Einträge mit dem Tag ‘Afghanistan’


Racial Profiling, Sexarbeit, Lesetipps und mehr – Kurz notiert

24. Oktober 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 170 von 243 der Serie Kurz notiert

Bereits im März entschied das Arbeitsgericht Berlin zu Gunsten einer Frau, die ihre Ausbildung nicht antreten durfte, da sie ihr Kopftuch nicht ablegen wollte. Erst jetzt wird die Entscheidung berichtet, u.a. schreibt dieStandard zum Thema.

Was hat Radiohören mit einer nackten Frau* zu tun? Richtig: Gar nix! Aber Antenne MV denkt da wohl anders. Sexismus soll in Mecklenburg Vorpommern wohl Radiozuhörer_innen locken, oder was hat ein nackter Rücken einer normschönen Frau* (facebook-Link) [Edit: Das Bild wurde mittlerweile von FB entfernt.] auf dem Plakat zu suchen? Antenne MV schreibt selbst: “Ihre Meinung ist uns wichtig“. Also ran an die Tasten und den Radiomenschen die Meinung gegeigt! (Danke an Tom für den Hinweis über unsere facebook-Seite).

Vor einigen Tagen fand in Berlin die Tagung “Racial Profiling Reloaded” statt. Wer_welche nicht da war, kann nun im bereitgestellten PDF-Reader allerhand Texte auf 65 Seiten nachlesen. (teilweise Englisch)

[Content warning: Beschreibung von fatshaming] Stella Boonshoft hat ein Selbst-Potrait veröffentlicht – für all jene Leute, die sie aufgrund ihres Körpers diskriminiert haben, aber in allererster Linie für sich selbst. (Englisch)

Sybille Berg hat diese Woche beim SpiegelOnline zum Thema Sexarbeit geschrieben. Im Forum von und für SexarbeiterInnen gibt es eine prägnante Antwort: “Sie verwechseln da etwas Frau Sibylle Berg“.

[Triggerwarnung: Auschreiben und Thematisieren von V*rg*w*ltigung/ r*p*] Comedy ohne Frauenhass, das ist doch wirklich nicht zu viel verlangt, findet Suzanne Beishon und schreibt darüber, warum Vergewaltigung einfach kein Witzthema ist. (Englisch)

DieStandard berichtet über Kritiken am afghanischen Präsidenten Karzai durch Politikerinnen. Sie werfen ihm vor, dass er die Ereignisse um Malala Yousafzai instrumentalisieren würde.

Auf der Suche nach Lesestoff? Bei zahrawithaz gibt es eine Leseliste mit mittlerweile 66 Büchern von queeren Autor_innen of Colour. (Englisch)

In Wien lief diese Woche ein Theaterstück zu Julian Assange. Alles wichtige dazu hat Vina Yun analysiert. Der Teaser zum Text ist schon einmal so passend, dass er hier zitiert werden soll: “Warum Theaterregisseurin Angela Richter Täter und Opfer verwechselt und im Bett nur Konsens wirklich sexy ist”!

[Triggerwarnung: Auschreiben und Thematisieren von V*rg*w*ltigung/ r*p*] Einen Abend vor der letzten Präsidenten-Debatte haben Aktivist_innen in Anspielung an das Zitat von Todd Akin von “legitimer Vergewaltigung” mit einer Lichtinstallation u.a. den Satz “Rape is Rape” ans Kapitol in Washington D.C. (USA) projeziert.

In Berlin findet ab heute das Pornfilmfestival 2012 statt. DieStandard berichtet zu diesem Anlass über Pornos fernab des Mainstream und neue feministische Filmemacherinnen.

Termine in Berlin, Bonn, Düsseldorf, Gießen, Halle, Hamburg und Paderborn nach dem Klick:

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Protest gegen Residenzpflicht und andere menschenunwürdige Asylpraxen- Kurz verlinkt

17. Oktober 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 169 von 243 der Serie Kurz notiert

Unter dem Motto „Willkommen in Berlin! Für einen menschenwürdigen Aufenthaltsstatus in Deutschland! Asyl und Bewegungsfreiheit sind keine Privilegien, sondern Menschenrechte!“ fand am 13.10. in Berlin eine Demonstration statt. Ausgangspunkt war das Refugee Tent Camp, welches es seit dem 6. Oktober gibt. Alle Informationen über das Camp und den Protest findet ihr auf der Seite des Camps. Dort gibt es auch einen Pressespiegel, der die bisherigen erschienen Artikel auflistet.

