Samstagabendbeat mit Alanis Morissette

von Nadia

Über Alanis Morissette wurde ja schon so ziemlich jeder „Wütende-Frau-mit-Message“-Witz gemacht, den es gibt. Das und der Sachverhalt, dass in den letzten Jahren jetzt wirklich keine Kracher-Hits aus ihren Alben ausgekoppelt wurden, lassen mittlerweile vielleicht ein bisschen vergessen machen, was für eine 1a-Songschreiberin sie immer schon gewesen ist. In wenigen Wochen erscheint Alanis neues Album „Havoc and Bright Lights“, am Donnerstag spielt sie live in Berlin, und vorab habe ich nochmal altes Zeug aus der Schatztruhe gegraben, und zwar die 2005er Akustik-Auflage von „Jagged Little Pill“. Ein absolutes Plattensammlungsgoldstück, dass ich vor Jahren schon mal in der Hand hielt, aber ungerechtfertigterweise ziemlich unbeachtet ließ. Aber: Seit dieser Wieder-Entdeckung nerve ich jetzt auch jede_n penetrant damit, wie super Alanis ist (… hallo!).

Einen kleinen Disput darüber, ob sie jetzt underrated ist oder nicht, führte ich letzte Woche auch, wurde jedoch wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt: Schließlich, so wurde ich nochmal erinnert, hat Alanis ja damals in „Dogma“ völlig zurecht Gott gespielt, und allein damit wurde schon eine absolut gerechte Entscheidung getroffen. Bis das neue Album rausgejagt wird ist auf jeden Fall in diesem Sommer die Akustik-Version von „Not the Doctor“ vom 1995er Debüt mein Lieblings-Alanis-Track – auch, weil er mir in der Originalversion nie besonders positiv aufgefallen ist, mir in der Moll-Variante aber einigermaßen die Ohren wegpustete.




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Eintrag geschrieben: Samstag, 7. Juli 2012 um 19:37 Uhr unter Inspiration, Kultur. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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9 Kommentare

  1. Michael F. sagt:

    Nicht zu vergessen ihre geniale Parodie von „My humps“!

  2. emmi sagt:

    Sie hat übrigens auch ein ziemlich cooles Cover von My Humps rausgebracht: http://www.youtube.com/watch?v=pRmYfVCH2UA

    emmi

  3. ema sagt:

    Eine meiner Lieblingsmusikerinnen!
    Jede/r die/der es noch nicht kennt, sollte unbedingt mal ihr 2. Album „Supposed Former Infatuation Junkie“ (aus 1998) anhören. Nicht konventionell eingängig, aber Songwriting und Lyrics vom feinsten!
    Sonst kann ich noch die Alben „Under Rug Swept“ (aus 2002) und „Feast on Scraps“ (aus 2004) empfehlen.

  4. Nadia sagt:

    Sehr sehr Dope ist auch ihr Unplugged-Album, insbesondere darauf die Version von „I was hoping“. (Die mal wieder zeigt, dass Alanis gar nicht viel Tamtam braucht um Superzeug aufzunehmen: http://www.youtube.com/watch?v=QpL-eP69tio&feature=related. Unbedingt anhören falls noch nicht bekannt!)

  5. Martina sagt:

    Alanis! Ich bin größter Fan, seit ich 2005 mehr oder weniger spontan auf ihrem Konzert aufgekreuzt bin und konnte mich seitdem ihrem Bann nicht mehr entreißen. Not the doctor ist auf jeden Fall auch einer meiner Lieblingshits, allerdings finde ich ihn in der Originalversion besser.
    Die Empfehlungen „Supposed former infatuation junkie“ und „MTV unplugged“ unterschreibe ich uneingeschränkt. ;)

    Freue mich auch schon sehr auf das neue Album und ich hoffe, es wird wieder etwas akustischer/organischer werden und weniger elektronisch als das letzte. Aber wir werden sehen.

  6. Chris sagt:

    “Supposed Former Infatuation Junkie” lief bei mir ständig. Die beiden ersten Alben und die Unplugged Sachen liebe ich immernoch heiß und innig.

  7. Ninia sagt:

    Ach Nadia! Danke für’s Zurück-in-Kopf-holen!

  8. dieTilde sagt:

    I <3 Alanis und ALLE ihre Alben. Und wie schön, dass bald ein neues kommt.

    Bin mit ihr damals von zu Hause ausgezogen, best empowerment ever :-).

  9. Hila sagt:

    Ohrwurm seit dem Wochenende. Hab mir das oben emfohlene Akustik-Album jetzt auch noch am Wochenende angehört und muss sagen, bin wirklich schwer platt. Ganz toll auch darauf: Die Version von „Hand in my Pocket“. Super! Daumen hoch! Und wie Martina gespannt auf`s neue Album.