Mütter sollten ihre Möpse bedecken – jedenfalls wenn sie rechnen können
2. Januar 2012 von HannahAm Prenzlauer Berg verstopfen Rinder die Gehwege, verstellen mit ihren Kinderwagen die Cafés und holen ihre unbedeckten Euter heraus, um ihre Kinder zu stillen. So steht es in einem Vorabdruck in der Taz von „Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter“ – ein soeben erschienenes Buch der Journalistin Anja Maier. Im Untertitel behauptet die Autorin über Edel-Eltern und ihre Bestimmerkinder zu schreiben. Tatsächlich sind ihr Feindbild aber die P-Berger Mütter. Obwohl ihre Fakten nicht stimmen, ihre Beschreibungen von altbekannten Klischees strotzen, erfährt sie erstaunlich viel Zuspruch. Warum dieser Mütter-Hass?
(C) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de
Anja Maier spricht nicht selbst in dem Kapitel, das die Taz druckte, sondern lässt eine Kaffeehausbetreiberin über die schwäbischen „Rinder“ herziehen, die alles bio und antiallergisch wollten, ihre Kleinkinder zum Chinesisch-Unterricht schickten und ihre Ehemänner für all das zahlen ließen, weil sie selbst mindestens drei Jahre Babypause machten.
Die Tirade der Wirtin hat einen heftige Diskussion in der Kommentarspalte der Taz hervorgerufen und Betrachtungen des Problems in zahlreichen Zeitungen. Interessant daran ist, dass die meisten den Ost-West-Konflikt sehen: Alt-Ostberliner gegen zugereiste Schwaben. Nur wenigen fällt auf, dass die Beschreibung von Müttern als Rinder, die ihre Euter herausholen, wohl so ziemlich die übelste sexistische Beschimpfung von Frauen ist, die einem in den letzten Jahren jenseits von Mario Barth untergekommen ist. (weiterlesen …)
Facebook | | 