Am 15. Oktober wurde dann die Botschaft Nigerias besetzt. Das “Warum” wird in einer Pressemitteilung erläutert. Die taz berichtete auch über die Besetzung und das folgende massive Eingreifen der Polizei. Es kam zu einer Reihe von Festnahmen und gewaltvollen Übergriffen durch die Polizei und es gab eine spontane Protestdemo.

[Triggerwarnung: Im Text Thematisierung von sexualisierter Gewalt] re-empowerment, das Forum von und für Frauen gegen Partnerschaftsgewalt, hat eine Stellungnahme zum aktuellen Gebahren von Jörg K. geschrieben.

DieStandard berichtet über die umstrittene Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs.

Elektronische Musik, wie so viele Musikrichtungen, wird oftmals mit dem Schaffen von Männern verbunden. Flavorwire aber stellt zehn Pionierinnen dieser Musikrichtung vor. (Englisch)

Die Initiatve “Fußballfans gegen Homophobie” möchte sich weiterentwickeln und die taz berichtet darüber.

Es gibt ein großartiges neues Tumblr, in dem Frauen, die sich in Wissenschaftskreisen bewegen (ob als Doktorandinnen, Dozentinnen oder Professorinnen) von ihren Erlebnissen mit mansplaining aka herrklären berichten. (Englisch)

[Triggerwarnung: Im Text Thematisierung von sexualisierter Gewalt] DieStandard schreibt über eine aktuelle Aktion der feministischen Aktivistinnengruppe Femen.

Ellen Draxel zeigt in ihrem Artikel für die Süddeutsche, was Altersarmut bedeutet und warum diese besonders oft Frauen betrifft.

Die Afrikanische Union hat mit Nkozosana Dlamini-Zuma erstmals eine Frau im höchsten Amt als Komissionschefin.

[Triggerwarnung: fatshaming, und auch entsprechendes Vokabular] Frauen, die nicht bestimmten Körpernormen entsprechen, haben es schwer in Hollywood. Auf Jezebel wird gezeigt, wie zwar mittlerweile mehr Frauen, die nicht dieser Norm entsprechen, Rollen bekommen, diese aber oftmals mit Klischees belegt sind und_oder die entsprechenden Schauspielerinnen oft diskriminiert werden. (Englisch)

Die taz schreibt über eine Studie, die drei Jahre lang Ursachen der niedrigen Geburtenzahlen in Deutschland, Österreich und der Schweiz analysiert hatte.

Skateistan ist eine NGO, die in Kabul gegründet wurde und Skateboarden, Bildung und Empowerment zusammenbringt. Zur Zeit sind 40% der Teilnehmenden in Afghanistan Mädchen. Aber mehr in diesem Video:

Nach dem Klick gibt es noch allerhand an Terminen in Aschaffenburg, Berlin, Bochum, Hamburg und Oberhausen:

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(Cis-)Sexismus und die Vereinbarkeitsdebatte – kurz verlinkt

4. Juli 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 159 von 243 der Serie Kurz notiert

In Afghanistan kämpft eine Familie dafür, dass die Vergewaltigung der Tochter ernst genommen wird – nicht so einfach, wenn die Beschuldigten Polizisten sind, wie die New York Times berichtet.

Mal wieder eine super Idee aus München: Sexismus für eine saubere Isar. Widerliche zweideutige Sprüche und die Aussicht auf die jungen „Müll-Feen“ in rosa Shirts sollen Umweltverschmutzer bekehren. Weil bestimmt auch noch nie eine Frau etwas in die Isar geworfen hat.

A propos sexistische Kampagnen: Sociological Images zeigt, mit welchen gestalterischen Mitteln Frauen zu Sexobjekten gemacht werden.

„Ich steh’ auf Frauen und Transmänner.“ Was an dieser Aussage cissexistisch ist, erläutert Jos Truitt auf Feministing und damit, warum Begehren politisch ist.

Die Amadeu Antonio Stiftung hat eine Broschüre zu israelbezogenem Antisemitismus herausgegeben.

