So klingt es derzeit vermutlich unter einigen Geschichtswissenschaftler_innen, wenn es um die Wikinger geht. Ob Wickie und die starken Männer oder Hägar der Schreckliche – auch in der Popkultur zugen stets die Männer los, zu plündern und brandschatzen, und anschließend nach Haus zur Familie zurückzukehren. Allerdings gab es auch wenig Funde von Frauengräbern. Oder nicht?
Nach neueren Funden, bei denen besonders viele Schmuckstücke gefunden wurden, die auf Frauen hindeuteten, hat Shane McLeod vom Zentrum für mittelalterliche und frühe Neuzeit-Studien der Universität von Westaustralien eine neue Studie veröffentlicht. Im Journal Early Medieval Europe beschreibt er die Neubewertung eines Grabes aus der Zeit von rund 900 Jahren n.Chr. Statt die Überreste nach ihren Grabbeilagen zu beurteilen, wurden die Knochenreste analysiert. Dabei stellte sich heraus, dass vermutlich die Hälfte der 14 Untersuchten Frauen sind.
Statt nur mit Broschen und Kämmen, wurden die Wikingerinnen genau wie Männer auch mit Schwertern und Schilden begraben. Verloren gegangen wäre ihre Beteiligung aber fast durch die Zuschreibungen der späteren Archäolog_innen und Wissenschaftler_innen.
(Via Jezebel)

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