she:publica 2010: D.I.Y. und Ökonomie

von Verena

Der Countdown läuft: Am 14. April startet in Berlin die re:publica 2010. Dieses Jahr mit zahlreichen Frauen auf Podien und Panels. Damit ihr euch vorab einen Überblick verschaffen könnt, wer, wo, was macht, stellen sich euch in den folgenden zwei Wochen einige der Ladies@re:publica mit ihrem Programm vor:

Heute: Kathrin Ganz von I Heart Digital Life


1. Wie ist der Name deiner Veranstaltung?

Ich halte zusammen mit Jens Ohlig den Vortrag  „Hackonomy – Making, Crafting, Bausteln: Endgegner des Kapitalismus?“

2. Was wird auf deiner Veranstaltung passieren?

Jens und ich wagen einen kritischen Blick auf die gesellschaftlichen Potentiale von DIY, Bausteln, Making und Co. Wir wollen in unseren Vortrag fragen, ob dieser Trend letztlich eine Nische für diejenigen bleibt, die sich ausgefallene Hobbies leisten können, oder ob wir damit Hoffnungen auf eine gerechtere Zukunft für alle verbinden können.

3. Wieso liegt dir das am Herzen?

Zusammen mit Do. beschäftige mich seit einiger Zeit mit queer-feministischen und dekonstruktivistischen Ansätzen zu Ökonomie. Texte dazu sind zum Beispiel Diverser leben, arbeiten und Widerstand leisten aus der aktuellen Arranca! oder Queering Gentrification. Wir gehen davon aus, dass es im Kapitalismus auch ganz viel nicht-kapitalistisches Wirtschaften gibt, das ziemlich unsichtbar ist und zum Teil aber als Ansatzpunkt für einen way out taugen könnte, denn es zeigt ja, dass es auch anders geht! Hackerspaces, wo Leute zusammen arbeiten und „Produktionsmittel“ teilen, sind vielleicht ein Beispiel dafür. Außerdem begeistert mich die Idee, dass wir bald unser Zeug selbst mit 3D-Druckern machen können und sich Konzepte von Open Source und Creative Commons auf die Welt der Dinge ausdehnen. Da ich aber nicht glaube, dass mit neuen Technologien automatisch bessere Welten kommen, finde ich es spannend, eine kritischen Sicht auf gesellschaftliche und globale Verhältnisse zu entwickeln und das auf der re:publica mal in einem nicht explizit linken und/oder feministischen, sondern technikbegeisterten Kontext vorzustellen.

4. Wo und wann findet euer Vortrag statt?

Am Donnerstag, 15. April um 14 Uhr in der Kalkscheune / Raum Workshop 1




Tags: , ,

Eintrag geschrieben: Montag, 12. April 2010 um 14:30 Uhr unter Netz(kultur), Ökonomie. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



Anzeige



3 Kommentare

  1. Ben sagt:

    Passt nur am Rande zum Thema, habe aber keine Ahnung, wo ich es sonst posten soll: Besteht Interesse an einem Mädchenmannschaftslesertreffen im Rahmen der re:publica (oder gibt es eins und nur ich hab’s nicht mitbekommen)? Ich zumindest fände es ganz spannend den einen oder anderen von den Kommentatoren mal persönlich zu treffen.

  2. Verena sagt:

    Lieber Ben, nein dergleichen ist nichts geplant. Aber vielleicht meldet sich noch jemand auf deine Anfrage hier. Ansonsten vielleicht zu einer der Veranstaltungen gehen, wo eine von uns auf dem Podium sitzt, da triffst du vielleicht auch ein paar MM-LerserInnen…

  3. Anna sagt:

    Insgesamt bietet sich ja der Freitagabend/die Abschlussparty für Treffen aller Art an… und ja, bitte auf jeden Fall „hallo“ sagen nach den Veranstaltungen!