Gute Nachricht zur Gesundheitsreform in den USA: Sie ist ver­fassungs­kon­form! Noch eine gute Nachricht, diesmal aus Deutschland: Eine lesbische Iranerin wird doch nicht abgeschoben. Zuvor hatte ihr noch ein Gericht geraten, sie solle einfach unauffälliger leben.

Warum gibt es Rock Camps nur für Mädchen? Weil Frauen in der Rockmusik immer noch ganz furchtbar unterrepräsentiert sind. Zehn coole Gitarrist­innen stellt da zum Glück das Paste Magazine vor.

Bei dem derzeit populären Thema „‚50 Shades of Grey‘ enthüllt endlich, wie gern Frauen unterworfen werden wollen“ wird leider total übersehen, dass dies wirklich nichts neues ist. Denn weibliche Dominanz und männliche Submission werden bis heute nur ertragen, wenn sie doch irgendwie in traditionelle Rollen gestopft werden. Die Mechanismen zeigt das Bitch Magazine auf.

Letzte Woche verwiesen wir auf „Why Women can’t have it all“ – und reichen jetzt tatsächlich einmal die Frage „What about teh menz?“ nach, gestellt von keiner Geringeren als Jessica Valenti bei The Nation. Denn dass Vereinbarkeit von Familie und Beruf immer noch als reines Frauenthema gilt, muss sich dringend ändern.

Die Olympionikin Sarah Robles ist die stärkste Frau in den USA, dennoch lebt sie in Armut. Für Sponsoring-Verträge ist sie nicht konventionell schön und schlank genug. Auf indiegogo gibt es eine Kampagne um sie und ihren Trainer zu unterstützen. Auf Pretty Strong bloggt sie mit ihrer Kollegin Jessica Gallagher übers Gewichtheben und Diskriminierung.

Mensch kann es den Medien nicht oft genug sagen: Misshandlungen von Kindern und Vergewaltigungen sind keine „Sex Skandale“. Sexualisierte Gewalt mit ein­ver­nehm­lichen Sex gleichzusetzen ist Verharmlosung, rantet Mary Elizabeth Williams bei Salon.

Beim „Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin“ wimmelte es leider nur so von rassistischen und islamophoben Vorschlägen. Das Leipziger Netzwerk gegen Islamophobie und Rassismus hat daher einen Offenen Brief verfasst, diesen diskriminierendem „Meinungen“ keine weitere Plattform zu bieten. Der Brief kann mitgezeichnet werden.

Termine gibt es diesmal für Darmstadt, Paderborn und Mainz, sowie „im Internet“: (mehr …)


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Applaus für… Zarifa Qazizadah

5. Juni 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 23 von 29 der Serie Applaus für

2004 hatte sie die Wahlen noch verloren – zwei Jahre später wurde Zarifa Qazizadah zur ersten Bürgermeisterin in Afghanistan gewählt. Die 50-Jährige hatte ihr ur­sprüngliches Wahlversprechen, Elektrizität für ihr Dorf, eingehalten. Dafür hatte sie ihren Schmuck verkauft und eine Hypothek auf ihr Haus aufgenommen. Seitdem ist die Liste ihrer Errungenschaften noch deutlicher länger geworden.

Die Erlöse der Elektrifizierung steckte Qazizadah in den Bau einer Brücke, um den Anschluß an das Straßennetz zu verbessern und einer Moschee, die Männern und Frauen gemeinsam offen steht. Bekannt ist sie außerdem für den Einsatz auf der Straße: Regelmäßig patroulliert sie, als Mann verkleidet, mit ihrem Motorrad auf der Straße (die BBC hat ein schönes Foto) und einmal zog sie mit einem Traktor ein Auto aus dem Graben.

Seit dem Fall der Taliban arbeitet Qazizadah ehrenamtlich. Sie unterstützt Impf- und Alphabetisierungsprogramme und führt auch die lokale Frauenversammlung an. Früh verheiratet und inzwischen Mutter von 15 Kindern, bzw. Großmutter von 35 Enkeln, musste sie ihre Bildung leider abbrechen. Trotzdem hat sie nun ein großes Ziel: einen Sitz in der Nationalversammlung, wie sie der Deutschen Welle verriet.

