir uns bei 32 Kommentaren nicht entscheiden konnten, ließen wir den Zufall spielen. Eine nichtsahnende Freundin tippte eine Zahl zwischen 1 und 32 - et Voilà: So wurde der Beitrag #8 von steve, the pirate zum Gewinnerkommentar der Verlosung unserer letzten Angela Davis-Tasche:

“..Man darf doch wohl mal träumen dürfen!”
Dann träume ich mal ein bisschen:
Das sich Frauen weniger vom Aussehen ihres Körpers unter Druck setzen lassen und so mehr Spaß am Leben haben.

Bitte schreibe uns eine E-Mail mit deiner Adresse an mannschaftspost(at)web.de!

Tolle Beiträge noch einmal zum Nachlesen kamen u.a. auch von

  • riot.grrrl: ”Das Problem liegt nicht in dieser Gesellschaft, diese Gesellschaft ist das Problem”
  • nothingelse89: “Ein großes Problem liegt meiner Meinung nach im überalteten Männerbild”
  • lantzschi: “In Bezug auf Frauen halte ich es im Sinne von Gleichberechtigung weiterhin für wichtig und richtig, mehr auf strukturelle Gegebenheiten abzustellen”

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Frauentag abschaffen?

8. März 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 14 von 18 der Serie Grundsatzfragen

Anlässlich zum Internationalen Frauentag schreibt Alice Schwarzer: “Schafft den 8. März ab!” Mit gewohnt spitzer Feder geht sie der Geschichte des Frauentages auf den Grund und konstatiert, dass dieser in einer frauenfeindlichen Tradition stehe – und deshalb abgeschafft werden sollte.

Der 8. März ist eine sozialistische Erfindung, die auf einen Streik von tapferen Textilarbeiterinnen zurück geht und 1910 auf der 2. Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen in aller Form beschlossen wurde. „Genossinnen! Arbeitende Frauen und Mädchen!“ schrieb Clara Zetkin 1911 in der (k)Gleichheit, „der 19. März (der später zum 8. März wurde, Anm.d.Red.) ist euer Tag. Er gilt eurem Recht!“

Doch gerade die Frauenbewegung entstand bekanntermaßen Anfang der 1970er Jahre im Westen nicht zuletzt aus Protest gegen die Linke. Eine Linke, die zwar noch die letzten bolivianischen Bauern befreien wollte, die eigenen Frauen und Freundinnen aber weiter Kaffee kochen, Flugblätter tippen und Kinder versorgen ließ. Und die realsozialistischen Länder waren in den obersten Etagen bekanntermaßen auch frauenfrei. Unter diesen Vorzeichen ist die Übernahme des sozialistischen Muttertags als „unser Frauentag“ für Feministinnen, gelinde gesagt, der reinste Hohn.

Schaffen wir ihn also endlich ab, diesen gönnerhaften 8. März! Und machen wir aus dem einen Frauentag im Jahr 365 Tage für Menschen, Frauen wie Männer.

Was denkt ihr? Ist die von Schwarzer konstatierte frauenfeindliche Tradition ein Grund, diesen abzuschaffen oder ist es wichtig, einen Internationalen Frauentag als Symbol für den Kampf um die Gleichberechtigung zu behalten?

In der Rubrik “Grundsatzfragen” diskutieren wir Grundsätzliches zum Feminismus. Wenn ihr Vorschläge für Grundsatzfragen habt, dann mailt sie an mannschaftspost(at)web.de.


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