Zuhören kann mensch Zarifa Qazizadah auch. BBC Outlook hat am 16. Mai ein Interview mit ihr geführt (allerdings nur auf Englisch).


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Unbefleckte Empfängnis, Angela Davis und eine afghanische Präsidentschaftskandidatin – kurz notiert

18. April 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 148 von 243 der Serie Kurz notiert

Die anti-rassistische Aktivistin und Professorin Angela Davis hat an der University of Kansas über feministische Kämpfe heute und damals gesprochen.

Auf Crunk Feminist Collective schreibt crunktastic über ihre Dating-Erfahrungen als dicke Frau.

Jede Woche der gleiche Mist in den USA: Diese Woche ist der US-amerikanische Bundesstaat Arizona in den Schlagzeilen, weil ein Gesetzesentwurf nun vorsieht, dass Frauen bereits zwei Wochen vor der Empfängnis als schwanger gelten sollen – so sind sie quasi immer schwanger.

Wer braucht Feminismus?

Die schwedische Kulturministerin hat sich einen unglaublich rassistischen Totalausfall geleistet – ohne Worte. (Triggerwarnung für die Kommentare bei uns, dort wird die Aktion noch einmal sehr genau beschrieben.)

Die fünfzehnjährige Tavi Gevinson, Gründerin von RookieMag.com, einem Online Magazin für Mädchen und junge Frauen, spricht über vier Jahre Rookie, Feminismus und das ständige Ausprobieren als Teenager.

Erstaunlich visionäre Spielkarten von 1902 hat io9 gefunden. „Die Frauen der Zukunft“ heißt eine Serie, die gleich doppelt anzügliche Bildchen zeigt: Weibliche Abgeordnete und Jouarnalistinnen in „sexy“ Posen! Heute arbeiten Frauen tatsächlich in diesen Berufen und die Vorgabe, sexy zu sein, ist überall.

Das Gender Pay Gap der letzten neun Jahre hat Flowing Data einmal visualisiert.

Am Wochenende haben in Afghanistan Frauen gegen die aktuelle Politik demonstriert, die stark auf die Taliban zugeht. Außerdem berichtet msnbc.com, dass Fawzia Koofi 2014 als erste Präsidentschaftskandidatin antreten wird.

Warum der Ausspruch “Ich bevorzuge kleine Brüste” nicht immer hilfreich ist, erörtert Caperton auf Feministe.

Weiter unterirdisch bleibt der Umgang des US-Militärs mit Opfern von sexualisierter Gewalt. Sie werden nicht ernst genommen, sondern als psychisch krank eingestuft, um die Vorgänge zu vertuschen, so Jezebel.

Neues zum Thema “Lego und ihr gegendertes Spielzeug in der Kritik“: Abgeordnete der Firma werden sich zu einem Gespräch mit den Initiatorinnen der Online-Petition gegen Legos sterotypes Mädchenbild treffen.

Die Termine: (mehr …)


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Gemischte Nachrichten aus Afghanistan und Pakistan

12. März 2012 von Helga

Zum ersten Mal in der Geschichte ging dieses Jahr ein Oscar nach Pakistan. Die Filmemacherin Sharmeen Obaid-Chinoy wurde für „Saving Face“ ausgezeichnet und widmete die Ehrung gleich allen Frauen Pakistans. Denn Saving Face zeigt, wie pakistanische Frauen nach Säureanschlägen leben. Je nach Schätzung werden immer noch 600 bis weit über 8.000 Frauen jährlich Opfer von überwiegend männlichen Tätern, so Foreign Policy. Bisher führen nur 2 Prozent der Anzeigen zu Verurteilungen – auf Druck weiblicher Abgeordneter wurden Ende letzten Jahres aber endlich mehrere Frauenschutzgesetze verabschiedet, die u.a. härtere Strafen und stärkere Regulierung des Säureverkaufs vorsieht. Wie The Nation berichtet, sind auch Zwangsheiraten, das Verweigern des Erbes und weitere Praktiken strafbar geworden.

Die Initiativen in Afghanistan gehen dagegen in die andere Richtung. So hat der Ulema-Rat vorgeschlagen, die Geschlechtertrennung voranzutreiben. Frauen sollten laut taz bei der Arbeit oder unterwegs nur noch mit verwandten Männern zusammen sein. Das kommt bei der jungen Bevölkerung allerdings schlecht an – die BBC hat Beispiele des Protests im Internet gesammelt. Doch auch auf der Straße wird protestiert. Der Spiegel porträtiert die junge Künstlerin Shamsia Hassani. Sie sprayt politische Grafitti an Häuserwände in Kabul und hat ein Kunstkollektiv gegründet.


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Abstimmen beim Zukunftsdialog und neue homophobe Gesetze – kurz verlinkt

29. Februar 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 141 von 243 der Serie Kurz notiert

Im Zukunftsdialog mit der Bundeskanzlerin werden derzeit ja Vorschläge zur Frage „Wie wollen wir zusammenleben?“ gesammelt. Wie wäre es mit mehr Diversity und weniger Rassismus?

Wie sollten Autor_innen mit Kritik umgehen? Was gar nicht geht: „das ist alles gar nicht problematisch und ihr regt Euch sinnlos drüber auf“. Jeph Jaques, Schöpfer des Webcomic Questionable Content über Intention und negative Signale.

Gestern zeigte Frontal21 einen Bericht über die (katastrophale) Situation von Hebammen in Deutschland, die freiberuflich Geburten begleiten. Trotz Versprechen der Politik hat sich seit den Protesten 2010 nichts mehr getan. Nachzuschauen ist er in der Mediathek.

Mutterschaft als patriarchales Konstrukt – am Beispiel der Serie Mad Men. Mamas Digest in DieStandard.at verbindet Mutter Betty mit der feministischen Theoretikerin Adrienne Rich. Die Princess Free Zone hat die Legowerbung von neulich einmal aufgearbeitet:

Links eine Legowerbung von 1982 mit einem rothaarigen Mädchen, das stolz ihr Legowerk in die Kamera hält, rechts ein Foto eines Mädchen von 2012 das ebenfalls ein buntes Gebilde hochhält. Darunter die Schrift: Children haven't changed. We have.

Mit freundlicher Genehmigung von Michele Yulo

Dear shitbag” beginnt der Brief einer College-Studentin an ihren Vergewaltiger. In deutlichen Worten beschreibt sie ihren Kampf, ihre Angst und ihre Probleme, das Erlebte zu verarbeiten, daher auch eine Triggerwarnung.

Die Revolutionary Association of the Women of Afghanistan (RAWA) prangert Geldverschwendung des afghanischen Bildungsministeriums an. Von 5,8 Millionen Dollar würden 80 Prozent verschwendet und z.B. nicht mehr tätigen Lehrern gezahlt. (Triggerwarnung für den Header)

Im Iran stehen am Freitag die Parlamentswahlen an. Im Vorfeld werden Blogger_innen massiv eingeschüchtert, berichtet SpiegelOnline. Besonders betroffen sind auch Frauenrechtlerinnen.

Die Medizinkarriere ist weiter männlich, stellt die Ärztezeitung fest. Und das obwohl Medizinstudentinnen inzwischen in der Mehrheit sind.

Die Jugendsendung Yourope von arte hat sich zuletzt dem „Feminismus im 21. Jahrhundert“ gewidmet – leider auch mit so einigen antifeministischen Klischees.

Nach dem ugandischen Gesetz gegen Homosexualität gibt es nun leider auch in Liberia einen entsprechenden Vorschlag, berichtet Global Voices. Die Präsidentin und Friedesnobelpreisträgerin Ellen Johnson Sirleaf schweigt dazu bisher.

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Mit Highheels gegen das Patriarchat – die Neuigkeiten der Woche

20. Oktober 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 126 von 243 der Serie Kurz notiert

Am Wochenende war die Mädchenmannschaft beim Barcamp Frauen. Verena berichtete bereits für den Freitag und für uns. Auch in der tazim Vorwärts und der Seite der SPD gibt es jeweils einen Rückblick.

Männer mit Behinderungen sind stärker von sexueller Gewalt betroffen als Männer ohne Behinderungen, so die LA Times.

Die ukrainischen Femen waren und bleiben aktiv: “Mit Highheels und oben ohne gegen das Patriarchat.”

Heute hat die Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek ihren 65. Geburtstag. DieStandard hat ein Porträt von Jelinek.

Unter den 1.133 Kandidat_innen, die in das Parlament in den Oman wollten, waren 77 Frauen: eine davon hat es geschafft.

In Afghanistan ist die Frauenquote im Parlament zwar höher, beim Wiederaufbau sei die Situation der Frauen aber zu lange vernachlässigt worden. Nach inzwischen zehn Jahren internationalen Einsatzes sei es immer noch nicht zum Strategiewechsel, vom militärischen, hin zum zivilen Aufbau gekommen, so die Ärztezeitung.

Junge Männer möchten gerne aufmerksame Väter mit Zeit für ihre Kinder werden, so die Süddeutsche. Nach der Geburt ist dann aber doch wieder das traditionelle Familienmodell angesagt. Schuld daran: Der Gender Pay Gap. Denn wenn er mehr verdient als sie, begräbt der Kontostand alle guten Vorsätze.

Über die Schwierigkeiten von Transgendern im Libanon berichtet der Daily Star (und einem kleinen Happy End).

Die ING-DiBa spendet je 1.000 Euro an die beliebtesten 1.000 Vereine. Das Girls Rock Camp freut sich über deine Stimme! Bis zum 15. November könnt ihr noch voten.

Es hört nicht auf: In der taz wird wieder einmal das “post-gender”-Konzept der Piraten diskutiert.

Termine nach dem Klick:

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Ein schwules Dorf, Frauenradio und Afghanistan – kurz notiert

16. September 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 122 von 243 der Serie Kurz notiert

In Großbritannien ist eine Einschränkung der Abtreibungsgesetze erstmal vom Tisch. Freie Kliniken, die Abtreibungen durchführen, dürfen weiter Beratungsgespräche anbieten. Konservative Abgeordnete hatten das verbieten lassen wollen, um „unabhängige Berater_innen“ zu stärken – die allerdings oft von Abtreibungsgegnern finanziert werden, so der Guardian.

Gibt es einen typisch weiblichen Führungsstil? Nein, sagt eine neue Studie. Führungskompetenz ist eine Frage der Persönlichkeit, nicht des Geschlechts.

Ein Dorf nur für Schwule? Soll’s bald geben und zwar in Andalusien. Äußern soll sich das vor allem in rosa angestrichenen Häusern. Ähm ja. Die Frage ist ja eh, ob das wirklich ein schwules Dorf werden soll oder “gay” einfach nur mal wieder männlich übersetzt wurde. Aber wollen Lesben überhaupt ein eigenes Dorf? Und welche Farbe hätten die Häuser dort?

Bessere Nachrichten kommen aus Frankreich: Dort soll nun auch in Schulbüchern stehen, dass sexuelle Identität nicht nur durch die Biologie bestimmt wird.

“filia. die Frauenstiftung” bittet um Spenden für den ersten und bisher einzigen Frauenradiosender in Ägypten, die “Girls only Radio Station”. Am 28. September findet in Hamburg außerdem die Veranstaltung “Ägyptens Mädchen melden sich zu Wort” statt, ein Pressetermin mit Amani Eltunsi, Gründerin von “Girls Only Radio Station”.

In China ändert sich das Scheidungsrecht: Eine gemeinsame Wohnung wird jetzt nicht mehr zwischen den Partnern aufgeteilt, sondern soll an den registrierten Besitzer gehen. Das sind aber traditionell fast immer die Männer. Damit werden  junge Frauen zur neuen Immobilienverkaufszielgruppe und heiraten jetzt auch endlich alle nur noch aus Liebe und nicht mehr, um sich eine Wohnung zu erschleichen. Juhu!

Die Frauenfrage bei den Piraten, anlässlich der Berlinwahl mal wieder neu aufgerollt, diesmal von der taz.

Ebenfalls in der taz: Ein Interview mit der Aktivistin Noorjahan Akbar über die Situation von Frauen in Afghanistan und die Rolle und Verantwortung des Westens diesen gegenüber: “Da die westlichen Länder sich hier aber engagiert und den Frauen einige Freiheiten gebracht haben, können sie jetzt nicht so einfach gehen und alles wieder den Taliban überlassen.”

jezebel.com berichtet (auf Englisch) über die Suche von American Apparel nach einem so genannten “plus size model” und über Nancy, die sich als ein solches beworben hat. Mit guten Fotos und klugen Gedanken.

Die feministischen Parteien Europas wollen 2014 ins Europaparlament. Was die Vertreterinnen dieser Parteien bei ihrem Treffen Ende August sonst noch besprochen haben, steht bei dieStandard.

Sind Männer, die Frauen die Tür aufhalten Sexisten? Erika Lust kommentiert in ihrem Blog solche und andere Überlegungen.

Hugo Schwyzer im Gespräch mit dem Bitch Magazine über Männer unter Schönheitsdruck.

James Kaliardos ist “Makeup Artist” und ließ sich bei seinem letzten großen Job vom “afrikanischen Gesicht” inspirieren. Aha. Bei jezebel.com wurden wohl ebenfalls die Köpfe geschüttelt.

Termine gibts auch noch. Nach dem Klick:

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Fußball, Google+ und Philosophie: überall Frauen.

20. Juli 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 114 von 243 der Serie Kurz notiert

Das Bitch Magazine schreibt ausführlich zu “Homophobic Friends“, dem Videoprojekt von Tijana Mamula, die aus 10 Staffeln der bekannten US-Serie Friends Szenen herausschnitt und neu zusammensetzte, die homophobe, trans*phobe und/oder heterosexistische “Witze” enthielten. Heraus­gekommen ist eine “neue Folge Friends”, “Homophobic Friends”, eben.

J-Walk veröffentlicht DEN Hausfrauenguide anno 1955.

In New York darf frau übrigens oben ohne durch die Straßen gehen. Jordan Matter hat 80 Frauen dabei über Jahre fotografiert, berichtet der Bust Blog und verweist auf eine fotografische Vorschau zum Buch “Uncovered”.

Schwarz weißes Foto eines älteren Pärchens auf einem Motorrad. Er lenkt mit schwarzem Helm und Sonnenbrille, sie sitzt oben ohne dahinter.

Der “Gender and Digital Politics“-Report (PDF) meint, es gäbe wenig politische Bloggerinnen. Cath Elliott ist auf owni.eu anderer Meinung. Der Total Politics Award, im Report als Indiz angeführt, habe bisher eine Reihe an (feministischen) Bloggerinnen ignoriert, außerdem stelle sich mal wieder die Frage: „Warum entscheiden eigentlich immer Männer, was Politik ist und was nicht?“

Die indische Webseite Tehelka hat 11 bizarre Ver­gewaltigungs­ent­schuldigungen gesammelt.

Japan ist Fußballweltmeisterin! Gratulation! DieStandard.at fasst noch einmal die Berichterstattung zusammen. Nicole von der Mädchenmannschaft konstatiert für das Gunda Werner Institut der Heinrich Böll Stiftung, dass Frauenfußball mitnichten eine andere, besondere Spielart des Fußballs sei. Image- und Werbekampagnen versuchten im Vorfeld der WM dem Frauenfußball einen “weiblichen” Anstrich zu verpassen. Im Dietz Verlag erscheint bald der Bildband “Schuhgröße 37 – Frauenfußball in Ägypten, der Türkei, Palästina und Berlin“. Bis zum 27. August findet dazu u.a. im Kreuzberg Museum eine Ausstellung statt.

Auf DRadioWissen erfahren wir ganz überraschenderweise, dass die “Karrierechancen von Männer und Frauen in der Forschung weiter ungleich verteilt” sind.

Mashable verweist darauf, dass das kürzlich gestartete Google-Network, Google+, männlich dominiert ist und bestätigt damit weiterhin die Ungleichverteilung der Geschlechter im Netz. Wo sind sie, die Frauen? Hier.

Apropos Google, Frauen, Wissenschaft: Bei der “Google Science Fair”, einer Art „Jugend forscht” finanziert von verschiedenen Firmen, haben dieses Jahr nur Mädchen gewonnen.

Die Taz stellt Kazim Erdogan vor, der Männern hilft, sich von Rollenbildern zu befreien.

Unique, das Hochschulmagazin der Uni Wien, schreibt zu Frauen in der europäischen Philosophiegeschichte: “Ein Blick auf Vergessene und Verdrängte, auf Mechanismen des Ausschließens und Mühsal wie Tücke der Rekonstruktion”

Reuters berichtete von einer Demo afghanischer Frauen, die so gegen sexuelle Belästigung in der Öffentlichkeit protestierten.


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